Beratene Verbraucher:
35890941
Suche
Generic filters
Nur genaue Treffer
Suche im Titel
Suche im Inhalt
Suche in Zusammenfassung
Zurück zur Baby Mobile-Vergleichstabelle Aktualisiert am:

Thema Unterhalt – was Sie wissen sollten

In Deutschland werden immer mehr Ehen geschieden oder – trotz Kindern – nicht mehr geschlossen. Umso mehr alleinerziehende Mütter und Väter gibt es, die sich alleine durchs Leben kämpfen und mit mehr oder weniger großen finanziellen Problemen zu tun haben. Eine Einnahmequelle von alleinerziehenden Elternteilen ist dabei sicherlich der Kindesunterhalt. Aber auch auf Ehegattenunterhalt, der nach einer Scheidung dem alleinerziehenden Elternteil zu Teil wird, kann man in seinen Finanzberechnungen getrost zählen.

Der Ehegattenunterhalt – was er ist und wem er zusteht

Freigiebig wird der Ehegattenunterhalt nach einer Scheidung nicht verteilt. Vielmehr ist die Auszahlung und auch der Anspruch an strenge Bedingungen und Voraussetzungen geknüpft. Dabei reicht es nicht, dass der eine (Ex-) Ehe Partner mehr verdient als der andere. Auch wenn in vielen Fällen der Mann dieser Part ist. Der wichtigste Grund für einen Ehegattenunterhalt nach einer vollzogenen Scheidung ist wohl die Betreuung der ehelichen Kinder. Bis die Kinder 3 Jahre alt sind, hat der Elternteil, bei dem die Kinder leben, einen Anspruch auf den sogenannten Basisunterhalt. Ist der dritte Geburtstag des jüngsten Kindes aber einmal gefeiert, so ist der unterhaltsberechtigte Ex Partner grundsätzlich wieder dazu verpflichtet seine eigenen Brötchen zu verdienen. Immerhin kann das Kind ja nun in eine staatliche, kirchliche oder bei Bedarf auch in eine private Betreuung. Dies ist allen Beteiligten ab dem Alter von drei Jahren zumutbar. Das Gericht ist dazu in der Lage, nach einer Ehescheidung den Unterhaltsanspruch zeitlich zu begrenzen und natürlich seine Höhe festzusetzen.

Nur wer leistungsfähig ist, muss Unterhalt bezahlen

Prinzipiell ist nach einer Ehe leistungsfähig, wer trotz des Zahlens von Unterhalt seinen eigenen Lebensunterhalt nicht gefährdet. Um dies zu überprüfen, hat der Staat einen sogenannten Selbstbehalt definiert, der auch in der Düsseldorfer Tabelle festgeschrieben ist. Aktuell beläuft sich dieser Betrag auf 1200 Euro monatlich. Das bedeutet, dass nach Abzug von 1200 Euro entweder noch etwas überbleibt oder eben nicht. Hat der unterhaltspflichte Partner mehrere Unterhaltsberechtigte vorzuweisen, zum Beispiel nicht nur den Ehegatten, sondern auch noch Kinder oder gar Angehörige aus einer früheren Partnerschaft, so wird das zur Verfügung stehende Einkommen nach Abzug des Selbsterhalts unter ihnen aufgeteilt.

So hoch ist der Unterhalt in der Regel

Als leistungsfähig gilt also prinzipiell jeder unterhaltspflichte Partner, der nach Abzug des Selbsterhalts noch etwas Geld zur Verfügung hat.

