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Geschichtliche Entwicklung des Tischkickers

Die Geschichte des Tischkickers geht auf die Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts zurück. Der erste Kickertisch, der den heute zum Einsatz kommenden Modellen sehr ähnlich war, wurde vermutlich vom französischen Citroen-Mitarbeiter Lucien Rosengart (1880 bis 1976).

Die erste Patentanmeldung für einen Tischkicker wurde im Jahr 1937 durch den Spanier Alejandro Finisterre (1919 bis 2007) durchgeführt. Jedoch wurde bereits im Jahr 1922 an den Engländer Harold S. Thornton ein Patent für ein Vorläufermodell ausgestellt.

Auf Grundlage der Entwicklung von Lucien Rosengart wurde von der Firma Kicker aus der Schweiz später allerdings ein Spieltisch gebaut. Deshalb wird heute auch vom „Kickertisch“ gesprochen, der anders als vermutet, nicht auf die für Fußballspieler gebräuchliche Bezeichnung, sondern auf das herstellende Unternehmen bezogen ist. Schon bald erlangten die Spieltische große Beliebtheit und es erfolgte zunehmend die Aufstellung in Gaststätten.

In Deutschland wurde im Jahr 1967 erstmals ein als Meisterschaft bezeichnetes Turnier für Tischfußball durchgeführt, die Bild-Zeitung war seinerzeit beteiligt daran, dass die Veranstaltung auch zustande kommen konnte. 1969, also zwei Jahre darauf, wurde der erste Deutsche Tischfußball Verband (DTFV) gegründet.

Der Spielgeräte-Hersteller Löwen veranstaltete gleichzeitig regelmäßig Turniere in seinem Unternehmenssitz im mittelrheinischen Bingen. Diese Turniere wurden als Deutsche Meisterschaft tituliert.

Als sich das Unternehmen aus dieser Veranstaltung zurückzog, erfolgte die Gründung des Vereins Players for Players e. V.. Während der DTFV seinen Schwerpunkt auf den Ligabetrieb legte, veranstaltete Players for Players gut dotierte Turniere für einzelne Spieler.

Im Jahr 2002 wurde der internationale Verband (ITSF – International Table Soccer Federation) auf Initiative von acht Ländern gegründet, dessen Ziel es neben der langfristigen Aufnahme von Tischfußball in das Programm der Olympischen Spiele auch die Förderung des Kickersports in verschiedenen Ländern war.

In den vergangenen Jahren konnte dabei vor allem in den Niederlanden ein großer Erfolg erzielt werden, auch in nördlichen Regionen Italiens ist Tischfußball durchaus beliebt.

Bevor es jedoch möglich wird, dass Tischfußball bei den Olympischen Spielen im Programm zu finden ist, muss sich das IOC zunächst mit der Klärung beschäftigen, was in diesem Sport als „Doping“ gelten könnte. Erst dann kann über einen Antrag auf Aufnahme entschieden werden. Von Bedeutung sind in diesem Zusammenhang alle Substanzen, die der IOC generell ächtet und außerdem Mittel, welche zu einer positiven Beeinflussung der Konzentration beitragen. Es müssen also – wie bei allen Sportarten – Regeln für die Kontrollen und auch Ausnahmegenehmigungen aus medizinischen Gründen vereinbart werden. Auch wenn durchaus viele Spieler die Meinung vertreten, Bier können sich positive auf die Spielstärke auswirken, ist die Diskussion, ob Bier als Dopingmittel gelten könnte, vermutlich eher als Scherz zu verstehen. Bei Spielen in der Kneipe dürfte Alkohol natürlich als selbstverständlich gelten, an einem wichtigen Turnier wird aber vermutlich kein Spieler unter dem Einfluss von Alkohol teilnehmen.

Der Verband strebte außerdem die weltweite Vereinheitlichung der Regeln im Tischfußball an, was im Jahr 2007 umgesetzt werden konnte. Diese einheitlichen Regeln gelten jedoch nur für Turniere, welche der internationale Verband sowie die ihm angeschlossenen Mitgliedsverbände ausrichten. Bei privaten Turnieren können abweichende Regelungen gelten. Derartige Verfahren sind in anderen Sportarten ebenfalls üblich.

Im Laufe der Zeit erkannte man auch den militärischen Nutzen von Tischkickern. So kann mit dem Spielen an Kickertischen die Koordination zwischen Händen und Augen verbessert werden. Dadurch kann die Wiedereingliederung von verwundeten Soldaten unterstützt werden, einige Reha-Kliniken nutzen diesen Effekt auch im zivilen Bereich.

Mittlerweile haben sich im Laufe der Geschichte für das Spiel am Tischkicker regionale Sonderbezeichnungen ergeben. Außerhalb des jeweiligen Sprachgebietes sind diese jedoch nur wenig bekannt.

 

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