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Stickmaschine Test - fĂŒr individuell gestaltete Kleidung - Vergleich der besten Stickmaschinen 2019

Die Stickmaschine fertigt Verzierungen auf Stoffen maschinell an. Dabei ist es unumgÀnglich, zunÀchst einmal als Grundlage auf die Handarbeitstechnik "Sticken" etwas nÀher einzugehen. Beim Sticken werden TrÀgermaterialien in Form von Stoffen, Leder oder Papier mit Durchziehen und AufnÀhen von FÀden verziert.

Stickmaschine Bestenliste 2019

Letzte Aktualisierung am:

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Was ist eine Stickmaschine?

Bereits bei der Handarbeit haben sich verschiedene Techniken entwickelt. Bekannt waren die Buntstickerei und die Weißstickerei. Die Haarstickerei wird heute nur noch vereinzelt in China angefertigt. Daraus haben sich verschiedene Formen herausgebildet. So sind weitere dazugekommen wie zum Beispiel:

  • Zwirnknöpfe
  • Posamentenknöpfe
  • handgestickte GĂŒrtel
  • Weißstickereien
  • Monogrammstickereien
  • SchwĂ€lmer Stickereien
  • Ajour Stickereien
  • Hohlsaumstickereien
  • Schwarzstickereien
  • Hedebo
  • Nadelspitzen mit und ohne Stoff
  • Reticella Stickereien
  • Reticella Nadelspitze ohne Stoff
  • Nadelmalerei
  • Zierstiche
  • Durchbruchstickerei
  • Kreuzstichstickereien
  • Paillettenstickereien
  • Kordelstickereien
  • Moosstickereien
  • BĂ€ndchenstickereien und viele andere.

FĂŒr die verschiedenen Techniken werden die verschiedensten Stiche verwendet. Einige der Techniken werden bereits durch ihre Sticharten gekennzeichnet, wie es zum Beispiel die Kreuzstichtechnik, Kelim– oder Gobelin-Technik ist.

Je nach Sticktechnik werden verschiedene Stiche verwendet. Dabei kann es vorkommen, dass unterschiedliche Techniken dieselben Sticharten verwenden. Eine grobe Zuordnung zu den einzelnen Musterarten ergibt fĂŒr die Kreuzstichtechnik und entsprechende Unterarten die Verwendung von

  • halber Kreuzstich / Gobelinstich
  • Perlstich / Petit Point
  • Kreuzstich
  • Langstich

Der Buntstickerei arbeitet beispielsweise vorwiegend mit folgenden Sticharten:

  • Vorstich
  • Steppstich
  • Stielstich
  • FischgrĂ€tenstich
  • doppelter Steppstich
  • Zweigstich
  • Knötchenstich
  • Schlingstich / Festonstich / Langettenstich
  • Hexenstich / Kreuznahtstich / Schattenstich
  • Hohlbeinstich
  • Plattstich / Flachstich
  • Schnurstich
  • Perlstich / Petit Point
  • Margeritenstich
  • Spannstich
  • Wickelstich u. a.

Um die vielen Möglichkeiten visuell zusammenzustellen, werden oft sogenannte MustertĂŒcher hergestellt, wo alle Stiche untereinander aufgestickt sind. Eine Stickmaschine ĂŒbernimmt nun diese aufwendige Arbeit des Stickens professionell. Sie Ă€hnelt fĂŒr den einfachen Gebrauch im Haushalt dem Aufbau einer NĂ€hmaschine und stickt das gewĂŒnschte Motiv auf den Stoff, Jeans oder Filz.

Dazu wird der Stoff mittels Stickrahmen unterhalb der Nadel befestigt, der sich nun automatisch vertikal und horizontal je nach Programm hin- und herbewegt. Bei NÀhmaschinen ohne Stickfunktion muss durch manuelles Bewegen eines normalen runden Stickrahmens und der Nadel teils mit BetÀtigung des Handrades die NÀhmaschine wie beim Stopfen bedient werden. Die Automatik der neueren NÀh- / Stickmaschinen erleichtert daher zumindest diesen Arbeitsgang um ein Vielfaches.

Funktion und erste Schritte mit einer Stickmaschine?

Bei Ă€lteren Maschinen befindet sich die Stickinformation des Wunschmotivs auf einer Stickkarte, die in einen Slot eingeschoben wird. Bei neueren GerĂ€ten wird ein USB-Kabel direkt an den PC angeschlossen bzw. mittels USB-Speicherstick mit den Informationen versorgt. FĂŒr die Stickdateien gibt es unterschiedliche Formate. Alle Maschinen arbeiten vektorbasiert mit Pfaden, die im Gegensatz zu Pixelgrafiken aus mathematischen Formeln zusammengesetzt sind.

Jeder Stich, den die Maschine ausfĂŒhrt, ist vorprogrammiert. Linien werden mit Zickzack-Stich, Geradstich und Dreifachstich ausgefĂŒhrt. FĂŒr das Sticken von FlĂ€chen werden Satinstich, FĂŒllstich, Kreuzstich, Kreisstich, Radialstich und Spiralstich eingesetzt. Wenn ein Motiv mehrere Farben beansprucht, so ist sowohl die Reihenfolge der Schritte als auch die Farbe des Garns gespeichert, das einzufĂ€deln ist. Die Stickmaschinenhersteller verwenden fĂŒr ihre Programme unterschiedliche Formate. Einen einheitlichen Standard fĂŒr alle gibt es nicht.

Nachfolgend werden alle Stickformate aufgelistet.

  • Brother (*.PES)
  • Husqvama / Viking (*.HUS, *.SHV, *.VIP)
  • Janome (*.JEF, *.SEW)
  • Melco (*.EXP)
  • Pfaff (*.PCS, *.Vp3)
  • Singer (*.CSD, *.XXX)
  • Tajma (*.DST)
  • Bernina (*.art, exp+)

FĂŒr das Synonym “*” steht dann der Name der Datei mit nachfolgender Formatangabe, getrennt mit Punkt. Einige Programme sind multiformatfĂ€hig und können somit auf jeder Stickmaschine verwendet werden. Lediglich in der Bedienung der Programme bestehen unter den Herstellern Unterschiede, die die FunktionalitĂ€t betreffen. Man kann Programme im Internet kaufen. Man kann auch einige Programme kostenfrei downloaden.

Es besteht auch die Möglichkeit, mithilfe geeigneter Software seine eigenen Programme zu erstellen. Eine Sticksoftware ist das Programm Embird, das auch downgeloadet werden kann. Das ist eine Software, die herstellerunabhĂ€ngig ist. Die erstellten Programme können in verschiedenen Formaten erstellt und von allen Maschinen abgearbeitet werden. Mit Embird können gekaufte Softwaredateien bearbeitet werden, d. h. vergrĂ¶ĂŸern, verkleinern, die Farben wechseln, drehen, spiegeln oder auch das Motiv selbst verĂ€ndern. Verschieden Stickdateien können auch kombiniert werden.