Allerdings ist es so, dass nach einer Scheidung zuerst einmal die Einkommen beider Partner begutachtet werden. Angeschaut wird sich dabei natürlich das Bruttoeinkommen abzüglich Steuern, Sozialabgaben und angemessenen Berufsaufwendungen von pauschal 5%. Aufwendungen für die private Altersvorsorge sind dabei in Höhe von 23% anzurechnen. Kindesunterhalt, insofern er gezahlt wird, ist ebenfalls vom Bruttoeinkommen abzuziehen. Mehr zum Thema Kindesunterhalt lesen Sie im späteren Verlauf. Prinzipiell stehen dem geschiedenen Partner, der nicht erwerbsfähig ist, rund 43 Prozent des bereinigten Nettoeinkommens zu. Achtung: der Selbsterhalt von 1200 Euro muss hier natürlich abgezogen beziehungsweise berücksichtig werden. Letztlich ist die konkrete Berechnung des Ehegattenunterhaltes immer vom jeweiligen Einzelfall abhängig und muss dementsprechend auch gesondert berechnet werden. Zum Verständnis möchten wir Ihnen anbei noch ein praxisnahes Beispiel erläutern:

Susanne und Ralf haben sich scheiden lassen. Susanne hat keinerlei Einkommen, da sie zu Zeiten der Ehe zuhause bei den beiden 2- und 4-jährigen Kindern war, die auch heute noch bei Susanne leben. Ralf hat ein bereinigtes Nettoeinkommen von 3000 Euro pro Monat. Das Kindergeld in Höhe von 388 Euro für beide Kinder wird an Susanne ausgezahlt. Orientierend an seinem Einkommen muss Ralf 614 Euro Unterhalt an die beiden gemeinsamen Kinder zahlen. Übrig bleibt ein Gehalt von 2386 Euro, dass für die Berechnungen des Ehegattenunterhaltes herangezogen wird. 43% davon schuldet Ralf Susanne. Ein Betrag von 1025 Euro also. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Ralf einen Gesamtunterhalt von 1639 Euro jeden Monat an Susanne zu überweisen hat. Ihm alleine bleiben noch 1360 Euro übrig. 160 Euro über dem Selbsterhalt also.

Susanne im Umkehrschluss hat aus Kindergeld, Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt einen Betrag von 2027 Euro monatlich zur Verfügung, mit dem sie ihr Leben und das ihrer beiden Kinder bestreiten kann.

Die Unterhaltsregelungen sind im Übrigen von Bundesland zu Bundesland verschieden. Die Regelungen für den eigenen Wohnsitz findet man übersichtlich in den Düsseldorfer Tabellen.

Die Düsseldorfer Tabellen von 2005 bis 2019 können Sie sich hier herunterladen und durch Vergleich die Änderungen nachvollziehen: Download Düsseldorfer Tabellen (PDF)

Das Thema Unterhalt schon im Ehevertrag festhalten

Auch wenn man in Zeiten größter Verliebtheit kein Misstrauen gegen seine baldige Ehe schüren möchte, kann sich das Aufsetzen eines Ehevertrages im Zweifel mehr als rentieren. Immerhin wird in Deutschland im Schnitt etwas mehr als jede dritte Ehe wieder geschieden. Auch das Thema Ehegattenunterhalt sollte, beim Aufsetzen eines Vertrages, in jedem Falle mit aufgenommen werden.

Aber nicht immer macht ein Ehevertrag Sinn. Lebt man als Paar in der typischen „Hausfrauen-Ehe“, das heißt, geht der Mann arbeiten und bleibt die Frau zuhause bei Heim und Kindern, so fährt vor allen Dingen die Frau bei einem Ehevertrag nicht besonders gut. Verfügen beide über ein ähnliches Einkommen, so macht es durchaus Sinn, die Güter schon vorab zu trennen. Bei einer Scheidung jedenfalls ist man erfahrungsgemäß nicht mehr sonderlich bereit sich im Detail mit dem Partner über das Vermögen auseinanderzusetzen.

Einmal beschlossen ist der Vertrag – insofern er notariell beglaubigt wurde – gültig und die Urkunde wird 100 Jahre aufgewahrt.

