Ein Gartenpool ist für viele Haus- und Grundstücksbesitzer ein langfristiges Projekt, das sorgfältig geplant werden sollte. Neben Fertig- oder Aufstellpools gewinnt seit einigen Jahren der Selbstbau-Pool mit Styroporsteinen zunehmend an Bedeutung. Diese Bauweise verbindet eine massive Betonkonstruktion mit vorgefertigten Schalungselementen aus Styropor und wird häufig von Bauherren gewählt, die einen Teil der Arbeiten selbst übernehmen möchten.
Ein Styropor Pool ist ein fest im Boden verbautes Schwimmbecken, dessen Wände aus großen Styropor-Elementen erstellt werden. Diese Elemente dienen als verlorene Schalung. Nach dem Aufbau verbleiben sie dauerhaft in der Poolwand und werden mit Beton ausgegossen. Das Ergebnis ist eine massive Stahlbetonwand, die außen und innen von Styropor umgeben ist.
Die Verwendung von Styropor im Poolbau vereint mehrere Eigenschaften. Die Elemente sind leicht, einfach zu transportieren und ermöglichen einen vergleichsweise schnellen Aufbau. Zusätzlich bietet Styropor eine dämmende Wirkung, wodurch Wärmeverluste über die Poolwände reduziert werden können. Gerade bei beheizten Pools kann dies eine Rolle spielen.
Styropor Pools werden häufig als Alternative zu gemauerten Becken oder klassischen Betonpools eingesetzt. Sie erlauben eine freie Gestaltung der Poolgröße und -form und eignen sich besonders für Bauherren, die eine individuelle Lösung bevorzugen.
Der grundsätzliche Aufbau eines Styropor Pools folgt einem festen Ablauf. Zunächst wird eine Baugrube ausgehoben und eine tragfähige Bodenplatte aus Beton hergestellt. Diese bildet die Basis für die spätere Poolkonstruktion. Auf der Bodenplatte werden die Styroporsteine Reihe für Reihe aufgesetzt. Die Elemente verfügen über ein Stecksystem, das ein passgenaues Aufeinandersetzen ohne Mörtel ermöglicht.
In die vorgesehenen Hohlräume der Styroporsteine werden Bewehrungseisen eingelegt, um die spätere Betonwand statisch zu verstärken. Nach dem Aufbau der Wände erfolgt das Betonieren. Der Beton wird in die Styroporschalung eingebracht und härtet dort aus. Nach Abschluss dieses Schrittes besteht die Poolwand im Kern aus massivem Beton, während das Styropor als Dämm- und Schalungsmaterial erhalten bleibt.
Im Bereich der Styropor Pools existieren unterschiedliche Steinsysteme. Eine Weiterentwicklung klassischer Styroporsteine stellt das sogenannte Wunder-Stone-System dar. Dieses System unterscheidet sich vor allem durch den inneren Aufbau der Stege. Statt fest integrierter Styroporstege kommen Kunststoffstege zum Einsatz, die variabel positioniert werden können.
Diese Bauweise wirkt sich vor allem auf den praktischen Aufbau aus. Die Kunststoffstege dienen als Führung für die Bewehrungseisen und ermöglichen eine flexiblere Platzierung der Armierung. Dadurch kann der Einbau von Einbauteilen wie Skimmern, Einlaufdüsen oder Unterwasserscheinwerfern erleichtert werden, da weniger Material entfernt oder angepasst werden muss.
Der Aufbau eines Styropor Pools mit einem solchen System unterscheidet sich im Ablauf nicht grundlegend von anderen Styropor Poolkonstruktionen. Nach der Bodenplatte werden die Steine schichtweise aufgebaut, die Bewehrung eingelegt und anschließend betoniert. Wichtig ist eine gleichmäßige und kontrollierte Betonbefüllung, um ein Verformen der Styroporelemente zu vermeiden.