Es können eigene Fotos und Grafiken digitalisiert werden und somit eigene Stickdateien erstellt werden, die man verkaufen kann. Embird ist modular aufgebaut und daher preisgĂŒnstig, da man sich nur die Module kauft, die man auch benötigt. Je nach gewĂŒnschten Funktionen kann man sein Basic spĂ€ter erweitern. Embird unterteilt sich in:

  • Embird Basic: Grundmodul, mit
    Modul “Embird Editor”: fĂŒr das VerĂ€ndern gekaufter Software
    Modul “Embird Manager”: fĂŒr das Verwalten von Stickdateien
  • Embird Studio: fĂŒr das Erstellen neuer Stickdateien
  • Embird Sfumato: fĂŒr das Digitalisieren von Fotos und Umwandeln in Stickdateien
  • Embird Cross Stitch: fĂŒr das Erstellen von Kreuzstich Stickdateien
  • Embird FontEngine: fĂŒr das Erstellen von Stickschriften

Interessant ist es, sich selbst die eigenen Stickdateien mit einer Sticksoftware herzustellen. Als Basisgrundlage dient ein Foto, Bild oder Grafik, das die Sticksoftware digitalisiert und in eine Vektorgrafik umwandelt. Anschließend wird es nach den eigenen Vorstellungen bearbeitet. Es kann mit anderen Motiven, Schriften oder Rahmen versehen werden, es kann vergrĂ¶ĂŸert, verkleinert, gespiegelt, gedreht oder die Farben verĂ€ndert werden.

Nun ĂŒbersetzt die Software die Vorlage in Stiche und speichert das Ergebnis in einer Stickdatei mit entsprechendem Format ab. Nach einem Probestickgang kann die Datei nochmals optimiert werden, bevor sie dann ihren endgĂŒltigen Bearbeitungsstand hat und abgespeichert wird. Neben eigenen Programmen der Stickmaschinenhersteller sind noch andere geeignete oder sogar kostenfreie Softwarelösungen auf dem Markt. Welche Funktionen sollten diese Programme besitzen?

  • Stickdateien erstellen: Umwandeln von Bildern, Fotos und Grafiken in Stickdateien
  • Änderung von fertigen Stickdateien: GrĂ¶ĂŸe, Farbe u. a.
  • Kombination von Stickmotiven: mit Rahmen, Schriften u. a.
  • Umwandlung der Computerschriften in Stickschriften
  • Speicherung in verschiedene Stickformate
  • Umwandlung in andere Stickformate
  • Verwaltung der vorhandenen Stickdateien
  • Stichsimulator

Die grundlegenden Arbeitsschritte fĂŒr das Sticken mit der Maschine

  1. Programm editieren, Stickdatei per USB, Stickdatei auswÀhlen
  2. Stoff oder / und Stickvlies in den Rahmen spannen, nachdem der Stoff auf das Vlies gelegt und mit SprĂŒhkleber fixiert wurde.
  3. Nach Vorgabe der Stickdatei wird die Garnrolle mit der passenden Farbe eingelegt. FĂŒr den Unterfaden muss das gleiche Garn wie fĂŒr den Oberfaden benutzt werden.
  4. Stickrahmen auswÀhlen
  5. Sticken beginnen
  6. die hergestellten Vliesmotive ausschneiden (bei Motivherstellung)

Was brauche ich als Grundausstattung?

  1. Kombi – oder Stickmaschine
  2. Rahmen: Der Rahmen sollte nach Möglichkeit grĂ¶ĂŸer als 10 x 10 cm sein. Notfalls muss ein passender Rahmen nachgekauft werden, 13 x 18 cm oder grĂ¶ĂŸer. Das Einspannen in den Rahmen ist bei Handstickerei und Maschinenstickerei unterschiedlich. Bei Handstickerei wird der Stoff von oben nach unten gespannt, also oben eingelegt, die Ecken außerhalb des Rahmens zeigen nach unten. Bei der Maschinenstickerei ist es genau umgekehrt, der Stoff liegt unten, die RĂ€nder oder Ecken zeigen nach oben.
  3. Nadeln: prinzipiell gilt dĂŒnner Stoff + Garn -> dĂŒnne Maschinensticknadeln, dicker Stoff + Garn -> dicke Maschinensticknadeln.
  4. Garne: aus Kunstseide, Viskose, Polyester, Baumwolle, Wollgarn, Metallicgarne u. a. Als Untergarne sind spezielle AusfĂŒhrungen erhĂ€ltlich, die auf der RĂŒckseite des Stickbildes kaum zu spĂŒren sind. UnterfĂ€den sind zum Teil fertig aufgespult erhĂ€ltlich. Die gebrĂ€uchlichsten Stickgarne sind:
    • ganz dĂŒnnes Baumwollgarn
    • Sticktwist (6 dĂŒnne, teilbare FĂ€den)
    • Mattstickgarn (locker gedrehter, dickerer Baumwollfaden)
    • Perlgarn (gedrehter, glĂ€nzender Baumwollfaden unterschiedlicher StĂ€rke)
    • dĂŒnnes, weiches Wollstickgarn (Taubenzephir)
    • dickes Wollstickgarn (Kelimgarn)
    • Quiltgarn (sehr fester dĂŒnner Baumwollfaden)
    • Gold- und Silbergarn (verschiedene StĂ€rken)
  5. Stickdateien: Neben kostenlosen Angeboten, den bereits in der Maschine installierten oder mit einem Softwareprogramm eigens erstellten Dateien findet man im Internet viele Anbieter, die Stickdateien verkaufen. Dazu gehören sowohl Internetshops als auch Designer wie zum Beispiel:
    • DaWanda
    • Anja Rieger
    • EmiOli
    • Janeas World
    • Smila und andere
  6. Stickvlies: Prinzipiell werden 3 Arten von Stickvlies unterschieden.
    • zum Abreißen
    • zum Auswaschen
    • zum Abschneiden

Stickvliese zum Abreißen: Das Vlies kann nach dem Sticken einfach abgerissen werden. Zu dieser Sorte gehören Vliese ohne Haftbeschichtung, zum AufbĂŒgeln oder zum Kleben. Vliese ohne Haftbeschichtung werden bei glatten und nicht dehnbaren Stoffen wie Baumwolle, Leinen oder Filz verwendet. Vliese zum AufbĂŒgeln werden vor dem Sticken auf dehnbare Stoffe wie Jersey, Wolle oder Polyester aufgebĂŒgelt, damit sie stabil bleiben. Vliese zum Kleben verwendet man, wenn beim Einspannen AbdrĂŒcke entstehen oder das StĂŒck Stoff zu klein fĂŒr den Rahmen ist. Man spannt dann nur das Stickvlies ein und zieht die Schutzschicht von der Klebeschicht ab. Danach kann das kleine StoffstĂŒck aufgeklebt werden.

