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Zykluscomputer Test 2018 • Die 4 besten Zykluscomputer im Vergleich

Zwar benötigen Frauen an den meisten Tagen eigentlich keine Empfängnisverhütung, denn wird im gesamten Monat mit hormonellen Mitteln wie der Pille oder der Hormonspirale verhütet. Doch immer mehr Frauen wenden sich von der Hormongabe ab und suchen nach alternativen Methoden zur Verhütung einer Schwangerschaft. Eine Möglichkeit sind dabei Zykluscomputer.

Zykluscomputer Bestenliste 2018

Letzte Aktualisierung am: 

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3.2 von 5 Sternen
bei 164 Rezensionen

3.2 von 5 Sternen
bei 83 Rezensionen
Funktion

Verhütungscomputer

Fertilitätsmonitor

Verhütungsmonitor

Symptothermaler Zykluscomputer

Hersteller

Cyclotest

Clearblue

Persona

Cyclotest

Stück Anzahl

1

1

1

1

Übereinstimmung

k.A.

97 %

94 %

k.A.

Produktgewicht inkl. Verpackung

780 g

358 g

399 g

358 g

Hormonfreie Verhütung

ja

ja

ja

ja

Zertifiziert

ja

ja

ja

ja

Verhütung ohne Nebenwirkungen

ja

ja

ja

ja

Zuverlässig

ja

ja

ja

ja

Besonderheiten
  • Der Fertilitätsmonitor wird in Deutschland hergestellt, ist CE-zertifiziert und gemäß Deutschem Medizinproduktegesetz (MPG) und europäischer Richtlinie für Medizinprodukte 93/42/EWG zur Verhütung zugelassen
  • Mit Akku, BMI-Rechner, PMS-Vorschau, Zyklus-Vorschau im Kalender, zyklusbasierender Hautpflegeempfehlung, USB-Schnittstelle zur Übertragung der Daten an den PC inkl. Update-Service
  • einfache Anwendung:
  • Hohe Sicherheit durch symptothermale Methode
  • Zertifiziert
  • Der einzige Monitor, mit dem Sie auch einen Schwangerschaftstest durchführen können
  • Der fortschrittlichste Fertilitätsmonitor bestätigt durch Ultraschalluntersuchungen
  • Die Clearblue Eisprungstudie zeigte eine Übereinstimmung von 97% mit dem im Ultraschall beobachteten Eisprung
  • Einach bedienbarer Touchscreen Bildschirm mit personalisierter Zusammenfassung von sechs Zyklen
  • Zertifiziert
  • Hormonfreie Verhütung
  • 94% zuverlässig
  • Misst zwei Hormone im Urin, die Ihren Zyklus kontrollieren - Östrogen und das luteinisierende Hormon
  • Natürliche Verhütungsmethode, die im Einklang mit Ihrem Körper arbeitet
  • Einfach bedienbarer Touchscreen
  • Cyclotest 2 plus ist der zuverlässige Begleiter durch den weiblichen Zyklus und unterstützt Sie dabei die fruchtbaren Tage einfach und sicher zu bestimmen.
  • Der lernfähige Minicomputer erfasst Ihre persönlichen Zykluswerte ganz natürlich und grenzt die fruchtbare D4 in der ein Schwangerschaftsrisiko besteht, ein.
  • Zuverlässig einsetzbar zur natürlichen Verhütung
  • Hohe Qualität
  • Gute Qualität
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Was ist ein Zykluscomputer?

Bei einem Zykluscomputer (Zyklusrechner, Verhütungscomputer) handelt es sich um ein kleines elektronisches Messgerät, mit welchem sich die fruchtbaren und nicht fruchtbaren Tage errechnen lassen.

Anhand dieser Berechnungen lässt sich feststellen, an welchen Tagen im Monat die Frau schwanger oder auch nicht schwanger werden kann. Mit dem Zykluscomputer wird die Konzentration der Hormone oder auch die Temperatur des Körpers bestimmt. Mit Hilfe dieser Daten werden dann die fruchtbaren Tage errechnet.

Funktionsweise eines Zykluscomputers

Das ein Zykluscomputer die fruchtbaren und damit auch die nicht fruchtbaren Tage bestimmt, wurde ja bereits geklärt. Doch wie passiert das genau?

Hier kommt es darauf an, um welches Modell es sich handelt. Am Markt gibt es folgende Zykluscomputer:

Zykluscomputer

  • Zykluscomputer zur Messung der Temperatur
  • Zykluscomputer zur Messung der Hormonkonzentration
  • Kombinationsgeräte zur Messung von Temperatur und Hormonkonzentration

Je nach Modell werden folgende Faktoren erfasst und ausgewertet:

  • die Basaltemperatur
  • die Konzentration der Hormone im Urin
  • die Konsistenz des Zervixschleims

Anhand der ermittelten Werte wird der Frau angezeigt, ob die fruchtbaren Tage bereits begonnen haben.

Anwendungsbereiche und Vorteile von Zykluscomputern

Zykluscomputer können sowohl zur Empfängnisverhütung als auch bei Kinderwunsch eingesetzt werden, wenngleich sie in der Regel weniger zur Empfängnisverhütung genutzt werden. Bei der natürlichen Familienplanung (NFP) stellen sie ein Hilfsmittel dar, sofern sich die Frau mit den Methoden der NFP bereits ein wenig auskennt und ihren Körper genau kennt.

Nur wenn beide Partner die natürliche Familienplanung ohne Vorbehalte akzeptieren, ist die Anwendung eines Zykluscomputer auch sinnvoll. Schließlich muss an den „kritischen“ Tagen auf Geschlechtsverkehr verzichtet oder eine andere Verhütung gewählt werden, wenn kein Kinderwunsch besteht. Bei Frauen mit Kinderwunsch hingegen sind Zykluscomputer natürlich sehr hilfreich, wenn es um die Bestimmung der fruchtbaren Tage geht und sie ganz gezielt Geschlechtsverkehr haben wollen.

Empfängnisverhütung mit Zykluscomputer

Ursprünglich wurden Zykluscomputer speziell für die Verhütung entwickelt. Sie sind für all diejenigen Frauen interessant, die keine Pille vertragen oder nicht mit Hormonen verhüten möchten und somit eine hormonfreie Alternative suchen.

Doch bei der Wahl des Zykluscomputers zur Empfängnisverhütung sollten Frauen besondere Vorsicht walten lassen. Denn während im Falle eines Kinderwunschs eigentlich alle Computer genutzt werden können, sollte es für die Empfängnisverhütung möglichst ein Kombinationscomputer sein. Diese besitzen den niedrigsten Pearl-Index und schützen somit am sichersten vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Zykluscomputer bei Kinderwunsch

Wesentlich häufiger werden Zykluscomputer vermutlich von Frauen mit Kinderwunsch verwendet. Der Zykluscomputer hilft dabei, den Eisprung und alle fruchtbaren Tage zu bestimmen. Mit Hilfe eines Zykluscomputer lassen sich diese anhand von Körpertemperatur, Zervixschleim und Hormonkonzentration im Urin genau festlegen.

Die Vorteile eines Zykluscomputers

Der vermutlich größte Vorteil eines Zykluscomputers ist wohl die Möglichkeit der hormonfreien Verhütung oder bei Kinderwunsch die genaue Bestimmung der fruchtbaren Tage. Im Rahmen der natürlichen Familienplanung wird sonst sehr aufwendig der Zyklus beobachtet und dokumentiert. Mit einem Zykluscomputer wird diese Arbeit deutlich erleichtert.

