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Tequila Test - damit fĂŒhlen Sie sich wie in Mexiko - Vergleich der besten Tequilas 2019

Beim Tequila sollte man vor dem Kauf auf die wichtigsten Kriterien und Produktmerkmale achten. Die Tequila-Sorten unterscheiden sich im Geschmack, vorrangig werden sie pur oder fĂŒr Cocktails verwendet. Wie beim Wein gibt es auch beim Tequila Verkostungen und Produkttests und deshalb sind in der folgenden Tabelle einmal die Sorten und ihre Eigenschaften und Kriterien zusammengefasst.

Tequila Bestenliste 2019

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Was ist Tequila?

Tequila ist ein Agaven-Brand und eine Form des mexikanischen Mezcal. Seinen Namen hat er von der Stadt Tequila im mexikanischen Bundesstaat Jalisco, in deren Umgebung der typische Agavenschnaps hergestellt wird.
Die Marke Tequila selbst darf nur in dieser Region und nur aus den Herzen der blauen Agave (Agave tequilana Weber) gewonnen werden. Dieser Tequila einen durchschnittlichen Alkoholgehalt zwischen 38 % und 40 %, teilweise auch von 50 Volumenprozent Alkohol. Der Mezcal, ebenfalls ein Agavenbrand aus Mexiko, wird dagegen aus dem Fruchtfleisch verschiedener Agaven hergestellt und darf auch weitere ZusÀtze enthalten.

QualitÀten und Sorten

Insgesamt unterscheidet man beim Tequila fĂŒnf unterschiedliche Klassifizierungen. Je nach Herstellungsverfahren und Lagerung unterscheiden sich die Sorten in der Farbe und auch im Geschmack.

Die fĂŒnf Klassen unterteilen sich in Tequila blanco, joven oder oro, reposado, añejo und extra-añejo. Diese Sorten sind reine AgavenschnĂ€pse aus der blauen Agave und auch die bekannte Raupe ist nicht im Tequila, sondern nur im Mezcal enthalten.
Ähnlich wie beim Wein gibt es auch beim Tequila verschiedene Produkttests. Ausschlag gebend ist neben dem Geschmack auch die jeweilige QualitĂ€t. Bei durchgefĂŒhrten Tests hat sich dabei reiner Tequila aus 100 % Agave immer deutlich von den gĂŒnstigen Silver- und Goldsorten unterschieden.

Wichtig als QualitĂ€tsmerkmal sind auch die Bezeichnungen NOM und DOT, welche von der mexikanischen Aufsichtsbehörde CRT vergeben werden. Da die Herstellung von Tequila strengen gesetzlichen Anforderungen unterliegt, wird die Produktion von der mexikanische Aufsichtsbehörde CRT, Consejo Regulador del Tequila, ĂŒberwacht. Als BestĂ€tigung dafĂŒr wierden auf den Flaschenetiketten die NOM- und DOT-Identifizierungsnummern ausgewiesen. Die Produkte mit derselben Nummer werden dabei auch in der gleichen Brennerei hergestellt. Der offizielle mexikanischer Standard fĂŒr Tequila legt dabei alle Prozesse von der Lieferung, dem Anbau und der Produktion von Tequila fest und beinhaltet alle GeschĂ€ftspraktiken vom Marketing bis zum Verkauf.

Die Bezeichnung DOT ist Ă€hnlich wie beim Wein die Herkunftsbezeichnung fĂŒr den Tequila.

Tequila Blanco/ Plata

Dieser Tequila ist eine der gĂŒnstigeren Sorten und wird praktisch direkt nach dem Destillieren in Flaschen abgefĂŒllt. Einige bestimmte Sorten lagern wenige Tage oder Wochen in EichenfĂ€ssern und weisen einen krĂ€ftigen Geschmack nach frischer Agave aus.

