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Mikroskope im Test auf ExpertenTesten
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Mikroskop Test - so betrachtet man die Welt aus einer anderen Perspektive - Vergleich der besten Mikroskope 2019

Mit einem Mikroskop lĂ€sst sich oft die Welt aus einer anderen Sicht betrachten.Unsere Experten haben zahlreiche Vergleichsberichte, Kundenmeinungen und Tests im Internet eingesehen und eine Bestenliste erstellt, die Wertungen fĂŒr Objektive, Okulare, Gewicht und einiges mehr aufzeigt.

Mikroskop Bestenliste 2019

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Der Vergleichs-Testsieger im Video

Was ist ein Mikroskop?

Der große Test der Mikroskope 2019.Ein Mikroskop vergrĂ¶ĂŸert das untersuchte Objekt wesentlich. Selbst bei einfacheren Mikroskopen sind maximale VergrĂ¶ĂŸerungen um das Hundertfache keine Seltenheit. So lassen sich Details erkennen, die ohne solche Hilfsmittel nicht oder nur schwer sichtbar sind. Insbesondere können so auch biologische Gewebe und Mikroorganismen untersucht werden. Aber auch Modelle mit VergrĂ¶ĂŸerungsfaktoren von etwa 1000 und mehr sind heutzutage bereits vergleichsweise gĂŒnstig erhĂ€ltlich. Diese eignen sich auch fĂŒr die Untersuchung von noch kleineren Strukturen oder spezifischen Details von grĂ¶ĂŸeren Zellen.

Wie funktioniert ein Mikroskop?

Das Mikroskop setzt sich aus mehreren Funktionseinheiten zusammen, von denen ein Großteil zum optischen System des Instruments gehört. FĂŒr eine hinreichende Beleuchtung wird beim Mikroskop durch eine Lichtquelle wie ein Halogenbirnchenoder auch eine LED gesorgt. Diese befindet sich beim Durchlichtmikroskop unterhalb, beim Auflichtmikroskop hingegen oberhalb der auf dem ObjekttrĂ€ger befestigten Probe. Idealerweise sollte die IntensitĂ€t der Lichtquelle einstellbar sein. Auf diese Weise können die LichtverhĂ€ltnisse an das jeweilige Untersuchungsobjekt angepasst werden.

Die VergrĂ¶ĂŸerung wird im Mikroskop durch ein Linsensystem erreicht, welches den vom Objekt ausgehenden Lichtstrahl soweit aufweitet, dass auch das menschliche Auge die Details selbst von Strukturen, die nur wenige Mikrometer groß sind, erkennen kann. Dar Mikroskope auch von BrillentrĂ€gern ĂŒblicherweise ohne Brille genutzt werden, lĂ€sst sich die Optik durch das Drehen an verschiedenen Mechaniken des Okulars oder Objektivs auf die jeweilige SehstĂ€rke anpassen.

Hier unterscheidet man zwischen dem Grobtrieb und dem Feintrieb des Instruments, der zur Justierung der Brennweite genutzt wird. Somit muss beim Benutzen des Mikroskops im Normalfall keine Brille getragen werden. Es gibt natĂŒrlich aber auch SehschwĂ€chen, die durch ein bloßes SchĂ€rferstellen nicht ausgeglichen werden können. Diese können dann auch durch die entsprechende Einstellung des Mikroskops nicht neutralisiert werden. Hier empfiehlt es sich, entweder versuchsweise doch mit Brille zu mikroskopieren oder eine andere Lösung in Absprache mit dem Augenarzt zu finden.

Bei besonders hohen VergrĂ¶ĂŸerungsfaktoren stĂ¶ĂŸt man beim Lichtmikroskop an die BeschrĂ€nkung durch die WellenlĂ€nge des Lichts: Es gibt eine minimale LĂ€nge, die durch das Mikroskop noch scharf abgebildet werden kann. Alle Strukturen, die kleiner als diese charakteristische GrĂ¶ĂŸe sind, erscheinen verschwommen und können unter dem Mikroskop somit nicht untersucht werden.

Damit eignen sich derartige z.B. optische Mikroskope nicht, um wissenschaftliche Forschung an den entsprechenden Strukturen durchzufĂŒhren.

Hier kommen deshalb andere GerĂ€te zum Einsatz: Denn es lĂ€sst sich nicht nur mit Licht mikroskopieren, auch andere Wellen wie z.B. Elektronenwellen bieten die Möglichkeit zur vergrĂ¶ĂŸerten Darstellung von Objekten bzw. PrĂ€paraten. Insbesondere das Elektronenmikroskop liefert ein sehr gutes Auflösungsvermögen. Allerdings muss das Untersuchungsobjekt mit einer Metallbeschichtung auf die Aufnahme vorbereitet werden.

Dies bedeutet nicht nur einen zusĂ€tzlichen Aufwand, sondern kann auch feine Details verdecken. Ein Beispiel sind etwa kleine Öffnungen im Panzer von Insekten, in denen sich die Metallatome ansammeln können: Die feinen Poren verstopfen. Auf der Aufnahme sind sie dann nicht mehr zu erkennen. Außerdem existieren noch viele weitere verschiedene Mikroskope, auf die hier nicht im notwendigen Detail eingegangen werden kann.

Vorteile & Anwendungsbereiche

Es gibt die verschiedensten Anwendungsbereiche eines Mikroskops.Mikroskope kommen immer da zur Anwendung, wo das menschliche Auge bei der Auflösung von Strukturen aufgrund deren geringer GrĂ¶ĂŸe versagt. Die meisten Menschen können Objekte von einer GrĂ¶ĂŸe von etwa 100 Mikrometern (0,1 Millimetern) noch als kleine Punkte erkennen, wesentlich kleinere GegenstĂ€nde oder Lebewesen können aber in der Regel vom Auge nicht aufgelöst werden.

Diese Details der den Menschen umgebenden Welt bleibt ihm ohne den Einsatz von VergrĂ¶ĂŸerungsverfahren wie der Mikroskopie somit  verborgen. Dies hat sich im Verlauf der Evolution anscheinend nicht als genĂŒgend nachteilhaft erwiesen, um zu einem besseren Auflösungsvermögen des Auges zu fĂŒhren. Hier traten die grĂ¶ĂŸten lebensbedrohlichen Gefahren, die dem frĂŒhen Menschen und seinen Vorfahren zum VerhĂ€ngnis werden konnten, wohl auf einer anderen GrĂ¶ĂŸenskala auf.

Als Beispiel seien hier Raubtiere, feindliche StĂ€mme oder giftige Beeren genannt. Aber auch zum oft zitierten „Jagen und Sammeln“ war die naturgegebene SehschĂ€rfe vollkommen ausreichend. Allerdings ist der Mensch in seiner Entwicklung nun an einen Punkt gekommen, an dem auch die Erkundung der mikroskopischen Welt eine immer grĂ¶ĂŸere Rolle spielt.

Mit der fortschreitenden Entwicklung der Miniaturisierung in der Elektronik werden Mikroskope im zunehmendem Maße auch in diesem Fachgebiet eingesetzt. Etwa lassen sich tote Pixel auf einem flachen Monitor mit einem Mikroskop hĂ€ufig genauer untersuchen: Hier wird dann deutlich, dass jeder Bildpunkt in Wirklichkeit kein einzelner Punkt ist, sondern sich in der Regel (je nach verwendeter Technik) aus Leuchtmitteln in drei verschiedenen Farben (z.B. Rot, GrĂŒn und Blau) zusammensetzt.

Hierbei wird natĂŒrlich bei Monitoren der Abstand dieser verschiedenfarbigen Leuchtpunkte vom Hersteller bewusst so klein gewĂ€hlt, dass das Auge sie nicht mehr unterscheiden kann. Das Resultat ist ein anscheinend einfarbiger Pixel. Auch fĂŒr Hobby-Elektroniker und Bastler kann ein geeignetes Mikroskop deshalb als fester Bestandteil der Werkstatteinrichtung interessant sein.

Mit ihm lassen sich hĂ€ufig faszinierende Einblicke in den Aufbau oder die Funktionsweise von modernen oder Ă€lteren GerĂ€ten gewinnen, die ohne ein solches Hilfsmittel graue Theorie bleiben. Die eigene Praxiserfahrung kann erfahrungsgemĂ€ĂŸ meist nicht vollstĂ€ndig durch Lehrbuchwissen ersetzt werden. Auch die Diagnose bestimmter Defekte elektronischer Bauteile oder von sehr kleinen Leiterbahnen wird durch ein solches Instrument erleichtert.

Außerdem können auch TaschentĂŒcher, Stoffe oder Metallfolien unter dem Mikroskop bereits bei relativ kleinen VergrĂ¶ĂŸerungen interessante Details offenbaren. Hier lassen sich die Arbeitsmuster der verwendeten industriellen Maschinen eher erkennen als auf der gröberen Skala.

Insbesondere aus biologischem Ausgangstoffen hergestellte Materialien enthalten oft noch Hinweise auf ihre Herkunft, die erst unter dem Mikroskop sichtbar werden.

Hier rechnen die meisten Hersteller nicht damit, dass der Kunde sich die gekaufte Ware auch einmal stark vergrĂ¶ĂŸert ansieht. Dementsprechend bleibt die Gestaltung auf das gröbere, mit dem bloßen Auge sichtbare Bild des entsprechenden Artikels beschrĂ€nkt. Dies ist völlig verstĂ€ndlich, bietet dem Interessierten aber ein weites Spektrum zur mikroskopischen Erkundung solcher Materialien.

Ein Großteil der medizinischen Forschung ist in der heutigen Zeit ohne Mikroskope weitgehend undenkbar. Nur unter dem Mikroskop können – der Name verrĂ€t es bereits – mikroskopische VerĂ€nderungen an Geweben und anderen biologischen Proben erkannt und weiter untersucht werden. Aber nicht nur in der Grundlagenforschung, auch in der Diagnostik z.B. in KrankenhĂ€usern spielen sie deshalb natĂŒrlich eine wichtige Rolle.

