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MTB Fullys im Test auf ExpertenTesten.de
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MTB Fully Test 2021 • Die 6 besten MTB Fullys im Vergleich

Das schon seit Jahrzehnten international geläufige und viel genutzte Kürzel MTB-Fully steht für den englischen Ausdruck „Full Suspension“ und bezieht sich bei Mountainbikes auf deren umfassende Vollfederung von Rahmen sowie Vorder- und Hinterrad mit unterschiedlichen Federungssystemen in Abgrenzung zur MTB-Variante Hardtail, bei der nur das Vorderrad über eine Feder- bzw. Teleskopgabel verfügt.

MTB Fully Bestenliste  2021 - Die besten MTB Fullys im Test & Vergleich

MTB Fully Test

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Was ist MTB-Fully bzw. Full Suspension und wie funktioniert es?

Was ist ein MTB-Fully Test und Vergleich?Als Fully bzw. Full Suspension (vollgefedert) oder Dual Suspension (doppelt gefedert) wird ein Mountainbike bezeichnet, das sowohl mit einer Vorder- als auch Hinterradfederung ausgestattet ist. Die vordere Federung ist in der Regel eine Teleskopgabel, ähnlich der bei einem Motorrad, und die hintere Federung erfolgt über ein mechanisches Gestänge mit Komponenten zur Stoßdämpfung. Alle Mountainbike-Federungen, ob Gabel oder Dämpfer, haben zwei Hauptfunktionen, die von der Feder und dem Dämpfer ausgeführt werden. Die Feder bietet in erster Linie Widerstand, während der Dämpfer die Kontrolle über diesen Widerstand übernimmt. Es gibt zwei Arten von Federn: Luft- und Schraubenfedern.

Heute sind Erstgenannte meist die vorherrschende Form bei Fully-Mountainbikes aller Preis- und Qualitätsklassen, da sie nur geringes Gewicht aufweisen sowie präzise Justierbarkeit der Dämpferpumpe für individuell gewünschten Luftfederwiderstand bieten.
Bei Ausführungen von Fullys mit Schraubenfedern bestehen diese aus Stahl oder Titanstahl, die naturgemäß schwerer sind als Luftfedern. Für die Federung des Hinterbaus beim Fully-MTB existieren in Hinsicht auf Gewicht, Kinematik und Preis unterschiedliche Bauformen, von denen der Ein- und Viergelenker sowie VPP-Hinterbau die Bekanntesten sind. Viele MTB-Fullys sind auch mit gefederten Sattelstützen ausgestattet.

Diagramm zum Preis-Leistungs-Verhältnis der MTB Fullys

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Welche Arten von MTB-Fullys bzw. Full Suspension-Überkategorien gibt es?

Welche Arten von MTB-Fullys gibt es in einem Testvergleich?Die Vorderradfederung wird häufig mit einer Teleskopgabel realisiert. Die Besonderheiten der Federung hängen von der Art des Mountainbikens ab, für die die Gabel ausgelegt ist, und werden meist nach der Höhe des Federwegs kategorisiert. Es gibt Gabeln für Cross-Country, Downhill, Freeride und Enduro mit jeweils unterschiedlichen Anforderungen an Federweg, Gewicht, Haltbarkeit, Festigkeit und Fahrverhalten. Teleskop-Federgabeln und der verfügbare Federweg sind immer ausgereifter bzw. größer geworden. Heute sind für Cross-Country 80-100 mm und für Downhill 200 mm oder mehr Federweg üblich.

Manche Hersteller von MTB-Fullys haben im Laufe der Zeit diverse Alternativen zur Teleskopgabel entwickelt. Eine Variante ist der in den Gabelschaft eingebaute Stoßdämpfer („HeadShok“) samt einseitiger Gabel mit nur einem Standbein („Lefty“) von Cannondale sowie flachen statt runden Rohren auf Nadellagern statt Buchsen für geringes Gewicht, mehr Steifigkeit und besseres Fahrgefühl. Von BMW, Proflex (Girvin) und Whyte gibt es Federgabeln mit Viergelenksystem. Für die Hinterradfederung heute gängige Bausysteme sind:

  • der „Horst-Link“ unter oder vor der Hinterradnabe
  • der wartungsarme, aber Federweg imitierende „Softtail“
  • miteinander verbundene, aber für Wippen anfällige Tretlager und Hinterachsen („Unified Rear Triangle URT“)
  • die Einpunktaufhängung bzw. Single-Pivot-Federung mit guter Steifigkeit, aber hohem Gewicht.

