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RayNeo GT Max im Test: Erfahrungen mit der kabelgebundenen AR/XR-Brille

Ein virtuelles Großbild mit einer Diagonale von bis zu 307 Zoll, räumliche Bildstabilisierung und ein Micro-OLED-Display gehören zu den auffälligsten Merkmalen der RayNeo GT Max AR/XR-Brille. Ich prüfe in diesem Bericht, wie sich das Modell im täglichen Gebrauch schlägt. Neben Bildqualität und Technik berücksichtige ich deshalb auch die Passform, die Bedienung, den Klang, die Verbindung zu verschiedenen Geräten und die praktischen Folgen des kabelgebundenen Aufbaus.

Die Brille richtet sich an Gamer, Filmbegeisterte, Pendlerinnen und Pendler sowie an technisch interessierte Menschen, die Smartphone, Notebook oder Handheld um eine große private Anzeige erweitern möchten. Für den Betrieb ist jedoch stets eine geeignete USB-C-Quelle mit DisplayPort Alt Mode notwendig. Wer ein vollständig eigenständiges und kabelloses Gerät erwartet, findet in diesem Konzept nicht die passende Lösung.

Produktprofil und technische Ausstattung

  • Bezeichnung: RayNeo GT Max AR/XR-Brille
  • Bauart: Kabelgebundene AR/XR-Displaybrille mit virtuellem Bildschirm
  • Preis: ungefähr 459 Euro
  • Gerätekennungen: CJA6DS04FAWA und XRGF41

Wichtige technische Werte:

  • Tandem-Micro-OLED mit einem SeeYa-Panel von 0,6 Zoll
  • Auflösung von 1.920 × 1.080 Pixeln
  • 59 Grad Sichtfeld und 38 PPD
  • Virtuelle Darstellungen mit etwa 227, 267 oder 307 Zoll
  • Bis zu 120 Hz in 2D und 60 Hz in 3D
  • Bis zu 1.200 Nits wahrgenommene Helligkeit außerhalb des Pinned-Modus
  • Bis zu 336 Nits im Pinned-Modus laut Hersteller
  • Kontrastverhältnis von 200.000:1
  • 98 Prozent DCI-P3, 145 Prozent sRGB und eine Farbabweichung von ΔE unter 2
  • Peacock Optical Engine 3.0 Max und Vision-4000-Chip
  • Zone-360-Chip mit integriertem nativem 3DoF
  • Vier Racetrack-Lautsprecher in Back-to-Back-Anordnung
  • Abstimmung des Audios in Zusammenarbeit mit Bang & Olufsen
  • Head-Tracked Spatial Audio und Whisper Mode 2.0
  • Gewicht: 78 Gramm
  • IPD-Größen S unter 64 Millimetern, M von 64 bis 67 Millimetern und L über 67 Millimetern
  • Versorgung mit 5 V und 1,5 A über das angeschlossene Gerät
  • USB-C mit DisplayPort Alt Mode, kein eigener Hauptakku
  • NCVM-Verbundoberfläche mit feiner Sandstrahlstruktur

Zum Lieferumfang gehören USB-C-Kabel, Transportetui, Reinigungstuch, Anleitung sowie Garantie- und Sicherheitshinweise. Für die Anpassung liegen drei Nasenpads und vier Anti-Rutsch-Pads bei. Brillenträgerinnen und Brillenträger erhalten außerdem einen Muster-Einsatz, anhand dessen separat anzufertigende Korrekturgläser hergestellt werden können.

Besondere Funktionen im Überblick

Das 59-Grad-Sichtfeld lässt die virtuelle Fläche vergleichsweise groß erscheinen, obwohl kein physischer Monitor vorhanden ist. Die integrierte 3DoF-Technik stabilisiert die Darstellung bei Kopfbewegungen. 3DoF beschreibt dabei die Erfassung von Drehungen des Kopfes; eine freie Positionsverfolgung im Raum wie bei 6DoF findet nicht statt.

