Beratene Verbraucher:
35890941
TÜV-zertifizierte Vergleichs- und Testverfahren nach ISO 9001
Suche
Generic filters
Nur genaue Treffer
Suche im Titel
Suche im Inhalt
Suche in Zusammenfassung
News-Übersicht

Treppenlift einbauen lassen: Das sind die Montage-Voraussetzungen

Um einen Treppenlift auf dem hauseigenen Stiegenaufgang anbringen zu können, ist von bautechnischer Seite einiges abzuklären. Das betrifft sowohl die Art und Form der Treppe selbst als auch die Wand, an welcher der Treppenlift entlangläuft. Worauf es dabei ankommt, erläutern wir in diesem Artikel.


Welche Form hat die Treppe?

Heute ist ein Treppenlift auf nahezu jeder Treppenform realisierbar. Ganz egal, ob die hauseigene Treppe schmal, breit, eng, flach, steil, kurvig, gerade, ein- oder mehretagig ist. Die einfachste – und deshalb auch günstigste – Variante ist dabei immer der Treppenlift für die gerade, einetagige Treppe. Bei allen anderen Treppenverläufen und -formen, wie etwa der L- oder der U-Treppe muss mit einem Preisaufschlag gerechnet werden. Der Grund für den höheren Preis ist die individuelle Schienenkonstruktion, die bei jeder Treppe neu angepasst, und je nach Treppenkonstruktion mit entsprechenden Kurven- und Ausstattungselementen bestückt wird.


Wie breit ist die Treppe?

Piktogramm SitzliftDie Breite der Treppe entscheidet maßgeblich über die Machbarkeit des Einbaus. Heute ist ein moderner Treppenlift bereits dann montierbar, wenn die Treppe eine Mindestbreite von 70 cm aufweist. Zwei Voraussetzungen müssen dabei jedoch gegeben sein: Es handelt sich dabei um ein privates Wohngebäude mit einer maximalen Anzahl von zwei Wohneinheiten und die Wahl fällt auf einen klappbaren Sitzlift.

Wird der Treppenaufzug in ein öffentliches Wohngebäude mit mehr als zwei Wohneinheiten installiert, setzt die Bauordnung des Landes lt. Maßgabe der bautechnischen Norm DIN 18065 eine Treppenbreite von 100 cm voraus. Erst ab dieser Mindestbreite kann die volle Nutzbarkeit des Flucht- und Rettungsweges gewährleistet werden. Wer kein Ordnungswidrigkeitsverfahren riskieren will, hält sich in Mehrfamilien- und Mehrparteienhäusern besser strikt an die in der Landesbauordnung (LBO) geregelten Maßgaben.

Auch im Einfamilienhaus ist der Flucht- und Rettungsweg freizuhalten. Daher ist bei schmalen Treppen die Montage eines Treppenlifts mit Klappmechanismus vorgesehen. Diese Modelle lassen sich nach der Benutzung wieder platzsparend zusammenklappen, was den Laufweg vergrößert. Je mehr Platz die Treppe trotz des Treppenlifts bietet, desto bequemer ist der Treppenauf- und Abstieg für all jene, welche diesen zu Fuß bewältigen.


Aus welchem Material bestehen Wand und Treppe?

Eine weitere Frage, die sich der Treppenlift-Profi bei der Besichtigung des Stiegenhauses stellt, ist jene nach der Bausubstanz. Für die Art der Befestigung macht es nämlich einen Unterschied, ob die Wände aus Beton, Stein, Granit, Marmor, Stahl, Holz oder Ziegel bestehen. Je nach Belastbarkeit des Baustoffs und vorgesehener Tragkraft des Treppenlifts setzt der Profi die Art der Montage und die geeignete Bohr- und Befestigungstechnik fest.

Welche Art der Befestigung der Treppenlift-Experte wählt, entscheidet sich jedoch nicht nur aufgrund der Bausubstanz, sondern auch anhand der Art und Bauform der Treppe. Fährt der Lift etwa enge Kurven, kommt eine andere Befestigungstechnik zum Einsatz als bei einer geraden Treppe. Bekannte Befestigungsarten sind neben der Wandbefestigung die Klemmbefestigung, die Wangenbefestigung oder die Harfenbefestigung, wie sie etwa als Treppenlift-Systeme in München angeboten werden.

Dasselbe gilt übrigens auch für gebrauchte Treppenlifte. Auch Treppenlifte aus zweiter Hand werden ausnahmslos mit neuen, an die Treppenform angepassten Schienensystemen ausgestattet. Trotz neuer Schienenkonstruktion spart man mit dem Griff zum gebrauchten Gerät mitunter bis zu 60 Prozent ein. Das höchste Einsparungspotenzial bietet dabei der gebrauchte Sitzlift für gerade Standard-Treppen.


Über wie viele Etagen erstreckt sich die Treppe?

Ein Treppenlift ist sowohl auf einetagige als auch auf mehretagige Treppen montierbar. In vielen Fällen ist die Installation auf einer Treppe mit bis zu sieben Etagen möglich, sofern nach jeder Etage eine geeignete Wartefläche vorhanden ist, die das Abwarten einer begegnenden Person ermöglicht.

