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Marderschreck Test 2018 • Die 6 besten Marderschrecke im Vergleich

Wer seinen Motorraum vor Mardern schützen möchte, verwendet am besten einen Marderschreck.Unsere Experten haben unzählige Tests und Vergleiche im Internet untersucht, um eine Bestenliste kreieren zu können, die Bewertungen für Abwehrmethoden, Frequenzen, Gewicht und vieles mehr enthält.

Marderschreck Bestenliste 2018

Letzte Aktualisierung am: 

  Mardersicher Mobil MS12V (Marderschreck mit Ultraschall+Hochspannung) Mardersicher Active (Marderschreck mit Hochspannung) Kemo 3in1-Marderabwehr M176 für Kfz 12V, wasserdicht (IP 65) Kemo 2in1-Marderabwehr M186 für Kfz 12V STOP & GO Ultraschall Marder-Abwehrgerät 07533 Batteriebetrieb Marderschreck 4B
  Mardersicher Mobil MS12V Marderschreck Mardersicher Active Marderschreck Kemo 3in1-Marderabwehr M176 Gardigo Marder-Frei Mobil Kemo 2in1-Marderabwehr M186 STOP & GO Ultraschall Marder-Abwehrgerät 07533
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ExpertenTesten TÜV-Siegel 1,02
sehr gut
1,54
gut
2,08
gut
2,49
gut
2,74
befriedigend
2,92
befriedigend
Kundenbewertungen
auf Amazon

4.5 von 5 Sternen
bei 104 Rezensionen

4.4 von 5 Sternen
bei 61 Rezensionen

4.1 von 5 Sternen
bei 180 Rezensionen

3.4 von 5 Sternen
bei 310 Rezensionen

4.2 von 5 Sternen
bei 82 Rezensionen

3.5 von 5 Sternen
bei 99 Rezensionen
Produktabmessungen

13,0 x 75 x 40 cm

8,5 x 7,7 x 4,0 cm

40 x 50 x 70 mm

135 x 75 x 31 mm

125 x 70 x 31 mm

17 x 23 x 3,5 cm

Gewicht inkl. Verpackung

762 g

699 g

522 g

141 g

299 g

3,2 Kg

Artikelgewicht

721 g

680 g

k.A.

141 g

k.A.

k.A.

Abwehrmethode
  • Ultraschall
  • Hochspannung
  • Hochspannung
  • Ultraschall
  • Hochspannung
  • Blinklicht
  • Ultraschall
  • Ultraschall
  • Hochspannung
  • Ultraschall
Frequenz

17 – 37 kHz

17 – 37 kHz

22 kHz +/- 10%

12 kHz

22 kHz +/- 10%

20 – 25 kHz

Betriebsspannung

Batterie

Batterie

Autobatterie

Batterie

Autobatterie

Batterie

Wirkungsbereich

bei Kontakt

bei Kontakt

gesamter Motorraum

ca. 40 m²

gesamter Motorraum

ca. 40 m²

Abstrahlwinkel

nein

nein

160°

k.A.

ca. 150°

mehr als 170°

Automatische Abschaltung

ja

ja

ja

nein

ja

ja

Anwendungsort

Wohnmobile und Fahrzeuge mit Start-Stop Automatik

Wohnmobile und Fahrzeuge mit Start-Stop Automatik

Kfz 12V (Fahrzeuge mit CAN-BUS)

Auto, Haus, Garage, Scheune, Stall, Dachboden, Gartenlaube

Kfz 12V (Fahrzeuge mit CAN-BUS)

Kfz, Haus, Carport, Wohnmobil, Boot, Oldtimer usw.

Besonderheiten

Abschaltautomatik

Fahrzeuge mit Start-Stop Automatik

k.A.

Innen- und Außenbereich geeignet

k.A.

k.A.

Besonderheiten
  • Frequenzmodulation
  • Wartungsfrei
  • Wasserdicht
  • TÜV geprüft und dauer getestet
  • Ultraschall+Hochspannung-
  • Einfache Montage
  • Wartungsfrei
  • XXX
  • Aktiviert und deaktiviert sich automatisch
  • Wasserdicht
  • Wartungsfrei
  • Sehr einfache Montage
  • Wasserdicht nach IP65
  • Wirksame Hochfrequenz-Töne
  • Für Menschen i.d.R. nicht hörbar
  • Integrierte Intervallschaltung von 60 Sek
  • Einfache Montage
  • Wartungsfrei
  • Hochwirksam
  • Für den Innen- und Außenbereich geeignet
  • Wasserdicht nach IP65
  • Wartungsfrei
  • Sehr einfache Montage
  • Doppelter Schutz
  • Effektive Hochfrequenz-Töne
  • Sehr einfache Montage
  • Wasserdicht nach IP65
  • Wartungsfrei
  • Funktioniert gut
  • Gute Qualität
Materialbeschaffenheit
Benutzerfreundlichkeit
Preis-Leistungsverhältnis
Preisvergleich
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Was ist ein Marderschreck?

Bei einem Marderschreck handelt es sich um ein kleines elektrisches Gerät, das Marder davon abhält, in den Motorraum eines Pkws zu klettern. Dadurch verhindert ein Marderschreck, dass ein Steinmarder die Kabel oder Schläuche im Motorraum eines Pkws anbeißt. Die zumeist handtellergroßen Geräte eignen sich für die dauerhafte Montage. Neben der Bezeichnung „Marderschreck“ hat sich zudem der Begriff „Marderscheuche“etabliert. Je nach Wirkungsweise vertreiben Hersteller diese Geräte auch unter dem Namen „Ultraschall-Scheuche“ oder „Marder-Schocker“.

Wie funktioniert ein Marderschreck?

Kemo 3in1-Marderabwehr M176 für Kfz 12V, wasserdicht (IP 65)Für die Stromversorgung nutzt ein Marderschreck entweder die Autobatterie oder das Gerät besitzt eine eigene Batterie. Je nach Abwehrart oder Bekämpfungsmethode sendet der Marderschreck ein Ultraschallsignal aus oder vertreibt den Marder beim Klettern in den Motorraum durch einen Stromstoß.

Die Methode mit Stromstoß funktioniert nach dem Prinzip eines Elektrozauns auf der Kuhweide, wobei die Befestigung der Strom führenden Kontaktplatten kein Bohren erfordert. Dabei liefern die Karosserie oder andere Metallbauteile im Motorraum den notwendigen Minus-Pol.

Die zweite Methode verwendet ein akustisches Signal, das Menschen nicht wahrnehmen, aber den Marder vertreibt. Während der Fahrt schalten sich die meisten Marderschrecke automatisch ab. Zudem verfügen die Modelle, die mit Elektroschocks arbeiten, über einen Sicherheitsschalter. Dieser schaltet das Gerät auch beim Öffnen der Motorhaube automatisch aus. Somit besteht keine Gefahr, wenn Sie den Ölstand kontrollieren oder Scheibenwaschwasser nachfüllen.

Vorteile & Anwendungsbereiche

Ein Marderschreck verhindert, dass Marder in den Motorraum Ihres Pkws gelangen und dort Kabel, Schläuche etc. anbeißen. Somit vermeiden Sie unerwünschte Werkstattbesuche und teure Rechnungen. Im Gegensatz zu „alternativen Methoden“ halten diese elektrischen Gerät Marder dauerhaft von Ihrem Pkw fern. Die meisten Marderschrecke eignen sich für die unterschiedlichsten Autofabrikate. Wenn Sie ein neues Auto kaufen, bauen Sie den Marderschreck aus und verwenden das Gerät weiter.

Zudem bleibt es häufig nicht bei einem einmaligen Marderschaden, da die Tiere wiederkommen: Ohne einen Marderschreck bedeutet dies immer weitere Reparaturen und Rechnungen. Ultraschall-Geräte mit hohem Schalldruckpegel und einem Lautsprecher mit breitem Öffnungswinkel eignen sich auch für die Installation in einem Carport oder einer Garage.

Warum beißen Marder Schläuche und Kabel an?:

Dies und weitere Informationen zur Lebensweise der Marder erfahren Sie im Ratgeber dieses Marderschreck Tests. Also lohnt sich die Investition in einen Marderschreck, da Sie unangenehmen Schäden vorbeugt.

Welche Arten von Marderschrecken gibt es?