Stickvliese zum Auswaschen: Das Vlies wird nach dem Sticken mit Wasser ausgewaschen. DĂŒnne Stickfolie wird ĂŒber Stoffe wie Frottee, Samt oder PlĂŒsch gelegt. ZusĂ€tzlich wird zum Stoff und Folie noch das gewĂŒnschte Stickvlies eingespannt. Bei Spitzenstickerei wird eine extrastarke Folie mit in den Rahmen gespannt und darauf gestickt. Bei durchsichtigen Stoffen, die nicht in Rahmen gespannt werden können oder dĂŒrfen, wird ein selbstklebendes Stickvlies verwendet.

Stickvliese zum Abschneiden: Hier handelt es sich um weiche Stabilisatoren wie Dekos auf Taschen oder Accessoires, die im Stoff bleiben.

  1. SprĂŒhzeitkleber Mit dem Kleber können Stoffe fĂŒr eine bestimmte Zeit miteinander verbunden werden. Der Kleber wird bei Stoffen verwendet, die man nicht in den Rahmen spannen kann. Man spannt das Vlies in den Rahmen und sprĂŒht entweder den Rahmen oder das aufzuklebende StĂŒck Stoff ein. Man sollte darauf achten, dass der Rahmen nicht angesprĂŒht wird.
  2. Stoffe: Die zu bestickenden Stoffe sollten mit den entsprechenden Stickmaterialien gut abgestimmt sein. Die Garne mĂŒssen zum Stoff passen.

Vorteile & Anwendungsbereiche einer Stickmaschine

Beim Maschinensticken fĂŒhrt die Maschine den Stickrahmen. Beim Freihandsticken wird der Stickrahmen mit der Hand gefĂŒhrt. FĂŒr das Freihandsticken ist viel Übung erforderlich. Die Anwendung einer Stickmaschine ist fĂŒr den Laien und Profi unbegrenzt möglich. Seien es die Herstellung von Stickdesigns in Form von Flaggen, Tieren, Ostern, Weihnachten, Sport, Sternzeichen oder Blumen, die als Vorlagen downgeloadet werden können, oder das Aufsticken von Applikationen, das Besticken von Kissen, Decken oder WĂ€sche, in vielen Bereichen ist mit dieser Handarbeitstechnik die Möglichkeit geboten, Verzierungen und Muster auf Stoffe zu kreieren.

Es muss nicht mĂŒhevoll in Handarbeit gestickt werden, sondern man kann mit der Maschinenstickerei in kurzer Zeit brillante Ergebnisse erzielen. Des Weiteren stehen viele Techniken zur VerfĂŒgung, um einen gewĂŒnschten Effekt zu erzielen.

Zum Beispiel gibt es verschiedene Arten von Stickdateien fĂŒr

  • FĂŒllstiche
  • Applikationen
  • Fransen-Applikationen
  • 3-D-Applikationen
  • Kreuzstich
  • ITH
  • Doodle Stitching
  • Krocket
  • PrĂ€gemuster
  • Spitze
  • Freebies, kostenfreie Stickdateien

Stickvorlagen gibt es in allen GrĂ¶ĂŸen und Schattierungen. Einige nachfolgende Beispiele zeigen die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten der Stickmaschinen.

  • Stickmuster fĂŒr Buchstaben, Musikinstrumente, fĂŒr AnfĂ€nger, moderne, Alphabet u.a.
  • Stickmuster, alt: historisch, mittelalterlich, schwedisch, dĂ€nisch, keltisch, Krone u.a.
  • Stickvorlagen Tiere: Rentier, Katze, Frosch, Wolf, Pferd, Elch, Drache, Kuh u. a.
  • Stickvorlagen Kinder: Foto, Geburt, Auto, BĂ€rchen u. a.
  • Stickvorlagen Blumen, Rose, Lavendel
  • Stickvorlagen fĂŒr Weihnachten, Engel, Weihnachtsmann, Schneeflocke, Schneemann, Stern, Tannenbaum, Kugel, Licht, Kerze usw.

Beliebt sind auch die Stickereien mit Durchbruchmuster, Hardanger, die Weißstickerei, die Schwarzstickerei, die besonders auch bei Trachtenbekleidungen oder HaushaltwĂ€sche wie Tischdecken zum Einsatz kommen.

Welche Arten von Stickmaschinen gibt es?

Es werden 2 Arten von Stickmaschinen unterschieden. Die kombinierte Variante aus NĂ€hmaschine und Stickmaschine ist sowohl fĂŒr das NĂ€hen als auch in einem GerĂ€t fĂŒr das Sticken geeignet. Die Modelle sind meistens preisgĂŒnstig und ideal fĂŒr Einsteiger. Die maximale StickflĂ€che ist aber auf nur 10 x 10 cm begrenzt, sodass grĂ¶ĂŸere Arbeiten nicht damit ausgefĂŒhrt werden können. NĂ€htisch und Nadelfuß mĂŒssen außerdem je nach Verwendung stĂ€ndig gewechselt werden. Bei einer reinen Stickmaschine unterscheidet man in zwei Varianten.

Einfachere Modelle arbeiten nur mit einer Nadel. Beim Farbwechsel ist ein Garnwechsel notwendig. Professionelle Modelle arbeiten mit bis zu 15 Nadeln, die jeweils 1000 Stich in der Minute durchfĂŒhren können. Es können 15 verschiedene Farben und Garne verwendet werden. Diese Profis unter den Stickmaschinen Ă€hneln einer ĂŒberdimensionalen Overlock NĂ€hmaschine mit Sticktisch. Die reinen Stickmaschinen können sowohl in der einfachen als auch professionellen Variante grĂ¶ĂŸere Projekte fĂŒr grĂ¶ĂŸere Stickmotive mit grĂ¶ĂŸerem Stickrahmen bearbeiten. Dem Einsteiger werden die verschiedenen Arten von Stickmaschinen vorgestellt, um eine Kaufentscheidung zu erleichtern.

Man unterscheidet

  • Einkopfstickmaschine
  • Mehrkopfstickmaschine
  • Großstickmaschine
  • Einnadel-Stickmaschine
  • Mehrnadel-Stickmaschine
  • Flachbettstickmaschine
  • Freiarmstickmaschine
  • NĂ€hmaschine mit Stickfunktion
  • Stickmaschine
  • Sonderstickmaschine
  • Moosstickmaschine
  • BĂ€ndchenstickmaschine

NĂ€hmaschine mit Stickfunktion / Stickmaschine

Eine NĂ€hmaschine mit Stickfunktion hat gegenĂŒber der Stickmaschine den Vorteil der Platzersparnis. Wer noch keine NĂ€hmaschine besitzt, kann sich vorteilhaft eine NĂ€hmaschine mit Stickfunktion kaufen. Man kann aber nur immer eine Variante wĂ€hlen, entweder NĂ€hen oder Sticken und muss jedes Mal die Funktion umbauen. Mit separaten Maschinen kann gleichzeitige genĂ€ht und gestickt werden. Bei separaten Maschinen entfĂ€llt der Umbau von der Funktion NĂ€hen auf die Funktion Sticken.

