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Was ist ein VPN Tunnel?

Wer mit dem Auto in einen Tunnel fährt, der ist weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Erst wenn Sie den Tunnel wieder verlassen sind Sie wieder sichtbar für alle. Im Tunnel können sich noch weitere Fahrzeuge befinden, die ebenfalls in der Zeit, in der sie sich im Tunnel befinden, nicht für die Außenwelt sichtbar sind.

So ähnlich verhält es sich auch mit einem VPN Tunnel im Internet. Die Daten des Nutzers werden durch den Tunnel geschickt und sind damit nicht mehr sichtbar für andere Benutzer – im Vergleich zu herkömmlichen Verbindungen mit dem Internet. Wie auf der Straße mehrere Fahrzeuge den Tunnel nutzen können, können auch beliebig viele Nutzer VPN Tunnel nutzen. Sie haben wie auf der Straße natürlich auch die Wahl, ob sie überhaupt einen Tunnel nutzen.

Die Kommunikation über den Tunnel bietet viele Vorteile, vor allem im Hinblick auf die Sicherheit. Allerdings gibt es bei den Tunneln und vor allem bei den Anbietern zum Teil große Unterschiede.

Was ist VPN?

VPN ist die Abkürzung für “Virtual Private Network” und bezeichnet ursprünglich eine Technologie, die den Zugriff auf Ressourcen innerhalb dieses Netzwerkes ermöglichen. Der Vorteil ist, dass auf dieses Netzwerk von jedem Standort der Welt zugegriffen werden kann.

Ist der Tunnel aktiviert, wird jedes Bit, dass von der Netzwerkkarte losgeschickt wird durch den Tunnel geleitet und damit auch in Echtzeit verschlüsselt. Dadurch wird auch zuverlässig das Abhören und Mitschneiden der Kommunikation verhindert.

Die Verschlüsselung ist unabhängig von der Internetverbindung, denn die Verschlüsselt findet im VPN Tunnel statt. Ebenfalls unwichtig ist, mit welchem Endgerät Sie den VPN Tunnel nutzen oder von welchem Standort aus. Es kann allerdings vorkommen, dass manche Länder gewisse Länderkennungen nicht zulassen. Daher sollte darauf geachtet werden, welcher VPN Anbieter genutzt wird bzw. über welche Länder die Kommunikation läuft.

Die Funktionsweise von VPN

VPN ist ein Netzwerk in einem Netzwerk, das für sich abgeschlossen ist. Die Teilnehmer können sich über die ganze Welt verteilen und können sich von jedem Standort, wo es eine Verbindung ins Internet gibt, mittels VPN verbinden. Dazu verbinden sich die Nutzer erst über einen Client, der ein bestimmtes VPN Protokoll nutzt mit einem Loginserver. Dafür stehen je nach Anbieter Server auf der ganzen Welt zur Verfügung.

Sobald die Kommunikation aufgebaut ist, befindet sich der Nutzer bzw. die Daten des Nutzers im Tunnel. Im Zuge dessen erhält der Nutzer auch eine neue IP. Ab diesem Zeitpunkt ist die gesamte Kommunikation verschlüsselt und der Nutzer kann mit anderen Computern sicher Daten austauschen. Für die Kommunikation wird zudem eine virtuelle Netzwerkkarte angelegt, die in der Liste der Karten üblicherweise als normale Ethernet Adapter gelistet wird. Sie wird vom Computer bzw. anderen Endgeräten, mit denen das Internet genutzt wird, auch als solche verwendet, mit dem einzigen Unterschied, dass es eine zusätzliche Verschlüsselung in Echtzeit gibt.

Der Vorteil von VPN ist, dass nicht nur der Nutzer einen VPN Tunnel erhält, sondern auch die Daten, die vom Ziel zum Nutzer zurück gesendet werden, über einen eigenen Tunnel geleitet werden. Dies ist unabhängig davon, ob der Zielpunkt ebenfalls eine Kommunikation über VPN führt. Sobald vom Nutzer mit VPN eine Anfrage erfolgt, wird auch die Antwort über VPN übermittelt.

