Teppiche, Polstermöbel und Matratzen sammeln im täglichen Gebrauch mehr als nur sichtbare Krümel. Feine Partikel gelangen tief in textile Strukturen und sind mit einer kurzen Reinigung oft nicht vollständig erfasst. In meinem siebentägigen Praxistest prüfe ich deshalb, wie sich der Vivenso Wasserstaubsauger mit Luftwäsche im Haushalt handhaben lässt und welchen Unterschied die separat erhältliche Pro-Aqua Elektrodüse ESB auf verschiedenen Textilien macht. Das System zeigt sich vielseitig, verlangt aber eine sorgfältige Vorbereitung sowie eine konsequente Pflege nach dem Einsatz.
Für die praktische Erprobung verwende ich das Vivenso-Grundgerät zusammen mit der ESB auf einem hochflorigen Teppich, einem hellen Sofa mit strukturierter Oberfläche und einer Matratze. Aus dem Zubehörset Classic nutze ich außerdem den Naturhaar-Staubpinsel. Besonders aufschlussreich ist der Blick in den transparenten Wasserbehälter, weil sich dort unmittelbar erkennen lässt, dass während des Saugens Partikel aufgenommen werden.
Das Grundgerät kostet derzeit ungefähr 927 EUR. Für die Elektrodüse ESB fallen etwa 390 EUR an, das Zubehörset Classic liegt bei rund 164 EUR. Das vollständig eingesetzte Testsystem ist damit eine größere Anschaffung. Dafür verbindet es Wasserfilterung, trockene und direkte nasse Aufnahme, Luftwäsche, Blasfunktion, Vakuumieren mit geeignetem Zubehör und verschiedene modulare Reinigungsaufsätze.
Zum Vivenso-System und seinen Einsatzmöglichkeiten
Aufbau und Wasserfiltersystem
Das Funktionsprinzip unterscheidet sich deutlich von Geräten, die den aufgenommenen Staub in einem Beutel oder einer geschlossenen Staubbox sammeln. Beim Vivenso wird die angesaugte Luft durch einen mit Wasser gefüllten transparenten Behälter geführt. Ein zweistufiger Separator unterstützt dabei die Wasserfilterung. Nach dem Reinigungsvorgang kann ich die Verfärbung des Wassers direkt kontrollieren.
Für die trockene Reinigung fülle ich ungefähr zweieinhalb bis drei Liter kaltes Wasser ein. Der Behälter befindet sich unterhalb des separaten Motorkopfs und kann zum Befüllen, Entleeren und Säubern abgenommen werden. Der Verzicht auf Staubbeutel ist praktisch, führt aber zu einer festen Pflegeroutine nach jeder Nutzung.
Die Leistung reguliere ich stufenlos über den großen Drehknopf an der Vorderseite. Die Bereiche AIR, CLEAN und WET sind am Bedienfeld gekennzeichnet. CLEAN ist im Test für die normale Trockenreinigung und die ESB zuständig, AIR dient der separat nutzbaren Luftwäsche. WET ist für die direkte Aufnahme von Flüssigkeiten vorgesehen und darf nicht gemeinsam mit der elektrischen Powerbrush eingesetzt werden.
Technische Eckdaten
- Bezeichnung: Vivenso Wasserstaubsauger und Luftreiniger
- Hersteller: PRO-AQUA International GmbH
- Artikelnummer: 700-001
- Gerätekonzept: Wasserstaubsauger mit Separator und Luftwäsche
- Netzanschluss: 220–240 Volt bei 50/60 Hz
- Leistungsaufnahme: maximal 650 Watt nach aktueller technischer Herstellerangabe
- Regelung: stufenlos
- Wasserbedarf: etwa 2,5 bis drei Liter beim Trockensaugen
- Maße: ungefähr 38 × 35 × 45 Zentimeter
- Gewicht: circa 6,8 Kilogramm ohne Wasser, rund 9,8 Kilogramm mit üblicher Füllung
- Betriebsarten: AIR, CLEAN und WET
- Schlauch: drei Meter
- Saugrohr: höhenverstellbares Edelstahl-Teleskoprohr
- Fahrwerk: vier bewegliche Rollen
- AIR-Automatik: Abschaltung nach 20 Minuten in der niedrigsten AIR-Stufe
- Zusatzfunktionen: Nassaufnahme und Blasfunktion
- Herstellung: Deutschland
- Preis: ungefähr 927 EUR
Das Gehäuse wirkt robust und nimmt mehr Raum ein als ein kompakter Bodenstaubsauger. Der weiße Motorkopf sitzt auf dem transparenten Behälter und wird durch seitliche Verschlüsse gehalten. Für den Transport besitzt der Motorkopf einen oberen Griff, während der Wasserbehälter mit einem eigenen schwarzen Bügel ausgestattet ist.