Zudem kann ein solcher Zyklusrechner folgende Vorteile bieten:

  • sehr einfache Nutzung, es wird kein Fachwissen benötigt
  • die Einnahme von Hormonen entfällt vollständig, so dass auch nicht in die natürlichen Vorgänge des Körpers eingegriffen wird
  • zeigt, wann eine zusätzliche Verhütung (z. B. mit Kondomen) notwendig ist
  • aufgrund langfristig gesammelter Daten zum Zyklus können krankhafte Veränderungen des Zyklus besser diagnostiziert werden (vor allem bei Kinderwunsch von Bedeutung)
  • passt sich den individuellen Bedürfnissen der Frau an

Persona Verhütungsmonitor

Arten von Zykluscomputern sowie ihre Vor- und Nachteile

Persona Verhütungsmonitor, 1 Stück

Am Markt sind folgende Arten von Zykluscomputern erhältlich:

  • Temperaturcomputer
  • Hormoncomputer
  • Kombinationscomputer

Zykluscomputer zur Messung der Basaltemperatur

Mit Zykluscomputern zur Bestimmung der Basaltemperatur wird jeden Morgen nach dem Aufwachen die Basaltemperatur gemessen. Die so ermittelten Daten werden dann ausgewertet, aus ihnen errechnet der Zykluscomputer die fruchtbaren Tage. Auf dem Display werden diese angezeigt. Die Berechnungen fallen umso präziser aus, je mehr Monatszyklen mit ihm erfasst wurden.

Femometer Smart Basalthermometer mit APPAus der Körpertemperatur wird dann der Eisprung errechnet. Typischerweise steigt 24 Stunden nach dem Eisprung die Körpertemperatur um 0,4 bis 0,6 Grad Celsius an und bleibt bis zur nächsten Regelblutung auf diesem Niveau.

Ab dem dritten Tag nach dem Temperaturanstieg bis zum Beginn der Regelblutung durchläuft die Frau ihre unfruchtbaren Tage. Sinnvoll ist zur Beurteilung der Temperaturkurve die Regel „3 über 6“:

Liegt die Temperatur an drei aufeinander folgenden Tagen über der Temperatur der vorangegangenen sechs Tage, dann hat der Eisprung bereits stattgefunden.

Nach zwölf etwa gleichmäßig verlaufenden Zyklen kann dann auch die erweiterte Temperaturmethode angewandt werden. Bei dieser werden auch die unfruchtbaren Tage vor dem Eisprung erfasst, der Zykluscomputer errechnet dabei aus den Werten der vergangenen zwölf Monate den Mittelwert der frühesten Temperaturanstiege.

Im Rahmen der natürlichen Empfängnisverhütung ist die Basaltemperaturmethode eines der gängigsten Verfahren, mit dem die unfruchtbaren Tage nach dem Eisprung angezeigt werden. Kombiniert wird sie meist mit der Billingsmethode, bei welcher über einen längeren Zeitraum auch die Konsistenz des Zervixschleims beobachtet wird.

Vorteile der Temperaturmessung

  • Der Vorteil eines Temperaturcomputers liegt darin, dass die ermittelten Daten nicht mehr selbst in ein Zyklusblatt eingetragen und ausgewertet werden müssen. Diese Arbeit wird vom Zykluscomputer übernommen. Wichtig ist nur, dass die Messung der Basaltemperatur immer zur gleichen Uhrzeit und unter ähnlichen Messbedingungen erfolgt. In den ersten Monaten sollten die Messungen regelmäßig vorgenommen werden, damit der Zykluscomputer später auch kleinere Abweichungen erkennen kann.
  • Ein weiterer Vorteil ist die fehlende Hormongabe und der damit ausbleibende Eingriff in die natürlichen Abläufe des Körpers. Zudem lässt sich so auch gezielt ein möglicher Kinderwunsch umsetzen.

Nachteile der Temperaturmessung

  • Die Temperaturmessung mit einem Zykluscomputer erfordert vor allem Erfahrung und Disziplin sowie die tägliche Anwendung dieser Verhütungsmethode. Die Temperaturmessung ist zur Verhütung außerdem nur geeignet, wenn der Zyklus stabil und der Lebensrhythmus der Frau regelmäßig ist. Zudem müssen an den fruchtbaren Tagen zusätzliche Verhütungsmittel angewendet oder auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden.
  • Außerdem gilt es zu beachten, dass auch andere Faktoren Einfluss auf den Zyklus und die Körpertemperatur haben können. Erkrankungen oder Alkoholkonsum können zu einem Temperaturanstieg führen. Aber auch die Anwendung von Schmerzmitteln hat Einfluss auf die Körpertemperatur (z. B. Senkung bei der Einnahme von Paracetamol). Ebenso kann sich der Zyklus und damit die Temperatur bei psychischem Stress, wenig Schlaf und extremen Gefühlsschwankungen verändern, was zu verfälschten Messergebnissen führen kann.
  • Ein weiteres Problem: Wer den Zykluscomputer zur Empfängnisverhütung nutzen möchte, sollte bedenken, dass die Temperatur erst nach dem Eisprung ansteigt. Da Spermien jedoch etwa drei bis sechs Tage im Körper der Frau überleben können, gilt auch die Zeit vor dem Eisprung schon als „Risikozeit“, wenn eigentlich keine Schwangerschaft gewünscht ist. Hier sollte deshalb immer auch eine zweite Methode zur Kontrolle der fruchtbaren Tage angewandt werden.

Zykluscomputer zur Messung der Hormonkonzentration

Cyclotest myWay - Verhütungscomputer mit Kinderwunsch-Funktion und integr. Basalthermometer zur sicheren Bestimmung der fruchtbaren TageBei Hormoncomputern wird mit einem Teststreifen die Hormonkonzentration im Urin gemessen. Durch den Zykluscomputer erfolgt dann die Auswertung des Teststreifens, bestimmt werden dabei die Konzentrationen des LH-Hormons (luteinisierendes Hormon) und des Östrogens. Beide Hormone zeigen die Fruchtbarkeit der Frau an.

Wenn der Östrogenspiegel seinen Höchststand erreicht, dann wird vermehrt LH ausgesetzt. Dies erreicht seinen Höchststand wiederum etwa 24 bis 36 Stunden nach Beginn des Anstiegs. Bei Kinderwunsch sollte innerhalb der nächsten 24 Stunden also Geschlechtsverkehr stattfinden.

Täglich zeigt der Zykluscomputer die unterschiedlichen Phasen im Zyklus durch verschieden gefärbte Balken oder Leuchten an und zeigt der Anwenderin die fruchtbaren Tage.

Beginnt der monatliche Zyklus, erfolgt die Aktivierung eines Knopfes. Nach einigen Tagen wird ein Leuchtsignal abgegeben, mit dem die Erinnerung an die Messung der Hormonkonzentration angezeigt wird. Dabei muss immer der Morgenurin verwendet werden.

Im ersten Monat müssen 16 Anwendungen durchgeführt werden, in den folgenden Monaten nur noch acht.

Vorteile der Messung der Hormonkonzentration

  • Die Vorteile der Hormonbestimmung spielen vor allem für Paare mit Kinderwunsch eine Rolle. Zunächst erfolgt natürlich auch hier eine hormonfreie Verhütung, die nicht in den weiblichen Zyklus eingreift und auch ohne Fachwissen rund um den Zyklus oder den Besuch beim Frauenarzt anwendbar ist. Am besten lässt sich mit der Hormonmethode der beste Zeitpunkt für eine Befruchtung bestimmen. Wer also hormonfrei verhüten möchte, aber eine Schwangerschaft auch nicht gänzlich ausschließt, kann durchaus einen Hormoncomputer verwenden.

Nachteile der Messung der Hormonkonzentration

  • Geht es um die Schwangerschaftsverhütung, dann ist die Sicherheit mit einem Pearl-Index zwischen fünf und sechs eher mittelmäßig. Ein weiterer Nachteil: Es müssen regelmäßig Teststreifen gekauft werden, so dass sich zu den einmaligen Anschaffungskosten auch Folgekosten gesellen. Auch muss jeden Tag an die Verhütung gedacht werden, wodurch die sexuelle Spontanität eingeschränkt wird.
  • Verschiebt sich der Eisprung nach vorn, dann kommt es zu fehlerhaften Ergebnissen und es kann eine ungewollte Schwangerschaft eintreten. Geeignet ist die Hormonmessung außerdem nicht, wenn der Tagesablauf unregelmäßig ist, Arzneimittel oder Hormone zur Förderung der Fruchtbarkeit eingenommen werden, Nieren- oder auch Lebererkrankungen vorliegen, sich die Frau in den Wechseljahren befindet oder aber nach einer Schwangerschaft stillt.

