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Was tun, wenn das Baby unter Verstopfung leidet?

Baby StuhlgangSo unglaublich es klingt: Mehr als zehn Prozent aller Babys und Kleinkinder leiden während ihrer ersten Lebensmonate unter Verstopfung. Sicherlich lässt sich dieses gesundheitliche Problem meist relativ rasch in den Griff bekommen. Aber wir wollen dennoch den Ursachen auf den Grund gehen.

Wie kann es zu einer Verstopfung bei Babys kommen? Welches sind die hilfreichsten SOS-Lösungen? Und wie kann man Verstopfungen bei Kindern dauerhaft bekämpfen? Fragen über Fragen – und wir haben die Antworten.

Der Magen- und Darmtrakt bei Babys und Kleinkindern ist äußerst sensibel. So können schon kleinste Veränderungen im Tagesablauf zu Verstopfungen führen.

Auch im Urlaub oder in bestimmten Lebensphasen kann es bei Babys zu Problemen im Magen-Darmbereich kommen. Mit zum Teil gravierenden Folgen. Eine hilfreiche Basis liefern da die folgenden aktuellen statistischen Werte:

Die Anzahl der Stuhlgänge verändert sich

Mit der Zeit verändert sich die Anzahl der Stuhlgänge bei Babys und kleinen Kindern. Neueste Zahlen machen deutlich, dass Kinder in der ersten Lebenswoche etwa drei bis fünf Mal pro Tag verdauen. Dabei ist durchschnittlich mit einer Verdauungsmasse von zwischen 10 und 15 Millilitern zu rechnen.

Bis zum 12. Lebensmonat haben Kinder etwa ein bis vier Mal am Tag Stuhlgang. Hier beträgt die Menge jeweils rund 18 bis 25 Milligramm. Im Alter von einem bis drei Jahren verdauen Kinder circa 0,7 bis drei Mal eine Menge von 40 bis 50 Milligramm täglich.

Im Alter von drei bis sechs Jahren können es zwischen 0,5 bis zwei Stuhlgänge pro Tag mit einer Verdauungsmenge von über 50 mg sein. Sicherlich handelt es sich hierbei lediglich um Durchschnittswerte.

Diese können mit Blick auf die individuellen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten des Kindes sowie je nach Veranlagung deutlich von den Standardwerten abweichen. Im Zweifel lohnt es sich durchaus, den Facharzt des Vertrauens zu konsultieren, um auf Nummer sicher zu gehen.

Wann ist der Besuch beim Arzt unvermeidlich?

Mutter und KindVerstopfungen können durchaus zwischendurch auftreten. Die Ursachen dafür sind erfahrungsgemäß oft harmloser Natur. Anders sieht es hingegen aus, wenn das Baby zusätzlich unter heftigen Bauchschmerzen leidet. Dann ist der Gang zum Mediziner des Vertrauens unausweichlich.

Denn Verstopfung in Verbindung mit Bauchschmerzen kann unter Umständen ein Indiz für einen beginnenden Darmverschluss sein.

Weitere Indikatoren dafür sind ein hart gespannter Bauch, starke Übelkeit und Erbrechen, Krämpfe und ein heftiges Völlegefühl, weil keine Leibwinde abgehen. Darüber hinaus sind Schmerzen beim Stuhlgang sowie ein übler Geruch der Ausscheidungen ein Anzeichen dafür, dass gegebenenfalls andere Ursachen vorliegen.

Tipp: Es ist völlig normal, dass Babys, die regelmäßig gestillt werden, bis zu 10 Mal pro Tag verdauen. Darüber hinaus ist es nichts Ungewöhnliches, wenn Kinder lediglich alle 10 bis 14 Tage Stuhlgang haben.

