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Sicherheitshinweise zum Umgang mit Türsprechanlagen

Es ist längst eine traurige Tatsache geworden, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland immer mehr zunimmt. Eine Türsprechanlage erhöht die Sicherheit, ist jedoch (wie jedes technische System) nicht zu 100 Prozent effizient. Das trifft insbesondere auf die klassischen Türsprechanlagen zu, die nur Audiosignale übertragen können.

Menschliches Verhalten als Sicherheitsrisiko

Selbst die beste Türsprechanlage nützt nichts, wenn sie durch Kriminelle ausgetrickst oder durch Leichtsinn außer Kraft gesetzt werden kann. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Beispielen.

Unbefugte verschaffen sich zum Beispiel oft Zugang zu Mehrfamilienhäusern, indem Sie alle Klingeln kurz drücken. Wenn die Bewohner fragen, wer da sei, antworten sie kurz mit dem Wort Reklame. Die Bewohner betätigen den Türöffner, ohne zu wissen, wen sie einlassen. Schon sind die Einbrecher, die meist in Gruppen von mehreren Leuten “arbeiten” im Haus!

Zudem können Sie bei einer Audio-Türsprechanlage nie wissen, wie viel Personen tatsächlich an der Tür stehen. Einbrecher stellen sich für gewöhnlich nicht mit Namen und Absichten vor. Experten warnen, dass viele vor einem Einbruchsversuch erst an der Tür klingeln, um zu testen, ob jemand zu Hause ist.

Wenn kleine Kinder im Haus wohnen, können Türsprechanlagen sogar zur Gefahr werden. Die Systeme sind häufig zur bequemeren Bedienung mit Türöffnern kombiniert, die sich sehr leicht bedienen lassen. Kinder lassen sich leicht täuschen und können dadurch Unbefugte Personen ins Haus lassen.

Übrigens können auch Türsprechanlagen mit Videokamera getäuscht werden, indem nur eine Person an der Tür klingelt, sich weitere jedoch außerhalb des Blickwinkels der Kamera auf die Lauer legen. Wird der Türöffner betätigt, huschen sie einfach mit ins Haus.

Eine andere Methode besteht darin, das Objektiv der Kamera einfach mit Dreck zu beschmieren. Der Bewohner glaubt dann an eine Fehlfunktion oder Störung der Kamera und verlässt sich nur auf die Audio-Übertragung. Der Türöffner wird betätigt und eine unbekannte Anzahl unberechtigter Personen kann ins Haus gelangen.

Um Sicherheitsprobleme durch menschliches Fehlverhalten oder Täuschung so gering wie möglich zu halten, sollten Sie sich niemals ausschließlich auf Ihre Türsprechanlage verlassen. Die Polizei empfiehlt ebenfalls, elektrische und elektronische Maßnahmen zum Einbruchsschutz mit mechanischen zu kombinieren.

Dazu gehören zum Beispiel der gute alte Türspion und die Kette an der Wohnungstür. Ebenso nützlich ist eine Portion gesundes Misstrauen. Ein kurzer Blick aus dem Fenster kann zeigen, ob es wirklich der Paketbote ist, der an der Tür klingelt. Ihren Kindern dagegen sollten Sie eindringlich deutlich machen, niemanden einzulassen, wenn kein Erwachsener anwesend ist.

Technische Probleme als Sicherheitsrisiko

Konventionelle Türsprechanlagen, die mit einem Türöffner kombiniert sind, arbeiten sehr zuverlässig und sind robust. In der Regel kann nur der Türöffner Probleme verursachen. Der Mechanismus verwendet das Arbeitsstrom-Prinzip. Das bedeutet, um die Tür zu öffnen, muss eine Spannung an den Schließmechanismus angelegt werden.

Das soll verhindern, dass sich die Tür im stromlosen Zustand öffnet. Durch einen Kurzschluss oder Fehler bei der Installation kann es vorkommen, dass ständig Spannung anliegt und die Tür nicht mehr ins Schloss fällt.

Diese Fehlfunktion zeigt sich aber zumindest bei Anlagen mit Wechselstrom durch ein ständiges Brummen oder Surren des Türöffners. Um den Fehler zu korrigieren ist es besser, einen Elektriker zu Rate zu ziehen.

Türsprechanlagen mit Funksteuerung oder WLAN sind noch anfälliger gegenüber Störungen. Das liegt an der Funktionsweise der Systeme. Sie benutzen Funkwellen zur Übertragung der Signale. Das zur Verfügung stehende Frequenzband ist jedoch nur begrenzt.

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Dadurch kann es vorkommen, dass andere elektronische Geräte dieselbe Wellenlänge benutzen und so die Türsprechanlage stören. Besonders in Mehrfamilienhäusern oder in dicht bebauten Gebieten kann es vorkommen, dass der Türöffner ausgelöst wird, wenn der Nachbar mit seinem Handy telefoniert oder eine Funkfernbedienung benutzt.

Bei Türsprechanlagen mit Video kann es auch Sicherheitsprobleme geben. Diese können auftreten, wenn zum Beispiel die Kamera nicht den gesamten Eingangsbereich erfasst oder wenn es dort nachts einfach zu dunkel ist. Dann benötigen Sie Zusatzeinrichtungen oder Sonderfunktionen, um das Manko auszugleichen.

IP Technologie im Dienste der Sicherheit

Wenn Sie schon mit dem Gedanken spielen, eine neue Türsprechanlage zu installieren, sollte das neue System eine größere Sicherheit als das Vorgängermodell bieten. Es gibt heute zum Beispiel Türsprechanlagen, bei denen die integrierte Kamera mehrere Fotos von der Person macht, die auf den Klingelknopf drückt, selbst wenn Sie die Tür nicht öffnen bzw. nicht zu Hause sind.

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So eine Funktion macht durchaus Sinn, denn nach Erkenntnissen der Polizei klingeln viele Einbrecher vor dem Einbruch einfach an der Tür, um festzustellen, ob jemand im Haus ist. Wird geöffnet, erfinden sie schnell einen Vorwand; wenn niemand da ist, beginnen sie ihr Werk.

Die Türsprechanlage kann den Einbruch zwar nicht verhindern, liefert aber wenigsten Fotos, die der Polizei bei der Fahndung behilflich sind.

Das ist natürlich nur dann möglich, wenn die Anlage Videos oder Bilder speichern kann.

Am sichersten ist es, wenn die Speicherung extern, auf einer Festplatte oder einer Speicherkarte erfolgt, die nicht in das Innenteil integriert ist.

Noch einen Schritt weiter gehen Türsprechanlagen mit WLAN oder DECT Funktion. Diese Systeme können via Internet oder Mobilfunk eine Verbindung zu Ihrem Smartphone herstellen. Damit wird Ihr Handy zu einem Teil der Türsprechanlage.

Selbst wenn Sie nicht zu Hause sind, können Sie sehen, wer an Ihrer Haustür klingelt. Dadurch können Sie beispielsweise den Paketboten bitten, die für Sie bestimmte Sendung bei einem Nachbarn abzugeben oder der Tante sagen, wann Sie wieder zurück sein werden.

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