Prinzipiell ist es übrigens so, dass im § 1569 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) der Grundsatz der Eigenverantwortung festgehalten ist. Das bedeutet, dass jeder (Ex-) Ehepartner in erster Linie alleinige Sorge für seinen Lebensunterhalt zu tragen hat. Nur wenn er absolut nicht im Stande dazu ist, diesen Aufzubringen, ist der andere Teil der Partnerschaft verpflichtet, ihm bei der Sicherung zu helfen

 

Thema Kindesunterhalt – das müssen Sie wissen

Prinzipiell hat ein jedes Kind Anspruch auf einen angemessenen Unterhalt – den sogenannten Kindesunterhalt. Dieser ist von beiden Eltern bis zum Ende einer Ausbildung zu zahlen. Erst dann ist das Kind dazu in der Lage, seine wirtschaftlichen Ansprüche alleine zu stemmen. Bei getrenntlebenden Eltern kommt der Elternteil, bei dem das Kind lebt, seiner Unterhaltspflicht in Form des sogenannten Betreuungsunterhaltes nach. Pflege und Erziehung kosten auch – vor allen Dingen Zeit. Der vom Kind getrennt lebende Elternteil ist hingegen in der Pflicht, seinen Unterhalt durch den sogenannten Barunterhalt, in Form von monatlichen Geldleistungen, zu begleichen.

Dieser monatliche Barunterhalt beziehungsweise die Höhe des Anspruches wird in Deutschland nach der sogenannten Düsseldorfer Tabelle berechnet, die schon seit dem Jahre 1962 Bestand hat und deren Anwendung auf dem Verfassungsgrundsatz der Gleichbehandlung beruht.

Die Düsseldorfer Tabelle ist in drei verschiedene Altersgruppen minderjähriger Kinder aufgeteilt.

  • Von 0 Jahren bis zum 6. Geburtstag (das heißt bis zur Vollendung des 5. Lebensjahres)
  • Von 6 Jahren bis zum 12. Geburtstag (das heißt bis zur Vollendung des 11. Lebensjahres)
  • Von 12 Jahren bis zum 18. Geburtstag (das heißt bis zur Vollendung des 17. Lebensjahres)

Der Unterhalt, der sich am Einkommen des Barunterhaltspflichten Elternteiles orientiert, wird also automatisch zwei Mal bis zum 18. Lebensjahr ansteigen. Wie hoch genau der zu zahlende Unterhalt ist, lässt sich in der Düsseldorfer Tabelle einsehen. Hier sind neben den Altersstufen für das Kind auch die Gehaltsstufen aufgelistet, an denen man sich orientieren kann.

Die Düsseldorfer Tabelle

Wie bereits erwähnt, regelt die Düsseldorfer Tabelle die Unterhaltungszahlungen für Kinder. Dabei ist es egal, ob diese Kinder während einer Ehe entstanden sind oder außerhalb. Ab und zu hat sich in der Vergangenheit der Unterhaltsbetrag der Düsseldorfer Tabelle verändert. Meist dann, wenn der Kinderfreibetrag oder das Kindergeld gestiegen ist. Ohne die Anpassungen des Unterhalts würden dem Kind am Ende weniger Geld zur Verfügung stehen. Um einen Einblick in die Entwicklungen der Düsseldorfer Tabelle zu bekommen, kann man diese hier einsehen. Von 2005 bis zum aktuellen Jahr 2018 sind alle Tabellen vertreten.

Oft wissen Empfänger und Zahler nicht genau, wie sie sich bei einer Änderung der Unterhaltszahlungen verhalten sollen. Tatsächlich ist es so, dass Zahlungen nur dann angepasst werden müssen, wenn der Zahlende Part dazu aufgefordert wird. Unaufgefordert muss nichts geschehen. Rechtskräfte raten grundsätzlich dazu, dass sich beide Parteien friedlich und außergerichtlich über die neuen zu zahlenden Unterhaltsbeträge einig werden.