Die Marderschrecke auf dem Markt unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Wirkungsweise. Dabei haben sich zwei Abwehrmethode durchgesetzt:

  • Elektroschock
  • Ultraschall
Die Abwehrmethode: Ultraschall

Diese Geräte senden ein akustisches Signal aus, das den Marder in die Flucht schlägt. Dabei liegt die Frequenz des Signals bei 20 kHz und der Schalldruckpegel (Lautstärke) beträgt ca. 100 dB: Ein Test des ADAC ergab, dass sich die Marder an STOP & GO Ultraschall Marder-Abwehrgerät 07533 Batteriebetrieb Marderschreck 4BGeräte mit einer geringeren Lautstärke gewöhnen. Außerdem verhindert bei einigen Modellen zusätzlich eine ständige Veränderung der Frequenz (Frequenzmodulation) einen Gewöhnungseffekt. Marderschrecks mit Ultraschall besitzen
entweder eine eigene Batterie oder werden an die Autobatterie geklemmt.

Die Vorteile der Abwehrmethode Ultraschall:

  • einfache Montage
  • teilweise auch in Carports installierbar
Die Nachteile der Abwehrmethode Ultraschall:
  • unter Umständen treten Gewöhnungseffekte auf
Die Abwehrmethode: Elektroschock

Bei dieser Methode lädt der Marderschreck bis zu 8 Kontaktplatten auf, die vorzugsweise an den beliebten Zugangsstellen des Marders montiert werden. Wenn der Marder in den Motorraum klettert, berührt das Tier die Kontaktplatten und bekommt einen Stromschlag. Dieser vertreibt den Marder nur und schadet ihm nicht. Sowohl die Praxiserfahrungen zahlreicher Autofahrerinnen und -fahrer als auch die Untersuchungen der Universität in Gießen bestätigen die dauerhafte Wirksamkeit dieser Methode der Marderabwehr. Diese Geräte erhalten den notwendigen Strom über die Autobatterie – Modelle mit eigener Batterie stellen die Ausnahme dar.

Die Vorteile der Abwehrmethode ElektroschockMardersicher Mobil MS12V (Marderschreck mit Ultraschall+Hochspannung)

  • sehr zuverlässig
  • mit zusätzlichen Kontaktplatten erweiterbar
Die Nachteile der Abwehrmethode
  • aufwendige Montage
Die Kombination der beiden Abwehrmethoden

Einige Hersteller bieten außerdem Geräte an, die beide Abwehrmethoden in einem System vereinen. Wenn Sie also ganz sicher gehen möchten, bieten sich diese Kombigeräte an.

So haben wir die Marderschrecke getestet

Während wir einige Bewertungskriterien wie z. B. die Verarbeitungsqualität bei beiden Gerätetypen anlegen, erfordert jeder Typ auch eigene Bewertungskriterien. Da ein Marderschreck, der mit Elektroschocks arbeitet, keinen Lautsprecher besitzt, macht eine Bewertung in dieser Kategorie für diesen Gerätetyp keinen Sinn. Umgekehrt können wir nicht die Kontaktplatten eines Ultraschallgeräts bewerten.

Die generellen Bewertungskriterien

Die Verarbeitungsqualität

Obwohl alle Modelle ein Kunststoffgehäuse besitzen, gibt es Unterschiede bezüglich derMaterialstärke und der Verarbeitung. Während minderwertige Modelle nur ein leichtes und unstabiles Gehäuse aufweisen, bieten hochpreisige Gerät sehr robuste Gehäuse mit stabilen Befestigungspunkten. Die hochwertig verarbeiteten Geräte versprechen nicht nur eine lange Lebensdauer, sondern lassen sich meistens auch einfacher im Motorraum befestigen.

Das Montagezubehör und die Anleitung

Wir schauen, ob dem Gerät das gesamte Zubehör für die Montage beiliegt? Ist zusätzliches Befestigungsmaterial erforderlich oder sind alle notwendigen Schrauben und Kabelbinder vorhanden? Zudem legen wir besonderen Wert auf eine verständlich geschriebene Anleitung. Erklären auch Bilder den Einbau des Geräts oder nur ein Text? In welchen Sprachen verfasst der Hersteller die Anleitung? Vollständiges Montagezubehör und eine verständliche Anleitung verhindern Frust beim Einbau und minimieren die Montagezeit.

Ist der Betriebsstatus kontrollierbar?

Das Gerät sollte eine Kontrolllampe besitzen bzw. periodisch einen Kontrollton abgeben, um die Betriebsbereitschaft zu signalisieren. Teilweise verzichten billige Geräte auf dieses unverzichtbare Ausstattungsmerkmal.

Die Marderschrecks mit Ultraschall

Kemo 3in1-Marderabwehr M176 für Kfz 12V, wasserdicht (IP 65)Der Öffnungswinkel und Schalldruckpegel

Je größer der Öffnungswinkel des Lautsprechers ist, desto besser verbreitet sich das Ultraschallsignal. Außerdem nimmt der Schalldruckpegel (Lautstärke) Einfluss auf die Reichweite des Signals. Somit führen ein großer Winkel und ein hoher Schalldruckpegel zu einer positiven Bewertung in unserem Marderschreck Test 2018.

Der Frequenzbereich

Der Frequenzbereich sollte im Bereich von 20.000 Hz liegen – minderwertige Marderschrecke verwenden eine Frequenz von nur 12.000 Hz. Am wirkungsvollsten zeigen sich Geräte, deren Frequenz sich ständig verändert und sich am besten über 20.000 Hz hinaus bewegt. Marderschrecke mit Frequenzmodulation schneiden bei der Bewertung des Frequenzbereichs besonders gut ab.

Der Wirkungsbereich

Während sich die meisten Geräte nur für den Motorraum eines Pkws eignen, ermöglichen sehr leistungsstarke Modelle auch den Einsatz in einer Garage oder in einem Carport. Hersteller weisen darauf hin, wenn sich der Marderschreck auch für Einsatzbereiche jenseits des Autos eignet. Diese universellen Anwendungsmöglichkeiten bewerten wir positiv.

Die Marderschrecks mit Kontaktplatten (Elektroschock)

Die Anzahl der KontaktplattenMardersicher Active (Marderschreck mit Hochspannung)

Da mehr Kontaktplatten dem Marder auch mehr potenzielle Zugangsmöglichkeiten versperren, führen viele Kontaktplatten zu einer guten Bewertung. Zudem überlassen einige Modelle dem Nutzer die individuelle Positionierung der einzelnen Kontaktplatten am Stromkabel: Das Stromkabel gibt also bei diesen Modellen keinen festen Abstand vor! Da dieses System die Flexibilität beim Einbau erhöht, honorieren wir diese Geräte mit einer positiven Bewertung.

Motorhaubenschalter

Ein Motorhaubenschalter trägt zur Sicherheit bei, da er den Marderschreck beim Öffnen der Motorhaube abschaltet. Nicht bei allen Marderschrecken gehört dieser Schalter zum Lieferumfang – allerdings bieten verschiedene Hersteller diesen Schalter als Zubehör an. Geräte, bei denen ein Motorhaubenschalter zum Lieferumfang gehört, sammeln in unserem Test Punkte für eine positive Bewertung.

Verbindung mit der Zündung

Ein Kabel zum Anschluss an die Klemme 15 (Zündschloss) gehört nicht zum Standard. Bei Anschluss des Geräts an die Starterelektrik schaltet das Starten des Motors den Marderschreck automatisch ab. Dieses Ausstattungsmerkmal schlägt sich positiv in unserer Bewertung des Geräts nieder.

Worauf muss ich beim Kauf eines Marderschrecks achten?

Entscheiden Sie sich zunächst für eine Abwehrmethode: Ultraschall oder Elektroschock? Während Marderschrecks mit Ultraschall einen unkomplizierten Einbau versprechen und im Vergleich zu Elektroschockmodellen meistens weniger kosten, spricht für einen Marderschreck mit Elektroschock die höhere Zuverlässigkeit der Abwehrmethode. Überlegen Sie, ob Sie sich den Einbau eines Elektroschockmodells zutrauen? Falls Sie den Einbau lieber einer Werkstatt überlassen, kalkulieren Sie die entstehenden Werkstattkosten mit ein! Wenn Sie einen Klein- oder Campingbus besitzen, wählen Sie am besten ein Modell aus, das über möglichst viele Kontaktplatten verfügt oder zumindest die Möglichkeit der Erweiterung um weitere Kontaktplatten bietet. Wenn Sie jedoch zu einem Marderschreck der Abwehrmethode Ultraschall tendieren, kaufen Sie unbedingt ein Modell mit Frequenzmodulation. Achten Sie zudem auf einen Schalldruckpegel von mindestens 100 dB.