Ein wesentlicher Vorteil von Styropor Pools ist das geringe Gewicht der Bauelemente. Dadurch ist der Aufbau auch ohne schweres Gerät möglich, was insbesondere bei Eigenbauprojekten von Vorteil ist. Zusätzlich sorgt die Styroporschicht für eine gewisse Wärmedämmung der Poolwände. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Flexibilität bei der Gestaltung, da nahezu jede Beckenform realisierbar ist.
Demgegenüber stehen auch einige Herausforderungen. Die fachgerechte Betonierung ist entscheidend für die Stabilität der Poolwände. Fehler bei der Bewehrung oder beim Betonieren lassen sich nachträglich nur schwer korrigieren. Auch die statische Planung sollte sorgfältig erfolgen, insbesondere bei größeren Pools oder ungünstigen Bodenverhältnissen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Integration der Pooltechnik. Skimmer, Einlaufdüsen, Verrohrung und Filteranlage müssen frühzeitig geplant und korrekt eingebaut werden. Da es sich um eine massive Bauweise handelt, sind spätere Änderungen mit hohem Aufwand verbunden.
Im Vergleich zu klassischen Styroporsteinen bietet das Wunder-Stone-System vor allem konstruktive Vorteile bei der Bewehrung und beim Einbau der Technik. Die Kunststoffstege ermöglichen eine flexiblere Handhabung, ändern jedoch nichts an den grundlegenden Anforderungen an Planung und Ausführung.
Fazit
Ein Styropor Pool stellt eine technisch bewährte Möglichkeit dar, einen individuell geplanten Pool in Massivbauweise zu realisieren. Systeme wie der Wunder-Stone zeigen, wie sich die klassische Styroporbauweise weiterentwickeln lässt, um bestimmte Arbeitsschritte zu vereinfachen. Entscheidend für die Langlebigkeit und Stabilität eines Styropor Pools bleiben jedoch eine saubere Planung, eine fachgerechte Betonierung und der korrekte Einbau der Pooltechnik.
FAQ – Häufige Fragen zum Styropor Pool bauen mit dem Wunder-Stone
Was ist ein Styropor Pool
Ein Styropor Pool ist ein fest eingebautes Schwimmbecken, dessen Wände aus Styroporsteinen aufgebaut und anschließend mit Beton ausgegossen werden. Die Styroporsteine dienen als verlorene Schalung und verbleiben dauerhaft in der Poolwand.
Was unterscheidet den Wunder-Stone von klassischen Styroporsteinen
Der Wunder-Stone verwendet anstelle fester Styroporstege Kunststoffstege, die variabel eingesetzt werden können. Dadurch lässt sich die Bewehrung flexibler positionieren und der Einbau von Einbauteilen wie Skimmern oder Einlaufdüsen kann erleichtert werden.
Ist ein Styropor Pool mit Wunder-Stone für den Selbstbau geeignet
Grundsätzlich eignet sich diese Bauweise für den Selbstbau, sofern handwerkliche Grundkenntnisse vorhanden sind. Der Aufbau erfordert sorgfältiges Arbeiten, insbesondere bei Bewehrung und Betonierung.
Wie stabil ist ein Styropor Pool nach dem Betonieren
Nach dem Aushärten des Betons besteht die Poolwand im Kern aus einer massiven Stahlbetonkonstruktion. Die Stabilität entspricht bei fachgerechter Ausführung der eines klassischen Betonpools.
Muss ein Styropor Pool statisch berechnet werden
Bei kleineren Pools wird häufig nach bewährten Konstruktionsprinzipien gebaut. Bei größeren Becken, besonderen Bodenverhältnissen oder erhöhter Wassertiefe ist eine statische Prüfung empfehlenswert.
Wie erfolgt die Betonierung der Wunder-Stone-Wände
Die Betonierung erfolgt durch das Befüllen der Hohlräume in den Styroporsteinen. Wichtig ist ein gleichmäßiges und schrittweises Einbringen des Betons, um Verformungen der Steine zu vermeiden.
