Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene 10 – 15 mg Eisen pro Tag und für Kinder zwischen 8 und 10 mg. Dieser Wert wird im Normalfall über die Ernährung abgedeckt. Zusätzliches Eisen sollte man nur zuführen, wenn bei einer Blutuntersuchung ein Mangel festgestellt wurde.
Dies gilt auch in der Schwangerschaft und Stillzeit. Der Bedarf an Eisen ist in dieser Zeit allerdings erhöht (die Empfehlung der DGE liegt hier bei 20 bis 30 mg Eisen pro Tag). Darum werden Eisenpräparate (zusätzlich zu Folsäure) Schwangeren sehr häufig verschrieben oder empfohlen. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Eisenpräparate den Hämoglobin-Wert verbessern und sich dadurch eine Blutarmut durch die Geburt verhindern lässt.
Um Eisenmangel festzustellen, wird in der Regel der Hämoglobin-Wert im Blut gemessen. Liegt er bei Frauen unter 12 g/dl und bei Männern unter 14 g/dl liegt ein Eisenmangel vor.
Hämoglobin ist der rote Farbstoff roter Blutkörperchen, er besteht aus eisenhaltigem Eiweiß. Der Blutfarbstoff ist für den Sauerstofftransport aus der Lunge zu den Körperzellen verantwortlich, sowie für den Abtransport von Kohlendioxid zurück zur Lunge. Ist zu wenig Hämoglobin im Körper, führt dies zu Müdigkeit, Schlappheit, Konzentrationsschwäche und Blässe.
Wurde bei Ihnen ein Eisenmangel festgestellt, kann der Arzt/ die Ärztin am besten beurteilen, wie viel Eisen Sie zusätzlich über ein Eisenpräparat aufnehmen sollen.
Typisch sind:
Eisenfilmtabletten mit 100 mg oder 50 mg (z. B. von Ratiopharm oder AbZ). Es gibt aber auch Tropfen mit 30 mg (z. B. FERRO SANOL) und Brausetabletten mit 80,5 mg (z. B. von LÖSFERRON und VITAFERRO).
Das natürliche Eisenpräparat Floradix mit Eisen (auch als Salus Kräuterblut bekannt) enthält 12,26 mg Eisen.
Von der Dosierung der Eisenpräparate hängt ab, wie viel und wie oft Sie diese einnehmen müssen.
Zunächst einmal sollte man wissen, dass Eisen in zwei chemischen Formen vorkommen kann. Als zweiwertiges Eisen(II) und dreiwertiges Eisen(III).
Laut der Stiftung Warentest ist medizinisch belegt, dass Eisen(II) sehr gut durch den Magen-Darm-Trakt ins Blut aufgenommen wird und somit erfolgreich Eisenmangel behebt.
Eisen(III) ist hingegen schwieriger aufzunehmen, weshalb die Stiftung Warentest Eisenpräparate mit Eisen(III) (z. B. von FERRUM HAUSMANN) als nur “mit Einschränkung geeignet” bewertet.
Wir raten Ihnen daher auch bei natürlichen Eisenpräparaten auf Eisen(II) zu achten.
Eisen(II)-sulfat
Eisenfilmtabletten und Hartkapseln enthalten in der Regel Eisen(II)-sulfat. Dieses zweiwertige Eisensalz der Schwefelsäure gilt als hochwirksames blutbildendes Mittel. Es ist klinisch bewiesen, dass ein Eisenmangel aufgrund eines zu niedrigen Hämoglobin-Wertes damit behoben werden kann.
Eisen-gluconat
Eisen(II)-gluconat ist ein zweiteiliges Eisensalz, welches aus Gluconsäure gewonnen wird. Dieses wird z. B. in der Lösung Floradix mit Eisen verwendet. In Europa ist Eisen-gluconat auch als Farbstoff für schwarze Oliven zugelassen.
Chealiertes Eisen
Als chealiert wird Eisen bezeichnet, das an zwei Moleküle der Aminosäure L-Glycin (Eiweiß-Baustein) gebunden ist. Durch die organische Verbindung soll das Eisen vom Körper besonders gut aufgenommen werden.
Ein Eisenpräparat mit chealiertem Eisen ist z. B. Eisen chelatiert mit Vitamin C aus Acerolakirschen von effective nature.
Die von effective nature empfohlene Tagesdosis von 1 Kapsel enthält 14 mg Eisen und deckt somit nur den Tagesbedarf und ist nicht dazu geeignet, eine Blutarmut aufgrund von Eisenmangel auszugleichen. Ein solches Präparat kann z. B. nach einer erfolgreichen Eisen-Kur sinnvoll sein, um den gesunden Eisenspiegel zu halten oder in Zeiten von erhöhtem Eisenbedarf, wie bei der Schwangerschaft.
Eisen aus dem Curryblatt
Es gibt verschiedene natürliche Eisenpräparate, die Eisen aus dem Curryblatt enthalten. Das Curryblattpulver wird in Kapseln eingenommen.
Natürliche Eisenpräparate kommen ohne Eisen-sulfat aus, sind rezeptfrei erhältlich und sind gut verträglich. Wenn die Tagesdosis zwischen 10 und 15 mg liegt, handelt es sich um Nahrungsergänzungsmittel / Supplements. Solche sind geeignet, wenn der Eisenbedarf über die Ernährung nicht gedeckt wird oder über einen bestimmten Zeitraum erhöhter Eisenbedarf besteht.
Ein erhöhter Eisenbedarf ist insbesondere während der Schwangerschaft und Stillzeit vorhanden. Schwangerer benötigen zusätzlich Folsäure, welche bereits beim Kinderwunsch (also vor der Schwangerschaft) eingenommen werden soll.
Viele Eisenpräparate sind zusätzlich mit Folsäure und B-Vitaminen angereichert (z. B. Doppelherz Eisen-Femin, Floradix Eisen-Folsäure Dragees oder Zelltuning Eisenherz)
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