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Sicherheitshinweise für den Umgang mit IPL Geräten

DIpl Geraete Ratgeber 03 Sicherheitshinweiseie Entfernung von Haaren mittels IPL-Technologie ist sehr beliebt, weshalb es am Markt immer mehr Geräte gibt, die für den Heimgebrauch eingesetzt werden können. Auch wenn diese nicht für eine dauerhafte Haarentfernung sorgen, können sie bei regelmäßiger Anwendung das Wachstum der Haare stoppen. Sobald die Behandlung jedoch ausbleibt, wachsen auch die Haare weiter. Trotz der Tatsache, dass die Geräte für den Heimgebrauch geeignet sind, wird immer wieder vor dem sorglosen Umgang mit IPL-Geräten gewarnt.

Zwar sind die mehrere Hundert Euro teuren Geräte zur Entfernung der Haare im freien Handel erhältlich, dennoch wird oft geraten, die Behandlung mit Laser- oder Blitzgeräten von ausgebildetem Fachpersonal vornehmen zu lassen.

Die Hersteller sind jedoch der Meinung, dass bei sachgemäßer Anwendung die IPL-Geräte in ihrer Anwendung auch sicher sind. Doch was genau bedeutet in diesem Fall „sachgemäß“?

Sachgemäß besagt, dass beim Umgang mit IPL-Geräten bestimmte Dinge einzuhalten sind. So ist die Anwendung in bestimmten Fällen nicht vorgesehen, es sollten zudem weitere Regeln beachtet werden.

Grundsätzlich gilt: Auf Tätowierungen, Narben sowie größeren dunklen Leberflecken und Muttermalen sollte keine Behandlung mit einem IPL-Gerät erfolgen.

Die Geräte sind ansonsten aber für jeden Körperstelle geeignet. Allerdings sollte immer auf die mitgelieferte Gebrauchsanweisung geachtet werden. Zudem ist während Schwangerschaft und Stillzeit auf die Anwendung solcher Geräte zu verzichten. Auch was Sonnenbäder oder den Gang ins Solarium angeht, gibt es Einschränkungen, um Hautreizungen zu vermeiden.

Wie sicher ist die IPL-Technologie für die Haut?

10 8 Homedics Ipl Geraet Ipl Hh150 Eu DuoBereits seit mehr als 25 Jahren gibt es professionelle IPL-Behandlungen. In zahlreichen Untersuchungen konnte herausgestellt werden, dass diese Behandlungen zur Haarentfernung weder ein Risiko für Hautkrebs noch für Fruchtbarkeitsprobleme darstellen. Auch schwerwiegende Nebenwirkungen oder Schädigungen durch Langzeitnutzung sind bislang nicht bekannt.

Für den Heimgebrauch haben die Hersteller ihre Geräte so angepasst, dass sie sicher und effektiv eingesetzt werden können. Die IPL-Geräte erfüllen in der Regel sämtliche Sicherheitsbestimmungen, welche für private elektronische Geräte gelten. Dennoch ist es unbedingt notwendig, ein IPL-Gerät immer entsprechend den Anweisungen des Benutzerhandbuchs anzuwenden.

Eigentlich alle Geräte verfügen über ein Sicherheitssystem, welches dafür sorgt, dass Lichtblitze nur bei vollständigem Aufliegen auf der Haut abgegeben werden. Mit einem integrierten UV-Filter wird sichergestellt, dass das Licht nur auf die Haare wirkt und nicht auf die Haut. Bei zu dunkler Haut wird durch einen verbauten Farbsensor verhindert, dass es zu einer Lichtabgabe kommt.

Müssen bei Gesichtsbehandlungen besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden?

AugenDie Haut im Gesicht ist nicht nur deutlich empfindlicher, sondern wird auch dem Sonnenlicht stärker ausgesetzt. Die meisten IPL-Geräte verfügen über einen speziellen Aufsatz für das Gesicht, welcher über einen UV-Filter verfügt, der zur Verhinderung von Hautschäden beiträgt.

Zur Sicherheit sollten Anwender eines IPL-Gerätes vorab immer den Hauttyp prüfen, um so die richtige Einstellung für eine effiziente, aber trotzdem sanfte Behandlung zu finden. Gerade der Bereich um die Augen ist im Gesicht sehr empfindlich, weshalb die Hersteller die Anwendung eines IPL-Geräts meist nur unterhalb der Wangenknochen empfehlen. So kann das Risiko einer Schädigung der Augen ausgeschlossen werden.

