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Getestete Produkte 7
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Lakritz Test 2018 • Die 7 besten Lakrtize im Vergleich

Münzen, Rauten, Brezeln, Fische, Stangen, Kätzchen oder Schnecken - Lakritz gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Erfahren Sie in der nachfolgenden Vergleichstabelle, welche 10 besten Produkte im Test am besten abgeschnitten haben.

Lakritz Bestenliste 2018

Letzte Aktualisierung am: 

  Nellie-Dellies-Stevia-Lakritz Türkisch-Pfeffer-Salmiakbonbons
  Almaregårdens Lakritz Nellie Dellies Lakritz Meenk Lakritz Trimex Lakritz Red Band Lakritz Ramlösa Lakritsfabriken Lakritz Rexim Lakritz
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ExpertenTesten TÜV-Siegel 1,09
sehr gut
1,35
sehr gut
1,58
gut
2,13
gut
2,20
gut
2,46
gut
2,85
befriedigend
Kundenbewertungen
auf Amazon

4.6 von 5 Sternen
bei 10 Rezensionen

3 von 5 Sternen
bei 2 Rezensionen

3.9 von 5 Sternen
bei 54 Rezensionen

3.3 von 5 Sternen
bei 17 Rezensionen

3.3 von 5 Sternen
bei 26 Rezensionen

4.9 von 5 Sternen
bei 21 Rezensionen

3.7 von 5 Sternen
bei 10 Rezensionen
Marke Almaregårdens Nellie Dellies Meenk Trimex Red Band Ramlösa Lakritsfabriken Rexim
Ursprungsland k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
Gewicht

3 x 150 g

5 x 90 g

1 kg

20 x 100 g

1,18 kg

150 g

400 g

Brennwert pro 100g (in kcal)

298.75

k.A.

k.A.

380.249

357.544

k.A.

313

Inhaltsstoffe

Süßes Lakritz: Sirup, Zucker, Weizenmehl, Wasser, Invertzuckersirup, Roggenmehl, Lakritz, Sorbitol, Maisstärke, Salz, Konservierungsmittel Kaliumsorbat, Glanzmittel (Carnaubawachs, Kokosöl), Anisöl. Salziges Lakritz: Sirup, Weizenmehl, Zucker, Wasser, Invertzuckersirup, Roggenmehl, Aroma incl. Salmiak, Sorbitol, Lakritze, Salz, Aroma, Konservierungsmittel E202, Glanzmittel (E903, Kokosöl). Lakritz mit Chili: Sirup, Weizenmehl, Zucker, Wasser, Invertzuckersirup, Roggenmehl, Lakritz, Sorbitol, Chilipulver, Salz, Konservierungsstoff (Kaliumsorbat), Glanzmittel Carnubauwachs, Kokosöl.

Füllstoff(Polydextrose), Oligofruktose, Weizendextrin, Verdickungsmittel (Gummi Arabicum), Rindgelatine, Ammoniumchlorid 4%, Süssholzextrakt, Salz, Pllanzenöl(Palmöl, Palmkernöl, Kokosöl), Ueberzugsmittel (Carnaubawachs), Aroma, Süssstoff (Steviolglycoside).

Zucker, modifizierte Kartoffelstärke, modifizierte WEIZENstärke, Salmiaksalz 14%, Gelatine, Farbstoff (Karamell), Süssholzwurzelextrakt, Aromen, Pflanzenöl, Überzugsmittel (Bienenwachs).

Zucker, Glukosesirup, Süßholzpulver (4,5%), Ammoniumchlorid (4,5%), Salz, Farbstoff (E153)

Zucker, Glukosesirup, modifizierte Stärke, Süssholzextrakt, Salmiaksalz, Salz, Anisöl, WEIZENMEHL

k. A.

Zucker, modifizierte Stärke (WEIZEN, Kartoffel), Glukosesirup, Zuckerrohrmelasse, Ammoniumchlorid (6,5%), Farbstoff (E150c), Süßholzextrakt (1,5%), natürliches Aroma, pflanzliches Öl (Kokos), Überzugsmittel (Bienenwachs).

Verpackungsart

Tüte

Tüte

Tüte

Tüte

Dose

Karton

Tüte

Ohne künstlichen Farbstoffe

nein

nein

ja

nein

ja

k. A.

nein

Erwachsenenlakritz

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

Kinderlakritz

nein

nein

nein

nein

ja

k. A.

nein

Kritik
  • keine
  • keine
  • keine
  • keine
  • keine
  • keine
  • keine
Einsatzbereit

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

Besonderheiten
  • Lakritz Probier-Set in Nostalgie Tüten
  • Vom Hof Almaregårdens aus Schweden
  • In 3 Geschmacksrichtungen: süß, salzig & mit Chili
  • Gourmet Lakritz für Feinschmecker
  • 3 Beutel zu je 150 g (gesamt 450 Gramm)
  • 5 x Toms Nellie Dellies Salty Liquorice Stevia Lakritz Zuckerfrei 90g
  • Enthalten sind die dänischen Lakritz-Drops
  • Mit natürlicher Süße aus der Stevia-Pflanze
  • Dänische Spezialität
  • Zuckerfrei
  • Dreifach gesalzene Lakritze
  • Lakritz in Münzform
  • 1kg lose dreifach gesalzene Lakritz-Münzen
  • Ein holländisches Produkt
  • Natürliche Zutaten
  • nach original dänischer Rezeptur
  • Aus feinstem Salmiak und Lakritz zubereitet
  • Feurig und stark im Geschmack
  • Für echte Kenner ein wahrer Genuss
  • Perfekt für Parties
  • 100 Stück
  • weich und trotzdem bissfest
  • lecker
  • große Dose
  • Perfekt für Parties
  • Lakritz, salzig
  • Aus Schweden
  • Ökologisch
  • glutenfrei
  • usgeglichen und einzigartig im Geschmack
  • Kann Spuren von SCHALENFRÜCHTEN enthalten
  • Extra stark
  • Extra lecker
  • Perfekt für Parties
  • Guter Preis
Preis-Leistungsverhältnis
Komfort
Benutzerfreundlichkeit
Preisvergleich
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Was ist ein Lakritz?