Auf dem Boden helfen die vier Rollen beim Ziehen. Sobald das Gerät über eine Schwelle gehoben oder in eine andere Etage getragen wird, ist das Gewicht mit Wasser deutlich spürbar. Auch für die Aufbewahrung sollte ein fester Platz eingeplant werden, da Schläuche, Rohre, Behälter und Düsen zusammen mehr Stauraum benötigen.
Funktionen im Überblick
- Wasserfilterung ohne klassische Staubbeutel
- zweistufiger Separator
- transparenter Behälter für verschmutztes Wasser
- stufenlos einstellbare Saugleistung
- separater AIR-Modus zur Luftwäsche
- automatische Abschaltung nach 20 Minuten in der niedrigsten AIR-Einstellung
- trockene Aufnahme und direkte Flüssigkeitsaufnahme
- rückseitige Blasfunktion
- Vakuumierfunktion mit geeignetem Zubehör
- Erweiterbarkeit durch Elektrodüsen und weitere Reinigungssysteme
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Lieferumfang und ergänzende Aufsätze
Zum Grundgerät gehören der Wasserbehälter, das Fahrgestell, eine umschaltbare Bodendüse, eine Polsterdüse, der drei Meter lange konische Saugschlauch, ein Reinigungstuch, 100 Milliliter Eco CleanAir Hygiene- und Pflegemittel, eine Fugendüse, ein Reinigungsschlüssel für den Separator, das Edelstahl-Teleskoprohr und eine Parkhalterung.
Die im Test verwendete Elektrodüse ESB sowie das Zubehörset Classic sind nicht Teil des Grundumfangs. Beide Komponenten werden separat angeboten. Für die ausführlich geprüften Anwendungen auf Teppich, Sofa und Matratze ist die motorisierte Düse daher zusätzlich erforderlich.
Die Elektrodüse ESB im praktischen Einsatz
Die schwarze ESB besitzt eine elektrisch angetriebene Bürstenwalze, eine breite LED-Leiste, ein Dreh-Kipp-Gelenk und eine grüne Betriebsanzeige. Nach den technischen Herstellerangaben arbeitet sie mit 150 Watt und erreicht abhängig vom jeweiligen Bodenbelag bis zu 7.500 Bürstenumdrehungen pro Minute. Die Walze ergänzt die reine Saugleistung um eine mechanische Bewegung im textilen Material.
Zum Anschluss gehören ein elektrifizierter Saugschlauch und ein höhenverstellbares Edelstahlrohr mit integrierter Stromleitung. Beim Aufbau müssen deshalb sowohl die mechanischen Verbindungen als auch der elektrische Kontakt korrekt hergestellt werden. Die Düse ist ausschließlich für trockene Anwendungen vorgesehen und nimmt keine Flüssigkeiten auf.
Die ESB als textile Trockenreinigungsdüse ansehen
Classic-Set und Naturhaaraufsatz
Das Zubehörset Classic enthält unter anderem einen Multifunktionsaufsatz, Mikrofasertücher, den Naturhaar-Staubpinsel, Duftöle, einen Abflussadapter, eine Aufblasspitze mit Verlängerung und einen Zubehörhalter. Im Test steht der Naturhaaraufsatz im Mittelpunkt. Er wird am Sauggriff befestigt und verbindet weiche Borsten mit einer direkt dahinter liegenden Saugöffnung.
Beim Führen über geeignete Oberflächen lösen die Borsten oberflächlich haftenden Staub, der anschließend aufgenommen wird. Für leichte Dekorationsobjekte kann die Luftregulierung am Griff geöffnet werden, um die Saugwirkung zu reduzieren. Das Set kostet ungefähr 164 EUR und ist vor allem dann sinnvoll, wenn mehrere der enthaltenen Aufsätze regelmäßig verwendet werden.
