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Mieterhilfe e.V. – Partner bei privaten und gewerblichen Mietproblemen!

Das Interview mit Bryan-Philip Nagat vom Verein Mieterhilfe e.V.

Bitte stellen Sie sich und den Verein Mieterhilfe e.V. kurz vor

Zu meiner Person – ich bin nach meiner Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann in einer komplett anderen Branche zum Mieterhilfe e.V. gewechselt, da mich das Thema bezahlbarer Mietraum sowohl als Mieter und auch aus Sicht der Geschäftsebene abgesprochen hat. Seit meinem Wechsel war ich stets daran interessiert den Verein auf das “Zeitalter der neuen Medien” zu fokussieren. Dies zog eine neue Website sowie unzählige interne Änderungen nach sich, welche nun die Abläufe beschleunigen und ein besseres Arbeiten möglich machen. Der Mieterhilfe e.V. besteht seit über 30 Jahren und wurde von der damaligen Geschäftsführerin, Edith Badberger, (heute 2. Vorstand) gegründet. Wir sind ein normales Unternehmen und nicht staatlich finanziert.

Welche Leistungen bieten Sie Ihren Mitgliedern und welche Vorteile ergeben sich dadurch für die Mitglieder z.B. als Mieter oder Vermieter?

Die Leistung unserer Mitgliedschaften sind relativ leicht zu erklären. Die wichtigste Leistung ist sicherlich die Beratung durch einen fachkundigen Rechtsanwalt, welche ein Laie nicht nahezu erbringen kann. Wir arbeiten seit Jahren in all unseren Beratungsstellen mit eben genannten Anwälten zusammen. Vorteile für die Mitglieder sind vorallem die geringen Kosten durch eine Mitgliedschaft welche gerade einmal bei einem Jahresbeitrag von 50,40 € für 12 Monate liegen. Mit diesem Beitrag kann das Mitglied sich jederzeit telefonisch, persönlich oder per Mail beraten lassen. Falls es dazu kommt, dass ein Brief diktiert und geschrieben werden muss, kostet dieser gerade einmal 11,00 €. Außerdem führen wir kostenlos Akte mit allen Schreiben und bringen das Mitglied stets auf den neuesten Stand in der aktuellen Sache.

Wir stehen stets für bezahlbaren Mietraum ein, da auch wir als Privatpersonen von den stetig steigenden Mieten betroffen sind, und somit die Ängste und Sorgen unserer Mitglieder nachvollziehen können.

Da unser Personal seit Jahren bei uns angestellt ist, dauert die Abwicklung einzelner Fälle sehr kurz. Wir versuchen jeden Fall schnell an den zuständigen Rechtsberater weiterzugeben und das Mitglied so schnellstmöglich zu betreuen und zufrieden zustellen.

Da wir nur Mieter betreuen, kann ich von Vorteilen für die Vermieter nur sehr wenig berichten. Ich denke jedoch, dass dadurch dass unsere Partnerkanzleien immer auf eine Einigung aus sind, es auch für Vermieter besser ist, wenn wir anstelle eines Gerichtsverfahrens stehen.

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Welche Aktivitäten haben Sie für 2020 geplant?

Für 2020 steht in unserem Verein eine große Veränderung der EDV-Software bereit, mit welcher wir die Mitglieder noch schneller zuweisen können und somit, auch für die Mitarbeiter, ein besseres und schnelleres Abwickeln einzelner Fälle möglich ist.

Wie schafft es der Verein Mieterhilfe e.Verein für das Vereinsleben zu begeistern?

An sich ist es denke ich wichtig sich mit der Materie eines Vereins außeinanderzusetzen. Viele denken Vereine sind meist kleine Institutionen welche staatlich finanziert werden. Dies ist meist nicht so. Vereine agieren, wie fast jede Firma, kunden- und gewinnorientiert. So hat unser Verein bspw. keine staatlichen Zuschüsse und finanziert sich nur aus eigenen Mitteln. (Beiträge usw.)

Was mich in den Jahren die ich beim Mieterhilfe e.V. arbeite immer an einem Verein fasziniert hat ist, dass man viel mehr Nähe und Emotion bei seinen Kunden verspürt und deren Probleme wirklich aufnimmt und verarbeitet – man geht die gesamte Mitgliedschaft mit einem Mitglied und nimmt es nicht nur auf. Man geht auf das Problem des Kunden ein und verkauft ihnen nicht nur eine Art “Versicherung”. Es ist einfach ein Unterschied ob ich bspw. einer schwangeren Frau mit Schimmel in der Wohnung helfe diesen zu beseitigen oder ob ich Ware an einen Kunden ausliefere.

Wie können/sollten Staat und Gesellschaft agieren, um die Situation für Vermieter bzw. Mieter zu verbessern?