Als Lakritz bzw. Lakritze bezeichnet man den Wurzelextrakt des Echten Süßholzes (Glycyrrhiza glabra). Dabei handelt es sich um eine bis zu einem Meter hohe Pflanze aus der botanischen Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).
Sie ist vor allem im Mittelmeerraum und in Westasien beheimatet. Aber auch in Ländern wie Russland, Brasilien oder Australien wird Süßholz kultiviert. Die Wurzeln des Süßholzes wachsen bis zu 8 Meter lang und horizontal in der Erde und treiben im Frühjahr neue Stängel. Diese tragen zahlreiche unpaarige Fliederblätter. An jedem der Blätter wachsen bis zu 17 ovale Fliederblättchen. Insgesamt gibt es etwa 20 bis 30 verschiedene Arten.

In einigen Gegenden Deutschlands, der Schweiz und in Südtirol kennt man Lakritz auch unter dem Begriff „Bärendreck“. Der Begriff findet seine Ursprünge ca. im Jahr 1920, als der Nürnberger Süßwarenfabrikant Karl Bär auf viele Lakritzrezepturen europaweite Patente besaß. Nicht jedem der Konkurrenten „schmeckte“ diese Tatsache jedoch.

Lakritz wird hauptsächlich in Form von Süßwaren als Süß- oder Salzlakritz konsumiert. Es kann aber auch in anderen Produkten wie Getränken enthalten sein.

In arabischen Ländern wie Ägypten und Syrien zum Beispiel wird Süßholz als Erfrischungsgetränk verkauft. In manchen Biersorten wie dem Bamberger Lakritzbier trifft man Lakritz an, da es für einen schönen Schaum sorgt. Andere alkoholische Getränke sind der Lakritz-Grappa oder Süßholzlikör. In Finnland und Island trinkt man in bitterkalten skandinavischen Winternächten gerne hochprozentige Wodka-Getränke mit Lakritzgeschmack.

Süßholz lässt sich jedoch auch in einigen alkoholfreien Getränken, wie z.B. Limonade aus Wurzelextrakten, oder Kräutertees finden, die dank dem Süßholz einen süßen Nachgeschmack erhalten. Lakritze wird aus der Süßholzwurzel hergestellt und enthält unter anderem Glycyrrhizinsäure, weshalb man sie auch als „süße Wurzel“ bezeichnet. Die Süße stammt vom Inhaltsstoff Glycyrrhizin, der 50-mal süßer ist als Rohzucker.

Die getrockneten Wurzeln des Süßholzes werden zu einer Art Saft, dem Süßholzsaft, eingekocht. Auch Saponine sind im Süßholz enthalten, die als entzündungshemmend, schleimtreibend bzw. schleimlösend gelten. Weitere enthaltende Wirkstoffen sind unter anderem ätherische Öle, Flavonoide sowie viele Vitamine wie Vitamin B1, B2, B3, B5 und Vitamin E. Hinzu kommen Mineralien wie Phosphor, Selen, Kalzium, Kalium, Cholin, Eisen, Magnesium, Silicium oder Zink.

Insgesamt weist die Wurzel mehr als 400 Inhaltsstoffe auf. Industriell verarbeitetes Lakritz besteht normalerweise aus Zucker, Mehl, Salz, Stärke, Glucosesirup, Geliermittel und Süßholzextrakt.
Je nach Geschmack findet man auch Salmiaksalz (Ammoniumchlorid) und Aromen vor. Um die Farbe zu verstärken, wird pflanzlicher Kohlenstoff bzw. Kohlepulver eingesetzt. Bunter Lakritz kann weitere Lebensmittelfarbstoffe enthalten. Als Geliermittel können Gummi Arabicum, AgarAgar oder Gelatine vorkommen. Bei Gummi Arabicum handelt es sich um ein pflanzliches Geliermittel, das aus einem harzigen Pflanzensaft einiger Akazienbaumarten gewonnen wird. Der geschmacksneutrale Vielfachzucker Agrar wird aus Rotalgen erzeugt. Das hochwertige Protein Gelatine ist sowohl kalorien- und fettarm, als auch frei von Cholesterin und Zucker. Zudem enthält Gelatine 18 Aminosäuren.

Geschmacklich erinnert Lakritz an eine intensivere Version von Fenchel oder Anis. Gesammelt wird Süßholz im März und im April, sowie im September und Oktober.

Vorteile & Anwendungsbereiche

Süßholz kann man sowohl als Aufguss, oder als Tinktur verwenden. Die Wurzel des Süßholzes fördert den Auswurf, wirkt Krampflösend, entzündungshemmend, antibakteriell und fungizid(pilztötend). Menschen mit einem zu niedrigen Blutdruck (Hypotonie) profitieren von der Blutdruck steigernden Wirkung, indem sie regelmäßig einen Süßholzee trinken.

Die Heilpflanze reinigt außerdem das Blut, steigert die Nierenfunktion und unterstützt den Körper beim Ausleiten von Giftstoffen. Auch bei Entzündungen wie einem Katarrh oder Magen- und Darmgeschwüren kommt das Süßholz zum Einsatz.
Süßholz vermindert das Verdauungsenzym Pepsin und verbessert den Magenschleim. Desweiteren werden die Wurzeln des Süßholzes (Radix Liquiritiae) bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Sodbrennen und Völlegefühl eingesetzt. Generell spielt die Süßholzwurzel bei der Herstellung von Medikamenten eine entscheidende Rolle, da sie den unangenehmen Geschmack der Medikamente verhüllt.

Wechseljahre und PMS

Wer nach einer Krankheit geschwächt ist oder sich allgemein gestresst fühlt (zum Beispiel vor Prüfungen, oder in den Wechseljahren bei nächtlichen Hitzwallungen) profitiert von der stärkenden Wirkung des Süßholz. Süßholz hilft außerdem beim prämenstruellen Syndrom (PMS) und damit einhergehenden Symptomen wie Krämpfe, Übelkeit, Blähungen, Brustspannen oder Stimmungsschwankungen. Zurückzuführen ist dies auf die Isoflavone, die in den Wurzeln enthalten sind und dabei helfen die Östrogen- und Progesteronbalance im Körper zu regenerieren und Krämpfe zu lösen.

Entgiftung und Blutreinigung

Körperliche Entgiftungssymptome kann man aufgrund der abführenden Wirkung mit Süßholz angehen. Auch das Blut lässt sich dadurch reinigen. In früheren Zeiten führte man häufig Blutreinigungskuren mit Süßholz durch.

