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EZVIZ HP7 Pro Test & Erfahrung: 4K-Video-Türsprechanlage mit innovativer biometrischer Zutrittskontrolle

Dieser ausführliche Testbericht widmet sich der EZVIZ HP7 Pro, einer verkabelten Video-Türsprechanlage, die verschiedene moderne Verfahren zur Zutrittskontrolle vereint. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die 4K-Bildtechnik zusammen mit den integrierten biometrischen Funktionen im praktischen Einsatz bewährt. Die im Folgenden geschilderten Erfahrungen mit der EZVIZ HP7 Pro richten sich bewusst auf den täglichen Gebrauch, die Bedienbarkeit und die technische Umsetzung.

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Mehr zur EZVIZ HP7 Pro – Video-Türsprechanlage mit 4K und biometrischer Zugangskontrolle erfahren

Überblick: Zielsetzung des Tests und Einsatzprofil

Video-Türsprechanlagen zählen inzwischen bei vielen Haushalten zur festen Ausstattung der Haussicherheit. Gerade wenn ihr hohen Wert auf Datenschutz, Komfort und klare Bilder legt, rücken Systeme in den Fokus, die mehr können als nur einfache Videoübertragung. Die EZVIZ HP7 Pro setzt hier an und kombiniert eine 4K-Kamera mit mehreren biometrischen Zutrittsarten wie Handvenen-Scan und 3D-Gesichtserkennung. Im Rahmen dieses Tests prüfe ich, wie gut diese Technik im Alltag funktioniert, ob die Versprechen des Herstellers eingelöst werden und wie sich das System in einem bestehenden Gebäude integrieren lässt.

Gerätebezeichnung

EZVIZ HP7 Pro (Modellcode: CS-HP7-R400-1W2TFD Pro)

Gedachter Anwendungsbereich und Nutzer:innen

Die Anlage richtet sich vor allem an technisch interessierte Hausbesitzer:innen von Einfamilienhäusern oder größeren Wohnobjekten, die mehrere Möglichkeiten zur Zutrittssteuerung wünschen. Das Profil passt gut, denn durch die Verbindung von 2-Draht-Installation, differenzierten Zutrittsoptionen und 4K-Videoqualität spricht die HP7 Pro insbesondere Nutzer:innen an, die im Smart-Home-Umfeld aufrüsten möchten und Wert auf hochwertige Bilddarstellung sowie biometrische Sicherheit legen. Für klassische Mehrfamilienhäuser oder Eigentümergemeinschaften bleibt das System eher eine Randlösung, da es keine umfassend auf Mehrparteien ausgelegte Struktur bietet.

Technische Ausstattung und Verarbeitung im Detail

Zentrale Daten zur Hardware

  • Systemart: Verkabelte Video-Türsprechanlage mit Außeneinheit und 8-Zoll-Innenmonitor inklusive Touchscreen.
  • Installation: Digitale 2-Draht-Verkabelung, zusätzlich 4-Draht-tauglich; maximal mögliche Kabellänge je nach Leitungsquerschnitt bis zu 100 m.
  • Außenstation: Abmessungen 191,8 × 91 × 40 mm, laut Hersteller wetterbeständig und für Temperaturen von −30 °C bis +60 °C ausgelegt, inklusive hoher Luftfeuchte-Toleranz, jedoch ohne sichtbare IP-Schutzklassifizierung.
  • Kamera: 4K-Auflösung (3840 × 2160 Pixel) mit 158° diagonalem Sichtfeld, CMOS-Bildsensor mit Low-Light-Fähigkeiten und Tag/Nacht-Umschaltung über IR-Sperrfilter.
  • Bildfrequenz: Bis zu 15 Bilder pro Sekunde (fps), dynamisch an die Netzwerkbedingungen angepasst.
  • Audiofunktionen: Zwei-Wege-Kommunikation mit empfindlichen Mikrofonen und Lautsprechern innen und außen, ergänzt um einen optional zuschaltbaren Stimmenverzerrer zum Schutz der Privatsphäre.
  • Zugangsmöglichkeiten: Handvenen-Scan, 3D-Gesichtserkennung per strukturiertem Licht, RFID mit drei CPU-Karten, PIN-Eingabe, QR-Code, Entriegelung via App sowie manuelles Öffnen über den Innenmonitor.
  • Anschlussoptionen: Zwei getrennte Relaisausgänge zur Ansteuerung von Tür und Tor, ausgelegt auf bis zu 12 V/2 A (Tor) und 12 V/1,1 A (Türschloss); bei stärkeren Antrieben kann die Kompatibilität begrenzt sein.
  • Innenmonitor: 8-Zoll-Touch-Display (1280 × 800) mit physischer Ein/Aus-Taste, Auswahl aus bis zu 20 Klingeltönen an der Innenstation sowie Dual-Band-Wi-Fi-6-Anbindung.
  • Speicher und Verwaltung: MicroSD-Kartenunterstützung bis 512 GB, optionale CloudPlay-Integration (länderabhängig verfügbar).
  • Sicherheitskonzept: End-to-End-Verschlüsselung über AES und TLS, lokale Verarbeitung biometrischer Informationen auf einem KI-Chip ohne Speicherung der ursprünglichen Bilder, Einrichtung von Privatzonen (bis zu fünf rechteckige Bereiche).