  • Follow: Die Anzeige bleibt dem Blickfeld zugeordnet.
  • Steady: Bewegungen werden für wechselnde Umgebungen geglättet.
  • Pinned: Die virtuelle Fläche bleibt an einer räumlichen Stelle verankert.
  • Bildformate: 2D, 3D, SBS-3D, HDR-Aufbereitung und 2D-zu-3D-Umwandlung werden unterstützt.
  • Audio: Das Open-Ear-System gibt räumlichen Klang wieder, ohne die Ohren vollständig zu verschließen.

Die Kombination aus großem Sichtfeld, mehreren IPD-Stufen und den austauschbaren Auflagen erweist sich im Test als praktisch. Gleichzeitig verteilt sich die Full-HD-Auflösung über eine große Fläche. Filme und Spiele profitieren davon stärker als sehr kleine Schrift oder detailreiche Desktop-Elemente.

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So läuft mein Praxistest ab

Prüfkriterien und Testzeitraum

Ich nutze die RayNeo GT Max an sieben aufeinanderfolgenden Tagen. Dabei prüfe ich Verpackung, Materialqualität, Sitz, optische Ausrichtung, Bilddarstellung, räumliche Modi, Bedienelemente, Ton, Kompatibilität und Alltagstauglichkeit. Zum Einsatz kommen Videowiedergabe, Gaming, Desktopdarstellung und kurze 3D-Szenarien.

Die Prüfung findet sowohl am Schreibtisch als auch in einer bewegten Umgebung statt. Dadurch lassen sich die Unterschiede zwischen Follow, Steady und Pinned nachvollziehen. Zusätzlich achte ich auf Druckstellen, Erwärmung, Augenkomfort und die Energiebelastung des angeschlossenen Geräts.

Einrichtung und Anpassung

Ich führe den Test als 23-jähriger Redakteur mit technischem Hintergrund durch. Vor einer längeren Nutzung wähle ich zunächst die passende IPD-Größe aus. Danach probiere ich die drei Nasenpads sowie die Anti-Rutsch-Pads aus, bevor ich Helligkeit, Bildgröße und räumliche Darstellung bewerte.

RayNeo empfiehlt, die erste Nutzung auf weniger als 30 Minuten zu beschränken und die Dauer anschließend langsam zu steigern. Diesen Hinweis berücksichtige ich. Die sieben Tage reichen für eine Einschätzung von Bedienung, Komfort und Bildqualität aus, erlauben aber keine Aussage über die Stabilität nach mehreren Monaten.

Auspacken und erster Eindruck

Die Brille liegt geschützt in der Verpackung, während die Anpassungsteile übersichtlich in einem geformten Einsatz untergebracht sind. Kabel, Etui, Reinigungstuch und Dokumente sind leicht zuzuordnen. Das Etui nimmt die Brille sicher auf und bietet zusätzlich Raum für das Kabel.

Das Gehäuse besitzt eine stromlinienförmige Form und eine fein sandgestrahlte NCVM-Oberfläche. Fingerabdrücke lassen sich mit dem Tuch schnell entfernen. An Bügelübergängen, Tasten und Nasenauflage entdecke ich keine sichtbaren Verarbeitungsmängel. Die 78 Gramm sind beim Anheben spürbar, bleiben für eine elektronische Brille jedoch gut handhabbar.

Ergebnisse aus sieben Nutzungstagen

Tag eins: Sitz und Verarbeitung

Die Oberfläche fühlt sich gleichmäßig und griffig an. Die Bügel machen einen stabilen Eindruck, sollten laut Support jedoch nicht mit Kraft aufgebogen werden. Die Nasenpads verändern die Höhe des Bildes und den Abstand zu den Augen merklich. Für eine gute Darstellung ist daher zunächst die mechanische Anpassung wichtiger als die Wahl der Bildgröße.

Mit korrekt gewählter IPD erscheint die Bildmitte klar. Bei einer unpassenden Einstellung verschlechtert sich der optische Eindruck rasch. Die Anti-Rutsch-Pads helfen, wenn sich die Brille beim Aufstehen oder bei schnellen Kopfbewegungen verschiebt. Das Austauschen der Nasenpads dauert nur kurz, erfordert aber etwas Sorgfalt.