Den Marder abwehren und erschrecken

In der jüngeren Vergangenheit hat sich der Marder, genauer gesagt der Steinmarder zu einem Schrecken für Fahrzeughalter entwickelt. Angesprochen sind damit vielfältige Sachschäden, die der Marder an und in Autos anrichtet. Dabei erweist sich der männliche Steinmarder als besonderer Schädling. Er nagt vorzugsweise an Autoteilen wie Zündkabeln, Gummischläuchen oder auch an Wasserschläuchen für die Scheibenwaschanlage. Das Nagetier verkriecht sich im wahrsten Sinne des Wortes in das Innere des Motorraums und tobt sich dort aus. Naturgemäß sind alle Fahrzeuge mardergefährdet, die nicht in einer verschlossenen Einzel- oder Doppelgarage abgestellt werden. Ein im Carport abgestelltes Auto ist ebenso gefährdet wie das auf dem Laternenparkplatz oder auf dem eigenen Grundstück.

Auch in einer Hoch- oder Tiefgarage ist das Fahrzeug nicht vor dem Marder sicher. Das Tier findet problemlosen Zugang zu der weiten, oftmals mehrstöckigen Garagenfläche und hat dort ein regelrechtes Marder-Eldorado an Autos. Als weitestgehend absolut gilt nur der verschlossene Garagenplatz.Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte hat die Zahl der Marderschäden in einem Umfang zugenommen, dass die Kfz-Versicherer, wie es genannt wird, sich etwas einfallen lassen mussten. Heutzutage ist es Gang und Gäbe, dass der Marderschaden ein Leistungsfall für die Teilkaskoversicherung ist. Doch die Unterschiede sind groß, sodass der Versicherte genau ins Kleingedruckte sowie in die AGBs seines Versicherers schauen muss.

Die Marderschäden sind

  • versichert bereits in der Teilkaskoversicherung
  • versichert nur über die Vollkaskoversicherung
  • kein Leistungsfall, also nicht versichert
  • versichert nur als direkter Marderschaden, also ohne mögliche Folgeschäden
  • und anderes mehr

Ein typischer Folgeschaden als kaum versicherbar und nur schwer nachweisbar ist der Motorschaden infolge eines nicht entdeckten Marderschadens. Der Marder hat die Kühlschläuche durchnagt, was zunächst unentdeckt bleibt. Das ist die Ursache für ein Entweichen der Kühlflüssigkeit, und in der Folge davon für den anschließenden Motorschaden. Jetzt entscheidet die Güte der Kaskoversicherung, wer die Schadensbehebung bezahlt.

Der Marder – Steinmarder als hundeartiges Raubtier

Doch wer und was ist das Tier, das dem Kfz-Halter dermaßen viel Ärger und Kosten bereitet? Von seiner Gattung her ist der in den hiesigen Regionen lebende Steinmarder ein wildlebendes, hundeartiges Raubtier. Der Steinmarder, auch als Baummarder bezeichnet, gehört neben Dachs, Iltis, Otter und Wiesel zur großen Familie der Marder. Dem Marder wachsen bis zu drei Dutzend Zähne in der Form des für Raubtiere typischen Scherengebisses.

Der Steinmarder gilt als ein nachtaktiver Einzelgänger innerhalb der Marderfamilie. Jeder einzelne Marder verteidigt sein Jagdrevier, indem er es mit seinen Duftdrüsen markiert. Die tägliche Nachtaktivität führt ihn durch Gärten, entlang an Zäunen und Wänden bis hin zu Wald und Wiese. Auf den nächtlichen Streifzügen nutzen die Marder freistehende Autos als vorübergehenden Schutz und Aufenthalt.

Vor der Paarungszeit, und zwar in den Monaten von April bis etwa Juli, reagieren die männlichen Steinmarder hypernervös bis aggressiv auf den Duft ihrer Artgenossen. Das ist besonders dann der Fall, wenn der Steinmarder den Schutz in oder unter einem Auto sucht, das bereits durch einen anderen Marder sozusagen belegt ist. Spätestens jetzt setzt bei einem oder auch bei beiden von ihnen der „Beißwahn“ ein. Zerbissen und zernagt wird alles, was sich dazu anbietet. Das sind die besagten Schläuche und Verbindungen sowie Materialien aus weichem Gummi. Nagen ist nicht gleichbedeutend mit Zerbeißen.

Die eigentliche Gefahr ist der Schaden infolge des Nagens, nicht des Beißens. Nagen ist gleichbedeutend mit einem ansatzweisen Schaden, der sich erst im Laufe der Zeit zu dem Schadensfall als solchem entwickelt. Vor diesem Hintergrund und mit dieser Erfahrung wird der Steinmarder auch als „Kabelbeißer“ bezeichnet. Der Fahrzeughalter ist gut beraten, bei seinem freistehend geparkten Auto im Frühjahr und im Sommer des Öfteren einen Blick in den Motorraum zu werfen oder einen Werkstattcheck durchführen zu lassen.

Marderschäden am Auto und deren Folgen

Zündkabelschaden

Der ist am ehesten an einem zunehmend unruhigen Motorlauf erkennbar, wenn eine oder mehr Zündkerzen nicht mehr richtig arbeiten. Die Motorkontrollleuchte gibt den Hinweis, dass mit der Motorsteuerung etwas nicht in Ordnung ist. Je nach Marke, Modell und Fahrzeugtyp schaltet das Steuergerät in diesem Fall in ein Notlaufprogramm, mit dem die nächste Werkstatt aufgesucht werden kann. Alternativ sollte in dieser Situation der Pannendienst gerufen werden.

Bremsschlauchschaden

Einen nachlassenden Bremsdruck erkennt der erfahrene Autofahrer selbst oder er wird durch die entsprechende Kontrolllampe aufmerksam gemacht. Steigt die Kühlwassertemperatur an, kann das ein Indiz dafür sein, dass ein Marder die Kühlschläuche angenagt hat.

Generell ist der Marderbiss nicht einfach zu entdecken. Im Motorraum befinden sich zahlreiche Kabel und Schläuche aus flexiblen Materialien, die sich allesamt gut annagen bis zerbeißen lassen. Zu den vom Marder bevorzugten Autoteilen aus Materialien wie weichem Kunststoff oder Gummi gehören

  • Dämmmatten
  • Faltenbälge für Antrieb und Lenkung
  • Kunststoffschläuche aller Art
  • Schläuche für Kühlwasser und für die Scheibenwischanlage
  • Stromkabel
  • Zündkabel

Nahezu die Hälfte aller bei den Kfz-Versicherern registrierten Marderschäden sind angenagte und zernagt Zündkabel, gefolgt von Niederspannungskabeln sowie von Manschetten an der Lenkung und an den Antriebswellen. Die durchschnittlichen Kosten für die Schadensbehebung eines einzigen Marderbisses respektive Marderschadens betragen zwischen 150 und 300 Euro.

Mit dem Entdecken des Marderschadens ist es für den Kfz-Halter nicht getan. Der Marder hat sein Jagdrevier einmal mit seinem individuellen Duft abgesteckt; für ihn ist es so natürlich wie selbstverständlich, dass er zurückkehrt und im Übrigen sein Terrain auch gegen andere Marder verteidigt. Um sich vor weiteren Marderschäden zu schützen, muss der Fahrzeughalter jetzt selbst aktiv werden. Sich auf die Lauer zu legen ist kein probates Mittel, zumal der Marder nachtaktiv und buchstäblich wieselflink ist. In dieser Situation muss der Marder abgeschreckt, er muss regelrecht verschreckt werden.

Marderschreck – klein, handlich und günstig

Für die Marderabwehr bieten sich dem Fahrzeughalter verschiedenartige Möglichkeiten. Sie reichen vom „einfachen Hausmittel“ bis hin zum Marderschreck als einem kleinen und handlichen elektrischen Gerät. Andere Bezeichnungen sind Marderscheuche, Marderschocker oder Ultraschallscheuche. Auch der diesjährige Produkttest und Produktvergleich bestätigt rneut, dass mit jedem dieser Geräte dasselbe Ziel erreicht wird; der Marder soll daran gehindert werden, das freistehende Fahrzeug durch Nagen und Zerbeißen zu beschädigen.

