Das Dukawey FUGL3.0 ist ein komfortorientiertes City- und Trekking-E-Bike mit tiefem Einstieg, großem Akku und zwei wählbaren Sensorarten. Für diesen Test fahre ich das grüne Modell sieben Tage lang im Alltag und prüfe Aufbau, Verarbeitung, Bedienung, Fahrkomfort, Antrieb, Bremsen, Reichweite und praktische Nutzung. Dabei zeigt sich ein vielseitiges Fahrrad, das vor allem durch seine Reichweitenreserven, die hohe Zuladung und die anpassbare Motorunterstützung auffällt. Das vergleichsweise hohe Eigengewicht spielt beim Tragen und Rangieren allerdings eine wichtige Rolle.
Das Modell richtet sich an Erwachsene, die eine aufrechte Sitzhaltung, einen bequemen Einstieg und kräftige elektrische Unterstützung bevorzugen. Die Empfehlung für eine Körpergröße zwischen 160 und 190 cm erscheint aufgrund des verstellbaren Sattels und Vorbaus nachvollziehbar. Im Alltag eignet sich das FUGL3.0 für Arbeitswege, Einkäufe, Ausflüge und befestigte Strecken mit flachen bis mäßigen Steigungen. Wer das Fahrrad regelmäßig über Treppen bewegen oder auf einen Fahrradträger heben muss, sollte die 29,5 kg inklusive Akku vor dem Kauf berücksichtigen.
Der reguläre Preis beträgt ungefähr 1.099 Euro. Das E-Bike ist in Grün, Schwarz und Rot erhältlich und besitzt einen Rahmen aus wärmebehandelter 6061-Aluminiumlegierung. Der bürstenlose Hinterradmotor arbeitet mit 48 Volt, liefert 250 Watt Nennleistung, bis zu 650 Watt Spitzenleistung und höchstens 65 Nm Drehmoment. Die Unterstützung endet in der werkseitigen Pedelec-Konfiguration bei 25 km/h.
Ausstattung und aktuelle Informationen zum Dukawey FUGL3.0 ansehen
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Technik, Ausstattung und Einsatzbereich
Eine Besonderheit des FUGL3.0 ist die umschaltbare Sensorik. Im Modus mit Drehmomentsensor richtet sich die Unterstützung nach der Pedalkraft: Wer stärker tritt, erhält unmittelbar mehr Unterstützung. Der Trittfrequenzsensor reagiert dagegen hauptsächlich darauf, dass sich die Kurbel bewegt. Dadurch verlangt das Fahrrad weniger eigene Kraft, was auf längeren, entspannten Strecken angenehm sein kann.
Zusätzlich stehen fünf Unterstützungsstufen sowie PAS 0 zur Verfügung. Bei PAS 0 bleibt die Elektronik eingeschaltet, der Motor unterstützt jedoch nicht. Für kurze Rangierwege gibt es eine Schiebehilfe mit ungefähr 6 km/h. Sie erleichtert das Bewegen des schweren Fahrrads an leichten Steigungen oder Rampen, ersetzt aber nicht die normale Motorunterstützung während der Fahrt.
Der entnehmbare und abschließbare Akku besitzt 48 Volt, 14 Ah und eine Kapazität von 672 Wh. Verwendet werden 18650-Lithiumzellen; der Akku ist mit IP54 angegeben. Das mitgelieferte Ladegerät arbeitet mit 3 Ampere und benötigt ungefähr vier bis fünf Stunden für einen Ladevorgang. Der Hersteller nennt eine Lebensdauer von rund 1.000 Ladezyklen und eine maximale Reichweite von 120 km unter günstigen Bedingungen.