Der generelle Eindruck der Materialqualität fällt positiv aus. Das Außenmodul wirkt durch das Gehäuse stabil und auf dauerhaften Einsatz ausgelegt, die eher großzügigen Maße deuten auf eine robuste Einbauweise hin. Dass keine exakte IP-Schutzart ausgewiesen ist, kann für Käufer:innen, die eine klar zertifizierte Wasserdichtigkeit erwarten, eine kleine Lücke in der Information darstellen. Für typische Witterungsbedingungen im deutschsprachigen Raum erscheinen die Angaben zur Wetterfestigkeit jedoch ausreichend. Der 8-Zoll-Touchscreen reagiert zügig und präzise auf Eingaben, auch wenn die Oberfläche sichtbar Fingerabdrücke anzieht, was im Alltag je nach Anspruch an die Optik unterschiedlich stark stört.

Besondere Merkmale und erste Praxiseindrücke

  1. Breites Spektrum an Zugangsoptionen: Die Kombination aus Handvenen-Erkennung und 3D-Gesichtserkennung ist im Bereich der Türkommunikation ungewöhnlich und technisch anspruchsvoll umgesetzt. Im praktischen Einsatz zeigen sich diese Merkmale vor allem in Haushalten mit mehreren Personen oder häufigen Besucher:innen als funktionaler Mehrwert.
  2. 4K-Kamera mit sehr weitem Blickfeld: Die 4K-Aufnahme in Verbindung mit dem 158°-Sichtwinkel reduziert blinde Bereiche deutlich und erleichtert die eindeutige Identifikation von Personen an der Tür. Gerade in sicherheitsrelevanten Momenten, etwa bei Paketlieferungen oder unklaren Situationen, ist die Detailtreue der Aufnahmen hilfreich, ohne dass sie in jeder Alltagssituation voll ausgereizt werden muss.
  3. Innenmonitor mit Wi-Fi 6: Der moderne WLAN-Standard sorgt für stabile Datenverbindungen im Haus, insbesondere wenn bereits viele Funkgeräte und Smart-Home-Komponenten im Netz aktiv sind. In weniger ausgelasteten Netzwerken fällt der Vorteil etwas geringer aus, dennoch bietet die Unterstützung zukunftssichere Reserven.

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Zusätzliche Funktionen und Alltagseinbindung

Im täglichen Einsatz zeigt sich, dass die HP7 Pro nicht nur auf Biometrie und Videoqualität setzt, sondern auch die Steuerung von Tür und Tor sinnvoll integriert. Durch die zwei Relais sind getrennte Szenarien für Haustür und Einfahrt möglich, was besonders für größere Grundstücke zweckmäßig ist. Die Option, Bewegungs- und Verweilzeiten zu erkennen, unterstützt euch dabei, die Überwachung auf relevante Ereignisse zu konzentrieren. Je nach Wohnlage und Besucherfrequenz wirkt diese Kombination unterschiedlich stark, bietet aber grundsätzlich eine praxisnahe Ergänzung zur reinen Klingelfunktion.

Die Vielzahl an Zutrittswegen ermöglicht es, individuelle Vorlieben abzubilden: Einige Haushaltsmitglieder verwenden bevorzugt Biometrie, andere greifen lieber zu RFID-Karte oder PIN. Für Gäste oder Dienstleister:innen bieten sich insbesondere QR-Codes oder die Fernfreigabe per App an, weil sich diese flexibel zeitlich begrenzen und organisieren lassen. Die lokale Speicherung auf microSD-Karte macht die Nutzung unabhängig von der Cloud, was im Hinblick auf Datenschutz und laufende Kosten für viele Anwender:innen ein wichtiges Argument ist. Gleichzeitig bleibt mit CloudPlay eine weitere Speicherebene möglich, sofern diese im eigenen Land verfügbar ist.

Erweiterte Sicherheits- und Datenschutzfunktionen

Die HP7 Pro setzt auf lokale Verarbeitung biometrischer Daten, was bedeutet, dass die sensiblen Informationen nicht in entfernte Rechenzentren übertragen werden. Statt Originalbildern werden nur mathematische Vorlagen gespeichert, was das Risiko eines Missbrauchs deutlich reduziert. Gleichzeitig kommt eine AES-Verschlüsselung für gespeicherte Daten zum Einsatz, während TLS die Übertragung schützt; beides sind etablierte Standards aus dem IT-Sicherheitsbereich. In der Praxis hängt die tatsächliche Sicherheit aber auch von euren Passwörtern und der Konfiguration des Heimnetzwerks ab, die sich individuell stark unterscheiden kann.

Die definierbaren Privatzonen erlauben es, Bereiche wie Gehwege oder Nachbargrundstücke gezielt auszublenden. Gerade in dicht besiedelten Umgebungen ist das hilfreich, um den geltenden Datenschutzanforderungen gerecht zu werden und Konflikte mit Nachbar:innen zu vermeiden. Die Option, bis zu fünf rechteckige Zonen abzuschirmen, ist für typische Hauseingänge ausreichend dimensioniert. Wer besonders komplexe Einsehsituationen hat, muss die Bereiche womöglich etwas genauer konfigurieren, profitiert dafür aber von der Flexibilität des Systems.