Kombinationscomputer

Kombinationscomputer sind Zykluscomputer, welche Temperatur- und Hormonmessung miteinander kombinieren. Die meisten Geräte berücksichtigen außerdem Veränderungen des Zervixschleims.

Die in Deutschland erhältlichen Kombinationscomputer zeigen derzeit aber nur die fruchtbaren Tage bei Kinderwunsch an und eignen sich somit nicht wirklich zur Verhütung einer Schwangerschaft.

Vorteile von Kombinationscomputern

  • Da Kombinationscomputer nur für Frauen mit Kinderwunsch sinnvoll sind, zeigen sie natürlich vor allem die fruchtbaren Tage anhand von Temperatur, Hormonkonzentration und Zervixschleim. Natürlich tragen auch sie dazu bei, dass nicht in den weiblichen Zyklus eingegriffen wird.

Nachteile von Kombinationscomputern

  • Kombinationscomputer sind bei Kinderwunsch sehr sinnvoll. Und das ist auch ein Nachteil, wenn es um die Empfängnisverhütung geht. Als alleinige Verhütung der Entstehung einer Schwangerschaft sind Kombinationscomputer nicht geeignet.

So werden Zykluscomputer getestet

Zwar finden sich am Markt nicht sehr viele Zykluscomputer, dennoch gibt es dazu durchaus einige Produkttests. In den Zykluscomputer-Tests werden dabei folgende Punkte genauer unter die Lupe genommen:

  • Messmethode
  • Sicherheit
  • Einsatzgebiet
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Extras

Messmethode des Zykluscomputers

In den Tests für Zykluscomputer werden alle Messverfahren untersucht. Eine Unterscheidung erfolgt – wie bei den Arten bereits erwähnt – in Temperatur- und Hormonmessung. Zudem gibt es Kombinationsgeräte, bei denen sowohl Temperatur- als auch Hormonmessungen erfolgen. Jede Methode für sich hat bestimmte Vor- und Nachteile.

Sicherheit und Zuverlässigkeit eines Zykluscomputers

Zykluscomputer-Tests zeigen, dass die Sicherheit und Zuverlässigkeit besonders wichtig ist. Gerade, wenn das Messgerät die Einnahme von Hormonen und damit die Verhütung einer Schwangerschaft ersetzen soll, muss es wirklich sicher sein. Natürlich sollten Anwenderinnen sich auch bei Kinderwunsch auf zuverlässige Ergebnisse verlassen können, denn ein Zykluscomputer, der die fruchtbaren Tage unzuverlässig anzeigt, ist weniger von Vorteil.

Natürlich gelten sowohl die Temperatur- als auch die Hormonmessung als sehr zuverlässig und sicher, wenn sie korrekt durchgeführt werden.

Einsatzgebiet für den Zykluscomputer

Der Einsatzzweck ist für den Kauf eines Zykluscomputers von großer Bedeutung. Es stellt sich die Frage, ob er zur Bestimmung der fruchtbaren Tage bei Kinderwunsch oder aber als Alternative zur hormonellen Verhütung bei der Empfängnisverhütung zum Einsatz kommen soll.

Mittlerweile sind viele Geräte für beide Einsatzgebiete geeignet. Doch es gibt auch noch Zykluscomputer, die besser nur für den Kinderwunsch oder eben nur für die Verhütung verwendet werden sollten. Zykluscomputer, die nur für einen Einsatzbereich ausgelegt sind, weisen meist auch einen günstigeren Preis auf.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis

Zykluscomputer sind nicht gerade günstig. Je nach Modell kosten sie zwischen 120 und 450 Euro. Meist sind Zykluscomputer zur Messung der Hormonkonzentration im Urin in der Anschaffung etwas günstiger, hier kommen allerdings Folgekosten für die Teststreifen hinzu.

Verglichen mit der Pille relativiert sich der hohe Anschaffungspreis allerdings, wenn die Qualität des Zykluscomputers sowie die lange Nutzungsdauer in seine Gedanken mit einbezieht.

Extras für Zykluscomputer

Mittlerweile bieten einige Hersteller für Zykluscomputer verschiedene Extras an. Dazu gehören Apps für Android oder iOS oder auch eine spezielle Software, mit welcher der Zyklus noch etwas genauer ausgewertet werden kann. Das System kann aus den gespeicherten Daten und zusätzlich eingegebenen Informationen eine umfassende Auswertung für den Zyklus vornehmen. Schwankungen fallen dadurch natürlich wesentlich schneller auf und lassen sich so ärztlich abklären.

Auch bei einem positiven Schwangerschaftstest und einer erfolgreichen Schwangerschaft leisten Apps und Software noch gute Dienste. Natürlich funktionieren auch alle Geräte ohne Apps und Software, aber eine kleine Hilfe sind sie durchaus.

Die Testsieger unter den Zykluscomputern verfügen zum Teil auch über weitere Extras wie BMI-Rechner, einer zyklusbasierte Empfehlungen für die Haut oder auch einer Vorschau für den Zyklus. Mit Hilfe einer USB-Schnittstelle wird es zudem möglich, die Auswertung des Zyklus am Computer vorzunehmen.

Basalthermometer

Worauf sollte beim auf eines Zykluscomputers geachtet werden?

Die Frage, worauf beim Kauf eines Zykluscomputers geachtet werden sollte, hängt vor allem davon ab, wofür das Messgerät verwendet werden soll. Deshalb sollten sich Anwenderinnen einige Fragen beantworten, die letztlich auf die Kaufentscheidung Einfluss nehmen.

1. Wofür soll der Zykluscomputer zum Einsatz kommen?

Wer sich mit Hilfe von einem Zykluscomputer seinen Kinderwunsch erfüllen möchte, sollte darauf achten, dass der Computer auch dafür ausgelegt ist. Zwar sind die meisten Geräte mittlerweile sowohl für die Verhütung als auch für die Kinderplanung geeignet, dennoch gibt es auch Zykluscomputer, die sich nur für die Verhütung eignen. Hier sollte beim Kauf auf die Angaben des Herstellers geachtet werden.

Zwar lassen sich Zykluscomputer für die Verhütung auch für die Kinderplanung verwenden, andersrum ist das jedoch nicht der Fall: Geräte, die nur für die Kinderplanung empfohlen werden, sollten möglichst nicht zur Empfängnisverhütung eingesetzt werden.

2. Wie viel Wert wird auf die Sicherheit des gewünschten Modells gelegt?

Beim Planen einer Schwangerschaft ist das Erkennen und Anzeigen der fruchtbaren Tage auf dem Zykluscomputer besonders wichtig und natürlich auch hilfreich. Reine Verhütungscomputer zeigen eine sehr unterschiedliche Quote bei der Sicherheit, sind aber umso sicherer, je mehr Fruchtbarkeitsmerkmale in die Analyse einbezogen werden können. Bei reinen Temperaturcomputern ist der Pearl-Index wiederum niedriger als bei reinen Hormoncomputern.

3. Wie sieht der Lebens- und Schlafrhythmus aus?

Für die Nutzung eines Zykluscomputers ist der Lebens- und auch Schlafrhythmus von Bedeutung. Frauen mit einem geregelten Leben und einem regelmäßigen Tages- und Nachtrhythmus können frei zwischen Temperatur- und Hormonmessung wählen. Anders sieht es aus, wenn der Rhythmus beispielsweise durch den Beruf sehr unregelmäßig ist. So sind Temperaturcomputer bei einem unregelmäßigen Lebensrhythmus sowie einer Dauer von weniger als fünf Stunden Nachtschlaf nicht geeignet.