Die häufigsten Ursachen für Verstopfung bei Babys

  • Wenn Kinder zu wenig Bewegung bekommen, wirkt sich dies auf die Aktivität des Magen-Darm-Traktes aus. Die Konsequenz können dann oft Verstopfungen sein.
  • Ist die tägliche Ernährung eher ballaststoffarm, kann dies die Verdauungsaktivität des Darms nachhaltig beeinträchtigen.
  • Kinder sollten – ebenso wie Senioren – möglichst viel trinken. Geschieht dies nicht oder unterschreitet die tägliche Trinkmenge an ungesüßtem Kräutertee ein bestimmtes Level, macht sich dies über kurz oder lang in Verstopfungen bemerkbar.
  • Wird die Ernährung umgestellt oder bekommt das Baby zusätzlich Beikost gefüttert, so muss sich der gesamte Magen-Darm-Trakt erst an die neuen Umstände gewöhnen. So dauert es eine Weile, bis die Verstopfungen der Vergangenheit angehören.
  • Bestimmte Obst- und Gemüsesorten sind bekannt dafür, dass sie bei Babys mit besonders empfindlichen Mägen Verstopfungen verursachen. Dazu gehören unter anderem Bananen, Äpfel und Karotten.
  • In Haushalten, in denen sehr kalklastiges Wasser aus den Leitungen kommt, kann es sein, dass Babys mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt mit Verstopfung reagiert. Somit ist es sinnvoll, für die Zubereitung der Brei- und Flaschennahrung Babywasser aus dem Drogerie- oder Babyfachmarkt zu verwenden. Warum? Weil sich der Kalk aus dem Leitungswasser im Darmtrakt leicht mit den Fettsäuren aus der Milch zu einem so genannten Kalkseifenstuhl verbindet. Die Konsequenz daraus ist, dass der Stuhl schnell sehr trocken, bröselig und hart wird.
  • Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass Pre- und Folgemilchnahrungen im Allgemeinen schwerer zu verdauen sind, als es bei Muttermilch der Fall ist. Deshalb kann es nach der Umstellung vom Stillen auf Milchersatzprodukte unter Umständen zu Verstopfungen kommen. Nach ein paar Tagen sollten diese aber wieder abklingen. Wenn nicht, kann eine Unverträglichkeit vorliegen.
  • Auch zeigt sich immer wieder, dass nicht gestillte Babys besonders anfällig sind für Verstopfungen. Umso wichtiger ist es daher, die industriell hergestellten Produkte exakt nach den Angaben des Herstellers anzurühren. Zum Anrühren der Kost sollte entweder möglichst kalkarmes Wasser oder Babywasser aus dem Drogeriemarkt genutzt werden. So ist das Risiko geringer, dass der Stuhl durch den Darm erneut bröckelig und fest wird.
  • Wenn das Baby älter wird, ist es möglich, dass sich geringfügige Magen-Darmprobleme als entwicklungsbedingte Reaktion auf das bevorstehende “Trockenwerden” einstellen. Diese Schwierigkeiten stellen sich jedoch rasch wieder ein.
  • Stress oder psychische Problemen sind ebenfalls häufig Auslöser für Verstopfungen. Ein bevorstehender Urlaub, familiäre Schwierigkeiten oder ein Umzug wirken sich manchmal “irritierend” auf die Magen-Darm-Tätigkeit aus.
Hinweis: Verstopfungen müssen sich nicht ausschließlich in Form von Verdauungsstörungen oder hartem Stuhlgang auswirken. Vielmehr kann sich eine Verstopfung auch als schleimig-flüssiger Durchfall zeigen. Diese Konsistenz ist in der Regel ein Indiz dafür, dass der Darminhalt zu lange im Darm verbleibt.

Die Ursache dafür gilt es zu klären. Eine zu lange Verweildauer im Darm führt dazu, dass der Kot aufgrund spezifischer Vergärungsprozesse flüssig wird. Es ist generell erforderlich, die Beschaffenheit des Stuhls zu beäugen und dabei auch zu eruieren, ob sich eventuell Blut darin befindet.

Babys und Kleinkinder, die sich hingegen häufig einkoten, sollten ebenfalls einem Arzt vorgestellt werden. Für den unkontrollierten Stuhlgang ist mitunter eine Schwächung des Schließmuskels verantwortlich, weil dieser durch ein länger andauerndes Druckempfinden geschwächt wird.

Was tun gegen Verstopfung bei Babys und Kleinkindern?

Verstopfungen können harmlos sein. Aber sie sollten dennoch nicht “auf die leichte Schulter genommen” werden. Denn wenn der Körper mit einer unnormalen Darmtätigkeit reagiert – egal, ob fester oder flüssiger Stuhl – dann ist das meist ein Alarmsignal des Körpers.