Das Classic-Zubehör für weitere Haushaltsaufgaben entdecken
Sieben Tage Praxistest
Als Einrichtungsberaterin beschäftige ich mich täglich mit Wohnkomfort, Möbeln, Matratzen und funktionalen Haushaltslösungen. Deshalb bewerte ich nicht nur die Saugwirkung, sondern auch die Abläufe rund um Aufbau, Möbel, textile Flächen und Nachpflege. Über sieben Tage setze ich das System in typischen Wohnsituationen ein.
Der Schwerpunkt liegt auf vier real ausgeführten Anwendungen: hochfloriger Teppich mit der ESB, Polsterreinigung mit der ESB, Matratzenreinigung mit der ESB und Staubaufnahme mit dem Naturhaar-Staubpinsel. Teppich, Sofa und Matratze werden trocken bearbeitet. Eine Sprühextraktion oder Fleckenwäsche findet in diesem Test nicht statt.
Bewertet werden unter anderem:
- Verpackung und Lieferzustand
- Aufbau und Materialanmutung
- Montage von Behälter und Motorkopf
- Befüllen und Entleeren
- Verbindung von Schlauch und Teleskoprohr
- Bedienung der Leistungsregelung
- Führung auf Rollen
- Handhabung der ESB
- LED-Beleuchtung und Sichtkontrolle
- Bearbeitung von Teppich, Polster und Matratze
- Staubaufnahme mit dem Naturhaar-Pinsel
- Schmutzsichtbarkeit im Wasser
- Reinigung von Behälter und Separator
- Platzbedarf bei der Aufbewahrung
Auspacken und Montage
Nach dem Öffnen der Verpackung liegen mehrere klar voneinander getrennte Komponenten vor. Grundgerät, Wasserbehälter, Fahrgestell, Schläuche, Rohre und Aufsätze nehmen mehr Platz ein als ein einfaches Kompaktgerät. Die zusätzlichen Zubehörteile sind in eigenen Kartons verpackt.
Für den Trockeneinsatz trenne ich Motorkopf und Behälter, fülle kaltes Wasser bis zur leichten Bedeckung der Ansaugeinheit ein und setze den Behälter von hinten schräg in das Fahrgestell. Danach drücke ich den vorderen Bereich nach unten. Der Motorkopf wird anschließend aufgesetzt und mit den seitlichen Verschlüssen gesichert.
Für die ESB kommen der elektrifizierte Schlauch, das passende Teleskoprohr und der Bürstenkopf hinzu. Die einzelnen Schritte sind nachvollziehbar, beim ersten Aufbau benötigen sie aber mehr Aufmerksamkeit als ein einfacher Schlauchanschluss.
Erster Testtag: Bedienung und Trockenreinigung
Der Drehregler ist an der Vorderseite gut erreichbar und lässt sich stufenlos bewegen. Für die normale Reinigung wähle ich CLEAN. Die drei Bereiche AIR, CLEAN und WET sind nach einer kurzen Orientierung verständlich; beim ersten Einsatz sehe ich dennoch einmal in der Anleitung nach, welche Einstellung für die jeweilige Aufgabe vorgesehen ist.
Auf glatten Böden folgt das Gerät ordentlich auf seinen Rollen. Während des Saugens ist das Gewicht dadurch weniger auffällig als beim Anheben. Beim Tragen über eine Treppe oder beim Überwinden einer Schwelle machen sich die knapp zehn Kilogramm mit Wasser jedoch bemerkbar.
Das Netzkabel wird nicht automatisch eingezogen. Nach der Arbeit wickele und verstaue ich es deshalb selbst. Dieser zusätzliche Handgriff ist überschaubar, fällt im Alltag aber auf, wenn ein besonders schneller Gerätewechsel gewünscht ist.
Der transparente Behälter prägt den Nutzungseindruck. Nach dem Saugen ist die Veränderung des Wassers sichtbar, statt dass der Inhalt eines geschlossenen Beutels verborgen bleibt. Diese unmittelbare Kontrolle gehört zu den auffälligsten Eigenschaften des Systems.
Zweiter Testtag: Hochflorteppich
Für die Teppichprüfung verwende ich einen hellgrauen bis graubeigen Teppich mit hohem Flor. Lange, weichere Fasern bieten einer Bodendüse mehr Widerstand als eine glatte Oberfläche. Die ESB wird mit dem elektrifizierten Schlauch und dem entsprechenden Teleskoprohr angeschlossen.
Die grüne Betriebsanzeige bestätigt den aktiven Zustand. Gleichzeitig hellt die breite LED-Leiste den Bereich vor der Düse auf. Auf dem hellen Teppich erkenne ich dadurch gut, welche Bahn bereits bearbeitet ist.
