Nach sieben Tagen mit dem VMAX VX2 Lite 70 km zeigt sich vor allem eines: Dieser E-Scooter fährt sich auf schlechten Radwegen deutlich ruhiger, als es bei einem Modell mit 22,7 kg Gewicht zu erwarten ist. Die Kombination aus Öldruck-Federgabel, hinterer Elastomer-Dämpfung und 10-Zoll-Luftreifen bringt spürbaren Komfort in den Alltag. Gleichzeitig stellt der 48-Volt-Antrieb ausreichend Leistung für zügiges Anfahren und Steigungen bereit.
Getestet wird die Variante mit 20 km/h, deutscher Straßenzulassung und einer vom Hersteller angegebenen Reichweite von bis zu 70 km. Der 624-Wh-Akku, die 130 kg Zuladung, die umfangreiche Beleuchtung und die getrennten Bremshebel machen den VMAX VX2 Lite zu einem E-Scooter für Pendelstrecken, längere Stadtfahrten und komfortorientierte Ausflüge. Das Eigengewicht bleibt dabei der Punkt, den ihr vor allem dann berücksichtigen solltet, wenn ihr das Fahrzeug regelmäßig über Treppen tragen müsst.
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Die wichtigsten Ergebnisse aus dem Praxistest
Der Test findet über eine Woche auf innerstädtischen Strecken, Radwegen und Abschnitten mit unterschiedlicher Asphaltqualität statt. Dabei prüfe ich nicht nur den Fahrkomfort, sondern auch Antrieb, Bremsen, Licht, Bedienung, Klappmechanismus und die Alltagstauglichkeit. Als Zweiradmechatroniker achte ich zusätzlich auf die mechanische Ausführung, die Kabelverlegung und das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten.
- Fahrwerk: Die Federung an beiden Rädern und die Luftreifen glätten kleine Kanten, Risse und Unebenheiten deutlich.
- Antrieb: Der Heckmotor reagiert kräftig und bietet besonders beim Anfahren an Steigungen eine spürbare Reserve.
- Akku: 624 Wh unterstützen lange Tagesstrecken, die Reichweitenangabe von bis zu 70 km gilt jedoch für klar definierte Idealbedingungen.
- Sicherheit: 60 Lux Frontlicht, Rücklicht, Bremslicht und Blinker vorne sowie hinten sind serienmäßig vorhanden.
- Bedienung: Die Grundfunktionen stehen direkt am Scooter bereit. Die App ergänzt Einstellungen und Fahrdaten, ist für die normale Nutzung aber nicht zwingend.
- Transport: Der Klappmechanismus funktioniert zuverlässig, während die 22,7 kg beim Tragen über mehrere Stockwerke spürbar bleiben.
Für wen der VMAX VX2 Lite im Alltag passt
Der VMAX VX2 Lite richtet sich an Pendlerinnen und Pendler, Tourenfahrerinnen und Tourenfahrer sowie an alle, die auf Stadtstraßen und Radwegen Wert auf ein ruhiges Fahrverhalten legen. Besonders sinnvoll ist das Modell für Menschen, die regelmäßig längere Strecken zurücklegen und dabei nicht auf eine komfortable Federung verzichten möchten. Die erlaubte Zuladung von 130 kg erweitert den Einsatzbereich auch für Fahrerinnen und Fahrer mit höherem Körpergewicht.
Seine Stärken spielt der Scooter vor allem dort aus, wo die Strecke nicht durchgehend aus glattem Asphalt besteht. Abgesenkte Bordsteine, Risse und rauere Radwege werden im Test spürbar angenehmer. Auch bei wechselhaftem Wetter ist der VX2 Lite vorbereitet. Die Schutzart IPX6, die geschützte Trommelbremse und die Beleuchtung mit Blinkern an beiden Fahrzeugenden unterstützen den Alltag bei nassen und dunkleren Bedingungen. Nach Regen sollten der Scooter und insbesondere der Ladebereich jedoch trocknen, bevor geladen wird.