Weitere Kategorien für MTB-Fullys sind:

  • „Short link four-bar“ (kurzer Viergelenker) für erhöhte Steifigkeit des Hecks
  • „Virtual Pivot Point“ (VPP-Federung) mit Kettenstrebenverlängerung
  • „Living Link“ mit Karbonfaser-Blattfeder statt unterem Drehgelenk für bessere Stabilität
  • „DW-Link“ (Viergelenker mit zwei kurzen rotierenden Gliedern)
  • „Switch-Link“ für verbesserten Hinterachsenweg
  • „Full Floater“ für feinere Abstimmung der Federungskinematik
  • „Equilink“ mit Sechsgelenk-Federung für exakte Tretleistung in jeder Gangkombination.

Diese Vor- und Nachteile schildern Kundenrezensionen von MTB-Fullys häufig

Vorteile aus einem MTB-Fully TestvergleichIm Internet finden sich unzählige Amazon-Rezensionen und Produkttests von Bloggern, in denen die häufigsten Vor- und Nachteile von Fully-MTBs teils äußerst ausführlich erläutert und geschildert werden. Angesichts der überwältigenden Auswahl an Produzenten sowie Marken und Bauweisen von Fullys können hier schon aus Platzgründen nur die jeweils am häufigsten kritisierten Nachteile sowie die oftmals gelobten Vorteile von Fullys gegenüber Hardtails aufgeführt werden.

Als einer der größten Nachteile in Fully-Vergleichen und Tests taucht speziell der deutlich höhere Preis für Fullys auf, der in Abhängigkeit der jeweiligen Ausstattung oft das Doppelte des Preises für ein Hardtail beträgt. Eng verbunden mit der höheren Anzahl an ggf. teuren Komponenten bei MTB-Fullys ist auch deren bis zu mehreren Kilos schwereres Gewicht. Gemeinsam mit der somit größeren Anfälligkeit für Schäden und dem erhöhten Wartungsaufwand für teils anspruchsvoll konstruierte sowie nicht immer und überall erhältliche Ersatzteile ist das hohe Gewicht auf glatten Trails und in einfachem Terrain sowie für Anfänger und Einsteiger auch wegen der relativen Schwergängigkeit von Fullys hinderlich und als Nachteil anzusehen.

Insbesondere im unwegsamen Gelände für All Mountain, Cross-Country, Enduro, Freeride, Dirt Jump und Downhill sorgen Fully-MTBs mit Vorder- und Hinterradfederung jedoch für ruhigeres Fahrverhalten sowie spürbar mehr Fahrkomfort vor allem bei Abfahrten. Weitere Vorteile von Fullys sind höhere Stabilität und Geschwindigkeit, da die doppelte Radfederung Schlaglöcher besser ausgleicht.

So werden MTB-Fully-Anbieter getestet: Fullys auf „Herz und Nieren“ gründlich geprüft

Nach diesen Testkriterien werden MTB-Fullys bei uns verglichenDie am häufigsten in Modell-Tests sowie Vergleichen von Fully-MTBs bzw. Mountainbikes mit Full Suspension (Vollfederung) gelisteten Produktmerkmale und Testkriterien beziehen sich in der Regel auf Art und Weise sowie Grad und Zuverlässigkeit der Federung. Hierbei wird die Vollfederung der Räder sowohl in Laboren manuell sowie mechanisch als auch in unterschiedlichem Gelände getestet und deren Verbindung mit anderen Eigenschaften von vollgefederten Mountainbikes wie Geschwindigkeit, Haltbarkeit, Lebensdauer und Stabilität eingestuft.