Benutzeroberfläche und akustische Rückmeldung

Die Menüs auf dem Innenmonitor sind logisch gegliedert und ermöglichen eine zielgerichtete Navigation durch Einstellungen und Aufzeichnungen. Die rund zwanzig verfügbaren Klingeltöne an der Innenstation erleichtern eine Anpassung an persönliche Vorlieben, etwa wenn ihr klar zwischen Haustürsignalen und anderen Tönen im Haushalt unterscheiden möchtet. An der Außeneinheit ist der Klingelton hingegen fest vorgegeben, was die Individualisierung etwas einschränkt. Für viele Anwender:innen spielt diese Einschränkung im Alltag nur eine kleine Rolle, vor allem wenn der Fokus auf Bild und Zutrittskontrolle liegt.

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Testaufbau und Bewertungskriterien

Prüfmaßstäbe des einwöchigen Praxistests

Für den Zeitraum von sieben Tagen habe ich die EZVIZ HP7 Pro anhand klar definierter Punkte geprüft:

  • Verpackung und Auspacken: Sicherheit und Struktur der Verpackung, Vollständigkeit der Komponenten und Übersichtlichkeit des Lieferumfangs.
  • Verarbeitung und Haptik: Stabilität der Bauteile, Qualität der verwendeten Materialien und Eignung für den Außeneinsatz.
  • Funktionale Leistung: Qualität der Videoübertragung, Zuverlässigkeit der biometrischen Verfahren und Praxistauglichkeit der Klingel- und Steuerfunktionen.
  • Installation und Bedienung: Aufwand beim Anschluss, Nachvollziehbarkeit der Einrichtungsschritte vor Ort und in der App sowie Alltagstauglichkeit der 2-Draht-Lösung.
  • Sicherheits- und Datenschutzaspekte: Umsetzung von Verschlüsselung, lokaler Datenverarbeitung und Optionen zur Wahrung der Privatsphäre.

Durchführung des Tests

Installiert wurde die EZVIZ HP7 Pro in einem Einfamilienhaus mit vorhandener 2-Draht-Klingelverkabelung. Innerhalb der siebentägigen Testphase kam die Anlage in typischen Alltagssituationen zum Einsatz: mehrere Nutzer:innenprofile mit biometrischer Anmeldung, Videoanrufe bei Tag und Nacht, unterschiedliche Entriegelungsarten und die Steuerung von Tür sowie Tor. Erwartet wurde, dass sich das System durch eine weitgehend unkomplizierte Bedienung und eine zuverlässige Erkennung auszeichnet. Die gewonnenen Eindrücke sind jedoch immer auch von den jeweiligen Gebäudeeigenschaften und persönlichen Nutzungsmustern abhängig, sodass einzelne Erfahrungen bei euch abweichen können.

Unboxing und erster Kontakt

Die Verpackung wirkt strukturiert, stabil und zugleich sachlich gestaltet. Alle Elemente sind mittels Schaumstoffeinlagen gut fixiert und voneinander getrennt, was einen sicheren Transport und einen ordentlichen Gesamteindruck vermittelt. Zum Lieferumfang gehören Außeneinheit, Innenmonitor, drei CPU-RFID-Karten, Montagematerial mit Schrauben und Halterungen, die für den Innenmonitor benötigten Netzteile bzw. Kabel sowie ein Schnellstart-Handbuch. Eine microSD-Karte liegt dem Set nicht bei, sie muss separat erworben werden, was in dieser Preisklasse zwar nicht unüblich, aber dennoch erwähnenswert ist. Insgesamt erleichtert die klare Anordnung im Karton den Einstieg in Aufbau und Inbetriebnahme deutlich.

Montage- und Inbetriebnahmeerfahrungen

Die Installation der EZVIZ HP7 Pro gelingt in dem getesteten Altbau mit bestehender 2-Draht-Installation zügig, verlangt aber nach grundlegenden elektrischen Kenntnissen, insbesondere beim Anschluss der Relais für Tür- und Torsteuerung. Da das System digital über zwei Adern arbeitet, ist eine saubere Ausführung der Leitungen wichtig; kleinere Spannungsabfälle müssen dabei berücksichtigt werden. Die Außenstation mit ihren 191,8 × 91 × 40 mm und der Abdeckung nimmt etwas mehr Platz in Anspruch, fügt sich aber in eine vorhandene Leibungsnische gut ein. Die softwareseitige Kopplung von Innenmonitor und Außeneinheit sowie die Einrichtung der biometrischen Merkmale über das Touchdisplay funktionieren weitgehend intuitiv. Nur die Einbindung ins heimische WLAN über Wi-Fi 6 setzt einen kompatiblen Router und eine klare Netzwerkstruktur voraus, was in manchen Haushalten kleine Anpassungen erfordert.