Zum Fahrrad gehören bereits Gepäckträger, Schutzbleche, Vorder- und Rückbeleuchtung, Bremslicht, Pedale, Ladegerät, Kabelschloss, Pumpe sowie Montagewerkzeug. Die hydraulischen Scheibenbremsen sitzen an beiden Rädern. Eine ölgedämpfte Federgabel, breite 26 × 2,4-Zoll-Reifen, Aluminiumfelgen und ein gepolsterter Sportsattel unterstreichen die komfortorientierte Ausrichtung. Die Shimano-7-Gang-Schaltung mit TY300-Schaltwerk ist auf eine zweckmäßige Nutzung im Stadtverkehr und auf moderaten Touren ausgelegt.
Wichtige Produktdaten im Überblick
- Modell: Dukawey FUGL3.0 als 26-Zoll-City-E-Bike mit zwei Sensorcharakteristiken
- Rahmen: Tiefeinsteiger aus 6061-Aluminium mit T4/T6-Wärmebehandlung
- Motor: bürstenloser 48-Volt-Hinterradmotor mit 250 Watt Nenn- und bis zu 650 Watt Spitzenleistung
- Drehmoment: maximal 65 Nm
- Akku: entnehmbar, abschließbar, 48 Volt, 14 Ah, 672 Wh, Lithium-Ionen-Technik mit 18650-Zellen
- Reichweite: bis zu 120 km mit Tretunterstützung beziehungsweise bis zu 60 km rein motorisiert im begrenzten Modus
- Reichweitenangaben: Eco bis 120 km, Normal bis 100 km, Sport bis 90 km, Turbo bis 80 km und Turbo+ bis 70 km
- Gesamtgewicht: 29,5 kg mit Akku
- Zuladung: insgesamt bis 180 kg, Gepäckträger bis 50 kg
- Bremsen: hydraulische Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad
- Schaltung: Shimano mit sieben Gängen und TY300-Schaltwerk
- Display: zentrales Farb-LCD mit Passwortsperre und IP64-Angabe
- Beleuchtung: integriert vorne und hinten sowie mit Bremslicht
- Konformität: CE sowie Angaben zu EN 15194, UN38.3 und MSDS
Geometrie und praktische Ausstattung
Die maximale Sattelhöhe beträgt 1.000 mm, die minimale Einstellung liegt bei 850 mm. Das Sattelrohr misst 457 mm, das effektive Oberrohr 595 mm und das Steuerrohr 170 mm. Die Lenkerhöhe lässt sich zwischen 1.100 und 1.150 mm einordnen. Hinzu kommen eine Kettenstrebe von 450 mm, ein Radstand von 1.150 mm, eine Überstandshöhe von 420 mm, ein Sitzrohrwinkel von 73 Grad, ein Lenkwinkel von 71 Grad und eine Gesamtlänge von 1.800 mm.
Der Lenker besteht aus Aluminium und besitzt einen Klemm-Durchmesser von 31,8 mm. Der Vorbau lässt sich verstellen, wodurch die Sitzposition an unterschiedliche Körpergrößen angepasst werden kann. Ein Seitenständer aus 6061-Aluminium hält das Fahrrad auf festem Untergrund stabil. Die Ausstattung ist damit bereits auf alltägliche Nutzung vorbereitet, auch wenn einzelne Details wie ein klassischer Federklappenspanner am Gepäckträger fehlen.
So läuft der Produkttest ab
Ich fahre das FUGL3.0 sieben Tage lang auf befestigten Stadtwegen, Nebenstraßen, Radwegen, kurzen Anstiegen und unebenen Abschnitten. Als Zweiradmechatroniker und regelmäßiger Radfahrer achte ich auf sichere Montage, mechanische Details und die Frage, ob die Ausstattung im Alltag einen praktischen Nutzen bietet. Bewertet werden außerdem Verpackung, Verarbeitung, Bedienung, Fahrkomfort, Reichweite, Bremsverhalten und Wartungsaufwand.
- Lieferung und Montage: Ich prüfe den Schutz im Karton, die Vollständigkeit des Zubehörs und den Aufwand bis zur ersten Fahrt.
- Bedienung: Im Mittelpunkt stehen Display, Tasten, Licht, Passwortfunktion, Unterstützungsstufen und Schiebehilfe.