Tag zwei: Bild und virtuelle Diagonalen

Das Tandem-Micro-OLED erzeugt tiefe Schwarztöne, kräftige Farben und einen hohen Kontrast. Filme wirken dadurch plastisch, während die Farbwerte eine lebendige, aber nicht grundsätzlich überzeichnete Darstellung ermöglichen. Das Ergebnis hängt dennoch von Quelle, Helligkeit und persönlicher Wahrnehmung ab.

Die drei virtuellen Größen verändern den Eindruck deutlich. 227 Zoll lassen sich vergleichsweise leicht vollständig überblicken, 267 Zoll bilden einen ausgewogenen Mittelwert und 307 Zoll erzeugen den stärksten Großbildcharakter. Diese Angaben beschreiben Bildschirmäquivalente und keine tatsächlich vorhandene Leinwand.

Full HD reicht für Filme und Spiele gut aus. Kleine Schriften zeigen jedoch die Grenze der 38 PPD, also der wahrgenommenen Pixel pro Grad Sichtfeld. Die Bildmitte bleibt im Test klarer als die Randbereiche. Wie deutlich dieser Unterschied ausfällt, hängt von IPD, Nasenauflage, Sitz und individueller Augenform ab.

Tag drei: Helligkeit und Profile

Die Helligkeit lässt sich über zwölf normale Stufen und drei Gain-Stufen anpassen. In Innenräumen genügt meist eine mittlere Einstellung. Für hellere Räume steht eine größere Reserve bereit, wobei die Umgebung weiterhin Einfluss auf den Kontrast hat.

Standard, Film, Augenschutz und Büro setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Der Filmmodus wirkt kräftiger, während Büro und Augenschutz längere Desktopphasen angenehmer gestalten können. OptiCare arbeitet mit einer Hochfrequenzdimmung von 3.840 Hz. Die genannten TÜV-SÜD-Zertifizierungen beziehen sich auf Eye Comfort, Low Blue Light und Flicker Free.

Bei starkem Umgebungslicht fehlt eine integrierte mehrstufige elektrochrome Verdunkelung. Ein optionaler Lens Shade kann in solchen Situationen unterstützen, gehört jedoch nicht zum beschriebenen Standardumfang. Wie relevant das ist, hängt von Fensterlicht, Raumhelligkeit und persönlicher Empfindlichkeit ab.

Tag vier: Räumliche Modi und Tracking

Follow hält die Anzeige im Blickfeld und passt sich dadurch an veränderte Sitzpositionen an. Steady reduziert wahrgenommene Bewegungen und wirkt in einer simulierten Zug- oder Flugzeugsituation besonders angenehm. Pinned verankert das Display im Raum und gefällt mir vor allem am Schreibtisch.

Das native 3DoF arbeitet ohne zusätzlichen Tracking-Computer. Drehungen des Kopfes werden in drei Freiheitsgraden berücksichtigt. Eine Bewegung des gesamten Körpers durch den Raum erkennt die Brille nicht, für Filme, Spiele und große Desktopflächen reicht die Stabilisierung im Test jedoch aus.

Tag fünf: Gaming und Energieverbrauch

Bei einer geeigneten Quelle erreicht die Anzeige in 2D bis zu 120 Hz. Schnelle Bewegungen und Fensterwechsel erscheinen dann flüssig. Ob diese Frequenz tatsächlich anliegt, bestimmen aber auch Host-Gerät, Kabel, Adapter und Signal.

Beim Spielen hilft die große virtuelle Fläche, den Blick konzentriert auf das Geschehen zu richten. Das Verbindungskabel bleibt dabei präsent, weil es Bild, Ton und Strom überträgt. Am Smartphone kann die Belastung den Akku schneller leeren. Eine leichte Erwärmung des Telefons oder Anschlussbereichs ist unter dieser Last möglich, fällt je nach Gerät aber unterschiedlich aus.