In Anlehnung an die aktuell übliche Unterscheidung in fünf verschiedene Typen von MTB-Fullys nach ihrem jeweiligen Federweg werden diese folgendermaßen getestet:

  • Bei XC/Cross Country Fully-MTBs mit 80-120 mm Federweg sind geringes Gewicht sowie einfache und robuste Konstruktion die wichtigsten Merkmale und Kriterien.
  • Trail-MTBs mit 120-140 mm sind die größeren sowie schwereren Brüder der XC-Fullys, die jedoch auch komfortabler sind.
  • AM/All Mountainbikes mit 140-160 mm verfügen über vergleichsweise mehr Gewicht und sind für Ganztagestouren im Gebirge gut geeignete Allrounder, die den unterschiedlichen Anforderungen im Gelände gut gerecht werden müssen.
  • Enduro-Fully-MTBs mit 150-180 mm sind ebenso tourentauglich wie vielseitig, aber eher auf rasante Abfahrten hin konzipiert.
  • DH/Downhill-MTBs mit 180-220 und mehr Millimetern tragen ihre Eignung und bedeutendstes Merkmal schon im Namen: Mit ihnen geht es über „Stock und Stein“ steile Berge und Hügel herunter, wofür sie eine besonders stabile Gabel sowie den langen Federweg benötigen.

Weitere Produktmerkmale und Testkriterien für verschiedene Arten von Fully-MTBs sind:

  • Nabenbreiten und Achsabstände
  • Art des Tretlagers (Gewinde- oder Pressfit)
  • Anzahl der Zahnräder/Ritzel
  • mechanische, elektronische oder hydraulische Gangschaltung
  • mechanische bzw. hydraulische Scheibenbremsen
  • Befestigungsarten der Bremszangen und Rotoren
  • Laufradgrößen und Materialien
  • Breiten und Profile bei Reifen
  • Freilaufnaben
  • Lenker
  • Vorbauten
  • Sättel
  • Sattelstützen
  • Griffschalen
  • konische oder flache Gabelrohre
  • Ausführung der hinteren Stoßdämpfer
  • Größe des Steuerrohrwinkels.

Diese fünf Hersteller produzieren die bekanntesten und erfolgreichsten MTB-Fullys

Eine sämtlichen Arten, Bauweisen sowie Modellen von Mountainbikes mit Full Suspension gemäß deren unterschiedlichen Einsatzgebieten gerecht werdende Auflistung nach besten und bekanntesten Marken und Produzenten ist wegen deren Vielzahl kaum zu leisten. Zu groß und umfangreich sind die betreffenden Produktpaletten, als dass wie Ihnen hier eine auch nur annähernd vollständige Übersicht verschaffen könnten. Nichtsdestotrotz gibt es doch eine Reihe namhafter Hersteller und Anbieter von MTB-Fullys, die schon seit Jahren und teils sogar Jahrzehnten immer wieder mit erstaunlich sinnvollen sowie innovativen und den Standard auch für die Konkurrenz setzenden Ideen und Entwicklungen beeindrucken.

  • Specialized
  • Gary Fisher/Trek Bicycle Corporation
  • Scott Sports
  • Cannondale Bicycle Corporation
  • CUBE Bikes
Specialized: Die Mountainbike-Pioniere aus Kalifornien haben Maßstäbe gesetzt

Das schon 1974 vom Radsport-Enthusiasten Mike Sinyard in der Kleinstadt Morgan Hill an der kalifornischen Pazifikküste gegründete Unternehmen gilt heute unter MTB-Fans aus aller Welt als der wichtigste Wegbereiter des globalen Mountainbikebooms. Nachdem die Firma die ersten Umsätze noch mit dem Import italienischer Fahrradkomponenten machte, wurden ab 1976 eigene Fahrradteile und 1981 die ersten beiden Fahrräder produziert. Mit dem legendären und inzwischen im renommierten „Smithsonian Institution“ in Washington (D.C.) ausgestellten Modell „Stumpjumper“ hat Specialized damals das erste Mountainbike erschaffen. Nachdem der „Urahn“ aller MTBs über lange Zeit sowohl als Fully als auch Hardtail erhältlich war, gibt es ihn heute mit Rahmen aus Aluminium oder Karbon nur noch als Fully-Version. Weitere erfolgreiche Fully-MTB-Modellreihen von Specialized sind etwa Demo, Enduro, Camber, Epic, Rumor und Rhyme.

