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Vor- und Nachteile eines Laserdruckers

Wie jedes technische Gerät hat auch ein Laserdrucker seine Stärken und Schwächen. Für manche Einsatzzwecke sind die Geräte ideal geeignet, für andere dagegen weniger gut. Worum es sich dabei im Einzelnen handelt, wird in diesem Abschnitt etwas näher erläutert.

Vorteile des Laserdruckers

Auf diesem Gebiet werden Laserdrucker meistens mit Tintenstrahldruckern verglichen. Letztere dominierten den Markt für private Anwender und Kleinunternehmen für viele Jahre. Nach und nach werden sie jedoch von Laserdruckern verdrängt, weil diese immer besser werden.

Laserdrucker sind zum Beispiel beim wichtigen Punkt Geschwindigkeit den Tintenstrahldruckern deutlich überlegen. Monochrome Laserdrucker /Schwarz/Weiß Laserdrucker können zum Beispiel beinahe 40 Seiten im DIN A4 Format pro Minute drucken. Da kommt kein Tintenstrahldrucker mit. Wenn große Druckaufträge in kurzer Zeit bewältigt werden müssen, ist ein Laserdrucker unschlagbar.

Tonerkartusche Rem. NON OEM TN1050Tonerkartuschen sind zudem ergiebiger als Tintenpatronen. Mit einer Tonerkartusche können nicht selten mehrere Tausend Seiten Text ( DIN A4) gedruckt werden, während mit einer Tintenpatrone bestenfalls wenige Hundert Seiten drin sind.

Die Bildtrommel, das wichtigste Bauteil des Laserdruckers, muss ebenfalls erst nach vielen Tausend Seiten ausgetauscht werden. Bei vielen Laserdruckern entspricht die Lebensdauer der Bildtrommel sogar der Lebensdauer des Geräts, so dass ein Austausch in der Regel gar nicht notwendig wird.

Die größere Ergiebigkeit der Tonerkartuschen schlägt sich in niedrigeren Druckkosten pro Seite nieder. Laserdrucker drucken deutlich günstiger als Tintenstrahldrucker.

Dell C1760nw LED-Farblaserdrucker (600x600dpi, USB, WLAN, LAN)Auch bei den Ausdrucken selbst hat ein Laserdrucker viele Vorteile. So werden selbst feine Linien und komplizierte Grafiken gestochen scharf dargestellt, während bei Tintenstrahldruckern das Druckbild, bedingt durch das technische Verfahren, unter starker Vergrößerung unscharf aussieht.

Ausdrucke von Laserdruckern können sofort abgeheftet bzw. benutzt werden, weil der Toner eine feste Verbindung mit dem Papierblatt eingeht. Bei Tintenstrahldruckern muss der Ausdruck dagegen erst ca. 30 Minuten trocknen, ehe er wischfest ist.

Ausdrucke von Laserdruckern können archiviert werden. Das bedeutet, der Druck verändert sich für mindestens 10 Jahre lang nicht.

Bei Ausdrucken von Tintenstrahldruckern ist das anders. Die Tinte wird durch den Luftsauerstoff angegriffen und verblasst dadurch im Laufe der Zeit. Wenn solche Ausdrucke dauerhaft aufbewahrt werden sollen, müssen sie laminiert werden. Dadurch werden sie vor dem Luftsauerstoff geschützt.

Laserdrucker sind außerdem weniger empfindlich als Tintenstrahldrucker. Sie benötigen kaum Wartung und Pflege, außer einer gelegentlichen Reinigung. Ein Laserdrucker kann für lange Zeit nicht in Gebrauch sein, liefert aber nach dem Einschalten einwandfreie Ausdrucke.

Wird dagegen ein Tintenstrahldrucker lange Zeit nicht benutzt, trocknet die Tinte in den Druckerpatronen ein oder der Druckkopf verklebt mit eingedickter Tinte. Schlimmstenfalls muss er gesäubert und die Patronen ausgetauscht werden, bestenfalls schafft es das Reinigungsprogramm, dass automatisch startet, sobald der Drucker eingeschaltet wird, den Druckkopf zu “waschen“. Dafür wird aber Tinte benötigt, die beim Drucken fehlt.

Welche Nachteile haben Laserdrucker?

In den vergangenen Jahren war der gravierendste Nachteil der Laserdrucker ihr deutlich höherer Preis im Vergleich zu Tintenstrahldruckern. Für einen guten Marken-Laserstrahldrucker mussten Verbraucher auf dem Markt noch bis vor wenigen Jahren mehrere Hundert Euro bezahlen, während es gute Tintenstrahldrucker schon für unter 100 Euro gab. In der letzten Zeit verschwindet dieser Nachteil jedoch immer mehr, weil die Preise für Laserdrucker eine fallende Tendenz aufweisen. Heute gibt es bereits gute Laserdrucker, die nicht wesentlich mehr kosten als vergleichbare Tintenstrahldrucker.

Dell C1760nw LED-Farblaserdrucker (600x600dpi, USB, WLAN, LAN) InnenDaneben gibt es aber auch noch andere, technisch bedingte Nachteile von Laserdruckern. Ihr Stromverbrauch ist deutlich höher als der von Tintenstrahldruckern. Selbst wenn sie ausgeschaltet sind, verbleiben sie in Bereitschaft und können teilweise noch bis zu 20 Watt verbrauchen.

Die größere Druckgeschwindigkeit und höhere Leistung resultieren auch in einem höheren Betriebsgeräusch. Steht der Laserdrucker im Arbeitszimmer, einem kleinen Büro oder gar im Wohnzimmer, kann er ganz schön stören, wenn er einen größeren Druckauftrag abarbeitet.

Zudem können Laserdrucker Schäden für Gesundheit und Umwelt verursachen. Bei älteren Modellen kann durch Hochspannung Ozon entstehen, ein aggressives Gas, das gesundheitsschädlich ist. Eine andere Gefahr stellt der Feinstaub dar, der durch den Toner entstehen kann. Zwar haben moderne Laserdrucker Filter, die den Austritt von Tonerpulver verhindern sollen, diese können jedoch durch unsachgemäße Handhabung beschädigt und somit unwirksam werden. Außerdem stellen leere Tonerkartuschen eine potentielle Gefahr für die Umwelt dar.

Auch beim Druck selbst zeigen Laserdrucker Schwächen. Sie eignen sich zum Beispiel nicht so gut für das Drucken von Fotos oder Plakaten in Studio-Qualität. Das liegt daran, dass beim Farbdruck Laserdrucker eine geringere Auflösung als Tintenstrahldrucker erreichen.

Mit Laserdruckern kann auch nicht randlos gedruckt werden, weil sonst Tonerpulver ins Innere des Geräts fallen und somit freigesetzt werden würde. Aus Sicherheitsgründen muss immer ein mindestens 5 mm breiter Rand bleiben.

Laserdrucker kommen nicht mit allen Papiersorten zurecht. Besonders bei beschichteten oder sehr dicken Papier (Fotokarton) streiken sie oft oder können sogar zerstört werden. Auf normalen Kopierpapier liefern sie dagegen ausgezeichnete Ergebnisse.

Insgesamt betrachtet, überwiegend die Vorteile des Laserdruckers seine Nachteile jedoch bei weitem. Laserdrucker arbeiten schnell, kostengünstig und sind nur selten anfällig für Störungen. Die meisten Nachteile zeigen sich erst bei speziellen Einsatzzwecken, bei denen es auf höchste Druckqualität ankommt. Derartig spezielle Anforderungen spielen bei den meisten Verbrauchern sowieso kaum eine Rolle.

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