Zu den gängigen Abwehrmethoden der Marderschreckangebote gehören der Ultraschall sowie die Hochspannung. Deren Gerätemaße betragen vier bis fünf Zentimeter in Höhe und Breite sowie bis zu sieben Zentimeter in der Tiefe. Die Marderschreckauswahl ist in Bezug auf Hersteller mit ihren Marken und auf Modelle recht vielfältig. Der Marderschreck ist batteriebetrieben und kann sowohl fest montiert als auch variabel angebracht werden. Vor der Montage des Marderschrecks müssen die vorhandenen Duftspuren des Tieres rückstandslos beseitigt werden. Dass sie vorhanden sind, ergibt sich aus der Situation, dass ein Marder anwesend war. Der tut, bildlich gesprochen keinen Schritt, ohne den Weg mit seinen Duftspuren zu markieren.

Damit ist die Voraussetzung geschaffen, um einerseits den vorhandenen Marder zu verschrecken, und um andererseits andere, neue Marder abzuschrecken. Die könnten ihrerseits jetzt ohne die vorhandenen Duftspuren aktiv werden, von denen sie bislang abgehalten worden sind. Der Fahrzeughalter sollte wachsam und sensibel werden, wenn er erstmalig einen Marder an oder in seinem Auto beziehungsweise in dessen Nähe entdeckt hat. Wo ein Marder lebt, dort leben erfahrungsgemäß noch weitere Marder. Sie werden immer wieder durch die Restwärme des Motors, aber auch durch den Geruch von anderen weiblichen Mardern angelockt.

Der Marderschaden kann, er muss aber nicht von dem ersten Marder angerichtet werden, der sich im Motorraum aufhält. Meistens ist es der zweite oder folgende Marder. Der riecht die Duftmarken seines Vorgängers. Allein diese Tatsache macht ihn aggressiv und verleitet ihn dazu, wie wild um sich zu beißen. Spätestens jetzt ist der Marderschaden unvermeidbar.

Funktionsweise des Marderschrecks

Wie der Begriff Marderschreck ausdrückt, soll das Tier erschreckt respektive verschreckt werden. Vermieden werden muss, dass der Marder durch den Einsatz eines Marderschrecks verletzt oder gar getötet werden könnte. Vielmehr soll das Tier davon abgehalten werden, sich im Motorraum oder in unmittelbarer Nähe des abgestellten Fahrzeuges aufzuhalten, es sich dort gemütlich zu machen. Insofern dürfen alle industriell hergestellten und getesteten Geräte zur Marderabschreckung lediglich eine abschreckende Schockwirkung ohne jede Folge oder Nachhaltigkeit haben.

Wenn der Fahrzeughalter zu eigenen, den Hausmitteln greift, dann sollte ebenfalls auf die Gesundheit des Tieres geachtet werden. Es darf sich nicht verletzten, sondern es soll verjagt werden mit dem Ziel, diese Örtlichkeit zukünftig zu meiden. Das ist nicht immer ganz einfach, zumal der Marder keinen festen Besuchsrhythmus hat. Nachdem er einmal da war, können Tage oder auch Wochen vergehen, bis er ein weiteres Mal kommt. Insofern hilft ein Marderschreck als technisches Gerät, das dauerhaft in Betrieb und jederzeit auf einen Marderbesuch vorbereitet ist.

Arten, Marken, Modelle und Methoden des Marderschrecks

Ultraschall

Der Ultraschall allgemein ist ein akustischer Schall mit einer Frequenz oberhalb des Hörbereiches des Menschen. Dieses akustische Signal wird nicht vom Fahrzeughalter, wohl aber vom Marder wahrgenommen. Der erschreckt sich dadurch und verlässt fluchtartig die Örtlichkeit.

Bei den im Test genannten gängigen Ultraschallmodellen liegt die Frequenz des Signals bei 20 kHz, und das bei einem Schalldruckpegel, der umgangssprachlichen Lautstärke von 100 Dezibel aufwärts. Diese Lautstärke, vergleichbar mit einem Benzin-Rasenmäher ist anhand von Erfahrungswerten dringend geboten. Versuche haben gezeigt, dass sich Marder an eine geringere Lautstärke von unter 100 Dezibel leicht gewöhnen. Sie werden insofern nicht abgeschreckt, sondern sie ignorieren den Ultraschall und bleiben unbeirrt am sowie im Motorraum des Autos. Ein ebenfalls eintretender Gewöhnungseffekt an immer ein und denselben Tonfall wird bei einigen der Ultraschallmarken und Modelle dadurch vermieden, dass die Frequenzmodulation ständig oder sporadisch verändert wird.

Auch der Marder ist, wie es heißt, ein Gewohnheitstier. Ihm ist die warme Umgebung des Motorraums samt den dortigen Materialien zum Nagen ausgesprochen angenehm. Dort macht es sich das Tier bequem und verlässt den Ort nur höchst ungern. Bildlich gesprochen wartet der Marder und harrt so lange aus, bis etwas passiert. Ein solches Ereignis ist das Wechseln der Frequenzmodulation. Durch diese neuen, bisher unbekannten Laute wird der Marder erschreckt und sucht das Weite.

Hochspannungsgerät

Eine andere Bezeichnung, die auch, aber eher zurückhaltend verwendet wird, ist der Elektroschock. Der eine Begriff ist so zutreffend wie der andere. Der Marderschreck als elektronisches Gerät wird mit mehreren, beispielsweise mit sechs, acht oder zehn Kontaktplatten elektrisch geladen. Diese Kontaktplatten werden an denjenigen Stellen montiert, die sich als beliebte Zugangsstellen für das Tier erwiesen haben.

Wenn der Marder in den Motorraum hineingelangen will, berührt er aufgrund der Platzierung ganz zwangsläufig eine oder auch mehrere der spannungsgeladenen Platten. In dieser Sekunde bekommt er einen Elektroschock. Der macht das Tier panisch, ohne ihm gesundheitlich zu schaden. Der Marder wird erschreckt und verlässt so schnell wie möglich die Örtlichkeit mit Motorraum und Abstellplatz des Fahrzeuges. Da es sich um das von dem Marder markierte Revier handelt, wird er kurz über lang versuchen, wiederzukommen mit der Folge, dass ihm dasselbe widerfährt. Dennoch hat sich das Hochspannungsgerät als einer der wirksamsten Marderschrecks erwiesen.

Im diesjährigen Proukttest hat sich gezeigt: e mehr Kontaktplatten installiert werden, umso dichter ist das elektrische Netz, in dem sich der Marder ganz zwangsläufig verfängt. Daher wird dieser Marderschreck mit einem elektrisch geladenen Weidezaun verglichen. Art und Wirkung sind hier wie da identisch. Das Tier bekommt, wie man sagt einen Stromschlag, durch den es in seiner schädigenden Aktivität gebremst, aber nicht verletzt wird.

Maschendraht

Ein natürlicher Marderschreck, also ohne elektrische oder elektronische Hilfe ist als altbewährtes Mittel ein Maschendraht. Er wird unter das Fahrzeug platziert, und darüber hinaus je nach Abstellplatz des Autos auch außen drum herum. Um in den Motorraum zu gelangen, muss der Marder kurz über lang und ganz zwangsläufig den Maschendraht betreten. Das ist für ihn neu, ungewohnt und schmerzt auch. Bei dieser Methode des Marderschrecks können Verletzungen an den Pfoten des Tieres nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Andererseits bleibt das Tier vor Unannehmlichkeiten wie einem Elektroschock oder wie unerträglich hohen Schallwellen verschont.

Einen Marderschreck nur mit Vorteilen und ohne jede Beeinträchtigung für das Tier gibt es nicht. Auch an den Maschendraht wird sich der eine oder andere Marder dauerhaft gewöhnen. Als ein typisches Gewohnheitstier zieht es ihn unwiderstehlich immer erneut in sein markiertes Revier zurück. Auch der Marder ist ein Individuum. Der eine ist an seinen Pfoten äußerst, der andere weniger sensibel. Ein Maschendraht-Marderschreck ist im örtlichen Baumarkt für wenige Euro erhältlich. Er braucht nicht montiert, sondern in der entsprechenden Größe lediglich unter dem Fahrzeug sowie drum herum ausgelegt zu werden. Erfahrungsgemäß fühlt sich der Marder auf diesem Untergrund höchst unsicher und wird trotz des verlockenden Motorraumes davon ablassen.

Nadelsperre

Ein anderer mechanischer Marderschreck ist die Nadelsperre; eine Kunststoffplatte, die mit Nadeln gespickt ist. Sie wird in beliebiger Größe im Motorraum platziert und dort fixiert. Das Tier kommt während seines Besuches oder Aufenthaltes im Motorraum fast automatisch mit dieser Nadelsperre in Berührung und wird diesen Ort in einem verschreckten Zustand schnellstmöglich wieder verlassen. Ebenso wie beim Maschendraht sind Verletzungen an den Pfoten des Tieres nicht gänzlich auszuschließen.