Gary Fisher/Trek Bicycle Corporation: Der König des MTB genießt globalen Respekt

Manche Mountainbike- und Fully-Freunde würden der obigen Darstellung jedoch lautstark widersprechen und vielmehr dem in ihren Kreisen fast schon mythisch verehrten Erfinder, Radrennfahrer sowie Zweiradmechaniker Gary Fisher die Auszeichnung des „MTB-Paten“ erteilen. 1973 fuhr Fisher mit Freunden und verstärkten „Cruisern“ auf Schotterstrecken halsbrecherische Rennen, die so modifizierten Räder nannte er zunächst „Klunker“ und ab 1979 „Mountainbikes“. 1984 wurde die Firma mit dem Namen Gary Fisher gegründet, die alsbald heute übliche Standards wie breite Lenker einführte. Hohe Entwicklungskosten für die Marktreife von Karbonrahmen überforderten den Tüftler aber. 1993 verkaufte er seine Anteile an die Trek Bicycle Corporation, wo er bis 2014 die „Gary Fisher Collection“ unter seinen Fittichen hatte. Aktuelle Fully-MTBs von Trek tragen die Bezeichnungen Fuel EX, Top Fuel, Powerfly, Slash, Session, Supercaliber, Rail, Remedy und Full Stache.

Scott Sports: Vom Skisport zum Mountainbike und aus den USA in die Schweiz

Die Geschäftsidee, mit welcher Namenspate und Firmengründer Ed Scott aus Sun Valley im US-Bundesstaat Idaho als leidenschaftlicher Skifahrer im Jahr 1958 den Grundstock für sein späteres Sportartikelimperium legte, war ein stabiler und im Vergleich zu den bislang üblichen Modellen aus Bambus oder Stahl günstigerer Skistock aus Aluminium. Ab 1970 verdiente Scott auch Geld mit Bekleidung sowie Schutzbrillen für Motocross-Fahrer, 1978 siedelte die Firma in die Schweiz um. Dort wurde 1986 pünktlich zum allerersten Boom der robusten Räder das erste Mountainbike aus hauseigener Herstellung vorgestellt. Von der Fachwelt seinerzeit ebenfalls begeistert aufgenommen wurde 1991 die erste Federgabel namens „Unishock“ von Scott. Seither und bis heute haben Scott-Fully-MTBs überall einen guten und klangvollen Namen. Bekannt und erfolgreich sind die Baureihen Genius, Strike, Spark, Ransom und Contessa.

Cannondale Bicycle Corporation: Aluminium und Karbon als Aushängeschilder

Die Herstellung von Fahrradanhängern bildete ab 1971 den Auftakt für die Firma, die in der Folge für ihre hochwertigen Rahmen aus Aluminium sowie Karbon bekannt wurde. Für diese gewährt Cannondale Erstbesitzern bei den meisten MTB-Modellen teils lebenslange Garantie. Die Marke hält zahlreiche Patente für eigens entwickelte Technologien beim Bau von Rahmen, die vor allem auch bei hochpreisigen Fully-MTBs zum Einsatz kommen. Seit 2008 ist der kanadische Konzern „Dorel“ Besitzer des Unternehmens, zu dessen „Cycling Sports Group“ auch andere bekannte Namen wie GT Bicycles, Mongoose sowie Schwinn gehören. Modellreihen von Mountainbikes mit Full Suspension von Cannondale tragen die Namen Habit, Jekyll und Scalpel. Auf den ersten Blick recht noch immer recht ungewohnt, aber perfekt für hohe Geschwindigkeiten geeignet ist die „Lefty-Ocho-Gabel“ mit nur einer Strebe am Vorderrad.