GrĂ¶ĂŸtenteils besitzen die Stickmaschinen einen Stickrahmen von 10 x 10 cm. Viele Stickdateien können aber mit dieser GrĂ¶ĂŸe nicht verarbeitet werden. Daher ist ein Stickrahmen der GrĂ¶ĂŸe 13 x 18 cm empfehlenswert. Eine NĂ€hmaschine mit Stickfunktion ist fĂŒr alle die geeignet,

  • die wenig Platz zur VerfĂŒgung haben
  • nur eine Maschine fĂŒr NĂ€hen und Sticken haben wollen
  • fĂŒr die das Sticken und NĂ€hen Hobby ist
  • die genĂŒgend Zeit fĂŒr den Funktionsumbau zur VerfĂŒgung haben
  • die noch keine NĂ€hmaschine besitzen

Bei der Auswahl eines solchen Modells muss sowohl die NĂ€hfunktion als auch die Stickfunktion jeweils getrennt fĂŒr sich genau unter die Lupe genommen werden, bevor man sich fĂŒr ein spezielles Modell entscheidet. Kriterien fĂŒr die NĂ€hmaschine sind

  • leichte Bedienbarkeit
  • Verarbeitung unterschiedlicher Stoffe
  • Angebot diverser Nutzstiche, Zierstiche und Elastikstiche
  • GewĂŒnschte Zusatzfunktionen wie sticken, sĂ€umen, patchworken, quilten

Bei einer reinen Stickmaschine fallen Kriterien ins Gewicht wie zum Beispiel

  • GrĂ¶ĂŸe des Stickbereiches
  • Übertragung der Stickdateien
  • Kosten

Einnadel-Stickmaschine / Mehrnadel-Stickmaschine

In Aufbau und Funktion gleicht die Einnadel-Stickmaschine einer NÀhmaschine. Ihr Stickstich ist der Kettenstich. Beim Kettenstich wird die Schlinge des Vorstiches um die nachfolgende Ausstichstelle gelegt. Mehrnadelmaschinen sind entweder Schiffchenstickmaschinen oder Handstickmaschinen. Die Handstickmaschinen arbeiten mit dem Plattstich. Durch das parallele Sticken entsteht eine geschlossene FlÀche, wobei nach jedem Stich der Faden voll durch den Stoff gezogen wird.

Bei der Handstickmaschine wird eine zweispitzige Nadel verwendet. Dieses Handsticken existiert bereits seit 1829. Es wurde von Josua Heilmann erfunden und in der Industrie eingesetzt. Die Handstick- oder Plattstichmaschine wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch die Schiffchenstickmaschine verdrÀngt. Alle modernen Stickmaschinen sind heut Schiffchenstickmaschinen. Das Konzept besteht durch Isaak Gröbli bereits seit 1863. Wie die NÀhmaschine arbeitet eine Schiffchenstickmaschine mit Ober- und Unterfaden. Der Oberfaden wird bei jedem Stich mit dem Unterfaden verschlungen. Eine Schiffchenstickmaschine kann mit mehreren Nadeln und Schiffchen arbeiten.

Einkopfstickmaschine / Mehrkopfstickmaschine / Großstickmaschine

Die Einkopfstickmaschine besitzt nur einen Stickkopf, womit nur ein Objekt oder nur ein Muster gestickt werden kann. Eine Mehrkopfstickmaschine besitzt genau dem Namen nach mehrere Stickköpfe, womit mehrere Objekte mittels Doppelsteppstich bearbeitet werden können. Diese Maschinen werden vorwiegend industriell eingesetzt.

Die Stickköpfe sind jeweils mit mehreren Nadeln ausgestattet. Moderne Mehrkopfstickmaschinen können bis zu 56 Stickköpfe besitzen. Sie eignen sich besonders gut zur Bearbeitung fertiger Schlauchwaren wie Hemden, Polos, T-Shirts und MĂŒtzen. Großstickmaschinen sticken im Gegensatz zu Mehrkopfstickmaschinen auf einen vertikal gestellten Rahmen.

Freiarmstickmaschine / Flachbettstickmaschine / Sonderstickmaschine

Eine Freiarmstickmaschine besitzt unterhalb des Stickrahmens einen Arm mit dem Unterfaden. Diese Maschinen können alle Materialien besticken. Im Gegensatz dazu ist der Anwendungsbereich einer Flachbettstickmaschine auf flache Materialien beschrÀnkt. Sonderstickmaschinen werden in der Paillettenstickerei, beim Anfertigen von Kordeln und Ketten verwendet. Bei Mehrkopfstickmaschinen sind oft Pailletteneinrichtungen adaptierbar. Die Paillette wird dabei durchstochen und mit Steppstich fixiert.

Bei der Kordelstickerei wird vorwiegend mit Kettenstich gearbeitet. Dabei ermöglicht eine drehbare Nadel das Legen der Schlaufen fĂŒr den Stich. Das rotierend zugefĂŒhrte Garn kann mit einem weiteren Faden verstĂ€rkt werden, um der Stickerei Farbeffekte oder mehr FĂŒlle zu verleihen.

Moosstickmaschine / BĂ€ndchenstickmaschine

Diese Maschinen sind etwas anders als Stickmaschinen aufgebaut. Moosstickereien werden mittels Einfadensystem betrieben. Durch Drehen der Nadel wird an der Oberseite des Materials eine Schlaufe erzeugt, die mit oftmaligem Wiederholen eine MoosflĂ€che entstehen lĂ€sst. BĂ€ndchenstickmaschinen sind mit speziellen Stickköpfen versehen. Der BĂ€ndchenkopf kann sich um die volle Achse um die Sticknadel drehen, angestickt und von einer Rolle abgewickelt. Das BĂ€ndchen wird anschließend mit verschiedenen Sticharten auf der Unterlage befestigt.

So werden Stickmaschinen getestet?

Mithilfe eines einfachen Stickmaschinentests kann der Interessent seine passende Stickmaschine unabhÀngig von Empfehlungen von Fachleuten selbst finden. Dabei werden verschiedene Leistungsfaktoren genau unter die Lupe genommen, womit man die verschiedenen Modelle von Stickmaschinen vergleichen kann.