Joven/ Oro

Zu dieser Kategorie zĂ€hlen der Tequila Silver und Tequila Gold, welchem zusĂ€tzlich Zuckerlikör zugesetzt wurde. Dadurch erhĂ€lt dieser seine goldgelbe Farbe und wird etwas weicher im Geschmack. Sie eignen sich besonders gut fĂŒr Cocktails, lediglich der Tequila Platino Reserva wird durch sein spezielles Herstellungsverfahren weicher und wird am Besten pur getrunken.

Reposado

Ein Tequila mit diesem Namen wurde mindestens zwei Monate in EichenholzfĂ€ssern gelagert, bevor er in Flaschen abgefĂŒllt wurde. Durch die lange Lagerung wird dem Tequila die SchĂ€rfe genommen und er wird milder. Tequila reposado gehört in Mexiko zu den am hĂ€ufigsten angebotenen Tequilasorten.

Añejo

Dieser Tequila wurde mindestens ein Jahr und höchstens drei Jahre in Eichenholz-BehÀltern lagert, welche ein Fassungsvermögen von höchstens 600 l haben. Im Laufe der zeit erhÀlt der Tequila so eine goldene Farbe und einen weicheren Geschmack durch die Holzaromen. Der Alkoholgehaltselbst muss dabei mit Wasser reguliert werden.

Extra-añejo

Diese Bezeichnung fĂŒr Tequila wurde im Jahre 2006 eingefĂŒhrt und bezeichnet alle Sorten, welche lĂ€nger als drei Jahre in EichenholzfĂ€ssern gelagert haben.
Eine lÀngere Lagerung hat sich dabei nicht durchgesetzt, da kaum eine QualitÀtsverbesserung durch lÀngere Lagerzeiten eintritt.

Beim typischen Tequila Mixto stammen mindestens 51 % des Zuckers von der Agave azul, als weiterer Zuckerzusatz kann jedoch auch Rohrzucker verwendet werden. Tequila Mixto darf zudem auch in Tanks versendet werden und hat vor der AbfĂŒllung in Flaschen einen Alkoholgehalt von etwa 55 %. Vor dem AbfĂŒllen in Flaschen wird der Tequila mit Wasser auf 40 % Alkoholgehalt verdĂŒnnt.

So wird getestet

Bei Tests wurde insbesondere die QualitÀt und der Geschmack verschiedener Sorten hervorgehoben. Besondere Testkriterien sind neben Aroma und Farbe auch Abgang und Geschmack.

Einen großen Einfluss haben auch der eigentliche Agavenanbau, die Fermentation sowie die Destillation. Der endgĂŒltige Geschmack wird zudem stark von der Art der Reifung geprĂ€gt.

Beim Geschmackstest wird der Mund erst mit einem kleinen Schluck Tequila ausgespĂŒlt, damit sich der Geschmacksinn an den Alkohol gewöhnen kann. Der zweite Schluck ist dann meist milder und Aromen kommen besser zum Vorschein. Oftmals bei Tests auch gelegentlich ein wenig Wodka getrunken, um den Geschmackssinn zu neutralisieren. Auch ein gutes StĂŒck Schokolade oder eine edle Zigarre passen perfekt zu einer Tequila-Verkostung.

Aromen

Bei den verschiedenen Tests fallen besonders Aromen wie Karamel, Orange oder Vanille auf und such die EichenfĂ€sser geben ihr Aroma an den darin gelagerten Tequila weiter. Frisch und fruchtig wird der Tequila durch einen Hauch Minze, welche bei der Herstellung zugegeben wird. Bei einigen Sorten fĂ€llt zudem der Geschmack von Orange und gerösteten Mandeln auf. Tequila kann jedoch auch milde Zitrusnoten oder GewĂŒrznoten enthalten.

Geschmack

Neben den Aromen bestimmt auch die Lagerung den Geschmack von Tequila. Eine lange Lagerung macht ihn insgesamt weicher und sorgt fĂŒr Eichenholzaromen. Wird der Tequila wie bei der Sorte Blanco sofort abgefĂŒllt, bleibt er scharf und brennend im Geschmack. Erst eine lĂ€nger Lagerung nimmt die SchĂ€rfe und der Tequila wird ausgewogen, weich und elegant.