CUBE Bikes: Einer der größten deutschen MTB-Produzenten sitzt in der Oberpfalz

Die ruhige Stadt Waldershof mit nur gut 4.200 Einwohnern im Landkreis Tirschenreuth ist seit 1993 Firmensitz der Fahrradmarke CUBE, die damals von Gründer Marcus Pürner auf 50 m² Fläche in der Möbelfabrik seines Vaters ihren Anfang nahm und heute auf 55.000 m² Produktionsfläche vor Ort sowie in Asien mehr als 500.000 Räder pro Jahr in über 60 Ländern auf der Erde verkauft. Sowohl im mittleren als auch hochwertigen MTB-Sortiment zählt CUBE mit seinen zahlreichen Modellen zu den Marktführern in Europa. Die Firma ist außerdem auch als Ausrüster und Sponsor für die „Enduro World Series“ sowie den „Cube Global Squad“ (Downhill) tätig. Die Produktlinien aus dem Hause CUBE für Fully-MTBs aller Einsatzbereiche heißen AMS 100, Stereo 120, 140, 150 und 170 sowie TWO 15.

Wissenswertes & Ratgeber zu Mountainbikes mit Full Suspension

In den folgenden Abschnitten erhalten Sie viele hilfreiche und nützliche Infos rund um das Thema MTB-Fullys, deren historische Entwicklung, Anteil am Markt für Mountainbikes, die besten Tipps für Montage, Pflege und Reparatur sowie sinnvolles Werkzeug.

Die Geschichte der Fully-MTBs: Der Durchbruch kam mit Anleihen von Motorrädern

Interessante Geschichte des Fully-MTBs im TestDie Vorläufer der Mountainbikes Mitte der 1970er-Jahre waren mit Ballonreifen individuell modifizierte schwere Cruiser, die verwendet wurden, um auf Bergpfaden in Nordkalifornien schroffe Hänge hinunterzufahren. Als Väter und Pioniere der Mountainbikes gelten neben Gary Fisher die Bastler, Erfinder und Konstrukteure Joe Breeze, Charlie Kelly und Tom Ritchey, deren MTB-Prototypen größtenteils in der „Mountain Bike Hall of Fame“ in Fairfax in Kalifornien ausgestellt sind. Wichtigste Innovation der 1980er-Jahre bei Mountainbikes war die Verwendung leichterer Materialien wie Aluminium für den Rahmenbau.

Die ersten Mountainbikes mit Full Suspension bzw. Vollfederung kamen in den frühen 1990er-Jahren auf den Markt. Diese Modelle waren aber noch recht instabil und wackelten beim Fahren und Bremsen. Mit der Adaption technischer Lösungen aus dem Motorradsport ab Mitte der 1990er-Jahre wurden Hinterrad- und Viergelenksaufhängung sowie Scheibenbremse und Federgabeln zum allgemeinen Standard bei Fully-MTBs.

Zahlen, Daten, Fakten rund um Fully-MTBs: Mountainbikes werden immer populärer

Der globale Mountainbike-Markt wird seriösen Prognosen zufolge bis 2026 einen Umfang von knapp 10 Milliarden US-Dollar erreichen und damit voraussichtlich um etwas über 10 Prozent weiter anwachsen. Die Nachfrage nach Mountainbikes aller Typen ist im Laufe der Jahre aufgrund der steigenden Bedeutung von sportlichen und touristischen Aktivitäten sowie einem generell größeren Umweltbewusstsein kontinuierlich gestiegen.

2020 gab es in Deutschland gut 12 Millionen Personen, die ein Mountainbike besaßen, jedoch nur gut 4 Millionen, die im Besitz eines Rennrads waren. Die beliebtesten Disziplinen und Strecken für Mountainbiker hierzulande sind All Mountain mit annähernd 80 sowie Trail mit knapp 60 Prozent.

MTB-Fullys in wenigen Schritten richtig befestigen: Nur wer gut sitzt, fährt auch gut

Die einfache Bedienung vom MTB-Fully Testsieger im Test und VergleichIn der Regel werden Fully-MTBs vom Fach- oder Versandhandel bereits komplett montiert ausgeliefert bzw. dem Kunden nach dem Kauf zur Verfügung gestellt. Haben Sie Ihr Fully-MTB beim stationären Händler Ihres Vertrauens erworben, wird dieser Sie auch bei allen Einstellungen von Lenker, Sattel und Pedalen ausführlich und detailliert beraten und diese nach ihren Wünschen und Körpermaßen vornehmen. Bestellen Sie sich jedoch ein MTB-Fully online, wird dieses zwar meist vormontiert, aber dennoch nur nach Standardmaßen ausgerichtet geliefert. In solchen Fällen können Sie sich entweder kostenpflichtige Hilfe im Handel suchen oder ihr Fully selber richtig befestigen.