Tag sechs: Klang und Bedienelemente

Die vier Lautsprecher geben Stimmen verständlich und Effekte räumlich wieder. Head-Tracked Spatial Audio verändert die Wahrnehmung passend zu Kopfbewegungen. Bei Filmton und Spielen gefällt mir die Abstimmung, die gemeinsam mit Bang & Olufsen entwickelt wird.

Das Open-Ear-Prinzip lässt den Klang in ruhiger Umgebung aus kurzer Entfernung hörbar werden. Whisper Mode 2.0 verringert den Schallaustritt, macht die Wiedergabe aber nicht vollständig privat. Für öffentliche Räume reicht die Diskretion häufig aus; bei vertraulichen Inhalten sollte die Umgebung dennoch berücksichtigt werden. Ein optionaler Sound Tube kann den Schall gezielter zum Ohr führen.

Die Bedientasten sind sinnvoll angeordnet. Eine Taste öffnet das Menü, eine weitere regelt die Lautstärke und die dritte verändert den räumlichen Modus. Durch gemeinsames Drücken von Lautstärke- und Modustaste wechselt die Brille zwischen 2D und 3D. Die Tastenkombination ist praktisch, braucht anfangs aber etwas Übung.

Tag sieben: 3D und Verbindungen

Native 3D-Inhalte und SBS-3D werden mit bis zu 60 Hz unterstützt. Bei Side-by-Side-Material müssen die Teilbilder korrekt angeordnet sein. Die direkte Umschaltung an der Brille erleichtert die Kontrolle.

Die 2D-zu-3D-Konvertierung funktioniert nur mit geeigneten Geräten aus bestimmten iPhone-15-, iPhone-16- und iPhone-17-Serien. iPhone 16e, iPhone 17e und iPhone Air sind ausgenommen. Im Test wirkt die Umwandlung weniger zuverlässig als die normale 2D-Wiedergabe, da das Ergebnis stark vom Ausgangsmaterial abhängt.

Ein USB-C-Stecker allein genügt nicht. Der Anschluss muss DisplayPort Alt Mode unterstützen. Geeignete iPads, Android-Geräte, MacBooks, Windows-Notebooks und USB-C-Handhelds können direkt funktionieren. HDMI-Quellen, ältere Lightning-Geräte und bestimmte Konsolen benötigen aktive Adapter sowie teilweise eine zusätzliche Stromversorgung.

Komfort, Alltag und wichtige Voraussetzungen

Passform für unterschiedliche Nutzerinnen und Nutzer

Die 78 Gramm verteilen sich im Test ordentlich auf Nase und Bügel. Im Vergleich zu einer normalen Brille ist das Gewicht dennoch spürbar. Die richtige IPD-Stufe beeinflusst den optischen Sweet Spot erheblich. S steht für weniger als 64 Millimeter, M für 64 bis 67 Millimeter und L für mehr als 67 Millimeter.

Die drei Nasenpads erlauben eine brauchbare Anpassung von Höhe und Abstand. Anti-Rutsch-Pads stabilisieren den Sitz bei Bewegungen. Brillenträgerinnen und Brillenträger können den Muster-Einsatz für separat angefertigte Gläser verwenden. RayNeo nennt dabei Korrekturen bis ungefähr minus 10,00 dpt und Astigmatismus bis etwa minus 2,00 dpt.

Stromversorgung und Sicherheit

Die Brille besitzt keinen eigenen Hauptakku. Das angeschlossene Gerät liefert Bild, Ton und Energie mit 5 V bei 1,5 A. Dadurch bleibt die Brille vergleichsweise kompakt, während das Host-Gerät bei langen Sitzungen stärker beansprucht wird.

Für eine angenehme Nutzung sollten IPD, Nasenpads, Helligkeit und Sitz bei Druckgefühl oder Augenmüdigkeit erneut kontrolliert werden. Die empfohlene Eingewöhnung unter 30 Minuten zu Beginn ist sinnvoll. Wie lange die Brille individuell komfortabel bleibt, hängt von Gesichtsform, Sehgewohnheiten und persönlicher Empfindlichkeit ab.