Aphthen und Geschwüre

Studien ergaben, dass das Süßholz schmerzhafte Aphthen und Geschwüre im Mund wie den Herpes-Virus lindern kann. Es handelt sich dabei um kleine, nicht ansteckende Läsionen, die auf dem Mundgewebe oder auf dem Zahnfleisch entstehen. Süßholzextrakt verbesserte die Schmerzen und Entzündungen wesentlich, beschleunigte die Heilung und stärkte die körpereigene Immunabwehr. Die Immunzellen werden dazu angeregt, Viren und Bakterien schneller zu bekämpfen.

Lakritz bei Halsbeschwerden

Die Redewendung “Süßholz raspeln” entstand durch die freundliche Empfehlung, bei rauem Halse an der Süßholzwurzel zu kauen. Dies würde die Stimme wieder geschmeidig und schmeichelnd machen. Der Inhaltsstoff Glycyrrhizin hat eine entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung.

Man findet Süßholz deshalb in vielen Hustensäften. Zähflüssiges Sekret in den Bronchien verflüssigt sich und kann leichter abgehustet werden. Zusätzlich wirkt der Wirkstoff Glycyrrhizin dem Wachstum von Bakterien, Pilzen und Viren entgegen. Süßholztee ist also ein tolles Heilmittel bei Husten!

Süßholz wird übrigens auch als Demulzens (reizlinderndes Arzneimittel) bezeichnet. Das bedeutet, dass sich beim Kauen oder Schlucken des Produktes eine dünne Schleimschicht auf dem Hals bildet. Auch Geschwüre werden dadurch überzogen, sodass keine weiteren Reizungen verursacht werden können.

Hauterkrankungen

Im Rahmen einer Studie an der US-amerikanischen Universität von Maryland wurde Patienten ein Lakritz-Gel aufgetragen.

Dabei fand man die positive Wirkung bei äußere Hautbeschwerden wie Juckreiz, Irritationen, Rötungen oder Schwellungen an. Die topische Anwendung minderte zudem Symptome von Neurodermitis, Schuppenflechte und Verbrennungen.

Auch oral eingenommen, hat es eine entzündungshemmende Wirkung bei chronischen Entzündungen, die in Verbindung mit Arthritis oder Autoimmunkrankheiten stehen.

Kopfschmerzen

Man mag es kaum glauben, doch Lakritz ähnelt in seinem Wirkungsspektrum sogar ein wenig Aspirin. Deshalb macht es Sinn Süßholz bei Kopfschmerzen oder Fieber auszuprobieren. Dank der anti-allergenen Wirkung lindert es zudem Symptome von Heuschnupfen, Asthma oder Bindehautentzündungen.

Kontraindikationen von Süßholz

Da Süßholzextrakte wie oben beschrieben den Blutdruck steigern, sollten Menschen mit einem zu hohen Blutdruck (Hypertonie) auf einen mäßigen Konsum achten. Bereits 100 Gramm täglich können Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen verursachen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor Produkten, in denen mehr als 0,2 Prozent Glycyrrhizin enthalten ist. Im Mai 2006 erließ das Bundesinstitut für Risikobewertung eine neuen Richtlinie in der EU, die besagt, dass auf den Verpackungen von Lakritzerzeugnissen der Glycyrrhizinsäuregehalt und Ammoniumsalz angegeben werden muss. Der genaue Warnhinweis lautet „Enthält Lakritz – bei hohem Blutdruck sollte ein übermäßiger Verzehr dieses Erzeugnisses vermieden werden“.

Schwangeren Frauen empfiehlt der Bundesverband der Frauenärzte e.V. (BVF) besser auf den Verzehr von lakritzhaltigen Nahrungs- und Genussmitteln zu verzichten. Ein extremer Konsum von mehr als 500 Milligramm Glycyrrhizin pro Woche kann das Risiko einer Frühgeburt erhöhen. Bei Frauen, die im Laufe der Schwangerschaft Lakritz konsumiert haben, wiesen die Kinder später dreimal höhere Kortisol-Level, sowie Verhaltens- und Konzentrationsprobleme auf. Außerdem steht das Stresshormon im Verdacht, die Entwicklung von Diabetes und Übergewicht zu begünstigen. Wie aber sieht es aus mit Frauen, die noch nicht nicht schwanger sind, aber ein Kind haben möchten? Auch in diesem Fall sollte Lakritz nur in Maßen gegessen werden. Einige Studien ergaben, dass sich die Empfindlichkeit des Körpers für Glycyrrhicin durch die Anti-Baby-Pille erhöhen kann. Besonders riskant ist dies bei Frauen, die ohnehin schon sensibel auf den Stoff reagieren. Doch auch Männer, die bereits mit einem Testosteronmangel zu kämpfen haben, sollten vorsichtshalber auf den Genuss von Lakritz verzichten. Der Wirkstoff Glycyrrhizin beeinflusst die Produktion von Testosteron und kann dadurch indirekt Impotenz verursachen. Man fand zwar heraus, dass sich der Effekt der Substanz nach einigen Tagen wieder aufhebt, aber die tatsächlichen Auswirkungen wurden nicht vollkommen geklärt.

Verzichten Sie außerdem auf den Konsum von Lakritz aus diesem Test, wenn Sie unter den folgenden Krankheiten leiden bzw. lassen Sie sich diesbezüglich von einem Arzt beraten:

  • Lebererkrankungen, insbesondere wenn eine Gallenstauung (Cholestase) vorliegt
  • Irreversibles Endstadium chronischer Lebererkrankungen (Leberzirrhose)
  • Schweres chronisches Nierenversagen bzw. chronische Niereninsuffizienz
  • Kaliummangel bzw. Hypokaliämie
  • Falls Sie Diuretika einnehmen (also Medikamente, die die Ausscheidung von Wasser über die Niere fördern) und einen Kaliumverlust verursachen können.
  • Bei Einnahme digitalishaltiger Herzmedikamente

Lakritzpulver

Lakritzpulver ist nicht für den puren Verzehr geeignet, sondern dient lediglich der Weiterverarbeitung. Man kann es zum einen zum Verfeinern von Soßen, süßen oder herzhaften Gerichten verwenden oder Liköre damit anreichern. Auch einige englische Biere und Lakritzschnaps enthalten Süßholz.

