Beratene Verbraucher:
35890941
Suche
Generic filters
Nur genaue Treffer
Suche im Titel
Suche im Inhalt
Suche in Zusammenfassung
Aktualisiert am:

Stromverbrauch und Strom sparen bei Verwendung eines NAS Servers

NAS Server haben in der Regel einen relativ geringen Stromverbrauch. Werte zwischen 20 und 40 Watt sind hierbei üblich – wobei es dabei zu kleinen Abweichungen sowohl nach oben als auch nach unten kommen kann. Obwohl diese Werte auf den ersten Blick sehr gering wirken – ein gewöhnlicher Computer benötigt beispielsweise häufig das 10-Fache davon – können die Geräte erhebliche Stromkosten verursachen. Das liegt daran, dass sie in der Regel rund um die Uhr aktiv sind. Daher führen sie zu einem dauerhaften Verbrauch, der die Haushaltskasse stark belasten kann.

Beispielrechnung: Diese Kosten verursacht Ihr NAS Server

Stromverbrauch und Strom sparen bei Verwendung eines NAS ServersUm zu verdeutlichen, wie hoch die Unterschiede zwischen den einzelnen Systemen sein können, soll hier eine kleine Beispielrechnung durchgeführt werden. Beginnen wir mit einem Gerät mit 20 Watt – also mit einem relativ niedrigen Verbrauch. Um die Kosten zu ermitteln, müssen Sie diesen Wert zunächst in Kilowatt umrechnen. 20 W entsprechen 0,02 kW. Der durchschnittliche Strompreis in Deutschland betrug 2017 knapp 30 Cent pro Kilowattstunde.

Obwohl es dabei je nach Region und Anbieter zu großen Unterschieden kommen kann, soll dieser Wert in die Beispielrechnung übernommen werden. Die Kosten im Dauerbetrieb liegen demnach bei 0,6 Cent pro Stunde beziehungsweise bei 14,4 Cent pro Tag. Die erforderlichen Ausgaben belaufen sich demnach auf 52,56 Euro pro Jahr. Wenn Sie nun die gleiche Rechnung für ein Gerät durchführen, das einen Verbrauch von 40 Watt aufweist, kommen Sie pro Jahr auf 105,12 Euro. Dieser Unterschied zeigt deutlich, dass es lohnenswert sein kann, ein sparsames Produkt zu erwerben – selbst wenn die Anschaffungskosten dabei etwas höher sein sollten.

Die Festplatten: der wesentliche Faktor für den Stromverbrauch

Die meisten NAS Server verfügen über mehrere Festplatten. Das hat zur Folge, dass der Stromverbrauch dieser Bauteile besonders stark ins Gewicht fällt. Insbesondere wenn Sie die Festplatten selbst kaufen, sollten Sie daher unbedingt einen Blick auf deren Verbrauch werfen. Herkömmliche Festplatten haben häufig einen Verbrauch zwischen 5 und 20 Watt. Dieser Wert klingt zwar relativ gering, doch wirkt er sich stark auf die Betriebskosten des NAS Servers aus.

Wenn Sie beispielsweise ein großes Speichersystem mit insgesamt acht Festplatten einrichten, kann dieses je nach Wert zwischen 40 und 160 Watt verbrauchen. Die Unterschiede werden sich deutlich in der Stromrechnung bemerkbar machen. Allerdings sind gewöhnliche Festplatten für diese Aufgabe überhaupt nicht ausgelegt. Das liegt nicht nur am Verbrauch, sondern auch daran, dass sie bei dauerhaftem Einsatz Schaden nehmen. Daher ist es stets sinnvoll, spezielle Modelle für den Dauerbetrieb zu verwenden.

Diese sind nicht nur ausgesprochen verschleißarm, sondern auch sparsam. In diesem Bereich entdecken Sie Modelle mit einem Verbrauch zwischen einem und fünf Watt. Um einen niedrigen Verbrauch zu gewährleisten, reduzieren viele Hersteller die Umlaufgeschwindigkeit. Das zieht zwar eine längere Zugriffszeit nach sich, doch stellt das bei NAS Servern kein Problem dar. In der Regel ist die Übertragungsgeschwindigkeit hierbei ohnehin durch die Kapazitäten des Netzwerks eingeschränkt. Darüber hinaus finden manchmal spezielle Techniken Verwendung – beispielsweise die Befüllung der Festplatte mit Helium, um den Luftwiderstand zu reduzieren. Viele NAS Server verwenden 3,5“-Festplatten, da diese vergleichsweise günstig sind.