Desweiteren können sie zum Beispiel in den Ingenieurswissenschaften dabei helfen, Materialfehler zu erkennen, bevor diese makroskopisch sichtbar werden. Somit lassen sich wichtige Bauelemente austauschen, bevor es zu grĂ¶ĂŸeren SchĂ€den oder UnfĂ€llen kommt. Aber auch im Nachhinein lassen sich Verschleißmechanismen anhand ihres Erscheinens im vergrĂ¶ĂŸerten Bild klassifizieren und so die Ursache z.B. fĂŒr einen Motorschaden feststellen. Dies kann von strafrechtlicher Relevanz sein, hat aber auch Bedeutung bei der Ermittlung im Rahmen von SchadensersatzansprĂŒchen oder Versicherungsbetrug.

Besonders interessant fĂŒr angehende Kriminologen, aber auch aus Film und Fernsehen bekannt, sind Ermittlungsverfahren, bei denen mikroskopische Spuren eines Verbrechens unter dem Mikroskop untersucht werden. So lassen sich winzige Blutspritzer klassifizieren oder eindeutige Besonderheiten von am Tatort gefundenen Materialien feststellen. Auf diese Weise kann der Kreis der VerdĂ€chtigen oftmals weiter eingeschrĂ€nkt oder sinnvoll erweitert werden.

Allerdings gehen viele fortgeschrittene Untersuchungsverfahren den geschulten Experten weniger schnell von der Hand, als es in so mancher Serie dargestellt wird. Eine umfassende DNA-Analyse in einem Zeitrahmen von wenigen Stunden, weil der VerdÀchtige sich vor der Verhaftung ansonsten ins Ausland absetzen könnte, muss zumindest in absehbarer Zeit der fiktiven Welt der Filme und Serien vorbehalten bleiben. Weiteres zu den Anwendungen in der Forensik findet man z.B. in [5].

Das Mikroskop erweckt aber nicht nur das Fachwissen etablierter Experten zum Leben, in der Ausbildung nimmt es einen ebenso hohen Stellenwert ein. HĂ€ufig ist auch fĂŒr SchĂŒler ein eigenes Mikroskop ein sehr attraktives BeschĂ€ftigungsobjekt und motiviert zur Erkundung einer völlig andersartigen Kleinstwelt. Insbesondere kann der SchĂŒler oder die SchĂŒlerin bei Interesse auch Wissen zusammentragen, welches ĂŒber den hĂ€ufig als nicht besonders interessant empfundenen Biologie-Schulunterricht hinausgeht.

Die bei vielen Modellen mitgelieferten Proben liefern hier interessante EindrĂŒcke und sorgen vielleicht sogar fĂŒr eine Menge wissenschaftlichen GesprĂ€chsstoff. Außerdem lassen sich natĂŒrlich auch AlltagsgegenstĂ€nde, eigene Haare oder Pflanzenteile von einer völlig neuen Seite kennenlernen. Hier ist vor allem die Struktur hervorzuheben, die vergrĂ¶ĂŸert hĂ€ufig ein ganz anderes oder weiteres Gesicht offenbart. Dies liegt daran, dass z.B. Pflanzen hĂ€ufig aus verschiedenen Strukturen bestehen, von denen nur die grĂ¶ĂŸeren mit dem bloßen Auge sichtbar sind.

Neben diesen Einblicken ist aber auch die praktische Erfahrung mit dem Mikroskop nicht zu unterschĂ€tzen: Diese wird z.B. im Medizinstudium an vielen UniversitĂ€ten bereits im ersten Semester benötigt oder muss in sehr kurzer Zeit erworben werden. Hier kann es also auch fĂŒr Abiturienten sinnvoll sein, sich bereits in der Schulzeit ein eigenes Mikroskop zuzulegen, damit die spĂ€tere wissenschaftliche Arbeit im Studium leichter von der Hand geht.

DarĂŒber hinaus kann man so bereits Erfahrungen mit dem Aufbau der verschiedensten biologischen Gewebe sammeln, bevor dieses Wissen dann spĂ€ter an der UniversitĂ€t oder im Unterricht vertieft wird. Oftmals ist es dazu vorteilhaft, wenn man auch außerhalb der Unterrichtszeit praktischen Einblick in die verschiedenen kleinen, natĂŒrlich auftretenden Strukturen nehmen kann.

Die Zellen haben im Laufe der Jahrmillionen der Evolution eine schier unglaubliche Anzahl von Möglichkeiten entwickelt, sich miteinander zu verknĂŒpfen und so grĂ¶ĂŸere ZellverbĂ€nde, Gewebe und  Organe zu bilden. Es lohnt sich also, diese reichhaltigen Strukturen auf verschiedenen LĂ€ngenskalen zu erkunden.

Welche Arten von Mikroskopen gibt es?

Es gibt verschieden Arten von Mikroskope.Lichtmikroskope können als Monokularmikroskop oder Binokularmikroskp ausgefĂŒhrt sein. Dies bedeutet, dass entweder nur ein Auge oder beide Augen zur Betrachtung des vergrĂ¶ĂŸerten Bildes ans Okular gefĂŒhrt werden. Bei den binokularen Modellen muss so nicht das zweite Auge geschlossen werden, um das Mikroskopbild zu betrachten. Im Hobbybereich sollte man vor allem zwischen Lichtmikroskopen mit und ohne eingebauten Photosensor unterscheiden.

Manchmal sind diese Mikroskope aber auch als KombinationsgerĂ€t ausgefĂŒhrt, d.h. das Bild kann entweder mit dem Auge betrachtet oder digital ĂŒbertragen bzw. abgespeichert werden. Die Mikroskope mit Photosensor lassen sich meist einfach an den USB-Anschluss eines Computers anschließen. Vorsicht: Digitalmikroskope verfĂŒgen nicht immer ĂŒber die Möglichkeit, selbst einen Blick ins Mikroskop zu werfen.

Oftmals ist bei diesen Modellen das digitalisierte Bild bzw. Video auf dem Computerbildschirm das einzige, was der Nutzer von der Probe zu Gesicht bekommt. Dies muss aber natĂŒrlich nicht zwingend ein Nachteil sein. FĂŒr Modelle ohne Digitalisierung bzw. USB-Option ist eine Okularkamera oftmals eine sinnvolle ErgĂ€nzung – insbesondere dann, wenn das verwendete Modell bereits relativ hochwertig ist (siehe den Abschnitt „NĂŒtzliches Zubehör“).

Mit der beigelegten Software kann man dann die verschiedenen PrĂ€parate vergrĂ¶ĂŸert auf dem Monitor darstellen. Die Aufnahmen lassen sich ĂŒblicherweise als Bild- oder Videodateien abspeichern. Dabei sind auch bei gĂŒnstigeren Mikroskopen hĂ€ufig schon verschiedene fertige Anschauungsobjekte beigelegt. Hersteller von hochwertigeren Modellen fĂŒr den professionellen Einsatz im Bereich der Medizin und Biowissenschaften vertrauen hingegen oft darauf, dass die KĂ€ufer selbst ĂŒber das notwendige Know-How verfĂŒgen, um Gewebe oder Mikroorganismen zum Mikroskopieren vorzubereiten.

Hier hilft es meist, einfach einen Blick in die genaue Beschreibung des jeweiligen Modells zu werfen oder beim Lieferanten nachzufragen. NatĂŒrlich gibt es aber auch Modelle, die sowohl im Privat- als auch im professionellen Bereich nutzbar und sinnvoll sind. DarĂŒber hinaus existieren selbstverstĂ€ndlich auch Spielzeug-Mikroskope, die eher fĂŒr kleinere Kinder geeignet sind.

Diese beheben meist Gefahren wie Glassplitter nach dem Zerbrechen von Linsen, indem sie beispielsweise relativ gĂŒnstige Kunststofflinsen verwenden oder die verwendeten Glaslinsen fest in einen Rand aus transparentem Kunststoff eingießen. Ein solches Mikroskop ist eher nicht fĂŒr das ernste wissenschaftliche Arbeiten geeignet, sondern dient vor allem der HeranfĂŒhrung und Begeisterung selbst kleiner Kinder fĂŒr die mikroskopische Welt.

Allerdings verfĂŒgen viele Modelle aus dieser Kategorie nicht ĂŒber ein ausreichendes Auflösungsvermögen, um biologische Zellen und andere Komponenten sichtbar zu machen. Oftmals beinhaltet ein solches Mikroskop auch nur eine relativ kleine Auswahl von beigelegten Untersuchungsobjekten.

Vorsicht ist außerdem geboten, wenn das Modell in der Spielzeugabteilung angeboten wird: Hier sollte am besten vorab geklĂ€rt werden, ob die unter dem Objektiv liegenden Proben tatsĂ€chlich vergrĂ¶ĂŸert oder nur ein vorbereitetes Bild (etwa einer Comicfigur) dargestellt wird.

Eine solche Konstruktion mag dann zwar den beschenkten Kindern eine Weile Spaß machen, hat aber nur einen sehr geringen wissenschaftlichen Wert. Diese Kritikpunkte sind zwar unter UmstĂ€nden gar nicht relevant, weil bewusst ein reines Spielzeug verschenkt werden soll, wir halten es aber fĂŒr unsere Pflicht, sie auf diese Schwierigkeit bei der Auswahl eines geeigneten Mikroskops hinzuweisen.

Im wissenschaftlichen Bereich gibt es neben den mit Licht arbeitenden Modellen hingegen eine große Anzahl von weiteren Mikroskopen, die nicht immer unbedingt mit sichtbarem Licht arbeiten. So macht etwa das Elektronenmikroskop auch solche Strukturen sichtbar, die mit normalen Lichtmikroskopen nicht aufzulösen sind. Rastertunnelmikroskope können hingegen sogar einzelne Atome abbilden. Zum Abtasten der OberflĂ€che wird eine sogenannte Tunnelspitze ĂŒber die abzubildende OberflĂ€che bewegt.

Die dahinterstehende Technik stellt eine technische Anwendung des quantenmechanischen Tunneleffekts dar. Hier wird der Abstand der Tunnelspitze von der zu untersuchenden OberflĂ€che ĂŒber den Tunnelstrom gemessen. Dieser fließt aufgrund von quantenmechanischen Effekten bereits im geringen Abstand, ohne dass die Spitze die OberflĂ€che dazu berĂŒhren muss.

