
Zur Ölgewinnung werden die Samen zunächst geschält und anschließend in einer Ölmühle gepresst. Am besten sind kaltgepresste Hanfsamenöle, da durch den schonenden Vorgang die Nähr- und Inhaltsstoffe erhalten bleiben.
Hanfsamen sind auch in Bio-Qualität verfügbar. Hanf ist eine recht pflegeleichte Pflanze, die in sämtlichen Ländern wächst und wegen ihres sehr dichten Wuchses Unkräuter verdrängt. Herbizide sind daher überflüssig und auch mit Pestiziden muss die Nutzpflanze kaum behandelt werden. Es handelt sich bei Hanfsamenöl um ein 100-prozentiges Naturprodukt.
Hanfsamenöl ist nicht zu verwechseln mit CBD-Öl. CBD gehört wie THC zu den Cannabinoiden; den Wirkstoffen der Hanfpflanze Cannabis. Diese werden aus den Blättern, Blüten und Samen von cannabinoidreichen Pflanzen gewonnen und das Öl dient nur als Trägeröl für den Wirkstoff. Cannabinoide sprechen das körpereigene Endocannabinoid-System an, welches Teil des menschlichen Nervensystems ist.
Hanfsamenöl kommt verschiedenartig zum Einsatz und lässt sich wie viele andere natürliche Öle sowohl äußerlich als auch innerlich verwenden. Die wichtigsten Einsatzgebiete sind:
Hanfsamenöl oder Hanföl können als „normales“ Speiseöl genossen werden. Es ist reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Das Verhältnis der Omega 6 Fettsäure zur Omega 3 Fettsäure beträgt 3:1, was als ein sehr vorteilhaftes Verhältnis angesehen wird.
Die Fettsäure-Zusammensetzung macht Hanföl so besonders:

Hanföl kann zu Salaten, Kartoffeln oder verschiedenen Beilagen gegessen werden und eignet sich auch zur Verfeinerung von Dips, Pestos oder veganen Brotaufstrichen. Ein Hersteller von Hanföl als Speiseöl ist die Wesermühle. Die Wesermühle verwendet ausschließlich Hanfsamen mit Bioland-Siegel. Vor der Produktion wird überprüft, dass die Grenzwerte für Cannabinoide nicht überschritten werden, sodass das Öl weder THC noch CBD enthält.
In der Wesermühle werden ausdrücklich „keine Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneien“ hergestellt. Das Hanfsamenöl der Marke solle daher auch nicht „eingenommen“ werden, sondern als Bestandteil der Ernährung gelten. Man verwendet es einfach anstatt von Leinöl oder anderen Pflanzenölen in der Küche.
Hanföl ist auch bei der Körperpflege beliebt. Die zweifach ungesättigte Fettsäure Linolsäure macht über 50 % des Hanfsamenöls aus. Linolsäure soll Haut, Haare und Nägel unterstützen.
Das Bio-Hanfsamenöl der Kräuterland Ölmühle wird vom Hersteller insbesondere für die Haut- und Körperpflege empfohlen. Wie bei Arganöl oder Kokosöl sind vielseitige Anwendungen möglich:
Haut: Nach dem Duschen auf der feuchten Haut als Körper-Öl verwenden.
Haare: Hanföl in die trockenen Haare einmassieren und ca. 30 Minuten einwirken lassen – dann die Haare mit Shampoo auswaschen.
Kräuterland Ölmühle schreibt zur Verwendung:
Es gibt auch zahlreiche Kosmetikprodukte wie Körperlotionen und Cremes, die mit Hanfsamenöl als Inhaltsstoff werben.
Obwohl die Studienlage zu Hanfsamenöl sehr gering ist und entsprechende Tropfen nicht mit gesundheitlich bezogenen Aussagen beworben werden dürfen, ist Hanfsamenöl auch als Tropfen oder in Kapselform sehr beliebt.
Hanföl als Alternative zu Fischöl-Kapseln

Hanföl fürs Wohlbefinden
Wie unsere Auswertung der Nutzer-Erfahrungen zeigt, versprechen sich die Anwender von Hanföl Tropfen, allgemein ihr „Wohlbefinden“ zu steigern oder das „innere Gleichgewicht“ zu stärken. Es wird berichtet, durch die Einnahme „erträglicher für die Mitmenschen“ zu werden und sich „besser zu fühlen“. Achtung: Es handelt sich hierbei lediglich um die Aussagen einzelner Nutzer. Solche Aussagen lassen sich nicht verifizieren und haben keinerlei wissenschaftliche Gültigkeit.