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Testverlauf: Erfahrungen über sieben Tage

Tag eins und zwei: Einrichtung und erste Nutzung

Bereits beim ersten Einschalten hinterlässt der Innenmonitor mit seinem 8-Zoll-Display einen wertigen Eindruck. Das Menüdesign ist übersichtlich, die Symbole sind klar verständlich und führen nachvollziehbar durch die Einstellungen. Die Bildwiedergabe der 4K-Außenkamera fällt direkt durch hohe Detailgenauigkeit und den breiten Sichtbereich auf, was bei Besuchen oder Lieferungen zusätzliche Sicherheit vermitteln kann. Die Verkabelung selbst erweist sich als etwas anspruchsvoller Teil des Projekts, bleibt durch die vorhandene 2-Draht-Struktur im Testobjekt jedoch gut beherrschbar. Die Relais für Tür und Tor sind für Spannungen bis 12 V ausgelegt, was eine Überprüfung mit dem vorhandenen Torantrieb notwendig macht, in diesem Fall aber problemlos funktioniert.

Tag drei und vier: Nutzerverwaltung und Zutrittsprofile

Die Registrierung der Handvenen-Profile benötigt anfangs etwas Übung, da die Hände in einem bestimmten Abstand vor dem Sensor positioniert werden müssen: Erwachsene halten die Hand idealerweise in einem Bereich von etwa 15 bis 25 cm, Kinder eher in etwa 10 cm Entfernung. Bei starker direkter Sonneneinstrahlung auf das Außenpanel können Lesefehler auftreten, die sich jedoch meist durch eine leicht veränderte Handposition oder eine günstigere Montageposition mit mehr Schatten abmildern lassen. Die 3D-Gesichtserkennung arbeitet bei guten Lichtverhältnissen zuverlässig und verarbeitet die Daten direkt auf dem integrierten KI-Chip, was den Datenschutz unterstützt. Als ergänzende Optionen erweisen sich die beiliegenden RFID-Karten, PIN-Codes und QR-Codes als praktisch, etwa wenn Gäste oder temporär Berechtigte Zugang erhalten sollen. Die Fernentriegelung über die App reagiert zügig, sodass sich Türen bei Bedarf auch aus der Distanz komfortabel öffnen lassen.

Tag fünf und sechs: Alltagsbetrieb und Systemverhalten

Im laufenden Betrieb zeigt sich, dass die Bildrate von bis zu 15 fps für eine klare Erkennung von Personen und Abläufen ausreicht, auch wenn Bewegungen nicht ganz so flüssig wirken wie bei höheren Bildfrequenzen. Die getrennten Leitungen für Tür- und Toransteuerung erleichtern vor allem bei Einfahrten das Management der Zugänge. Die integrierte Bewegungs- und Verweilerkennung arbeitet im Test zuverlässig und löst bei sinnvoll gewählter Empfindlichkeit wenig Fehlalarme aus. Die Stimmenverzerrer-Funktion am Innenmonitor bietet euch die Möglichkeit, diskreter mit Personen an der Haustür zu sprechen. Die Tatsache, dass der Klingelton an der Außeneinheit nicht variierbar ist, kann je nach persönlicher Erwartung als Nachteil gesehen werden, stellt für viele Nutzer:innen jedoch nur einen begrenzten Kompromiss dar.

Tag sieben: Kurzfazit nach einer Woche Nutzung

Nach der Testwoche hinterlässt die EZVIZ HP7 Pro einen Eindruck von stabiler und durchdachter Technik mit Fokus auf Sicherheit und Komfort. Die Bauweise und die Materialien wirken so, als seien sie für gängige mitteleuropäische Wetterbedingungen gut gerüstet. Die fehlende formale IP-Klassifizierung bleibt zwar ein formaler Unsicherheitsfaktor, fällt bei sachgerechter Montage jedoch im Alltag häufig kaum ins Gewicht. Die Beschränkung auf das EZVIZ-Ökosystem über proprietäre Protokolle vereinfacht die Nutzung innerhalb der eigenen Produktwelt, schränkt aber gleichzeitig die direkte Einbindung in andere Smart-Home-Systeme ein. Insgesamt erweist sich die Anlage als stimmige Lösung für Haushalte, die Wert auf vielfältige Zutrittsmethoden, gute Bildqualität und Datenschutz legen.

Verarbeitung, Designwirkung und Materialeinschätzung

Die Außeneinheit vermittelt durch ihr Metallgehäuse und die saubere Verarbeitung den Eindruck von Langlebigkeit. Übergänge und Kanten sind ordentlich gearbeitet, die verwendeten Kunststoffe und elektronischen Bauteile wirken solide und ohne auffällige Schwachstellen. Aufgrund der relativ großzügigen Abmessungen passt die Station besonders gut zu Eingangsbereichen, in denen etwas mehr Platz vorhanden ist, was im Gegenzug dem weiten Blickfeld und der Biometrie zugutekommt. Der Innenmonitor präsentiert sich mit seinem kontrastreichen Display als angenehm ablesbar und einfach bedienbar. Fingerabdrücke sind auf der glatten Oberfläche sichtbar, was aber in vielen Haushalten eher eine optische Frage als ein funktionales Problem darstellt.