Die IntensitĂ€t des gemessenen Tunnelstroms hĂ€ngt dabei von dem Abstand zur OberflĂ€che ab, so dass die Messdaten (also die Informationen ĂŒber die jeweilige Position der Tunnelspitze und den dort gemessenen Tunnelstrom) sich z.B. mit einem Computerprogramm in ein relativ detailliertes Bild von nanometergroßen Strukturen auf der OberflĂ€che umwandeln lassen.

So lassen sich tatsĂ€chlich die ElektronenhĂŒllen einzelner Atome abbilden. Außerdem existieren noch viele weitere Arten von Mikroskopen wie etwa das Rasterkraftmikroskop, die allerdings aus PlatzgrĂŒnden hier nicht alle beschrieben werden können. Dies ist ein Thema, welches leicht BĂŒcher fĂŒllen könnte und dies auch tut.

Mikroskop im Video

So haben wir die Mikroskope getestet

Die optische QualitĂ€t eines Mikroskops bemisst sich anhand verschiedener Faktoren. Insbesondere ist hierbei die QualitĂ€t der verwendeten Linsen wichtig. Auch sollten die verbauten optischen Elemente ideal aufeinander abgestimmt sein, um eine optimale AbbildungsqualitĂ€t zu gewĂ€hrleisten. Die Linsen sollten das Untersuchungsobjekt außerdem bei der Abbildung nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig verzerren.

Bei modernen Mikroskopen oder Okularkameras, die z.B. ĂŒber ein USB-Kabel an einen Rechner angeschlossen werden können, ist außerdem noch die GĂŒte des eingebauten CCD-Sensors entscheidend. So nĂŒtzt ein noch so hochwertiges optisches System nichts, wenn der Sensor ĂŒbermĂ€ĂŸig viel Rauschen in Bild bringt. Insbesondere mĂŒssen diese beiden Teile des Mikroskops natĂŒrlich gut zusammenarbeiten: Das Linsensystem sollte dem CCD-Sensor ein hinreichend scharfes, gut belichtetes, weitgehend verzerrungsfreies und detailliertes Bild zur Digitalisierung liefern.

Auf diese Weise ist ein solches Mikroskop tatsĂ€chlich mehr als nur die Summe seiner Teile und wurde natĂŒrlich auch dementsprechend bewertet. Allerdings haben wir alle Punkte letztendlich in der AbbildungsqualitĂ€t zusammengefasst, da diese wohl das fĂŒr den Verbraucher wichtigste Kriterium darstellt.

So haben unsere Experten die Mikroskope getestet.DarĂŒber hinaus sollten moderne Mikroskope natĂŒrlich auch eine Möglichkeit zur Digitalisierung der aufgenommenen Bilder als herausragendste technische Eigenschaft bieten. Daher haben wir eine Möglichkeit zum Anschluss des Mikroskops ĂŒber USB an einen Rechner zur Übertragung des Aufnahmen ebenfalls positiv mit in die Bewertung aufgenommen. DarĂŒber hinaus ist natĂŒrlich auch die QualitĂ€t der so erzielten Bild- oder Videodateien wichtig.

Bei diesem Punkt ist allerdings zu beachten, dass Modelle mit abnehmbaren Okular oftmals die Möglichkeit bieten, dieses durch eine passende USB-Okularkamera zu ersetzen. Wenn diese separat erworben werden muss, wie es bei einigen professionellen Modellen immer noch ĂŒblich zu sein scheint, wirkt sich dies in unserem Test allerdings negativ auf das Preis-LeistungsverhĂ€ltnis des Mikroskops aus.

Dieses ist ein weiteres wichtiges Bewertungskriterium: HĂ€lt der Verbraucher fĂŒr sein Geld ein GerĂ€t, welches zu diesem Preis annehmbare Aufnahmen möglich macht, und wie schlĂ€gt es sich hier im Vergleich zur Konkurrenz? Besonders gĂŒnstige Modelle, die eine wesentlich schlechtere QualitĂ€t der Darstellung als etwas kostspieligere GerĂ€te bieten, schneiden bei diesem Punkt also mitunter trotzdem schlechter ab.

Letztendlich haben wir auch die Verarbeitung des jeweiligen Instruments bewertet. Steht das Instrument sicher, macht es es einen stabilen Eindruck? Wurden die Komponenten sauber miteinander verbunden, ist z.B. der Tubus ordentlich ausgearbeitet? Hier erhalten gut verarbeitete, solide Mikroskope aus Metall naturgemĂ€ĂŸ eine bessere Bewertung als locker zusammenhĂ€ngende Plastikkonstruktionen.

Ein weiterer Punkt ist die Ausstattung des Mikroskops. Hier geht beigelegtes, sinnvolles Zubehör positiv ein, aber z.B. auch, ob es zwischen Auflicht- und Durchlichtmikroskopie umgeschaltet werden kann.

Worauf muss ich beim Kauf eines Mikroskops achten?

Bei dem Kauf eines Mikroskops sollte man vor allem darauf achten, ob sich das Modell fĂŒr den angedachten Anwendungszweck eignet. Ist das GerĂ€t eher als Spielzeug gedacht, um sie Begeisterung fĂŒr die kleinen und kleinsten Bausteine der Natur zu entfachen, oder soll damit ernsthaft wissenschaftlich gearbeitet werden? In letzterem Fall sollte etwa die VergrĂ¶ĂŸerung in einem passenden Bereich liegen.

Hier kommt es insbesondere darauf an, ob nur relativ große Zellen abgebildet werden oder auch kleinere Strukturen untersucht werden sollen.

Eine etwa hundertfache VergrĂ¶ĂŸerung ist fĂŒr die Darstellung von Zwiebelzellen meist vollkommen ausreichend. Diese besitzen einen Durchmesser von etwa 200 Mikrometern, der auf dem vergrĂ¶ĂŸerten Bild fĂŒr das Auge dann etwa 20 mm (200 ”m x 100) groß erscheint. Somit sind die einzelnen Zellen selbst bei dieser relativ geringen VergrĂ¶ĂŸerung bereits deutlich sichtbar.

Dazu sollte allerdings gesagt werden, dass Zwiebelzellen gerade wegen ihrer recht umfangreichen Dimensionen und der damit zusammenhĂ€ngenden leichten Mikrokospierbarkeit im Schulunterricht so beliebt sind. Wer allerdings feinere Details oder kleinere Zellen untersuchen möchte, der sollte am besten bei der Auswahl des passenden Modells auf eine noch höhere VergrĂ¶ĂŸerung achten. Bei vielen Lichtmikroskopen setzt sich der insgesamt zu erzielende VergrĂ¶ĂŸerungsfaktor dabei aus der VergrĂ¶ĂŸerung durch das Okular und durch das Objektiv zusammen.

Dies bedeutet: Wenn das Objektiv eine sechszehnfache VergrĂ¶ĂŸerung liefert und das Okular eine achtfache, dann betrĂ€gt der gesamte VergrĂ¶ĂŸerungsfaktor bei der Betrachtung des Bildes durch das Mikroskop 8×16 = 128. So wird also in etwa eine gute hundertfache VergrĂ¶ĂŸerung erreicht. Dies ist insbesondere bei Modellen interessant, bei denen die beiden VergrĂ¶ĂŸerungen nur separat aufgelistet werden.

Davon abgesehen sollte das Stativ dem Instrument einen stabilen, sicheren Stand verleihen. Nichts ist Àrgerlicher, als wenn sorgfÀltig vorbereitete Aufnahmen aufgrund eines minderwertigen Stativs verwackeln oder man die lange gesuchte Stelle deshalb wieder aus dem Auge verliert. Auch ein verzerrungsfreies, klares Bild ist eine wichtige Voraussetzung zum wissenschaftlichen Arbeiten. Diese lÀsst sich hÀufig am besten anhand von im Internet veröffentlichten Aufnahmen mit dem jeweiligen Instrument abschÀtzen.

Außerdem sollte man sich natĂŒrlich ĂŒber die grundsĂ€tzlichen BeschrĂ€nkungen eines Lichtmikroskops im Klaren sein: Es ist vor allem fĂŒr die Untersuchung von Strukturen im Mikrometerbereich geeignet. Die Auflösung von Atomkernen oder MolekĂŒlen wird mit einem solchen handelsĂŒblichen Mikroskop hingegen nicht gelingen.

Auch wenn in den letzten Jahren ein Nobelpreis fĂŒr wesentliche Fortschritte bei der optischen Mikroskopie verliehen wurde, gibt es hier besser geeignete Modelle wie etwa die Rastertunnelmikroskope, die z.B. auch die Darstellung von AtomhĂŒllen in den OberflĂ€chen von Festkörpern gestatten. Allerdings sollte man sich hier schon sehr gut mit der entsprechenden Materie auskennen, bevor man sich ein solches STM kauft oder gar selbst baut.

Dies ist insbesondere fĂŒr Studenten der Physik oder verwandter Fachrichtungen interessant, allerdings je nach AusfĂŒhrung nicht unbedingt preisgĂŒnstig, da hier eine sehr genaue Kontrolle der Umgebungseigenschaften und eine feine Regulierung der relevanten MessgrĂ¶ĂŸen notwendig ist. FĂŒr biologische PrĂ€parate werden diese Instrumente eher selten verwendet.

Beachten Sie ein paar Punkte vor dem Kauf eines Mikroskops.Außer den optischen Eigenschaften des Mikroskops ist außerdem fĂŒr viele Nutzer in der heutigen Zeit auch die digitale Anbindung interessant: Können die gemachten Bilder einfach und unkompliziert auf den eigenen Rechner ĂŒbertragen und dort weiterverarbeitet werden? Die einfachste Möglichkeit besteht dabei darin, dass das Mikroskop ĂŒber ein herkömmliches USB-Kabel mit dem entsprechenden GegenstĂŒck am eigenen Computer verbunden wird.

So können dann die von den Untersuchungsobjekten gemachten Bilder auf die rechnereigene Festplatte ĂŒbertragen werden. Wer hier die Aufnahmen unter speziellen fachlichen Anforderungen an die Software auswerten möchte oder muss, der sollte natĂŒrlich am besten bereits vor dem Kauf sicherstellen, dass er an die entsprechenden Programme herankommt. Diese können entweder bereits im Lieferumfang des Mikroskops enthalten sein oder aber separat heruntergeladen oder bestellt werden. FĂŒr schulische oder Hobby-Anwendungen wird eine solche Spezialsoftware hingegen meist nicht benötigt.

