TÜV-zertifizierte Vergleichs- und Testverfahren nach ISO 9001
Suche
Generic filters
Nur genaue Treffer
Suche im Titel
Suche im Inhalt
Suche in Zusammenfassung
Zurück zur Tandemsprung-Vergleichstabelle Aktualisiert am:

Geschichte des Fallschirmspringens

Immer mehr Menschen suchen den Kick, den besonderen Adrenalinschub in extremen Aktivitäten. Dazu zählt auch der Tandemsprung mit dem Fallschirm. Inzwischen haben sich bundesweit Anbieter etabliert, welche Tandemsprünge professionell vermarkten. Über viele Standorte verteilt über ganz Deutschland, Österreich, die Schweiz, Spanien, Portugal, Belgien und Tschechien können Tandemsprünge gebucht werden.

Während das Fallschirmspringen an sich schon eine sehr lange Vergangenheit hat, gibt es Tandemsprünge erst seit rund 40 Jahren. Was inzwischen mit fortschrittlichsten Mitteln betrieben wird, hat aber einmal ganz einfach begonnen.

Das Fallschirmspringen vom Beginn bis heute

Die Geschichte des Fallschirmspringens begann bereits vor einer sehr langen Zeit. Überlieferungen zufolge kam es bereits 2.000 Jahre vor Christi Geburt zu den ersten dem Fallschirmspringen ähnelnden Versuchen. Türme mit unterschiedlichen dienten als Absprungbasis für die ersten Sprünge.

Allerdings mussten in dieser Zeit viele Menschen ihren Wagemut noch mit dem Leben bezahlen. Belegt ist der Todessprung des Fallschirmspringers Cocking aus dem Jahre 1813.

Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln dieser Zeit wurden immer neue Techniken mit Schirmen aus unterschiedlichsten Materialien ausprobiert, um endlich einen erfolgreichen Fallschirmsprung durchzuführen.

Überwiegend stützten sich die Versuche auf Fallschirmmodelle aus Stoff und dünnen Leisten. Die in der damaligen Zeit gebauten Fallschirme ähnelten den heutigen Regenschirmen, allerdings in der umgekehrten Form. Mittlerweile ist bekannt, dass mit diesen Fallschirmarten niemals einer dieser Sprünge hätte Erfolg haben können. Aber der Mensch ist nun einmal erfinderisch. Die von dieser neuen Sportart Besessenen experimentierten immer weiter und testeten ihre Modelle in Sprüngen.

Den Sprüngen von Türmen oder anderen hohen Gebäuden folgten irgendwann die ersten Absprünge aus Flugzeugen. Lange Zeit hatte man aber keine wirklich gute Idee, wo man den Fallschirm selber beim Absprung unterbringen sollte.

Bei den ersten Versuchen wurde der Fallschirm in einem Metallkasten am Flugzeug untergebracht. Mit der auch heute noch benutzten Reißleine wurde der Schirm nach dem Absprung geöffnet und fiel aus dem Staufach heraus. Die Idee, den Schirm am Körper mit sich zu tragen, kam von einem Deutschen.

Geschichte des Fallschirmspringens

Als später die Piloten diese Absprünge als zu gefährlich bezeichneten und sich weigerten, die Springer in die Luft zu bringen, mussten die Springer eine Zeit lang ihre Flugzeuge selber fliegen. Der Nachteil bestand darin, dass, wenn der Springer mit seinem Flugzeug seine Sprunghöhe erreicht hatte, er das Flugzeug verließ und dieses damit steuerlos wurde. Also bedurfte es für jeden Sprung auch eines neuen Flugzeuges, da das Letzte beim Sprung zu Bruch ging. Obwohl die Kosten für einen Sprung durch diese Praktik ins Unendliche stiegen, wurde über einen längeren Zeitraum auf diese Weise mit dem Fallschirm gesprungen.

In der Weiterentwicklung der Fallschirme schaute jeder vom anderen ab und nutzte neue Erkenntnisse, um den eigenen Fallschirm zu verbessern. Die Qualität der Fallschirme stieg so stetig an.

1920 war die Entwicklung so weit vorangeschritten, dass der Fallschirmsport aus der Taufe gehoben wurde. Vereine mit einer hohen Mitgliederzahl gründeten sich und die ersten Meisterschaften fanden statt.