Wer den E-Scooter täglich mehrere Etagen hinauf- und hinuntertragen muss, sollte das Eigengewicht von 22,7 kg einplanen. Für kurze Hebevorgänge, das Überwinden einer Bordsteinkante oder das Einladen in ein geeignetes Fahrzeug lässt sich der VX2 Lite gut handhaben. Beim wiederholten Treppentragen ist das Gewicht deutlich wahrnehmbar.
Technik und Ausstattung verständlich eingeordnet
Im VMAX VX2 Lite arbeitet ein bürstenloser Heckmotor mit 500 Watt Nennleistung. Kurzzeitig stehen bis zu 1.400 Watt Spitzenleistung zur Verfügung. Der V-Core-25A-Controller steuert den Antrieb, das System arbeitet mit 48 Volt. Diese Kombination erklärt den kräftigen Antritt, ohne dass der E-Scooter in der deutschen Version schneller als die erlaubten 20 km/h fährt.
- Modell: VMAX VX2 Lite in der 70-km-Variante mit 20 km/h und deutscher Straßenzulassung
- Akku: 48 Volt, 13,0 Ah und 624 Wh
- Reichweite: bis zu 70 km unter Idealbedingungen
- Steigfähigkeit: laut Hersteller bis zu 28 Prozent
- Gewicht und Zuladung: 22,7 kg Eigengewicht und maximal 130 kg Zuladung
- Reifen und Fahrwerk: 10-Zoll-Tubeless-Luftreifen, Öldruck-Federgabel mit 47 mm Federweg vorne und Elastomer-Dämpfung hinten
- Bremsen: geschützte Trommelbremse vorne und elektronische Rekuperationsbremse hinten
- Preis: ungefähr 899 Euro als Herstellerpreis
Der Aluminiumrahmen trägt zu einem stabilen Eindruck bei. Die Abmessungen betragen fahrbereit etwa 1.148 × 555 × 1.278 mm. Zusammengeklappt reduziert sich die Höhe auf ungefähr 535 mm, während Länge und Breite bei rund 1.148 × 555 mm bleiben. Der Lenker ist 555 mm breit und liegt 1.008 mm über dem Trittbrett. Die Trittfläche misst etwa 456 × 188 mm. Ihre Höhe beträgt 230 mm, die Bodenfreiheit 156 mm.
Zum Komfort tragen außerdem die 10-Zoll-Tubeless-Luftreifen bei. Sie benötigen regelmäßige Kontrolle des Luftdrucks. VMAX nennt abhängig vom Fahrergewicht ungefähr 2,5 bis 3,5 bar. Für die Reichweitenangabe werden rund 3,0 bar zugrunde gelegt. Die mitgelieferte Ventilverlängerung erleichtert das Prüfen und Befüllen der Ventile.
Der Akku ist fest integriert. Das beiliegende Ladegerät arbeitet mit 54,6 Volt und 2 Ampere. Eine vollständige Ladung dauert ungefähr 6,5 Stunden. Ladegerät, Sicherheitshinweise, vier Schrauben, Inbusschlüssel und Ventilverlängerung gehören zum Lieferumfang. Bei der deutschen Variante liegt zusätzlich das Kennzeichen zur Online-Aktivierung bei.
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Auspacken und erste Inbetriebnahme
Der VMAX VX2 Lite kommt in einem länglichen, blau bedruckten Produktkarton. Im Inneren liegt der zusammengeklappte Scooter, während Ladegerät, Unterlagen und Kleinteile separat untergebracht sind. Die Dokumentation steckt in einer transparenten Kunststoffhülle. Schrauben und weitere Zubehörteile befinden sich in einem zusätzlichen Beutel.