Abgang

Als Abgang wird bei diesen Tests der Geschmack beim Herunterschlucken bezeichnet. Kenner werden auch hier fruchtige Aromen von TrockenfrĂŒchten und NĂŒssen oder auch GewĂŒrzen erkennen.

Farbe

Wichtig bei jedem Test ist auch die jeweilige Farbe der verschiedenen Sorten. Ein Tequila Blanco sollte klar rein sein, die lÀnger gelagerten Sorten haben dagegen eine leicht golden bis gold-braune Farbe. Beim Test mit dem Auge sollte beim Neigen des Glases zudem eine ausgeprÀgt Tropfenkrone zusehen sein, welche bei einem guten Tequila lange anhÀlt.

Trinktempertur

Ganz wichtig fĂŒr jeden Tequila-Test ist auch die richtige Temperatur. Tequila wird bevorzugt bei Zimmertemperatur getrunken und entfaltet bei etwas mehr als 18 °C sein Aroma am Besten. DafĂŒr wird das Tequilaglas bis zu seiner breitesten Stelle gefĂŒllt und mit einem neutralen Deckel fĂŒr etwa 10 bis 15 Minuten abgedeckt. So verteilen sich die leicht- und schwerflĂŒchtigen Bestandteile gleichmĂ€ĂŸig in der eingeschlossenen Luft und die Aromen entfalten sich besser.

Worauf muss ich beim Kauf von Tequila einer achten?

Beim Kauf selbst sollte auf eine gute QualitĂ€t am besten von fĂŒhrenden Herstellern geachtet werden. Die bekanntesten Hersteller sollen hier einmal kurz vorgestellt werden. Beim Tequila selbst sind etwa 150 Firmen bekannt, welche mehr als 1370 Tequila-Marken produzieren.