Der Fahrzeughalter sollte sich bewusst machen, dass ein Schutz des Autos ohne jede Beeinträchtigung des Steinmarders als dem Schädling nicht möglich ist. Das Tier lässt sich nicht einfach so vertreiben. Wenn es einmal seine Duftmarken gesetzt und sein Revier markiert hat, dann kommt es auch dorthin zurück. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang. Um Schäden am Auto zu vermeiden, muss der Marder daran gehindert werden dorthin zu gelangen, wo der Schaden möglich ist.

Die Nadelsperre kommt dem Maschendraht sehr nahe. Der Unterschied zwischen beiden Marderschrecks liegt vorwiegend in der Größe sowie in der Platzierung. Die Nadelsperre wird im Motorraum angebracht, der Maschendraht eher präventiv außerhalb des Fahrzeuges. Eins wie das andere muss mit einigem Knowhow angefertigt werden.

Weitere Hausmittel aus Omas Zeiten

Zu den weniger wirksamen, allerdings auch kaum nachhaltigen Marderschrecks gehören alte und dennoch bewährte Hausmittel wie

  • Hunde- und Katzenhaare im Motorraum
  • Uringeruch von Mensch und Tier auf einem im Motorraum platzierten Stofflappen
  • Spezielles Marderspray
  • Beseitigung der Duftspuren des Marders durch gründliche Motorwäsche
  • … und einiges andere mehr

Die richtige Position für den richtigen Marderschreck

Für jeden der einzelnen Marderschrecks gibt es eine bevorzugte Position im und am Fahrzeug. Wer den ungebetenen Besucher präventiv abschrecken möchte, der muss dafür sorgen, dass er gar nicht erst sein Ziel erreicht. Das ist immer der warme Motorraum mit seinen Kabeln und Schläuchen. Dafür sorgt am wirksamsten der Maschendraht. Entscheidend ist die lückenlose Platzierung um das Fahrzeug herum. Das ist nicht einfach aber möglich.

Wenn der Marder erst einmal den Weg in den Motorraum gefunden hat, dann ist der mit Duftspuren markiert. Das Tier wird alles dransetzen, immer wieder dorthin zu gelangen. Die im Motorraum angebrachten elektrischen Marderschrecks sind zwar wirksam, aber nicht vorbeugend. Sie erschrecken den Marder immer erst dann, wenn er den Motorraum als sein Ziel erreicht hat. In dieser Situation ist die gründliche Motorwäsche ein wirksames Mittel. Sofern möglich, sollte der Platz für das Abstellen des Autos gewechselt werden, sprich außerhalb des vom Marder markierten Reviers. Das wiederum ist auch deswegen nicht so einfach, weil für den Fahrzeughalter die Reviergrenze des Tieres wieder sichtbar noch riechbar ist.

Vorteile und Nachteile des einzelnen Marderschrecks

Die vorstehenden Marderschrecks lassen sich in die getesteten elektrischen sowie in die mechanischen aufteilen. Jede der beiden Gruppen hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Diejenigen innerhalb der jeweiligen Gruppe sind allerdings weitgehend dieselben.

Bei den elektronischen Marderschrecks erweist sich der Gewöhnungseffekt als ein dauerhafter Nachteil. Diese Situation haben die Hersteller als Ergebnis vielfältiger Tests erkannt und bei den meisten Modellen darauf reagiert. Die Gewohnheit des Marders wird weniger vom Verstand als vielmehr von seinem Instinkt bestimmt, das einmal markierte Revier immer wieder aufzusuchen und es zu verteidigen. Dieses Verteidigen ist häufig der eigentliche Anlass für den Marderschaden. Zwei männliche Tiere geraten sich in die Haare, man könnte sagen physisch und psychisch außer Rand und Band. Der „Platzmarder“ wird hektisch bis aggressiv und beißt um sich. Andererseits ist es für ihn ein reines Vergnügen, in dem warmen Motorraum genüsslich an den Kunststoff- und Gummikabeln zu nagen.

Bei den mechanischen Marderschrecks liegt der Nachteil in der Situation, dass eine Verletzungsgefahr des Tieres nicht ausgeklammert werden kann. Nadeln und Maschendraht sind Materialien, die dazu geeignet sind, die Pfoten des Tieres zu verletzen. Das wird vom Fahrzeughalter billigend in Kauf genommen. Im Gegensatz zu einem verletzten Haustier kann der Marder in freier Wildbahn nicht ärztlich behandelt oder medizinisch versorgt werden.

Insofern ist es durchaus auch eine Überlegung wert, mit einer Motorwäsche zu beginnen, um die Duftspuren des Tieres komplett zu beseitigen. Damit entfällt ein wesentlicher Grund für die Rückkehr des Marders, weil sein angestammtes Revier nicht mehr vorhanden ist.

Im Ergebnis ist das akustische Abschrecken immer noch besser, als mit verletzungsgefährdenden Drähten und Nadeln zu Werke zu gehen.

Alternativen zum Marderschreck

Zum Marderschreck selbst gibt es lediglich die oftmals eher theoretische Alternative, den Marder ganz einfach zu erschrecken, ihn zu verschrecken. Damit ist gemeint, ihn ohne technische oder mechanische Hilfsmittel zu verjagen, oder ihm in seinem einmal markierten Revier aus dem Weg zu gehen. Beides ist nicht einfach und vielfach auch gar nicht möglich. Insofern gelten als mögliche Alternativen die herkömmlichen Hausmittel aus dem vergangenen Jahrhundert. Von der Logik her müssen sie helfen; denn es gab auch eine Zeit vor den heutigen Marderschrecks mit Ultraschall und Elektroschock. Für echte Tierliebhaber sind der mechanische Maschendraht und erst recht die Nadelsperre ein No-Go. Sie setzen auf natürliche Abschreckung wie Tierhaare und ähnliches.

Ein im Motorraum geschickt platziertes Duftsäckchen mit dem Inhalt von präpariertem Granulat ist abschreckend, umweltschonend und für den Menschen absolut geruchsneutral. Aufgrund der rein biologischen Zusammensetzung dieses Marderabwehrmittels entsteht durch die Anwendung keinerlei Schaden bei Tier oder Mensch. Diesbezügliche Tests haben gezeigt, dass allein schon der Duft- und Markierungsstoff von Großwildkatzen weckt beim Marder einen ganz natürlichen Instinkt – er beugt sich dem größeren Tier und nimmt sofort reiß aus.

Fazit zum Marderschreck

  • Feststeht, dass der betreffende Kfz-Halter wirksam gegen den Steinmarder vorgehen muss.
  • Leider ist es vielfach so, dass der Schaden entsteht und erst danach die Schadensursache bekämpft werden kann.
  • Vorbeugen kann der Fahrzeughalter mit denjenigen Marderschrecks, die es schon in früheren Jahrzehnten gab.
  • Sowohl Ultraschall als auch Elektroschock haben jeder eine ausgiebig getestete, sofortige und nachhaltige Wirkung.
  • Insofern lohnt sich die Investition im zwei- bis dreistelligen Bereich in einen der getesteten Marderschrecks.
  • Der Kfz- oder Wohnmobilhalter ist gut beraten, sich bei der Montage fachmännisch helfen zu lassen.
  • Ob Ultraschall oder ob Hochspannung ist mehr eine Frage des Geschmacks als der tatsächlichen Wirkung.
  • Ein regelmäßiges Kontrollieren des Motorraums ist ebenso hilfreich wie die Motorwäsche zur Duftspurenbeseitigung.
  • Der natürlichste Weg des Marderschrecks ist, das Tier geruchsmäßig zu irritieren und dadurch abzuschrecken, bevor es einen Schaden anrichten kann.

Kurzinformation zu führenden Herstellern

Den Markt für die Marderabwehr mit elektronischen Marderschrecken bestimmen vergleichsweise kleine Marken. Häufig spezialisieren sich die Hersteller auf dieses Segment und bieten teilweise nur ein einziges Modell an.