Die korrekte Sattelhöhe können Sie gut an ihrem alten Rad abmessen (Abstand von der Mitte des Tretlagers bis zur Oberkante des Sattels). Den Sattelwinkel stellen Sie ebenfalls nach Ihren Vorlieben ein, meistens ragt der Sattel ein wenig nach unten. Die Lenkerhöhe sollte ungefähr auf gleicher Höhe mit dem Sattel (oder leicht darunter) liegen, wenn dieser auf voller Tretlagerhöhe ist.

Die Lage und Ausrichtung des Lenkers richten sich ebenfalls nach Vorlieben: Liegt der Lenker weiter vorne, befinden sich Ellenbogen und Körpergewicht vorne, was schnelle Mountainbiker oft bevorzugen. Bei Einstellung der Bremsen sollten Sie mit der Position des Hebelblatts etwa 30 Grad unter der Horizontalen zu beginnen und die für Sie richtige Stärke suchen.

10 Tipps zur Pflege von Fully-MTBs: Regelmäßig Reinigen, aber nicht übertreiben

Wenn Sie möglichst lange Freude an Ihrem neuen Fully-MTB haben möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Vorgehensweise für die Pflege:

Tipp 1: Lassen Sie Ihr Mountainbike ruhig etwas schmutzig werden

Tipp 1: Lassen Sie Ihr Mountainbike ruhig etwas schmutzig werden

Einer der Gründe, warum Menschen beim Waschen ihres Mountainbikes mehr Schaden als Nutzen anrichten, ist, dass sie es zu häufig waschen. Nur weil das Unterrohr ein wenig schmutzig ist, heißt das nicht, dass Sie die Scheuerbürste herausholen müssen. Putzen Sie Ihr Fahrrad nur, wenn es wirklich schmutzig ist.

Tipp 2: Finden Sie einen Platz zum Putzen

Tipp 2: Finden Sie einen Platz zum Putzen

Haus- und Gartenbesitzer finden meist schnell einen Platz für die praktische Reinigung des Fullys mit dem Schlauch. Alle anderen können ihr Mountainbike entweder an den heute oftmals an MTB-Strecken eingerichteten Waschständen selber waschen oder es im örtlichen Radgeschäft kostenlos bzw. geringe Gebühr waschen lassen.

Tipp 3: Kaufen Sie ein paar unterschiedlich große und starke Bürsten

Tipp 3: Kaufen Sie ein paar unterschiedlich große und starke Bürsten

Der Kauf eines Bürstensatzes ist relativ preiswert und hilfreich bei der Pflege des Fullys. Benutzen Sie erst einen Schlauch, um den Schlamm so gut es geht von Ihrem Fully abzuspülen. Um Ihr Rad nicht zu ruinieren, sollten Sie nicht mit Hochdruck in die Lager spritzen, da das Wasser sonst eindringen und das Fett raus waschen kann.

Tipp 4: Richtiger Einsatz der Bürsten nach Komponenten

Tipp 4: Richtiger Einsatz der Bürsten nach Komponenten

Schrubben Sie Ihr Bike dann mit den verschiedenen Bürsten ab: Die größte Bürste für den Rahmen, die mittelgroße Bürste mit harten Borsten für schwer zugängliche Stellen und die kleine Bürste für die Komponenten, insbesondere die Kette und die Kassette.

Tipp 5: Reinigen Sie die Kette

Tipp 5: Reinigen Sie die Kette

Ein sauberer Rahmen ist schön, aber was wirklich zählt, sind der Antriebsstrang und andere bewegliche Teile. Achten Sie besonders darauf, die Kette gut zu reinigen.

Tipp 6: Reinigen Sie die Kassette und andere Komponenten

Tipp 6: Reinigen Sie die Kassette und andere Komponenten

Achten Sie darauf, dass die Kassette von allen Verschmutzungen befreit wird, und reinigen Sie auch die Kettenblätter und den Umwerfer sorgfältig.