Test 1: Die Geschwindigkeit von Stickmaschinen

Ausschlaggebend ist in der Regel die Produktionszeit, fĂŒr die die Stickgeschwindigkeit und die StichlĂ€nge maßgebend sind. FĂŒr eine bestimmte StichqualitĂ€t wird mitunter die Geschwindigkeit ab einer bestimmten StichlĂ€nge gedrosselt. Das ist von Modell zu Modell verschieden. Diese Informationen kann sich der Kunde vorab einholen und vergleichen. Dabei sollte auch gleichzeitig die Geschwindigkeit fĂŒr Fadenschnitte und Farbwechsel betrachtet werden. Eventuell kann vor Ort an verschiedenen Maschinen das gleiche Stickgut auf Geschwindigkeit, StickqualitĂ€t und StichlĂ€nge ausgetestet werden.

Test 2: Die Einrichtung von Stickmaschinen

Die Einrichtung wird auf Zeitdauer und Handhabung getestet. HĂ€ufig mĂŒssen Stickmuster, Garnfarben und Textilien gewechselt werden. Ausschlaggebend sind folgende Faktoren:

  • Können die Parameter fĂŒr Farben, Farbreihenfolgen, Fadenspannung und Stickrahmen in der Stickmaschine gespeichert werden?
  • Besitzt die Stickmaschine eine Nadelzuweisung?
  • Kann die Stickmaschine festlegen, welche Sticknadel zu welcher Farbe zugewiesen wird?
  • Kann automatisch die Farbreihenfolge erstellt werden?
  • Besitzt die Maschine Rahmengrenzen und meldet bei Überschreitung durch das Stickmotiv einen Fehler?

Test 3: StickfeldgrĂ¶ĂŸe von Stickmaschinen

Stickmaschinen mĂŒssen den unterschiedlichsten Kundenanforderungen gerecht werden und mit hoher Geschwindigkeit eine Vielzahl verschiedener Produkte besticken. Die FlexibilitĂ€t von Stickmaschinen kann durch das Besticken von Baseball Caps getestet werden. Die Kappen besitzen oft ungewöhnliche Formen, wobei die Stichhöhe als Testfaktor sehr gut analysiert werden kann. Andere herausfordernde Formen können in diesen Test mit einbezogen werden. Der Stickmaschinen-Kappentest stellt fest, ob die gewĂŒnschte Stickmaschine den Kundenanforderungen entsprechen kann oder nicht.

Worauf muss beim Kauf einer Stickmaschine geachtet werden?

ZunĂ€chst gilt es, sich der unterschiedlichen Stickmaschinen zu widmen, die den eigenen Bedarf und das Können abdecken. FĂŒr StickanfĂ€nger ist es anfangs schwierig, das passende Modell zu finden, da das Angebot vielfĂ€ltig und zunĂ€chst schwer ĂŒberschaubar ist. Folgende Kriterien sollten bei eingehender Analyse zum Erfolg fĂŒhren:

  1. Stickmaschine oder NĂ€hmaschine mit Stickfunktion
  2. die GrĂ¶ĂŸe des Stickbereichs
  3. die Übertragung der Motive vom PC auf die Stickmaschine
  4. die Kosten
  5. die Anbieter und Bezugsquellen

Wenn bereits eine NĂ€hmaschine vorhanden ist und die ihre Dienste noch zu aller Zufriedenheit ausfĂŒhrt, wird sicher nur eine einzelne Stickmaschine benötigt werden. Mit 2 Maschinen ist zwar mehr Platz erforderlich, aber der Funktionsumbau entfĂ€llt. Der Stickrahmen von Stickmaschinen bestimmt die GrĂ¶ĂŸe des Stickbereiches. Mit einer GrĂ¶ĂŸe von 10 x 10 cm stĂ¶ĂŸt man schnell an die Grenzen. Es empfiehlt sich daher, einen Stickrahmen von 13 x 18 cm auszuwĂ€hlen. Die Übertragung der Stickdateien auf die Maschine erfolgt grĂ¶ĂŸtenteils per USB-Stick oder neuerdings per WLAN-Übertragung.

Im Hobbybereich liegen die Kosten von Stickmaschinen zwischen 300 und 1000 Euro. Professionelle Stickmaschinen liegen preislich zwischen 1000 und 6000 Euro. Hinzugerechnet werden mĂŒssen die Nebenkosten fĂŒr notwendiges Stickzubehör wie Vlies, Garn und Stickdateien bzw. Sticksoftware. Bekannte Anbieter von Stickmaschinen sind Bernette, Bernina, Brother, Husqvarna, Janome, Pfaff, Singer und W6. Die Unternehmen bieten Modelle fĂŒr Einsteiger und Fortgeschrittene im Haushalts- und Kleingewerbebereich ebenso wie Modelle fĂŒr große Stickbetriebe an.

Von diversen HĂ€ndlern werden auch Auslauf- oder VorfĂŒhrmodelle angeboten. Dort können unter anderem auch gebrauchte Stickmaschinen erworben werden, die vom HĂ€ndler geprĂŒft und eventuell noch mit einer HĂ€ndlergarantie versehen sind. Eine gut erhaltene gebrauchte Stickmaschine ist aufgrund der Kosten eine gute Alternative. Beim Kauf von gebrauchten Modellen sollte man besonders auf Folgendes achten:

  • die Ersatzteilfrage: Bei Auswahl einer Markenmaschine wie Brother oder Janome ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass noch eine gewisse Zeit Ersatzteile zu bekommen sind bzw. eine Werkstatt fĂŒr die Maschine zu finden ist.
  • die Dauer der Restherstellergarantie oder HĂ€ndlergarantie
  • die SeriositĂ€t und das Bewertungsprofil des VerkĂ€ufers, PrivatverkĂ€ufers oder HĂ€ndler
  • die allgemeinen Kriterien s. o. fĂŒr die Auswahl einer Stickmaschine
  • das Vorhandensein eines Ports fĂŒr ein USB-Stick zum Laden von Stickdateien

Bei einem beliebten Stickmaschinenmodell ist ein spÀterer Weiterverkauf oft problemlos möglich.

Kurzinformationen zu 7 fĂŒhrenden Herstellern

Die Firmen werden hier gleichberechtigt und nicht gewichtet aufgelistet.