Welche Bewehrung wird beim Styropor Pool verwendet
In der Regel werden horizontale und vertikale Bewehrungseisen eingesetzt, die in den vorgesehenen Stegen der Styroporsteine eingelegt werden. Die genaue Auslegung richtet sich nach Poolgröße und Konstruktion.
Kann die Pooltechnik problemlos integriert werden
Einbauteile wie Skimmer, Düsen oder Beleuchtung müssen während des Aufbaus eingeplant werden. Das Wunder-Stone-System kann den Einbau erleichtern, ersetzt jedoch keine sorgfältige Planung.
Wie wird ein Styropor Pool abgedichtet
Nach dem Betonieren wird der Pool in der Regel mit einer Poolfolie oder einer anderen geeigneten Abdichtung versehen. Diese sorgt für die Wasserdichtigkeit des Beckens.
Ist ein Styropor Pool winterfest
Bei fachgerechtem Bau und richtiger Überwinterung ist ein Styropor Pool frostbeständig. Wichtig ist eine angepasste Wasserabsenkung sowie die Sicherung der Pooltechnik.
Wie lange hält ein Styropor Pool
Die Lebensdauer hängt von Bauqualität, Pflege und Nutzung ab. Bei fachgerechter Ausführung kann ein Styropor Pool über viele Jahre bis Jahrzehnte genutzt werden.
Welche Vorteile bietet der Wunder-Stone im Vergleich
Der Wunder-Stone kann durch seine variable Stegkonstruktion den Aufbau vereinfachen und den Einbau der Bewehrung erleichtern. Die grundlegende Bauweise und Stabilität entsprechen jedoch dem klassischen Styropor Poolbau.
Pro und Contra Styropor Pool bauen mit dem Wunder-Stone
Pro
- Ein Styropor Pool bietet den Vorteil, dass die Bauelemente sehr leicht sind und ohne schweres Gerät verarbeitet werden können. Dadurch eignet sich diese Bauweise auch für Bauherren, die einen Teil der Arbeiten selbst übernehmen möchten.
- Durch die Styroporsteine entsteht eine zusätzliche Wärmedämmung der Poolwände. Dies kann dazu beitragen, die Wassertemperatur stabiler zu halten und den Energiebedarf bei beheizten Pools zu reduzieren.
- Die Bauweise erlaubt eine hohe Gestaltungsfreiheit. Form, Größe und Tiefe des Pools lassen sich individuell planen, da die Styroporsteine zugeschnitten und flexibel angeordnet werden können.
- Nach dem Betonieren besteht die Poolwand im Kern aus massivem Beton. Bei fachgerechter Ausführung entsteht eine stabile und langlebige Konstruktion, vergleichbar mit klassischen Betonpools.
- Das Wunder-Stone-System kann den Bauablauf vereinfachen, da die Kunststoffstege eine flexible Positionierung der Bewehrung ermöglichen. Dies kann insbesondere beim Einbau von Pooltechnik und Einbauteilen von Vorteil sein.
Contra
- Der Bau eines Styropor Pools erfordert trotz einfacher Bauelemente handwerkliches Können und sorgfältiges Arbeiten. Fehler bei Aufbau, Bewehrung oder Betonierung lassen sich später nur mit großem Aufwand korrigieren.
- Die Betonierung stellt einen kritischen Arbeitsschritt dar. Eine unsachgemäße oder zu schnelle Befüllung kann zu Verformungen der Styroporsteine führen und die Qualität der Poolwand beeinträchtigen.
- Eine sorgfältige statische Planung ist notwendig, insbesondere bei größeren Becken oder ungünstigen Bodenverhältnissen. In manchen Fällen kann eine fachliche Prüfung erforderlich sein.
- Der Einbau der Pooltechnik muss frühzeitig geplant werden. Nach dem Betonieren sind Änderungen an Skimmern, Düsen oder Verrohrung nur eingeschränkt möglich.
- Ein Styropor Pool ist nicht für Bauherren geeignet, die eine sofort einsatzbereite Lösung ohne Bauaufwand suchen. Der Zeit- und Planungsaufwand ist höher als bei Fertigpools oder Aufstellpools.



