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Welches Brennholz eignet sich am besten

Holz ist der Brennstoff der ersten Stunde. Bereits die Menschen der Steinzeit benutzten Holz zum Entzünden von wärmenden und schützenden Feuern. Da unsere Vorfahren erst nach und nach lernten, Feuer zu machen, war die Erhaltung des einmal entstandenen Feuers eine überlebenswichtige Aufgabe. Gerade als Schutz vor wilden Tieren, die in der Regel Angst vor dem gelben Schein hatten, konnte die Sippe vor Ausrottung geschützt werden.

Zudem spendete das Feuer Wärme in einer unwirtlichen Umgebung, die noch vielfach die Spuren der endenden Eiszeit trug. Bis weit in das 20. Jahrhundert war man auf das Heizen mit dem Brennstoff Holz angewiesen, bevor das Heizen durch Kohle und später auch durch Strom und Gas breiten Bevölkerungsschichten zugänglich war.

Insbesondere die Generation, die den zweiten Weltkrieg überstanden hatte, war mit dem Umgang mit Holz als Wärmequelle noch vertraut. Diese wurde dann in den 60ziger und den 70ziger Jahren durch die bereits erwähnte Kohle ersetzt.

Klimawandel und die Rückbesinnung an gemütliche Stunden vor einem knisternden Kaminofen haben in den vergangenen Jahren die Renaissance der Kaminöfen eingeläutet, denn fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Gas tragen maßgeblich zur Beschleunigung des schädlichen Klimawandels bei. Warum dies so ist, wollen wir nachfolgend kurz erläutern.

Holz verbrennt klimaneutral

Der Energieträger Holz dagegen erzeugt Energie klimaneutral. In seiner Lebenszeit wächst der Baum Jahr für Jahr und führt dabei die dazu notwendige Photosynthese durch. Das heißt, er filtert bei diesem lebenslangen Prozess ebenso viel umweltbelastendes CO2 aus der Luft, wie durch seine Verbrennung wieder freigesetzt wird.

Somit wird durch das Verbrennen von Holz der Umwelt kein zusätzliches CO² zugefügt und die Klimabilanz dieses Energieträgers ist ausgeglichen.

Öl, Gas und Kohle sind extrem umweltschädlich

Um dem Grund der hohen Umweltschädlichkeit von Kohle, Öl und Gas auf dem Grund zu gehen, muss man viele Millionen Jahre in der Entwicklung der Erde zurückgehen.

Scheppach 5905206901 HydraulikspalterErdöl ist vor Millionen von Jahren aus abgestorbenen tierischen und pflanzlichen Stoffen entstanden.

Es hat also CO² gebunden, das damals in der Atmosphäre vorhanden war. Setzt man nun heute Erdöl zur Energiegewinnung ein, wird CO² freigesetzt, dass sich bereits vor langer Zeit gebunden wurde und nun zusätzlich unsere Atmosphäre belastet.

Kurz gesagt, fossile Brennstoffe wie Erdöl, Gas und Kohle, die ebenfalls auf abgestorbenen pflanzlichen und tierischen Substanzen basieren, können heute nicht mehr klimaneutral verbrannt werden.

Generell gilt, dass man Brennholz erst ab dem Erreichen einer Restfeuchte von höchstens 20% nutzen soll. Ist dieser Trocknungsgrad erreicht, wird das Holz als lufttrockenes Holz bezeichnet. Darum muss frisch geschlagenes Holz auch eine gewisse Zeit ablagern, ehe es als Brennholz zum Einsatz kommen kann.

Am besten sucht man hierfür einen vor Wind und Wetter geschützten Bereich im Freien, wo das Holz dann nach und nach seine Feuchtigkeit abgeben kann. Damit das Holz auch bei schlechten Witterungsbedingungen im Herbst und im Winter nicht wieder Feuchtigkeit aufnehmen sollte es stets an einem trockenen und vor Wetter geschützten Ort gelagert werden.