Der erste Eindruck ist funktional und ordentlich. Der Scooter liegt kompakt in der Verpackung und vermittelt bereits nach dem Herausnehmen einen stabilen Eindruck. Das breite Trittbrett, die Lenksäule und die sichtbare Federgabel machen unmittelbar deutlich, dass das Modell auf Komfort und längere Alltagsstrecken ausgelegt ist.
Für die Montage werden die vier beiliegenden Schrauben und der Inbusschlüssel benötigt. Nach dem Aufrichten der Lenksäule kontrolliere ich den festen Sitz des Lenkers und der sichtbaren Schraubverbindungen. Anschließend wird geprüft, ob die mechanische Sicherung des Klappmechanismus vollständig einrastet. Erst danach ist der Scooter bereit für die Fahrt.
Die Inbetriebnahme gelingt ohne besondere Hürden. Das zentral integrierte Display startet übersichtlich, die Bedientasten liegen unmittelbar am Lenker und die Blinkertaste ist mit dem Daumen erreichbar. Der Seitenständer lässt sich seitlich ausklappen. Die VMAX-App für iOS und Android ist optional und ergänzt die Bedienung um Fahrdaten, Einstellungen und anpassbare Parameter.
So verläuft der einwöchige Test
Während der Testwoche fahre ich den VMAX VX2 Lite auf typischen innerstädtischen Wegen, auf Radwegen und über Abschnitte mit wechselnder Asphaltqualität. Ich nutze sowohl den Eco- als auch den Sport-Modus und beobachte, wie sich der Scooter beim Anfahren, Beschleunigen, Bremsen und Überfahren kleiner Unebenheiten verhält. Für die Fahrwerksbeurteilung gehören außerdem rauerer Asphalt und abgesenkte Übergänge zu den gefahrenen Abschnitten.
Im Mittelpunkt stehen Verpackung, Montage, Verarbeitung, Reifen, Fahrwerk, Antrieb, Bremsen, Beleuchtung, Display, App, Klappmechanismus und Transport. Zusätzlich kontrolliere ich Reifendruck, sichtbare Federung, Kabelverlegung, Verschraubungen, Verriegelung und die Funktion der Beleuchtung. Die Reichweite erfasse ich nicht als standardisierten Laborwert. Stattdessen ordne ich die Herstellerangabe anhand der technischen Voraussetzungen ein.
VMAX ermittelt die bis zu 70 km unter Idealbedingungen. Dafür werden etwa 20 bis 25 °C, 75 kg Fahrergewicht, eine ebene Strecke, wenig Stop-and-go, der Eco-Modus, konstante 20 km/h und ungefähr 3 bar Reifendruck genannt. Im Alltag können Gegenwind, Kälte, Steigungen, häufiges Anfahren, ein höheres Körpergewicht und der Sport-Modus den Energieverbrauch erhöhen. Für längere Touren ist deshalb eine Reserve sinnvoll.
Fahrverhalten: Komfort, Kontrolle und Antrieb
Die Vollfederung auf schlechten Wegen
Die auffälligste Stärke des VMAX VX2 Lite ist die Verbindung aus 47-mm-Öldruck-Federgabel, hinterer Elastomer-Dämpfung und Luftreifen. Auf rauem Asphalt arbeiten beide Federungselemente nachvollziehbar zusammen. Kleine Kanten, Risse und Unebenheiten erreichen das Trittbrett deutlich gedämpft. Dadurch bleibt der Scooter ruhig und kontrolliert, ohne im Test schwammig zu wirken.
Beim Überfahren abgesenkter Bordsteine hilft vor allem die vordere Federgabel. Die sichtbaren Standrohre bewegen sich nachvollziehbar, während der Scooter seine Spur stabil hält. Die hintere Elastomer-Dämpfung ergänzt den Komfort, besonders wenn das Körpergewicht leicht nach hinten verlagert wird. Das breite, gummierte Trittbrett bietet dabei genug Raum, um die Fußposition während längerer Fahrten zu verändern.
