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E-Pianos von im Test 2021

Mit dem Thomann E-Piano DP-95 wird ein Digitalpiano im Vollformat geboten. Es ist mehr als ein reiner Klavierersatz und zeigt sich als musikalisches Möbelstück mit umfangreichen zusätzlichen Funktionen, die das Piano fast schon zu einer Workstation katapultieren.

Das Unternehmen

1954 setzte Hans Thomann sen. seinen Entschluss um, den Beruf als Wandermusiker aufzugeben und ein eigenes Musikgeschäft zu gründen. In den 1990ern übernahm Thomann den damals größten deutschen Musikversender Roadstar. Unter eigenem Namen vertreibt das Musikhaus Thomann heutzutage eine Reihe preiswerter E-Pianos. Der kleine unabhängige Familienbetrieb erhielt 2010 den Preis als Versender des Jahres. Mittlerweile folgten Auszeichnungen im Bereich des Online-Handels. Die Firma vertreibt beispielsweise E-Pianos, Keyboards, elektrische Orgeln und Klaviere.

Was sind die Besonderheiten des Thomann E-Pianos beim E-Piano Test?

Das Thomann E-Piano DP-95 wurde in schwarz und weiß angeboten und offerierte neben 500 Sounds ebenfalls eine Begleitautomatik mit 200 Rhythmen und vielen additionalen Features. Die Verarbeitung des kompletten Thomann E-Piano war gut und sorgte für eine Stabilität. Im Korpus des E-Pianos wurde ein integriertes Lautsprechersystem mit vier Speakern untergebracht.

Für den nach unten austretenden Schall befanden sich unter dem Gehäuse zwei ovale Einschnitte, mit einer Bespannung aus Textilien. Im Pedalkasten waren drei Fußpedale, die mittels Kabel eine Verbindung mit dem Korpus erhielten. Ein voluminöses, robustes Notenpult aus Furnierholz konnte hochgeklappt werden.
Eine versenkbare Abdeckung für die Tastaturen war ebenfalls vorhanden, die auf leichte Weise geöffnet und geschlossen werden konnten. Dadurch bestand ein Schutz vor Staub und Beschädigungen.

Anschlüsse

Auf der Rückseite des Gehäuses befanden sich beim Thomann E-Piano die wichtigsten Anschlüsse. Ein USB-to-Host-Anschluss sorgte für die MIDI-Datenübertragung zwischen dem E-Piano und einem Computer. Additional waren klassische MIDI-IN- und OUT-Anschlüsse anzutreffen.

Von einem MP3-Player konnten externe Audiosignale über den AUX IN Eingang übertragen und über das Lautsprechersystem wiedergegeben werden, während man zum gleichen Zeitpunkt spielte. Der AUX OUT-Ausgang kommt in Betracht, falls die eingebauten Lautsprecher für die Wiedergabe nicht ausreichten und das E-Piano an eine Verstärker-Anlage angeschlossen werden musste. Leider waren alle obigen Anschlüsse nur sehr schwer erreichbar. Dies traf besonders zu, wenn das Thomann E-Piano an einer Wand aufgestellt wurde. Sehr gut zugänglich waren beim E-Piano Test die beiden Anschlüsse für die Kopfhörer.

Tastaturen

Ein durchaus akzeptables Resultat bot die 88-Tasten-Hammertechnik-Tastatur in dieser Preisklasse. Bessre Tastaturen offerierten nur teurere E-Pianos mit einer ausgeglichenen Gewichtung sowie noch einem wirksameren Gefühl beim Spielen. Das Unternehmen wendet sich mit diesem E-Piano vorzugsweise an Einstiger.

Die Anschlagsempfindlichkeit konnte in drei Stufen (weich, normal und hart) eingestellt oder alternativ ganz ausschalten.

Das Gerät besaß die drei traditionellen Pedalfunktionen Soft, Sostenuto und Haltepedal. Durch die Nutzung des Soft-Pedals auf der linken Seite wurde ein weicher Pianoklang erzeugt und die gesamte Lautstärke minimiert. Durch die Funktion Sostenuto wurde im Augenblick der Pedalbetätigung die Noten solange gehalten, bis das Pedal wieder betätigt wurde. Das rechte Haltepedal wirkte im Vergleich auf sämtliche Tasten.