4. Können zusätzliche Kosten in Kauf genommen werden?

Schon in der Anschaffung sind Zykluscomputer recht preisintensiv. Als Unterstützung bei der Familienplanung sind sie aber durchaus hilfreich. Und während die Zykluscomputer zur Messung der Temperatur keine Zusatzkosten verursachen, müssen für Zykluscomputer zur Messung der Hormonkonzentration regelmäßig neue Teststäbchen gekauft werden. Dabei können je nach Zyklus bis zu 20 Stäbchen notwendig werden.

5. Welche Voraussetzungen müssen für die Nutzung des gewünschten Zykluscomputers erfüllt werden?

Für den Einsatz eines Zykluscomputers müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit er zuverlässige Ergebnisse liefert. Wie bereits erwähnt, ist dies vor allem ein geregeltes Leben und ein regelmäßiger Wach- und Schlafrhythmus. Sobald der Lebensrhythmus beispielsweise aufgrund des Berufs unregelmäßig ist, werden die Ergebnisse eines Zykluscomputers verfälscht.

Gleiches gilt bei der Einnahme von Hormonen und Medikamenten, welche auf den Zyklus Einfluss nehmen. In diesem Fall bringt die Anwendung eines Zykluscomputers nichts. Dies ist auch bei Jugendlichen, Müttern während der Stillzeit oder Frauen in den Wechseljahren der Fall, da in diesen Fällen der Hormonhaushalt Schwankungen unterlegen ist. Auch Frauen mit unregelmäßigem Zyklus sollten besser keinen Zykluscomputer verwenden.

Zykluscomputer sollten weiterhin nicht von Frauen verwendet werden, die definitiv keine Kinder mehr bekommen möchten. Dafür ist der Pearl-Index einfach zu hoch. Wer also verhüten, aber eine Schwangerschaft nicht gänzlich ausschließen möchte, kann durchaus zu einem Zykluscomputer als Verhütungsmittel greifen.

Kurzinformationen zu führenden Herstellern für Zykluscomputer

Der Markt für Zykluscomputer ist sehr überschaubar. Von folgenden Herstellern sind die Messgeräte erhältlich:

  • Avawomen
  • Clearblue (Procter & Gamble)
  • Cyclotest (Uebe)
  • Lady-Comp (Valley Electronics)
  • Weitere Zykluscomputer

1. Avawomen

Das Unternehmen Ava ist noch sehr jung und wurde im Jahr 2014 gegründet. Der Firmensitz der Ava AG befindet sich in Zürich (Schweiz), die Tochtergesellschaft Ava Science Inc. in San Francisco (Kalifornien).

Ava vertreibt einen Zyklus-Tracker, mit dessen Technologie das Leben per Tastendruck erleichtert wurde. Das Ava-Armband liefert Daten zu Fruchtbarkeit, Schwangerschaft und die Auswirkung des Zyklus auf das allgemeine Wohlbefinden – und das nicht nur bequem, sondern auch unauffällig.

Mit dem Ava-Armband von Avawomen wird eine vollständig neue Methode zur Verfolgung des Menstruationszyklus einer Frau angewandt. Sensoren erfassen im Schlaf neun verschiedene physiologische Parameter und errechnen dann mit einem Algorithmus die fruchtbaren Tage. So erkennt der Ava-Tracker bereits die ersten Anzeichen der fruchtbaren Phase und zeigt außerdem, wann sie beendet ist. Ava kann dabei einfach am Handgelenk getragen werden und liefert bei sehr geringem persönlichem Aufwand zuverlässige Informationen zum Zyklus.

2. Clearblue (Procter & Gamble)

Im Jahr 1988 brachte Procter & Gamble unter der Markte „Clearblue“ den ersten einstufigen Schwangerschaftstest auf den Markt, im Jahr 1989 folgte die Entwicklung des weltweit ersten einstufigen Ovulationstests. Von Beginn an steht also die Frau im Mittelpunkt aller Aktivitäten des Unternehmens, wenn es um lebensverändernde Ereignisse in ihrem Leben geht. Clearblue bietet zahlreichen innovative Produkte rund um das Thema Familienplanung. Im Jahr 2003 folgte dann der weltweit erste digitale Schwangerschaftstest von Clearblue. Und nicht nur bei dem Thema Schwangerschaft gilt Clearblue als bekannte Marke. Mit dem „Persona“ Verhütungsmonitor zur natürlichen Empfängnisverhütung gibt es von Clearblue einen Zykluscomputer zur Kontrolle der Hormonkonzentration im Urin. Der Persona Verhütungsmonitor gilt als bis zu 94 Prozent zuverlässig, somit werden von 100 Frauen bei einer Anwendungsdauer von einem Jahr nur sechs Frauen schwanger.

3. Cyclotest (Uebe)

Der Drogist Wilhelm Uebe sorgte vor etwa 120 Jahren in Zerbst mit der Entwicklung des Fieberthermometers für einen Welterfolg. Seither ist das Unternehmen stetig gewachsen und mit ihm die medizinischen Produkte und Hilfsmittel für die Selbstdiagnose.

Im Jahr 1952 erfolgte dann die Entwicklung von speziellen Thermometern, welche die fruchtbaren Tage der Frau bestimmen konnten. Die unter der Marke „Cyclotest“ vertriebenen Zykluscomputer können bei der Ablesung der geringsten Temperaturschwankungen unterstützen. Ein neuartiger Chip bildet das Herzstück der Zykluscomputer „cyclotest 2 plus“ und „cyclotest baby“. Im Herbst 2014 wurden dann die neuen Generationen „cyclotest myWay“ und „cyclotest“ myPlan“ auf dem Markt eingeführt, die mit einem Touch-Display und vielen zusätzlichen Funktionen ausgestattet sind.

4. Lady-Comp (Valley Electronics)

Im Jahr 1983 wurde der Grundstein für die Legende rund um „Lady-Comp“ gelegt. Die Idee des Gründers und Inhabers von VE Valley Electronics, Dr. Hubertus Rechberg, kommt eigentlich mehr von seiner Frau. Diese kämpfte lange Zeit mit den Nebenwirkungen der Anti-Baby-Pille, durch die Spirale kam es zudem zu einer Eileiterentzündung. Doch die üblichen Methoden der natürlichen Empfängnisverhütung waren für den Akademiker zu unsicher.

Er überlegte sich, dass ein Computer doch auch den Zyklus einer Frau berechnen können muss, wenn er doch sogar Schach spielen kann – und damit war die Geschäftsidee geboren. Die Valley Electronics GmbH wurde im Jahr 1986 gegründet, im Team um Dr. Rechberg befanden sich seinerzeit Gynäkologen, Elektroniker und Softwarespezialisten. Nach drei Jahren Entwicklungsarbeit – unterstützt vom Innovationsfond des Berliner Senats und dem Bundesministerium für Forschung und Technologie – ist der erste Lady-Comp im Jahr 1986 marktreif, weitere acht Jahre später kann das Unternehmen schwarze Zahlen schreiben und der Lady-Comp gilt weltweit als das Gerät für natürliche Zykluskontrolle.

Lady-Comp hat sogar prominente Fans. Natürlich werden diese aus Gründen der Diskretion nicht um Statements gegeben, aber die kanadisch-amerikanische Singer-Songwriterin und Mutter Alanis Morisette gabe bereits selbst ein offizielles Statement zum Lady-Comp.

Weitere Zykluscomputer

Bis vor einigen Jahren gab es am Markt noch die ZykluscomputerBioself“ und „Sophia“.

Bioself galt bei Markteintritt noch als spannende Innovation, wird aber mittlerweile nicht mehr produziert. Geräte, die sich noch im Umlauf befinden, sind entweder Restbestände oder aber gebrauchte Zykluscomputer.

Bei Sophia handelt es sich um eine Zykluscomputer-Reihe aus Asien. Aufgrund der fehlenden CE-Zertifizierung sind die Geräte in Europa jedoch nicht zugelassen. Die Zertifizierung ist bislang nicht möglich, da der Hersteller bei der Produktion Blei verwendet.

Internet vs. Fachhandel – Wo sollte ein Zykluscomputer gekauft werden?