Beschleunigung und Steigungen
Der Heckmotor setzt die Leistung direkt, aber gut kontrollierbar um. Im Eco-Modus reagiert der Scooter etwas zurückhaltender und eignet sich für ruhige Fahrten. Im Sport-Modus steht die Kraft unmittelbarer zur Verfügung. Einen offiziellen Beschleunigungswert von null auf 20 km/h nennt der Hersteller für diese Version nicht. Deshalb bewerte ich im Test den subjektiven Antritt und das Verhalten während der Fahrt.
Beim Losfahren an Steigungen ist die Leistungsreserve deutlich bemerkbar. Ein externer Praxistest beschreibt bei ungefähr 82 kg Fahrergewicht eine 16-prozentige Parkhausrampe mit etwa 13 bis 14 km/h. Bei sehr steilen Abschnitten oberhalb von 25 Prozent stößt das Testfahrzeug abhängig von den Bedingungen an Grenzen. Die vom Hersteller genannten bis zu 28 Prozent sind daher als Maximalwert zu verstehen. Fahrergewicht, Akkustand, Untergrund und Anlauf beeinflussen das Ergebnis.
Akku, Reichweite und Ladezeit
Der 624-Wh-Akku unterstützt lange Pendelstrecken und reduziert den Bedarf an häufigen Ladevorgängen. Die Herstellerreichweite von bis zu 70 km ist unter den genannten Idealbedingungen nachvollziehbar einzuordnen. Stop-and-go, Kälte, Gegenwind, Steigungen und der Sport-Modus beanspruchen die Batterie stärker. Für eine konkrete Tourplanung sollte die Reichweite daher nicht ohne Reserve kalkuliert werden.
Mit dem 54,6-Volt-Ladegerät und 2 Ampere dauert eine vollständige Aufladung ungefähr 6,5 Stunden. Das passt gut zum Laden über Nacht. Für kurze tägliche Strecken kann auch eine Teilaufladung ausreichen. Ein Schnellladegerät gehört nicht zum Lieferumfang. Der Akku lässt sich bei dieser Ausführung nicht als schneller Wechselakku herausnehmen.
Bremsen, Licht und Bedienung im Straßenverkehr
Getrennte Bremsen mit Rekuperation
Die Bremsanlage kombiniert eine geschützte Trommelbremse am Vorderrad mit einer elektronischen Rekuperationsbremse am Hinterrad. Für beide Systeme gibt es getrennte Bremshebel. Dadurch lässt sich die Verzögerung differenziert dosieren. Die Trommelbremse liegt geschützt im Vorderrad und ist im Alltag weniger direkt äußeren Einflüssen ausgesetzt.
Die Rekuperationsbremse gewinnt beim elektrischen Verzögern Energie zurück und ergänzt die mechanische Bremse. Im Test ist das Zusammenspiel nachvollziehbar. Bei Nässe bleiben angepasste Geschwindigkeit und ein ausreichender Bremsweg wichtig. Das gilt unabhängig von der grundsätzlich alltagstauglichen Auslegung der Bremsanlage.
Beleuchtung und Blinker
Das runde Frontlicht sitzt mittig unterhalb des Lenkers und bietet laut Hersteller 60 Lux. Der Doppelkegel soll Nah- und Fernbereich ausleuchten. Bei Fahrten in der Dämmerung entsteht im Test eine klare Ausleuchtung des Fahrbereichs. Rücklicht und Bremslicht befinden sich kompakt am hinteren Schutzblech.
Vorne sitzen die Blinker am Lenker, hinten befinden sie sich seitlich neben der Rückleuchte. Die Blinkertaste liegt so, dass sie mit dem Daumen erreicht werden kann, ohne die Hand weit vom Griff zu nehmen. Vor Fahrten bei Dunkelheit sollten Frontlicht, Rücklicht, Bremslicht und alle vier Blinker auf Funktion und Sauberkeit kontrolliert werden.