  • Sierra Tequila
  • Aha Toro
  • Casa 7 Leguas
  • Tequila el Jimador
  • Sauza
  • JosĂ© Cuervo
  • PatrĂłn
Die eckigen Flaschen mit dem roten Sombrero-Hut aus Kunststoff auf dem Verschluss kennt sicher jeder Tequila-Liebhaber. Optisch setzt das Unternehmen damit auf einem hohen Wiedererkennungswert und unterstreicht damit das traditionelle Image von Sierra Tequila. Die Firma gehört zum Hamburger Unternehmen Borco-Marken-Import, welche sowohl als Importeur, Produzent und AbfĂŒller agiert. Zum Unternehmen selbst gehören mittlerweile mehr als 80 Marken verschiedener Spirituosen. Sierra Tequila hat seinen Sitz in Guadalajara in Mexiko, wo der Tequila in der DestilerĂ­as Sierra Unidas auch hergestellt wird. Sierra Tequila wird mittlerweile in mehr als 90 LĂ€nder der Erde exportiert und hat alleine im deutschen Tequila-Segment einen Marktanteil von etwa 75 %.
UrsprĂŒnglich kommt dieser Tequila aus dem mexikanischen Bundesstaat Jalisco. Seit mehr als 100 Jahren wird der Aha Toro in der Destillerie Destilados OlĂ© nach alter Tradition hergestellt. Der Tequila ist verschiedenen Geschmacksrichtungen erhĂ€ltlich und wird in vier Kategorien produziert.
Das Unternehmen Casa 7 Leguas hat seinen Firmensitz in Atotonilco El Alto im Bezirk Jalisco und produziert verschiedene Sorten Tequila von Blanco, Reposado und Añejo. GegrĂŒndet wurde das Unternehmen im Jahre 1952 von Ignacio GonzĂĄlez Vargas, welcher ein großer Verehrer von Pancho Villa, einem sĂŒdamerikanischen RevolutionĂ€r, war. Den namen Legua erhielt die Firma nach dem Lieblingspferd des RevolutionĂ€rs. UrsprĂŒnglich war Legua eine aus veraltete Maßeinheit aus Spanien, die in etwa einer LĂ€nge von 4190 m entsprach. Auch heute noch gehören Produkte des Unternehmens zu den bekanntesten Tequilasorten.
Die Marke Tequila el Jimador wurde bis in das 2006 tarditionell von der Grupo Industrial Herradura, S.A. de C.V. hergestellt. Heute ist sie Bestandteil der US-amerikanische Brown-Forman-Corporation und Tequila wird vorrangig in den beiden Sorten Blanco und Reposado produziert. Seinen Namen hat der Tequila von den an der Agavenernte beteiligten Jimadoren, welche fĂŒr das Abschneiden der BlĂ€tter verantwortlich sind. So wird nur das Herz der Agave ausgelöst, welches als einziger Bestandteil der Agave fĂŒr die Herstellung von Tequila verwendet werden darf. Das Herz selbst ist bis zu 80 kg schwer und wird zur weiteren Verwendung weiter transportiert. In Mexiko gehört der Tequila el Jimador zu der am meisten verkauften Marke Mexikos und soll zudem die bestverkaufte Marke Mexikos seit 1994 sein.
Das Unternehmen hat seinen Sie hat seinen Firmensitz in Guadalajara im mexikanischen Bundesstaat Jalisco, wo sich auch die Brennerei Hacienda La Persevarancia befindet. Das Unternehmen produziert neben dem gleichnamigen Tequila Sauza auch die Sorten Hornitos und Tres Generaciones. Mit dem Erwerb der 1805 gegrĂŒndeten Destille La Antigua Cruz wurde im Jahre 1876 der Grundstein fĂŒr das heutige Familienunternehmen gelegt. Unter seinem Don Eladio wurde 1906 die Brennerei modernisiert und die Produktionstechniken verfeinert. Seit den 1920er Jahren werden zudem die beiden neu auf den Markt gebrachten Sorten Sauza Blanco und den Sauza Gold prduziert. Das Unternehmen war auch das erste, welches Tequila in Flaschen abfĂŒllte. Bis dahin wurde die Tequila in Mexiko ausschließlich in FĂ€sser abgefĂŒllt.
Der Tequila aus dem Cuervo wird vom Hersteller Tequila Cuervo La Rojeña, S.A. de C.V. produziert. Das Logo des Unternehmens ist ein Rabe, denn der Name Cuervo bedeutet im Deutschen Rabe und entspricht dem Familiennamen. Dabei gehört die Marke JosĂ© Cuervo Especial zu den weltweit am meisten verkauften Tequila-Sorten mit einem jĂ€hrlichen Vertriebsumsatz von etwa 480 Millionen Dollar. Seit 2013 wird gehört das Unternehmen JosĂ© Cuervo zu Proximo, einer Tochtergesellschaft der Holding Becle S.A. der Familie Beckmann. Die Casa Cuervo selbst bekam im Jahre 1758 vom spanischen König Fernando VI. Lad geschenkt, um den Agaven-Anbau zu kultivieren. Fast 50 Jahre spĂ€ter ĂŒbertrug König Carlos IV. die Eigentumsrechte an diesem Besitz auf den zweiten JosĂ© Cuervo und verlieh diesem fĂŒr die kommerzielle Tequila-Produktion die erste Konzession. Als der damalige deutsche Konsul Guadalajara seine Ehefrau aus der Familie Cuervo heiratete, vermischten sich die Familien und das Unternehmen gehört heute zur bekannten unternehmerischen Familie Beckmann.
Die Marke PatrĂłn gehört zur PatrĂłn Spirits Company und ist eine der mexikanischen Brennereien. Im Jahre 1989 erwarben die EigentĂŒmer John Paul DeJoria und Martin Crowley der St. Maarten Spirits die Markenrechte und zogen mit der Produktion 2002 in eine neue Brennerei um. Die Umstellung der Marke begann in den USA mit dem neuen CEO Ed Brown, welcher das Image des Tequila aufbesserte und mit Werbestrategien den PatrĂłn Tequila als Premiummarke mit Geschmack und Raffinesse auf den Markt brachte. heute fĂ€llt der Tequila durch individuell nummerierte Flaschen auf und wurde insbesondere von Country-Musik und Hip-Hop-SĂ€ngern wie Lil Jon beworben.