Zum aktuellen Jahr 2018 hat sich im Vergleich zum Vorjahr erneut etwas an der Düsseldorfer Tabelle geändert. Nicht nur die Unterhaltssätze für die zehn Einkommensgruppen stiegen. Stattdessen sind auch die Gruppen im Jahre 2018 neu definiert worden. Wer ein Monatseinkommen von 1501 bis 1900 Euro Netto verdient, wurde 2017 noch in der zweiten Einkommensgruppe dargestellt. Seit 2018 gehört er allerdings zur ersten Einkommensgruppe. Aus der 2017 Dritten Einkommensgruppe wurde die Zweite und so weiter. Im Endeffekt dank der Unterhalt daher für viele Unterhaltsberechtigte, weil der Unterhaltspflichtige nun in eine niedrigere Einkommensgruppe eingeordnet wurde.

Die Düsseldorfer Tabelle reicht nur bis zu einem bereinigten Nettoeinkommen von 5100 Euro. Unterhaltspflichtige Personen, die mehr verdienen, müssen in einem gesonderten Verfahren alle Ihre Einkünfte und Auslagen offen legen. Die Berechnung des Unterhaltes ist für einen solchen Einzelfall gesondert festzulegen. Juristischer Beistand empfiehlt sich hierbei für beide Parteien.

Kindesunterhalt abzüglich der Hälfte des Kindesgeldes

Der barunterhaltspflichte Elternteil darf bei seinen Unterhaltszahlungen die Hälfte des aktuellen Kindergeldes abziehen. Das aktuelle Kindergeld beträgt 194 Euro. Geregelt ist dies im § 1612b BGB.

Der vollstreckbare Unterhaltstitel

Immer wieder gibt es barunterhaltspflichte Elternteile, die ihrer Unterhaltspflicht gar nicht oder nur sporadisch nachkommen. In diesem Falle, aber auch dann, wenn der Unterhalt regelmäßig und pünktlich erfolgt, kann das unterhaltsberechtigte Kind beziehungsweise sein gesetzlicher Vertreter die sogenannte Titulierung des Unterhaltes in vollstreckbarer Form einberufen.

Ein Unterhaltstitel kann verschiedene Formen haben. Dies kann eine Jugendamtsurkunde sein, eine notarielle Verpflichtungserklärung oder aber auch eine Festsetzung zum Beispiel in Form eines Vergleichs oder Urteils.

Hat der alleinerziehende Elternteil es bisher nicht geschafft Unterhaltsansprüche geltend zu machen, so kann er beim Jugendamt der Stadt in der er wohnhaft ist, die sogenannte Beistandschaft kostenlos beantragen. In Folge vertritt das Jugendamt das Kind bei der gesetzlichen Feststellung der Vaterschaft und bei der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen für das Kind.

Die einzigen Voraussetzungen für eine Beistandschaft sind hierbei die Minderjährigkeit des Kindes und der Wohnsitz im Inland.

Für besorgte Alleinerziehende ist ebenfalls wichtig zu wissen, dass durch die Beistandschaft das elterliche Sorgerecht in keinem Falle eingeschränkt wird. Zudem kann die Beistandschaft jederzeit durch den Elternteil der sie beantragt hat beendet werden.

Der Kindesunterhalt für volljährige Kinder

Bisher war nur die Rede von Unterhalt für minderjährige Kinder. Tatsächlich regelt die Düsseldorfer Tabelle aber noch mehr.

Tatsächlich ist es so, dass bei der Unterhaltsberechnung von volljährigen Kindern das Einkommen beider Elternteile herangezogen wird. Dies kann den Grund haben, dass ein sogenannter „Betreuungsunterhalt“ des Elternteils, bei dem das Kind lebt, im volljährigen Alter wohl keine große Anwendung mehr findet. Immerhin ist man mit 18 Jahren in der Regel schon sehr selbstständig.