Beim Vor- und Zurückführen spüre ich die Arbeit der Bürstenwalze im Flor. Die Düse wird nicht nur über die Oberfläche gezogen, sondern bewegt die Fasern zusätzlich mechanisch. Auf dem Hochflor ist der Widerstand größer als auf einem glatten Boden, die Führung bleibt bei kontrolliertem Tempo gut möglich.
Das Dreh-Kipp-Gelenk erleichtert Richtungswechsel. Bei langen Fransen arbeite ich dennoch vorsichtig, weil sich lose Fasern in einer motorisierten Walze verfangen können. Die Anwendung bleibt trocken: Wasser wird nicht auf den Teppich gesprüht, sondern aufgenommene Partikel werden zum Wasserbehälter transportiert.
Dritter Testtag: strukturiertes Sofa
Am dritten Tag bearbeite ich ein helles Sofa mit deutlich geripptem Stoff. Die Vertiefungen zwischen den parallelen Strukturen können Staub und feine Partikel aufnehmen. Ich verwende erneut die breite ESB und achte darauf, dass sie möglichst flächig auf dem Bezug liegt.
Die Beleuchtung erweist sich auf dem hellen, gerippten Stoff als hilfreich. Sie macht den unmittelbaren Arbeitsbereich und bereits bearbeitete Bahnen gut sichtbar. Auf den großen Sitzflächen lässt sich die Düse zügig einsetzen.
Der relativ feste Bezug wird von der Walze kontrolliert bearbeitet. Bei lockeren, empfindlichen oder sehr weichen Stoffen prüfe ich vorab die Pflegehinweise des Möbelherstellers. In schmalen Spalten zwischen Sitz- und Rückenkissen ist die breite Düse naturgemäß weniger handlich; dort sind kleinere Aufsätze passender.
Auch das Sofa bleibt während des Vorgangs trocken. Die ESB bringt weder Wasser noch Reinigungsmittel auf. Flecken werden deshalb nicht durch eine Sprühextraktion ausgewaschen.
Vierter Testtag: Matratze und Wasserbehälter
Die Matratze besitzt einen hellen, abgesteppten Bezug mit Nähten und gepolsterten Feldern. Ich führe die ESB langsam in einzelnen Bahnen über die Oberfläche. Die große Arbeitsbreite deckt viel Fläche ab, während die LED-Leiste Nähte und Vertiefungen besser erkennbar macht.
Über Übergänge und Nähte fahre ich langsamer, damit der Bürstenkopf gleichmäßig aufliegt. Die Walze bearbeitet den textilen Bezug, während gelöste Partikel über den Saugstrom in den Behälter gelangen. Flüssigkeit wird nicht aufgebracht, der Bezug bleibt trocken.
Nach dem Einsatz entnehme ich den transparenten Behälter. Das Wasser zeigt eine grau-bräunliche Verfärbung, außerdem ist eine helle Schaumschicht sichtbar. Dunkle Partikel lassen sich im Wasser erkennen. Damit wird nachvollziehbar, dass während des Vorgangs Schmutz aufgenommen wird.
Aus der Wasserfarbe lassen sich jedoch weder eine genaue Schmutzmenge noch Aussagen über eine nachgewiesene Verringerung von Milben, Allergenen oder Mikroorganismen ableiten. Für empfindliche Matratzenbezüge prüfe ich vor der Anwendung die Materialeignung. Die sichtbare Aufnahme bleibt dennoch ein anschaulicher Bestandteil des Tests.
Fünfter Testtag: Möbelstaub mit Naturhaar
Für kleinere Flächen befestige ich den Naturhaar-Staubpinsel direkt am Griff. Die Borsten fühlen sich weicher an als eine harte Kunststoffdüse und lösen oberflächlich anhaftenden Staub. Die Saugöffnung nimmt ihn unmittelbar auf, sodass kein zweiter Arbeitsschritt mit einem Tuch notwendig ist.
Bei leichteren Dekorationsgegenständen reduziere ich die Saugwirkung über die Luftregulierung am Griff. Dadurch lässt sich das Risiko des Verrutschens verringern. Heiße Gegenstände bearbeite ich mit dem Aufsatz nicht.
