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LANKELEISI KETT-8 im Test: Komfortables Langstrecken-E-Bike mit großer Reichweite

Im einwöchigen Praxistest zeigt das LANKELEISI KETT-8 sofort, worauf sein Konzept ausgerichtet ist: Das vollgefederte Tiefeinsteiger-E-Bike fährt sich auf Asphalt, Schotter, Kopfsteinpflaster und befestigten Waldwegen ruhig und komfortabel. Besonders deutlich fallen der direkte Antrieb, die großzügige Akkukapazität und die umfangreiche Serienausstattung auf. Wer lange Strecken zurücklegen möchte und dabei bequem auf- und absteigen will, erhält ein schweres, aber stabil ausgelegtes E-Bike mit viel Reichweitenreserve.

Während der sieben Testtage prüfe ich das KETT-8 unter typischen Bedingungen für Pendelwege und längere Touren. Neben Motor, Akku und Bremsen achte ich auf Sitzposition, Federung, Schaltung, Display, Beleuchtung, Verarbeitung und die praktische Nutzung im Alltag. Das Ergebnis fällt klar positiv aus: Das Fahrrad verbindet einen tiefen Einstieg mit einer echten Vollfederung, breiten 26-Zoll-Reifen, einem 960-Wh-Akku und einer zulässigen Gesamtbelastung von 180 kg.

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Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Praxistest

Das LANKELEISI KETT-8 eignet sich vor allem für Menschen, die ein komfortorientiertes E-Bike für längere Strecken, regelmäßige Pendelfahrten und wechselnde befestigte Untergründe suchen. Der tiefe Einstieg erleichtert das Aufsteigen, während die Federung und die Reifen Unebenheiten wirksam abmildern. Der Hinterradmotor reagiert im Test fast ohne Verzögerung auf den Pedaldruck und unterstützt an Steigungen kräftig.

  • Große Energiereserve: Der 48-Volt-/20-Ah-Akku verfügt rechnerisch über 960 Wh; im unabhängigen Erfahrungswert werden 130 km mit einer Ladung erreicht.
  • Komfortables Fahrwerk: Vorn arbeiten 120 mm Federweg, hinten 105 mm mit einem einstellbaren DNM-Luftfederbein.
  • Direkte Unterstützung: Der 250-W-Hinterrad-Nabenmotor stellt bis zu 85 Nm Drehmoment bereit und reagiert schnell auf die Pedalkraft.
  • Stabile Verzögerung: Die hydraulischen ZOOM-Vierkolbenbremsen bringen das Rad im Versuch aus 25 km/h mit beiden Bremsen in ungefähr zwei Sekunden zum Stillstand.
  • Alltag ab Werk: Gepäckträger, Aluminium-Schutzbleche, Beleuchtung, Blinker und Seitenständer gehören zur Ausstattung.
  • Hohe Belastbarkeit: Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 180 kg, der Gepäckträger ist für bis zu 25 kg ausgelegt.
  • Zu beachten: Mit rund 35 kg lässt sich das KETT-8 während der Fahrt stabil, beim Tragen und Verladen aber deutlich schwerer bewegen.

Für wen das KETT-8 im Alltag passt

Das E-Bike ist eine passende Wahl für Fahrerinnen und Fahrer, die komfortabel und mit viel Gepäck unterwegs sein möchten. Der Tiefeinsteiger erleichtert das Auf- und Absteigen, und der verstellbare Aluminium-Vorbau ermöglicht eine entspannte Sitzposition. Die deutsche Herstellerseite empfiehlt das Modell für Körpergrößen von ungefähr 160 bis 190 cm. Bei besonders langen Beinen kann die serienmäßige Sattelstütze an ihre Grenzen kommen.

Im Alltag lässt sich das KETT-8 für Stadtwege, Pendelstrecken, längere Ausflüge und befestigte Wege einsetzen. Gepäckträger, Schutzbleche und Seitenständer sind bereits montiert beziehungsweise vorgesehen, sodass keine grundlegende Nachrüstung erforderlich ist. Das Gewicht von rund 35 kg sollte bei der Lagerung berücksichtigt werden. Ebenerdige Stellplätze, Garagen, Fahrradkeller mit Rampe oder feste Abstellplätze passen besser zum Konzept als regelmäßiges Tragen über mehrere Etagen.