Wer qualitativ sehr hochwertige Aufnahmen erwartet, die sich etwa zum Abdruck in Fachzeitschriften eignen, sollte ruhig ein paar Euro mehr in ein hochwertiges Mikroskop investieren. Oftmals ĂŒbernimmt die Arbeitsgruppe oder das Unternehmen diese Anschaffung. Insbesondere können bei gĂŒnstigen Mikroskopen vermehrt Abbildungsfehler wie ein verzerrtes Bild und Farbfehler durch chromatische Aberration auftreten.

Aber auch auf die Art der Beleuchtung ist zu achten. Viele Nutzer ziehen hier immer noch eine traditionellere Beleuchtung z.B. mit einer ins Mikroskop eingesetzten Beleuchtung vor. Auch wenn diese Art der Leuchtmittel nicht mehr ganz zeitgemĂ€ĂŸ ist, macht sie doch darauf aufmerksam, dass die Farbgebung und QualitĂ€t der aufgenommenen Bilder natĂŒrlich auch vom Farbspektrum der Beleuchtung abhĂ€ngt.

Hier sollte man im Zweifelsfall auf allzu kĂŒnstlich wirkende LED-Leuchtmittel verzichten. Insbesondere gilt dies, wenn man mit dem gekauften Modell regelmĂ€ĂŸig ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum arbeiten möchte. Auch ist dann eher der Einsatz eines binokularen Mikroskops zu empfehlen.

Kurzinformation zu fĂŒhrenden Herstellern

  • Bresser
  • Zeiss
  • Leica
Bei Bresser handelt es sich um eine Firma, die neben qualitativ hochwertigen Mikroskopen auch gĂŒnstigere Modelle fĂŒr den Einsteigerbereich mit einem guten Preis-LeistungsverhĂ€ltnis anbietet. Mittlerweile zĂ€hlen allerdings auch digitalie Mikroskope zum Angebot des Herstellers. Insbesondere die gĂŒnstigen monokularen Modelle dĂŒrften etwa als Geschenk fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler interessant sein.

Zeiss ist vielen Verbrauchern vielleicht schon aus dem Bereich der Brillenoptik bekannt. Als Optik-Experte ist das Unternehmen aber natĂŒrlich auch im Sektor der Mikroskope vertreten. Viele wissenschaftliche Labors und private Forschungseinrichtungen nutzen Modelle von Zeiss. Aber auch in anderen Bereichen der Optik hat sich das Unternehmen seit seiner GrĂŒndung einen Namen machen können. Viele Kunden schĂ€tzen die bewĂ€hrte QualitĂ€t und die langjĂ€hrige Erfahrung, die in die Produkte des Herstellers einfließt.

Auch Leica bietet einige hochwertige Mikroskope auf professionellem Niveau. Insbesondere bei mikrobiologischen Untersuchungen haben diese sich in der Vergangenheit bewĂ€hrt. Aber auch die Möglichkeit der Digitalisierung bietet Experten, Fortgeschrittenen und Neueinsteigern interessante Optionen zur Verwendung der erhaltenen Aufnahmen. Daher ist der Name Leica heutzutage aus der Welt der Mikroskopie nicht mehr wegzudenken und hat schon viele angehende Wissenschaftler, SchĂŒler und Studenten beim Erwerben des spezifischen Fachwissens und der Verfassung ihrer Studienarbeiten unterstĂŒtzt.

Internet vs. Fachhandel: Wo kaufe ich mein Mikroskop am besten?

Ein Mikroskop muss als wissenschaftliches Instrument hohe AnsprĂŒche an die QualitĂ€t der durch die Optik vergrĂ¶ĂŸerten oder per USB-Kabel aufgenommenen Bilder aus der mikroskopischen Welt erfĂŒllen. Aber auch fĂŒr den Einsatz in Hobby, Schule und Freizeit wĂŒnschen sich viele Verbraucher ein möglichst gutes Preis-LeistungsverhĂ€ltnis und qualitativ hochwertige Aufnahmen.

Deshalb möchten viele KĂ€ufer eines Lichtmikroskops sich vor dem Kauf gerne vom Fachmann beraten lassen. Aus diesem Grund suchen viele Interessierte das BeratungsgesprĂ€ch in einem Laden, bevor Sie sich fĂŒr ein bestimmtes Modell entscheiden. Allerdings liegen die wesentlichen Informationen zu den verschiedenen Modellen heutzutage auch im Internet vor. Wer sich wirklich umfassend ĂŒber Mikroskope informieren möchte, dem wird das BeratungsgesprĂ€ch beim FachhĂ€ndler hingegen aufgrund der beschrĂ€nkten Zeit ohnehin nicht ausreichen.

Unsere Experten verraten Ihnen wo Sie am Besten ein Mikroskop kaufen.Hingegen kann man ohne ein solches Fachwissen ĂŒber die verwendeten Linsensysteme ohnehin nur schwer Aussagen ĂŒber den Wahrheitsgehalt der getĂ€tigten Aussagen machen. Somit bietet das BeratungsgesprĂ€ch dem Kunden in unseren Augen keinen wesentlichen Vorteil im Vergleich mit dem Kauf im Internet. Gerade auch dann, wenn Sie vielleicht ein wenig mehr in ein Mikroskop investieren möchten, ist es – natĂŒrlich in Ihrem eigenen Sinne rein freiwillig – vielleicht am besten, sich erst einmal ein wenig in die Materie einzuarbeiten.

So können Sie etwaige Verkaufstricks oder unglaubwĂŒrdige Aussagen_im VerkaufsgesprĂ€ch schneller erkennen. Vor allem eröffnet Ihnen dieses Fachwissen jedoch die Möglichkeit, unter den vielen im Internet verfĂŒgbaren Modellen das fĂŒr Ihre persönlichen AnsprĂŒche am besten geeignete Modell auszuwĂ€hlen.

DarĂŒber hinaus sind im Internet zahlreiche Informationen zu den verschiedenen Mikroskopen verfĂŒgbar, die ĂŒber die reine Produktbeschreibung des Herstellers hinausgehen. Insbesondere liegen sie in der Form kritischer Kundenbewertungen und objektiver Vergleichsergebnisse vor. Dabei gilt es natĂŒrlich, die fĂŒr den Verbraucher wertvollsten Seiten von den eher im Herstellersinne informierenden zu unterscheiden.

Wenn dies gewĂ€hrleistet ist, gilt aber: In der Regel kann der FachhĂ€ndler bei der Auswahl eines geeigneten Produkts aus dieser Sparte auch keine bessere Auskunft geben, als sie in der heutigen Zeit ohnehin im weiten Rahmen online verfĂŒgbar ist. Andererseits sind die einzelnen HĂ€ndler im Internet aber einem gerade in den letzten Jahren immer weiter steigenden Konkurrenzdruck ausgesetzt.

Dies fĂŒhrt zu einer Preisentwicklung im Sinne des Verbrauchers, nĂ€mlich zu sehr gĂŒnstigen Preisen, mit denen viele lokale FachhĂ€ndler einfach nicht mehr mithalten können oder wollen. Stattdessen werden die Kosten des auf den ersten Blick kostenlosen BeratungsgesprĂ€chs dann spĂ€ter in vielen FĂ€llen auf den Kaufpreis aufgeschlagen. Dies ist einerseits nicht verwunderlich, da auch die Weiterbildung und Arbeiszeit des entsprechenden Mitarbeiters den HĂ€ndler natĂŒrlich Geld kostet. Andererseits ist aber die Frage, ob der Kunde diese Kosten dann am Ende doch tragen sollte und will.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, einen eventuellen Fehlkauf einfach im Rahmen des gesetzlichen oder vom HĂ€ndler eingerĂ€umten RĂŒckgaberechts zurĂŒckzuschicken. Man erhĂ€lt dann in der Regel den vollen Kaufpreis erstattet und kann das Geld fĂŒr den Kauf eines anderen Modells verwenden. Hierzu sollte natĂŒrlich vor der RĂŒcksendung pfleglich mit der Ware umgegangen werden, da der HĂ€ndler die RĂŒckgabe eines vom Kunden beschĂ€digten Mikroskops nicht akzeptieren muss.

Alternativ wird manchmal bei BeschĂ€digungen nur ein Teil des Kaufpreises erstattet. Insbesondere kann es aus diesem Grund nĂŒtzlich sein, die Versandverpackung nach dem Eintreffen des bestellten Mikroskops noch eine Weile aufzubewahren. Die HĂ€ndler von Mikroskopen kennen sich in der Regel sehr gut mit den verschiedenen Modellen aus und wĂ€hlen die passende Verpackung, um VersandschĂ€den an der Optik oder andere BeeintrĂ€chtigungen weitestgehend zu vermeiden. So kann die RĂŒcksendung Ă€hnlich sicher wie die Lieferung verpackt werden.

Ein weiterer Vorteil des Internets ist die große Auswahl an verschiedenen Produkten. So lassen sich ab und zu auch Instrumente oder Zubehör finden, die bestimmte Aufgaben im Bereich der Mikroskopie auf relativ einfache und kostengĂŒnstige Weise lösen. Hier ist der Einfallsreichtum der diversen Hersteller, aber auch von Amateuren durchaus erstaunlich.

Deshalb macht es Sinn, sich umfassend ĂŒber die verschiedenen zur Auswahl stehenden Modelle und Mikroskopietechniken zu informieren. FĂŒr bestimmte technische Anwendungen können zum Beispiel bereits Mikroskope mit einer verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig geringen Auflösung ausreichend sein, wĂ€hrend die umfangreiche Untersuchung von Einzellern eher die höheren verfĂŒgbaren VergrĂ¶ĂŸerungsfaktoren erfordert.