So zeigt er auf diese Weise an, dass etwas gerade nicht in Ordnung ist. Und diese Ursache gilt es nun, herauszufinden. Natürlich müssen besorgte Eltern nicht gleich beim ersten Anzeichen einer Verstopfung den Kinderarzt konsultieren.

Das könnte zusätzlichen Stress bedeuten und das Verstopfungsproblem noch verstärken. Reagiert das Baby aber selbst nach drei oder vier Tagen noch unruhig, ist es weinerlich oder zeigt es gar an, dass es Schmerzen im Bauch hat, dann ist Handlungsbedarf erforderlich.

Zuvor sind Mama und Papa aber gut beraten, bewährte Hausmittel gegen Verstopfungen auszuprobieren. Darüber hinaus gibt es weitere effiziente Methoden, um die Symptome zu lindern.

Hausmittel gegen Verstopfungen bei Babys und Kleinkindern

ApfelmusSchon Großmutter kannte einige Hausmittel gegen Verstopfung bei Babys und Kleinkindern. So hat auch sie schon immer darauf geachtet, dass Babys möglichst viel trinken, weil dadurch die Darmtätigkeit “in Schwung gehalten” wird. Überdies hilft es oft schon, wenn ein paar Tropfen Keimöl in den Babybrei geträufelt werden.

Dadurch wird der Stuhl insgesamt weicher und das Problem löst sich buchstäblich von selbst. Ballaststoffhaltige Nahrungsmittel sollten unbedingt den täglichen Speiseplan des Kindes bereichern. Natürlich nur, wenn es bereits ein entsprechendes Lebensalter erreicht hat.

So wirkt ein pürierter oder geriebener Apfel oder etwas Pflaumenmus oft Wunder. Auch pürierte Erdbeeren, Birnen oder Haferkleie erweisen sich als recht effektiv im Kampf gegen Verstopfungen bei Babys.

Reichen diese Hausmittel nicht aus, ist es empfehlenswert, Laktulose zu verabreichen. Ein Teelöffel davon wird der Flaschennahrung beigemengt – und schon bald sollte sich der Stuhl verflüssigen.

Töpfchen-Training – was ist das?

Wir wissen, dass die Umstellung von der Windelphase zum Trockenwerden von vielen Babys als stressig empfunden wird. Aus unterschiedlichen Gründen fühlen sich die lieben Kleinen – und sei es nur unterschwellig – unter Druck gesetzt.

Sie wollen ihren Eltern “gefallen” oder der Oma “imponieren”. Und wenn das “Geschäft” dann buchstäblich “in die Hose geht”, ist die Enttäuschung über sich selbst meist groß. Die häufige Folge: Babys halten ihren Stuhl meist bewusst oder unbewusst zurück. Um diesen Stressfaktor frühestmöglich auszuschalten, kann effizientes Töpfchen-Training helfen.

Wichtig dabei ist, dass das Baby von Anfang an vermittelt bekommt, dass das Töpfchen etwas “Großartiges” ist. Es soll lernen, ausschließlich positive Dinge damit zu verknüpfen.

So ist es wichtig, das Kind anzuleiten, sich einfach auch mal zwischendurch aufs Töpfchen zu setzen, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Diese Häufigkeit und das damit verbundene positive Empfinden kann dazu beitragen, Stress und Druck abzubauen.

Verstopfung – was tun? Kann eine Massage helfen?

Ein warmes Bad wirkt erfahrungsgemäß sehr beruhigend. Der Bauch entspannt und der angestaute Druck kann sich lösen. Diesen Effekt kann man bequem mit einer sanften Massage unterstützen.

Wir bewegen dabei die Hände in kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn über den Ober- und Unterbauch, um die Darmtätigkeit anzuregen. Schon allein diese Streicheleinheiten sind “Balsam für die Seele” des Kindes und haben oft eine besänftigende Wirkung.

Die Verdauungsstörungen gehören danach schon bald der Vergangenheit an. Genauso hilfreich kann es sein, wenn wir uns gemeinsam mit dem Kind auf den Rücken legen. Wir heben die Beine an und tun so, als fahren wir in der Luft Fahrrad. Babys benötigen dabei selbstverständlich die vorsichtige Unterstützung von Mama oder Papa.