Display, Fahrmodi und App
Das zentrale Display zeigt die wesentlichen Fahrinformationen übersichtlich an. Die Bedientasten sitzen direkt in Griffnähe. Eco und Sport decken die wichtigsten Nutzungssituationen ab. Grundlegende Funktionen lassen sich unmittelbar am Scooter bedienen, sodass die normale Fahrt nicht von einer App-Anmeldung abhängt.
Die VMAX-App für iOS und Android ergänzt das System um Fahrdaten und Einstellungen. Je nach Konfiguration können Fahrparameter angepasst werden. Auch ein optionaler Zero Start lässt sich aktivieren. Dann ist nach der Einstellung kein initiales Anschieben erforderlich. Diese Funktion sollte zunächst in einer ruhigen Umgebung ausprobiert werden, damit das veränderte Anfahrverhalten sicher beherrscht wird.
Transport, Wetter und Pflege
Die Lenksäule wird nach dem Entriegeln nach hinten über das Trittbrett geklappt. Eine mechanische Sicherung hält sie in der Transportstellung. Das Falten erleichtert das Verstauen im Keller oder das Einladen in ein passendes Fahrzeug. Wegen der verbleibenden Länge von etwa 1.148 mm und des Gewichts von 22,7 kg sollte vor dem Transport geprüft werden, ob ausreichend Platz und Tragkraft vorhanden sind.
Ein externer Nutzer berichtet, dass der zusammengeklappte Scooter nicht ohne Weiteres in den Kofferraum eines Golf VII passte. Ob das Fahrzeug hineinpasst, hängt von Kofferraumform, Diagonale und verfügbarer Höhe ab. Das ist vor allem für Nutzerinnen und Nutzer relevant, die den E-Scooter regelmäßig mit dem Auto transportieren möchten.
Die Schutzart IPX6 bedeutet Schutz gegen kräftige Wasserstrahlen und macht den Scooter für nasse Alltagsbedingungen geeignet. Zum Untertauchen ist er nicht vorgesehen. Nach Regenfahrten sollten Fahrzeug und Ladebereich trocknen. Die geschützte Trommelbremse zeigt sich im Alltag angenehm unempfindlich gegenüber äußerem Schmutz.
Zur Pflege gehören die regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks, des Profils und sichtbarer Beschädigungen. Zusätzlich sollten Schrauben, Klappmechanismus, Beleuchtung und die sichtbaren Standrohre der Federgabel geprüft werden. Die Ventilverlängerung aus dem Lieferumfang erleichtert die Reifenpflege.
Mein Eindruck nach sieben Tagen
Nach dem einwöchigen Test wirkt der VMAX VX2 Lite wie ein ausgewogen konzipierter Alltags-Scooter mit deutlicher Leistungsreserve. Die Vollfederung ist für mich das prägendste Merkmal. Auf typischen schlechten Radwegen bleibt das Fahrzeug ruhig, ohne träge zu reagieren. Auch die Kombination aus Komfort, Lichtausstattung und stabiler Standfläche passt gut zu längeren täglichen Strecken.
Die Bedienung ist unkompliziert. Fahrmodus und Grundfunktionen lassen sich direkt am Scooter wählen. Gleichzeitig bietet die App sinnvolle Zusatzmöglichkeiten, ohne dass das Smartphone zur Voraussetzung für jede Fahrt wird. Blinker an Lenker und Heck, das 60-Lux-Frontlicht und das Bremslicht erhöhen im Alltag das Gefühl von Übersicht und Sichtbarkeit.
Die Vollfederung fällt im Alltag am stärksten auf. Selbst auf schlechtem Asphalt bleibt der Scooter kontrolliert und angenehm ruhig.
Die App ergänzt die Bedienung sinnvoll, bleibt für die normale Fahrt aber optional.
Das Gewicht ist beim Treppentragen spürbar. Angesichts von 624-Wh-Akku, Federung und Beleuchtung bleibt es für diese Ausstattung nachvollziehbar. Entscheidend ist daher, ob ihr den Scooter überwiegend fahrt oder häufig tragen müsst.