Da Lakritzpulver einen kleinen Anteil an Rohrzucker (etwa fünf bis zehn Prozent) enthält, benötigt man für die Zubereitung von Soßen lediglich eine Prise. Für andere Speisen wie Fleischgerichte, Risottos oder Teigwaren empfehlen sich ein bis drei Teelöffel. Berücksichtigen Sie dabei, dass der Geschmack von Lakritz nicht dominieren, sondern nur für eine aromatische Note (süßlich, herb bis bitter) sorgen soll. Die Farbe von Lakritzpulver ist für gewöhnlich sandfarben bis dunkel. Es lässt sich entweder unterühren oder in Wasser, Milch und andere Flüssgkeiten auflösen. Süßholzpulver, das mit Honig verrührt wird, gilt als wirksames Hausmittel bei Erkältungen und kann zur Beruhigung des Halses und zum Stillen des Hustens mehrmals täglich eingenommen werden. Mischen Sie dazu die pulverisierten Wurzeln mit der doppelten Menge an Honig.

Zigarettenherstellung

Im Rahmen der Herstellung von Zigaretten, Zigarren und Rauchmischungen wird Süßholz von der Tabakindustrie als Geschmacksvariante und als Feuchtigkeitsregulator eingesetzt. Da Lakritz bekanntermaßen den Hustenreiz lindert und den Geschmack versüßt, birgt das besonders für junge Raucher ein nicht zu unterschätzendes Risiko.

Welche Arten von Lakritz gibt es?

Lakritz gibt es in der süßen und in der salzigen Version. In Skandinavien wird dem Lakritz oft das Mineral Salmiak hinzugefügt, was den Geschmack intensiviert. Salmiak löst sich leichtin Wasser und besitzt einen stechend salzigen Geschmack.

Hierzulande dürfen Lebensmittel, die einen Gehalt von über zwei Prozent Salmiak haben allerdings nicht ohne Warnhinweis verkauft werden.

– Erwachsenenlakritz hat einen Salmiak-Gehalt von 2% bis 4,49%.

– Starklakritz hat typischerweise einen Gehalt von über 4,49 bis 7,99%.

Während in den Niederlanden, Dänemark und Schweden vor allem salziges Lakritz als Überlebensproviant der Seefahrer und als köstliche Nascherei sehr geschätzt ist, konsumieren Menschen im südlichen Europa vorzugsweise süßes Lakritz wie Konfekt oder Schnecken. Die Isländer überziehen Lakritzbonbons gerne mit Milchschokolade. Im südlichen Italien, vor allem im Süden, genießt man Süßholz in seiner unverarbeiteten und reinen Form. Nachdem man die Wurzel der 3-5 Jahre alten Pflanze ausgegraben, gewaschen und an der Sonne getrocknet hat, kaut man sie als Atemerfrischer. In ganz Italien konsumiert man ungesüßte Lakritze als kleine, schwarze Stücke. Diese bestehen aus 100% reinem Süßholzextrakt und schmecken sehr bitter und intensiv.

Die einzelnen Lakritzsorten unterscheiden sich demzufolge vornehmlich in der Intensität des Geschmacks voneinander. Für jeden ist etwas dabei: von mild bis herb über süß oder salzig.
Sogar zuckerfreies Lakritz wurde schon hergestellt. Durch weitere Aromastoffe wie Kokosnus, Vanille, Banane, Karamell, Schokolade oder Pfefferminz bieten sich unendliche Möglichkeiten ausgefallene Geschmacksrichtungen zu kreieren. Sogar Ketchup mit einer feinen Lakritz-Note wurde von experimentierfreudigen Herstellern bereits entwickelt. Dieses Erzeugnis passt vor allem zu diversen Fleisch- und Grillgerichten.

So wird Lakritz getestet

Lakritz wird in diesem Produkttest 2018 nach verschiedenen Kriterien getestet, die Ihnen die Qual der Wahl beim Kauf etwas erleichtern soll.

Kategorie: Geschmack

Erklärung: Mild, herb oder süß? Über die verschiedenen Geschmäcker von Lakritz lässt sich streiten. Die Hartgesottenden entscheiden sich für Lakritz in der Kombination mit Salmiak. Süßes, das scharf schmeckt sorgt für ein ganz besonderes Geschmackerlebenis und das typische Prickeln auf der Zunge.

Kategorie: Zusatzstoffe

Erklärung: Erfahren Sie hier, ob das Produkt mit weiteren Zusatzstoffen wie Farbstoffen angereichert wurde.

Worauf muss ich beim Kauf von Lakritz achten?

Nicht jede Lakritze aus diesem Test eignet sich für Kinder. Die im Lakritz enthaltene Glycyrrhizinsäure kann bei zu hoher Konzentration oder bei längeren Verzehr zu verschiedenen Beschwerden führen. Dazu gehören zum Beispiel unangenehme Erscheinungsbilder wie Bluthochdruck, Ödemen (Wassereinlagerung im Gewebe), Schwindelgefühl oder Herzbeschwerden.

In Deutschland ist es deshalb erforderlich, dass Lakritzprodukte mit einem Gehalt von über 2 Prozent als sogenannter Erwachsenenlakritz gekennzeichnet werden. Zusätzlich haben sie den Hinweis „kein Kinderlakritz“.

Bei der Auswahl Ihres Produktes spielt natürlich auch der Preis eine Rolle. Setzen Sie sich vorab ein Limit wie viel Geld Sie maximal ausgeben möchten. Vorab sei erwähnt, dass teurere Lakritze nicht unbedingt bessere Qualität versprechen muss. In der Regel wurden bei teurerer Lakritze hochwertigere Komponenten verwendet. Jedoch kann es bei bekannten „Markenherstellern“ allein schon durch den anziehenden Namen zu höheren Preisen kommen.

Falls Sie körperliche Symptome bekämpfen möchten, sollten Sie darauf achten, dass Sie sich nicht für die Süßigkeiten aus dem Supermarkt entscheiden, sondern auf die medizinische Variante aus der Apotheke zurückgreifen.