Ebenso wie die Anzahl der Etagen spielt auch die Anzahl und die Tiefe der Stufen bei der Machbarkeitsfrage keine große Rolle: Der Treppenlift passt sich an nahezu jede Treppensituation an. Der einzige Grund, der dem Einbau eines Treppenlifts vielleicht entgegenstehen könnte, ist der Preis. Da die Länge der Antriebs- und Führungsschienen im Werk immer an die Etagenzahl und die Treppenlänge angepasst wird, ist bei mehretagigen Treppen mit einem Preisaufschlag zu rechnen.


Wie viel Platz bietet die Treppe im Anfangs- und Endbereich?

Für einen bequemen Ein- und Ausstieg bedarf der Treppenlift eines ausreichenden Platzes im Anfangs- und Endbereich. An den beiden Haupt-Haltepunkten sollte daher genügend Platz für den Ein- und Ausstieg vorhanden sein. Die Mindest-Restlaufbreite der Treppe nach hochgeklapptem Sitz muss 60 cm betragen. Die Bewegungsfläche vor dem Ein- und Ausstieg beträgt bestenfalls 120 x 120 cm, bei Treppenliften für Rollstuhlfahrer 150 x 150 cm. Ausreichend Platz ist auch zwischen Treppenlift und einer angrenzenden Tür zu gewährleisten.


Sind die notwendigen Genehmigungen vorhanden?

Vor der Montage eines Treppenlifts in ein öffentliches Gebäude oder ein Wohngebäude mit mehr als zwei Wohneinheiten ist eine Baugenehmigung einzuholen. Für die Installation im Privathaus ist keine Baugenehmigung erforderlich.

Mieter sind zudem verpflichtet, sich den Einbau vom Vermieter genehmigen zu lassen, bestenfalls in schriftlicher Form. Dabei gilt, dass der Mieter zwar Anspruch auf einen barrierefreien Zugang zu seiner Wohnung hat (laut BGB §554a Abs.1), dem Vermieter aber dennoch ein Widerspruchsrecht zusteht.

Als Besitzer einer Eigentumswohnung benötigt man das Einverständnis der Eigentümergemeinschaft. Sollte diese den Einbau des Treppenlifts ablehnen, kann man sein Recht nur noch durch den Gang vor Gericht durchsetzen – dann aber hat man wiederum gute Chancen, zu gewinnen.


Wurde der Treppenlift nach seiner Tragfähigkeit ausgewählt?

Nicht zuletzt ist es von Bedeutung, dass man sich für einen Treppenlift entscheidet, der genügend Kraft hat, um das Gewicht der pflegebedürftigen Person zu befördern. Handelsübliche Sitzlifte sind für eine Traglast von 150 bis 160 Kilogramm ausgelegt. Übergewichtige Personen entscheiden sich besser für einen tragfähigeren und leistungsstärkeren Treppenlift.

Piktogramm PlattformliftAnstatt des Sitzliftes kommt in solchen Fällen womöglich eher ein Plattformlift infrage, der zwar in Anschaffung und Montage preisintensiver ist, dafür aber eine Tragfähigkeit von bis zu 300 Kilogramm besitzt.

Der Plattformlift ist außerdem immer dann die beste Wahl, wenn man als Rollstuhlfahrer auf der Suche nach dem geeigneten Treppenlift ist. Er bietet nicht nur genügend Tragfähigkeit, sondern auch genügend Platz – gemeinsam mit dem Rollstuhl sind damit auch Tragetaschen oder ein Einkauf in die oberen Stockwerke transportierbar.

Auch, wenn ein Treppenlift fast so gut wie an jeder Treppe realisierbar ist – einige Voraussetzungen müssen dennoch erfüllt sein, damit die Sicherheit und Funktionsfähigkeit gewährleistet werden kann. Ob ein Treppenlift wirklich passt, kann anhand der hier aufgelisteten Punkte abgeschätzt werden. Ganz sichergehen kann man jedoch nur nach dem Besuch eines Treppenlift-Experten. Er erkennt auf den ersten Blick, ob sich die hauseigene Treppe für die Montage eines Treppenlifts eignet und auf welche Weise man diesen am besten montiert.


Logo Expertentesten 1
Die Zeit, in der Sie sich einen Weihnachtsmann-Bart stehen lassen, ist bald vorbei! Zeit, sich wieder um Ihren Bart zu kümmern! Aber Himmel! Der Lieblings-Barbier hält sein Geschäft lockdown-bedingt geschlossen. Was tun? Sehen Sie sich unseren großen Bartschneider-Test an, holen Sie sich den besten Bartschneider nach Hause und stutzen Sie Ihren Bart einfach selbst!

Bildquellen:
“Sitzlift” © www.regional-treppenlift.de
“Plattformlift” © www.regional-treppenlift.de
Autor: Redaktion

Zu unserer Redaktion