Wissenswertes rund um den Tequila

Das mexikanische NationalgetrĂ€nk hat eine viele Jahrhunderte alte Geschichte und wurde wohl als erstes von den Spaniern im 16. Jahrhundert hergestellt. Schon damals wuchs die blaue Agave auf den kargen Böden sehr ĂŒppig und gehörte zum Leben praktisch dazu. Die Fasern der Pflanze wurden zu Seilen verarbeitet und der Saft als Heilmittel benutzt. Das Fruchtfleisch wurde zudem von den Einheimischen gekaut oder zum GetrĂ€nk Pulque verarbeitet. Die Spanier begannen dann damit, aus dem Herz der blauen Agave ein Destillat herzustellen. Dies wurde von der damaligen spanischen Kolonialregierung nicht gerne gesehen und die Produktion wurde verboten.

Trotz des Verbots wuchs die Tequila-Produktion heimlich weiter an und wurde im 17. Jahrhundert mit der EinfĂŒhrung einer Steuer wieder offiziell erlaubt. Am meisten verbreitet war der Tequila im heutigen Bundesstaat Jalisco und erhielt seinen Namen nach der Stadt mit dem gleichen Namen. Im Laufe der Zeit wurde der Tequila bis nach Mexiko-Stadt verkauft und die Produzenten gewannen an Macht und politischen Einfluss. Schließlich wurde der Tequila nach Beendigung der Diktatur von General Porfirio Diaz zum NationalgetrĂ€nk und die Produktion erweitert. Insbesondere mexikanische Filme der 30er und 40er Jahre im 20. Jahrhundert trugen weiter zur Verbreitung des Tequilas bei. So expandierte die Tequila-Produktion weiter und der Tequila gelangte bis nach Nordamerika. Insbesondere der Cocktail “Margarita” war maßgeblich daran beteiligt, dass sich das mexikanische NationalgetrĂ€nk schnell auch bis nach Europa und in die Welt weiter verbreitete.

Herstellung

Tequila darf nur aus der blauen Weber-Agave hergestellt werden. Die Pflanze selbst ist genĂŒgsam und wĂ€chst im mexikanischen Hochland auf einer Höhe zwischen 900 m und 2500 m. Eine Pflanze benötigt etwa acht bis neun Jahre, bis sie geerntet werden kann. Ihren Namen hat sie vom französischen MilitĂ€rarzt FrĂ©dĂ©ric Albert Constantin Weber, welcher auch ein begeisterter Botaniker war und um 1860 weite teile Mexikos bereiste. Optisch Ă€hnelt die Agave der Aloe Vera und gehört zur Pflanzenordnung der Spargelartigen.

Alleine in Mexiko gedeihen etwa 500 Millionen Agaven auf den Feldern. Über 80 % davon dienen alleine der Produktion von Tequila. Die Pflanzen selbst werden in einen gut vorbereiteten Boden gesetzt und benötigen wĂ€hrend des Wachstums keine weitere Pflege, BewĂ€sserung und DĂŒngung.
Lediglich die Felder werden per Hand von Gras und Unkraut frei gehalten. Da die Pflanze nach ihrer BlĂŒte abstirbt, schlagen die Agavenbauern den Stamm rechtzeitig ab und die Pflanze kann weiter wachsen ohne abzusterben. Ein großer Nachteil der Tequilaproduktion sind die Monokulturen, welche sich wegen der großen Nachfrage insbesondere im Bundesstaat Jalisco entwickelt haben.