- Antrieb: Ich vergleiche Anfahren, Steigungen und Dosierbarkeit in beiden Sensorarten.
- Komfort: Bewertet werden Einstieg, Sitzposition, Sattel, Lenker, Reifen, Federgabel und Verhalten auf unebenen Wegen.
- Sicherheit: Ich achte auf Bremsdruckpunkt, Motorabschaltung, Beleuchtung, Akkuverriegelung und Seitenständer.
- Alltag: Rangieren, Gepäcktransport, Laden, Abstellen und Fahren ohne Motorunterstützung fließen ebenfalls ein.
- Reichweite: Die Herstellerwerte werden unter Berücksichtigung von Gewicht, Strecke, Wetter und Unterstützungsstufe eingeordnet.
Auspacken und Lieferumfang
Das Fahrrad erreicht mich in einem großen und stabilen Karton. Abstandshalter aus Karton, weiße Schaumstoffelemente, Formteile und Schutzmanschetten sichern Rahmen, Gabel und empfindliche Komponenten. Der Frontbereich sowie mehrere Anbauteile sind für den Versand zusätzlich fixiert. Beim Öffnen wirkt der Inhalt trotz der Größe übersichtlich angeordnet.
Das FUGL3.0 liegt weitgehend vormontiert in der Verpackung. Separat finde ich Gepäckträger, Vollschutzbleche, Ladegerät, Pedale, Kabelschloss, Pumpe, Handbuch sowie Inbus- und Maulschlüssel. Die umfangreiche Serienausstattung ist dadurch direkt vorhanden und muss nicht erst einzeln beschafft werden. Der Karton benötigt beim Öffnen etwas Platz, erfüllt seine Schutzaufgabe aber nachvollziehbar.
Montage und erste Einstellungen
Nach meiner Einschätzung sind etwa 95 Prozent des Fahrrads bereits vormontiert. Im Wesentlichen bringe ich Vorderrad, Lenker beziehungsweise Vorbau und Pedale an. Danach stelle ich Sattel, Lenker und Vorbau auf meine Sitzposition ein. Bei den Pedalen ist auf die Markierung für die linke und rechte Seite zu achten.
Das Vorderrad wird mit dem Schnellspanner befestigt. Anschließend kontrolliere ich Lenkerklemmung, Pedale, Bremshebel, sichtbare Schraubverbindungen, Reifendruck und Akkuverriegelung. Das Handbuch beschreibt die einzelnen Schritte verständlich. Vor der ersten Fahrt prüfe ich zusätzlich die Bremsfunktion und den festen Sitz aller montierten Teile.
Ergebnisse aus sieben Testtagen
Rahmen, Sitzhaltung und Verarbeitung
Der Aluminiumrahmen wirkt stabil und für die hohe Zuladung ausreichend massiv ausgelegt. Die grüne Lackierung ist gleichmäßig, Leitungen sind ordentlich geführt und die wesentlichen Bauteile machen einen sauber montierten Eindruck. Der Tiefeinstieg erleichtert häufiges Auf- und Absteigen, was im Stadtverkehr mit vielen Stopps angenehm auffällt.
Die Haltung ist aufrecht und klar auf Komfort ausgerichtet. Der verstellbare Vorbau erlaubt eine Anpassung des Abstands zum Lenker, ohne die grundlegende Geometrie zu verändern. Der gepolsterte Sportsattel gefällt mir auf kurzen und mittleren Strecken. Das Komfortempfinden bleibt allerdings individuell und hängt auch von Kleidung, Körperbau und Fahrdauer ab.
Die Federgabel nimmt kleinere Stöße am Vorderrad auf. Hinten fehlt eine Federung, sodass harte Kanten und tiefere Unebenheiten vergleichsweise direkt spürbar bleiben. Auf glattem Asphalt oder befestigten Wegen fällt dieser Punkt weniger ins Gewicht. Wer überwiegend Kopfsteinpflaster fährt, könnte eine gefederte Sattelstütze als sinnvolle Ergänzung betrachten.