  • Bernina
  • Brother
  • Pfaff
  • Singer
  • Husqvarna
  • Janome
  • W6
1893 wurde die Schweizer Firma Bernina NĂ€hmaschinenfabrik mit Sitz in Steckborn gegrĂŒndet. Mit der Erfindung der Hohlsaum-NĂ€hmaschine entwickelte sich das Unternehmen zu den fĂŒhrenden Herstellern von NĂ€h- und Sticksystemen, die das NĂ€hen, Sticken, Overlocken und Quilten ermöglichen. 1926 wurde die erste HaushaltnĂ€hmaschine entwickelt, die ab 1959 mit dem AnstecknĂ€hfuß zur vollautomatischen NĂ€hmaschine wurde. Seit 1988 kamen die ersten NĂ€hcomputer der Firma auf den Markt, wodurch die Produktion erweitert und die MĂ€rkte weiter ausgebaut wurden. Die Bernina AG gehört zur Branche der Textilmaschinen und ungefĂ€hr 1000 Mitarbeiter erwirtschaften circa 176 Mio. Jahresumsatz. Bernina fĂŒhrt keinen Direktverkauf durch, sondern vertreibt seine Produkte weltweit ĂŒber Business-to-Business-GeschĂ€ftsbeziehungen. Es gibt demzufolge ein weltweit agierendes Netz selbststĂ€ndiger HĂ€ndler. Angefangen von der ersten HaushaltsnĂ€hmaschine, dem Modell 105 – hergestellt von Fritz Gegauf – bis zum Modell 790 aus dem Jahr 2015 zeigt die lange Firmengeschichte dieses Traditionsunternehmens.

Bernina vertreibt auch unter dem Namen Bernette NĂ€h- und Stickmaschinen. Empfehlenswert sind die Bernette Chicago 7, Bernina B 780, Bernina B 560 und die Bernina B 880.

Die Produktpalette des Unternehmens Brother ist sehr vielseitig. Es umfasst neben Farb- und Monochromdruckern mit Laser, LED oder Tintenstrahl, MultifunktionsgerĂ€ten mit Scannen, Kopieren und Faxen, FaxgerĂ€te BeschriftungsgerĂ€te auch Schreibmaschinen sowie NĂ€h- und Sticksysteme. Brother wurde 1908 gegrĂŒndet und hat seinen Sitz in Japan. Der Konzern beschĂ€ftigt ungefĂ€hr 30000 Mitarbeiter. 1962 wurde in Deutschland die Brother International GMBH gegrĂŒndet.

Dieses Unternehmen erwirtschaftet heute einen Gesamtumsatz von ĂŒber 300 Millionen Euro. Der Vertrieb von Industrie-NĂ€hmaschinen und Textildruckern erfolgt heute ĂŒber Brother Industriemaschinen GmbH am Rhein. Über diese Firma lĂ€uft das ganze GeschĂ€ft in ganz Europa, dem nahen Osten und SĂŒdafrika ab. Weitere Brother-Firmen existieren in der Schweiz als AG, die 1972 gegrĂŒndet wurde und mit circa 100 Mitarbeitern ungefĂ€hr 40 Millionen Euro Umsatz jĂ€hrlich erwirtschafte.

In Österreich ist die Brother International Austria GesmbH mit Sitz in Wien ansĂ€ssig, die 1971 gegrĂŒndet wurde. Sie ist fĂŒr 13 Staaten in Osteuropa zustĂ€ndig. Sie vertreibt Laserdrucker, Multifunktionsdrucker, FaxgerĂ€te, P-Touch-BeschriftungsgerĂ€te, Schreibmaschinen und NĂ€hmaschinen. Zu empfehlen unter den Brothers ist die Brother Innov-is 90E, die Brother Innov-is V3, die Brother PR650e, die Brother Innov-is 750E, die Brother PR655 oder die Brother PR1000e.

Pfaff Industriesysteme und Maschinen GmbH ist eine Gesellschaft mit beschrĂ€nkter Haftung mit Sitz in Kaiserslautern. Die Firme beschĂ€ftigt in Entwicklung, Produktion, Verwaltung und Vertrieb circa 200 Mitarbeiter. Der Vertrieb erfolgt ĂŒber eigene Tochterfimen sowie Partner weltweit. Die Ă€lteste Pfaff-NĂ€hmaschine mit Pedal wurde von Michael Pfaff 1862 verkauft. 1907/08 wurde die erste IndustrienĂ€hmaschine hergestellt. 1926 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Das Unternehmen entwickelte sich kontinuierlich weiter. Die Montage erfolgte am Fließband. 1936 ist die dreimillionste Pfaff-NĂ€hmaschine hergestellt worden. 1951 wurde die erste tragbare Koffer-NĂ€hmaschine mit variabeln Freiarm angeboten. 1960 entwickelte das Unternehmen durch den Nachfolger der Pfaff-Generationen Hugo Lind die erste Maschine mit Fadenabschneider. 1976 fĂŒhrte das Unternehmen die erste Zickzack-NĂ€hmaschine mit 6000 Stichen/min ein. 1968 erschien der erste AufnĂ€hautomat fĂŒr Jeanstaschen. 1973 kam der erste programmierbare Konturenautomat hinzu. Durch personelle und wirtschaftliche Schwierigkeiten verkaufte die Aktienmehrheit 1997 das Unternehmen der Semi-Tech Globalfirma an die Tochtergesellschaft Singer, woraus dann der Singer/Pfaff-Konzern entstand. 1999 musste wegen bedrohlicher Wirtschaftslage Insolvenz angemeldet werden. Die Sparte HaushaltnĂ€hmaschinen ging mit allen Rechten der Marke Pfaff an Husqvarna Viking aus Schweden.

Der Bereich Industriemaschinen ging 2001 an Rimoldi und 2002 zu 95 % an Bianchi Mare. Letztendes wurden die Anteile der Pfaff-Unternehmen an eine Treuhand aufgeteilt und 2013 an eine chinesische SGSB Group Ltd. verkauft. Unter den Pfaff-Stickmaschinen sind die Pfaff creative 3.0, die Pfaff creative performance und die Pfaff creative sensation pro zu empfehlen.

Die Singer Company wurde 1851 von Isaac Singer und dem Rechtsanwalt Clark in der Bonstoner Werkstatt gegrĂŒndet. In relativ kurzer Zeit wurde das Unternehmen zu einem der grĂ¶ĂŸten NĂ€hmaschinenproduzenten weltweit. 1851 erhielt Singer fĂŒr eine verbesserte NĂ€hmaschine ein Patent. Das Unternehmen Singer entwickelte sich innerhalb von 2 Jahren zum fĂŒhrenden Hersteller von NĂ€hmaschinen in den USA.

1853 wurde das Unternehmen in die Singer Manufacturing Company umbenannt. Die Company stieg zum weltweit grĂ¶ĂŸten NĂ€hmaschinenunternehmen auf. Die Company unterhielt BĂŒros in Hamburg, Schottland, Brasilien und New York. Die jĂ€hrliche Produktion lag damals bei 20000 NĂ€hmaschinen. Weitere ProduktionsstĂ€tten in Glasgow, Montreal, Österreich oder Schottland-Kobolwie kamen hinzu. 1889 wurde die erste funktionierende elektrische SingernĂ€hmaschine entwickelt. 1921 kamen die erste tragbare und 1978 die erste computergesteuerte NĂ€hmaschine hinzu. Bereits 1890 lag der Weltmarktanteil der Singer Company bei 80 %. Weitere Firmenniederlassungen in Russland, Wittenberge, Kanada, Monza oder in den brasilianischen Caminas ließen die Produktionszahlen auf 3 Millionen StĂŒck ansteigen.