Bei der Ernte der reifen Pflanze werden die BlĂ€tter abgeschlagen und verbleiben auf dem Feld. Lediglich das sogenannte Herz wird weiter verarbeitet. Diese können ein Gewicht zwischen 30 kg und 50 kg erreichen und werden nach der Ernte traditionell unter Dampf in speziellen gemauerten Öfen gegart. Industriell werden dafĂŒr Autoklaven verwendet, in denen die Herzen Ă€hnlich wie in einem Schnellkochtopf 8 bis 14 Stunden unter Druck und heißen Dampf gegart werden. Durch Kochen, Fermentation und Destillation ergibt sich dann das typische Agavenaroma.

Anschließend wird aus den zerkleinerten pflanzen durch Auspressen und Zugabe von etwas Wasser Saft und Zucker gelöst. 100 %iger Tequila wird ohne weitere ZusĂ€tze verarbeitet, ein Tequila Mixto darf dagegen bis zu 49 % Fremdzucker enthalten. Dieser darf auch in speziellen Tanks exportiert werden und auch in anderen LĂ€ndern in Flaschen gefĂŒllt werden. Die Agavenmasse fermentiert im weiteren Prozess innerhalb von zwei bis zwölf Tagen und in der zweiten Destillation ensteht daraus ein klarer Tequila. Dieser wird entweder gleich abgefĂŒllt oder , je nach Klassifizierung, in EichenholzfĂ€ssern gelagert.

Die FĂ€sser selbst werden speziell vorbereitet, was je nach Brennerei anders gestaltet werden kann. Dabei werden die FĂ€sser geöffnet und ausgeschabt oder ausgebrannt, anschließend gereinigt und wieder zusammen gesetzt. Oft werden auch alte WhiskyfĂ€sser, gebrauchte RotweinfĂ€sser oder FĂ€sser aus frischer Eiche verwendet.

Daten, Zahlen und Fakten

Insgesamt waren in Mexiko im Jahre 2008 mehr als 130 Hersteller und ĂŒber 900 Tequila-marken bekannt. 40 % der gesamten Produktion wird dabei innerhalb Mexikos verkauft, 46 % in den USA und etwa 14 % im ĂŒbrigen Ausland.
Der Tequila selbst darf mittlerweile in vielen weiteren Bezirken und Bundesstaaten hergestellt werden. Damit beherrscht die Agavenpflanze weite Teile dieser Regionen.

Tipps fĂŒr den besten Genuss

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Glas Tequila zu genießen. Vor allem außerhalb Mexikos wird junger Tequila oft mit Salz und einer Scheibe Zitrone getrunken. Bei diesem Trinkritual wird erst das Salz vom Handballen geleckt, dann der Tequila ausgetrunken und zuletzt in die Zitrone gebissen. Einfacher Tequila wird in Mexiko aber oft als Longdrink mit Grapefruitsaft serviert.

In den mexikanischen Restaurants kommt Tequila zum Essen mit einem Glas Limettensaft und einem Glas Sangrita auf den Tisch. Dieses Gedeck wird “Bandera”, Flagge, nach den Nationalfarben grĂŒn, weiß und rot genannt.

Typisch europĂ€isch ist auch die Variante mit einer Orangenscheibe, Zimt und Tequila gold. In Mexiko ist dies genauso unĂŒblich wie die schwedische Variante mit einer Kaffeebohne im Tequila. In Mexiko wird lediglich Der Tequila Reposado Mixto mit einer Orangenscheibe getrunken.

Guter Tequila aus 100 % Agave sollte jedoch möglichst pur getrunken werden. Je nach Sorte wird dabei ein Sherryglas oder auch ein klassischer Cognacschwenker benutzt. Am besten entfaltet sich der typische runde Geschmack bei Zimmertemperatur und auch Salz und Limette kommen bei Kennern nicht auf den Tisch. Ähnlich wie einem klassischen Test wird man so sicher auch die Unterschiede in der QualitĂ€t schnell erkennen.