Display, Licht und Unterstützungsstufen
Das zentrale Farb-LCD bleibt während der Fahrt gut ablesbar. Es zeigt Geschwindigkeit, Akkustand, Unterstützungsstufe, Tages- und Gesamtkilometer sowie Statusinformationen. Durchschnitts- und Maximalgeschwindigkeit lassen sich ebenfalls abrufen. Der Akkustand wird überwiegend mit Balken dargestellt, weshalb die Anzeige eine Orientierung liefert, aber keine besonders genaue Prozentangabe ersetzt.
Die Bedientasten reagieren klar. PAS 0 schaltet die Motorhilfe ab, während Display und Elektronik aktiv bleiben. Die fünf Stufen erlauben eine erkennbare Abstufung zwischen zurückhaltender und kräftiger Unterstützung. Die Passwortfunktion verhindert nach dem Aktivieren die Nutzung ohne den eingerichteten Code, ersetzt jedoch kein mechanisches Schloss.
Die integrierte Beleuchtung lässt sich am Cockpit steuern. Vorder- und Rücklicht sowie das Bremslicht erhöhen die Alltagstauglichkeit bei schlechter Sicht. Die tatsächliche Sichtbarkeit hängt zusätzlich von Wetter, Umgebung und Kleidung ab. Für den normalen Stadtverkehr ist die vorhandene Beleuchtung praktisch.
Unterschiede der beiden Sensorarten
Im Drehmomentmodus reagiert der Motor auf den Druck meiner Pedale. Je kräftiger ich trete, desto stärker fällt die Unterstützung aus. Beim Anfahren und an kurzen Steigungen vermittelt diese Abstimmung eine kontrollierte Rückmeldung. Die Geschwindigkeit lässt sich dadurch stärker über die eigene Kraft und den gewählten Gang beeinflussen.
Der Trittfrequenzmodus verlangt weniger eigene Kraft, solange die Kurbel in Bewegung bleibt. Für entspanntes Fahren und längere Strecken ist diese Charakteristik angenehm. Beim langsamen Rangieren oder Anfahren an Kreuzungen bevorzuge ich jedoch den Drehmomentsensor, weil die Reaktion besser zu meinem Pedaldruck passt. Welche Einstellung geeigneter ist, hängt somit stark von Fahrstil, Strecke und gewünschter körperlicher Belastung ab.
Motor, Schaltung und Steigungen
Der Hinterradmotor unterstützt kräftig und nutzt sein maximales Drehmoment von 65 Nm vor allem an kurzen Anstiegen. Die sieben Shimano-Gänge reichen im Stadtverkehr und bei moderaten Steigungen aus. Im ersten Gang lässt sich das Fahrrad für anspruchsvollere Abschnitte vorbereiten, während höhere Gänge auf flachen Strecken ein zügigeres Treten ermöglichen. Das TY300-Schaltwerk ist funktional und eher auf einfache, zweckmäßige Nutzung ausgelegt.
Beim Gangwechsel reduziere ich den Pedaldruck und trete kontrolliert weiter. Mehrere Gänge sollten nicht hastig nacheinander geschaltet werden, damit die Kette sicher auf dem Ritzel bleibt. Beim ersten Anfahren wirkt die Motorreaktion nicht in jeder Situation maximal spontan. Mit dem Drehmomentsensor lässt sich der Einsatz dennoch gut kontrollieren, wobei Beladung, Wind und Steigung den Energieverbrauch deutlich beeinflussen.
Reifen, Gepäcktransport und Alltag
Die 26 × 2,4 Zoll großen Reifen rollen auf Asphalt und befestigten Wegen ruhig. Ihr großes Luftvolumen unterstützt den Fahrkomfort, kann eine Hinterradfederung aber nicht vollständig ersetzen. Auf Kopfsteinpflaster bleibt das Heck deshalb straffer. Der Gepäckträger nimmt Taschen und Einkäufe auf und ist laut Hersteller für bis zu 50 kg ausgelegt.