Lassen Sie sich hier nicht vom FachhĂ€ndler zum Kauf eines unter UmstĂ€nden teuren Instruments verleiten, dessen erweiterte FĂ€higkeiten Sie in Wirklichkeit in der Praxis nie benötigen. Im Zweifelsfalle sollten Sie nach einem BeratungsgesprĂ€ch lieber noch einmal in Ruhe darĂŒber nachdenken, ob Sie das angepriesene Modell letztendlich wirklich benötigen.

Zusammenfassend lĂ€sst sich sagen: In unseren Augen bietet der Kauf im Fachhandel gegenĂŒber dem Internet keine wesentlichen Vorteile, aber einige Nachteile etwa bei den ĂŒblichen Einkaufspreisen. Deshalb empfehlen wir Ihnen stattdessen den Einkauf im Internet. Sollten Sie einmal nicht zufrieden sein, können Sie dann spĂ€ter immer noch von Ihrem RĂŒckgaberecht Gebrauch machen.

Wissenswertes & Ratgeber

Die Geschichte der Mikroskope

Die Geschichte der Mikroskope ist ĂŒberraschenderweise erst etwa gute 400 Jahre alt. Überraschenderweise deshalb, weil man sich vor Augen fĂŒhren muss, dass sĂ€mtliches Fachwissen ĂŒber Mikroorganismen und die Mechanismen der von Ihnen verursachten Krankheiten höchstens genauso alt sein kann –- tatsĂ€chlich ist es aber noch wesentlich jĂŒnger. Denn sĂ€mtliche Krankheitserreger wie Bakterien wurden erst unter dem Mikroskop fĂŒr den Menschen sichtbar.

Vorher konnte man allenfalls vermuten, wie Krankheiten von einem Menschen zum anderen ĂŒbertragen werden. Insbesondere wurde vielen Ärzten erst dadurch die Relevanz des HĂ€ndewaschens bewusst, da zuvor weitgehend ungeklĂ€rt war, warum Ärzte andere Patienten durch bloße BerĂŒhrung mit der Krankeiten vorheriger Patienten infizieren konnten. Die Londoner Akademie der Wissenschaften schenkte den Darstellungen von van Leeuwenhoek, der eine der ersten ĂŒberlieferten Untersuchungen der mikroskopisch kleinen Lebewesen durchfĂŒhrte, so zunĂ€chst auch wenig Glauben.

Eher glaubte man vielleicht sogar daran, dass der fleißige und wohlhabende, aber immer schon als etwas seltsam bekannte hauptberufliche Kaufmann nun völlig den Verstand verloren hatte. Erst als der gesandte Beauftragte der Akademie einen eigenstĂ€ndigen Blick in die völlig neue Welt werfen konnte, wurde Leeuwenhoek die verdiente Ehre zuteil.

Insbesondere hat das Mikroskop den Zellbegriff und somit einen großen Teil der Forschung und Vorstellungen in der modernen Biologie begrĂŒndet.

Insbesondere fĂŒhrte es zu dem Schluss, dass jegliche Lebensform auf der Erde aus Zellen aufgebaut ist und die Zelle somit eine “kleinste Einheit des Lebens” darstellt. Eine Welt, in der ĂŒber die mikroskopischen UrsprĂŒnge des Lebens und der Naturgesetze so wenig bekannt ist wie vor der Erfindung der Mikroskope, kann man sich heutzutage nur noch schwer vorstellen. Schließlich ist es fĂŒr die Entwicklung der gesamten Mikrobiologie verantwortlich und hat auch die Vorstellungen vom Leben innerhalb der Biologie maßgeblich beeinflusst. Weitere Details finden sich hier zum Beispiel in den ersten Kapiteln von [6].

Zahlen, Daten, Fakten rund um die Mikroskope

Die wichtigsten Fakten zum Mikroskop finden Sie in diesem Ratgeber.Moderne Mikroskope liefern zum Teil eine VergrĂ¶ĂŸerung und AbbildungsqualitĂ€t, die in den Anfangstagen nicht einfach oder gar nicht zu realisieren war. Hierzu hat insbesondere die stetige technische Weiterentwicklung im Bereich der Optik beigetragen. Im Jahre 
. hat es sogar einen Nobelpreis fĂŒr eine wesentliche Verbesserung des Auflösungsvermögens optischer Mikroskope gegeben.

Diese ermöglicht eine Auflösung auch sehr kleiner biologischer Strukturen. Insbesondere ließen sich zum Teil einzelne MolekĂŒle bei VorgĂ€ngen im Inneren einer Zelle optisch auflösen – eine fĂŒr Wissenschaftler lange undenkbare Entwicklung. Denn eigentlich sollte es so sein, dass das Auflösungsvermögen eines Mikroskops durch die WellenlĂ€nge des verwendeten Lichtes beschrĂ€nkt wird. Durch einen raffinierten Trick ist es dem NobelpreistrĂ€ger aber gelungen, diese lange als unĂŒberwindbar geltende Grenze zu umgehen.

So lassen sich tatsĂ€chlich Videos von Zellen „bei der Arbeit“ aufnehmen, die ausgewĂ€hlte VorgĂ€nge unter dem Mikroskop darstellen. Diese Methoden sind nicht ganz einfach und preiswert und somit eher nichts fĂŒr Neueinsteiger in den Bereich der Mikroskopie. Trotzdem gilt: Wenn Sie wissenschaftlich interessiert sind und die Gelegenheit dazu haben, schauen Sie sich ruhig einmal Aufnahmen mit der preistragenden Technik an. Sie sind wirklich beeindruckend! Dieses Beispiel zeigt, welch wichtigen Stellenwert das Mikroskop als Instrument und Hilfsmittel auch heute noch in den Naturwissenschaften einnimmt.

Das Konzept des Mikroskops wurde mittlerweile auf viele verschiedene Techniken erweitert, die dem Beobachter in den verschiedensten Situationen brauchbare vergrĂ¶ĂŸerte Bilder liefern, auch wenn herkömmliche Verfahren versagen. Dabei beschrĂ€nkt man sich schon lange nicht mehr auf den bloßen Unterschied zwischen Auflicht- und Durchlichtmikroskopen. Als Beispiel sei hier nur die Dunkelfeldmikroskopie genannt.

Aufbau eines Mikroskops

Ein Mikroskop besteht vor allem aus einem Linsensystem, welches fĂŒr die notwendige VergrĂ¶ĂŸerung der Untersuchungsobjekte sorgt. Dieses Linsensystem teilt sich hĂ€ufig noch in weitere Untereinheiten wie z.B. das Okular und das Objektiv auf. HĂ€ufig lĂ€sst sich die VergrĂ¶ĂŸerung durch das Drehen des Okulars einstellen. Hierbei wird das passende Linsensystem auf den ObjekttrĂ€ger gerichtet. FĂŒr die Untersuchung können die Proben bei einigen Modellen auch von oben oder von der Seite beleuchtet werden. Gerade bei der Untersuchung von Zellstrukturen ist die Transmissionsmikroskopie dabei besonders nĂŒtzlich.

Der vom Objekt ausgehende Lichtstrahl wird dann durch das Linsensystem ins menschliche Auge oder (bei neueren Modellen) einen CCD-Sensor, wie man ihn z.B. auch in Digital- oder Handykameras findet, geleitet. Hier wird das empfangene Licht dann vom menschlichen Auge oder der angeschlossenen Elektronik in ein Bild verwandelt.

Die Untersuchungsobjekte werden bei vielen Lichtmikroskopen auf den sogenannten ObjekttrĂ€ger aufgebracht. Dieser dient dazu, die Probe wĂ€hrend der Untersuchung rĂ€umlich zu fixieren und in den idealen Funktionsbereich des GerĂ€ts zu bringen. Das Stativ des Mikroskops trĂ€gt die ĂŒbrigen Komponenten, davon abgesehen hat es keine Funktion.

Das Okular dient dabei zur Betrachtung der auf dem ObjekttrĂ€ger befestigten Probe. Hier tritt das gewonnene Bild nach der VergrĂ¶ĂŸerung im Inneren des Mikroskops aus. Zur Beobachtung kann entweder das bloße Auge oder eine passende Okularkamera verwendet werden. Hierzu wird z.B. das Okular herausgezogen und durch die Okularkamera ersetzt. Hier sind allerdings verschiedene technische Umsetzungen möglich.

Mikroskopieren im Schulunterricht

Gerade im Schulunterricht in den höheren Klassen kann die Mikroskopie naturwissenschaftlich interessierte SchĂŒler oftmals fĂŒr die Biowissenschaften begeistern. Hier ist es fĂŒr den Lernfortschritt wichtig, nicht nur theoretischen Darlegungen ĂŒber den Aufbau der belebten Materie zu folgen, sondern diese in der Praxisphase des Unterrichts auch mit eigenen Augen zu Gesicht zu bekommen.

Dies unterstreicht die Bedeutung des vermittelnden Stoffes und hilft dem Gehirn somit beim Lernen. Denn das Gehirn sortiert Informationen nach ihrer Relevanz und vergisst am schnellsten diejenigen, die ihm fĂŒr das alltĂ€gliche Leben am unwichtigsten erscheinen.

Durch die praktische Erfahrung am Mikroskop bekommt das trockene Theoriewissen somit also auch fĂŒr diesen praktisch orientierten Teil des Gehirn eine Bedeutung – und wird spĂ€ter weniger wahrscheinlich wieder aus der Erinnerung gelöscht.

Davon abgesehen ist das Mikroskopieren fĂŒr viele SchĂŒler eine interessante und zu lebhaften Diskussionen fĂŒhrende Erfahrung. So werden erfahrungsgemĂ€ĂŸ gerne auch einmal andere als die vom Lehrer vorbereiteten Proben auf den ObjekttrĂ€ger gelegt. Dies ist im Allgemeinen nur ein Ausdruck der schĂŒlerischen Neugier und zeigt das große Potential, das das Mikroskop im Schulunterricht immer noch hat.

Materialauswahl: SchĂŒler begeistern aber nicht ĂŒberfordern

Bei der Auswahl des Materials zur Mikroskopie empfiehlt es sich, den Fokus eher auf ein allgemeines VerstÀndnis als auf konkretes Fachwissen zu legen. Viel wichtiger als der Name eines bestimmten Einzellers ist in dieser Lernphase der grundsÀtzliche Aufbau der belebten Materie. Typische in der Schule untersuchte Objekte wie Zwiebelzellen sollten die wesentlichen Grundlagen illustrieren, ohne sofort allzu sehr ins Detail zu gehen.