Erfahrungen außerhalb des eigenen Tests
Die verfügbaren externen Erfahrungen bestätigen vor allem die Eindrücke bei Fahrwerk, Antrieb und Bedienung. Mehrfach werden der kräftige Motor, die 48-Volt-Technik, die Vollfederung und die Verbindung aus Akkukapazität und Gewicht positiv beschrieben. Das deckt sich mit dem Fahrgefühl während meiner Testwoche.
Ein externer Praxistest beschreibt bei ungefähr 82 kg Fahrergewicht eine 16-prozentige Rampe mit etwa 13 bis 14 km/h. Gleichzeitig wird deutlich, dass die maximal genannten 28 Prozent stark von Fahrergewicht, Akkustand, Untergrund und Anlauf abhängen. Das entspricht der technischen Einordnung des Scooters.
Weitere Erfahrungsberichte heben hervor, dass die Grundfunktionen ohne zwingende App-Anmeldung verfügbar bleiben. In einem Forum wird außerdem die Qualitätsanmutung nach einer längeren Fahrt positiv beurteilt. Derselbe Bericht weist auf mögliche Schwierigkeiten bei der Unterbringung im Kofferraum eines bestimmten Fahrzeugs hin. Wie viel Platz tatsächlich benötigt wird, hängt von der jeweiligen Kofferraumform ab.
Häufige Fragen zum VMAX VX2 Lite 70 km
Wie weit reicht der VMAX VX2 Lite?
Der Hersteller nennt bis zu 70 km unter Idealbedingungen. Dazu gehören ungefähr 20 bis 25 °C, 75 kg Fahrergewicht, ebene Strecke, Eco-Modus, wenig Stop-and-go, konstante 20 km/h und rund 3 bar Reifendruck. Im Alltag verringern Kälte, Gegenwind, Steigungen, häufiges Anfahren und höheres Gewicht die mögliche Strecke. Plant bei längeren Fahrten deshalb eine Reserve ein.
Ist die Zuladung von 130 kg tatsächlich vorgesehen?
Ja, der VMAX VX2 Lite ist für eine maximale Zuladung von 130 kg ausgelegt. Motorleistung und 48-Volt-System unterstützen auch höhere Belastungen. Geschwindigkeit und Reichweite an Steigungen hängen zusätzlich von Akkustand, Untergrund, Anlauf und Fahrweise ab.
Wie arbeitet die Federung?
Vorne sitzt eine Öldruck-Federgabel mit 47 mm Federweg. Hinten übernimmt eine Elastomer-Dämpfung die Federungsarbeit. Gemeinsam mit den 10-Zoll-Luftreifen reduziert dieses System die Weitergabe kleiner Kanten, Risse und Unebenheiten. Für Straßen und Radwege ist das Fahrwerk komfortabel ausgelegt.
Welche Bremsen sind verbaut?
Am Vorderrad befindet sich eine geschützte mechanische Trommelbremse. Das Hinterrad wird elektronisch per Rekuperation gebremst. Beide Systeme besitzen getrennte Bremshebel. Die Rekuperation gewinnt beim Verzögern Energie zurück und ergänzt die mechanische Bremse.
Gibt es Blinker an beiden Fahrzeugenden?
Ja, vorne und hinten sind Blinker vorhanden. Die vorderen sitzen am Lenker, die hinteren neben der Rückleuchte. Rücklicht und Bremslicht ergänzen die Ausstattung. Die Blinkertaste ist mit dem Daumen erreichbar.
Wie hell ist der Frontscheinwerfer?
Der Scheinwerfer arbeitet mit 60 Lux und erzeugt laut Hersteller einen Doppelkegel für den Nah- und Fernbereich. Im Test sorgt die mittig unter dem Lenker sitzende Leuchte bei Dämmerung für eine klare Ausleuchtung. Vor Dunkelfahrten sollten alle Lichtfunktionen geprüft werden.