IPL-Geräte, welche auch für die Behandlung von Gesichtspartien ausgelegt sind, werden aber generell im Hinblick auf ihre Sicherheit so entwickelt, dass sie für die Augen nicht gefährlich sind. Dies liegt auch daran, dass die Lichtabgabe nur erfolgt, wenn das Gerät vollständig auf der Haut aufliegt. Das ist bei den Augen nicht der Fall. Dennoch sollte eine Behandlung im Augenbereich nicht erfolgen, auch nicht zur Entfernung der Augenbrauen.

In der Regel ist ein Schutz der Augen während der IPL-Behandlung nicht notwendig, wenn diese in einem hellen Raum durchgeführt wird. Dennoch wird oft die Verwendung einer IPL-Schutzbrille empfohlen, da durch die hellen Blitze auch die Augen gereizt werden können. So lässt sich trockenen, juckenden, gereizten oder auch tränenden Augen vorbeugen. Eine handelsübliche Sonnenbrille ist hierfür aber eher ungeeignet.

Auch wenn sie nicht jeder benötigt: Eine IPL-Brille ist durchaus sinnvoll. Die Blitze sind sehr hell und je nach Empfindlichkeit der Augen kann dies schnell zu Kopfschmerzen führen.

Mögliche Nebenwirkungen einer IPL Behandlung

SunburnImmer wieder wird in der Ärztezeitung gewarnt, dass eine Selbst-Enthaarung mit IPL gewisse Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringt. Dennoch liegt diese Methode der Haarentfernung im Trend, am Markt gibt es eine große Auswahl an entsprechenden Blitzlampen mit Intense-Pulsed-Light (IPL)-Technologie. Doch die Warnung vor unsachgemäßer Handhabung entsprechender Geräte ist durchaus eindringlich, die Kritik geht vor allem in Richtung fehlende Warnhinweise und fehlende fachärztliche Kontrolle.

Das größte Problem sehen Ärzte und Fachleute immer noch darin, dass beim Heimgebrauch von IPL-Geräten jegliche Kontrolle fehlt. So ist es schwierig, die richtige Dosierung zu finden. Es kann zum Risiko der Unter- aber auch Überdosierung kommen. Zudem fehlt eine ärztliche Diagnostik. Eine möglicherweise krankhafte Ursache für einen übermäßigen Haarwuchs wird dann oft übersehen. Oder aber es werden Hautbereiche und Hautveränderungen bestrahlt, bei denen es aufgrund der Bestrahlung zu einem gesundheitlichen Risiko kommen kann.

Risiko der Unterdosierung: Haare ergrauen

Wenn das Licht des IPL-Geräts im Rahmen der Behandlung zu Hause zu schwach ist, dann wird in den Haaren nur das Melanin zerstört. Das Haarfollikel selbst bleibt jedoch erhalten. Die „Nebenwirkung“: Das Haar ergraut und anstatt eines dicken dunklen befindet sich an der Stelle ein dickes graues Haar.

Risiko der Überdosierung: Lichtschäden, Verbrennungen und das Risiko für Hautkrebs

SommersprossenDa Intense-Pulsed-Light (IPL) in Intensität und Gefährlichkeit mit Laserlicht vergleichbar ist, kann es bei einer Überdosierung während der Behandlung mit einem IPL-Gerät zu Verbrennungen auf der Haut kommen. Für Laserlicht gelten allerdings sehr strenge Auflagen in Bezug auf die Sicherheit, für die IPL-Technologie fehlen derartige Auflagen jedoch.

Werden neben den Haaren auch Pigmentstörungen wie Muttermale oder andere Pigmentflecke mit behandelt, kann es Dermatologen zufolge zur Bildung eines malignen Melanoms kommen. Das Risiko für Hautkrebs ist also erhöht.

Weiterhin kann es zu Verbrennungen betroffener Hautstellen kommen, wenn das Licht in zu hoher Dosis auf die Hautbereiche trifft. Die Verbrennungen äußern sich dann durch Rötungen oder auch Bläschen, welche mitunter sehr schmerzhaft sein können.

Dunkle Hauttypen anfällig für Pigmentstörungen

Vor allem dunklere Hauttypen sind aufgrund der Behandlung mit IPL-Geräten im Heimgebrauch gefährdet, Hyper- oder Hypopigmentierungen zu entwickeln. Es sollte deshalb nicht nur die Sonne gemieden und ein großzügiger Sonnenschutz mit LSF 50 verwendet werden, sinnvoll ist auch eine Probellaserung an einer kleinen und unauffälligen Körperstelle. So kann die geeignete Energie für den jeweiligen Hauttyp gefunden werden. Auch lässt sich so besser erkennen, ob es durch die Behandlung zu unerwünschten Pigmentstörungen der Haut kommt.