Kurzinformation zu führenden 7 Herstellern

  • Haribo
  • Katjes
  • Makulaku
  • Meenk
  • Lakritz Spezialitäten
  • Kado
  • Trolli
Das 1893 gegründete Unternehmen Haribo begann im Jahr 1925 in Bonn Kessenich mit der Produktion von Lakritzstangen und bietet mittlerweile eine riesige Auswahl an Lakritz-Leckereien an. Dazu gehören das lecker-würzige Bonner Gold, COLOR-RADO (eine Mischung aus Fruchtgummi und Lakritz), Glückssteine in einer köstlichen Lakritzpulver-Dragierung, Goliath Lakritz-Stangen, Konfekt (Lakritz das von Kirsche, Saftorange, Zitrone, Kokos, Karamell und Kakao ummantelt ist), Konfektstangen, Konfekties, Lacaroo Meersalz (mit echtem Sylter Meersalz), Lacaroo Toffee, Lakritz Schnecken, Salzbrezeln, Stafetten, Stevi-Lakritz und viele weitere. 
Katjes bietet seit dem Jahr 1919 zahlreiche Ausführungen von Lakritz an. Einige Beispiel sind: Katjes salzige Heringe, Katzenpfötchen, Fruchtlakritz, Katjes Lakritz mit Schoko-Geschmack, Katjes Jogger Lakritz mit Traubenzucker und Katjes Chili Heringe , um nur einige zu nennen.
Makulaku ist ein Familienunternehmen aus Finnland, deren erste Lakritz-Herstellung in der Familienküche bis ins Jahr 1994 zurückgeht. Heute produzieren sie 1,5 Millionen Kilogramm Lakritz im Jahr. Selbstverständlich kommen nur natürliche, hochwertige Zutaten infrage, die sorgfältig geprüft werden. Zur Produktpalette gehören unter anderem Bio-Lakritz, Lakritz mit Pfefferminz-, Erdbeer- oder Süßem Kakao- Geschmack, Lakritzstangen und gefüllte oder überzogene Lakritzstücke.
Das holländische Unternehmen Meenk wurde im Jahr 1900 von Dr. Meenk gegründet. Je nach Vorliebe können Kunden hier Lakritzpastillen und Naschereien in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie süß, salzig, erfrischend, rein oder würzig erwerben. Der Online-Shop ist auch für Veganer eine gute Adresse, da die Produkte frei von Gelantine und Gluten sind. 
Lakritz Spezialitäten, der gut sortierte Online-Shop bietet Lakritz aus aller Welt an. Hier findet man Klassiker, aber auch ausgefallene Spezialitäten. Spannend sind zum einen Lakritz-Getränke wie Lakritz-Likör, Lakritz-Schnaps, Cola mit Lakritz, Trinkschokolade mit Lakritz, Kaffee-Lakritz-Likör oder Lakritz-Sirup. Doch auch Lakritz-Konfitüre oder Lakritz-Marshmellows hören sich interessant an. Haben Sie schon einmal von Lakritz-Senf oder Salzigen Lakritzchips gehört? Die Seite ist außerdem einen Besuch für jeden wert, der auf der Suche nach Lakritz für spezielle Bedürfnisse ist. Bestimmte Zielgruppen bevorzugen Lakritz-Köstlichkeiten, die als Bio, glutenfrei, zuckerfrei, halal oder vegetarisch und vegan gekennzeichnet sind. Aktuell werden hier ganze 43 vegane Lakritz-Spezialitäten angeboten. Für spezielle Anlässe wie die Vorweihnachtszeit wird ein Lakritz-Adventskalender für echte Fans angeboten. Wer sich gar nicht entscheiden kann, lässt sich einfach ein Überraschungs-Paket mit 5 bis 7 tollen Leckereien zusammen stellen. 
Angefangen hat alles 1996 auf einem Berliner Wochenmarkt. 1997 wurde in Berlin-Kreuzberg das erste Lakritzfachgeschäfts in Deutschland eröffnet. 1998 ging Kadó online. Mittlerweile gibt es ein breitgefächertes Angebot an zuckerfreien Lakritzmischungen, die lediglich Süßstoff, Stevia oder Maltitol enthalten. Kadó bietet außerdem Geschenkgutscheine und liebevoll gestaltete Präsentdosen an. 
Der Fürther Familienbetrieb bietet verspielt-detaillierte und originelle Fruchtgummi-und Lakritzkreationen an. Die fröhlich gestalteten Päckchen, die aus Lakritz-Mischungen bestehen, eignen sich auch als optischer Hingucker prima für Parties oder Anlässe wie einen Geburtstag oder Halloween. Alle Produkte, die mit dem Europäischen Vegetarismus Label gekennzeichnet wurden, enthalten garantiert keine tierischen Bestandteile. 

Internet vs. Fachhandel: wo kaufe ich mein Lakritz am Besten?

Lakritz können Sie in vielen Supermärkten und Drogeriemärkten, aber auch in Fachgeschäften für Süßwaren kaufen. Natürlich haben Sie im Geschäft die Möglichkeit sich ausführlich über Lakritze beraten zu lassen. Teilweise können Sie das gewünschte Produkt im Vorfeld auch in die Hand nehmen und kosten.

Zu beachten ist allerdings, dass Sie in der Regel einen höheren Preis als im Onlineshop zahlen.

Im Internet haben Sie zudem eine exzellente Vergleichsmöglichkeit, können Kundenbewertungen lesen oder durch Sonderaktionen Schnäppchen erzielen.
Außerdem finden Sie jede Menge Lakritz-Hersteller, die „offline“ nicht im Regal vertreten sind. Es empfiehlt sich deshalb die Lakritzsorten aus diesem Test oder andere Varianten bequem und ohne großen Zeitaufwand von zu Hause aus im World Wide Web zu bestellen. Abhängig vom Online Shop Ihrer Wahl können Versandkosten anfallen.

Wissenswertes & Ratgeber

Die Geschichte des Lakritz

Quellen aus frühen Zeiten belegen, dass Süßholzwurzeln ein fester Bestandteil der kulturellen Geschichte der Menschheit sind.