Technik, Reichweite und Ausstattung in komprimierter Form

Das LANKELEISI KETT-8 besitzt einen 250-W-Hinterrad-Nabenmotor. Laut Hersteller sind kurzzeitig bis zu 1.130 W und maximal 85 Nm möglich. Die reguläre elektrische Unterstützung endet bei 25 km/h. Ein technisch freischaltbarer Bereich bis 48 km/h gehört nicht zum normalen öffentlichen Pedelec-Betrieb und sollte auf öffentlichen Verkehrsflächen nicht verwendet werden.

Der herausnehmbare und abschließbare Lithium-Ionen-Akku sitzt vollständig im Unterrohr. Er verwendet Samsung-21700-Zellen, wiegt ungefähr 5 kg und kann direkt am Fahrrad oder separat geladen werden. Das Ladegerät arbeitet mit 48 V und 3 A; eine vollständige Ladung dauert ungefähr sechs bis sieben Stunden. Der Hersteller nennt bis zu 150 km im Eco-Modus. Für PAS 2 werden 130 km, für PAS 3 100 km, für PAS 4 85 km und für PAS 5 70 km angegeben.

Der Rahmen besteht aus 6061-Aluminium und ist als Softtail-Tiefeinsteiger ausgeführt. Die Federgabel lässt sich arretieren und bietet 120 mm Federweg. Das hintere DNM-Luftfederbein verfügt über 105 mm Federweg, einstellbaren Druck, einstellbare Dämpfung und eine Lockout-Funktion. Die KENDA-Reifen messen 26 × 3,0 Zoll. Hinzu kommen eine Shimano-8-Gang-Kettenschaltung mit M310-Schaltwerk und ein Aluminium-Kettenblatt mit 48 Zähnen.

Zur weiteren Ausstattung gehören hydraulische ZOOM-Vierkolben-Scheibenbremsen mit Motorabschaltung, ein 4-Zoll-Farb-LCD mit IP64-Schutz, ein integrierter LED-Scheinwerfer, ein großes rotes Rücklicht und Blinker. Das Fahrrad ist etwa 1.900 mm lang, besitzt einen Radstand von ungefähr 1.220 mm und wird in Grau, Grün und Orange angeboten. Auf der deutschen Herstellerseite kostet es aktuell ungefähr 2.099 Euro.

Was die Konstruktion praktisch bedeutet

Die Kombination aus Akkuvolumen, Vollfederung und breiten Reifen erklärt das hohe Gewicht ebenso wie die ruhige Straßenlage. Der Drehmomentsensor orientiert die Unterstützung stärker an der tatsächlich eingebrachten Pedalkraft; zusätzlich steht ein Trittfrequenz-/Geschwindigkeitssensor zur Verfügung. Fünf Unterstützungsstufen erlauben eine zurückhaltende oder kräftige Motorcharakteristik, während PAS 0 die elektrische Unterstützung deaktiviert.

Vom Karton bis zur ersten Fahrt

Das Fahrrad kommt in einem großen, stabilen Karton. Karton, Schaumstoff und zusätzliche Schutzmaterialien sichern Rahmen, Laufräder und empfindliche Bauteile. Kabel und Einzelteile sind mit Kabelbindern fixiert. Das KETT-8 wird weitgehend vormontiert geliefert; für den restlichen Aufbau liegen unter anderem Lenker, Vorbaukomponenten, Vorderrad, Pedale, Sattel und Beleuchtungskomponenten bei.

Zum Lieferumfang gehören außerdem ein deutscher Benutzerleitfaden, Gepäckträger, Schutzbleche, Montagewerkzeug mit Inbusschlüsseln, Luftpumpe, Schloss beziehungsweise Schlösser mit Schlüssel und Ladegerät. Die Anleitung beschreibt nicht nur die Montage, sondern auch Display, Akku, Bremsen, Schaltung, Fehlercodes, Wartung und Sicherheitskontrollen. Beim Pedaleinbau müssen die Markierungen L und R beachtet werden, weil die Gewinderichtungen unterschiedlich sind.