Zykluscomputer können im Sanitätsfachgeschäft, in der Apotheke oder auch im Internet gekauft werden. Auch in Discountern werden Zykluscomputer immer wieder angeboten, von einem Kauf sollte hier aber abgeraten werden. Zwar sind die Geräte im Discounter durchaus verführerisch günstig, allerdings können eine billige Software oder auch abgelaufene Teststreifen dazu führen, dass das eigentliche Vorhaben (Familienplanung oder Empfängnisverhütung) schwer ins Auge gehen wird.

Im Sanitätsgeschäft oder auch in der Apotheke wäre man hier durchaus besser aufgehoben, immerhin gibt es hier eine gute Beratung. Jedoch sind die Geräte meist auch etwas teurer, was den Aufschlägen der Verkäufer aufgrund von Miete für Geschäftsräume oder auch Gehälter für Angestellte geschuldet ist.

Mitunter sind Fachgeschäfte auch etwas weiter weg gelegen, man muss sich also für den Weg dahin Zeit nehmen und kann auch nur von Montag bis maximal Samstag im Rahmen der Öffnungszeiten kaufen.

Persona Verhütungsmonitor, 1 Stück im testAnders ist das im Internet. Der Kauf eines Zykluscomputers kann und sollte durchaus über das Internet erfolgen, denn es bietet gegenüber dem Fachhandel einige Vorteile.

Natürlich entfällt die persönliche Beratung. Diese lässt sich aber damit ausgleichen, dass es zu den einzelnen Geräten immer wieder Testberichte und auch Kundenmeinungen gibt, welche für eine Beurteilung des jeweiligen Geräts herangezogen werden können.

Hinzu kommt, dass die Preise meist unter denen im Fachhandel liegen, denn Onlinehändler können die günstigen Einkaufspreise meist besser an ihre Kunden weitergeben, als dies bei Fachhändlern möglich ist.

In verschiedenen Produkttests für Zykluscomputer lassen sich so nicht nur die Eigenschaften, sondern eben auch die Preise vergleichen. Ein weiterer Vorteil: Der Versand erfolgt in vielen Fällen versandkostenfrei und innerhalb weniger Tage.

Zudem können Kundinnen vom Rückgaberecht Gebrauch und im Bedarfsfall auch Garantie- und Gewährleistungsansprüche geltend machen, wie es auch im Fachhandel der Fall ist.

Und noch etwas: Im Internet kann rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr ganz bequem von der Couch aus bestellt werden, ohne das Auto zu bemühen und zu einem Fachgeschäft zu fahren.

Wissenswertes und Ratgeber rund um den Zykluscomputer

Der weibliche Menstruationszyklus

Der Menstruationszyklus begleitet die Frauen schon von Anbeginn der Geschichte. Zahlreiche Mythen ranken sich um die Menstruation und den weiblichen Zyklus. Bereits in der in der vorchristlichen Zeit hat man sich Gedanken gemacht, wenn es um die Auswirkungen der ersten Regelblutung auf junge Mädchen ging. Etwa seit dem fünften Jahrhundert vor Christus gibt es auch wissenschaftliche Aufzeichnungen durch römische und griechische Naturheilkundler, wenn es um „Frauenfragen“ geht.

So wurde die Regelblutung einer Frau von Hippokrates (um 460 bis 370 vor Christus) als „Abgabeprozess von überschüssiger weiblicher Körperflüssigkeit“ dargestellt. Plinius der Ältere (23 bis 79 nach Christus) sprach von der „Unreinheit“ der Frauen während der Menstruation, die dazu betragen sollte, dass Saatgut unfruchtbar wurde Gras und Gartenpflanzen verdorrten. Im Mittelalter galt die Menstruation als wichtiges Indiz für die Gesundheit einer Frau.

Doch sie war immer noch ein negativer Vorgang und deutete auf die „Minderwertigkeit“ von Frauen hin. Selbst die Äbtissin Hildegard von Bingen sah die Menstruation als Sünde an, betonte aber gleichfalls, dass sie ein sichtbares Zeichen für die Fruchtbarkeit einer Frau darstelle. Paracelsus beschrieb etwa um 1520 das „Menotoxin“ als Menstruationsgift. Bis ins 20. Jahrhundert hinein hielt sich diese Auffassung auch.

Die verschiedensten Mythen rund um den Menstruationszyklus der Frau hielten sich über viele Jahrhunderte hinweg. 1920 wurden sogar in Deutschland noch wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht, in denen menstruierenden Frauen eine gewisse „Giftigkeit“ zugeschrieben wurde. Doch mit der moderner werden Diagnostik ab Mitte der 1950er Jahre konnte das Märchen um das „Menstrualgift“ aus der Welt geschafft werden.

Vor allem die Medizin des Abendlandes sah die Menstruation als Zeit für die Erhaltung von Gesundheit und Fruchtbarkeit bei Frauen an. In vielen Kulturen wurden mit der Regelblutung zwar negative Einstellungen verbunden, doch es gibt auch viele Traditionen, die mit ihr positive Gefühle wie Stolz am Sein als Frau und Glück über Fruchtbarkeit in Verbindung bringen.

Die Knaus-Ogino-Methode

Geht es um Zykluscomputer, fällt immer wieder auch der Begriff „Knaus-Ogino-Methode“ (Kalendermethode). Lange Zeit wurde sie – wenn auch nur mit mäßigem Erfolg – zur Verhütung genutzt. Eine Schwangerschaft konnte damit aber nicht immer verhindert werden und so wurde die Knaus-Ogino-Methode zunächst vor allem für Paare mit Kinderwunsch entwickelt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts führte der japanische Gynäkologe Kyūsaku Ogino Untersuchungen zum weiblichen Menstruationszyklus durch. Er entwickelte eine Rechenmethode, mit welcher unfreiwillig kinderlose Paare die fruchtbare Phase der Frau genau ermitteln konnten. Hermann Knaus, ein Arzt aus Österreich, kam aufgrund der Untersuchungen außerdem zu dem Schluss, dass diese Erkenntnisse auch zur Verhinderung einer Schwangerschaft genutzt werden können. Dabei wird ein Kalender als Hilfsmittel verwendet, die Methodik selbst war aber nicht sehr durchdacht, denn der Zyklus einer Frau folgt keinen Regeln.

In der Folge wurden dann die ersten Zykluscomputer entwickelt, deren Technologie wesentlich ausgereifter war. Sie ließen sich deshalb auch gut auf die Individualität des weiblichen Zyklus ausrichten und waren wesentlich sicherer in Bezug auf die Bestimmung von fruchtbaren und unfruchtbaren Tagen.

Der weibliche Zyklus – So individuell wie der Mensch

Geht es um die Länge des weiblichen Zyklus, dann handelt es sich dabei nicht um eine starre Maßeinheit. Natürlich gibt es einen rahmen für einen „normalen Zyklus“ sowie Möglichkeiten, diesen zu regulieren, wenn er aus dem Rahmen fällt.

Clearblue Fertilitätsmonitor Advanced, 1 Touchscreen-Monitor im testIm Durchschnitt liegt die Zykluslänge während der fruchtbaren Jahre einer Frau bei 28 Tagen. Der erste Tage im Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Menstruation und endet einen Tag vor Einsetzen der nächsten Menstruation. Frauen, die ihren Zyklus kennen, können auch abschätzen, wann ihre fruchtbaren Tage sind – vor allem dann, wenn der Zyklus regelmäßig verläuft. Etwa in der Mitte des Zyklus findet der Eisprung statt und bei Geschlechtsverkehr ohne Verhütung ist dann eine Schwangerschaft möglich.

Jedoch ist der 28-Tage-Zyklus eher ein Mythos, als die Regel. Schwankungen zwischen 25 und 35 Tagen sind dabei durchaus normal – geht es um Kinderwunsch oder aber auch um Schwangerschaft, würde sich die reine Kalendermethode hier als nicht sinnvoll erweisen. Wer nicht hormonell verhüten möchte, kann hier auf den Zykluscomputer zurückgreifen, der auf die individuelle Zykluslänge besser eingehen kann.