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Persönliche Bewertung

Mein Eindruck fällt überwiegend positiv aus. Die RayNeo GT Max wirkt im Gebrauch weniger wie ein Technikversuch und eher wie ein persönlicher Bildschirm für Filme, Spiele und große Benutzeroberflächen. Besonders das breite Sichtfeld und die drei räumlichen Modi machen sich bemerkbar, wenn die Anzeige nicht wie ein kleiner schwebender Monitor, sondern wie eine große Fläche wirken soll.

Die Bildmitte bleibt bei Filmen und Spielen klar sowie kontrastreich; kleine Schrift macht dagegen die Grenzen der 38 PPD sichtbar.

Die Mischung aus 78 Gramm, mehreren IPD-Größen und wechselbaren Nasenpads gefällt mir. Die Anpassung erfolgt nicht automatisch, bietet aber genügend Möglichkeiten für eine präzisere Positionierung. Auch die direkte Steuerung am Rahmen ist hilfreich, weil Lautstärke und räumlicher Modus ohne Griff zum Smartphone geändert werden können.

Steady passt am besten zu bewegten Umgebungen, während Pinned am Schreibtisch die ruhigste Darstellung liefert.

Die Randdarstellung, der fehlende integrierte Verdunkelungsmechanismus und die Abhängigkeit vom Host-Gerät bleiben Punkte, die vor dem Kauf berücksichtigt werden sollten. Bei maximaler Bildgröße kann die Randzone weniger scharf wirken oder sich schwerer vollständig überblicken lassen. Eine sorgfältige Einstellung von IPD und Nasenpad reduziert diesen Eindruck, wobei individuelle Unterschiede bestehen.

Häufige Fragen zur RayNeo GT Max

Wie wird die Brille betrieben?

Ein kompatibles Gerät überträgt über USB-C Bild, Ton und Strom. Voraussetzung ist DisplayPort Alt Mode. Die virtuelle Anzeige basiert auf Micro-OLED, während natives 3DoF die Darstellung abhängig von Kopfbewegungen stabilisiert.

Welche virtuelle Größe steht zur Verfügung?

Die wählbaren Bildschirmäquivalente liegen bei ungefähr 227, 267 und 307 Zoll. Die Standardauswahl beträgt 267 Zoll. Für das tatsächliche Empfinden sind zusätzlich Sichtfeld, Sitz, IPD und Abstand zu den Augen maßgeblich.

Ist die Darstellung für Text geeignet?

Große Oberflächen, Menüs und Videobilder lassen sich gut nutzen. Bei sehr kleiner Schrift zeigt die Auflösung von 1.920 × 1.080 Pixeln in Verbindung mit 38 PPD Grenzen. Für längere Textarbeit ist eine präzise Positionierung besonders wichtig.

Unterstützt das Modell 120 Hz?

In 2D sind bis zu 120 Hz möglich, sofern Quelle, Kabel und Adapter dies ebenfalls ermöglichen. Bei 3D beträgt die angegebene Bildrate 60 Hz. Die höhere Frequenz kann Bewegungen in Spielen und Videos flüssiger erscheinen lassen.

Welcher Modus passt zu Zug und Flugzeug?

Steady eignet sich am besten für bewegte Umgebungen, weil der Modus wahrgenommene Bewegungen glättet. Follow hält die Anzeige eher im Blickzentrum. Pinned eignet sich vor allem für eine ruhige Nutzung am Schreibtisch.

Kann die Brille mit Korrekturgläsern verwendet werden?

Ja. Ein Muster-Einsatz liegt bei, während die tatsächlichen Gläser separat angefertigt werden. Genannt werden Korrekturen bis ungefähr minus 10,00 dpt und Astigmatismus bis etwa minus 2,00 dpt. Auch mit Korrekturgläsern bleibt die passende IPD-Stufe wichtig.

Funktioniert jeder USB-C-Anschluss?

Nein. Neben dem passenden Stecker muss der Anschluss ein DisplayPort-Signal über Alt Mode ausgeben. Reine Lade- oder Datenanschlüsse liefern kein Bild. Die RayNeo-XR-App kann die Gerätekompatibilität prüfen.