Im alten Ägypten kam Süßholz 1323 v. Chr. als Grabbeigabe zum Beispiel für den Pharao Tutenchamun zum Einsatz, um den Hunger und Durst der Verstorbenen auf der letzten Reise zu stillen. Dieser Fund kam 1922 bei archäologischen Grabungen ans Licht. Außerdem verwendeten die alten Ägypter und Griechen das Süßholz bei Halsbeschwerden wie Asthma, Husten, Reizhusten, Heiserkeit oder bei Beschwerden in der Brust. Der griechische Arzt Pedanios Dioskurides, der im 1. Jahrhundert lebte, beschrieb den Saft der Süßholzwurzel als Heilmittel gegen „Rauheit der Luftröhre“, Magenbrennen und Brust- oder Nierenbeschwerden. Die Römer schätzten Lakritze sowohl als Heilmittel gegen Husten und als Durstlöscher. Um 247 v. Chr. – 183 v. Chr. stattete der karthagische Heerführer Hannibal seine Truppen ebenfalls mit Süßholz aus. Die Skythen – ein Nomadenvolk, das die eurasischen Steppen nördlich des schwarzen Meeres in der Zeit von etwa 800 bis 300 vor Christi bevölkerte – erkannte die durststillende Wirkung von Süßholz. Diese erwies sich ihnen bei mehrtägigen Wüstenwanderungen ohne Wasser als äußerst nützlich.

Einer Sage nach zu urteilen, verschenkte die heilige Kaiserin Kunigunde von Luxemburg im 10. Jahrhundert, ihrer Lieblingsstadt, der Stadt Bamberg, die Süßholzpflanze. Seitdem wird in der oberfränkischen Stadt das Süßholz angebaut. Sogar ein eigene Bamberger Süssholz-Gesellschaft gibt es, die die Gärtner beim Süßholzanbau untersützen. Die Heilige Kunigunde fand, zusammen mit ihrem kaiserlichen Gemahl Heinrich II., im Bamberger Dom ihre letzte Ruhe. Im 12. Jahrhundert v. Chr. ritzten Bewohner im assyrischen Mesopotamien das Wort Susu (Süßholz) auf einer Tontafel ein.

Im Altertum (4. Jahrhundert v. Chr. – 6. Jahrhundert n. Chr.) nutzte man Süßholz zum Übertünchen von unangenehmen Gerüchen wie Schweißfüßen und Mundgeruch. Man wandte Fußwickel aus den Blättern der Pflanze an und nutzte sie für die Mundhygiene. In Europa lieferte der griechische Botaniker Theophrast von Eresos im 4. Jahrhundert einen ersten Hinweis auf Süßholz. Im Mittelalter (ca. 6. – 15. Jahrhundert) beschrieb die Äbtissin Hildegard von Bingen die positiven Eigenschaften von Süßholz auf die Psyche, da sie den Menschen „mild stimmen“ sollte. Weitere Einsatzmöglichkeiten waren die Tollwut, Keuchhusten und Tuberkulose. Auch die Chinesen benutzten die Süßholzwurzel Gan Cao (Glycyrrhizae radix) als Heilmittel. Auf Grund ihrer harmonisierenden und tonisierenden (kräftigenden) Wirkung wurde sie Bestandteil vieler Rezepturen. Gan Cao kräftigt die Qi-Funktion, gleicht die Wirkung anderer chinesischer Heilkräuter aus, harmonisiert diese untereinander und vermindert die Toxizität von Arzneimitteln. In der chinesischen Küche wird Süßholz als Gewürz für pikante Speisen wie Brühen genutzt. Der englische Apotheker George Dunhill kam als erstes auf die Idee dem Konzentrat der Heilpflanze Zucker hinzuzufügen und dadurch eine köstliche Nascherei für zwischendurch zu entwickeln. Er lebte mit seiner Familie als Süßholzbauer in der englischen Stadt Pontefract in Yorckshire und bot die Süßholzwurzel und Lakritzlaibe auf dem Markt an. Seit 1760 wird Dunhill die Entwicklung der medizinischen Pflanze zur leckeren schwarzen Süßigkeit zugeschrieben. Der französische Kaiser Napoléon Bonaparte soll stets Lakritz in einer eigenen Schildpattdose bei sich getragen haben, um sein Magengeschwür zu bekämpfen. Im Ersten Weltkrieg (1914 – 1918) statteten sich französische und türkische Soldaten mit Lakritze im Marschgepäck aus.

Zahlen, Daten, Fakten rund um Lakritz

Den höchsten Verbrauch von Lakritz haben die Niederländer mit circa 2 kg Lakritz pro Jahr. Das entspricht insgesamt etwa 33.958 Tonnen. Die Deutschen hingegen essen nur 200 g pro Kopf. Pro Jahr werden allein nach Deutschland jährlich ungefähr 500 Tonnen Süßholz importiert.

Lakritz schlägt erfreulicherweise nicht mit vielen Kalorien zu Buche. Zwei Lakritzschnecken (ungefähr 30 Gramm) haben circa 80 kcal. Pro 100 g liefert Lakritz etwa 378 Kilokalorien bzw. 1582 Kilojoule, 4 g Eiweiß, 0,8 g Fett und 86 g Kohlenhydrate.

Im Jahr 2012 wurde die Süßholzwurzel vom „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ der Würzburger Universität, sowie von der WWF (World Wide Fund for Nature) zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Ausschließlich Heilpflanzen, deren Wirkung erwiesen ist und die eine beachtenswerte Bedeutung für die Medizin- und Kulturgeschichte aufweisen, erhalten diesen Titel. Derzeit wird auch die Wirkungsweise gegen Viren erforscht. Die Japaner setzen das Süßholzextrakt unter dem Namen SNMC bereits seit über 20 Jahren als Mittel bei chronischer Hepatitis C ein. Forschungen der Ambulanz für Naturheilverfahren und Umweltmedizin an der Uni Freiburg verzeichneten in den Jahren 2000-2002 ähnliche erfolgsversprechende Entdeckungen bei der intravenösen Behandlung von Patienten mit chronischer Hepatitis C. Außerdem konnte sich Süßholz im Reagenzglas gegen andere Viren, wie den Grippe-Virus, SARS-Viren und sogar HIV behaupten.

Seit dem Jahr 2013 findet am 12. April übrigens jedes Jahr der deutsche Lakritztag statt. Dann werden Lesungen gehalten oder Gratis-Verkostungen veranstaltet, bei denen man darüber diskutieren kann, ob man sich für die salzige oder süße Variante entscheiden sollte. Auch in den USA, Italien, Österreich und in der Schweiz hat sich dieser Tag für Lakritz-Fans als besonders Datum etabliert.