Übrigens: Seit 1982 führen Wissenschaftler und Gynäkologen des Forschungsprojektes rund um NFP (Natürliche Familienplanung) die größte Datenbank in Europa zur Zyklusforschung. In Langzeitstudien stellte sich dabei heraus, dass bei etwa 60 Prozent der befragten Frauen die Zykluslänge innerhalb eines Jahres Schwankungen von bis zu einer Woche und mehr unterliegt. Zykluscomputer können nach einer gewissen Dauer der Anwendung recht gut berechnen, wann die in einem Zyklus die fruchtbaren Tage sind und wann nicht.

Zahlen, Daten und Fakten rund um den Zykluscomputer

Nur an etwa sechs Tagen im Zyklus einer Frau ist das Risiko einer Schwangerschaft gegeben. Fruchtbar ist die Frau dabei tatsächlich nur einen Tag lang beziehungsweise über eine Zeit von zwölf bis 18 Stunden eines Tages – nämlich zum Zeitpunkt des Eisprungs und danach. Da Spermien bei guten Bedingungen jedoch auch mehrere Tage im Körper der Frau überleben können, kann eine Befruchtung auch durch Geschlechtsverkehr stattfinden, der wenige Tage vorher stattgefunden hat. Um nicht schwanger zu werden, greifen viele Frauen auf eine hormonelle Verhütung zurück.

Doch immer mehr Frauen möchten davon weg und nutzen auch Zykluscomputer. Dies können nicht nur zur Verhütung eingesetzt werden – primär kommen sie oft bei Kinderwunsch zur Anwendung.

Für die kleinen Geräte gibt es bislang keine einheitliche Bezeichnung. So finden sich beispielsweise folgende Begriffe dafür:

Persona Verhütungsmonitor, 1 Stück test

  • Zyklus-Tester / Zyklustester
  • Hormoncomputer / Hormontester
  • Verhütungscomputer
  • Fruchtbarkeitsmonitor / Fruchtbarkeitsanzeiger
  • Eisprungrechner / Ovulationscomputer / LH-Test-Rechner
  • Kinderwunschmonitor / Kinderwunschcomputer
  • Schwangerschaftscomputer

Bei allen Begriffen geht es aber immer um das gleiche: Die Ermittlung der fruchtbaren Tage – entweder zur Verhütung und für die Umsetzung des Kinderwunschs.

Mittlerweile gibt es zur Sicherheit bei der Empfängnisverhütung von Zykluscomputer sogar einige Studien. Es zeigt sich dabei, dass vor allem Temperatur- und Kombinationscomputer besser als reine Hormoncomputer abschneiden. Temperaturcomputer wie Baby-Comp und Lady-Comp zeigten einen theoretischen Pearl-Index von 0,7 und einen praktischen Pearl-Index von 3,8. Der reine Hormoncomputer von Persona hingegen wies mit einem Pearl-Index von 6,5 einen deutlichen schlechteren Wert auf.

Am Städtischen Krankenhaus Düsseldorf-Benrath und an der Universität Heidelberg wurde im Jahr 2000 eine von Stiftung Warentest unterstützte Studie durchgeführt, in welcher die Aussagequalität von verschiedenen Zykluscomputern mit den Aussagen symptothermaler Messungen verglichen wurden. Bei der symptothermalen Messmethode erfolgt eine Kombination der Ergebnisse aus der Messung der Basaltemperatur und der Analyse des Zervixschleims.

Daraus lassen sich genauere Aussagen zu den fruchtbaren Tagen machen. Über einen Zeitraum von drei Monaten hielten 67 Frauen die Ergebnisse von beiden Methoden fest, mittels Nachkontrolle bei Frauenärzte wurde durch Hormontests und Ultraschall die Entwicklung der Eierstöcke geprüft und ein Vergleich dieser Ergebnisse mit den Aussagen erstellt.

Aus den Ergebnissen wurde denn ein Qualitätsindex ermittelt, in dem die Testergebnisse erfasst wurden, bei denen die Methode falsche „unfruchtbare“ Tage aufzeigte, die dann aber als „fruchtbar“ erwiesen wurden.

Die Ergebnisse der Nachkontrolle durch den Frauenarzt waren bei der symptothermalien Methode immer richtig, wenn die Tage als „unfruchtbar“ eingestuft wurden. Bei den Zykluscomputern hingegen kam es zu einem hohen Anteil an falsch negativen Ergebnissen. Dabei schnitten vor allem Schleim-Mikroskope sehr schlecht ab, doch auch die reinen Hormoncomputer erzielten viele falsch negative Ergebnisse. Gute Werte erhielten auch hier die Temperatur- und Kombinationscomputer.

Seinerzeit hatte der KombinationscomputerCyclotest 2 Plus“ mit nur 1,7 Prozent falsch negativen Ergebnissen am besten abgeschnitten. Der Temperaturcomputer Lady-Comp lag mit 4,7 Prozent auf Platz zwei, Platz drei belegte Bioself 2000 mit 7,5 Prozent falsch negativen Ergebnissen. Doch auch hier zeigte sich, dass Hormoncomputer die schlechtesten Werte lieferten: Der Persona zeigte zu 20,8 Prozent falsch negative Ergebnisse.

Den Zykluscomputer richtig anwenden

Vor allem im Rahmen der Empfängnisverhütung ist die richtige Anwendung eines Zykluscomputers von größter Bedeutung. Doch auch bei Kinderwunsch ist die korrekte Anwendung des Messgeräts natürlich unumgänglich.

Nur mit der richtigen Anwendung lassen sich genauere Ergebnisse ermitteln, die Aufschluss über die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage geben.

Je nach Zykluscomputer muss dabei unterschiedlich vorgegangen werden, grundsätzlich ist ein gewisser Grad an Selbstdisziplin aber unumgänglich.

Anwendung eines Temperaturcomputers

Für die Bedienung eines Temperatur-Computers sind eigentlich keine besonderen Technik-Kenntnisse notwendig. Es handelt sich dabei um ein elektrisches Thermometer, welches mit einem Mini-Computer verbunden ist. Dieser speichert die gemessenen Daten und wertet sie im Anschluss aus.

Damit die Auswertung der Ergebnisse auch zuverlässig ist, sollte – wie bei der Temperaturmethode generell – immer morgens etwa zur gleichen Zeit für eine Minute die Basaltemperatur (Aufwachtemperatur) gemessen werden. Das Gerät gibt direkt nach der Messung ein einfaches Signal aus – in der Regel in Verbindung mit einem roten Licht, welches für die fruchtbare Zeit steht. Blinkt das Licht rot, dass handelt es sich um die hochfruchtbare Zeit, grünes Licht zeigt nicht undfruchtbare Zeit an.

Nach Herstellerangaben sind die Daten von Anwendungsbeginn an auch verlässlich. Zwar fehlen zu Beginn noch Daten und Erfahrungswerte, allerdings wird dies ausgeglichen, indem entweder gar nicht oder nur sehr selten grünes Licht angezeigt wird. Sobald der Computer eine ausreichende Anzahl an individuellen Temperaturdaten aufgezeichnet hat, umso sicherer lässt sich die fruchtbare Zeit bei der jeweiligen Nutzerin bestimmen. Deshalb werden mit steigender Anwendungsdauer auch immer mehr Tage im Monat mit einem grünen Licht angezeigt.

Bei der Temperaturmessung ist ein wenig Disziplin erforderlich. Zunächst sollte die Schlafdauer möglichst mindestens fünf Stunden betragen, außerdem sollte die Temperatur am besten zur gleichen Zeit noch im Bett gemessen werden. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus ist allerdings wichtig. Dennoch bieten viele Geräte einen gewissen Spielraum mit einem Zeitfenster von +/- zwei bis drei Stunden verglichen mit der Messung am Vortag.

Auch bei einem unregelmäßigen Zyklus kann ein Temperaturcomputer zum Einsatz kommen. Jedoch kann es hier passieren, dass die Anzahl der unfruchtbaren Tage deutlich geringer ist.