Erst wenn die SchĂŒler eine gewisse Geschicklichkeit und Erfahrung beim Umgang mit dem Mikroskop erworben haben, sollte man sich an schwieriger zu mikroskopierende Gewebe wagen. Insbesondere sollte sich bei solchen schwierigerer zu handhabenden Untersuchungsobjekten immer die Frage stellen, ob der Schwierigkeitsgrad in angemessener Relation zum erzielten Erkenntnisgewinn steht oder die SchĂŒler nur unnötig frustriert.

Mikroskope fĂŒr SchĂŒler.DarĂŒber hinaus eröffnen die in hochwertige Mikroskope eingebaute oder nachrĂŒstbare USB-Kameras völlig neue Möglichkeiten im Schulunterricht. So kann der Lehrer etwa bereits vor dem Unterricht ein Video aufnehmen, das die zu vermittelnden Inhalte anschaulich demonstriert oder die DurchfĂŒhrung eines bestimmten Versuches zeigt. Diese lassen sich dann als zusĂ€tzliches Lehrmaterial z.B. ĂŒber das Internet verteilen.

Aber auch die SchĂŒler können mikroskopische Strukturen studieren und die gewonnenen Einblicke in Form eines Videos aufnehmen. Auch Experimente etwa zu der durchschnittlichen Geschwindigkeit von verschiedenen Zelltypen lassen sich mit einem solchen Mikroskop leichter auswerten: Die verschiedenen Einzeller werden auf Video aufgenommen und die zurĂŒckgelegte Strecke in einem bestimmten Zeitfenster per Auswertung der Videodatei ermittelt. Dies vermittelt die Einsicht, dass sich ausgewĂ€hlte Konzepte aus der makroskopischen Welt durchaus in die mikroskopische Welt ĂŒbertragen lassen.

Schwierigere Mikroskopieraufgaben, die die SchĂŒler erwartungsgemĂ€ĂŸ ĂŒberfordern oder unnötig frustrieren, können vom Lehrer bereits außerhalb des Unterrichts durchgefĂŒhrt und der Klasse spĂ€ter als Aufnahme vorgestellt werden. Bei passender Auswahl der Anschauungsobjekte wird die Klasse dann vielleicht selbst danach fragen, die im Video gezeigten Schritte selbst nachvollziehen zu dĂŒrfen. Dies kann, je nach zur VerfĂŒgung stehenden Mitteln und zeitlichen Ressourcen, auch im Rahmen einer AG geschehen. Diese bietet dem Lehrer die Möglichkeit, das zugrundeliegende Fachwissen mit interessierten SchĂŒlern weitergehend zu diskutieren und zu vertiefen.

Aber auch in anderen Naturwissenschaften kann das Mikroskop helfen, den Horizont der SchĂŒler zu erweitern. So bietet sich etwa in der Chemie und Physik die Beobachtung der sogenannten Brownschen Molekularbewegung unter dem Mikroskop an. Hier handelt es sich um eine ungeordnete Bewegung sehr kleiner Partikel, die in der makroskopischen Welt nicht auftritt bzw. vernachlĂ€ssigt werden kann.

Sie ist auf die in der Umgebung immer vorhandene WĂ€rmeenergie zurĂŒckzufĂŒhren und spielte deshalb insbesondere in der Entwicklung der Thermodynamik eine wichtige Rolle. So lĂ€sst sich die vorhandene WĂ€rme nicht nur fĂŒhlen, sondern unter dem Mikroskop mit eigenen Augen bei der Arbeit beobachten. Aber auch die Betrachtung der winzigen Lebenwesen in einem ganz gewöhnlichen Wassertropfen kann bereits fĂŒr einiges Staunen sorgen.

Fast fĂŒhlt man sich dann wieder in die Zeiten zurĂŒckversetzt, zu denen die Menschen nichts von der mikroskopischen Welt ahnten und ĂŒber diese Entdeckung entsprechend erstaunt waren. Denn auch heute geht es den meisten Menschen, die den Mikrokosmos noch nie mit eigenen Augen gesehen haben, im Grunde nicht wesentlich anders.

Mikroskopie schon in der Grundschule?

Selbst im Sachunterricht in der Grundschule können gelegentlich eingebrachte mikroskopische Aufnahmen („vergrĂ¶ĂŸerte Fotos“) von TaschentĂŒchern, WattebĂ€uschen, der Struktur von BlĂ€ttern oder der Tinte in Comicheften bei den Kleinsten sicherlich fĂŒr Begeisterung sorgen. Auch winzige Krebse und andere kleine Lebewesen bieten sich vielleicht als Motiv zur PrĂ€sentation an – insbesondere im Videoformat.

NatĂŒrlich ist die Herausforderung hier, ein Motiv zu finden, das die Kinder gleichzeitig interessiert und nicht ĂŒberfordert. Allerdings muss man nicht zwingend bis in die höheren Klassenstufen warten, um die SchĂŒler mit mikroskopischen Aufnahmen zu konfrontierten. FĂŒr die selbststĂ€ndige Arbeit mit dem Mikroskop ist die Grundschule hingegen wohl eher nicht geeignet. Hier sollte also der mit entsprechend FĂ€higkeiten ausgestattete Lehrer die Aufnahmen machen (oder besorgen).

FAQ

Welche Auflösung wird zum Betrachten von einem bestimmten Anschauungsobjekt bzw. PrÀparat benötigt?

Welche Auflösung wird zum Betrachten von einem bestimmten Anschauungsobjekt bzw. PrÀparat benötigt?

Die benötigte Auflösung des Mikroskops lĂ€sst sich leicht ermitteln, wenn Sie die GrĂ¶ĂŸe der entsprechenden aufzulösenden Strukturen kennen. Außerdem ist es hierbei noch wichtig, in welcher GrĂ¶ĂŸe das entsprechende Objekt letztendlich auf dem Bildschirm oder im Objektiv des Mikroskops studiert werden soll. Beispiel: Wenn Sie eine Zelle von der GrĂ¶ĂŸe eines Mikrometers (0,000001 m) untersuchen möchten, so sollte das verwendete Mikroskop mindestens eine VergrĂ¶ĂŸerung um einen Faktor 1000 bieten. Im Bild des Mikroskops erscheint das Objekt der Forschung dann etwa einen Millimeter groß (1000 x 0,000001 m = 1mm). Noch besser ist aber natĂŒrlich eine noch höhere VergrĂ¶ĂŸerung, um die Zelle z.B. fĂŒr das Auge zentimetergroß darzustellen und wenigstens ein paar grobe Strukturen erkennen zu können. NatĂŒrlich gibt es hierbei aber auch noch andere Punkte, die zu bedenken sind, etwa wie beweglich Untersuchungsobjekte wie Zellen sind und wie gut sie im gegebenen Mikroskop fokussiert werden können. Kleine Lebewesen lassen sich hingegen in den meisten FĂ€llen bereits mit zwanzig- oder vierzigfacher VergrĂ¶ĂŸerung ansehen und untersuchen. Am Anfang sollte man zum Kennenlernen des Instruments deshalb lieber mit relativ bewegungsarmen Objekten wie Haaren oder Pflanzengewebe experimentieren, um ein GefĂŒhl fĂŒr und praktische Erfahrung mit dem Mikroskop zu entwickeln. Zur Untersuchung von verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig großen Zellen wie Zwiebelzellen ist hingegen eine geringere VergrĂ¶ĂŸerung ausreichend. Diese haben eine GrĂ¶ĂŸe von etwa 200 ”m und erscheinen dem Auge somit bereits bei einer zehnfachen VergrĂ¶ĂŸerung als etwa 2 mm groß. Eine hundertfache oder noch höhere VergrĂ¶ĂŸerung bringt sie bereits in eine scheinbare GrĂ¶ĂŸe im Bereich von etwa Zentimetern, was sie gut sichtbar macht. Daher lĂ€sst sich „der“ perfekte VergrĂ¶ĂŸerungsfaktor eines Mikroskops nicht angeben, es kommt immer auf die angedachte Anwendung an. Ein als Allroundinstrument arbeitendes Mikroskop sollte deshalb eine möglichst große Auswahl an
verschiedenen VergrĂ¶ĂŸerungsfaktoren anbieten.

Was sollte ich bei der Handhabung beachten?

Was sollte ich bei der Handhabung beachten?

Die von außen zugĂ€nglichen Linsen des Okulars und des Objektivs sollten regelmĂ€ĂŸig mit einem Tuch gereinigt werden. So können RĂŒckstĂ€nde wie Wasserdampf, Staub, Fettflecken und Verschmutzungen durch zuvor untersuchte Proben und andere Quellen entfernt werden. Diese beeintrĂ€chtigen ansonsten auch das vergrĂ¶ĂŸerte Bild. Zum Schutz vor solchen Fremdkörpern macht es Sinn, das Mikroskop nach dem Einsatz wieder in die oftmals mitgelieferte Tasche zu packen.

Gerade Ă€ltere, aber auch neuere Mikroskope bestehen aus einer Vielzahl empfindlicher Linsen und sind daher vorsichtig zu behandeln, um lange Freude an diesem Utensil zu haben. Ansonsten kann es etwa durch StĂŒrze zu BeschĂ€digungen kommen, die eine Reparatur oder die Beschaffung eines Ersatzteils notwendig machen. Aber auch heftigere StĂ¶ĂŸe sollten insbesondere bei empfindlicheren Mikroskopen fĂŒr den professionellen Einsatz in Forschung oder Entwicklung so weit wie möglich vermieden werden. Dies wird insbesondere von AnfĂ€ngern ab und zu ĂŒbersehen. Gerade fĂŒr den Transport sollte deshalb immer eine passende Tasche aus einem entsprechend stabilen Material verwendet werden. Diese schĂŒtzt gegen StĂ¶ĂŸe und ErschĂŒtterungen und hilft somit dabei, insbesondere SchĂ€den an der empfindlichen Optik zu vermeiden.

Ich kann das Untersuchungsobjekt im Okular nicht finden. Was kann ich tun?