Klang

Das Instrument ist nach der Einschaltung immer auf einen akustischen Klang der Klaviers eingerichtet. Der bedeutendste Sound stellt der „Stereo Grand Piano“ dar. Ein großer Pluspunkt bei der Ermittlung des E-Piano Testsiegers war die Preisklasse. Thomann teilte auf der Produktseite seiner Homepage mit, dass eine Polyphonie von 128 Stimmen vorhanden ist. In der Bedienungsanleitung wurden 46 Stimmen ausgewiesen. Welche Aussage stimmte, konnte nicht herausgefunden werden. Beim Spielen wurden keine Effekte bemerkbar, die auf eine niedrige Stimmenanzahl hindeuteten. Der integrierte Brillianz-Regler für die Lautstärke ist ineffektiv. Die Klangveränderung ist tatsächlich nur minimal.

Gigantisch war die Zahl der 500 unterschiedlichen Sounds. Es wäre besser gewesen, die Zahl der Klänge zu reduzieren und bessere Klänge dafür zu präsentieren. Bei Hören der E-Piano-Klänge ähneln sich viele Sounds und sind damit überflüssig. Eine kleine Selektion der nutzbaren Klänge:

  • Rock Oregan
  • Solo Strings
  • Sweet Trumper
  • Tenor Sax

Handling

Das voluminöse Display zeigte zahlreiche Funktionen und erleichterte die Handhabung. Im großen Feld wird der Name des Liedes, Styles oder Sound präsentiert. Weiterhin erscheinen zum gleichen Zeitpunkt auf dem Monitor die Betriebsart, die gespeicherte Nummer der Registrierung, die Zählzeit, der Takt, das Tempo, der gespielte Akkord usw. zum gleichen Zeitpunkt.

Durch das gleichzeitige Drücken der SHIFT-Taste sowie der TEMPO-Taste wurde das Funktionsmenü erreicht. Dort ließen sich zahlreiche bedeutende Parameter einstellen.
Beim DUAL-Modus konnten zwei Voices aufeinander gelegt werden. Der Arranger konnte auf drei unterschiedliche Akkorderkennungen ausgerichtet werden. Die Erkennung für Einfinger oder Mehrfinger der linken Hand oder die Erkennung auf der kompletten Tastatur beim Spiel.

Übungs- und Aufnahmemöglichkeiten

Der E-Piano Test 2018 stellte fest, das neben dem Arranger auch ein MIDI-Recorder/Player mit 60 Übungstücken vom Hersteller auf dem Thomann E-Piano vorhanden waren. Der Part konnte selbst übernommen werden, wenn die Melodiestimme auf stumm geschaltet wurde. Das Instrument besaß einen Einzähler sowie eine Loop-Funktion, um knifflige Passagen in einer permanenten Schleife zu üben.

Melodie und Timing standen im „Lektionsmodus“ für das Training bereit. Beim Abspielen des Songs wartete das Instrument auf die richtig gespielte Note. Nach der Übung bekam der Nutzer eine Mitteilung, wie gut er spielte. In Kombination mit der TWINOVA-Funktion offerierte das Thomann E-Piano signifikant mehr Lern-Tools als zahlreiche vergleichbare E-Pianos. Für drei eigene Stücke stand der MIDI-Recorder bereit und enthielt jeweils sechs Spuren.

Vor- und Nachteile der Thomann E-Pianos

  • guter akustischer Klang des Klaviers
  • ausgeglichenes Lautsprecher-System
  • gute Verarbeitungsqualität
  • ausgedehnte Ausstattung
  • sehr günstiger Preis
  • verhaltene E-Piano-Sounds
  • starrer Klang der Begleitautomatik
  • schlecht zugängliche Anschlüsse
  • minimale Wirkung des Brillanz-Reglers

Fazit

Das Thomann E-Piano DP-95 ist ein sehr preiswertes Digitalpiano für den Heimbereich mit einem ausgedehnten Equipment. In dieser Preisklasse überzeugten schon die bedeutendsten Eckdaten. Eine gute Verarbeitung und eine gute spielbare Tastatur stehen einem nicht überragenden Klavierklang gegenüber. Für Anfänger und Musikschulen ist das E-Piano mit einem MIDI-Recorder und unterschiedlichen Übungsfunktionen ausgestattet. Die zahlreichen additionalen Klänge lassen hinsichtlich der Qualität zu wünschen übrig. Der Sound der eingebauten Begleitautomatik begeistert keinesfalls. Im Klang kann das Thomann E-Piano den deutlich hochpreisigen Mitbewerbern nicht Paroli bieten. Dieses Instrument ist ein akzeptabler Ersatz für das Klavier mit einem umfassenden Equipment zur einem gänzlichen Kampfpreis.

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