Dieser Einsatz ist weniger umfangreich als die Teppich- und Matratzenreinigung, erweist sich im Haushalt aber als zweckmäßig. Das Zubehör erweitert den Anwendungsbereich des Vivenso auf kleinere Oberflächen und Möbel.
Sechster Testtag: Luftwäsche und Raumhandling
Im AIR-Modus wird keine Bodenfläche gereinigt. Das Gerät saugt Raumluft an und führt sie durch das Wasserfiltersystem. In der niedrigsten AIR-Stufe erfolgt nach 20 Minuten eine automatische Abschaltung, was für einen begrenzten Zyklus praktisch ist.
Eine medizinische Verbesserung der Raumluft oder eine konkrete Allergenreduktion bewerte ich nicht. Im Alltag bleibt außerdem der Platzbedarf präsent: Grundgerät, Zubehör, Schläuche und Rohre benötigen einen festen Aufbewahrungsort. Haushalte mit wenig Stauraum sollten diesen Punkt in ihre Planung einbeziehen.
Siebter Testtag: Entleeren und Trocknen
Nach dem Ausschalten ziehe ich den Netzstecker, löse den Motorkopf und entleere das verschmutzte Wasser. Den Behälter wische ich aus, die Unterseite des Motorkopfs wird feucht gereinigt und anschließend getrocknet. Der Separator lässt sich mit dem vorgesehenen Werkzeug abnehmen und von Rückständen befreien.
Bei der Befestigung ist das Linksgewinde zu beachten. Nach der Reinigung setze ich den Separator korrekt ein. Die Verschlüsse bleiben zur Belüftung geöffnet, und der Behälterbügel kommt in die vorgesehene Trocknungsposition.
Diese Routine nimmt mehr Zeit in Anspruch als das Leeren einer einfachen Staubbox. Dafür verbleibt kein verschmutztes Wasser über längere Zeit im Gerät, wenn der Behälter direkt entleert und getrocknet wird. Wer diesen Ablauf konsequent einplant, kann die Wasserfilterung gut in den Alltag integrieren.
Den Vivenso für den eigenen Haushalt prüfen
Einordnung der Einsatzkosten
Professionelle Reinigungsdienste berechnen für Polster je nach Anbieter und Stoff häufig etwa 15 bis 50 EUR pro Sitzplatz. Eine Matratzenreinigung liegt oft ungefähr zwischen 30 und 90 EUR. Für lose Teppiche können abhängig von Material und Flor rund 10 bis 40 EUR pro Quadratmeter anfallen.
Diese Beträge sind lediglich eine Orientierung. Eine professionelle Sprühextraktion oder Teppichwäsche entspricht technisch nicht der trockenen Bearbeitung mit der ESB. Außerdem beeinflussen Anfahrt, Mindestauftragswerte, Material, Verschmutzungsgrad und mögliche Zusatzbehandlungen den tatsächlichen Preis.
Für Haushalte mit mehreren Teppichen, Sofas und Matratzen kann die Anschaffung deshalb anders bewertet werden als für Personen, die nur gelegentlich eine einzelne Fläche reinigen. Der praktische Schwerpunkt des Vivenso liegt in der Verbindung mehrerer Anwendungen innerhalb eines modularen Systems.
Mein Testergebnis
Im Mittelpunkt meiner positiven Eindrücke steht die Transparenz des Wasserfilters. Nach der Arbeit auf Teppich, Sofa und besonders auf der Matratze ist unmittelbar sichtbar, dass Partikel aufgenommen werden. Die ESB ergänzt das Grundgerät auf textilen Oberflächen um eine motorisierte Bürstenbewegung und die LED-Sichtkontrolle.
„Der Blick in den Behälter macht den Reinigungsvorgang für mich besonders nachvollziehbar. Ich sehe, dass Partikel im Wasser landen, ohne daraus gesundheitliche oder medizinische Schlüsse zu ziehen.“
Die Powerbrush gehört für meine Anwendung zu den wichtigsten Erweiterungen. Auf größeren Flächen lässt sie sich kontrolliert führen, während das Dreh-Kipp-Gelenk Richtungswechsel erleichtert. Für enge Zwischenräume ist der breite Kopf weniger geeignet; dafür stehen kleinere Düsen aus dem Grundumfang zur Verfügung.
„Auf Teppich, Sofa und Matratze bringt die ESB eine deutlich andere Arbeitsweise als eine passive Düse. Die Bürstenwalze und die Beleuchtung unterstützen mich dabei, textile Flächen systematisch zu bearbeiten.“
Antworten auf wichtige Fragen
Wie arbeitet der Vivenso auf Teppich, Polster und Matratze?