Das Gewicht sollte gleichmäßig verteilt und sicher befestigt werden. Die hohe Belastbarkeit ist im Alltag nützlich, verändert bei voller Auslastung aber Bremsweg und Fahrverhalten. Der tiefe Einstieg bleibt auch mit Alltagskleidung angenehm. Die aufrechte Position verbessert die Übersicht, während die Griffe funktional sind, aber keine ausgeprägte Handballenauflage besitzen.
Bremsen und Sicherheitseinrichtungen
Die hydraulischen Scheibenbremsen lassen sich mit moderater Handkraft betätigen und gut dosieren. Für ein Fahrrad mit 29,5 kg Eigengewicht und zusätzlicher Ladung ist diese Ausstattung passend. Die Bremshebel besitzen Sicherheitsschalter, die beim Betätigen die Motorunterstützung unterbrechen. Der rechte Hebel steuert die Vorderradbremse, der linke die Hinterradbremse.
Bei Nässe verlängert sich der Bremsweg, weshalb ich vorausschauender fahre und beide Bremsen gleichmäßig nutze. Nach längeren Bremsungen können die Scheiben heiß sein und sollten nicht unmittelbar berührt werden. Der Seitenständer steht auf festem Untergrund sicher. Auf weichem Boden verlangt seine kleinere Standfläche jedoch etwas Aufmerksamkeit.
Akku, Ladezeit und Reichweite
Der Akku ist im Test einer der praktischsten Pluspunkte. Er lässt sich per Schlüssel entriegeln und aus dem Unterrohr nehmen. Dadurch kann ich ihn separat in der Wohnung laden, während das Fahrrad im Abstellraum bleibt. Alternativ ist der Ladevorgang direkt am Fahrrad möglich.
Das Ladegerät zeigt den aktiven Vorgang mit einer roten LED und das Ladeende mit einer grünen LED an. Die angegebene Ladezeit beträgt etwa vier bis fünf Stunden. Der Akku muss vor dem Nachladen nicht vollständig leer sein, was für Pendelstrecken und unregelmäßige Fahrten hilfreich ist. Eine Woche reicht jedoch nicht für eine belastbare Bewertung der langfristigen Akkualterung.
Die Reichweite von bis zu 120 km gilt bei 60 kg Fahrergewicht, ebenem Untergrund, 27 °C und Eco-Unterstützung. Für Normal nennt der Hersteller bis zu 100 km, für Sport bis zu 90 km, für Turbo bis zu 80 km und für Turbo+ bis zu 70 km. Im einwöchigen Einsatz vermitteln die 672 Wh spürbare Reserven. Die tatsächliche Distanz hängt dennoch von Gewicht, Gepäck, Temperatur, Gegenwind, Steigungen und Reifendruck ab.
Das FUGL3.0 mit großem Akku und Tiefeinstieg genauer prüfen
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Wartung und langfristige Nutzung
Rahmen, Lackierung, Leitungsverlegung und Anbauteile zeigen nach sieben Tagen ein ordentliches, funktionales Niveau. Zur regelmäßigen Kontrolle gehören Reifen, Reifendruck, Speichen, Schnellspanner, Schrauben, Bremsen, Kette, Schaltung und elektrische Steckverbindungen. Für die Reifen wird ein Bereich von 35 bis 65 psi genannt; die konkrete Angabe auf der Reifenflanke hat Vorrang. Die Kette sollte gereinigt und sparsam geschmiert werden.
Bei der Reinigung genügt ein trockenes oder leicht feuchtes Tuch. Einen Hochdruckreiniger oder direkten Wasserstrahl setze ich nicht ein. Akku, Motor, Controller und Steckverbindungen sollen nicht längere Zeit Nässe ausgesetzt werden. IP54 für den Akku und IP64 für das Display beschreiben nicht die Schutzklasse des gesamten Fahrrads.