Ist die App zwingend erforderlich?
Nein. Display und Bedientasten ermöglichen die grundlegende Nutzung ohne zwingende Anmeldung. Die App für iOS und Android ergänzt Fahrdaten, Einstellungen und anpassbare Fahrparameter. Auch Zero Start kann über das System aktiviert werden.
Wie lange dauert eine vollständige Ladung?
Mit dem beiliegenden 54,6-Volt-Ladegerät und 2 Ampere dauert das Laden des 624-Wh-Akkus ungefähr 6,5 Stunden. Das eignet sich gut für eine Ladung über Nacht. Der Akku ist fest integriert und kein schneller Wechselakku.
Welche Reifen verwendet der Scooter?
Montiert sind 10-Zoll-Tubeless-Luftreifen. VMAX nennt abhängig vom Fahrergewicht etwa 2,5 bis 3,5 bar. Für die Reichweitenmessung werden rund 3,0 bar angesetzt. Die Ventilverlängerung im Lieferumfang erleichtert die Kontrolle.
Kann der VMAX VX2 Lite bei Regen fahren?
Die Schutzart IPX6 bereitet den Scooter auf nasse Bedingungen und kräftige Wasserstrahlen vor. Sie bedeutet keinen Schutz vor Untertauchen. Nach einer Regenfahrt sollten Fahrzeug und Ladebereich trocknen, bevor das Ladegerät angeschlossen wird.
Wie groß ist die Standfläche?
Das Trittbrett misst ungefähr 456 × 188 mm. Es ist strukturiert und gummiert, wodurch die Schuhe guten Halt finden. Die Trittbretthöhe beträgt 230 mm, die Bodenfreiheit 156 mm. Im Test lässt sich die Fußposition auf längeren Strecken bequem verändern.
Wie schwer ist das Modell?
Der VMAX VX2 Lite 70 km wiegt 22,7 kg. Für kurze Hebevorgänge und das Einladen ist dieses Gewicht handhabbar. Beim regelmäßigen Tragen über mehrere Stockwerke bleibt es deutlich spürbar.
Lässt sich der Scooter zusammenklappen?
Ja. Die Lenksäule wird nach hinten über das Trittbrett gelegt und mechanisch gesichert. Zusammengeklappt misst der Scooter ungefähr 1.148 × 555 × 535 mm. Vor dem Losfahren muss die Verriegelung vollständig einrasten.
Passt das Fahrzeug in einen Kofferraum?
Das hängt von Form und Größe des Kofferraums ab. Ein externer Nutzer berichtet, dass der VMAX VX2 Lite nicht ohne Weiteres in einen Golf-VII-Kofferraum passte. Wegen der zusammengeklappten Länge von etwa 1.148 mm solltet ihr die nutzbare Diagonale vorab prüfen.
Welche Steigung ist möglich?
VMAX nennt bis zu 28 Prozent. Im externen Praxistest bewältigt der Scooter eine 16-prozentige Rampe mit etwa 13 bis 14 km/h. Oberhalb von 25 Prozent zeigen sich je nach Bedingungen Grenzen. Fahrergewicht, Akkustand, Untergrund und Anlauf beeinflussen die tatsächliche Leistung.
Besitzt die geprüfte Ausführung eine deutsche Zulassung?
Ja, getestet wird die 20-km/h-Version mit deutscher Straßenzulassung. Daneben gibt es eine 25-km/h-Variante ohne deutsche ABE. Einen Firmwarewechsel zwischen den Versionen unterstützt der Hersteller weder noch gibt er ihn als zulässig an. Beim Kauf solltet ihr deshalb ausdrücklich auf die deutsche 20-km/h-Ausführung achten.
Welche Pflege ist erforderlich?