Ich kann das Untersuchungsobjekt im Okular nicht finden. Was kann ich tun?

Dies liegt meist daran, dass das Objekt sich nicht in der richtigen Position unter dem Okular befindet. Hier kann es helfen, es vorsichtig zu verschieben, bis man etwas sieht. Außerdem sollte man immer mit der geringsten Auflösung beginnen, um die Position der Probe abzuschĂ€tzen und eventuell korrigieren zu können. Wenn das Bild beim Wechsel von einer VergrĂ¶ĂŸerung zur nĂ€chsthöheren plötzlich verschwindet, liegt wahrscheinlich eine Dispositionierung der Probe vor. Es kann aber auch ein Belichtungsfehler vorliegen, der zum Beispiel durch einfallendes Streulicht verursacht wird. Wenn Sie eine sehr große VergrĂ¶ĂŸerung gewĂ€hlt haben, kann es außerdem sein, dass das Bild durch Vibrationen der Umgebung gestört werden, die auf der makroskopischen Skala nicht unbedingt offensichtlich sein mĂŒssen. Allerdings sollte das Bild in einem solchen Fall immer schlechter werden, je grĂ¶ĂŸer die gewĂ€hlte Auflösung ist. Auch in diesem Fall empfiehlt es sich also, den VergrĂ¶ĂŸerungfaktor langsam anzupassen, um die Ursache zu finden. Im Fall von störenden Vibrationen empfiehlt es sich, das Mikroskop zunĂ€chst auf einem anderen Tisch oder sogar in einem anderen GebĂ€ude auszuprobieren. Treten vergleichbare Störungen dort nicht auf, so muss die Ursache zur weiteren Verwendung des Instruments gefunden und behoben werden. Bei wissenschaftlichen Anwendungen kann insbesondere auch eine mechanische Entkopplung oder DĂ€mpfung der auftretenden Schwingungen sinnvoll sein. Zu guter Letzt können Sie versuchen, die von außen zugĂ€nglichen Linsen des Mikroskops vorsichtig zu reinigen. Denn auch RĂŒckstĂ€nde auf dem Objektiv oder Okular können fĂŒr ein verschwommenes Bild sorgen. Denken Sie bei der Durchlichtmikroskopie auch daran, dass die verwendeten GlasplĂ€ttchen und der ObjekttrĂ€ger möglichst sauber sein sollten. Zusammenfassend sollten sich außer der Probe so wenige Fremdkörper im Strahlengang des Mikroskops befinden wie nur möglich.

Worin liegen die Vorteile eines binokularen Mikroskops?

Worin liegen die Vorteile eines binokularen Mikroskops?

Ein Vorteil ist der höhere Komfort bei der Betrachtung des Untersuchungsobjekts. Bei binokularen Mikroskopen muss das unbenutzte Auge nicht geschlossen werden, so wie dies beim monokularen Mikroskop der Fall ist. Dies ermöglicht insbesondere beim LĂ€ngeren oder tagtĂ€glichen Arbeiten eine weniger ermĂŒdende Benutzung des Instruments. Dieser Effekt wird gerade von Menschen, die das regelmĂ€ĂŸige Arbeiten mit dem Mikroskop nicht gewohnt sind, hĂ€ufig unterschĂ€tzt. Außerdem lassen sich in ein binokularen Mikroskop zwei Okularkameras einsetzen. Warum sollte man zwei Kameras verwenden? Dies kann bei verschiedenen Experimenten praktisch sein, um eine bestimmte Szene unter verschiedenen Gesichtspunkten auszuwerten. Beispielsweise könnte eine der Kameras mit einem Filter versehen sein, der nur grĂŒnes Licht durchlĂ€sst, wĂ€hrend die andere die gleiche Aufnahme oder Filter macht. Dies ist z.B. nĂŒtzlich, um Farbmarkierungen aus dem Bild des Mikroskops zu isolieren. So lassen sich im Rahmen des Versuchs gleichzeitig anschauliche Illustrationen etwa der BakterienaktivitĂ€t und hartes Datenmaterial gewinnen. Der Nachteil ist der bei den meisten Modellen im Vergleich höhere Preis. Gerade wer viel mikroskopiert sollte unserer Meinung nach aber trotzdem ĂŒber die Anschaffung eines solchen Modells nachdenken.

Kann ich jede Okularkamera mit meinem Mikroskop benutzen?

Kann ich jede Okularkamera mit meinem Mikroskop benutzen?

Nein, nicht jede Okularkamera ist mit jedem Mikroskop kompatibel. Hier kommt es z.B. darauf an, ob es sich um ein binokulares oder monokulares Modell handelt. Wird nur eine Kamera in ein binokulares Modell eingesetzt, so kann es zu fĂŒr den Laien nicht immer einfach zu behebenden Fehlern bei der Belichtung oder Problemen mit der BildqualitĂ€t kommen. Daher empfiehlt es sich in einem solchen Fall, entweder zwei Kameras zu nutzen oder dafĂŒr zu sorgen, dass das Bild im abgenommenen Okular nicht vom zweiten Okular gestört wird. GerĂ€te, die bereits mit einer Okularkamera geliefert werden, machen hier aber bei deren Einsatz meist keine Probleme. Aber auch bei der technischen AusfĂŒhrung der Optik kann es zwischen den verschiedenen Mikroskopen Unterschiede geben. Hier ist insbesondere auf den Durchmesser des jeweiligen Okulars zu achten. Oftmals liegt ein passender Adapter bei, um die Kamera auch mit anderen Okulardurchmessers kompatibel zu machen, davon sollte aber im Zweifelsfall nicht ausgegangen werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Okularkamera mit Ihrem Mikroskop kompatibel ist, konsultieren Sie am besten die Produktbeschreibung, das Datenblatt bzw. Benutzerhandbuch oder wenden Sie sich an den Kundenservice des Herstellers oder HĂ€ndlers. Die Mitarbeiter haben in der Regel tagtĂ€glich mit derartigen Fragen zu tun und können Ihnen schnell und kompetent bei der Auswahl der passenden Kamera helfen.

Warum sollte ich zusÀtzlich noch Geld in eine Okularkamera investieren?

Warum sollte ich zusÀtzlich noch Geld in eine Okularkamera investieren?

Sie benötigen eine solche Kamera nur, wenn Sie die Bilder Ihres Mikroskops auch aufnehmen möchten. Gerade bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die es heutzutage gewohnt sind, alles jederzeit aufnehmen zu können, sollten Sie bedenken, dass diesen Mikroskopie ohne eine solche Möglichkeit wahrscheinlich eher unnötig altertĂŒmlich oder trocken erscheinen wird. Es ist erfahrungsgemĂ€ĂŸ wichtig und trĂ€gt zur Begeisterung bei, wenn sich auch gemachte Video-Aufnahmen von Alonella exigua ĂŒber Facebook (mit den ĂŒblichen Kommentaren wie „Cool“, „Voll sĂŒĂŸ!“, „Haha, an wen erinnert der dich?“ usw.) teilen lassen. Auf diese Weise trĂ€gt die moderne Technik maßgeblich zur Diskussion unter den SchĂŒlern bei und holt vielleicht nach einiger Zeit auch die „ProblemschĂŒler“ mit ins Boot. Vielleicht hat Ihre Frage aber auch einen anderen Hintergrund. Alternativ können Sie auch einen Kameraadapter nutzen, um das Bild des Mikroskops direkt z.B. in eine Spiegelreflexkamera oder andere Digitalkamera einzuspeisen. Auf diese Weise können durchaus auch sehr gute Aufnahmen gelingen. Allerdings ist dies ein Thema fĂŒr sich, welches im Rahmen dieses Ratgebers leider nicht in voller Breite diskutiert werden kann. Insbesondere ist hier das richtige Zusammenwirken von Mikroskop und Kamera fĂŒr die QualitĂ€t der letztendlich erhaltenen Bilder relevant.t

Welche Mikroskope eignen sich besonders fĂŒr SchĂŒler?

Welche Mikroskope eignen sich besonders fĂŒr SchĂŒler?

SchĂŒler sind meist als AnfĂ€nger im Bereich der Mikroskopie einzustufen, daher mĂŒssen fĂŒr SchĂŒler geeignete Mikroskope in der Regel keine fĂŒr diese Modelle unĂŒblichen Anforderungen in der QualitĂ€t der optischen Darstellung oder den maximalen VergrĂ¶ĂŸerungsfaktor erfĂŒllen. Wichtiger ist eine möglichst einfache Bedienung, gewisse Robustheit und eine Digitalisierbarkeit der erzeugten Aufnahmen, da die heutige Generation Digitalkameras in ihren Smartphones gewohnt ist. Somit wĂŒrden den SchĂŒlern Mikroskope ohne diese Möglichkeit vermutlich unnötig vorsintflutlich erscheinen. Dies ist natĂŒrlich in gewisser Weise Geschmackssache und keine allgemeingĂŒltige Regel.

Ich komme wegen einer SehschwÀche mit dem Mikroskop nicht zurecht. Was kann ich tun?

Ich komme wegen einer SehschwÀche mit dem Mikroskop nicht zurecht. Was kann ich tun?

Wenn Sie mit dem Auge oder den Augen am Okular trotz einer Variation der entsprechenden Einstellungen am Mikroskop kein scharfes Bild erhalten können, empfiehlt sich in der heutigen Zeit der Einsatz eines USB-Mikroskops. Wenn Ihr Mikroskop keinen USB-Ausgang besitzt, dann lĂ€sst sich in vielen FĂ€llen eine USB-Okularkamera zur Digitalisierung nutzen. Mit diesen GerĂ€ten kann das Bild des Mikroskops dann wĂ€hrend der Untersuchung ĂŒber einen Rechner auf einem Monitor dargestellt werden. Modelle mit HDMI-Ausgang unterstĂŒtzen außerdem den Direktanschluss eines entsprechenden Monitors oder Fernsehers an die Okularkamera. DarĂŒber hinaus können manche moderneren Mikroskope z.B. fĂŒr die Arbeit im Labor auch mit einem kleinen LCD-Monitor versehen werden. So lassen sich die digitalen Aufnahmen vor Ort auch ohne Computer oder großformatigen Flachbildschirm betrachten. Wenn diese Lösung Ihnen auch nicht weiterhilft und Sie das Mikroskop im Rahmen Ihrer Ausbildung oder beruflich nutzen mĂŒssen, dann können Sie je nach individuellem Fall vielleicht in Absprache mit Ihrem Augenarzt zu einer speziell fĂŒr Sie geeigneten Lösung kommen.t

Benötige ich ein Durchlicht- oder Auflichtmikroskop?