Für den Fall, dass das Kind noch im Haushalt eines Elternteiles lebt, so wird nach Stufe vier der Düsseldorfer Tabelle berechnet. Wie gesagt: Das Einkommen beider Elternteile wird bei der Unterhaltsberechnung zu Grund gelegt.

Wenn das volljährige Kind bereits in einem eigenen Haushalt lebt, gibt es gesonderte Bedingungen, die ebenfalls der Düsseldorfer Tabelle entnommen werden können. Prinzipiell haben junge Volljährige bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres die Möglichkeit, sich umfangreich beim Jugendamt beraten zu lassen.

Übrigens: Auf den Unterhaltsbedarf werden auch die Einkünfte des Kindes, auch das Kindergeld, BAföG-Darlehen oder weitere Hilfen angerechnet.

Unterhaltsvorschuss

Kinder, deren barunterhaltspflichtiger Elternteil momentan oder auch längerfristig nicht dazu in der Lage ist finanzielle Leistungen für sein Kind zu erbringen, haben einen Anspruch auf den sogenannten Unterhaltsvorschuss. Seit dem 1. Juli 2017 gibt es hierzu sogar eine geänderte Regelung: Die maximale Höchstdauer der Unterhaltsvorschusses wird von 72 Monaten bis zum Erreichen der Volljährigkeit ausgeweitet. Unterhaltsvorschuss muss beim Jugendamt der Stadt beantragt werden. Ist der unterhaltspflichte Elternteil irgendwann in Lage zu zahlen, wird sich das Jugendamt die geleisteten Zahlungen bei ihm zurückholen. Die Stadt springt also lückenlos ein um das Kindeswohl finanzieller Natur nicht zu gefährden.

Unterhaltspflicht beim Bezug von Krankengeld

Elternteile die barunterhaltspflichtig sind können in Situationen kommen, in denen sie den Unterhalt gar nicht oder nur noch schwer aufbringen können. Ein häufig vorkommendes Szenario ist dabei der Fall ins Krankengeld. Dennoch ist man auch dann verpflichtet, die Leistungen an das Kind (übrigens auch an den Ehegatten insofern hier eine Unterhaltsregelung getroffen wurde) fortzusetzen. Eine Leistungspflicht entfällt erst dann, wenn man den eigenen Lebensunterhalt nach Abzug sonstiger Verpflichtungen nicht mehr zahlen kann. Dies geht aus dem § 1603 Absatz 1 Bürgerliches Gesetzbuch vor. Im Falle des Bezuges von Krankengeld und weiteren Unterhaltsverpflichtungen, empfiehlt sich in jedem Falle die Beratung durch einen Fachanwalt für Sozialrecht. Dieser kann aufklären wo die individuellen Grenzen liegen.

Der Unterhalt beim Wechselmodell

Noch recht neu aber dennoch schon weit verbreitet ist das sogenannte Wechselmodell. Hier leben die Kinder nach einer Trennung/Scheidung zeitweise beim Vater und zeitweise bei der Mutter. Meist im wöchentlichen Wechsel. In jedem Falle ist beim sogenannten Wechselmodell nicht mehr gegeben, dass sich nur noch ein Elternteil vorwiegend um das Kind kümmert und der andere zahlt. Dieses Modell stellt die Frage des Unterhaltes vor ganz neue Herausforderungen. Aktuell diskutieren Vertreter aus dem Deutschen Bundestag, der Rechtsprechung sowie der Forschung über diese neue Gegebenheit. Festgehalten werden kann bisher nur, dass auf diese neuen komplexen unterhaltsrechtlichen Fragen keinerlei schnelle und konkrete Antwort gegeben werden kann. Die zuständigen Parteien sind diesbezüglich im ständigen Austausch so das auf eine baldige Gesetzesregelung gehofft werden darf.

Die Scheinvaterschaft

Immer wieder kommt es vor, dass Männer, die sich als Väter von Kindern wähnten, zwar deren rechtliche Väter sind, aber nicht die leiblichen.