Wichtig sind in jedem Fall, auf weiche, fließende Bewegungen mit den Beinen zu achten. Das macht den Kleinen meist viel Spaß und lenkt sie zusätzlich von möglichen Bauchschmerzen ab. “Ganz nebenbei” wird dadurch die Darmtätigkeit angeregt, sodass die Verdauung in Gang gebracht wird.

Milchzucker, Zäpfchen und Co. helfen, aber…

Edelweiss Milchzucker, 500 gErgänzend zur Massage hat sich Milchzucker als recht hilfreich erwiesen. Auch dieses Naturprodukt ist ein bewährtes Hausmittel und ist in Apotheken und Drogerien erhältlich. Milchzucker kann, ganz nach Bedarf, sowohl in flüssige, als auch in feste Nahrung eingerührt werden.

Milchzucker schmeckt recht süßlich und wird von kleinen Kindern meist sehr geschätzt. Zu oft oder in zu großen Mengen verabreicht, kann er allerdings auch Durchfälle verursachen. Die ideale Menge hängt von der Intensität der Verstopfungen sowie vom Alter des Babys ab. Im Zweifel hilft der Kinderarzt gerne weiter.

Sofern alles nichts hilft, sind Eltern ohnehin dazu angehalten, den Arzt aufzusuchen. Dieser verschreibt, sofern erforderlich, entsprechende Medikamente oder er verabreicht Zäpfchen. Diese sollen die Darmtätigkeit anregen und haben überdies die Eigenschaft, den Stuhl weicher zu machen. Nichtsdestotrotz sollten Zäpfchen, Einläufe sowie andere chemische Präparate möglichst das letzte Mittel sein, das bei Verstopfungen bei Babys und Kleinkindern gegeben wird.

Die Sache mit dem Trauma

Baby VerstopfungDie Angst vor Verstopfungen und den damit verbundenen Schmerzen ist für viele Kinder eine echte Belastung. Vor allem Babys und Kleinkinder sind jedoch meist nicht in der Lage, sich verständlich zu machen und auszudrücken, warum sie sich unwohl fühlen oder ob sie Schmerzen haben.

Heftiges Schreien ist bei Verstopfungen oft ein Signal dafür, dass das Kind starke Bauchschmerzen oder Krämpfe hat.

Instinktiv “wehren” sie sich folglich dagegen, ihr “großes Geschäft” zu verrichten. Der Stuhl wird durch die längere Verweildauer im Darm oftmals hart. Der Druck verstärkt sich, und auch der Schmerz beim “in-die-Hose-machen” intensiviert sich.

Ein Teufelskreis. Deshalb sind die Eltern gefragt: Mami und Papi müssen also erkennen, woran es ihrem Schatz fehlt. Gleichzeitig sollten sie in der Lage sein, ihrem Kind unverzüglich den Druck zu nehmen, um den Stresspegel nicht noch zu verstärken.

Es kann gegebenenfalls hilfreich sein, mit dem Baby im Badezimmer zu spielen, ihm dort ein Buch vorzulesen oder Musik zu hören. Dadurch entspannt es, was sich mit der Zeit entkrampfend auf die Darmtätigkeit auswirkt. Ist die Angst vor dem Schmerz letztlich überwunden, geraten bald auch die Verstopfungen in Vergessenheit.

Verstopfungen vermeiden – so klappt’s:

Es ist durchaus möglich, das Verstopfungsrisiko bei Kindern auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Wenn sich Babys bzw. Kleinkinder viel bewegen oder spielen können, wird die Darmtätigkeit aktiviert. Außerdem sollten Eltern ihren Kindern regelmäßige Toiletten- oder Töpfchengänge “anerziehen”.

Diese tägliche Routine wirkt sich ebenfalls positiv auf die Darmtätigkeit aus. Natürlich sollten Kinder überdies viel trinken und sich ballaststoffreich ernähren. Weizenmehl-Produkte, Bananen, Schoko-Puddings oder andere Erzeugnisse wirken “stopfend” und sind oftmals eine Ursache für die Magen-Darmprobleme bei Babys.

Kinder sollten überdies spielerisch lernen, aufs Töpfchen zu gehen. Je weniger Stress sie in ihrem Alltag ausgesetzt sind, desto weniger Probleme werden sie mit Verstopfungen haben.

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