Mit der optionalen ESB lassen sich geeignete textile Flächen trocken bearbeiten. Die Bürstenwalze bewegt die Fasern, während der Saugstrom gelöste Partikel in den Wasserbehälter führt. Im Test kommt die Düse auf Hochflorteppich, Sofa und Matratze zum Einsatz. Das verfärbte Wasser macht eine Aufnahme sichtbar, erlaubt aber keine prozentuale Aussage zur Schmutzentfernung.
Welche Aussagen zur Allergikereignung sind möglich?
Das System führt aufgesaugten Staub mit dem Wasser zusammen, das anschließend entsorgt wird. Ein älteres IUG-Zertifikat bescheinigt dem System eine Allergikereignung, nennt jedoch Anfang 2022 als Ablaufdatum. Daraus leite ich keine aktuelle medizinische Garantie ab. Eine vollständige Entfernung sämtlicher Allergene oder eine individuelle gesundheitliche Verbesserung lässt sich im Praxistest nicht belegen.
Wie viel Wasser wird benötigt?
Für Trockensaugen und Luftwäsche sind ungefähr zweieinhalb bis drei Liter kaltes Wasser vorgesehen. Die Ansaugeinheit soll leicht bedeckt sein. Bei stärker verschmutztem Wasser kann ein früherer Wechsel sinnvoll sein. Für die direkte Nassaufnahme beginnt die Anwendung laut Anleitung mit leerem Wasserbehälter.
Wie hoch ist der Pflegeaufwand?
Nach dem Saugen werden Behälter und Motorkopf gereinigt und getrocknet. Zusätzlich kann der Separator zur Entfernung von Rückständen abgenommen werden. Vor der Lagerung sollte das System vollständig trocken sein. Diese Nacharbeit ist ein fester Bestandteil des Konzepts und sollte bei der täglichen Nutzung eingeplant werden.
Wie laut ist das Gerät?
Für das aktuelle Grundgerät liegt in den recherchierten Herstellerdaten kein einheitlicher aktueller Dezibelwert vor. Ein älterer unabhängiger Test nennt abhängig von Betriebsart und Aufbau ungefähr 60,6 bis 76,5 dB(A), mit Bodendüse in CLEAN etwa 73,2 dB(A). Die Übertragbarkeit bleibt eingeschränkt, weil Messabstand, Gerätekonfiguration und Gerätegeneration die Ergebnisse beeinflussen.
Kann der Vivenso Luftwäsche durchführen?
Ja, der AIR-Modus ist für die separate Luftwäsche vorgesehen. Dabei wird Raumluft angesaugt und durch das Wasserfiltersystem geleitet, ohne gleichzeitig einen Boden zu reinigen. In der niedrigsten AIR-Stufe beendet die 20-Minuten-Automatik den Vorgang. Eine standardisierte CADR-Angabe ist in den recherchierten technischen Daten nicht ausgewiesen.
Ist die Flüssigkeitsaufnahme möglich?
Das Grundgerät kann mit dem dafür vorgesehenen Standardschlauch Flüssigkeiten aufnehmen. Dafür wird WET gewählt und der Wasserbehälter beginnt leer. Die ESB und der elektrische Schlauch dürfen dagegen keinesfalls Flüssigkeiten aufnehmen. Für eine Sprühextraktion sind weitere Spezialkomponenten erforderlich.
Welche Kosten entstehen für den getesteten Aufbau?
Das Grundgerät kostet etwa 927 EUR, die ESB ungefähr 390 EUR und das Classic-Set rund 164 EUR. Zusammen ergibt sich ein Betrag von ungefähr 1.481 EUR, ohne Versand und weitere Erweiterungen. Staubbeutel werden nicht benötigt; Strom, Wasser, Pflegemittel, Verschleißteile oder freiwillige Wartungen können dennoch Kosten verursachen.
Welche Garantie gilt?
Für berechtigte private Erstkäufer besteht eine freiwillige vierjährige Händlergarantie auf das Grundgerät. Eine Verlängerung auf insgesamt bis zu zehn Jahre ist möglich, wenn jährlich eine kostenpflichtige Wartung durchgeführt wird. In den recherchierten Bedingungen werden dafür derzeit 49 EUR pro Wartung zuzüglich möglicher Versandkosten genannt. Die ESB besitzt ebenfalls vier Jahre Händlergarantie, fällt jedoch nicht unter diese Zehn-Jahres-Erweiterung.
