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Kostenlose VPNs - diese Gefahren könnten lauern

Die Preise für kostenpflichtige VPN Anbieter können ab 50 Euro jährlich betragen. Je nach Angebot können diese Preise aber auch deutlich höher ausfallen. Obwohl 50 Euro aufgerechnet auf die monatlichen Gebühren nicht viel sind, wollen viele diese Kosten nicht tragen und nutzen lieber kostenlose VPN Anbieter. Hier gibt es durchaus auch einige seriöse Anbieter, allerdings ist das Risiko hoch, dass trotz VPN die Kommunikation nicht sicher ist bzw. die Daten auf dem Gerät nicht sicher sind.

Kostenlos, aber nicht gratis

Nicht immer ist was kostenlos angeboten wird auch gratis. Nutzer müssen zwar kein Geld bezahlen, erbringen jedoch oft in einer anderen Form eine Gegenleistung. Im Hinblick auf den Umstand, dass der Betrieb von Servern in verschiedenen Ländern für die Anbieter ebenfalls mit Kosten verbunden ist, muss auch jedem Nutzer klar sein, dass der Anbieter diesen Dienst auch in irgendeiner Form finanzieren müssen.

Bei einigen kostenlosen Anbietern ist es daher zwingend notwendig ihren eigenen Client zu verwenden, über den sie dann die Nutzer etwa bewerben oder spezifische Daten – meist in anonymisierter Form sammeln. Die Nutzer kostenloser Anbieter “bezahlen” daher immer etwas, wenn es sich dabei auch nicht um Geld handelt.

Werbewände

Eine der häufigsten Formen der indirekten Bezahlung ist die Finanzierung über Werbekunden. In dem Fall bezahlen nicht die Nutzer die Kosten für die Infrastruktur des Anbieters, sondern Werbekunden. Der Nutzer muss sich dann im Gegenzug zur kostenlosen Nutzer die Werbeeinblendungen gefallen lassen. Dies passiert nicht nur bei VPN Software für Computer oder Laptop, sondern häufiger sogar bei mobilen VPN Clients. Für Nutzer ist dies oft sehr unangenehm, weil sie beim Surfen im Netz unterbrochen werden.

Datenlimits

Sogar kostenpflichtige Anbieter haben oft kostenlose Angebote für die Nutzer. Diese sind dann aber oft im Hinblick auf die Menge an Daten stark begrenzt. Lediglich mehrere Hundert MB erlauben solche Angebote. Je nachdem was Sie im Internet machen, kann dieses Datenguthaben im Monat schnell verbraucht sein. Vor allem jene, die mit einem VPN Client Ländersperren für Videos umgehen möchten, stoßen dann mit kostenlosen Anbietern rasch an die Grenzen.

Nutzer, die an solche Limits gebunden sind, müssen sich dann genau überlegen, wann sie den VPN Anbieter nutzen. Das bedeutet allerdings auch, dass ein Teil der Daten ungeschützt übertragen werden. Viele kostenpflichtige Anbieter mit einem limitierten kostenlosen Angebot schenken aber dieses kostenlose Datenpaket jenen Nutzern, die bezahlen. Das bedeutet, dass zahlende Nutzer zusätzlich zu ihren Tarifen noch das Datenguthaben als Bonus gewährt wird.

Drosselung der Geschwindigkeit

Neben der Limitierung der Datenmenge kann es bei kostenlosen VPN Anbietern auch zu einer Begrenzung der Geschwindigkeit beim Datentransfer kommen. Dieser Umstand mag bei mobilen Geräten eher vernachlässigbar sein, wo vor allem Webseiten entsprechend dafür aufbereitet sind, für Desktopversionen kann die Limitierung aber ebenfalls zu einem Problem werden.

Vor allem beim Streamen von Videos kann es zu einem Ruckeln im Bild kommen, wenn die Geschwindigkeit zu langsam ist. Wer daher wiederum Ländersperren bei Videos umgehen möchte, der sollte Berücksichtigen, dass diese Videos aufgrund der niedrigen Geschwindigkeit oft gar nicht ansehbar sind.