Benötige ich ein Durchlicht- oder Auflichtmikroskop?

Dies hĂ€ngt von der Anwendung ab. Bei Auflichtmikroskopen wird das Objekt auf dem ObjekttrĂ€ger angeleuchtet, um die dem Objektiv zugewandte Seite zum Leuchten zu bringen. So lassen sich auch die OberflĂ€chen von grĂ¶ĂŸeren Objekten wie z.B. PapiertaschentĂŒchern oder SĂ€gespĂ€nen untersuchen. Wenn Sie das Mikroskop hingegen zur Erkundung des biologischen Mikrokosmos einsetzen möchten, ist ein Auflichtmikroskop hierzu eher nicht geeignet. Dies liegt daran, dass man in den Biowissenschaften gewöhnlicherweise nicht die OberflĂ€chen von Zellen, sondern deren Inhalt untersuchen möchte. Außerdem ist die ZelloberflĂ€che beinahe durchsichtig und lĂ€sst somit sehr viel Licht hindurch. Dies macht man bei der Durchlichtmikroskopie zunutze. Dazu wird die Zelle statt von oben von unten beleuchtet. So wird der Zellinhalt im Mikroskop sichtbar. Ansonsten bleiben feinere Strukturen im Inneren verborgen, da diese nur relativ wenig Licht reflektieren und somit zwingend durchleuchtet werden mĂŒssen, um gut sichtbar zu werden. Allerdings sollten Sie auch beachten, dass sich viele Mikroskope zwischen Auflicht und Durchlicht umschalten lassen, so dass Sie sich mit dem Erwerb eines solchen Modells beide Möglichkeiten offenhalten können. Insbesondere ist dies auch sinnvoll, wenn unterschiedliche Untersuchungsobjekte (z.B. kleine Krebse und GewebeprĂ€parate) im Auge haben.

NĂŒtzliches Zubehör

Wer auch außerhalb des Biologieunterrichts oder der UniversitĂ€t umfangreich mikroskopieren möchte, der sollte ĂŒber die Anschaffung entsprechender Fachliteratur nachdenken. Ein solches Buch liefert gerade dem Laien oftmals viele wichtige EindrĂŒcke und Inspirationen. Hier sind insbesondere BildbĂ€nde nĂŒtzlich, die mit vielen tollen Aufnahmen von zugĂ€nglichen Untersuchungsobjekten begeistern und so vielleicht auch beim einen oder anderen den Drang schĂŒren, die abgebildeten Strukturen auch einmal „mit eigenen Augen” wahrzunehmen.

Gerade bei hochwertigeren Modellen ist ein Dokument oder Ebook mit wissenswerten Informationen rund ums Mikroskop fĂŒr den gelungenen Einstieg aber hĂ€ufig bereits im Lieferumfang enthalten oder kann sogar auf der Seite des entsprechenden Herstellers heruntergeladen werden. Solche mitunter kostenfreien Dokumente können auch fĂŒr die Nutzer herstellerfremder Exemplare interessant sein. FĂŒr Studenten oder andere, die sich stark fĂŒr den Mikrokosmos interessieren, kann außerdem ein zum jeweiligen Kenntnisstand passendes Lehrbuch der Mikrobiologie interessant sein.

Es gibt einiges an nĂŒtzlichem Zubehör zum Mikroskop.Moderne Mikroskope können oftmals auch mit einem kleinen LCD-Monitor ausgerĂŒstet werden, auf dem sich das vergrĂ¶ĂŸerte Bild des Untersuchungsobjekts auch in rĂ€umlich kompakten Situationen darstellen lĂ€sst. Hier ist allerdings ebenfalls die Nutzung einer Okularkamera mit passenden AnschlĂŒssen erforderlich, die entweder bereits im Lieferumfang des Mikroskops integriert ist oder separat nachgerĂŒstet werden kann. Manche Modelle sind hingegen bereits bei der Lieferung mit dem passenden LCD-Monitor ausgestattet. Genaueres entnehmen Sie hierzu bitte den jeweiligen Produktbeschreibungen.

FĂŒr alle, die bislang mit einem Mikroskop ohne USB-Anschluss arbeiten, empfiehlt sich unter UmstĂ€nden auch der Kauf eines USB-Okulars bzw. einer USB-Okularkamera. Diese wird anstelle des ursprĂŒnglichen Okulars in das Mikroskop eingesetzt und kĂŒmmert sich um die Digitalisierung der dargestellten Bilder. Außerdem wird natĂŒrlich noch ein passender Rechner benötigt, auf dem die Aufnahmen abgespeichert werden. Manche Modelle erlauben aber auch den direkten Anschluss an einen HDMI-Monitor oder die Speicherung der Videoaufnahmen auf einer SD-Karte.

Dies ist insbesondere im Labor praktisch, wenn gerade einmal kein Computer verfĂŒgbar oder der eigene Rechner mit anderen Aufgaben wie z.B. der Auswertung experimenteller Daten beschĂ€ftigt ist. Die Okularkamera ermöglicht eine Kombination von moderner Videoaufnahmetechnik mit der durch das Mikroskop erzielten VergrĂ¶ĂŸerung. So lassen sich mit den richtigen GerĂ€ten sogar HD-Videos der mikroskopischen Welt aufnehmen.

Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, was in einem Wassertropfen aus Ihrem Wasserhahn eigentlich so los ist und welche einzelligen Lebewesen sich in Ihrem Blut befinden, dann ist ein USB-Okular das richtige Utensil, um die entsprechenden Aufnahmen in digitaler Form zu archivieren oder auch mit anderen zu teilen.

Passend zum Mikroskop empfiehlt sich auch die Bestellung eines Mikroskopierbestecks, wenn die Probe nicht nur angesehen, sondern auch manipuliert werden soll.

Alternativen zum Mikroskop

Ein Mikroskop ist in seinem Anwendungsbereich weitgehend alternativlos. Dies liegt einfach daran, dass die meisten GerĂ€te, die vergrĂ¶ĂŸerte Aufnahmen von sehr kleinen Objekten machen, als Mikroskope bezeichnet werden. FĂŒr etwa grĂ¶ĂŸere Objekte kann hingegen vielleicht schon eine Lupe oder ein Uhrenmacherglas zur detaillierteren Darstellung genĂŒgen. Allerdings gibt es auch noch andere wissenschaftliche Anwendungen, fĂŒr die Mikroskope und vergleichbare GerĂ€te eher nicht geeignet sind.

Hier ist einerseite das Teleskop zu nennen, welches ebenfalls vergrĂ¶ĂŸert –- allerdings werden hier keine kleinen Objekte, sondern weit entfernte Objekte in einem grĂ¶ĂŸeren Maßstab dargestellt. Teleskope ermöglichen dem Menschen dabei neben praktischen Anwendungen etwa in der Seefahrt auch die Untersuchung  astronomischer Objekte. Insbesondere lassen sich so auch durch Hobbyastronomen markante Eigenschaften der Planeten unseres Sonnensystem aufdecken.

Somit spielt das Teleskop einer der des Mikroskops ganz Àhnliche Rolle bei der Erkundung von Objekten und Strukturen, die dem menschlichen Auge ohne technische Hilfsmittel nicht zugÀnglich sind. Astronomen entdecken mit diesen Hilfsmitteln immer wieder neue bemerkenswerte Eigenschaften und Besonderheiten unseres Universums, Àhnlich wie Mediziner und Biologen in den Biowissenschaften.

Somit ist auch das Teleskop eine Erfindung, die die Welt grundlegend verĂ€ndert hat und aus der modernen Wissenschaft, aber auch aus der mit ihr verknĂŒpften Kultur nicht mehr wegzudenken ist.

Nicht nur fĂŒr den SchĂŒler oder die SchĂŒlerin ist heutzutage das Ansehen von Mikroskopie-Videos auf Youtube oder Ă€hnlichen Plattformen eine interessante ErgĂ€nzung zum Schulunterricht. Hier können auch Experimente betrachtet werden, die im Schulunterricht wegen der begrenzten finanziellen Mittel oder fortgeschrittenen wissenschaftlichen Methoden nicht ohne Weiteres durchgefĂŒhrt werden können. Das grundsĂ€tzliche Ergebnis des Versuchs ist in einigen FĂ€llen aber auch von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern ohne Weiteres nachvollziehbar.

Hier kommt es im konkreten Fall natĂŒrlich auf das pĂ€dagogische FeingefĂŒhl und Augenmaß des Lehrers an. Außerdem können diese Videos zur Vorbereitung oder Nachbereitung verschiedener Mikroskopier-Aufgaben genutzt werden. Das theoretische Wissen ĂŒber den Aufbau der belebten Materie erscheint so um einiges lebendiger, als Standbilder in SchulbĂŒchern es je vermitteln könnten.

Das Mikroskop unterstĂŒtzt die Menschheit seit seiner Erfindung auf der Suche nach Wahrheit und Wissen. Wir freuen uns ĂŒber Ihr Interesse und hoffen, dass unser kleiner Ratgeber Ihnen bei Ihrer Kaufentscheidung weitergeholfen hat. Werfen Sie doch auch noch einen Blick in die weiterfĂŒhrende Literatur.

WeiterfĂŒhrende Links und Quellen

  1. Mikroskopische Bildergallerie, http://www.mikroskopieren.de/bilder.php
  2. Wikipediaartikel zur Dunkelfeldmikroskopie. https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkelfeldmikroskopie
  3. Informationen fĂŒr Einsteiger in die Mikroskopie: http://www.mikroskopie-fuer-anfaenger.de/
  4. Informationsseite des Herstellers Witec zur Anwendungen von Mikroskopen in der Forensik. http://www.witec.de/de/anwendungen/forensik/
  5. Gerald Karp, Molekulare Zellbiologie, Springer Verlag, 2005
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