Ist die ESB eine Waschdüse?
Nein. Die ESB ist eine motorisierte Trockensaugdüse. Ihre Walze bearbeitet Teppich, Polster und Matratze mechanisch, während der Vivenso Partikel absaugt und im Wasser sammelt. Wasser oder Reinigungsmittel werden nicht aufgebracht. Für Sprühextraktion wird ein separates Zubehörkit benötigt.
Was zeigt die Matratzenreinigung?
Die Matratze wird trocken mit der ESB abgesaugt. Die rotierende Walze bewegt den Bezug, und Partikel gelangen über den Saugstrom in den Behälter. Im Test ist das Wasser danach deutlich verfärbt und enthält sichtbare Schmutzpartikel. Das ist ein nachvollziehbares Reinigungsergebnis, aber kein wissenschaftlicher Nachweis über eine bestimmte Verringerung von Milben, Bakterien oder Allergenen.
Ist Hochflor geeignet?
Geeignete Hochflorteppiche lassen sich mit der ESB bearbeiten. Im Test bleibt die Powerbrush kontrollierbar, obwohl der Widerstand höher ausfällt als auf glatten oder kurzflorigen Belägen. Lange Fransen und lose Fasern sollten nicht in die Walze geraten. Bei einer Blockierung kann der integrierte Überlastungsschutz den Bürstenmotor abschalten.
Wie wird die ESB gepflegt?
Vor der Pflege wird die Düse vollständig vom Strom getrennt. Haare, Fäden und Fasern werden regelmäßig von der Bürstenwalze entfernt, außerdem kontrolliere ich Schlauch und elektrische Anschlüsse. Die ESB darf nicht unter Wasser gereinigt werden und bleibt für trockene Anwendungen reserviert. Erst wenn eine Blockierungsursache beseitigt ist, sollte die Walze wieder eingeschaltet werden.
Welche Aufgabe hat die LED-Leiste?
Die LEDs hellen den Bereich direkt vor dem Bürstenkopf auf. Auf dem hellen Hochflorteppich und dem gerippten Sofa ist dadurch gut zu erkennen, welche Fläche bereits bearbeitet wurde. Auch Nähte und Vertiefungen der Matratze werden sichtbarer. Die Beleuchtung erhöht nicht die Saugleistung, erleichtert aber die Kontrolle.
Was leistet der Naturhaar-Staubpinsel?
Der Aufsatz wird am Griff befestigt. Seine weichen Borsten lösen oberflächlichen Staub, während die Öffnung ihn direkt aufnimmt. Über die Luftregulierung kann die Saugwirkung bei empfindlicheren Gegenständen reduziert werden. Leichte Dekorationen sollten trotzdem gegen Verrutschen gesichert werden.
Kann das Classic-Set auch feucht wischen?
Das Set enthält einen Multifunktionsaufsatz und ein Mikrofasertuch, mit denen geeignete glatte Böden feucht gereinigt werden können. Der jeweilige Boden muss für Feuchtigkeit freigegeben sein. Bei empfindlichem oder nicht versiegeltem Holz ist Wasser zu vermeiden. Die Hinweise des Bodenherstellers sind deshalb maßgeblich.
Wie werden die Mikrofasertücher behandelt?
Die Tücher können laut Hersteller bis höchstens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Weichspüler sollte nicht verwendet werden, weil er die Fasereigenschaften beeinträchtigen kann. Für den Trockner sind die Tücher nicht vorgesehen. Vor dem nächsten Gebrauch müssen sie sauber und vollständig trocken sein.
Sind Staubbeutel oder Filterwechsel nötig?
Das zentrale System arbeitet mit Wasser und Separator, sodass keine klassischen Staubsaugerbeutel notwendig sind. Der Schmutz wird zusammen mit dem Wasser entsorgt. Dadurch entfallen regelmäßige Beutelkäufe, während die Reinigung von Behälter und Separator zum festen Pflegeaufwand gehört.
Für wen ist die ESB besonders interessant?
Die Elektrodüse richtet sich vor allem an Haushalte, in denen Teppiche, größere Polsterflächen oder Matratzen regelmäßig trocken bearbeitet werden. Die motorisierte Walze erweitert das Grundgerät gegenüber einer passiven Düse deutlich. Wer überwiegend glatte Hartböden besitzt, nutzt diesen Zusatz vermutlich seltener. Bei rund 390 EUR sollte der tatsächliche persönliche Bedarf deshalb sorgfältig geprüft werden.