1929 ĂŒbernahm Sing die Standard Sewing Machine Company. 1963 wurde der Unternehmensname in die Singer Company umbenannt. Durch weitere FirmenĂŒbernahmen u. a. fĂŒr Elektronik- und BĂŒromaschinen beschĂ€ftigte Singer in den 70iger Jahren weltweit circa 120.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Dollar. Heut gehören die Unternehmen Singer und Husqvarna zum Unternehmen SVP Worldwide in Hamilton und den Bermudas. Das NĂ€hmaschinenwerk Wittenberge wurde 1904 als Zweigwerk der amerikanischen Singer Company in Betrieb genommen. Wittenberge war seither die Stadt der NĂ€hmaschinen. Durch die Weltwirtschaftskrise stellte Singer in Wittenberg 1932 nur noch 43351 NĂ€hmaschinen her. Durch einen Erweiterungsbau konnte sich das Werk etwas erholen. Besonders durch den Einsatz betriebswirtschaftlicher Neuerungen wie der Einsatz von Hellerith-Lochkartenapparaten fĂŒr die Maschinensteuerung wurde mehr Leistung erzielt. 1945 wurde durch die Demontage wegen Reparationsleistungen das gesamte Werk beschlagnahmt. 1951 ĂŒbernahm Fa. Seidel & Naumann die Fabrik mit dem Namen NĂ€hmaschinewerke Veritas, die 1964 in VEB und Kombinat Textima umbenannt wurden und eben ihre eigenen Marken herstellten. Zu empfehlen sind die echten Singers noch mit der Singer Futura XL-420 und die Singer Futura XL-580.

Husqvarna Group ist ein schwedischer Hersteller von MotorgerĂ€ten, MotorsĂ€gen, RasenmĂ€her oder SchneidgerĂ€te. 1689 wurde die Firma mit der Herstellung von Musketen in Huskvarna gegrĂŒndet. Seit 1872 produziert sie unter anderem NĂ€hmaschinen und gusseiserne HaushaltgerĂ€te. Die Aktiengesellschaft hat heute ihren Hauptsitz in Stockholm in Schweden, beschĂ€ftigt ungefĂ€hr 12700 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Jahresumsatz von circa 36 Milliarden Schwedische Kronen.

Zu den wichtigsten Marken der Firma gehören heute Husqvarna, Jonsered, McCulloch, Poulan, Gardena, Flymo und andere. Weltweit ist die Group mit rund 14200 Mitarbeitern in 40 LĂ€ndern prĂ€sent. Die Produktpalette des Unternehmens hat sich der europĂ€ischen Wirtschafts- und Technikentwicklung und der zunehmenden Konzentrationsprozesse stĂ€ndig angepasst. Eine der bekannten Stickmaschinen ist die HUSqvarna Viking. Weitere Modelle sind die Husqvarna H Class 600E, Husqvarna Viking Designer Topaz 30, Husqvarna Viking Designer Ruby DeLuxe, Husqvarna Viking Designer Diamond Deluxe und die Husqvarna Viking Designer Diamond Royale, alles spezielle Vikinger-Modelle. Mit der eigens fĂŒr diese Maschinen entwickelten Software 6D Embroidery können Stickdateien erstellt und bearbeitet werden. Die Speicherung ist in fast alle Dateiformate möglich, sodass sie fĂŒr fast alle Stickmaschinen verwendet werden können.

1921 grĂŒndete Ose Yosaku das erste japanische Unternehmen fĂŒr Haushalts-NĂ€hmaschinen.

1935 wurde der Name Janome als Markenname eingefĂŒhrt.

1936 beginnt die erste japanische Fabrik mit der Massenproduktion von NĂ€hmaschinen.

1971 Das Modell g4KModell 801: vollautomatische Zickzack-NĂ€hmaschine mit vielen einmaligen Funktionen.

1979 Das Modell Memeory 7: die erste pro-g6­lĂŒrpgrammierbare ComputernĂ€hmaschine der Welt

1990 weltweit erste Stickmaschine, ohne zusÀtzliches Stickaggregat, MC 8000

2000 Modell MC10000: die erste g8_lStickmaschine mit direktem PC-Anschluss per USB

2005 Modell MC 11000: erste Maschine weltweit mit industrieller Robotertechnik, höherverstellbarer i-height Bildschirm, einfache BedienerfĂŒhrung, es folgt Supermodell MC 6600 mit AcuFeed Obertransport.

2006 Übernahme der Schweizer Traditionsmarke ELNA

2008 die 50.000.000ste Maschine verlÀsst die Produktion

2011 neues Kombimodell Horizon MC12000

2013 Innovationen: weltweit erste HaushaltsnÀhmaschine mit WLAN Verbindung zu Tablets und PC, Apps und Programme nun möglich

2015 neue Generation der CoverPro in Arbeit

Als Stickmaschine ist die Janome Memory Craft 350E und als Kombimaschine sind Janome Memory Craft 9900, Janome Horizon MC 12000 und Janome Horizon MC 15000 zu empfehlen.

Bei W6 NĂ€hmaschinen handelt es sich um ein Familienunternehmen aus Hameln, das sich auf NĂ€h- und Stickmaschinen spezialisiert hat. Die Produktpalette besteht aus NĂ€hmaschinen, Stickmaschinen, Overlocker, Sticksoftware, Zubehör, hochwertige NĂ€hgarne, Scheren und Zubehör. Durch die hochwertige Produktion des Unternehmens kann eine Garantie von 10 Jahren gewĂ€hrleistet werden. Die Firma nennt sich W6 Wertarbeit Projektierungs- und Handelsgesellschaft mbH mit Sitz im Wennigsen in Deutschland. Die Firma bietet auch Ratenzahlung an. Die W6 Sticksoftware Hatch Embroidery unterstĂŒtzt alle gĂ€ngigen Stickformate. Angeboten werden die
– W6 NĂ€h- und Stickmaschine N 3300: 120 NĂ€hprogramme, Stickeinheit 10 x 10 cm, automatische Fadenspannung, EinfĂ€dler, Freiarmfunktion, NĂ€hen und Quilten
– W6 NĂ€h- und Stickmaschine N 3300 : mit Hatch Embroider Basixs: Stickeinheit 13 x 20 cm, NĂ€hen und Quilten, sonst wie vorher
– W6 NĂ€h- und Stickmaschine N 5000: mit Hatch Embroider Basics, Stickeinheit 10 x 10 cm, computergesteuert
– W6 NĂ€h- und Stickmaschine N 5000: mit Hatch Embroider Basics, Stickeinheit 13 x 20 cm, computergesteuert und viele andere Features

Empfohlen fĂŒr den Einsteiger wird die W6 Stickmaschine W6 N 6000 mit einer Stickbreite von 10 x 10 cm und weiteren Features.