Der erste „National Licorice Day“ war eine Idee des amerikanischen Lakritzhändlers Licorice International aus Lincoln in Nebraska. Die ursprüngliche Intention dahinter war es, den Amerikanern, die am 15. April ihre Einkommenssteuer abgeben mussten, diesen Tag etwas zu versüßen.
In Australien schaffte man es mit einer Lakritzschnur von 244 Metern in das berüchtigte Guinness Buch der Rekorde. Allerdings wurde dieser Erfolg im Jahr 2012 von einigen Schweden getoppt, die eine Lakritzschnur von sagenhaften 519 Metern anfertigten.

Wie wird Lakritz hergestellt?

Je nach Hersteller kann es natürlich zu leichten Abweichungen kommen, doch hier erfahren Sie, wie Lakritz in der Regel produziert wird. Nachdem die Wurzel auf dem Acker 3 bis circa 5 Jahre ungestört gedeihen konnte, wird sie zum ersten Mal erntereif. Der Geschmack wird übrigens immer intensiver, je älter die Pflanze ist. Nachdem die Wurzeln an der Sonne getrocknet wurden, werden diese zerkleinert.

Anschließend kocht man die Wurzeln mehrfach ein, bis ein dickflüssiger schwarzer Sud entsteht, der dann zu einem dicken Block gegossen wird. Der Vorteil: Das Lakritz ist nun deutlich einfacher zu transportieren. Es folgen strenge Qualitätskontrollen, bis die Lakritzblöcke in heißem Wasser gelöst und verfeinert werden. Hierbei werden Zumischungen wie Stärke, Zucker und anderen Stoffen beigefügt. Nun kommt der nächste Schritt der Verfahrenstechnik: die Extrusion. Dabei wird das Lakritz unter hohem Druck in die gewünschte Form (z.B Rollen oder Stangen) gepresst. Lakritzpastillen walzt man aus breiten Platten aus.

Danach müssen die schwarzen Leckereien nur noch in die passenden Tüten, Dosen oder andere Behälter gefüllt werden und sind fertig für den Verzehr.

Lakritz in 3 Schritten als Tee zubereiten

Süßholzwurzeln werden auf Grund ihres hervorragenden Geschmacks und dem großen Wirkungsspektrum häufig als Tee verwendet. Dieser lässt sich vollkommen unkompliziert zu Hause herstellen.

1) Geben Sie 2 Teelöffel der Süßholzwurzeln in 250 ml kochendes Wasser.

2) Lassen Sie die Süßholzwurzeln eine viertel Stunde darin ziehen.

3) Sieben Sie den Tee ab und trinken Sie diesen schluckweise.

Empfohlen sind bis zu 3 Tassen täglich. Trinken Sie den Tee nicht dauerhaft, sondern legen Sie alle 4 Wochen eine Pause von mindestens 4 Wochen ein.

10 Tipps rund um Lakritz

Tipp 1: So bewahren Sie Lakritz am besten auf.

Wenn Sie Ihre Lakritz-Süßigkeiten kühl und trocken lagern, können sie bis zu zwei Jahren haltbar sein.

Eine angebrochene Packung sollten Sie wieder gut verschließen, damit die Lakritze nicht zu hart wird. Beachten Sie zudem immer das Mindesthaltbarkeitsdatum.

Tipp 2: Achten Sie auf die richtige Dosierung von Lakritz.

Sofern auf der Lakritz-Verpackung der Glycyrrhizin-Gehalt angegeben ist, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Tagesdosis an Glycyrrhizin keine Menge von 100 Milligramm übersteigt. Grundsätzlich gilt, dass pro Tag höchstens 50 Gramm Lakritz verzehrt werden sollten. Das entspricht etwa einem Viertel einer handelsüblichen Packung oder 10 Tassen Süßholztee. Falls Sie vorhaben Starklakritz zu konsumieren, empfiehlt es sich die tägliche Verzehrmenge beim Hersteller oder in der Apotheke zu erfragen. Der tägliche Konsum von Lakritz sollte vier bis sechs Wochen nicht überdauern.

Tipp 3: Lakritz für die Zahnpflege

In einigen afrikanischen Ländern, und den arabischen Emiraten, dient die Süßholzwurzel zur Zahnpflege. Zu diesem Zweck nagt man das Ende des Zweiges vorsichtig an, bis er sich auffasert und eine Art Bürste entsteht. Damit kann man sich nicht nur schnell und einfach die Zähne putzen, sondern erreicht auch Stellen im Mund, die schwieriger zu erreichen sind. Diese Stöcken sind eine umweltfreundliche Alternative zu den herkömmlichen Zahnbürsten und Zahnpasten, da sie einige Tage halten. Falls das obere Ende zu ausgefranst wird, kann man es abschneiden und das Holz erneut ankauen. Bei Mundgeruch können Sie die Süßholzwurzeln übrigens wie Kaugummi kauen oder wie an einem Lolli daran lutschen. Sobald der intensiv süße Geschmack ein paar Minuten später nachlässt, spucken Sie die Wurzelstückchen entweder aus, zerkauen diese vollständig oder schlucken sie herunter. Wer sich von dieser Methode nicht angesprochen fühlt, findet im Internet jedoch auch vorgefertigte Zahnpasta mit Lakritzgeschmack, Lakritzpastillen oder Lakritzkaugummi.

Tipp 4: Ist Lakritz immer vegan?

Die Antwort auf diese Frage lautet Nein, denn einige Lakritz-Spezialitäten werden mit Gelatine und Bienenwachs hergestellt. Die dünne Schicht an Bienenwachs (manchmal auch Anisöl), mit der Lakritz nach der Aushärtung überzogen wird, dient vor allem dem zusätzlichen Glanzeffekt der Süßigkeit. Achten Sie deshalb auf Produkte, die mit der Bezeichnung „Vegan“ oder typischen grünen „V-Symbol“ gekennzeichnet wurden.

Tipp 5: Kaufen Sie sich ein Lakritz-Kochbuch.