Für welche Haushalte passt das Gesamtsystem?
Der Vivenso eignet sich besonders für Menschen, die ein vielseitiges Wasserfiltersystem suchen und Zeit für Entleerung, Reinigung und Trocknung einplanen. Viele textile Flächen, Matratzen, Teppiche und der Wunsch nach Luftwäsche sprechen für die umfangreichen Funktionen. Wer nur wenige Hartbodenflächen reinigen möchte, schöpft den Funktionsumfang wahrscheinlich weniger umfassend aus.
PRO-AQUA als Hersteller
Die PRO-AQUA International GmbH wird im Jahr 2000 von Gerhard Meier und Jürgen Wehner gegründet. Nach Unternehmensangaben beginnt die Entwicklung eines eigenen Reinigungssystems bereits 1997, während die ersten Geräte ab 2001 produziert werden. Der Vivenso bildet anschließend das zentrale Produkt der Marke.
Nach eigenen Angaben fertigt Pro-Aqua den Vivenso im thüringischen Suhl; Verwaltung und Vertrieb befinden sich in Ansbach. Das Unternehmen gibt an, in mehr als 40 Ländern vertreten zu sein. Im Jahr 2013 erhält der Vivenso laut Hersteller unter anderem einen Plus X Award für Innovation, Qualität und Funktionalität.
Die Ausrichtung des Unternehmens konzentriert sich auf Wasser als Filtermedium, modulare Reinigung, Reparierbarkeit und langfristige Ersatzteilversorgung. Zum Sortiment gehören Wasserstaubsauger, Luftwäscher, Elektro- und Turbodüsen, Sprühextraktionszubehör, Naturhaaraufsätze, Mikrofasertücher, Duftöle und Ersatzteile.
Technisch prägt die Verbindung aus Wasserfilter und Separator das Grundsystem. Zusätzliche Module erweitern die trockene Reinigung textiler Flächen, das Saugwischen oder die Sprühextraktion. Für Kundinnen und Kunden nennt Pro-Aqua einen Unternehmenssitz in Ansbach und eine Servicestelle in Suhl. Reparatur- und Garantieanfragen können über die vorgesehenen Kontaktwege oder ein Reparaturformular abgewickelt werden.
Die freiwillige vierjährige Händlergarantie stellt einen relevanten Bestandteil des Angebots dar. Eine Verlängerung auf bis zu zehn Jahre setzt jährliche kostenpflichtige Wartungen voraus. Diese Möglichkeit richtet sich somit vor allem an Käuferinnen und Käufer, die eine langfristige Nutzung planen und die regelmäßige Wartung bewusst einbeziehen.
Fazit des siebentägigen Tests
Der Vivenso Wasserstaubsauger mit Luftwäsche richtet sich an Haushalte, die mehr als eine reine Bodenreinigung erwarten. Wasserfilterung, AIR-Modus, trockene und direkte nasse Aufnahme, Blasfunktion sowie das modulare Zubehör decken viele Aufgaben ab. Die transparente Konstruktion macht die aufgenommene Verschmutzung während des Tests unmittelbar sichtbar.
Besonders stimmig ist für mich die Verbindung mit der Elektrodüse ESB. Auf Hochflorteppich, Sofa und Matratze unterstützt die motorisierte Walze die trockene Bearbeitung, während die LED-Leiste die Sichtkontrolle verbessert. Der breite Kopf arbeitet auf großen Flächen angenehm, ist für schmale Zwischenräume jedoch weniger passend.
Das Classic-Set ergänzt den Einsatz um kleinere Tätigkeiten wie das Entstauben geeigneter Möbeloberflächen. Wer unterschiedliche textile und glatte Flächen regelmäßig pflegt und die Reinigung sowie Trocknung des Wasserbehälters fest in den Ablauf integriert, erhält ein vielseitig nutzbares System. Der größere Platzbedarf, das höhere Gewicht mit Wasser und die zusätzliche Nachpflege sollten vor der Anschaffung sachlich mit dem eigenen Bedarf abgeglichen werden.
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Passendes Zubehör: Elektrodüse ESB | Classic-Zubehörset



