Das Handbuch führt sechs Fehlercodes auf: 001 bezeichnet eine Controller-Störung, 002 eine Schaltkreisstörung, 003 einen Hall-Fehler, 004 einen Drehgriff- beziehungsweise Gasgriff-Fehler, 005 einen Bremshebel-Fehler und 006 einen Motor-Phasenfehler. Vor einer umfangreichen Fehlersuche kontrolliere ich die Steckverbindungen. Motor, Akku und Controller sollten nicht eigenständig geöffnet werden.
Persönliche Bewertung im Alltag
Nach sieben Tagen bleibt die umschaltbare Sensorik mein prägendster Eindruck. Der Drehmomentsensor vermittelt beim Anfahren und an Steigungen eine kontrollierte, aktive Fahrweise. Der Trittfrequenzmodus reduziert dagegen den erforderlichen Kraftaufwand und passt gut zu entspannten Strecken. Die Wahl zwischen beiden Einstellungen besitzt damit einen praktischen Nutzen und ist nicht nur eine technische Besonderheit.
„Beim Anfahren wirkt die Unterstützung im Drehmomentmodus kontrolliert und direkt. Für gemütliche Fahrten mit möglichst geringem Kraftaufwand nutze ich lieber den Trittfrequenzmodus.“
Der große Akku nimmt im Alltag spürbar Druck aus der Reichweitenplanung. Auch die separate Lademöglichkeit erleichtert die Nutzung in einer Wohnung oder einem Fahrradraum ohne Steckdose. Das hohe Gewicht fällt während der Fahrt wegen Motor und Reifen weniger auf als beim Anheben oder Rangieren ohne Unterstützung. Wie relevant dieser Punkt ist, hängt stark davon ab, ob das Fahrrad ebenerdig oder über Treppen abgestellt wird.
Die sieben Gänge erfüllen ihren Zweck im Stadtverkehr und an moderaten Steigungen. Auf langen, sehr steilen Anstiegen oder bei hoher Beladung werden die Grenzen des einfachen Schaltsystems eher deutlich. Die hydraulischen Bremsen vermitteln ein kontrolliertes Gefühl, benötigen bei Nässe aber wie jede Bremsanlage mehr Abstand. Der ungefederten Hinterbau bleibt auf schlechten Wegen spürbar, während die Federgabel vorne kleinere Schläge abfängt.
„Der Einstieg, die Übersicht und die Sitzhaltung passen gut zu täglichen Stadtfahrten. Auf stark unebenem Untergrund wäre am Hinterrad dennoch mehr Federungskomfort wünschenswert.“
Häufige Fragen zum Dukawey FUGL3.0
Welche Reichweite ist realistisch?
Der Hersteller nennt im Eco-Modus bis zu 120 km. Dieser Wert setzt 60 kg Fahrergewicht, flaches Gelände und 27 °C voraus. Gepäck, Steigungen, Wind, Kälte und häufige Turbo-Unterstützung verringern die Distanz. Der 672-Wh-Akku bietet dennoch umfangreiche Reserven für Alltag und Touren.
Welcher Sensor passt zu welchem Fahrstil?
Der Drehmomentsensor eignet sich für eine kontrollierte und stärker an die eigene Pedalkraft gekoppelte Unterstützung. Der Trittfrequenzsensor verlangt weniger Kraft, sobald die Kurbel bewegt wird. Für Anfahren und Steigungen nutze ich den Drehmomentmodus, für entspanntes Fahren den Trittfrequenzmodus. Eine allgemein beste Einstellung gibt es deshalb nicht.
Ist das Fahrrad für höhere Zuladung geeignet?
Die maximale Gesamtzuladung beträgt 180 kg, der Gepäckträger darf laut Hersteller bis zu 50 kg tragen. Diese Angaben umfassen nicht nur das Körpergewicht, sondern auch Fahrrad, Gepäck und weitere Lasten. Das Gepäck sollte gleichmäßig verteilt und sicher befestigt werden. Bei hoher Last verändern sich Bremsweg, Reichweite und Fahrverhalten.