Tipp 7: Überspringen Sie die Reifen

Tipp 7: Überspringen Sie die Reifen

Unser Ziel ist es, das Mountainbike in möglichst kurzer Zeit sauber zu bekommen. Zu diesem Zweck sollten Sie das Schrubben der Reifen auslassen. Es reicht aus, sie mit dem Schlauch abzuspülen, um den gröbsten Dreck zu entfernen. Die Reifen werden schnell wieder schmutzig und etwas Lehm wird die Leistung Ihres Fullys nicht beeinträchtigen.

Tipp 8: Trocknen

Tipp 8: Trocknen

Achten Sie darauf, Ihr Mountainbike gut und gründlich abzutrocknen. Wenn es schnell gehen muss, konzentrieren Sie sich auf die Kette, die Komponenten und alle beweglichen Teile, damit sie nicht rosten.

Tipp 9: Schmieren Sie ausreichend und großzügig

Tipp 9: Schmieren Sie ausreichend und großzügig

Sobald Ihr Fully ausreichend trocken ist, sollten Sie es gründlich schmieren. Achten Sie darauf, dass Sie nicht nur die Kette, sondern auch alle anderen beweglichen Teile gut schmieren. Wischen Sie das überschüssige Schmiermittel ab, nachdem es ein paar Minuten eingezogen ist.

Tipp 10: Nutzen Sie Ihr Mountainbike nach Lust und Laune

Tipp 10: Nutzen Sie Ihr Mountainbike nach Lust und Laune

Mountainbikes sind nicht zum Anschauen oder Fahren auf dem Bürgersteig gedacht, sie gehören auf einen Singletrack-Trail, wo sie schnell wieder schmutzig werden.

Wenn Sie unsere Tipps befolgen, dauert das Waschen des Fullys weniger als 15 Minuten und das Schmieren nimmt nur weitere 5 Minuten in Anspruch. Das ist schnell, einfach und entscheidend, um Ihr Fully-MTB in einem guten Betriebszustand zu halten.

Nützliches Zubehör für Fully-MTBs: Helme, Schuhe, Handschuhe, Kleidung, Schutz

: Das beste Zubehör für MTB-Fullys im TestHäufig als wichtig bis unverzichtbares Zubehör für Fahrten und Touren mit dem Fully wird folgendes Zubehör empfohlen:

Stabile und spezielle MTB-Helme schützen Schädel und Schläfen besser als traditionelle Radhelme und sind gerade bei Downhill elementar für die körperliche Unversehrtheit. Mit einem abnehmbaren Kinnschutz bekommen Sie auf ebenen Strecken besser Luft.

Robust gebaut Mountainbikeschuhe mit versteifter Sohle verbessern die Kraftübertragung auf die Pedale und können oft auf beiden Seiten für erhöhte Sicherheit eingeklickt werden.

Mountainbikebekleidung sollte atmungsaktiv, möglichst dehnbar und reißfest sowie an häufig stark beanspruchten Stellen gut gepolstert und verstärkt sein. Sinnvoll sind auch mit Reißverschlüssen verschließbare kleine Taschen und keine scheuernden Nähte.

Knie-, Schienbein- und Ellenbogenschoner, Handschuhe sowie Rückenprotektoren bewahren vor allem bei rasanten Downhill-Touren vor Verletzungen. Es gibt sie je nach Bedarf aus Hartplastik oder weicheren Materialien.

Als Grundausstattung für eine sichere Tour mit dem Fully in jedem Gelände sollten auch eine Sonnenbrille, eine Wasserflasche und eine Luftpumpe sowie Werkzeug für kleinere Reparaturen nicht fehlen.

Die am häufigsten gestellten 10 Fragen zum Thema Fully-Mountainbikes

Hardtail oder Fully?

Alle Fragen aus einem MTB-Fully Test und VergleichHardtails sind besser für längere Touren auf ebenen Strecken, vollgefederte Fullys mit gedämpftem Hinterbau eher für Bergabfahrten im Gelände geeignet. Wenn Sie gerne und oft verschiedene Arten von Strecken befahren möchten, empfehlen wir Ihnen Hybrid-MTBs wie All Mountain-Ausführungen, die die jeweiligen Anforderungen gleichermaßen gerecht werden.