Reifendruck, Profil und sichtbare Beschädigungen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Zusätzlich sind Schrauben, Klappmechanismus, Beleuchtung und die sichtbaren Standrohre der Federgabel zu prüfen. Die geschützte Trommelbremse ist im Alltag weitgehend abgeschirmt. Die Ventilverlängerung erleichtert die Reifenpflege.
Die Marke hinter dem Scooter
VMAX entsteht 2015 in der Schweiz. Die ersten Ideen und Prototypen entwickelt der Gründer Dany im Kanton Aargau. Das Unternehmen nennt Qualität, Präzision, Design und Wertigkeit als zentrale Markenwerte. Nach eigener Darstellung ist VMAX nicht ausschließlich als Importanbieter tätig, sondern verweist auf eine eigene ISO-zertifizierte Produktionsstätte und die Berücksichtigung von Kundenfeedback bei der Weiterentwicklung.
Das Programm umfasst E-Scooter für kompakte Stadtfahrten, Pendelstrecken, komfortorientierte Nutzung und leistungsstärkere Einsätze. Wiederkehrende technische Schwerpunkte sind kräftige Motoren, abgestimmte Controller, größere Akkus, erhöhte IP-Schutzklassen und komfortorientierte Fahrwerke. Beim VX2 Lite zeigt sich diese Ausrichtung unter anderem in der Kombination aus V-Core-25A-Controller, 500 Watt Nennleistung, bis zu 1.400 Watt Spitzenleistung und Federung an beiden Rädern.
Für Deutschland nennt VMAX eine eigene Werkstatt, deutschsprachigen Support, ein Händler- und Servicenetz sowie langfristige Ersatzteilversorgung. Die Herstellergarantie beträgt 24 Monate ab Rechnungsdatum. Akku, Reifen, Ladegerät und Bremsen zählen nach den Garantiebedingungen grundsätzlich zu den ausgenommenen Verschleiß- und Verbrauchsteilen, sofern bei der Lieferung kein Mangel vorliegt.
Darüber hinaus verweist VMAX auf CO₂-neutralen Versand und eine Kooperation mit Greenspark. Eine externe Bewertungsplattform weist für VMAX Mobility 4,6 von 5 Punkten aus mehr als 1.600 Bewertungen aus. Dieser Wert beschreibt Nutzermeinungen und ersetzt keinen technischen Prüfbericht, passt jedoch zum kommunizierten Service-Schwerpunkt.
Fazit zum VMAX VX2 Lite 70 km
Der VMAX VX2 Lite 70 km überzeugt im einwöchigen Test mit einer gelungenen Verbindung aus Fahrkomfort, Leistung und Sicherheitsausstattung. Die Federung an Vorder- und Hinterrad, die 10-Zoll-Tubeless-Luftreifen und das breite gummierte Trittbrett machen sich auf typischen Alltagsstrecken deutlich bemerkbar. Der 624-Wh-Akku, die 130 kg Zuladung, bis zu 1.400 Watt Spitzenleistung und die umfangreiche Beleuchtung ergänzen dieses Konzept sinnvoll.
Besonders passend ist der Scooter für Pendlerinnen und Pendler, längere Stadtfahrten und alle, die eine komfortable 20-km/h-Ausführung mit deutscher Straßenzulassung suchen. Auch bei höherem Körpergewicht bietet die Zuladungsgrenze Spielraum. Wenn ihr das Fahrzeug regelmäßig über Treppen tragen müsst, solltet ihr die 22,7 kg in eure Planung einbeziehen.
Für die genannte Zielgruppe ergibt sich eine klare Kaufempfehlung. Der VMAX VX2 Lite bietet ein ruhiges Fahrwerk, kräftige Beschleunigung, gute Sichtbarkeit und eine flexible Bedienung mit optionaler App-Unterstützung. Im Alltag entsteht dadurch ein stimmiges Gesamtpaket für komfortable und längere Wege im deutschen Straßenverkehr.