Cocktails mit Tequila

Beliebte Cocktails aus Tequila sind neben der Margarita auch der Tequila Sunrise oder die in Mexiko beliebten Longdrinks Charro Negro aus Tequila Blanco, Cola und Limettensaft sowie Paloma aus Grapefruitsaft und einem Tequila Blanco. Gerade fĂŒr MixgetrĂ€nke werden meist die weißen Sorten oder Tequila Mixto verwendet.

Tequila oder Mezcal?

Wenn der Name Tequila fĂ€llt, darf eigentlich auch der Mezcal nicht unerwĂ€hnt bleiben. Tequila und Mezcal und sind beide als NationalgetrĂ€nke Mexikos bekannt. Lediglich die Produktion verteilt sich ĂŒber verschiedene Regionen. Mezcal ist praktisch der Begriff fĂŒr Spirituosen, welche aus der Agave gebrannt werden.
Der klassische Tequila ist eine besondere Art des Mezcal und darf nur aus der blauen Agave gebrannt und in bestimmten Regionen gebrannt werden. Der Mezcal unterscheidet sich auch in einigen anderen Kriterien vom Tequila, die nachfolgend aufgezÀhlt werden sollen.

Der bekannteste Mezcal ist sicher der “Tequila mit dem Wurm”, aber auch verschiedene andere Sorten sind heute im Handel erhĂ€ltlich. In vielen Produkttests hĂ€lt der Mezcal geschmacklich nicht mit einem reinen Tequila mit.

Der Tequila mit dem Wurm

Eigentlich handelt es sich bei diesem Tequila um einen Marketinggag von Jacobo Lozano PĂĄez. Im Jahre 1950 fand er heraus, dass ein Mezcal, welcher aus mit Raupen befallenen Agaven gebrannt wurde, anders schmeckt als der von unbefallenen Agaven. Aus MarketinggrĂŒnden fĂŒllte er seinen Mezcal mit einer Raupe in der Flasche ab. Die Raupe ist mittlerweile in verschiedenen Sorten enthalten, was nach der Norm fĂŒr reinen Tequila praktisch nicht erlaubt ist. Lediglich die eine mexikanische Norm lĂ€sst Fremdstoffe im Mezcal implizit zulĂ€sst. In den meisten FĂ€llen ist der Wurm eine Schmetterlingsraupe der Art Aegiale hesperiaris aus der Familie der Dickkopffalter. Als QualitĂ€tsmerkmal fĂŒr Tequila-Trinker ist die Spirituose in Ordnung, wenn der Wurm als Ganzes am Boden schwimmt und nicht zerfallen ist. Oft wird zum Mezcal in Mexiko auch ein LimettenstĂŒck mit einem rötlichen GewĂŒrz gereicht. Dabei handelt es sich meist um Chilisalz mit Pulver der getrockneten und zerstampften Raupe.

Mezcal in Europa

Insbsondere in Europa ist in der EU-Spirituosenverordnung der Mezcal nicht als eigene Spirituosenkategorie zu finden. Damit sind gemĂ€ĂŸ der Verordnung auch keine Ausgangsstoffe definiert und auch keine nachtrĂ€glichen VerĂ€nderungen von Aromastoffen, FĂ€rbung oder Zuckerung festgelegt. FĂŒr den Endverbraucher und KĂ€ufer sollen hier einmal die wichtigsten Unterschiede von Tequila und Mezcal dargelegt werden.

Hersteller

WĂ€hrend beim Tequila ungefĂ€hr 150 Hersteller ĂŒber 1300 Tequila-Marken produzieren, wird Mezcal von rund 2500 familiengefĂŒhrten Betriebe hergestellt.