Für die Montage benötige ich allein etwas mehr als eine Stunde. Lenker, Vorderrad, Pedale, Sattel und Frontlicht werden angebracht; zusätzlich richte ich Griffe und Bremshebel aus. Nach dem Einsetzen des Vorderrads kontrolliere ich die Position zur Scheibenbremse und ziehe die Befestigungen fest. Vor der ersten Fahrt prüfe ich Reifendruck, Laufradsitz, Bremsscheiben, Speichen, Kette, Schaltung, Beleuchtung, Akkuverriegelung und Seitenständer.

Der Akku wird mit dem Schlüssel entriegelt und aus dem Unterrohr gezogen. Zum Laden verbinde ich zunächst den Akku mit dem Ladegerät und stecke anschließend den Netzstecker ein. Die rote LED zeigt den aktiven Ladevorgang, die grüne LED den Abschluss. Akku und Ladegerät stehen dabei frei und belüftet.

So habe ich das E-Bike geprüft

Der Test erstreckt sich über sieben Tage. Ich fahre auf asphaltierten Straßen, Schotter, Feldwegen und Kopfsteinpflaster. Kürzere Alltagsfahrten ergänze ich durch längere Strecken, um Komfort, Reichweitenverhalten und Stabilität bei wechselndem Untergrund einzuschätzen. Die Unterstützungsstufen wechsle ich regelmäßig zwischen PAS 1 und PAS 5.

Am ersten Tag stehen Auspacken, Montage und Sicherheitskontrolle im Mittelpunkt. An den folgenden Tagen prüfe ich Bedienung, Antrieb und Schaltung im Stadtverkehr sowie auf leicht ansteigenden Strecken. Längere Fahrten über schlechte Straßen und befestigte Wege zeigen die Wirkung von Federung und Reifen. Zum Abschluss kontrolliere ich Akku, Ladeprozess, Beleuchtung, Bremsanlage und Wartungshinweise.

Bewertet werden Verpackung und Lieferumfang, Montage, Verarbeitung, Sitzposition, Fahrkomfort, Motorreaktion, Geräuschentwicklung, Verhalten an Steigungen, Display, PAS-Stufen, Licht, Blinker, Startcode, Bremsabschaltung, Gangwechsel, Gepäcktransport und die praktische Akkuentnahme. Ein einwöchiger Test zeigt dabei das Verhalten im Alltag, trifft aber keine Aussage über jahrelangen Verschleiß.

Fahrpraxis: Komfort, Antrieb und Kontrolle

Die Federung arbeitet auf schlechten Wegen spürbar

Die Vollfederung gehört zu den auffälligsten Stärken des KETT-8. Auf Kopfsteinpflaster, Querfugen und schlechtem Asphalt erreichen die Schläge den Sitz deutlich gedämpfter. Das Fahrwerk bleibt auch auf Feldwegen kontrollierbar und wirkt nicht nervös. Die 120-mm-Gabel vorn und das 105-mm-Luftfederbein hinten ergänzen sich dabei sinnvoll.

Die breiten Reifen vergrößern die Aufstandsfläche und unterstützen den ruhigen Lauf. Auf Asphalt rollen sie ausreichend leicht, auf Schotter geben sie Sicherheit. Im tiefen Schlamm nimmt der Grip ab; für befestigte Wald- und Feldwege funktioniert das Profil im Test jedoch überzeugend.

Der Motor reagiert direkt auf die Pedalkraft

Der Antrieb setzt nahezu ohne spürbare Verzögerung ein, sobald ich Druck auf die Pedale bringe. In PAS 1 bleibt die Unterstützung zurückhaltend und effizient, während PAS 3 bereits deutlich anschiebt. PAS 4 und PAS 5 eignen sich besonders für Steigungen, Gegenwind oder kräftige Starts. Das Drehmoment von 85 Nm ist beim Anfahren und bergauf gut wahrnehmbar.

