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Ferngläser für die Bundeswehr: Welche Modelle verwenden Soldaten?

Ferngläser für die Bundeswehr: Welche Modelle verwenden Soldaten?

Ferngläser, die sich für den militärischen Einsatz eignen, müssen besondere Anforderungen erfüllen. Viele Laien denken dabei womöglich zuerst an die Tarnfarbe, viel wichtiger sind jedoch die Robustheit, die Einsetzbarkeit in allen erdenklichen Situationen sowohl bei Frost als auch in großer Hitze sowie natürlich die optischen Qualitäten.

Generell setzt die deutsche Bundeswehr dabei auf die Produkte bewährter Hersteller. So haben sich vor allem die Ferngläser folgender Produzenten als “bundeswehrtauglich” entpuppt.

Hensoldt Zeiss

Der Name Zeiss dürfte hierzulande wohl jedem bekannt sein, der sich in irgendeiner Weise mit Optik beschäftigt. Ob es sich nun um Brillen, Ferngläser, Mikroskope oder Kameralinsen handelt, immer wird die Firma Zeiss als garant für beste Qualität “made in Germany” genannt.715P VVPZmL. SL1200

Von der Firma Hensoldt hingegen haben wohl bisher nur vergleichsweise wenige Menschen etwas gehört. In der heutigen Geschäftsform handelt es sich um einen multinationalen Rüstungskonzern, der aus der Elektroniksparte des Airbus-Rüstungsgeschäfts hervorging. Der Name indes geht auf Moritz Carl Hensoldt zurück, der als ein Vorreiter der Optik und Feinmechanik in Deutschland gilt. Dessen im Jahre 1852 gegründetes Unternehmen produzierte vor allem Fernrohre, Mikroskope und astronomiche Geräte. Bereits 1928 wurde die Firma dann von Carl Zeiss übernommen. Daraus entstand später die Carl Zeiss Sport Optics, die optische Geräte für sportliche wie jagdliche Anwendungen produzierte.

Der Name Hensoldt blieb jedoch bei den Ferngläsern erhalten, die im Gemeinschaftunternehmen für die Bundeswehr entwickelt wurden. Zu nennen sind hier vor allem die folgenden Ferngläser, die alle “made in Germany” sind. Dies gilt als Qualitätsversprechen, daher erfreuen sich die genannten Modelle auch international größter Beliebtheit.
  • Hensoldt Zeiss Fero D16 8×30:Dieses Fernglas hat sich im militärischen Einsatz bereits vielfach bewährt. Es verfügt über einen laserfilter und ein stickstoffgefülltes Gehäuse. Dank einzeln verstellbarer Okulare kann das Fernglas eine Sehbeeinträchtigung zwischen -5 und +5 Dioptrien ausgleichen. Bei eintausend Metern Entfernung kann ein Sichtfeld von 120 Metern Breite klar eingesehen werden. Das gummierte Gehäuse schützt das Fernglas vor Staub, Schmutz und Feuchtigkeit. Mit einem Gewicht von ca. 700 Gramm ist dieses Fernglas vergleichsweise leicht. Laut unabhängiger Quellen handelt es sich hierbei um das aktuelle “Dienstfernglas” deutscher Bundeswehrsoldaten.
  • Hensoldt Zeiss Fero D19 10×50:Hierbei handelt es sich um ein hochwertiges Fernglas, das dank gummiertem Gehäuse optimal vor Staub, Schmutz und Feuchtigkeit geschützt ist. Fernglas5 1Die einzeln verstellbaren Okulare lassen sich von -5 bis +5 Dioptrien regulieren. Es ist äußerst robust, lasergeschützt und bietet ein klares Bild bei guter Lichtausbeute. Da die Linsen hier größer sind als beim Fero D16, ist dieses Fernglas ebenfalls entsprechend größer und schwerer. Das Gewicht liegt bei 1250 Gramm.
  • Hensoldt Zeiss Fero D18 7×50:Auch das Fernglas Fero D18 bietet durch seine großen Linsen eine recht gute Lichtausbeute, ist dafür mit 1250 Gramm aber eher schwer. Wie bei Hensoldt Zeiss üblich, können die einzeln verstellbaren Okulare von -5 bis +5 Dioptrien eingestellt werden. Das gummierte, stickstoffgefüllte Gehäuse gewährleistet optimalen Schutz vor Feuchtigkeit, Staub und Schmutz. Auch der integrierte Laserschutz dürfte für den militärischen Einsatz eine Rolle spielen.