  • HJH
  • Mardersicher
  • Kemo
  • Stop & go
  • Gardigo
Seit dem Jahr 1982 besteht die Schweizer HJH Trading AG. Das Handelsunternehmen mit fünf Mitarbeitern hat sich auf Produkte für die Marderabwehr spezialisiert. Nach dem Erfolg des Sensors 717 hat HJH mit dem Sensor 737 ein würdiges Nachfolgemodell auf den Markt gebracht.
Martina Schönthal gründete die Marke Mardersicher in Stutensee. Dabei vertreibt die Inhaberin nicht nur Produkte für die Marderabwehr, sondern auch für die Abwehr von Katzen. Mardersicher führt unterschiedliche Systeme zur Abwehr von Mardern.
Klaus Kernchen und Mato Vukovic leiten die Kemo-Electronic GmbH, deren Firmensitz im niedersächsischen Geestland liegt. Das breite Sortiment an elektronischen Bauteilen und Modulen vertreibt Kemo an den Fachhandel und die Industrie. Im Bereich der Marderabwehr bietet das Unternehmen sowohl Fertiggeräte als auch Module(Ultraschallgeneratoren).
Die Gründung der Norbert Schaub GmbH erfolgte im Jahr 1970 in Freiburg (Breisgau). Von 1982 bis 2015 leitete Norbert Schaub das Unternehmen zusammen mit seinem Sohn. Ab 1988 entwickelten Vater und Sohn gemeinsam Produkte zur Abwehr von Mardern und vertrieben diese unter der dafür gegründeten Marke Stop & Go. Als Spezialist für Marderabwehr bietet die Marke ein Vollsortiment – eine Seltenheit in diesem Produktbereich. Stop & Go bietet unterschiedliche Abwehrsysteme und diverses Zubehör.
Die tevigo GmbH mit Sitz im niedersächsischen Vechelde importiert Produkte aus den Bereichen Tierabwehr und Insektenschutz, um diese dann in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu vertreiben. Das Unternehmen leitet Sandra Basse. Mit Gardigo führt das Handelsunternehmen eine Eigenmarke, die verschiedene elektrische Geräte zur Abwehr von Mardern anbietet.

Wissenswertes & Ratgeber

MarderZahlen, Daten, Fakten rund um den Marderschreck

Die Lebensweise der Marder

Bei den Mardern, die Autoschäden verursachen, handelt es sich um die Art des Steinmarders. Dieser lebt als nachtaktive Einzelgänger. Zu dieser Lebensweise gehört die Verteidigung des eigenen Reviers gegenüber Artgenossen. Zur Markierung des eigenen Reviers nutzen Marder dabei ihre Duftdrüsen. Andere Marder erkennen diese Duftmarken und setzen wiederum eigene Marken. Die Tiere meiden offen Flächen und bewegen sich somit im Schutz von Hecken, Zäunen oder Mauern. Häufig nutzen sie auf ihren nächtlichen Streifzügen Autos als kurzfristigen Schutz, um dann weiterzuziehen.

Besonders vor der Paarungszeit reagieren Marder sehr aggressiv auf den Duft eines Artgenossen. Wenn somit ein Marder Schutz in dem Motorraum eines Pkws sucht und dort die Duftmarken eines Artgenossen wahrnimmt, gerät er oft in einen „Beißwahn“und zerbeißt die Kabel oder Schläuche im Motorraum. Somit gehört das Zerbeißen der Autokabel zu den territorialen Kämpfen der Marder.

Die typischen Schäden durch Marder

Steinmarder beißen meistens in Gummi und „bevorzugen“ somit Zündkabel, Gummimanschetten, Faltenbälge (Lenkung) sowie Kühl– und Scheibenwaschwasserschläuche. Allerdings kommt es ebenfalls an den Matten der Wärme– oder Geräuschdämmung zu Marderschäden. Der Steinmarder beißt:

  • zu 40 % in Zündkabel,
  • zu 21 % in Niederspannungskabel
  • und zu 14 % in die Manschetten der Lenkung oder Antriebswellen.
Häufig bemerken Autofahrerinnen oder -fahrer den Schaden nach einem nächtlichen Marderbesuch nicht sofort, da das Auto zunächst normal funktioniert. Jedoch kommt es nicht selten zu teuren Folgeschäden.

Die möglichen Folgeschäden

Ein beschädigtes Zündkabel zieht unter Umständen Schäden am Katalysator nach sich. Bei zerbissenen Gummimanschetten sind teilweise Probleme mit der Antriebswelle oder der Lenkung die Folge. Defekte Kühlwasserschläuche führen eventuell zu einerÜberhitzung des Motors.

  • Kümmern Sie sich also sofort um die Behebung der Schäden, wenn Sie Marderverbiss in Ihrem Motorraum entdecken, um teure und gefährliche Folgeschäden zu vermeiden!
  • Treffen Sie zudem Vorkehrung wie die Installation eines Marderschrecks, um weitere Schäden zu verhindern.
Wann und wo treten Marderschäden am häufigsten auf?

Marderschäden treten am häufigsten von April bis Juli auf, da männliche Steinmarder vor der Zeit der Paarung besonders aggressiv auf mögliche Konkurrenten reagieren. Obwohl sich in diesen Monate die Marderschäden besonders häufen, kommt es auch in den übrigen Monaten des Jahres zu Marderverbiss. In den 1980er-Jahren traten die ersten Schäden an Autos durch Marderbiss in der Schweiz auf und erst später klagten auch Autobesitzer in Baden-Württemberg und Bayern über dieses Phänomen. Nach wie vor kommt es in Süddeutschland häufiger zu Marderschäden an Autos, wobei jedoch der Unterschied zwischen Nord- und Süddeutschland tendenziell abnimmt.
Marderschäden in der Pannenstatistik des ADAC

Die Pannenstatistik des ADAC verzeichnete für das Jahr 2012 über 16.000 Schäden durch Marder – Tendenz steigend. Jedoch liegt die Dunkelziffer wahrscheinlich um einiges höher, da zahlreiche Autofahrerinnen und -fahrer einen Marderschaden häufig nicht als solchen erkennen. Daher tauchen diese Fälle in der Statistik z. B. als Lenkungsschaden auf, obwohl die Ursache in einem nicht erkannten Kabelverbiss durch einen Marder liegt.

Der ADAC schätzt den jährlich entstehenden Schaden durch Marder auf bis zu 100 Millionen Euro. Dabei belaufen sich die Kosten für einen Schaden auf durchschnittlich 150 bis 300 Euro.

Marderschreck richtig positionieren

Bevor Sie einen Marderschreck installieren, sollten Sie zunächst eventuelle Duftmarken von Mardern beseitigen. Trotz Marderschreck wollen Sie nicht weitere Tiere anlocken.


Das Beseitigen der Duftmarken

Mardersicher Mobil MS12V (Marderschreck mit Ultraschall+Hochspannung)Am zuverlässigsten beseitigen Sie die Duftmarken eines Marders durch eine Wäsche des Motors und des Unterbodens. Während die meisten Waschstraßen auch eine Unterbodenwäsche anbieten, sollten Sie die Motorwäsche einem Fachmann überlassen. Da Reinigungsmittel den Korrosionsschutz angreifen, verwenden Spezialisten zunächst Kaltreiniger und anschließend Konservierungsmittel. Alternativ bietet verschiedene Hersteller von Marderschrecken auch Duftmarkenentferner in Form einer Sprühdose an.

Die Positionierung eines Marderschrecks mit Ultraschall

Diese Modelle besitzen einen Lautsprecher, der das Ultraschallsignal aussendet. Daher entscheidet über die Wirksamkeit dieses Gerätetyps die richtige Ausrichtung dieses Lautsprechers. Dieser sollte nach unten zeigen, da der Marder aus dieser Richtung kommt. Verstecken Sie zudem das Gerät nicht! Positionieren Sie das Gerät an einer Stelle, sodass sich das Signal (Schallwellen) des Lautsprechers möglichst ungehindert ausbreiten kann. Die Befestigung des Marderschrecks am Fahrzeug erfolgt mit Kabelbindern oder mithilfe einer Montagevorrichtung und Schrauben. Achten Sie auf die sachgemäße Verbindung der Stromkabel mit der Autobatterie! Bei Geräten mit eigener Batterie entfällt der Anschluss an die Autobatterie.