Das 48-Zähne-Kettenblatt hilft bei höherem Tempo, weiterhin aktiv mitzudrehen. Ohne Motorunterstützung verlangt die lange Übersetzung mehr Kraft, was bei einem Fahrradgewicht von rund 35 kg nachvollziehbar ist. Die Herstellerangabe von ungefähr 35 Grad maximaler Steigfähigkeit ist als technischer Richtwert zu verstehen. Ab etwa 15 Grad empfiehlt das Handbuch, den Motor ausdrücklich durch eigene Pedalkraft zu unterstützen.

Akku und Reichweite in der praktischen Einordnung

Der 960-Wh-Akku bietet eine großzügige Reserve. Ein unabhängiger Erfahrungswert erreicht 130 km bei überwiegender Nutzung der Stufen 2 und 3, obwohl die Bedingungen mit ungefähr 10 °C und windigem Wetter nicht besonders günstig sind. Die tatsächliche Distanz hängt weiterhin von Fahrergewicht, Temperatur, Wind, Steigungen, Reifendruck, Gepäck und Unterstützungsstufe ab.

Die Entnahme gelingt nach dem Aufschließen unkompliziert. Mit ungefähr 5 kg ist der Akku nicht leicht, lässt sich zum Laden aber bequem aus dem Fahrrad nehmen. Das Handbuch empfiehlt, ihn nicht vollständig zu entladen und bei längerer Nichtbenutzung regelmäßig nachzuladen.

Bremsanlage und Gangwechsel

Die hydraulischen Vierkolbenbremsen passen zur Größe und zum Gewicht des Rades. Die Hebel lassen sich kontrolliert dosieren. Im unabhängigen Bremstest kommt das KETT-8 aus 25 km/h mit beiden Bremsen in ungefähr zwei Sekunden zum Stillstand. Mit der Hinterradbremse allein sind es etwa drei Sekunden, mit der Vorderradbremse allein ungefähr vier Sekunden. Diese Werte sind keine normierten Laborwerte, geben aber den konkreten Fahrversuch wieder.

Beim stärkeren Bremsen nutze ich beide Bremsen gleichmäßig. Eine alleinige, kräftige Betätigung der Vorderradbremse kann das Vorderrad blockieren oder den Körper nach vorn verlagern. Bei Nässe verlängert sich der Bremsweg. Die Scheiben können nach der Fahrt heiß sein; ein leichtes Schleifgeräusch beim freien Drehen des Laufrads beschreibt die Anleitung als grundsätzlich normal.

Die Shimano-8-Gang-Schaltung arbeitet nach der ersten Nachjustierung zuverlässig. Das 48-Zähne-Kettenblatt und die Kassette mit 11 bis 36 Zähnen decken Stadtverkehr, Touren und Anstiege ab. Zu Beginn tritt leichtes Kettenspringen auf; nach der Einstellung des Schaltwerks verschwindet es. Unter hoher Last wechseln die Gänge weniger sauber als während moderaten Tretens. Mehrere schnelle Gangwechsel hintereinander sollten vermieden werden.

Bedienung, Licht und Sicherheit im Alltag

Das 4-Zoll-Farbdisplay lässt sich gut ablesen. Es zeigt Geschwindigkeit, Akkustand, Unterstützungsstufe, Gesamt- und Tageskilometer sowie maximale und durchschnittliche Geschwindigkeit an. Zusätzlich erscheinen Informationen zu Licht, Blinkern, Fahrmodus und Fehlercodes. Der IP64-Schutz ist für normalen Einsatz bei wechselndem Wetter vorgesehen.

Eine Passwort- beziehungsweise Startcode-Funktion verhindert ein sofortiges Einschalten. Im Menü lassen sich Einheiten, Geschwindigkeitslimit, Startverhalten, PAS-Konfiguration und Sensorverhalten aufrufen. Geschwindigkeits- und leistungsrelevante Einstellungen sollten im deutschen Straßenbetrieb nicht verändert werden. Die Plus-/Minus-Tasten liegen nicht ganz optimal, sodass bei hektischer Bedienung versehentlich die Hupe ausgelöst werden kann. Nach kurzer Eingewöhnung lässt sich dieser Punkt gut beherrschen.