Anwendung eines Hormoncomputers

Hormoncomputer sind vor allem für die Anwendung bei Kinderwunsch geeignet, zur Verhütung einer Schwangerschaft sollten sie eher nicht um Einsatz kommen. Mit dem Hormoncomputer lassen sich vor allem die fruchtbaren Tage genau bestimmen. Die Geräte bestehen aus einem kleinen Handmonitor. Zusätzlich gibt es Teststäbchen, mit denen die Hormonkonzentration im Urin bestimmt wird. Dabei erfolgt der Nachweis des fruchtbarkeitsregulierenden Hormons LH und dem Östrogen Estradiol.

Mit dem ersten Tag der Menstruation wird die Nutzung des Hormoncomputers begonnen. Nun muss jeden morgen vor dem Toilettengang ein Blick auf den Monitor geworfen werden, der mit grünem Licht die unfruchtbaren und mit rotem Licht die fruchtbaren Tage anzeigt. Leuchtet das Licht allerdings gelb, ist ein Urintest mit Morgenurin notwendig.

Im ersten Anwendungszyklus ist dies 16 Mal der Fall, in den folgenden Zyklen nur noch sechs Mal notwendig. Auch der Hormoncomputer muss möglichst immer innerhalb eines bestimmten Zeitfensters erfolgen, der Zeitrahmen kann am ersten Tag des Zyklus festgelegt werden. Auf dem Computer muss ein bestimmter Knopf gedrückt werden, um den Zyklus zu beginnen – der Urintest muss dann je nach Modell in einem gewissen Zeitfenster vor oder nach dem ersten Drücken dieses Knopfes durchgeführt werden.

Der Persona, bei dem es sich um einen reinen Hormoncomputer handelt, der auch für die Verhütung geeignet ist, zeigt im ersten Anwendungszyklus zur Sicherheit zwischen zehn und 22 rote (fruchtbare) Tage an. Sobald das Gerät nach einigen Monaten verschiedene Daten aufgezeichnet hat, werden nur noch etwa sechs bis zwölf rote Tage in einem Zyklus angezeigt.

Der Clearblue, der eher bei bestehendem Kinderwunsch geeignet ist, fordert pro Zyklus mindestens zehn Urintests und hebt die zwei besonders fruchtbaren Tage noch extra hervor. Die fruchtbare Zeit wird mit etwa fünf bis acht Tagen pro Zyklus stärker eingegrenzt.

Anwendung von Kombinationscomputern

Bei Kombinationscomputern werden verschiedene Messmethoden miteinander kombiniert. So muss in der Regel nicht nur die Basaltemperatur direkt nach dem Aufwachen gemessen werden, auch ein Urintest wird durchgeführt. Je nach Hersteller und Modell werden auch Veränderungen des Zervixschleims innerhalb eines Menstruationszyklus berücksichtigt. Auch bei Kombinationscomputern ist die Disziplin der Frau von großer Bedeutung.

Pflege und Wartung eines Zykluscomputers

Zykluscomputer sind in der Regel recht pflegeleicht. Dennoch sollten sie hin und wieder gereinigt werden, denn sie kommen mit dem Körper in Kontakt und nehmen so auch Körperflüssigkeiten an.

Clearblue Fertilitätsmonitor Advanced, 1 Touchscreen-MonitorZur Reinigung von Messsensoren ist lauwarmes Wasser in der Regel ausreichend. Mit aggressiven Reinigungsmitteln sollten die Geräte nicht behandelt werden. Das Gehäuse eines Zyklusmonitors kann mit Glasreiniger leicht feucht abgewischt werden.

Wichtig ist jedoch, dass kein Wasser in das Gerät eindringt, denn zu 100 Prozent wasserdicht sind die Zykluscomputer nicht. Gelangen Flüssigkeiten an die Messsensoren oder ins Innere der Geräte, kann dies zu Fehlfunktionen oder einem Totalausfall führen. Die Einschubschlitze für Teststäbchen lassen sich am besten mit einem leicht befeuchteten Wattestäbchen reinigen.

Im Rahmen der Pflege des Zykluscomputers gilt, dass er nicht in heißen Umgebungen aufbewahrt und auch nicht über längere Zeit praller Sonne oder anderen UV-Strahlungen ausgesetzt werden sollte. Durch zu hohe Temperaturen kann es zu einer Verkürzung der Lebensdauer der Geräte kommen, außerdem werden dadurch möglicherweise die Batterien beschädigt oder bestimmte Kunststoffe verformt oder sogar geschmolzen.

Doch auch in zu kalten Umgebungen sollte die Aufbewahrung von Zykluscomputern nicht erfolgen. Das liegt daran, dass es im Inneren zur Bildung von Feuchtigkeit kommen kann, wenn er sich wieder auf seine normale Betriebstemperatur erwärmt.

Im Zusammenhang mit der Wartung wird auch einmal ein Wechsel der Batterien anstehen. Dies sollte jedoch nie ohne Grund passieren. Erst, wenn der Zykluscomputer einen entsprechenden Hinweis dazu ausgibt, sollte die Batterie nach Anleitung und auch möglichst schnell ausgetauscht werden.

Wird der Zykluscomputer über einen längeren Zeitraum nicht mit Strom versorgt, dann kann es passieren, dass alle bisherigen Daten nicht mehr oder nur noch lückenhaft angezeigt werden. Die Daten bleiben allerdings erhalten, jedoch wartet das Gerät dann auf den ersten Tag der Menstruation zur Synchronisierung mit deinem Zyklus.

Nützliches Zubehör für Zykluscomputer

Clearblue Fertilitätsmonitor Advanced, 1 Touchscreen-Monitor testZykluscomputer werden in der Regel mit der notwendigen Grundausstattung verkauft. Dennoch gibt es einiges an nützlichem Zubehör für die kleinen Messgeräte zur Verhütung und natürlichen Familienplanung. So gibt es für Zykluscomputer Ersatz-Sensoren sowie Ersatz für Netzteile und Netzteiladapter.

Außerdem gibt es USB-Kabel für die Verbindung zum PC und eine entsprechende Software, mit welcher sich die Ergebnisse auf einen PC übertragen lassen. Bei einigen Geräten ist die Software auch schon integriert. Zudem gibt es praktische Aufbewahrungstaschen, in dem die Geräte für den Transport gut gepolstert geschützt werden.

Und für Hormoncomputer sind natürlich die Teststäbchen nicht zu vergessen. Diese müssen regelmäßig gekauft werden, um die Urintests durchzuführen.

Alternativen zum Zykluscomputer

Der Zykluscomputer steht für eine hormonfreie Verhütung oder wird bei Kinderwunsch eingesetzt. Je nachdem, für welchen Anwendungsbereich er genutzt wird, gibt es unterschiedliche Alternativen.

Alternativen bei Kinderwunsch

Frauen mit Kinderwunsch können neben dem Zykluscomputer auch einen ganz herkömmlichen Ovulationstest verwenden.

Das Funktionsprinzip ist ähnlich wie beim Zykluscomputer, mit dem die Hormonkonzentration im Urin gemessen wird.

Generell gilt: Ein bis zwei Tage vor dem Eisprung und am Tag des Eisprungs ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, am größten. Bei herkömmlichen Ovulationstests, die einem Schwangerschaftstest ähnlich sind, wird die Konzentration von des LH-Hormons im Urin gemessen. Das Hormon ist etwa 24 bis 36 Stunden vor dem Eisprung stark erhöht, was mit Hilfe des Ovulationstests angezeigt wird.

Die Anwendung eines solchen Ovulationstests ist dabei absolut unkompliziert. Wichtig ist, die Länge des durchschnittlichen Zyklus sowie den ersten Tag der letzten Periode zu kennen. Etwa ab dem elften Zyklustag kann mit dem Ovulationstest der Urin kontrolliert werden. Bereits innerhalb von fünf Minuten wird das Ergebnis angezeigt.