Die unterschiedlichen Energiewerte verschiedener Holz-Sorten

Obwohl viele denken, dass Holz doch Holz ist, differieren die Energiewerte differiert verschiedener Holzsorten stark voneinander. Im Folgenden wollen wir Ihnen einen Überblick über die gängigsten Brennholzsorten auf dem europäischen Markt geben. Diese können relativ leicht über den Holz- Fachhandel, vom Baumarkt oder aber auch vom Landwirt nebenan gekauft werden.

Der Energiewert der Pappel

Der Energiewert des Pappelholzes ist nicht besonders hoch. Es eignet sich hervorragend als Anmachholz zum schnellen Entzünden des Kaminfeuers oder aber für den Fall, dass man schnell Wärme erzeugen muss. Danach ist das Holz aber auch genauso schnell abgebrannt und ein weiteres Nachlegen von Scheiten ist von Nöten.

Der Heizwert von Pappelholz beträgt ca. 1200 KWH/rm und rangiert damit am unteren Ende der Energiewert-Skala europäischer Brennholzsorten.

Der Energiewert von Nadelholz

Nadelhölzer sind immergrüne Pflanzen. Unter den Begriff „Nadelholz“ fallen zum Beispiel Holzscheite der Lärche, der Fichte, der Eibe oder auch der Kiefer. Das Holz der Nadelgewächse weist wie das der Pappel ebenfalls eine relativ geringe Energiedichte auf und brennt damit auch relativ zügig ab.

Der Heizwert liegt bei ca. 1400 – 1800 KWh/rm und damit etwas höher, als bei Pappelholz. Auch Nadelhölzer eignen sich hervorragend zum Anheizen. Jedoch neigt das Nadelholz aufgrund des hohen Harzanteils schnell zum Funkenflug und sollte deshalb nur in geschlossenen Öfen verfeuert werden.

Energiewert und Flammenbild der Birke

Birkenholz wird von vielen Kamin-Liebhabern insbesondere wegen seines bläulichen Flammenbildes geschätzt. Außerdem enthält das Holz der Birke ätherische Öle, die während der Verbrennung freigesetzt werden und so einen stimmungsvollen Duft verströmen. Durch diese beiden Charakteristika eignet sich Birkenholz insbesondere für Kamine mit großen Fenstern und ebenfalls für offene Feuerstellen. Der Heizwert des Birkenholzes beträgt ca. 1900 KWh/rm.

Eiche, Esche und Buche überzeugen durch einen hohen Heizwert

Eiche, Esche und Buche sind in Deutschland heimische Baumsorten, die sowohl im Möbelbau als auch in der weiteren Holzindustrie einen hohen Stellenwert besitzen. Und auch als Kaminholz sind diese Hölzer immer erste Wahl, weil sie über einen sehr hohen Heizwert verfügen.

Das Holz der Buche ist hierzulande besonders gefragt, da es ein besonders gleichförmiges Abbrennverhalten aufweist, dabei aber keinen Funkenflug produziert.

Die Eiche verfügt ebenfalls über einen hohen Heizwert und weist eine lange und zudem ruhige Brenndauer auf.

Der Nachteil dieses Holzes: es benötigt viel Zeit, um den idealen Trocknungsgrad zu erreichen. Dafür sind die Flammen, die das Abrennen des Eichenholzes erzeugt, ehr unspektakulär zu nennen. Eichenholz wird daher ehr von Nutzern geschlossener Öfen verwendet. Primäres Ziel ist es, eine große Heizwärme zu erreichen.

Und auch unser letzter Kandidat, die Esche ist ein guter Energielieferant. Beim Verbrennen dieses Holzes entsteht ebenfalls ein sehr malerisches Flammenbild, dass sich hervorragend in Kaminöfen mit großen Scheiben beobachten lässt.

Hinsichtlich des Heizwertes lässt sich für alle drei Holzarten ein Wert von ca. 2000KWh/rm benennen.

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