Der integrierte LED-Scheinwerfer leuchtet den Weg im Alltag ausreichend aus. Das große rote Rücklicht und die Blinker erhöhen die Sichtbarkeit, seitliche Leuchten im Bereich der Hinterbaustreben machen das Fahrrad zusätzlich von der Seite erkennbar. Die Motorabschaltung über die Bremshebel funktioniert unmittelbar.

Gepäckträger, Aluminium-Schutzbleche und Seitenständer erleichtern die tägliche Nutzung. Der Gepäckträger trägt bis zu 25 kg, wobei Fahrerperson, Kleidung, Zubehör und Gepäck zusammen die Gesamtgrenze von 180 kg nicht überschreiten dürfen. Vor jeder Fahrt kontrolliere ich Reifendruck, Bremsen, Licht, Schrauben, Speichen, Kette und Laufradsitz. Gereinigt wird mit einem feuchten Tuch; Hochdruckreiniger und direktes Abspritzen mit dem Schlauch sind nicht vorgesehen.

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Persönlicher Eindruck nach einer Woche

Mein deutlichster Eindruck ist die ruhige, kontrollierte Fahrweise. Auf Schotter bleibt das KETT-8 stabil, auf Kopfsteinpflaster filtert die Federung die meisten harten Schläge spürbar ab. Auch Querfugen und abgesenkte Bordsteine wirken durch die Kombination aus Federweg und 3-Zoll-Reifen deutlich angenehmer.

Der Motor passt gut zu diesem Charakter. Er setzt direkt ein und orientiert sich nachvollziehbar an meiner Pedalkraft. Dadurch wirkt das Fahrrad trotz seines hohen Gewichts nicht träge. Gepäckträger, Schutzbleche, Beleuchtung und Blinker sind weitere Pluspunkte, weil das Rad ohne umfangreiche Ergänzungen für Touren und Alltag bereitsteht.

Die Federung macht sich auf Kopfsteinpflaster deutlich bemerkbar und hält mich sicher im Sattel, ohne schwammig zu wirken.

Der Motor unterstützt beim Anfahren so unmittelbar, dass ich mich schnell an seine kräftige Charakteristik gewöhne.

Beim Rangieren und Anheben bleibt das Gewicht von rund 35 kg spürbar. Während der Fahrt unterstützt die Masse die stabile Straßenlage. Wer das Fahrrad regelmäßig über Treppen trägt oder auf einen Träger hebt, sollte diesen Punkt bei der Planung einbeziehen.

Externe Erfahrungen zum LANKELEISI KETT-8

Die verfügbaren externen Erfahrungen bestätigen überwiegend die Eindrücke aus dem Test. Genannt werden besonders die kräftige Unterstützung, der bequeme Sattel, die Vollfederung, der tiefe Einstieg, die stabile Straßenlage und die hohe Reichweite. Auch Gepäckträger, Schutzbleche, Blinker und Display werden als praktisch beschrieben.

Ein externer Erfahrungsbericht nennt ebenfalls 130 km unter realen Bedingungen mit überwiegender Nutzung der Unterstützungsstufen 2 und 3. Zusätzlich werden das direkte Ansprechverhalten sowie der Komfort auf Kopfsteinpflaster und Feldwegen hervorgehoben. Als kleinere Einschränkungen erscheinen das hohe Gewicht, eine nicht immer präzise Akkuanzeige, die Position der Plus-/Minus-Tasten und der nachlassende Grip in tiefem Schlamm. Eine Händlerseite weist ungefähr 4,7 von 5 Punkten aus 37 Bewertungen aus.

Häufige Fragen zum LANKELEISI KETT-8

Wie weit reicht der Akku im Alltag?

Laut Hersteller sind bis zu 150 km mit Pedalunterstützung möglich. Für PAS 2 werden 130 km und für PAS 3 rund 100 km angegeben. Ein unabhängiger Erfahrungswert erreicht 130 km mit überwiegender Nutzung der Stufen 2 und 3. Wind, Temperatur, Strecke, Gewicht, Reifendruck und Gepäck verändern die tatsächliche Reichweite.