Steiner

Das bayreuther Unternehmen Steiner-Optik ist freilich nicht annähernd so bekannt wie Zeiss. Im jagdlichen wie auch im militärischen Bereich setzt man aber bereits seit langer Zeit gerne auf die Ferngläser des 1947 gegründeten Herstellers. Anfangs wurde dort vor allem eine Kleinbildkamera produziert, ab 1955 setzte man jedoch auf die Fertigung hochwertiger Ferngläser. Die Bundeswehr belieferte Steiner ab 1965, wobei vor allem das Dienstfernglas Fero D12 große Bekanntheit erlangte. Steiner-Optik trug auch zu einigen Innovationen der Branche bei, etwa durch die erstmalige Herstellung stickstoffgefüllter Ferngläser sowie Ferngläser mit Laser-Schutzfilter.

Bis heute darf sich Steiner-Optik rühmen, auch internationale Kundschaft aus dem militärischen Bereich zu versorgen. Darunter befinden sich beispielsweise die französische, die indische und die US-Armee.

Bekannte und militärisch bis heute genutzte Ferngläser sind

  • STEINER Military Observer 7×50 R:Für ein Fernglas mit 50mm-Linsen ist dieses Gerät mit 1040 Gramm ein echtes Leichtgewicht. Möglich macht dies das Gehäuse aus Polycarbonat. Besonders hervorzuheben ist, dass sich dieses Fernglas zur Reinigung oder für kleinere Reparaturen komplett zerlegen lässt. Mit einer Wasserdichtigkeit bis maximal 5 Metern Tiefe und einer Stoßbeständigkeit bis 30G, die dank speziell gekittetem Prismensystem erreicht wird, empfiehlt sich das stickstoffbefüllte Fernglas ebenfalls für extreme militärische Einsatzbereiche.
    Der Hersteller spricht zudem von der Möglichkeit, das Fernglas in einem Temperaturbereich von -40 bis +80 Grad einsetzen zu können. Vermutlich ist das Fernglas damit tendenziell robuster als sein Anwender.
  • STEINER LRF 1700 Binocular Fernglas schwarz 8×30 mit Entfernungsmesser:Viele Anwender, nicht nur aus dem militärischen Bereich, sprechen bei diesem Fernglas von einer eierlegenden Wollmilchsau. Denn mit seinen 795 Gramm Gewicht ist das robuste Fernglas, das eine achtfache Vergrößerung ermöglicht, ein wahres Federgewicht. Dafür enthält es aber zahlreiche Features, die man bei vielen Konkurrenzprodukten lange suchen muss. Die Lichtausbeute ist hier optimal und auch bei einsetzender Dämmerung liefert das Fernglas bis an die Ränder gestochen scharfe Bilder. 61yyhfRoxZL. SL1200 Das aus Polycarbonat und Magnesium bestehende Gehäuse verkraftet Stöße bis 11G, kann bis 5 Meter tief eingetaucht werden und gewährleistet eine zuverlässige Bedienung in einem temperaturbereich von -10 bis +55 Grad. Dank der flexiblen Augenmuscheln aus alterungsbeständigem Silikon kann das Fernglas sowohl klassisch als auch ergonomisch angepasst benutzt werden. Dies gilt auch für Brillenträger. Als besonderes Highlight muss hier aber der Entfernungsmesser mit SPORTS-AUTOFOCUS genannt werden. Dieser liefert
    nicht nur klare, gestochen scharfe Bilder in einem Abstand von 20 Metern bis unendlich, sondern meldet dazu auch die exakten Entfernungsdaten. Laut Angabe des Herstellers ist dafür kein Nachfokussieren notwendig.Bei einer Entfernung von 1000 Metern besteht ein Sichtfeld von 114 Metern Breite.Dank Nano-Protection ist das Fernglas bestens gegen Staub und Schmutz geschützt.Klar, dass ein derart hochwertiges Fernglas seinen Preis hat. Da der Hersteller aber mit einer Garantie von 30 Jahren auf die Mechanik und Optik und von 2 Jahren auf elektronische Teile wirbt, kann man hier auch beste Qualität erwarten.
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