Der Vorteil am VPN Tunnel ist, dass sogar für den Provider die Kommunikation nicht nachverfolgbar ist. Ursprünglich wurde VPN aber nicht für das Internet entwickelt, sondern um eine innerbetriebliche Kommunikation abhörsicher zu machen und wichtige Informationen vor unbefugten zu schützen. Dieser Einsatzbereich ist heute trotz Firewall noch immer interessant, vor allem wenn es um sensible Informationen und Betiebsgeheimnisse geht.

Sicher surfen mit Verschlüsselung

Ein zentraler Aspekt von VPN ist die verschlüsselte Kommunikation. Normale Verbindungen über das Internet sind in der Regel unverschlüsselt, das bedeutet, dass sämtlicher Datentransfer mitverfolgt werden kann. In der Regel ist das fangen der Datenpakete schon mit einfachen Mitteln möglich und vor allem öffentliche Hotspots sind hier sehr gefährdet. Viele drahtlose Netzwerke sind zudem nicht oder zu wenig gesichert. Nutzer schließen Sicherheitslücken durch Firmwareupdates für Router nicht, wodurch Datendieben Tür und Tor geöffnet wird. Erschwerend kommen dann oft noch schlechte Passwörter hinzu, die einfach zu knacken sind.

Im Hinblick über die Informationen die Nutzer täglich durch das Internet schicken, ist eine ungeschützte Kommunikation ausgesprochen gefährlich für Ihre Daten. Es werden Bankdaten als Daten verschickt, Kreditkartennummern sowie diverse weitere persönliche Informationen, die zum Nachteil verwendet werden können, wenn sie in die falschen Hände geraten.

Mittlerweile wird die persönliche Kommunikation auch für Geheimdienste immer interessanter, weshalb die Sicherheit der Kommunikation ein wachsendes Bedürfnis ist. Die digitale Kommunikation ist ein wichtiger Teil unseres Lebens geworden, wie es früher Briefe oder Postkarten waren. Was auf Papier durch das Briefgeheimnis geschützt ist, ist im Netz wesentlich schwieriger zu schützen. Hier ist jeder Nutzer für den Schutz selbst verantwortlich.

Hinzu kommt, dass die Zensur in vielen Ländern ein wichtiges Thema ist und sogar vermehrt Staaten wieder Seiten im Netz zensieren. VPN ist hier ebenfalls eine Möglichkeit diese Zensur zu umgehen, da die Kommunikation über VPN Server geleitet wird, die eine Länderkennung haben, für die die Informationen nicht gesperrt ist. Dadurch trägt VPN entscheidend dazu bei, dass sich auch Menschen in Ländern mit Zensur eine eigene und objektive Meinung bilden kann.

Die Auswahl eines Providers

Die Auswahl eines Providers für den VPN Tunnel ist ein entscheidender Sicherheitsfaktor. Viele Anbieter werben mit günstigen Konditionen, doch sollten diese nicht Ausschlaggebend sein für die Auswahl. Das Hauptaugenmerk sollte immer auf die Sicherheit der Daten liegen.

So können beispielsweise Anbieter mit Sitz in Amerika dazu verpflichtet werden die Daten ihrer Nutzer an Regierungsorganisationen wie dem FBI bekannt zu geben. Das gilt sogar für Daten europäischer Kunden. Daher sollte immer darauf geachtet werden in welchem Land der Anbieter seinen Sitz hat und, ob dort auch die Daten gesetzlich gut geschützt sind.

Zunehmend wird auch die Vorratsdatenspeicherung relevant, die in einigen Ländern nicht erlaubt ist, weshalb diese auch Anbieter auch solchen Ländern besser zu bewerten sind. Es macht allerdings die Gesamtheit der Vor- und Nachteile aus, die einen guten Anbieter auszeichnen. Im Hinblick auf die Rechte bzw. der Datenrechte sollten daher Nutzer von VPN Tunneln immer auf dem aktuellen Stand sein, denn gegebenenfalls kann es zum Schutz der eigenen Daten notwendig sein, den Anbieter zu wechseln.

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