Der Markt für Laserdrucker in Deutschland ist sehr groß. Es gibt ungefähr 1.000 verschiedene Modelle von mehr als einem Dutzend Hersteller. Die Preise reichen von unter 25 Euro für das günstigste bis zu mehr als 7.000 Euro für das teuerste Gerät. Bei einer so großen Auswahl fällt es schwer, das passende Gerät zu finden. Zudem gibt es kein Modell auf dem Markt, dass allen Ansprüchen gerecht wird. Beim Kauf lohnt es sich daher, auf verschiedene Kriterien zu achten.
Preis
Die meisten Kunden sehen beim Kauf wahrscheinlich zuerst auf den Kaufpreis des Geräts. Das ist zwar ein wichtiges, aber nicht das allein entscheidende Kriterium beim Kauf. Nicht immer muss ein günstiger Drucker ein Schnäppchen sein. Manche Hersteller greifen zu einem fiesen Trick. Sie bieten Laserdrucker sehr günstig an, dafür kosten Verbrauchsmaterialien wie Toner, Papier oder Ersatzteile um so mehr. Das treibt die Betriebskosten in die Höhe und kann den relativ geringen Vorteil eines niedrigen Kaufpreises schnell zunichte machen. Darum lohnt es sich, beim Kauf auch auf die Kosten der Verbrauchsmaterialien und Verschleißteile zu achten.
Verwendungszweck

Kunden, die als Designer, Architekten oder technische Zeichner tätig sind, benötigen Drucker die mit größeren Formaten als DIN A4 zurecht kommen. Wer oft und gern seine Fotos selber druckt, benötigt dagegen einen Laserdrucker, der auch bei Fotos gute Qualität liefert. Inzwischen gibt es auf diesem Gebiet Modelle, die ganz gute Ergebnisse liefern. Die meisten Verbraucher entscheiden sich aber wahrscheinlich für Farblaserdrucker, weil sie sehr vielseitig einsetzbar sind.
Sie können sowohl schnelle Schwarz/Weiß Drucke liefern als auch gute farbige Grafiken und Bilder liefern. Die vielseitige Verwendbarkeit ist auch der Grund, warum mehr und mehr Kunden zu Multifunktionsdruckern greifen. In den meisten Büros und Arbeitszimmern ist Platz Mangelware. Da ist ein Multifunktionsdrucker das optimal geeignete Gerät, weil es viel Platz spart.
WLAN

Zudem kann ein Laserdrucker mit WLAN praktisch überall im Haus oder im Büro platziert werden, so lange eine Steckdose in der Nähe ist. Er muss nicht mehr direkt beim Computer auf, unter oder neben dem Schreibtisch stehen.
Ausstattung
Je nach dem Verwendungszweck gibt es verschiedene Merkmale, die wichtig sind. Kunden, die zum Beispiel viel zu drucken haben, benötigen Drucker mit automatischen Papiereinzug und großen Eingabefach.
Das erspart das nervige Auffüllen des Papiervorrats und vermeidet Stockungen beim Druckvorgang. Wenn der Laserdrucker durch verschiedene Personen mit unterschiedlichen Endgeräten benutzt wird, ist eine Ausstattung mit möglichst verschiedenen Schnittstellen sinnvoll.
Dadurch können Geräte unterschiedlichster Art mit dem Drucker verbunden werden und Dateien bzw. Dokumente ausdrucken. Zu den gängigsten gehören zum Beispiel Steckplätze für Speicherkarten oder Module zur drahtlosen Übertragung von Daten mittels Bluetooth oder NFC.
Kunden, die viel unterwegs sind (Handwerker, Mitarbeiter im Außendienst, mobile Dienstleister), benötigen Laserdrucker, die das so genannte Cloud-Computing beherrschen. Das bedeutet, Druckaufträge können über das Internet von beinahe jeder beliebigen Stelle der Welt an den Drucker daheim oder im Büro gesendet werden. Einzige Voraussetzung ist ein Zugang zum Internet.
Stromverbrauch

Eventuell hilft es, den Laserdrucker an eine abschaltbare Steckdose anzuschließen und das Gerät stromlos zu schalten, wenn es nicht benötigt wird.
Markenqualität

Das ist bei No-Name Geräten oft nicht möglich. Wenn dort ein ernsthafter Defekt auftritt, bleibt nicht selten keine andere Lösung, als den kaputten Drucker kostenpflichtig zu entsorgen und sich ein neues Modell zu kaufen.
Außerdem überzeugen bekannte Hersteller durch einen guten Kundendienst. Sie bieten zum Beispiel Wartungsverträge für ihre Laserdrucker an, stellen Sammelbehälter für leere Tonerkartuschen zur Verfügung und holen sie beim Kunden ab bzw. tauschen sie gegen volle aus.
Bei No-Name Druckern und billigen Importgeräten müssen sich die Kunden dagegen selbst um alles kümmern. Zudem verbrauchen Markengeräte normalerweise weniger Strom und setzen weniger Schadstoffe in die Umgebung frei.
Verbrauchsmaterial
Damit sind in der Hauptsache Papier und Toner gemeint. Wer Wert auf beste Druckergebnisse und eine lange Lebensdauer seines Laserdruckers legt, sollte stets den Original-Toner des Herstellers wählen. Nur damit lassen sich beste Ergebnisse erzielen, weil der Toner genau auf das jeweilige Druckermodell abgestimmt ist. Wird der Laserdrucker jedoch nur gelegentlich für den Hausgebrauch genutzt, kann durch recycelte oder No-Name Patronen Geld gespart werden.
Ähnliches gilt auch für die maximale Dicke des Papiers. Diese wird als Flächengewicht oder Flächenmasse bezeichnet und in g/m² (Gramm pro Quadratmeter) gemessen. Jeder Drucker hat eine Grenze, bis zu der er Papier verarbeiten kann. Wird dickeres Papier oder Karton verwendet, beispielsweise zum Drucken von Fotos, kann das Papier im Drucker steckenbleiben, Staus verursachen oder gar das Gerät beschädigen. Es ist auf jeden Fall besser, nur Papier zu verwenden, dass vom Hersteller empfohlen wird. Wenn Kunden im Zweifel sind, gibt ihnen der Kundendienst des Herstellers gern Auskunft.