Fehlende fachärztliche Diagnostik und Kontrolle ist ein Problem

DoktorBevor eine Enthaarung mit einem IPL-Gerät durchgeführt wird, ist es wichtig, dass sichergestellt wird, dass kein Hautkrebs oder andere Beschwerden vorliegen. Auch bei zu vielen Muttermalen ist eine IPL-Behandlung nicht indiziert. Wer dennoch eine IPL-Behandlung – ganz egal ob im Kosmetikstudio oder zu Hause – in Erwägung zieht, sollte also zu einem Dermatologen gehen und diesen beurteilen lassen, ob für die vorhandenen Hautmale das Risiko einer Entartung entsteht oder ob nicht sogar schon gefährliche Veränderungen vorliegen und eine Bestrahlung mit IPL-Technologie das Risiko erhöht.

Auch zur Beurteilung der Ursache für die störende Behaarung ist eine fachärztliche Diagnostik und Kontrolle entscheidend, denn ein vermehrtes Haarwachstum kann durchaus auch krankheitsbedingt sein. So können endokrinologische Erkrankungen (z. B. Nebennierenrindenerkrankung), Störungen des Hormonhaushalts oder auch PCOS (polyzystischens ovarielles Syndrom) Ursache für ein vermehrtes Wachstum von Haaren sein.

Keine strenge Regulierung der Geräte

Dermatologen verwenden IPL-Geräte für einen ähnlichen Zweck wie Lasergeräte. IPL-Geräte emittieren dabei – anders als Laser – ein breites Spektrum an Licht, anstatt einer definierten Wellenlänge. Vorsatzlinsen tragen dazu bei, dass aus dem breiten Lichtspektrum dann auch das Filtern der gewünschten Lichtwellenlänge ermöglicht wird.

Verglichen mit der Lasertechnologie hat die IPL-Technologie natürlich Vor- und Nachteile, Ärzte entscheiden sich deshalb oft bewusst für die eine oder die andere Technologie.

Doch die Verwendung von IPL-Geräten hat einen entscheidenden Nachteil: Es gibt zur Nutzung keinerlei gesetzliche Regelungen, während die Nutzung von Laser-Geräten an sehr viele strenge Auflagen gebunden ist.

Laser 1Während also bei Lasertechnologie beispielsweise ein Laserschutzkurs absolviert werden muss oder die Geräte den Anforderungen der Medizingeräteverordnung (MedGV) entsprechen und auch regelmäßig gewartet werden müssen, ist dies bei IPL-Geräten anders. Dermatologen dürfen auch erst nach Laser- und Laserschutzkursen sowie etwa 200 Laserbehandlungen und fachkundiger Anleitung selbstverantwortlich Laserbehandlungen durchführen.

Die Richtlinien für den Einsatz von IPL-Geräten sind weitaus nicht so streng. Deshalb können derartige Geräte auch an Laien verkauft werden, obwohl die Verwendung aufgrund des breiten Lichtspektrums mitunter sogar gefährlicher sein kann, als die Anwendung eines Lasers. Somit sind die Risiken eine IPL-Behandlung oft sogar höher, als bei einer Laserbehandlung.

Was Ärzte empfehlen

Viele Dermatologen raten vom Kauf und der Anwendung von IPL-Geräten für den Heimgebrauch ab. Wer sich allerdings trotz der möglichen Risiken in einem Kosmetikstudio damit behandeln lassen möchte, sollte vorab einen Hautarzt aufsuchen, um mögliche Risiken für seinen Hauttyp abzuklären und außerdem darauf achten, dass es sich um qualifiziertes Personal handelt, welches die IPL-Behandlung durchführt. Vor allem bei Kosmetikstudios, welche gezielt die Behandlung von Muttermalen oder Pigmentflecken bewerben, sollten eher kritisch betrachtet werden.

Viele Arztpraxen verfügen mittlerweile auch über IPL-Geräte. Von einer sicheren Behandlung kann ausgegangen werden, wenn sie unter fachärztlicher Aufsicht erfolgt. Bei Dermatologen werden IPL-Geräte nicht nur für die Entfernung von Haaren eingesetzt, sondern kommen auch für andere Probleme wie beispielsweise Rosacea zum Einsatz.

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