Wie aufwendig ist die Montage?
Das Fahrrad kommt zu ungefähr 95 Prozent vormontiert. Vorderrad, Lenker beziehungsweise Vorbau, Pedale und einzelne Anbauteile müssen noch montiert werden. Werkzeug und Handbuch liegen bei. Vor der ersten Fahrt kontrolliere ich besonders Schnellspanner, Bremsen, Pedale, Lenker und Akkuverriegelung.
Passt das FUGL3.0 zu welcher Körpergröße?
Dukawey empfiehlt eine Körpergröße zwischen 160 und 190 cm. Der Sattel kann zwischen 850 und 1.000 mm eingestellt werden, außerdem ist der Vorbau verstellbar. Personen außerhalb dieses Bereichs sollten die Geometrie besonders sorgfältig prüfen, da nur eine Rahmengröße angeboten wird.
Kann der Akku außerhalb des Fahrrads geladen werden?
Ja, der Akku ist entnehmbar und abschließbar. Dadurch kann er unabhängig vom Abstellort geladen werden. Vor dem Herausnehmen oder Einsetzen sollte das System ausgeschaltet sein. Für längere Lagerung empfiehlt sich ein kühler und trockener Ort mit regelmäßigem Nachladen.
Wie lange dauert das Aufladen?
Mit dem serienmäßigen 3-Ampere-Ladegerät dauert eine vollständige Ladung etwa vier bis fünf Stunden. Eine rote LED zeigt den laufenden Ladevorgang, eine grüne LED das Ladeende. Der Akku sollte auf einer stabilen, kühlen Fläche liegen und beim Laden nicht abgedeckt werden.
Wie schnell unterstützt der Motor?
Die werkseitige elektrische Unterstützung endet bei 25 km/h. Der Motor verfügt über 250 Watt Nennleistung. Ein separat montierbarer Gashebel ist laut Hersteller nur für Privatgelände vorgesehen. Für die Nutzung im deutschen Straßenverkehr bleibt die werkseitige Begrenzung maßgeblich.
Wie gut funktionieren die Bremsen?
Die hydraulischen Scheibenbremsen an beiden Rädern sind gut dosierbar und benötigen keine hohe Handkraft. Bei einem Versuch aus 25 km/h wurden mit beiden Bremsen rund 6,87 m gemessen. Untergrund, Reifen, Beläge, Nässe und Einbremszustand beeinflussen das Ergebnis. Bei Regen ist ein längerer Bremsweg einzuplanen.
Was sollte regelmäßig kontrolliert werden?
Nach den ersten Kilometern prüfe ich Schnellspanner, Schrauben, Speichen, Reifen, Bremsen, Kette, Schaltung und Steuersatz. Auch elektrische Steckverbindungen verdienen Aufmerksamkeit. Der Reifendruck sollte mit einem geeigneten Messgerät überprüft und an die Reifenflanke angepasst werden. Schmiermittel darf nicht auf Bremsscheiben oder Beläge gelangen.
Welche Farben sind verfügbar?
Das Modell wird in Grün, Schwarz und Rot angeboten. Im Test fahre ich die grüne Variante. Die Farbauswahl verändert die technische Ausstattung nicht. Zum Lieferumfang gehören bereits Gepäckträger, Schutzbleche, Beleuchtung und weiteres Zubehör.
Welche Informationen zeigt das Display?
Das Farb-LCD informiert über Geschwindigkeit, Akkustand, Unterstützungsstufe, Tages- und Gesamtkilometer sowie Statusdaten. Zusätzlich lassen sich Durchschnitts- und Maximalgeschwindigkeit abrufen. Eine Passwortfunktion kann eingerichtet werden. Der Akkustand erscheint hauptsächlich als Balkenanzeige.
Welche Wartung ist vorgesehen?