Kann die Brille 3D-Inhalte wiedergeben?

Native 3D-Formate, SBS-3D und eine 2D-zu-3D-Konvertierung werden unterstützt. 3D arbeitet mit bis zu 60 Hz. Die automatische Umwandlung ist auf bestimmte iPhone-Modelle begrenzt und hängt stark vom Ausgangsmaterial ab.

Wie fällt der Klang aus?

Vier Racetrack-Lautsprecher erzeugen verständliche Stimmen und eine räumliche Wiedergabe. Head-Tracked Spatial Audio berücksichtigt Kopfbewegungen. Whisper Mode 2.0 reduziert den hörbaren Schallaustritt, ersetzt aber keine vollständig private Audioübertragung.

Wie lange hält der Akku?

Die Brille selbst besitzt keinen Hauptakku. Die Energie kommt vom verbundenen Host-Gerät. Deshalb hängt die Nutzungsdauer von dessen Akkukapazität und Belastung ab. Bei Smartphones kann der Energieverbrauch während längerer Sitzungen steigen.

RayNeo als Anbieter

RayNeo besteht nach eigenen Angaben seit Oktober 2021 und wird von TCL Electronics unterstützt. Das Unternehmen konzentriert sich auf Consumer-AR, Displaybrillen und zunehmend auf AI-Brillen. Ziel ist es, Augmented-Reality-Technik stärker als alltägliches Computerwerkzeug einzusetzen.

Zum technischen Schwerpunkt gehören Near-Eye-Optik, Micro-OLED- und MicroLED-Systeme, Bildverarbeitung, räumliche Sensorik und AI-Funktionen. Bei der GT Max kommen Peacock Optical Engine 3.0 Max, Vision-4000-Chip, Zone-360-Chip und Tandem-Micro-OLED zusammen. Diese Bauteile verbinden die Darstellung mit der räumlichen Stabilisierung.

Für Deutschland und die Europäische Union nennt RayNeo kostenlosen Versand mit einer üblichen Lieferzeit von drei bis fünf Tagen, 30 Tage Preisschutz, 30 Tage kostenlose Rückgabe beziehungsweise Umtausch, eine einjährige Herstellergarantie auf die Verarbeitung und lebenslangen technischen Support. Als Kontaktadresse wird [email protected] angegeben; eine Antwort soll innerhalb eines Werktags erfolgen. Gesetzliche Verbraucherrechte gegenüber dem Verkäufer bleiben davon unberührt.

Fazit des Tests

Die RayNeo GT Max eignet sich für Menschen, die Filme, Spiele und große virtuelle Flächen privat nutzen möchten. Das breite Sichtfeld, das kontrastreiche Tandem-Micro-OLED, natives 3DoF und die drei räumlichen Modi ergeben ein vielseitiges Paket. Das Gewicht, die verschiedenen IPD-Größen und die austauschbaren Nasenpads unterstützen die Anpassung im Alltag.

Besonders passend ist die Brille für Gamer, Filmfans, Pendlerinnen und Pendler sowie technisch interessierte Nutzerinnen und Nutzer mit einem geeigneten USB-C-Gerät. Wer einen großen persönlichen Bildschirm sucht, ohne einen festen Fernseher oder Monitor aufzustellen, erhält eine interessante Lösung. Die größten praktischen Vorteile zeigen sich bei Filmen, Spielen und großflächigen Benutzeroberflächen.

Eine Empfehlung ist vertretbar, wenn ihr ein Host-Gerät mit DisplayPort Alt Mode besitzt und euch der Kabelbetrieb nicht stört. Vor dem Kauf solltet ihr außerdem die eigene IPD, den gewünschten Einsatzort und die Anforderungen an kleine Schrift berücksichtigen. Insgesamt überzeugt die RayNeo GT Max im Test vor allem durch Sichtfeld, räumliche Stabilisierung, Bildkontrast, Klang und die anpassbare Passform.

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