Wenig zuverlässig

Während bei einem kostenpflichtigen Anbieter immer ein Vertrag im Hintergrund steht, der dem Nutzer garantiert, dass er für sein Geld auch eine entsprechende Dienstleistung bekommt, gibt es solche Verträge bei kostenlosen Anbietern nicht. Entsprechend unzuverlässig sind auch viele Anbieter im Hinblick auf die Verfügbarkeit ihrer Dienste. Sie fühlen sich ihren Nutzern nicht verpflichtet und kümmern sich auch nicht zeitnah um die Ausfälle ihrer Nutzer. Kostenpflichtige Anbieter reagieren darauf deutlich schneller und haben an einem Standort oft sogar mehrere Server, damit sie die Nutzer bei einem Ausfall sofort über andere Server leiten können.

Wer daher einen Anbieter mit einer hohen Verfügbarkeit benötigt, der ist in jedem Fall bei einem kostenpflichtigen VPN Anbieter aufgehoben. Zudem müssen kostenlose Anbieter auch nicht für gewisse Sicherheitsaspekte garantieren.

Deshalb weisen kostenlose Anbieter auch oft große Sicherheitsmängel auf und sorgen sogar noch für zusätzliche Sicherheitslücken, wenn etwa die Daten der Nutzer sogar durch den kostenlosen VPN Anbieter abgehört werden.

Worauf die meisten kostenlosen Anbieter verzichten, ist ein umfangreicher Support ihrer Nutzer. Viele sind dann auf sich gestellt, wenn etwa der Client nicht mehr funktioniert oder andere Probleme auftauchen. Wer daher zwingend auf einen funktionierenden Anbieter angewiesen ist, der muss auch darauf achten, dass ein Kundensupport – im günstigsten Fall ein 24 Stunden Support – angeboten wird.

Mangelhafte oder keine Verschlüsselung

Ein großes Sicherheitsrisiko kostenloser Anbieter ist die mangelhafte Verschlüsselung der Daten. Viele kostenlose Anbieter gehen sogar soweit, dass sie ihren Kunden eine vermeintlich sichere Verbindung vorgaukeln, die es überhaupt nicht gibt. Der Nutzer schickt dann wiederum seine Daten unverschlüsselt in das Internet und unbefugte können die Kommunikation mitverfolgen.

Neben einer nicht vorhandenen Verschlüsselung ist eine mangelhafte Verschlüsselung der Daten ein ebenso großes Risiko. Einige Anbieter nutzen alte Algorithmen, die keinen ausreichenden Schutz bieten oder nutzen Verschlüsselungen, die nicht geeignet sind. Wer sich für einen kostenlosen Anbieter entscheidet, sollte daher prüfen um welche Verschlüsselung es sich handelt und ob diese auch tatsächlich angewendet wird.

Im Netz gibt es für solche Test zahlreiche Plattformen, die dem Nutzer mitteilen, ob er die Seite mittels einer verschlüsselten VPN Verbindung geöffnet hat oder nicht.

Ungeschützte Kunden

Nutzer gehen mit kostenlosen Anbietern in der Regel keine rechtsverbindlichen Verträge ein. Dies bedeutet für die Nutzer wiederum, dass sie wenig rechtliche Handhabe haben, wenn etwa ihre Daten missbräuchlich verwendet oder sogar an Dritte etwa verkauft werden. Hier gilt es in jedem Fall auch zu prüfen, in welchem Land der Anbieter seinen Standort hat und wie der Datenschutz im jeweiligen Land ist.

Kein Nutzer darf vergessen, dass er durch die Nutzung eines Anbieters ihm auch Daten persönlicher Natur, wie das Surfverhalten gibt. Leider ist es oft schwierig in Erfahrung zu bringen, wo kostenlose Anbieter tatsächlich ihren Sitz haben, denn in vielen Ländern müssen diese Informationen, vor allem, wenn es sich um ein kostenloses Angebot handelt, nicht veröffentlicht werden.

Es gibt zwar durchaus auch seriöse kostenlose Anbieter, diese sind jedoch sehr dünn gesät. Wer deshalb seine Daten auch sicher wissen möchte, der sollte sich für einen kostenpflichtigen Anbieter entscheiden.

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