Der Staat tut gerade in den letzten Jahren viel zu wenig für bezahlbaren Wohnraum. Die Bauherren sind bei Neubauten, und teilweise auch bei Renovierungen, durch immer strengere Auflagen gezwungen, sehr hohe Preise für Eigentum zu verlangen – was sich dann natürlich auch auf die Mieten niederschlägt. Außerdem ist die sogenannte Mietpreisbremse in vielen Teilen und Ballungszentren Deutschlands einfach nicht bemerkbar oder greift in vielen Räumen erst garnicht. Der jetzige Markt bietet viel zu wenig Angebot, vorallem bezahlbares Angebot, für die sehr hohe Nachfrage – somit haben Menschen meist keine andere Möglichkeit als in eine Mietwohnung zu ziehen, welche Sie sich finanziell gesehen eigentlich nicht leisten sollten oder können und werden so oftmals in den Ruin getrieben.

Besonders für Normalverdiener und sozial schwächere Menschen ist diese Entwicklung kritisch zu sehen. Wir hören immer mehr Klagen von Paaren welche ein Nettohaushaltseinkommen im unteren bis mittleren Bereich haben als früher. Die meisten Leute wollen natürlich in der Stadt wohnen, nur leider ist dies gerade zur heutigen Zeit nicht mehr möglich, da die Mieten im Zentrum oder Zentrumsnähe wegen der hohen Nachfrage stetig steigen und für die meisten teuer sind. Die goldene Regel einzuhalten, dass maximal 30% – 40% des Einkommens für die Miete verwendet werden soll, ist schon lange nicht mehr möglich.

Es muss definitiv eine Veränderung kommen. Nur kann dies nicht funktionieren , wenn die Politik nur von Bremsen redet, diese jedoch nicht oder zuspät greifen. Die Schere zwischen Arm und Reich geht auch in unserem Land immer weiter auf.

Viele Vermieter sind leider wenig an bezahlbarem Mietraum interessiert. Es geht auch hier natürlich erstmal um das Geld verdienen anstelle Wohnraum für die Gesellschaft zu schaffen. Hier denke ich muss sich der Staat eine Lösung einfallen lassen, Vermietern spielt die aktuelle Lage natürlich sehr in die Hände, diese werden sicherlich nicht freiwillig auf teilweise zu hohen Profit verzichten.

Wie ist der generelle Weg für jemanden, der Interesse am Eintritt in Ihren Verein hat?

Der generelle Weg zu unseren Mitgliedschaften ist normalerweise erstmal der Griff zum Telefon. Jeder der ein Problem gelöst haben will, möchte die Lösung schnellstmöglich erhalten. Wir erklären den Interessenten dann, welche Möglichkeiten es gibt einzutreten, bei welchen die Online-Antragsmethode definitv die schnellste ist. Der Antrag kann jedoch auch händisch ausgefüllt und zugeschickt werden, oder man kommt in unserer Hauptstelle vorbei. Sobald wir den Antrag bekommen, wird die Mitgliedschaft eingetragen und ein Mitgliedsausweis per Post mit Info-Materialien versendet. Sobald das Mitglied den Ausweis erhält kann es jegliche Leistungen seiner Mitgliedschaft in Anspruch nehmen.

Wie viele aktive Mitglieder kann Ihr Verein verbuchen?

Diese Antwort stellt sich immer relativ schwer dar. Wir wachsen jedes Jahr, was uns natürlich hilft, Mittel für eine Erweiterung unseres Services zu schaffen. Da sich diese Zahl schwer darstellen lässt, möchte ich hier keine falschen Angaben machen, ich denke auch, dass nicht die Größe sondern der Service einer Firma wichtig ist. Ich gehe aber von einer guten 5-Stelligen Mitgliederzahl aus.

Sie sind derzeit in insgesamt 6 Städten vertreten. Wie haben Sie dies geschafft?

Aktuell umfasst unser Service 6 Städte sowie eine Online-Beratung deutschlandweit. Wir haben also Mitglieder aus ganz Deutschland. Aus unternehmerischer Sicht ist es auch für uns wichtig den Markt zu kennen und zu analysieren. Wir sind stetig an einer gewissen Konkurrenz interessiert, da dies am Ende dem großen Ganzen – nähmlich der Hilfe für die Mitglieder – zu Gute kommt – darum sollte es jedem Mieterverein im Vordergrund gehen.

Zu den einzelnen Städten sind wir nach und nach durch interne Marktanalysen gekommen und haben dann Anwälte vor Ort gesucht, welche mit uns zusammen als Partner arbeiten und unser System übernehmen.  So haben wir unsere Kundschaft vor Ort betreuen können, und sind den Mitgliedern so natürlich näher als wenn man versucht nur über das Internet seine Probleme zu lösen.

Ohne unser hervorragendes Team wäre es nicht möglich die stetig wachsende Mitgliederzahl sowie die damit verbundene Arbeit zu bewältigen.

Herzlichen Dank, Bryan-Philip Nagat. Wir von ExpertenTesten wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.

Über die Redakteurin

Laura Hoffmann

Laura Hoffmann arbeitet als freie Redakteurin seit 2016 für expertentesten.de. Ihr Kernbereich liegt dabei in der Recherche spannender Interviewpartner aus den Ressorts Kultur, Sport und Wirtschaft.

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