  • Lesen Sie vor der Montage die jeweilige Anleitung sorgfältig durch!Mardersicher Mobil MS12V (Marderschreck mit Ultraschall+Hochspannung)
  • Wenden Sie sich bei Unklarheiten sicherheitshalber an eine Autowerkstatt!
Die Positionierung eines Marderschrecks mit Kontaktplatten

Nehmen Sie als Erstes die Sicherung aus dem Marderschreck! Danach fixieren Sie den Marderschreck an einer freien Fläche neben der Autobatterie. Dazu liefern Hersteller zumeist Schrauben und teilweise einen praktischen Montagewinkel mit. Während einige Hersteller die Kontaktplatten bereits fest mit dem Kabel verbinden, wählen Sie bei anderen Modellen die Position der Kontaktplatten am Kabel individuell aus. Durch Festschrauben befestigen Sie jede Kontaktplatte an der gewünschten Position des Kabels und stellen dadurch die Stromversorgung der Kontaktplatte her. Positionieren Sie dann die Kontaktplatten direkt an den Öffnungen des Motorraums, sodass der Marder beim Hineinklettern sofort einen Stromschlag bekommt und nicht weiter in den Motorraum vordringt. Zur Befestigung der Kontaktplatten dienen beiliegende Kabelbinder.

Achten Sie darauf, das Stromkabel nicht zu nah an heißen Motorteilen (Abgasanlage etc.) zu verlegen!

Zur Fixierung des Kabels verwenden Sie ebenfalls Kabelbinder. Zum Abtrennen der überstehenden Enden der Kabelbinder bietet sich eine Kombizange an. Zum Schluss stellen Sie die Verbindung zur Autobatterie und Fahrzeugmasse her. Einige Modelle besitzen zudem ein weiteres Kabel, das dem Anschluss an die Klemme 15 (Zündschloss) dient. Denken Sie daran, die Sicherung wieder einzusetzen. Wenden Sie sich bei Unsicherheiten an eine Autowerkstatt!

  • Konsultieren Sie bezüglich der Verbindung des Marderschrecks mit der Autobatterie und der Automasse unbedingt die jeweilige Montageanleitung!
  • Vergessen Sie nicht, den Aufkleber mit dem Warnhinweis „Hochspannung“ gut sichtbar im Motorraum zu platzieren, damit ein Mechaniker bei einer Reparatur keine Überraschung erlebt!
Der Einbau bei Kombigeräten

Bei einem Marderschreck, der sowohl Kontaktplatten besitzt als auch Ultraschallsignale aussendet, kombinieren Sie entsprechend die beiden oben beschriebenen Vorgehensweisen.

Benötigte Zeit für den Einbau

Für den Einbau eines Geräts mit Ultraschall benötigen Sie ca. 30 bis 60 Minuten. Da der Gerätetyp, der Marder mit Elektroschocks vertreibt, ein Anbringen der einzelnen Kontaktplatten erfordert, dauert die Montage länger: Rechnen Sie mit ca. 90 bis 120 Minuten.

FAQ rund um das Thema Marderschreck

❓  Ist der Einbau durch einen Fachmann ratsam?

Das hängt von dem jeweiligen Modell ab. Besonders bei Modellen, die ihren Strom über die Autobatterie erhalten, macht der professionelle Einbau in einer Werkstatt Sinn. Der Einbau eines Elektroschock-Modells bedeutet einen großen Aufwand, da Sie nicht nur das Gerät, sondern auch die Kontaktplatten positionieren müssen. Überlassen Sie auch deshalb einem Fachmann den Einbau dieser Gerätetypen: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Werkstatt verfügen zumeist über Erfahrungswerte bezüglich der optimalen Positionierung der Kontaktplatten. Die meisten batteriebetriebenen Modelle bauen Sie jedoch – auch ohne fachliches Vorwissen – selbst in dem Motorraum Ihres Pkws ein.

STOP & GO Ultraschall Marder-Abwehrgerät 07533 Batteriebetrieb Marderschreck 4B❓  Wie hoch ist der Wartungsbedarf eines Marderschrecks?

Nach der Installation des Marderschrecks im Motorraum benötigen die Geräte keinerlei Wartung. Allerdings sollten Sie bei batteriebetriebenen Modellen von Zeit zu Zeit überprüfen, ob die Batterie noch genügend Spannung liefert.

❓  Welche Anzeichen deuten auf einen Marderschaden hin?

Wenn Sie kleine Gummiteile unter Ihrem Auto finden, deuten diese unter Umständen auf einen Marderschaden hin. Auch Flecken unter Ihrem Pkw lassen sich eventuell auf einen Marderverbiss zurückführen. Überprüfen Sie in diesen Fällen sofort die Kabel, Schläuche und alle anderen Gummiteile im Motorraum auf Bissspuren. Wenn Sie unsicher sind, gehen Sie zur Überprüfung in eine Werkstatt! Bei einigen Fahrzeugen leuchtet möglicherweise eine Warnleuchte am Armaturenbrett auf.

❓  Wie sehen Marderbisse aus?

Die Tiere besitzen kleine sehr spitze Zähne, sodass der Verbiss durch Steinmarder Nadelstichen ähnelt. Wenn Sie Ihren Motorraum nach Bissspuren untersuchen, schauen Sie sich deshalb alle Kabel und Gummiteile genau an. Fühlen Sie mit Ihren Fingern, ob Sie Unebenheiten an den Schläuchen und Kabeln entdecken.

  Wie viel Strom benötigt ein Marderschreck?

Wenn die Autobatterie den Marderschreck speist, wirkt sich dies nicht negativ aus. Solange Sie mit Ihrem Pkw hin und wieder fahren, lädt sich die Batterie des Autos während der Fahrt immer wieder auf. Einige Hersteller weisen auf den Stromverbrauch der Geräte hin, die ihren Strom von der Autobatterie beziehen. Teilweise benötigen diese Modelle weniger als die Autoalarmanlage. Um trotzdem ein Entladen sehr alter Autobatterien zu verhindern, besitzen die Marderschrecke einiger Hersteller eineSchutzschaltung, die das Gerät vor einer Tiefenentladung der Batterie automatisch ausschaltet.

❓  Wie wirkt sich der Ultraschall eines Marderschrecks auf Haustiere aus?Kemo 3in1-Marderabwehr M176 für Kfz 12V, wasserdicht (IP 65)

Auch Haustiere nehmen den Schall des Marderschrecks wahr und meiden folglich den Bereich. Teilweise ignorieren oder dulden Hunde den Schall, weil Frauchen oder Herrchen sich am Auto aufhalten.

❓  Welche Voltzahlen verwenden Marderschrecks?

Ein Marderschreck lädt die Kontaktplatten – je nach Modell und Hersteller – mit einer Spannung von 150 bis 700 Volt auf, die sich bei der Berührung durch einen Marder schlagartig entlädt. Obwohl sich der Steinmarder erschreckt und das Auto in Zukunft meidet, besteht für das Tier keine Lebensgefahr. Während in den Produktbeschreibungen vieler Hersteller häufig das Wort „Hochspannung“ auftaucht, sprechen jedoch Elektriker erst ab einer Spannung von 1.000 Volt von Hochspannung.

Gardigo Marder-Frei Mobil mobiler Schutz für Auto, Haus und überall❓  Was ist der Ping-Pong-Effekt?

Zum Ping-Pong-Effekt kommt es im städtischen Raum, wenn Sie Ihr Auto über Nacht an unterschiedlichen Stellen abstellen – also über keinen eignen Parkplatz verfügen. Falls bereits ein Marder seine Duftmarken an Ihrem Auto hinterlassen hat und Sie Ihr Auto dann im Revier eines anderen Marders abstellen, fühlt sich dieser von dem „Eindringling“ gestört und beißt sehr wahrscheinlich zu. Sollten Sie Ihr Auto im Anschluss wieder im Revier des ersten Tiers abstellen, reagiert dieses ebenfalls mit Beißwut. Dieses für die Autobesitzerin oder den -besitzer sehr unangenehme Phänomen heißt: Ping-Pong-Effekt.

❓  Warum hören Menschen den Schall eines Marderschrecks nicht?

Marderschrecke, welche die Tiere durch Schallwellen vertreiben, benutzen sehr hohe Frequenzen. Während das menschliche Hörvermögen nur den Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz umfasst, hören Marder auch Töne oberhalb von 20.000 Hz. Dieser Frequenzbereich nennt sich Ultraschall. Auch Hundepfeifen nutzen diesen für den Menschen nicht wahrnehmbaren Frequenzbereich.

❓  Ist der Marderschreck aktiv?

Da Sie Ultraschallgeräte nicht hören und Sie die Kontaktplatten bei Schockgeräten unter keinen Umständen berühren sollten, statten Hersteller ihre Geräte entweder mit einerKontrollleuchte oder mit einem Signalton aus. Somit erkennen Sie sofort, ob der Marderschreck funktioniert. Auch den rechtzeitigen Batteriewechsel vereinfachen diese Kontrollsysteme.