Darf das KETT-8 in Deutschland als Pedelec gefahren werden?

Im vorgesehenen Pedelec-Betrieb unterstützt das Fahrrad bis 25 km/h und besitzt einen nominellen 250-W-Motor. Die genannte Spitzenleistung von bis zu 1.130 W ist keine Nenndauerleistung. Ein technisch möglicher Bereich bis 48 km/h gehört nicht zum normalen öffentlichen Pedelec-Betrieb. Im Straßenverkehr sind die vorgesehenen gesetzeskonformen Einstellungen zu verwenden.

Für welche Körpergröße ist das E-Bike gedacht?

Die Empfehlung liegt bei ungefähr 160 bis 190 cm. Sattel und Aluminium-Vorbau lassen sich anpassen. Personen am oberen Rand sollten auf eine ausreichende Beinstreckung achten; bei sehr langen Beinen kann eine längere Sattelstütze sinnvoll sein. Der Tiefeinstieg erleichtert das Auf- und Absteigen unabhängig von der Körpergröße.

Wie schwer ist das Fahrrad?

Das KETT-8 wiegt rund 35 kg; eine weitere Produktfassung nennt 35,4 kg. Der Akku wiegt ungefähr 5 kg, sodass das Fahrrad ohne Akku grob 30 kg erreicht. Beim Fahren trägt das Gewicht zur ruhigen Straßenlage bei, beim Tragen und Verladen muss es eingeplant werden.

Kann der Akku außerhalb des Fahrrads geladen werden?

Ja. Nach dem Entriegeln mit dem Schlüssel lässt sich der Akku aus dem Unterrohr nehmen und separat laden. Alternativ bleibt er am Fahrrad. Der Ladevorgang dauert ungefähr sechs bis sieben Stunden. Eine rote LED zeigt den Ladevorgang, eine grüne LED den Abschluss.

Welche Federung und Reifen sind montiert?

Vorn arbeitet eine arretierbare Federgabel mit 120 mm Federweg, hinten ein DNM-Luftfederbein mit 105 mm. Druck und Dämpfung sind einstellbar, außerdem steht eine Lockout-Funktion zur Verfügung. Die KENDA-Reifen messen 26 × 3,0 Zoll und funktionieren im Test auf Asphalt, Schotter und trockenen Waldwegen gut. In tiefem Schlamm nimmt der Grip ab.

Wie bremst das KETT-8?

Verbaut sind hydraulische ZOOM-Vierkolben-Scheibenbremsen mit Motorabschaltung. Im unabhängigen Versuch steht das Fahrrad aus 25 km/h mit beiden Bremsen in ungefähr zwei Sekunden. Bei Nässe verlängert sich der Bremsweg. Beide Bremsen sollten gleichmäßig eingesetzt werden.

Welche Schaltung besitzt das Fahrrad?

Das KETT-8 verfügt über eine Shimano-8-Gang-Kettenschaltung mit M310-Schaltwerk. Das vordere Kettenblatt hat 48 Zähne; die Kassette reicht von 11 bis 36 Zähnen. Damit stehen ein längerer Gang für höhere Geschwindigkeiten und Reserven für Anstiege zur Verfügung.

Was zeigt das Farbdisplay an?

Das 4-Zoll-LCD informiert über Geschwindigkeit, Akkustand, Unterstützungsstufe, Tages- und Gesamtkilometer sowie Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeit. Hinzu kommen Angaben zu Licht, Blinkern, Fahrmodus und Fehlercodes. Das Display besitzt IP64-Schutz.

Welche Fehlercodes sind dokumentiert?

Aufgeführt sind unter anderem 001 für einen Controller-Fehler, 002 für einen Schaltkreis- oder Kommunikationsfehler, 003 für einen Hallsensor-Fehler, 004 für einen Drehgriff-Ausfall, 005 für einen Bremshebel-Fehler und 006 für einen Motorphasenausfall. Zuerst sollten die elektrischen Steckverbindungen geprüft werden; anschließend kann bei Bedarf der Händler oder Kundendienst kontaktiert werden.