Bedienerlebnis, Softwarepflege und ökologische Aspekte

Die Bedienstruktur der Menüs ist schlüssig und ermöglicht es euch, nach kurzer Eingewöhnung schnell auf relevante Funktionen zuzugreifen. Die App-Einbindung ist zeitgemäß umgesetzt, erfordert allerdings zu Beginn etwas Konzentration, bis alle Einstellungen nach Wunsch angepasst sind. Positiv fällt auf, dass die sensiblen biometrischen Daten lokal gespeichert und verarbeitet werden, was den Datenschutz stärkt und von vielen Anwender:innen als wichtiges Kriterium gesehen wird. Durch den festen Stromanschluss und die Verkabelung entsteht ein System, das auf dauerhafte Nutzung ausgelegt ist und ohne Akkutausch auskommt, was aus ökologischer Sicht Vorteile haben kann. Der Hersteller stellt nach eigenen Angaben für mindestens zwei Jahre Firmware- und Sicherheitsupdates bereit, wobei der reale Update-Zyklus in der Praxis von individuellen Faktoren wie Modellpflege und Marktentwicklung beeinflusst wird.

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Persönliche Einschätzung aus Tester:innensicht

Im Gesamtbild präsentiert sich die EZVIZ HP7 Pro als technisch anspruchsvolle Türsprechanlage, die in vielen Punkten ein durchdachtes Konzept zeigt. Besonders die Kombination aus Handvenen-Scan und 3D-Gesichtserkennung verschafft dem System eine klare individuelle Note gegenüber konventionellen Lösungen im Bereich Zutrittskontrolle. Dieser Funktionsumfang richtet sich an Nutzer:innen, die bewusst mehr Sicherheit und Komfort im Alltag anstreben. Wer dagegen eine minimalistische Lösung sucht, fühlt sich möglicherweise von der Zahl der Optionen etwas überfordert, profitiert dafür jedoch von einer breiten Auswahl an Bedienwegen.

„Die Bildqualität hat mich überrascht – 4K am Außenschild ist für Türsicherheit heute ein echtes Plus.“

„Die vielfältigen Zutrittsmethoden sind ein großer Komfortgewinn, allerdings sollte man genügend Zeit für die biometrische Einrichtung einplanen.“

Punkte wie der nicht veränderbare Klingelton an der Außeneinheit oder die Abhängigkeit von EZVIZ-spezifischen Protokollen wirken auf den ersten Blick einschränkend. In der Praxis relativieren sich diese Aspekte häufig, wenn die Priorität klar auf Sicherheit, lokalem Datenschutz und einem einheitlichen Systemaufbau liegt. Wer diese Schwerpunkte teilt, wird viele der genannten Punkte eher als bewusst gewählte Systemarchitektur denn als Makel wahrnehmen.

Erfahrungen anderer Nutzer:innen und Einordnung

Rückmeldungen aus der Community und externe Erfahrungsberichte stimmen in wesentlichen Punkten mit den eigenen Beobachtungen überein. Die 4K-Videoauflösung wird häufig als deutlicher Schritt gegenüber einfacheren Systemen eingestuft, insbesondere, wenn identifizierbare Details an der Tür wichtig sind. Die biometrischen Funktionen gelten in vielen Berichten als innovativ und praxistauglich, vor allem wenn die Einrichtung sorgfältig erfolgt. Gleichzeitig erwähnen Anwender:innen eine höhere Komplexität bei der Erstinstallation und Einarbeitung, was bei weniger technikaffinen Nutzer:innen zu einem gewissen Mehraufwand führt. Insgesamt wird das Sicherheits- und Datenschutzkonzept, insbesondere die lokale Verarbeitung und Verschlüsselung, überwiegend positiv bewertet, was die im Test gewonnenen Eindrücke bestätigt.

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Fragen und Antworten zur EZVIZ HP7 Pro im Praxiseinsatz

Kompatibilität mit bestehenden 2-Draht-Installationen

Die EZVIZ HP7 Pro ist für eine digitale 2-Draht-Verkabelung ausgelegt und damit besonders auf Nachrüstungen in Bestandsbauten zugeschnitten. Je nach Kabelquerschnitt können Leitungen von bis zu 100 Metern genutzt werden, ohne dass die Signalqualität im Normalfall merklich leidet. Die Spannungsversorgung des Außenmoduls erfolgt über 24 V Gleichspannung vom Innenmonitor aus. Bei sehr alten oder unklaren Verkabelungen empfiehlt sich eine Prüfung durch eine Elektrofachkraft, um Spannungsabfälle und Leitungszustand sicher beurteilen zu lassen.

Gleichzeitige Steuerung von Tür und Einfahrtstor

Die HP7 Pro bietet zwei eigenständige Relaisanschlüsse, über die sich Tür und Tor unabhängig voneinander ansteuern lassen. Die Schaltleistung ist mit bis zu 12 V und 2 A für den Torantrieb sowie 12 V und 1,1 A für Türöffner bzw. Schlösser angegeben. Diese Werte decken viele gängige Anwendungsfälle ab, erfordern bei leistungsstärkeren Antrieben jedoch eine genaue Prüfung der technischen Daten. Besonders für Grundstücke mit Einfahrtstor ist diese Doppelfunktion ein praktischer Vorteil, auch wenn nicht jede Torsteuerung direkt kompatibel ist.