Zudem darf Tequila nur im Bundesstaat Jalisco und in bestimmten Teilen der Bundesstaaten Guanajuato, Tamaulipas, Nayarit sowie MichoacĂĄn hergestellt werden.

Mezcal dagegen darf in insgesamt zehn anderen Bundesstaaten hergestellt werden.

Rohstoffe und Herstellung

Der klassische Tequila wird in den Tequila aus 100 % Agave und den Mixto eingeteilt. So darf dem reinen Tequila kein Zucker beigesetzt werden, beim Mixto mĂŒssen 51 % aus der Blauen Agave stammen, der Rest kann als andere Zuckerart, wie Rohrzucker, zugesetzt werden. Um jedoch ein qualitativ konstantes Produkt zu bekommen, wird dem Tequila oftmals Zuchthefe beigesetzt.

Beim Mezcal ist eine maximale Zugabe von Zucker von 20 % Zucker erlaubt und auch die Anzahl der Agavensorten beschrÀnkt sich nicht nur auf die Blaue Agave wie beim Tequila.
Hier können zur Herstellung ungefÀhr 30 verschiedene Agaven-Arten verwendet werden. Die am meisten verwendete Art ist allerdings die Espadin-Agave.

Destillation

Tequila und Mezcal unterscheiden sich auch in der Produktion. Gerade die großen Mengen erfordern beim Tequila eine industrielle Herstellung, wĂ€hrend Mezcal vorrangig von kleinen Familienbetrieben hergestellt wird. Ein Tequila muss zudem immer zweifach destilliert werden. Nach den mexikanischen Normen reicht dabei auch das sogenannte moderne SĂ€ulen-Destillationsverfahren nicht aus und die Hersteler kombinieren dies mit dem Pot-Still und Column-Still Verfahren.

Der Mezcal aus den traditionellen Familienbetrieben wird in kleineren Mengen hergestellt und ebenfalls zweimal gebrannt, da die geringe Hitze in den Brennblasen beim ersten Destillieren zu wenig Alkoholgehalt liefert.

Geschmacksunterschiede

Große Geschmacksunterschiede sind beim industriell hergestellten Tequila auch wegen der Verwendung einer einzigen Agavenart nicht zu erwarten. Einzig durch die Lagerung in den speziellen EichenfĂ€ssern und der LĂ€nge der Lagerung ergeben sich geschmackliche Varianten. DafĂŒr erhĂ€lt der Tequila damit einen eher gleichmĂ€ĂŸigen und geschmeidigen Geschmack.

Mezcal dagegen seinen rauchigen Geschmack durch die Herstellung in den unterirdischen Öfen. Der klassische Mezcall ist damit generell krĂ€ftiger und aromatischer als ein Tequila. Geschmacklich können auch grĂ¶ĂŸer Unterschiede zwischen den jeweiligen AbfĂŒllungen auftreten.

SpezialitÀten

Neben dem Mezcal mit dem Wurm sind auch verschiedene andere Sorten des mexikanischen NationalgetrĂ€nks erhĂ€ltlich. Fast jeder Familienbetrieb hat sein eigenes Geheimrezept fĂŒr die Herstellung des Mezcal. Praktisch wird die geheime Rezeptur von Generation zu Generation weitergegeben. Insbesondere in den Bergdörfern reihen sich die Palenques mit angeschlossener Bar dicht aneinander. Zu den Besonderheiten beim RĂ€uchern gehört die Zugabe von GewĂŒrzen, FrĂŒchten und sogar HĂŒhnerbrust. das RĂ€uchern geschieht traditionell in den Palenques, ausgebuddelten Erdgruben mit glĂŒhenden Steinen.

Fazit

Beim Kauf von Tequila muss man also einiges beachten und auch der jeweilige Verwendungszweck ist ausschlaggebend fĂŒr die Wahl der Sorte. Mit Tipps und Tests wird es aber sicher leichter, den passenden Tequila zu finden.

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