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Repeater mit externer Antenne nutzen - geht das?

Sie möchten in einem Wohnhaus mit zwei oder mehr Etagen ein WLAN-Netzwerk nutzen, auch auf der Terasse, in der Garage oder im Gartenhaus wünschen Sie sich Internetzugang. Doch meist kommen Sie nicht so weit. Funkwellenreflexionen, dicke Wände mit Stahlträgern und elektromagnetische Störquellen bremsen die standardmäßige 300 m Reichweite des Funksignals schon weit vorher aus.

Zuerst die Ausrichtung der Antennen prüfen

Mit dem Standort des Routers steht und fällt die Leistung Ihres WLAN-Netzwerks. Um die beste Position im Haus herauszufinden, können Sie das Gratis-Tool “Ekahau HeatMapper” downloaden.

Anschließend nehmen Sie das WLAN-Notebook unter den Arm und laufen systematisch durch die Räume. Mit einem Linksklick speichert das Tool die Stärke des WLAN-Signals an dieser Stelle. Je mehr Messpunkte Sie erstellen, um so eine genauere Karte generiert der HeatMapper. Darauf wird die beste Empfangsqualität grün dargestellt, ungünstige Positionen werden rot markiert.

Bevor Sie eine externe Antenne anschließen, können Sie durch veränderte Ausrichtung der zwei oder drei installierten Antennen probieren, ob sich das Funksignal verbessert. Konfigurieren Sie Router oder Repeater zudem auf größere Entfernungen abzudecken und das Signal stärker durch Wände hindurchzufunken.

  • Wenn der Repeater die Endgeräte auf der gleichen Etage erreichen soll, ist eine horizontale Ausrichtung optimal. Dabei steht das Gerät flach auf dem Untergrund, die mittlere Antenne zeigt senkrecht hoch, die beiden äußeren Antennen zeigen im 45°-Winkel nach außen. Bei zwei Antennen zeigen beide Antennen so nach außen.
  • Bei vertikaler Ausrichtung des Routers an der Wand sind WLAN-Clients oberhalb und unterhalb des Routers (auf angrenzenden Etagen) besser erreichbar. Drehen Sie die Antennen senkrecht sowie waagrecht.

Eine externe Antenne verstärkt das Funksignal

Eine externe Antenne kann die Reichweite deutlich erhöhen. Im Online-Handel und in Elektronik-Märkten sind preiswerte Antennen zum Nachrüsten des Repeaters mit Leistungsgewinn von 3 dB bis 25 dB erhältlich.
Die Preise beginnen um die 10 Euro. Mit einer 10 dB Antenne erweitert sich die Reichweite theoretisch auf etwa 800 Meter.

Zur Erhöhung der Reichweite müssen die zugehörigen Antennen des Routers abschraubbar sein. Die Buchse muss den RP-SMA-Standard entsprechen, was bei Desktop-PCs und Routern der Fall ist. Diese erkennen Sie an goldfarbenem Stecker und Schraubgewinde.

Mobile Geräte wie Notebooks hingegen besitzen eine integrierte Antenne, die sich nicht austauschen lässt.

Es gibt zwei Arten von WLAN-Antennen

An Routern sind eine oder mehrere omnidirektionale Stummelantennen montiert. Diese Rundstrahl-Antennen geben die Funkwellen im 360°-Winkel ab. Die beste Abdeckung erzielt die Montage an einer zentralen, möglichst hohen Position montiert. Diese Antenne eignet sich, um eine Etage mit dem Funksignal zu versorgen. Die technische Strahlungsstärke entspricht 0 dBi Leistungsgewinn, da die Funkwellen mit gleicher Feldstärkeabgegeben werden.

Richtfunk-Antennen bündeln das Signal und lenken es in eine bestimmte Richtung. Innerhalb des schmalen Richtstrahls verstärkt sich die Leistung enorm, außerhalb dieses Korridors verringert sich die Signalstärke.
Den Leistungsgewinn innerhalb des Sendebereichs erkennen Sie an der dBi-Angabe des Herstellers. Als Faustregel gilt: Je enger der Leitstrahl ist, um so höher ist der Leistungsgewinn in ihm. Eine Richtstrahl-Antenne rentiert sich, wenn PC und Router weit auseinander stehen.

Eine dritte Möglichkeit der WLAN-Signalverstärkung bieten Sektor-Antennen. Diese vereinen die Vorteile von Richt- und Rundstrahl-Antennen. Ihr Funkkorridor ist kleiner als bei der Rundstrahl-Antenne, jedoch breiter als bei Richtantennen. Diese Ausführung empfehlen wir, falls der Router nicht zentral positioniert ist, sondern in einer Zimmerecke steht. Damit erreicht das Funksignal in ausreichender Stärke die umliegenden Räume.

Welche Frequenz nutzt der Router?

Die externe Antenne arbeitet nur, wenn sie die gleiche Frequenz wie das WLAN unterstützt. Schauen Sie vor dem Kauf einer Antenne in der Konfigurationsseite des Routers nach, ob es sich um Dual-Band oder Mono-Band mit 2,4 GHz oder 5 GHz handelt. Dual-Band-Modelle unterstützen beide Frequenzen, Mono-Band-Ausführungen nur eine. Diese Angaben finden Sie gewöhnlich auch in der Anleitung.

Sind die Frequenz und die Anschluss-Art bekannt, können Sie eine externe Antenne anschließen. Die Verbindung bildet ein Koaxialkabel. Beachten Sie, das die Kabellänge möglichst kurz gehalten werden sollte – Länge frisst Leistung.

Starke Richtantennen erzeugen innerhalb der Wohnung störende Funk-Reflexionen, die beispielsweise das Fernsehschauen beeinträchtigen können. Der Gesetzgeber beschränkt zudem die Funkleistung: Die Höchstwertedürfen 100 mW in der 2,4-GHz-WLAN-Frequenz sowie 500 mW innerhalb der 5-GHz-WLAN-Frequenz nicht überschreiten.

Falls die externe Antenne keine Verbesserung bringt, kann dies an dem verwendeten Funkstandard des Routers liegen. Dieser nennt sich “Multiple Input Multiple Output”(MIMO)und nutzt mehrere Antennen, die auf die werksseitige Software des Routers abgestimmt stets das beste Signal selektiert.

Die Alternative zur Antenne: Ein USB-Adapter

Falls Ihnen der Umgang mit Funktechnik und Frequenzen zu kompliziert ist, steht noch eine weitere Möglichkeit zur Leistungsverbesserung bereit: Erhöhen Sie einfach die Empfangsleistung des Endgeräts, anstatt die Sendeleistung der Antenne. Am Beispiel eines Laptops ist es einfach erklärt. Die integrierte Antenne kann nicht die optimale Empfangsqualität erbringen, da sie erstens von einem Metallgehäuse abgeschirmt ist und sich zweitens nicht justieren lässt.

Erhöhte Leistung bringt ein kleiner USB-WLAN-Adapter, der bereits unter zehn Euro erhältlich ist. Flexibler ist ein WLAN-Stick mit einer beweglichen Stummelantenne. Auch dieser wird über einen USB-Port installiert.
Damit sind weitere Optionen verbunden, so können Sie ohne Router mit dem Laptop einen Hotspot einrichten oder beide Frequenzen nutzen.

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