Beratene Verbraucher:
35890941
Suche
Generic filters
Nur genaue Treffer
Suche im Titel
Suche im Inhalt
Suche in Zusammenfassung
Suche in Kommentaren
Filter by Custom Post Type
headerbild_Super-Sparrow-Sportflasche-test
Zurück zur Sportflasche-Vergleichstabelle Aktualisiert am:

BPA-und schadstofffreie Sportflasche - darauf sollten Sie achten!

Wer eine BPA-freie Sportflasche aus Kunststoff sucht, stößt schnell auf den Namen “Tritan”. Das US-amerikanische Unternehmen Eastman Chemicals brachte den thermoplastischen Werkstoff 2007 auf den Markt. Im Fokus stand damals ein sicheres Material, das auch für Kinder-Trinkflaschen unbedenklich einsetzbar ist. Tritan ist lebensmittelecht, bruchsicher, wärmebeständig bis 80 Grad, ohne Eigengeschmack und spülmaschinenfest. Aufgrund hoher Stabilität bei guter Formbarkeit hat sich Tritan besonders im Bereich der Sportflaschen fest etabliert. Nicht nur Eastman, auch diverse andere Hersteller produzieren mit diesem synthetischen Polymer.

Was bewirkt BPA?

Die Chemikalie Bisphenol A (BPA) wird seit den 1960er Jahren zur Herstellung des Kunststoffs Polykarbonateingesetzt, um das Endprodukt mit längerer Haltbarkeit auszurüsten. Trotz der bekannten Risiken stellen Konzerne wie Bayer, Dow Chemicals oder Hexion jährlich rund 4 Millionen Tonnen BPA her.

Die schädlichen Auswirkungen betreffen schon ungeborene Kinder, deren gesunde Entwicklung massiv beeinträchtigt wird. Diabetes, Verhaltensstörungen, Unfruchtbarkeit und Impotenz sind wohl nur die Spitze des Eisbergs, da die Wissenschaft sich erst seit einigen Jahren – sehr spät also – mit den Folgen von BPA befasst. Da wir im Alltag ständig mit BPA in Kontakt kommen, sind BPA-freie Trinkflaschen ein Schritt in die richtige Richtung. Durch das Trinken gelangen Schadstoffe besonders leicht in den Organismus, vor allem, wenn Kunststoffflaschen mit säurehaltigen und heißen Getränken befüllt werden.

Worin ist BPA enthalten?

Weichmacher sind ausschließlich in Plastik enthalten. Meist ist es nicht ersichtlich, in welchen Dingen sich BPA verbirgt.

Die Chemikalie wird inzwischen schon überall in der Umwelt nachgewiesen, sei es im Wasser, in der Luft, in frischen Lebensmitteln und in Staub. Kein Wunder, dass auch alle Lebewesen früher oder später kontaminiert sind.
Damit Sie eine Vorstellung bekommen, worin BPA enthalten ist, haben wir dahin gehend eine kleinere Liste mit Beispielen zusammengestellt.

 

  • Frischhaltefolie
  • Milchkartons, Saftkartons und andere Verbundstoffe
  • Mikrowellenfestes Geschirr
  • Thermopapier (Faxe, Fahrkarten, Parkscheine, Kontoauszüge, Kassenbons)
  • Innen beschichtete Konservendosen (z.B. Bei grünen Bohnen)
  • Behälter, Boxen, Flaschen
  • Fast Food Verpackungen, Handyschalen
  • Zahnfüllungen aus Kunststoff und Versiegelungen
  • CDs, Brillenfassungen, Klebstoffe, Nagellack, transparente Autoteile (Lampen-Abdeckungen)

Wie ist BPA auf Verpackungen gekennzeichnet?

Achten Sie bei Kunststoff-Artikeln auf den Recycling-Code 7 in einem kleinen, aus Pfeilen gebildetem Dreieck auf dem Etikett. Darunter sind die Buchstaben “PC” für Polycarbonat vermerkt. Beide Kennzeichnungen sind Hinweise auf enthaltenes BPA. Alle Kunststoffe ohne Kennzeichnung enthalten meist BPA. Ein Dreieck mit dem Buchstaben “O” steht für “other”(andere Kunststoffsorten). Da diese nicht näher aufgeführt sind, stufen wir sie als kritisch ein.

Ungefährlich hingegen sind Polyethylen “PE” mit dem Code 2 oder 4 sowie Polypropylen (PP) mit dem Code 5.

