Schaut man sich nach einer neuen Trinkflasche um, so wird man feststellen, dass die Auswahlmöglichkeiten gigantisch sind.
Doch Trinkflasche ist nicht gleich Trinkflasche. Schon alleine das verarbeitete Material macht einen großen Unterschied aus.
Welche Materialien gibt es?
Außerdem sind auch Glasflaschen und Flaschen aus Silikon erhältlich. Jedes dieser Materiale hat seine individuellen Eigenschaften. Das hat immer auch Konsequenzen auf die Erfahrungen, die Sie mit der Trinkflasche machen. Im nachfolgenden Abschnitt wollen wir für Sie die Vor- und Nachteile sowie die Besonderheiten der einzelnen Materialien erörtern.
Edelstahl
Daher eignet sie sich auch besonders gut für Kinder, da der Rucksack im Eifer des Gefechts vielleicht auch mal unter etwas turbulenteren Umständen abgesetzt wird. Eine Edelstahlflasche bleibt einem oft viele Jahre lang ein zuverlässiger Begleiter für Sport und Freizeit. Vom Design her sind Edelstahlflaschen meist im klassischen Metallic-Look in unterschiedlichen Farben und Formen erhältlich. Für Kinder gibt es auch Edelstahltrinkflaschen mit bedruckten Motiven. Ein großer Vorteil ist die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Edelstahl.
Es gehört mitunter zu einem der Materialien, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zur Aufbewahrung von Lebensmitteln empfiehlt. Außerdem entwickelt die Flasche bei sachgemäßer Pflege keinen Eigengeschmack und ist spülmaschinengeeignet.
Sie schafft es auch die Temperatur des Inhalts möglichst lange auf konstantem Niveau zu halten – so bleibt im Sommer ein kaltes Mineralwasser länger erfrischend kühl und der Kaffee länger warm. Man kann die Edelstahlflasche für sämtliche Arten von Getränken nutzen. Als Nachteil empfinden es manche Menschen, dass der Flüssigkeitsstand von außen nicht einsehbar ist. Meistens kann aber auch anhand des Gewichts der Flasche gut einschätzen, wie viel vom Getränk noch vorhanden ist. Der Preis für Edelstahlflaschen ist in der Regel etwas höher als für Flaschen aus anderen Materialien. Vom Gewicht her würden wir die Edelstahlflasche dem mittleren Bereich zuordnen. Sie ist schwerer als eine Kunststoff- oder Aluminiumflasche, aber nicht ganz so schwer wie Glas.
Kunststoff
Bei einigen Kunststoffflaschen tritt das Problem auf, dass sie einen Eigengeschmack haben und sich darin schneller unangenehme Gerüche bilden können als bei anderen Materialien. Ein weiterer Nachteil ist, dass sie nicht sonderlich umweltschonend sind. Des Weiteren gibt es sie schon zu sehr günstigen Preisen zu kaufen. Doch gerade bei verlockend günstigen Angeboten sollte man genauer hinschauen.
Denn viele Kunststoffe enthalten Weichmacher, wie BPA. Deshalb werben viele Anbieter inzwischen mit Flaschen aus Kunststoffen ohne Weichmacher. Man sollte aber immer auch nachsehen, ob die Angabe nur für die Flasche selbst oder auch für das Mundstück bzw. den Deckel gilt. Ein Beispiel für solch einen Kunststoff ist Tritan. Es ist erfreut sich steigender Beliebtheit. Das liegt vermutlich auch daran, dass es stabiler als eine gewöhnliche PET-Flasche ist, in der Spülmaschine gereinigt werden kann und von Health Canada, der U.S. Food and Drug Administration sowie der European Food Safety Authority and European Commission als unbedenklich eingestuft wurde.
Glas
Genau wie Edelstahlflaschen sind auch Glasflaschen unbedenklich für die Gesundheit. Sie sind zudem sehr umweltschonend, da ein Großteil von dem Material für die Herstellung neuer Flaschen wiederverwertet werden kann. Man kann sie problemlos in der Spülmaschine reinigen und hat jederzeit einen guten Überblick darüber, wie viel Flüssigkeit sich noch im Inneren befindet.
Bei einer Glasflasche haben es Gerüche deutlich schwerer, sich festzusetzen als etwa bei Kunststoff- oder Aluminiumprodukten. Sie sind allerdings deutlich schwerer als andere Flaschenmodelle. Ein weiterer Nachteil ist die hohe Bruchgefahr, die sie im Zusammenspiel mit dem Gewicht eher ungeeignet für Kinder macht. Für den Einsatz im Sport ist eine Glasflasche eher ungeeignet.
Silikon
Silikonflaschen gibt es noch nicht so lange auf dem Markt. Sie bestechen meist mit quietschebunten Farbdesigns und zeichnen sich vor allem durch ihre Handlichkeit aus. Sie sind nämlich nicht nur federleicht, sondern lassen sich im ungefüllten Zustand meist zusammenfalten und sind dadurch natürlich äußert platzsparend – perfekt für die Handtasche oder zum Sport! Ein Kritikpunkt, der in Bewertungen öfter zu Tage tritt, ist, dass die Flaschen häufig einen Plastikgeruch – manchmal sogar auch Geschmack – verströmen.
Außerdem wird oft angeführt, dass es zu Problemen mit kohlensäurehaltigen Getränken kommen kann und die Flasche dadurch undicht werden kann. Ein Sturz macht der Silikonflasche zwar nichts aus, aber wenn sie ausversehen mit einem spitzen Gegenstand in Berührung kommt, kann sie leicht reißen und ist dann unbrauchbar. Im Hinblick auf Temperaturschwankungen sind Silikonflaschen aber sehr robust. Sie halten Temperaturen von -30 bis 140 °C aus. Ein cooles Feature ist außerdem, dass man die Flaschen teilweise beschriften und bemalen kann und ihnen so eine ganz individuelle Note verleihen kann.
Aluminium
Inzwischen hat sich dieser Umstand aber etwas geändert – vermutlich wegen der zahlreichen Nachteile, die Aluminiumflaschen mit sich bringen. Zwar erleiden sie bei einem Sturz nur kleinere Dellen und sehen nach außen ansonsten noch funktionstüchtig aus, doch der Schein kann hier besonders bei sehr günstigen Modellen trügen. Entsteht nämlich eine Delle, wird die oftmals nicht dehnbare Innenbeschichtung, die Reaktionen zwischen dem Aluminium und dem Flascheninhalt verhindern soll, zerstört. Diese kann sich ablösen und wird dann im schlimmsten Fall vom Nutzer mitgetrunken.
Es gibt aber auch Anbieter von Aluminiumflaschen, die dieses Problem erkannt haben und ihre Produkte mit einer elastischen Innenbeschichtung anbieten. Dazu zählt zum Beispiel auch der Vergleichs-Testsieger, der beim Test der Stiftung Warentest im Jahr 2017 gekürt wurde. Wenn Sie sich für eine Alluminiumflasche entscheiden, dann sollte es in jedem Fall eine hochwertig verarbeitete Flasche sein – wie die des Vergleichssiegers.
Welches Material Sie schlussendlich auswählen, bleibt natürlich voll und ganz Ihrem Geschmack und Ihren Bedürfnissen überlassen. Solange Sie beim Kauf aufmerksam sind und genau abwägen, was Ihnen am wichtigsten ist, dürfte es hinterher keine bösen Überraschungen geben.