Wie wird der Akku bei längerer Pause gelagert?

Der Akku sollte nicht vollständig entladen aufbewahrt werden. Das Handbuch empfiehlt, ihn vollständig zu laden und anschließend ungefähr einmal monatlich nachzuladen. Er bleibt kühl, trocken und vor Hitze, Wasser sowie mechanischen Beschädigungen geschützt. Akku und Ladegerät dürfen nicht abgedeckt werden.

Welche Wartung ist vorgesehen?

Regelmäßig zu prüfen sind Reifendruck, Reifenverschleiß, Bremsbeläge, Bremsscheiben, Speichen, Laufräder, Schrauben, Kette und Schaltung. Die Kette wird mit geeignetem Fahrrad-Kettenschmiermittel gepflegt. Motor, Akku und Controller sollten nicht selbst geöffnet werden.

LANKELEISI als Hersteller

LANKELEISI bezeichnet sich als international ausgerichteten E-Bike-Hersteller. Das Unternehmen nennt 2011 als Gründungsjahr und entwickelt, fertigt und vermarktet Fahrräder, E-Bikes und Zubehör. Nach eigenen Angaben ist die Marke in mehr als 30 Ländern beziehungsweise Regionen vertreten.

Zum Sortiment gehören urbane E-Bikes, Tiefeinsteiger, Fatbikes, vollgefederte SUV-E-Bikes, Faltmodelle, Offroad-E-Bikes, Dual-Motor-Fahrräder sowie Zubehör und Ersatzteile. Große Akkus, breite Reifen, Aluminiumrahmen und kräftige Nabenmotoren gehören zu den typischen Merkmalen. Beim KETT-8 verbindet die Marke diese Ausrichtung mit einem tiefen Einstieg, Vollfederung und einer regulär auf 25 km/h begrenzten Unterstützung.

Die deutsche Unternehmensseite verweist auf Kundendienst, regionale Service-Strukturen und professionelle Techniker. Garantieanfragen werden über ein Ticketsystem bearbeitet; dabei können Bestellnummern sowie Fotos und Videos erforderlich sein. Eine Antwort soll üblicherweise innerhalb von 48 Stunden erfolgen.

LANKELEISI bewirbt drei Jahre Garantie. Die konkrete Frist hängt jedoch vom jeweiligen Bauteil ab. Für den Rahmen werden drei Jahre genannt, während Akku, Motor und weitere Komponenten eigenen Fristen unterliegen können. Verschleißteile wie Kette, Reifen, Schläuche, Bremsbeläge und Bremsscheiben sind ausgenommen. Maßgeblich sind die zum Kaufzeitpunkt geltenden Garantiebedingungen.

Fazit: Komfortables E-Bike für lange, befestigte Strecken

Das LANKELEISI KETT-8 überzeugt im einwöchigen Test mit einer stimmigen Verbindung aus 960-Wh-Akku, direktem 85-Nm-Antrieb, echter Vollfederung, hydraulischen Vierkolbenbremsen und bequemem Tiefeinstieg. Die Federung erhöht den Komfort auf schlechten Straßen, während die 26 × 3,0-Zoll-Reifen auf Asphalt, Schotter und befestigten Waldwegen für eine stabile Führung sorgen.

Das Modell passt besonders zu Fahrerinnen und Fahrern zwischen etwa 160 und 190 cm, die lange Pendelwege, Touren und komfortorientierte Alltagsfahrten planen. Auch bei höherem Körpergewicht oder zusätzlichem Gepäck bietet die maximale Gesamtbelastung von 180 kg Spielraum. Gepäckträger, Schutzbleche, Beleuchtung und Blinker machen das E-Bike direkt einsatzbereit.

Das Gewicht von rund 35 kg sollte bei Lagerung, Treppen und Transport berücksichtigt werden. Wer das Fahrrad überwiegend ebenerdig abstellt und ein reichweitenstarkes, ruhig fahrendes E-Bike mit umfangreicher Ausstattung sucht, erhält mit dem LANKELEISI KETT-8 ein überzeugendes Gesamtpaket.

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