Wie macht sich BPA in Sportflaschen bemerkbar?

BPA gelangt über die Sportflasche mit dem Getränk in unseren Körper. Der Schadstoff löst sich besonders schnell durch Wärmeeinwirkung und Säurekontakt aus dem Kunststoff, wie bei dem beliebten Coffee-to-go im Becher für unterwegs. Im Sommer, wenn eine Trinkflasche in der Sonne liegt, schmeckt das zu Hause frisch eingefüllte Wasser plötzlich muffelig oder die leere Flasche strömt unappetitlichen Geruch aus. Daran erkennen Sie die Freisetzung von Chemikalien aus der Flasche.

Welche Sportflaschen sind BPA-frei?

Auf Nummer sicher gehen Sie mit Trinkflaschen aus Edelstahl, Glas und BPA-frei gekennzeichneten Kunststoffflaschen aus Tritan oder Polypropylen. Zu Tritan liegen bisher keine Daten vor, die auf schädliche Eigenschaften schließen. Bis dahin können wir das bis zu 80 °C temperaturbeständige Tritan als Alternative zu Flaschen aus anderen Kunststoffen empfehlen.  Polypropylen ist eine gute Wahl, da dieser Kunststoff hochwertig und langlebig ist. Die Herstellung von PE-Produkte ist aufwendig und dementsprechend kosten diese qualitativen Flaschen etwas mehr. Aluminiumflaschen sind generell BPA-frei, doch trotzdem kritisch. Die innere Kunststoff-Beschichtung wird mit der Zeit undicht und andere Schadstoffe treten aus.

Enthalten PET-Flaschen BPA?

PET-Flaschen stellen die größte Gruppe aller Einwegflaschen.

Aktuellen Forschungen zufolge enthält dieser Kunststoff zwar kein BPA, jedoch die Komponente Ethanal. Dieser Stoff steht in Zusammenhang mit Krebserkrankungen. Des weiteren laugen PET-Flaschen das Schwermetall Antimon aus, dass in dem Wasser nachgewiesen wurde.
Wie Sie sehen, ist nicht jede BPA-freie Flasche unbedenklich. Jeder Kunststoff wird aus Chemikalien produziert, die auf lange Sicht schädlich für Mensch und Umwelt sind. Die Industrie ist an einem Wechsel zu verträglicheren Materialien nicht interessiert, da die Umstellung der Produktion und die Weiterverarbeitung mit Kosten verbunden sind.

Wie kann man BPA umgehen?

  • Achten Sie bei Sportflaschen auf das BPA-frei-Siegel oder entscheiden Sie sich für eine Edelstahl- oder Glasflasche. Zeitgemäße Aluminium-Trinkflaschen sind mit unbedenklicher Beschichtung ausgestattet.
  • Vermeiden Sie, heiße Getränke in Kunststoffflaschen zu füllen.
  • Erhitzen Sie Fertiggerichte nie in ihrer Verpackung oder in Plastikdosen.Für die Mikrowelle eignet sich Geschirr aus Glas und Porzellan besser.
  • Lagern Sie Lebensmittel in Behältnissen aus Edelstahl, Glas oder Porzellan
  • Vorratsdosen oder ähnlichen Haushalts-Artikel sollten nicht aus Polycarbonat (PC) bestehen oder das Dreieck mit dem Plastikcode 7 aufweisen.
  • Fragen Sie beim nächsten Zahnarztbesuch nach BPA-freien Füllungen und Zahnversiegelungen

Wie erhöht sich die Lebensdauer einer BPA-freien Sportflasche?

Tritan-Sportflaschen sind laut Hersteller spülmaschinenfest, doch sollten Sie möglichst ein Programm niedriger als 100 °C wählen. Die Hitze zerstört die mechanischen Eigenschaften des Materials, Reinigungsmittel tragen ihr Übriges zur Versprödung bei. Nach 60 Maschinenwäschen soll die Lebensdauer enden.

Bei schonender Handwäsche verlängert sich die Nutzungsdauer auf bis zu 300 Mal reinigen. Schonend bedeutet, auf aggressive Reinigungsmittel und zu heißes Wasser zu verzichten. Das Seifenwasser sollte stets mit klarem Wasser von der Tritan-Sportflasche abgespült werden. Wenn sich im Material Haarrisse zeigen, wird es Zeit, die Tritan-Sportflasche auszutauschen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1.158 Bewertungen. Durchschnitt: 4,70 von 5)
Loading...