Auch das Militär zeigte natürlich irgendwann Interesse an den Fallschirmen. Flugzeugpiloten der Luftwaffen wurden mit Fallschirmen ausgerüstet, um im Falle eines Absturzes den Piloten zu erhalten. In der Folge wurden Luftlandebrigaden gegründet, um militärische Einsätze im Hinterland des Feindes durchführen zu können.

Die Geschichte des Tandemsprungs

Der Sinn des Tandemspringens besteht eigentlich darin, im Fallschirmspringen nicht ausgebildete Personen mit dem Fallschirm zu transportieren beziehungsweise an ihr Ziel zu bringen. Das machte sich vorrangig das Militär zunutze, um Spezialisten in Einsatzgebiete zu befördern, die auf anderem Weg nicht zu erreichen sind oder wenn der Landweg zu lange dauern würde. So werden unter anderem beispielsweise dringend benötigte Mediziner in ein Einsatzgebiet gebracht.

Den ersten Tandemsprung mit Passagier führte vor rund 40 Jahren Gary Dupuis durch. Er benutzte allerdings noch ein für eine Person ausgelegtes Fallschirmsystem. Da dieses für die doppelte Last nicht ausgelegt war, gestalteten sich die Öffnung des Schirms und die Landung äußerst unsanft. Trotzdem wurde diese Idee nicht ad acta gelegt, sondern weiter verbessert.

Geschichte des Tandemsprungs

Da ein solches Fallschirmsystem zwei Personen tragen sollte, musste es so konstruiert werden, dass der Fallschirm 200 Kilo bewältigen kann und sich auch bei Geschwindigkeiten bis 300 km/h noch sanft öffnet.

Durch die hohe Fallgeschwindigkeit der frühen Jahre des Tandemsprungs waren die Freifallzeiten nur sehr kurz. Erst mit der Erfindung des Drogue-Systems, welches einen kleinen Bremsfallschirm bezeichnet, wurden die Freifallzeiten so lang, wie sie auch heute noch sind.

Der Bremsfallschirm öffnet sich bereits kurz nach dem Absprung und bremst die Tandemspringer auf rund 200 km/h ab, sodass die Freifallzeit aus einer Höhe von 4.000 Metern rund 60 Sekunden beträgt.

17 Jahre nach dem ersten Tandemsprung von Gary Dupuis war das erste Gurtzeug speziell für den Passagier entworfen. Mit diesem Gurtzeug wurde der Passagier am Gurtzeug des Tandem-Masters befestigt.

Das erste serienreife und zuverlässige System, um zwei Personen sicher zu Boden zu bringen, wurde 1985 vorgestellt. Mit diesem System wurden das Öffnen des Fallschirms und die Landung enorm sicherer und angenehmer.

Mit diesem bewehrten System springen die Tandemspringer auch heute noch. 1986 gab der Bundesminister für Verkehr die offizielle Erlaubnis, mit diesem System auch in Deutschland Tandemsprünge durchzuführen. Vom Beginn der Entwicklung von Tandemsystemen bis heute wurden die Sicherheitsstandards stetig verbessert und sind heute auf höchstem Stand.

Das Gurtzeug des Tandem-Masters ist zudem mit zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet. Eines der Wichtigsten ist das automatische Öffnungssystem „Cypres“.

Sollte der Tandem-Master, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage sein, den Schirm zu öffnen, sorgt dieses System dafür, dass spätestens 600 Meter über Grund der Reservefallschirm automatisch ausgelöste wird.

Auch an den Techniken der Springer wurde immer weiter gefeilt. Kaum ein Anfänger ist beispielsweise in der Lage, ohne Training die gewisse Freifallhaltung einzunehmen, welche es ermöglicht, mit dem Körper den Flug zu steuern. Bei einem Tandemsprung achtet der Tandem-Master darauf, dass sein Passagier das, so gut es geht, befolgt.

Zudem hat jeder Fallschirmspringer seine Checkliste im Kopf, welche er nach dem Absprung automatisch durchgeht. So macht er 3 Sekunden nach dem Absprung seinen Kappencheck, bei welchem er kontrolliert, ob die Symmetrie des Schirms stimmt, alle Kammern mit Luft gefüllt sind, ob keine Beschädigungen zu sehen und die Leinen alle frei sind.

Das Erlebnis Tandemspringen findet in der heutigen Zeit unter den besten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Ähnliche Themen

Schreibe einen Kommentar

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4.186 Bewertungen. Durchschnitt: 4,70 von 5)
Loading...