Zu den Wartungsarbeiten gehören Kontrollen von Reifen, Speichen, Schrauben, Bremsen, Kette, Schaltung und elektrischen Verbindungen. Die Kette sollte gereinigt und sparsam geschmiert werden. Für die Reinigung reicht ein leicht feuchtes Tuch. Hochdruckreiniger, direkte Wasserstrahlen und eigenständiges Öffnen elektrischer Komponenten sind nicht geeignet.
Wie arbeitet die Schiebehilfe?
Durch längeres Drücken der Minus-Taste wird laut Handbuch eine Unterstützung von ungefähr 6 km/h aktiviert. Sie erleichtert das Schieben an Rampen und leichten Steigungen. Beim Loslassen der Taste oder Betätigen der Bremse endet die Funktion. Sie ist nicht als Ersatz für die Motorhilfe während der Fahrt gedacht.
Die Marke Dukawey
Dukawey gibt an, im Jahr 2021 gegründet worden zu sein und sich auf Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von E-Bikes zu konzentrieren. Die Marke beschreibt eine durchgängige Produktentwicklung von der Konzeption über Konstruktion und Fertigung bis zur Qualitätskontrolle. Diese Angaben stammen aus der Unternehmensdarstellung und sind daher als Selbstauskunft einzuordnen.
Nach eigener Darstellung stehen alltagstaugliche Elektromobilität, komfortable Rahmenformen, Akkueffizienz und eine unkomplizierte Bedienung im Mittelpunkt. Beim FUGL3.0 wird dieser Ansatz durch Tiefeinstieg, großen Akku, Gepäckträger, Schutzbleche und die beiden Unterstützungscharakteristiken sichtbar. Das Sortiment umfasst außerdem City-, Fat-Tire-, Klapp- und weitere Tiefeinsteiger-E-Bikes.
Für Garantiefragen nennt Dukawey [email protected], für den After-Sales-Support [email protected]. Für den Rahmen werden 36 Monate genannt, für Akku, Motor, Display, Controller, Ladegerät, Gabel, Lenker und Sattelstütze jeweils zwölf Monate. Andere elektrische und mechanische Bauteile sind je nach Komponente sechs oder drei Monate abgedeckt. Bei einer Anfrage werden üblicherweise Kaufnachweis und eine Fehlerbeschreibung mit Bildern oder Video benötigt.
Fazit des Tests
Das Dukawey FUGL3.0 ist ein komfortorientiertes City- und Trekking-E-Bike für Erwachsene, die einen tiefen Einstieg, eine aufrechte Sitzhaltung und reichweitenstarke Ausstattung suchen. Besonders positiv fallen der 672-Wh-Akku, die entnehmbare Batterie, die hydraulischen Scheibenbremsen, die hohe Zuladung und die umfangreiche Serienausstattung auf. Die Umschaltung zwischen Drehmoment- und Trittfrequenzsensor erweitert den praktischen Einsatzbereich spürbar.
Für Pendelstrecken, Einkäufe, Alltag und längere Fahrten auf überwiegend befestigten Wegen bietet das Fahrrad passende Voraussetzungen. Auch bei höherem Körpergewicht oder größerem Gepäckvolumen schafft die angegebene Gesamtzuladung von 180 kg Spielraum. Das Eigengewicht von 29,5 kg ist bei der Fahrt weniger störend als beim Tragen, sollte bei Treppen, Fahrradkellern und Transport auf einem Träger aber eingeplant werden.
Wer ein vielseitig einstellbares E-Bike mit großem Akku, Tiefeinstieg und kräftiger Unterstützung sucht, findet im FUGL3.0 eine nachvollziehbare Option. Der ungefederten Hinterbau und die einfache Sieben-Gang-Schaltung passen eher zu Stadtwegen und moderaten Touren als zu dauerhaft schlechten oder sehr steilen Strecken. Unter diesen Bedingungen ist eine Empfehlung für alltagsorientierte Nutzerinnen und Nutzer, Pendlerinnen und Pendler sowie Tourenfahrerinnen und Tourenfahrer gut begründet.