Zuverlässigkeit der Handvenen-Erkennung unter realen Bedingungen

Der Handvenen-Scan arbeitet komplett lokal und vergleicht das unter der Haut liegende Venenmuster, was als schwer fälschbar gilt. Für eine verlässliche Erkennung sollten Erwachsene die Hand in einer Distanz von etwa 15 bis 25 cm vor dem Sensor halten, Kinder in rund 10 cm Entfernung. Starke Sonneneinstrahlung oder ungünstige Reflexionen können die Erkennung zeitweise beeinträchtigen, weshalb eine montageseitig leicht geschützte Position empfehlenswert ist. Nach kurzer Eingewöhnung gelingt die Handpositionierung meist routiniert und flüssig.

Funktionsweise und Datenschutz der 3D-Gesichtserkennung

Die 3D-Gesichtserkennung der HP7 Pro nutzt sogenanntes strukturiertes Licht, bei dem ein Muster auf das Gesicht projiziert und ausgelesen wird, um eine Tiefenkarte zu erzeugen. Die entstehenden Daten werden direkt auf einem integrierten KI-Chip verarbeitet, ohne dass Originalbilder dauerhaft gespeichert werden. Stattdessen werden nur biometrische Vorlagen abgelegt, die sich nicht ohne Weiteres in ein realitätsgetreues Bild zurückverwandeln lassen. Das stärkt den Schutz der Persönlichkeitsrechte, erfordert aber eine sorgfältige Verwaltung der Nutzer:innenprofile, insbesondere in Haushalten mit vielen berechtigten Personen.

Umfang der Entsperrmethoden und Empfehlung für Gäste

Zur Verfügung stehen Handvenen-Scan, 3D-Gesichtserkennung, RFID-Karten, PIN-Eingabe, QR-Codes, App-Fernentriegelung und die manuelle Öffnung über den Innenmonitor. Für Gäste bieten sich QR-Codes oder die Freigabe per App an, da diese sich zeitlich beschränken und einfach verwalten lassen. Dauerhaft im Haushalt lebende Personen greifen je nach Vorliebe häufig auf biometrische Verfahren oder RFID zurück. Welche Methode im Alltag als angenehm empfunden wird, hängt stark von euren Gewohnheiten und Sicherheitspräferenzen ab.

Lokaler Speicher ohne Cloud und mögliche Kapazität

Die HP7 Pro unterstützt lokale Aufzeichnung auf microSD-Karten mit einer Größe von bis zu 512 GB. Dadurch lässt sich das System auch vollständig ohne Cloud nutzen, was für Nutzer:innen mit hohem Datenschutzanspruch oder ohne Wunsch nach Abonnements interessant ist. Die optionale CloudPlay-Funktion arbeitet ebenfalls verschlüsselt, steht aber nicht in allen Ländern zur Verfügung. Wer bewusst auf Cloud-Dienste verzichtet, kann den lokalen Speicher so dimensionieren, dass auch längere Zeiträume abgedeckt werden.

Einrichtung von Privatzonen zur Wahrung der Nachbarschaftsprivatsphäre

Innerhalb des Kamerabildes können bis zu vier respektive fünf rechteckige Privatzonen definiert werden, die dauerhaft ausgeblendet bleiben. So ist es möglich, Gehwege, Nachbargrundstücke oder andere sensible Bereiche auszusparen, um Datenschutzanforderungen zu erfüllen. Je nach Lage und Bebauung müsst ihr diese Zonen möglicherweise feinjustieren, um einen guten Kompromiss zwischen Sichtbereich und Privatsphäre zu erzielen. Die Konfiguration gelingt über Innenmonitor oder App, sodass Anpassungen unkompliziert möglich sind.

Leistungsfähigkeit der Bewegungserkennung

Die Bewegungserkennung der HP7 Pro ist darauf ausgelegt, menschliche Aktivitäten gezielt zu erfassen und mit einer Verweilüberwachung zu kombinieren. Dadurch reduziert sich die Zahl unnötiger Meldungen, beispielsweise durch kurz vorbeifahrende Fahrzeuge oder Tiere. Wie zuverlässig das im Detail funktioniert, hängt von euren gewählten Empfindlichkeitsstufen und den örtlichen Bedingungen ab. In der Praxis lassen sich Fehlalarme bei passender Konfiguration und sinnvoll gewählten Detektionszonen meist deutlich eindämmen.

Bildqualität am Innenmonitor und subjektive Bildflüssigkeit

Am Innenmonitor werden die Bilder der Außenkamera mit einer Auflösung von 1280 × 800 Pixeln angezeigt, während die Außenstation intern mit 4K arbeitet. Das hochauflösende Signal wird entsprechend skaliert und sorgt für eine gute Erkennbarkeit von Gesichtern und Details. Die Bildrate von bis zu 15 fps ist auf Sicherheitsanwendungen ausgelegt und erlaubt eine klare Identifikation, wirkt aber naturgemäß weniger fließend als 30 fps. Im Alltag fällt dies beim Betrachten von Besuchenden meist kaum störend auf, während besonders bewegungsintensive Szenen etwas abgehackter wirken.

Nutzung ohne Smartphone – reine Bedienung über den Innenmonitor

Die Grundfunktionen der HP7 Pro sind vollständig über den Innenmonitor bedienbar. Dazu zählen Live-Ansicht, Gegensprechen, Wiedergabe aufgezeichneter Sequenzen und die Entriegelung von Tür oder Tor. Ein Smartphone wird vor allem dann interessant, wenn ihr unterwegs Benachrichtigungen erhalten oder aus der Ferne öffnen möchtet. Wer ausschließlich im Haus agiert, kann das System daher auch ohne mobiles Endgerät sinnvoll betreiben.