Die Tests sollten solange durchgeführt werden, bis die fruchtbaren Tage eintreten. Bestenfalls wird der Test mit Morgenurin durchgeführt, mindestens sollte vorher nicht übermäßig viel getrunken worden sein und der letzte Toilettengang sollte etwa vier Stunden zurückliegen.

Ovulationstests sind in jeder Apotheke oder auch in Drogeriemärkten und im Internet erhältlich. Es gibt sowohl klassische Teststäbchen und –streifen als auch digitale Ovulationstests.

Alternativen für die hormonfreie Verhütung

Eine Verhütung ohne Hormone mit einem Zykluscomputer basiert in der Regel auf der Methoden der Temperaturmessung, der Hormonmessung und auch der Beobachtung des Zervixschleims. Diese Methoden gehören der natürlichen Familienplanung an und helfen dabei, die fruchtbaren von den unfruchtbaren Tagen der Frau zu unterscheiden.

Weiterhin gibt es so genannte Barrieremethoden, Intrauterinpessare sowie so genannte „unsichere“ Verhütungsmethoden.

Barrieremethoden

Von Barrieremethoden wird gesprochen, wenn ein bestimmtes Verhütungsmittel dazu beiträgt, die Spermien auf ihrem Weg zur befruchteten Eizelle zu behindern. Das „Hindernis“ können die Spermien nicht „umgehen“.

Der Vorteil von Barrieremethoden zur Verhütung einer Schwangerschaft ist, dass sie nur zum Einsatz kommen, wenn sie wirklich benötigt werden. Ansonsten muss nicht daran gedacht werden. Der Nachteil hingegen ist, dass diese Verhütungsmittel natürlich auch immer griffbereit sein sollten – sowohl zu Hause als auch unterwegs.

Zu den Barrieremethoden gehören

  • Kondome
  • Spermizide
  • Diaphragma

Kondome sind unter den hormonfreien Verhütungsmethoden der Klassiker und kommen schon seit Jahrhunderten zum Einsatz. Erhältlich sind sie in verschiedenen Größen, Wandstärken und mit unterschiedlicher Beschichtung. In der Anwendung sind sie einfach, zudem sind sie preisgünstig. Der Pearl-Index liegt zwischen zwei und zwölf. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass Kondome auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen.

Spermizide werden in Form von Gel, Cremes, Scheidenzäpfchen, Schaum, einem Vaginalfilm oder auch mit beschichteten Kondomen verwendet. In ihnen sind Substanzen wie Nonoxynol-9, Menfegol oder auch Octoxynol-9 enthalten. Diese töten die Spermien ab, bevor sie zur Eizelle vordringen können. Sie eignen sich allerdings nicht zur alleinigen Verhütung und sollten bestenfalls mit einer anderen Barrieremethode kombiniert werden. Zudem kann es zu Reizungen oder einem Wärmegefühl an Vaginalschleimhaut und/oder Penis kommen. Der Pearl-Index liegt zwischen drei und 21.

Beim Diaphragma (auch als Scheidenpessar bezeichnet) handelt es sich um eine runde weiche Kappe aus Silikon oder Latex. Vor dem Sex wird das Diaphragma in die Scheide eingelegt und verschließt so den Muttermund. Dadurch wird das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter verhindert. Da das Diaphragma allein nicht ausreicht, um eine Schwangerschaft zuverlässig zu verhindern, ist die zusätzliche Anwendung von Spermiziden notwendig. Für einen Zeitraum von mindestens acht Stunden nach dem Sex muss das Diaphragma noch in der Scheide bleiben. Die Zuverlässigkeit ist zudem abhängig vom Sitz, weshalb es nicht ohne eine vorherige Anpassung und Beratung verwendet werden sollte. Der Pearl-Index unter Verwendung von Spermiziden liegt bei zwei bis vier, ohne Spermizide liegt er zwischen zehn und 15.

Intrauterinpessare (IUP)

Bei Intrauterinpessaren handelt es sich in der Umgangssprache um Spiralen, welche zur Verhütung einer Schwangerschaft in die Gebärmutter eingesetzt werden. Eine Unterscheidung erfolgt in Hormon- und in Kupfer- (Kupfer-Gold-Spiralen). Als hormonfreie Verhütungsalternative zum Zykluscomputer kommt nur die Kupfer- (Kupfer-Gold-Spirale) in Betracht, denn sie gibt keine Hormone ab.

Kupferspiralen bestehen aus einem Plastik-Gebilde, welches entweder mit feinem Kupferdraht oder einer Kupfer-Gold-Legierung umwickelt ist. Kupferspiralen, die mit Gold versehen wurden, tragen zum einen für eine bessere Sichtbarkeit im Ultraschall bei und sorgen zudem für eine längere Haltbarkeit des Kupfers bei.

Bislang ist das Prinzip der Wirkung der Kupferspirale noch nicht eindeutig geklärt. In der Diskussion sind immer wieder unterschiedliche Mechanismen.

So wirken Kupferionen auf Spermien hemmend und auch toxisch, die Lebensdauer und auch die Beweglichkeit dieser werden dadurch herabgesetzt. Dabei bleibt die Wirkung von Kupfer lokal auf Gebärmutter, Eileiter und Zervix begrenzt, so dass keine erhöhte Serumkonzentration an Kupferionen nachweisbar ist.

Als Fremdkörper verursacht die Kupferspirale zudem sterile entzündliche Reaktionen in der Schleimhaut der Gebärmutter, aufgrund der dadurch entstehenden veränderten Beschaffenheit wird die Einnistung verhindert. Spiralen mit Kupfer-Gold-Legierungen sollen zudem die Orientierungsfähigkeit der Spermien herabsetzen können, so dass auch die Befruchtung eines Eis verhindert wird.

Kupferspiralen können auch noch fünf Tage nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr als „Spirale danach“ eingesetzt werden und so als Notfallverhütung zum Einsatz kommen. Je nach Hersteller liegt die Nutzungsdauer einer Kupferspirale zwischen drei und fünf Jahren und weist einen Pearl-Index von 0,3 bis 0,8 (Kupfer-Gold-Spirale: 0,5 bis 1,0) auf. Die Kupferkette kann sogar einen Pearl-Index von 0,1 bis 0,3 aufweisen.

Die „unsicheren“ Verhütungsmethoden

Verhütungsmethoden, die zwar ohne Hormone auskommen, aber auch nicht als sicher gelten, wenn es um die Empfängnisverhütung geht, sind eher in der natürlichen Familienplanung sinnvoll, aber nicht zur Verhütung einer Schwangerschaft geeignet. Hierzu gehören die Kalendermethode und der „Coitus interruptus“.

Die Kalendermethode (auch als Rhythmus- oder Knaus-Ogino-Methode bezeichnet) gilt nicht unbedingt als zuverlässig, wenn es darum geht, die fruchtbaren Tage zu ermitteln. Bei der Kalendermethode werden über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten die eigenen Zyklen dokumentiert. Aus dem kürzesten und dem längsten Zyklus werden dann die fruchtbaren Tage berechnet. Der Pearl-Index der Kalendermethode liegt bei 15 bis 40.

Auch der Coitus interruptus, vereinfacht gesagt das „Aufpassen“ oder der „Rückzieher“ ist nicht wirklich sicher. Der Mann zieht dabei noch vor dem Orgasmus den Penis aus der Scheide der Frau, so dass der Samenerguss außerhalb stattfindet.

Der Pearl-Index zwischen acht und 38 zeigt aber, dass diese Methode nicht zuverlässig ist, wenn es um Empfängnisverhütung geht. Das liegt auch daran, dass bereits vor der Ejakulation Spermien in der Scheide landen können und Männer es nicht immer rechtzeitig schaffen, den Penis herauszuziehen.

Weiterführende Links & Quellen

Verhütungscomputer

Natürliche Verhütung mit einem Verhütungscomputer

Wie funktioniert der Verhütungscomputer?

Zykluscomputer bei Kinderwunsch und zur Verhütung

Zykluscomputer – welche Modelle gibt es eigentlich?

Lady Comp

So funktionieren Zyklus-Computer

Welche Verhütungscomputer gibt es?

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