Als echter Lakritz-Liebhaber kommt man um ein Kochbuch mit außergewöhnlichen Lakritz-Rezepten einfach nicht herum. Denn immerhin möchten Sie mit Sicherheit erfahren, wie man die Süßholzwurzel, um die es in diesem Test geht, noch verwenden kann. Empfehlenswert ist beispielsweise das 140-seitige Koch- und Backbuch „Lakritz – Süße und herzhafte Rezepte mit dem schwarzen Gold“, das von der Schwedin Elisabeth Johansson und Helen Pe verfasst wurde und im LV-Verlag erschienen ist. Nach einer kurzen Einführung in die Warenkunde und Verarbeitung von Lakritz folgen spannende Rezepte, die alle mit Lakritz zubereitet werden können. Durch das angenehme Lakritzaroma erhalten Süßspeisen, aber auch deftige Fisch- und Fleischsaucen einen ganz eigene Note. Bei Rezeptideen wie Joghurt-Lakritzeis mit Heidelbeeren, einer Schokolakritztorte oder Lakritzbasamico zu Fisch und Salat läuft einem doch wirklich das Wasser im Munde zusammen oder? Ein weiterer Pluspunkt sind die tollen Fotos. Ein weiterer Lesetipp ist das Geschenkbuch ‚Lakritz – Die schwarze Leidenschaft‘ von Klaus-D. Kreische. Vom gleichen Autor stammt auch die unterhaltsame und informative Veröffentlichung „Lakritz – Traktat einer Reise in die Welt der schwarzen Süßigkeit“.

Tipp 6: Gewöhnen Sie sich mit Lakritz das Rauchen ab.

Süßholz ist zwar in einigen Tabakerzeugnissen enthalten, doch als reine Wurzel handelt es sich um ein hervorragendes natürliches Mittel beim Entwöhnungsprozess.

Der süßliche Geschmack unterdrückt nicht nur das Bedürfnis zu rauchen, sondern lindert auch den Raucherhusten, der beim Abgewöhnen besonders intensiv sein kann. Sobald Sie also den Drang haben zu einer Zigarette zu greifen, kauen Sie stattdessen auf einer Süßholzwurzel herum.

Tipp 7: Süßholz als Aphrodisiakum?

Schon in der alten ägyptischen Literatur gibt es erste Hinweise auf die aphrodisischen Eigenschaften von Süßholz. Durch die Inhaltsstoffe, die Östrogen sehr ähneln, sollen vor allem Frauen sich dadurch sexuell stimuliert fühlen. Einige Legenden besagen, dass Süßholz, der im Beutel herum getragen wird, dabei hilft die Liebe anzuziehen.

Tipp 8: Kann Süßholz gegen Cellulite helfen?

Geschätzerweise sind rund 80 % aller Frauen von der ungeliebten Orangenhaut betroffen und versuchen diese mit Lotionen, Sport oder bewusster Ernährung zu bekämpfen. Die italienische Universität Padua untersuchte einen neuen Ansatz in der Cellulite-Bekämpfung. Es wurde herausgefunden, dass das Fettgewerbe unter anderem das Hormon Cortisol produziert. Dieses wiederum wirkt sich positiv auf die Bildung neuer Fettzellen aus. Das Ergebnis war, dass die äußerliche Anwendung von Süßholz die Bildung von Fettzellen und deren Größenwachstum bremsen kann. Weitere Untersuchungen laufen.

Tipp 9: Kann man Süßholz im eigenen Garten anpflanzen?

Süßholz ist eine Pflanze, die sich am wohlsten in der vollen Sonne und an windgeschützten Plätzen fühlt. Problematisch wird das Ziehen der Pflanze, wenn der Sommer nicht ausreichend warm gewesen ist. Am besten aufgehoben ist die robuste und nicht ganz frostharte Staude in einem großen Kräuter- oder Staudenbeet. Zwar benötigt die Staude keinen Dünger, aber der Boden sollte immer etwas feucht gehalten werden. Ansonsten ist das Süßholz jedoch relativ anspruchslos und pflegeleicht.

Tipp 10: Süßholz-Aroma für die Entspannung.

Süßholz ist nicht ohne Grund in zahlreichen Duftkerzen und Parfums vertreten. Das Aroma der Pflanze wirkt sich nämlich beruhigend auf das Gemüt aus. Der süßliche Duft fördert die innere Zufriedenheit und vertreibt übermäßige Sorgen. Auch auf die Gehirnleistung hat der Duft einen positiven Einfluss.

Nützliches Zubehör

Zur Aufbewahrung Ihrer Lakritzbonbons oder weiterer Lakritznaschereien, die in diesem Test vorgestellt wurden, eignen sich hübsche Schachteln und Dosen. Besonders Gefäße im Retro-Look wirken sehr stilvoll und ansprechend.

Alternativen zum Lakritz

Lakritz ist eine Süßigkeit, die verhältnismäßig kalorienarm sind.

Weitere Naschereien, die einen geringen Energie- und Fettgehalt haben, sind zum Beispiel Kaugummi, Gummibärchen oder Weingummi. Diese gibt es auch in der veganen Version ohne Gelantine. Eine weitere Option sind Fruchtriegel. Diese bestehen aus pürierten Trockenfrüchten, die zwischen zwei Oblaten gepresst wurden. Diese Snacks beinhalten normalerweise weder zusätzlichen Zucker, noch chemische Zusätze und sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Riegel, denen Mandeln, Nüssen oder Honig beigefügt wurde, sind jedoch deutlich kalorienreicher. Auch Müsliriegel bieten sich als gesunde Zwischenmahlzeit an.

Diejenigen, die Süßholz nicht in der reinen oder verarbeiteten Form konsumieren wollen oder können, haben die Möglichkeit mit ein wenig Lebensmittelaroma nachzuhelfen. Bereits 2 bis 3 Tropfen des hochkonzentrierten Aromas reichen um Backwaren, Eiscreme, Joghurt, Quark oder andere Speisen und Getränke zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen. Gesunde Mahlzeiten, die sehr wenig Kalorien, Fett, Salz oder Geschmacksverstärker enthalten, können Sie somit schnell und einfach ein wenig aufpeppen.

Weiterführende Links und Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Lakritz

https://www.lakritzerie.com

https://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/suessholz.shtml

https://zuhause.chip.de/ist-lakritz-gesund-was-sie-ueber-das-wurzelextrakt-wissen-sollten_95386

https://www.carstens-stiftung.de/artikel/suessholzextrakt-bei-chronischer-hepatitis-c.html

http://lakritz-spezialitaeten.de/

https://www.heilkraeuterbuch.de/suessholz/

http://www.lakritztag.de/

http://www.lakritzfreun.de/

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