Unterstützte WLAN-Standards und Rolle von Wi-Fi 6

Die Anlage unterstützt die WLAN-Standards 802.11 a/b/g/n/ac/ax und damit auch Wi-Fi 6. Dieser Standard bietet vor allem in stark frequentierten Netzwerken Vorteile, etwa durch effizientere Kanalnutzung und bessere Stabilität. Für den Grundbetrieb reicht aber auch ein älterer Router nach n- oder ac-Standard aus. Der Mehrwert von Wi-Fi 6 zeigt sich besonders in stark vernetzten Smart-Home-Umgebungen, ist jedoch nicht zwingend notwendig.

Optionen zur Smart-Home-Integration außerhalb von EZVIZ

Die EZVIZ HP7 Pro ist für die Verwaltung innerhalb des EZVIZ-Systems vorgesehen und setzt auf ein proprietäres Protokoll. Offene Schnittstellen wie ONVIF oder RTSP sind nicht dokumentiert, was die direkte Einbindung in heterogene Smart-Home-Umgebungen begrenzt. Für Nutzer:innen, die ihre Technik komplett in der EZVIZ-Welt bündeln möchten, vereinfacht dies die Handhabung. Wer hingegen verschiedene Smart-Home-Plattformen verknüpfen will, sollte die Einschränkungen bei der Integration berücksichtigen.

Verschlüsselung und Sicherheit von Übertragung und Cloud

Für Daten auf den Geräten setzt EZVIZ auf AES-Verschlüsselung, während die Übertragung über TLS gesichert ist, beides etablierte IT-Sicherheitsverfahren. CloudPlay ist als verschlüsselte Speicheroption ausgelegt, wobei alle biometrischen Vorlagen nach Herstellerangaben lokal auf den Geräten verbleiben. Die Gesamtsicherheit hängt jedoch zusätzlich von euren Passwörtern, der Routerkonfiguration und regelmäßigen Updates ab. Wer hier sorgfältig vorgeht, kann das Sicherheitsniveau noch einmal deutlich erhöhen.

Abmessungen der Außenstation und Eignung für enge Leibungen

Mit einer Höhe von rund 19 cm, einer Breite von etwa 9 cm und einer Tiefe von etwa 4 cm gehört die Außeneinheit nicht zu den kleinsten Modellen. Sie benötigt ausreichend Raum für die Frontfläche sowie Kabeldurchführungen und eventuelle Unterputz-Elemente. In schmalen Mauerausschnitten ist daher eine genaue Maßprüfung vorab sinnvoll. Bei passenden baulichen Gegebenheiten ermöglicht die Größe jedoch den Einsatz der 4K-Kamera und der biometrischen Sensorik auf engem Raum.

Temperatur- und Feuchtigkeitsbeständigkeit im Außenbereich

Die HP7 Pro ist für einen Temperaturbereich von −30 °C bis +60 °C vorgesehen und verträgt Luftfeuchte bis zu 95 % ohne Kondensation. Damit deckt sie typisch mitteleuropäische Wetterlagen im Winter wie im Sommer ab. Direkte, dauerhafte Sonneneinstrahlung sollte nach Möglichkeit vermieden oder durch eine geeignete Montageposition abgemildert werden, um Elektronik und Sensorik langfristig zu schonen. In üblichen Wettersituationen zeigt sich das System im Test robust.

Klingel- und Signaltöne – Anpassungsmöglichkeiten

Auf dem Innenmonitor stehen euch bis zu 20 unterschiedliche Klingeltöne zur Verfügung, die individuell ausgewählt werden können. So lässt sich der Signalton an persönliche Vorlieben oder bestehende akustische Signale im Haus anpassen. Der Klingelton an der Außeneinheit ist hingegen fix voreingestellt und kann nicht verändert werden. Die Lautstärke und weitere Benachrichtigungsoptionen lassen sich wiederum über Innenstation oder App konfigurieren und so auf das eigene Wohnumfeld abstimmen.

Speichertechnik und Nutzen des H.265-Codecs

Die Aufzeichnungen werden auf einer microSD-Karte mit maximal 512 GB gesichert, die ihr separat erwerben müsst. Zum Einsatz kommt der H.265-Codec, der die Daten im Vergleich zu H.264 etwa um die Hälfte komprimieren kann, ohne die Bildqualität entsprechend stark zu beeinträchtigen. Dadurch lassen sich bei gleich großer Speicherkarte deutlich längere Zeiträume abdecken oder die Netzwerkbelastung reduzieren. Wie stark sich dieser Vorteil bemerkbar macht, hängt von der Anzahl der aufgezeichneten Ereignisse und der eingestellten Qualität ab.

Einsatzmöglichkeit in Mehrfamilienhäusern

Die HP7 Pro ist in erster Linie für Einfamilienhäuser und villenartige Objekte konzipiert. In Mehrparteienhäusern oder größeren Eigentümergemeinschaften erschweren die nur eine Klingeltaste und die fehlende Mehrparteienkonfiguration eine strukturierte Nutzung. Technisch ließe sich das System zwar in manchen Szenarien trotzdem einsetzen, organisatorisch und rechtlich kann dies jedoch komplex werden. Für klassische Mehrfamilienkonzepte existieren daher passendere Speziallösungen.