Für diese Väter ist es, nach dem sie herausgefunden haben welch falsches Spiel die Kindesmutter gespielt hat, enorm wichtig, den leiblichen Vater ausfindig zu machen. Alleine deswegen, weil er den leiblichen Vater in Regress nehmen kann. Das heißt, er kann auch rückwirkend finanzielle Einbußen von ihm zurückfordern.

Leider nicht in Höhe der tatsächlichen Ausgaben, da sich die Ausgaben eines Familienleben nicht rückwirkend komplett zurückverfolgen lassen. Stattdessen kann der rechtliche Vater Ansprüche von 1/3 der in den ersten sechs Jahren getätigten Unterhaltszahlungen fordern. Im Falle eines wirklichen Zweifels an der Vaterschaft der eigenen Kinder sollte sich umgehend rechtlicher Beistand zur Hilfe genommen werden.

Hilfen für Väter und Mütter

Egal ob Alleinerziehend, schwanger ohne Hilfe oder einfach nur unwissend dem Thema „Unterhalt“ gegenüber. Viele Mütter und Väter benötigen hier und da rechtlichen Beistand um sich im Dschungel der Paragraphen und Gesetze zurecht finden zu können.

Schwanger – eine Menge fragen

Manchmal ist eine Schwangerschaft für (junge) Frauen ungeplant und stellt die werdende Mutter vor viele Fragen. Hierbei helfen Beratungsstellen wunderbar. Sie klären auf und geben ganz unverbindlich Auskunft über die verschiedensten Anliegen rund um die Schwangerschaft. Hierzu zählen beispielsweise Fragen zum Kindergeld, dem Mutterschutz, weiteren finanziellen Unterstützungen und eben auch zum Unterhalt.

Eine bundesweit anerkannte Beratungsstelle ist dabei Profamilia. Zweigstellen befinden sich in beinahe jeder kleinen und größeren Stadt. Hierfindet man nach Eingabe seiner Postleitzahl schnell und unkompliziert eine Profamilia Anlaufstelle in nächster Nähe.

Das internationale Durchsetzen von Unterhaltsansprüchen

Dank des 2014 in Kraft getretenen Haager Übereinkommens, ist es mittlerweile möglich, Unterhaltsansprüche über die Grenzen der Europäischen Union hinaus zu verfolgen. In jedem Staat stehen zentrale Behörden zur Verfügung, die den Unterhaltsgläubigern dabei helfen, ihre Ansprüche durchzusetzen. In Deutschland ist mit dieser Aufgabe das Bundesamt für Justiz in Bonn vertraut. So kann zum Beispiel eine Mutter, deren Kind Unterhalt von seinem in Spanien lebenden Vater erhalten soll, über die Grenzen hinaus darauf bestehen. Staatliche Unterstützung ist ihr durch das Bundesamt für Justiz garantiert. So das auch finanziell weniger betagte Mütter und Väter nicht davor zurückschrecken sich für die finanzielle Sicherheit ihrer Kinder stark zu machen.

Mehr Information zum Unterhalt

Ausbildungsunterhalt: Info der GewerkschaftsJugend in Bewegung

Unterhalt für eingetragene Lebenspartner: Info des Bundesministeriums der Justiz und Verbraucherschutz

Verwandtenunterhalt / Unterhalt für die Eltern: Informationen des Berufsverbandes der Rechtsjournalisten e.V.

Antragsformulare für die Feststellung des Kindesunterhalts im vereinfachten Verfahren

Antragsformulare für Einwendungen von Antragsgegnern:

Informationen für Alleinerzieher in arabischer Sprache

Rechtliche Unterstützung und Beratung für Väter

 

Redakteurin: Alexandra Dahmen | E-Mail: [email protected]

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2.100 Bewertungen. Durchschnitt: 4,70 von 5)
Loading...