Welche Laufradgröße ist die Beste?

Lange Zeit waren sowohl Hardtails als auch Fullys fast ausschließlich mit Laufrädern mit dem Durchmesser 26“ ausgestattet. Heute gib es diese Größe so gut wie nicht mehr, fast alle Laufräder aktueller MTB-Modelle verfügen über einen Durchmesser von 27,5“ oder 29“. Größere Reifen haben ein ruhigeres Abrollverhalten, das Unebenheiten, Schläge und Vibrationen besser ausgleicht.

Welche Schaltung ist die beste für Fully-MTBs?

Die große Anzahl heutzutage erhältlicher unterschiedlicher Schaltsysteme für MTB-Fullys verwirrt speziell Anfänger und Neueinsteiger mitunter sehr. Da Fullys zwar hauptsächlich im Gelände, zunehmend aber auch auf Straßen in Städten gefahren werden, empfehlen die meisten Experten die flexibel nutzbare Übersetzungsvariante mit zwei Kettenblättern vorne sowie elf Ritzeln hinten (2 x 11).

Sollte der Rahmen des Fully-Mountainbikes aus Karbon oder Aluminium sein?

Anders als bei Rennrädern ohne nennenswerte Dämpfung „schlucken“ bei voll gefederten MTBs die Reifen und Federelemente einen Großteil der Stöße.

Bei begrenztem Budget ist ein Aluminiumrahmen völlig ausreichend. Wichtiger als ein zumeist teurer Karbonrahmen sind Bremsen, Federgabel und Schaltung.

Wie viel kostet ein gut ausgestattetes Fully-MTB?

Wie weiter oben erwähnt kosten mit hydraulischen Scheibenbremsen, hochwertigem Schaltwerk und luftgefederter Federgabel ausgestattete Fullys mit Aluminiumrahmen meist um die 2.000 Euro. Ein MTB-Fully mit Karbonrahmen ist hingegen selten für Preise unter 3.000 Euro zu haben.

Welches Gewicht hat ein gutes Fully-MTB?

Je nach Bauweise und Einsatzbereich wiegen Fullys zwischen mindestens 10 und bis zu knapp 20 Kilogramm. Das im Vergleich zu Hardtails höhere Gewicht erklärt sich aus der größeren Anzahl an Komponenten am Fully, wobei für leichtere Bauteile meist auch tiefer in die Tasche gegriffen werden muss.

Brauchen Frauen andere Fully-MTBs als Männer?

Schon seit Jahren bieten viele Hersteller speziell auf weibliche Körper abgestimmte Bikes an. Diese Fullys verfügen meist über ein kürzeres Oberrohr, weil viele Frauen meist lieber etwas aufrechter sitzen. Kleinere Frauen bevorzugen häufig auch ein tieferes Oberrohr für bessere Beinfreiheit.

Was gilt es bei Bremsen für das Fully zu beachten?

Alles wissenswerte aus einem MTB-Fully TestHydraulische Scheibenbremsen sind schon lange der Standard an allen Mountainbikes. Ihr Durchmesser für größte Bremskraft sollte für leichte Touren mindestens 180 mm und für schnelle Abfahrten 200 mm betragen.

Muss ein Fully-MTB unbedingt Klickpedale haben?

Klickpedale sind vor allem für Fahrten in schwerem und unwegsamem Gelände nützlich und beliebt, da sie bei Unebenheiten bestmöglichen Halt und gleichmäßige Kraftverteilung garantieren. An deren Auslösemechanismus gewöhnen Sie sich mit ein wenig Übung in der Regel sehr schnell.

Wie berechne ich die passende Rahmengröße für mich?

Die meisten Fully-MTBs gibt heute in vier Größen. Ein erster Anhaltspunkt für die richtige Rahmengröße ist die Ermittlung ihrer Schrittlänge am Innenbein vom Boden bis zum Schritt. Wenn Sie diesen Wert in Zentimeter der Zahl 0,226 multiplizieren, erhalten Sie eine ungefähre Rahmengröße in der für Mountainbikes allgemeinen üblichen Zollangabe.

Quellen und weiterführende Links

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