Garantiebedingungen und Rückgaberegelungen im EZVIZ-EU-Store

Beim Kauf über den EZVIZ-EU-Store gilt eine eingeschränkte Garantie von zwei Jahren ab Kaufdatum bei üblicher Nutzung. Eine Rückgabe ist innerhalb von 30 Tagen möglich, sofern die Ware unbenutzt und vollständig ist; die Kosten für die Rücksendung trägt in der Regel die Käufer:innenseite. Der Garantieservice erfolgt über den Supportkontakt per E-Mail. In der Praxis können länderspezifische Regelungen und gesetzliche Gewährleistungsrechte eine zusätzliche Rolle spielen, weshalb sich ein Blick in die jeweiligen Bedingungen lohnt.

Markenporträt: EZVIZ

EZVIZ ist als Tochter der Hikvision-Gruppe auf Smart-Home-Sicherheitslösungen spezialisiert und legt den Fokus auf eine Kombination aus moderner Technik, Bedienfreundlichkeit und Datenschutz. Ursprünglich aus dem Bereich der Kameratechnologie kommend, konzentriert sich die Marke heute auf eine breite Palette von Geräten, darunter Videotürsprechanlagen, Sicherheitskameras und intelligente Türschlösser. Dieser Hintergrund prägt auch die EZVIZ HP7 Pro, die Bildtechnik und Zutrittskontrolle eng verzahnt.

Die Unternehmensphilosophie baut auf den Säulen Innovation, Anwenderfreundlichkeit und Sicherheit auf. Das zeigt sich unter anderem in lokal arbeitenden KI-Biometrielösungen und durchgehenden Verschlüsselungsstrategien. Ziel ist es, Sicherheitstechnik so aufzubereiten, dass sie auch für private Haushalte zugänglich und vertrauenswürdig wird. Gleichzeitig achtet EZVIZ darauf, dass die Systeme trotz Funktionsvielfalt im Alltag bedienbar bleiben, was im Einzelfall auch von der Technikaffinität der Nutzer:innen abhängt.

Zum Portfolio gehören neben Türsprechanlagen verschiedene Überwachungskameras und ergänzendes Zubehör, die sich über ein gemeinsames Ökosystem steuern lassen. Die HP7 Pro nimmt darin eine besondere Rolle ein, da sie biometrische Zugangskontrolle mit 4K-Video kombiniert und damit Funktionen bietet, die über klassische Klingelanlagen hinausgehen. Das Unternehmen unterhält ein internationales Vertriebsnetz, gewährt zwei Jahre Garantie und plant langfristige Firmware- und Sicherheitsupdates, wobei die konkrete Updatefrequenz vom jeweiligen Produkt abhängt. Durch die proprietäre Systemarchitektur setzt EZVIZ allerdings klar auf ein eigenes Ökosystem, was die Offenheit gegenüber Drittanbietern begrenzt und bewusst auf eine integrierte Markenwelt hinsteuert.

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Abschließende Bewertung der EZVIZ HP7 Pro

Die EZVIZ HP7 Pro präsentiert sich als moderne Video-Türsprechanlage, die insbesondere technisch interessierte Besitzer:innen von Einfamilienhäusern anspricht, die hohen Wert auf ein aktuelles Zutrittsmanagement und eine sehr klare Videoübertragung legen. Die Verbindung aus 4K-Videobild und einem breiten Spektrum an biometrischen Zugangsmöglichkeiten sorgt für ein deutlich erhöhtes Komfort- und Sicherheitsniveau im Vergleich zu einfachen Klingelsystemen. Die Anlage ist darauf ausgelegt, verschiedene Gewohnheiten und Anforderungen im Haushalt abzudecken, ohne sich auf eine einzige Entsperrmethode zu beschränken.

Die notwendige Verkabelung und die technischen Details setzen bei der Installation gewisse Grundkenntnisse voraus, bleiben aber für handwerklich versierte Anwender:innen oder mit Unterstützung einer Fachkraft gut umsetzbar. Im laufenden Betrieb erlauben die unterschiedlichen Nutzerzugänge eine flexible Gestaltung des Alltags, während die biometrischen Verfahren etwas Eingewöhnungszeit und sorgfältige Einrichtung erfordern. Wer diese Zeit investiert, profitiert anschließend von einem hohen Maß an Bedienkomfort und Sicherheit.

Mit einem Preis-/Leistungs-Verhältnis im Bereich von rund 400 € positioniert sich die HP7 Pro in einem Segment, in dem ihr für einen überschaubaren Mehrpreis gegenüber einfachen Systemen deutlich erweiterte Funktionen erhaltet. Besonders für Haushalte, die eine Mischung aus Technikaffinität, Sicherheitsbewusstsein und Smart-Home-Komfort anstreben, erweist sich die Anlage als stimmige Option. Entscheidend ist, ob ihr euch mit der Einbindung in das EZVIZ-Ökosystem und den genannten Rahmenbedingungen anfreunden könnt und den Mehrwert der Biometrie im eigenen Alltag nutzen möchtet.

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