❓  Eignet sich ein Marderschreck auch für Fahrzeugtypen, deren Batterie sich im Kofferraum befindet?Mardersicher Mobil MS12V (Marderschreck mit Ultraschall+Hochspannung)

Ja. Wenn sich die Autobatterie im Kofferraum des Fahrzeugs befindet, verfügt das Fahrzeug über einen Plus-Kontakt unter der Motorhaube. Häufig verbirgt sich dieser Kontakt unter einer Plastikkappe. Sie schließen den Marderschreck an diesen Kontakt an und brauchen kein Kabel bis zum Kofferraum legen.

❓  Zahlt die Autoversicherung bei Marderschäden?

Eine Teilkaskoversicherung deckt Marderschäden nur ab, wenn dies ausdrücklich in der Versicherungspolice steht. Dann übernimmt die Versicherung den Betrag, der über der Selbstbeteiligung liegt. Allerdings deckt die Versicherung nur die akut durch den Marder verursachten Schäden wie angebissene Kabel ab und kommt nicht für eventuelle Folgeschäden auf.

❓  Bevorzugen Marder bestimmte Autofabrikate?

Obwohl verschiedene Quellen berichten, dass Marderschäden besonders häufig bei Autos der Marken Ford, Chrysler und Renault vorkommen, gibt es keine statistischen Erhebungen zu diesem Thema. Allerdings denken Fachleute, dass Marder seltener in Fahrzeuge klettern, deren Motorräume nur wenig Freiraum bieten. Nach dieser Überlegung wären z. B. Minibusse oder Vans häufiger von Marderverbiss betroffen als andere Autotypen. Allerdings nutzt die Spekulation wenig und nur die Vorbeugung mit einem Marderschreck stellt sicher, dass es in Ihrem Auto nicht zu Marderschäden kommt – unabhängig vom Typ und Hersteller des Autos.

Nützliches Zubehör

Duftmarkenentferner

Verschiedene Hersteller bieten Duftmarkenentferner an. So führen z. B. auch die MarkenKemo sowie Stop & Go, die wir Ihnen bereits kurz vorgestellt haben, dieses Zubehör in Form einer Sprühdose. Nach dem Einsprühen des Motorraums, der Kotflügel und der Motorhaube warten Sie einige Minuten, bevor Sie das Mittel mit Wasser wieder abspülen.

Um sicherzugehen, machen Sie eine professionelle Motor- und Unterbodenwäsche vor dem Einbau Ihres Marderschrecks: Mit den Sprays zum Entfernen der Duftmarken erreichen Sie nur schwer alle Stellen im verwinkelten Motorraum!

Sicherheits-Motorhauben-Schalter

Diesen Schalter bauen Sie zwischen Marderschreck und Autobatterie ein. Beim Öffnen der Motorhaube schaltet sich nicht nur das Gerät aus, sondern es kommt außerdem zu einer automatischen Entladung der Kontaktplatten. Ohne diesen Schalter führen die Kontaktplatten – nach dem Abschalten des Marderschrecks – weiterhin für einige Minuten Strom.
Ergänzungs-Sets

Teilweise bieten Hersteller von Marderschrecks, die Hochspannung verwenden, Ergänzungs-Sets an. Da z. B. ein Kleinbus dem Marder mehr Zugangsmöglichkeiten gibt, benötigen Sie zusätzliche Kontaktplatten. Diese und einen längeren Draht erhalten Sie beim Kauf eines Ergänzungs-Sets.

Achten Sie darauf für Ihren Marderschreck auch ein Set des jeweiligen Herstellers zu kaufen!

Ersatzbatterie

Wenn Sie ein vom Stromkreis des Fahrzeugs unabhängiges Gerät kaufen, sollten Sie sich Ersatzbatterien ins Auto legen. So wechseln Sie überall und jederzeit leere Batterien aus, um den Marderschutz aufrecht zu erhalten.

Kabelbinder

Bei Modellen mit Kontaktplatten reichen die beiliegenden Kabelbinder teilweise nicht aus, um alle Kontaktplatten und das Kabel über die gesamte Länge sicher zu fixieren. Kaufen Sie sich dann weitere Kabelbinder: Diese praktischen kleinen Helfer erhalten Sie in jedem Baumarkt.

Alternativen zum Marderschreck

Es gibt unterschiedliche Alternativen zu einem elektronischen Marderschreck. Allerdings funktionieren diese Methoden der Marderabwehr selten zuverlässig oder sie sind mit einem erheblichen Aufwand verbunden.

AntiMarder_SprayAnti-Marder-Spray

Diese Sprays enthalten biologische Duftstoffe, die Marder vertreiben. Mit dem Anti-Marder-Spray behandeln Sie alle potenziellen Angriffsstellen der Tiere. Allerdings verfliegt der Duft wieder, sodass Sie diesen Vorgang nach wenigen Tagen – mindestens einmal pro Woche – wiederholen müssen. Also ist mit Anti-Marder-Spray ein größerer Aufwandverbunden als mit einem elektrischen Marderschreck. Entsprechend den Erfahrungen verschiedener Autobesitzerinnen und -besitzern liegen die Erfolgschancen bei ca. 50 %: In jedem zweiten Motorraum tauchten Marder trotz Spray erneut auf. Zudem hinterlassen einige Sprays einen unangenehmen Geruch im Innenraum des Pkws.

Anti-Marder-Schläuche

Diese Schläuche bestehen aus Hartplastik und dienen der Ummantelung der Kabel sowie Schläuche im Motorraum. Nach dem Zuschneiden der Meterware lassen sich diese Anti-Marder-Schläuche seitlich auf die Kabel klipsen. Das Hartplastik verhindert, dass die Zähne des Marders die Motorkabel beschädigen, hält die Tiere jedoch nicht davon ab, in den Motorraum vorzudringen.Marderabwehrspray

Die Hausmittel

Verschiedene Autobesitzerinnen und -besitzer greifen zu Hausmitteln, um Marder vom Pkw fernzuhalten. Dazu zählen Mottenkugeln, Toilettensteine sowie kleine Beutel mit Katzen- oder Hundehaaren. Jedoch verfliegt der Duft dieser Mittel schnell – spätestens bei der ersten Autofahrt im Regen. Zudem gewöhnen sich Marder auch an diese Duftstoffe, wie Forscher an der Justus-Liebig-Universität Gießen herausfanden.

Die Motorversiegelung

Bei einigen Pkws besteht die Möglichkeit, den gesamten Motorraum mit Lochblechen und Borstenvorhängen zu versiegeln. Somit finden Marder keinen Weg in das Innere des Motorraums. Den Umbau, der mehr kostet als die teuersten elektrischen Geräte zur Marderabwehr, übernehmen Autowerkstätten, wobei sich nicht jeder Autotyp eignet.

AntiMarderSchutzMaschendraht

 

Viele Autobesitzer legen einen Holzrahmen, der einen Maschendraht (Kaninchendraht) aufspannt, auf den Boden direkt unter dem Motorraum. Da Marder nicht über Draht gehen, verhindert der Draht ein Eindringen der Tiere in den Motorraum. Es gibt keine Untersuchungen bezüglich der Wirksamkeit dieser Methode. Während sich einige Autobesitzer von dem Draht überzeugt zeigen, berichten andere, dass Marder sich nach ein paar Wochen an den Draht gewöhnen und dann erneut in den Motorraum klettern.

Lebendfallen

Mit speziellen Marderfallen lassen sich die Tiere fangen und in einem anderen Gebietwieder aussetzen. Halten Sie jedoch unbedingt Rücksprache mit einem Jäger, da die Tiere unter Schutz stehen! Um einen Marder erfolgreich zu fangen, benötigen Sie Kenntnisse der Lebensweise, sodass Sie die Falle an einem geeigneten Ort aufstellen.

Zudem dürfen Sie Marder nicht im März und April fangen, da die Tiere dann ihren Nachwuchs aufziehen: Die Jungtiere würden im Bau verhungern, wenn Sie das Alttier fangen und andernorts aussetzen. Setzen Sie einen gefangenen Marder mindestens 60 km vom Ursprungsort entfernt wieder aus – sonst findet das Tier aufgrund seines ausgeprägten Geruchssinn zurück. Diese Methode gestaltet sich also in der Praxis als sehr zeitaufwendig. Außerdem findet unter Umständen ein Artgenosse den Weg in Ihren Pkw.

Weiterführende Links und Quellen

 

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