Wenn Sie viel Wert auf einen geringen Stromverbrauch legen, dann könnte jedoch auch die Verwendung von 2,5“-Modellen sinnvoll sein. Diese zeichnen sich normalerweise durch einen deutlich geringeren Energiebedarf aus. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass diese auch leiser sind.

Noch sparsamer sind SSDs. Diese rein elektronische Alternative zur Festplatte benötigt nochmals deutlich weniger Strom und ist außerdem vollkommen geräuschlos. Allerdings müssen Sie genau überlegen, ob diese Vorteile die deutlich höheren Mehrkosten rechtfertigen.

Sparsamer Prozessor ist wichtig

Nach den Festplatten ist wohl der Prozessor das Bauteil mit dem höchsten Stromverbrauch. Hierbei gilt grundsätzlich, dass ein schnellerer Prozessor einen hohen Stromverbrauch nach sich zieht. Da die reine Datenspeicherung nur eine relativ geringe Prozessorleistung benötigt, sollten Sie sich genau überlegen, welchen Bedarf Sie hierbei haben. Wenn nur wenige Personen auf den NAS Server zugreifen und wenn dieser außerdem nicht zur Wiedergabe von Multimedia-Inhalten zum Einsatz kommt, ist ein sparsamer Prozessor mit geringer Taktzahl ausreichend. Darüber hinaus haben die Prozessor-Hersteller neue Produkte entwickelt, die speziell auf den Dauerbetrieb ausgelegt sind. Eines ihrer Kennzeichen besteht darin, dass sie einen geringen Energiebedarf haben. Ein Beispiel hierfür ist der Atom-Prozessor von Intel. Dieser ist speziell auf Server-Anwendungen ausgelegt und hat einen deutlich geringeren Energieverbrauch als ein vergleichbarer Computer-Prozessor herkömmlicher Bauart.

Wählen Sie Angebote mit Stromsparmodus

Stromverbrauch und Strom sparen bei Verwendung eines NAS ServersDamit der NAS Server stets zu Ihren Diensten steht, ist es wichtig, dass er rund um die Uhr eingeschaltet ist. Die tatsächlichen Betriebszeiten sind bei privaten Anwendern jedoch in der Regel relativ gering. Das hat zur Folge, dass der Server den größten Teil der Zeit vollkommen unnötig in Betrieb ist. Viele Hersteller haben auf dieses Problem reagiert und bieten mittlerweile Produkte mit einem Stromsparmodus an. Das bedeutet, dass sich die Umdrehungszahl der Festplatten reduziert, wenn Sie den NAS Server über einen längeren Zeitraum hinweg nicht benutzen. Es ist sogar möglich, sie komplett abzuschalten. Die Einsparungen sind dabei insbesondere für private Anwender beträchtlich. Der Nachteil besteht darin, dass das System einige Zeit benötigt, um wieder hochzufahren. Wenn Sie nach längerer Zeit Ihren Server wieder benötigen, müssen Sie mit einigen Sekunden Wartezeit rechnen.

Feste Ruhezeiten können sehr sinnvoll sein

Darüber hinaus gibt es Geräte, die es erlauben, feste Ruhezeiten vorzugeben. Während dieser Zeit schaltet sich der Server komplett aus und verbraucht dadurch fast keine Energie. Das bietet sich beispielsweise für die Nacht an. Auch während Sie bei der Arbeit sind, ist diese Maßnahme sinnvoll – vorausgesetzt, dass Sie auch während dieser Zeit nicht über das Internet auf die Daten zugreifen möchten.

Diese Maßnahme kann die Betriebskosten des NAS Servers deutlich reduzieren. Bei Geräten, die diese Funktion unterstützen, können Sie die Einstellungen ganz einfach über das Konfigurationsmenü vornehmen und an Ihren persönlichen Tagesablauf anpassen.

Der einzige Nachteil besteht darin, dass es relativ langwierig ist, wenn Sie während der vorgegebenen Ruhezeit einmal dennoch auf die Daten zugreifen müssen.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2.040 Bewertungen. Durchschnitt: 4,70 von 5)
Loading...