Wo kaufe ich am besten eine Stickmaschine, Internet oder Fachhandel?

An dieser Stelle kann man am besten in einer Tabelle die Argumente gegenĂŒberstellen.

Onlinekauf im InternetFachhandel
Kann der KĂ€ufer das Produkt testen?FĂŒr den Onlinekauf gilt ein gesetzliches RĂŒckgaberecht ohne Angabe von GrĂŒnden. Die Ware kann dann in aller Ruhe zu Hause probiert werden. Allerdings ist der direkte Vergleich mehrerer Produkte fast nicht möglich.Der Vorteil des Fachhandels ist es, dass mehrere Produkte sofort ausgetestet werden können, wenn sie auf Lager sind. Dadurch können Unterschiede und der eigene Bedarf gut miteinander verglichen werden.
Wie schnell erhÀlt der KÀufer die Ware?In der Regel werden die Produkte per Internet schnell geliefert innerhalb weniger Tage, sofern sie vorrÀtig sind.Die Produkte, die der HÀndler auf Lager hat, können sofort mitgenommen werden.
 Ist der Preis fair? Vorteil des Internetkaufs ist ein ausfĂŒhrlicher Preisvergleich vieler Modelle. Die billigsten Modelle sind nicht immer die besten. Der VerkĂ€ufer fĂŒhrt das KaufsgesprĂ€che zielorientiert. Hier hilft eine Vorabinformation ĂŒber das Internet ĂŒber die PreisverhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit der Angebote.
 Ist die Beratung gut? Im Internet kann man auf vernĂŒnftige Erfahrungsberichte zurĂŒckgreifen, die man von den Anbietertestimonials herausfiltern muss. Beratungen sind auch hier oft nur reine VerkaufsgesprĂ€che. Eine reale Beratung eines Fachspezis ist sicher von Vorteil.
 Umtausch und Garantie Bei großen und seriösen InternethĂ€ndlern ist das kaum ein Problem. Das ist bei seriösen FachhĂ€ndlern gewĂ€hrleistet.
 Ist der HÀndler seriös? Die SeriositÀt von HÀndler wird oft durch die Bewertungen gegeben. Wichtig ist nicht nur die Beurteilung, ob Kauf und Lieferung erfolgreich waren, sondern eher der Umgang mit auftretenden Problemen.Probleme können auftreten, wenn der Kunde schlecht beraten ist oder es bei der Abwicklung Probleme gibt.
 Woran erkennt man einen seriösen HĂ€ndler? Auch seriöse HĂ€ndler können Insolvenz anmelden, wenn die Auftragslage schlecht ist. Dann allerdings sind Geld oder GewĂ€hrleistungsansprĂŒche des Kunden verfallen. Auch seriöse HĂ€ndler können Insolvenz anmelden, wenn die Auftragslage schlecht ist. Dann allerdings sind Geld oder GewĂ€hrleistungsansprĂŒche des Kunden verfallen.
Ist das Produkt in Ordnung? Hier muss man auf den Begriff “Grauware” achten. Was in der EU direkt oder ĂŒber HĂ€ndler verkauft wird, ist keine Grauware. Der Kunde hat das Recht auf Garantie.HĂ€ndler können EU-weit einkaufen. Bei Auslandsprodukten wird versucht, in Kooperation mit den Herstellern die GewĂ€hrleistung und Garantie kostenneutral an den Hersteller weiterzugeben.

Wissenswertes & Ratgeber

Die Geschichte der Stickmaschine

Der erste funktionierende Mechanismus wurde 1829 von Jusua Heilmann als Handstickmaschine entwickelt. Dieser Mechanismus ahmte die Handstickerei nach. Die Stickfiguren entstanden, indem die durchgezogenen FÀden an den FigurenrÀndern nach und nach das Muster der FlÀche bildeten. Der Stickrahmen war vertikal und beweglich, der Apparat selbst machte nur eine horizontale Bewegung. Marktreife erzielte diese Maschine durch die Weiterentwicklung von Rittmeyer und Vogler um 1850. Mittels dieser Stickmaschinen wurden die Stickereien um St. Gallen zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig. 1910 war die Stickerei der Schweiz mit 20 % der wichtigste Exportzweig.

In Deutschland verbreitete sich dieser Industriezweig vor allem in Sachsen. Man kennt heut den berĂŒhmten Namen der Plauener Spitze. Die Weiterentwicklung von Handstickmaschinen erfolgte 1863 durch Isaak Gröbli mit der Schifflistickmaschine. Deren Basis ist nicht mehr die Handstickerei, sondern die Funktion der NĂ€hmaschine mit Ober- und Unterfaden. Sie arbeitete also bereits mit 2 FĂ€den. 1898 wurden die Stickautomaten entwickelt. Die Zeit von 1890 bis 1910 gilt als HochblĂŒte der Stickerei in St. Gallen. Der von Gröbli entwickelte Automat ersetzte den Pantograf durch ein Lockkartenband.

Die Schifflistickmaschine war der Grundstein zur vollstÀndigen Mechanisierung der Stickerei. Diese Schifflistickmaschinen wurden nun mit Lockkarten gesteuert, die teilweise heute noch so zum Einsatz kommen. Allerdings werden die einstigen Lockkarten mit Computern ersetzt.

In Sachsen erfand Anton Falke 1881 die maschinengestickte TĂŒllspitze, die Plauener Spitze. Sie wurde zur DomĂ€ne des Vogtlandes. 1989 wurde die Plauener Spitze auf 1400 Stickmaschinen hergestellt und in mehr als 40 LĂ€nder exportiert. FĂŒr den industriellen Einsatz entwickelten sich die Mehrkopf- und Großstickmaschinen, mit denen vorwiegend T-Shirts, Hemden, Polos, MĂŒtzen oder Socken bestickt wurden

Zahlen, Daten, Fakten

Am Beispiel nur einer Stickmaschine wird hier die Vielzahl an Informationen, die im Internet ĂŒber die jeweiligen Maschinen zu finden sind, einmal kurz aufgelistet. Hier gelten beispielgebend die folgenden Charakteristika fĂŒr eine Vielzahl von Maschinen, die man mit einem entsprechenden Internetvergleich fĂŒr seinen Bedarf analysieren sollte.

Produktinformationen zur “W6 NĂ€h- und Stickmaschine N 500 mit Programm Hatch Embroidery Basics” (nicht vollstĂ€ndig)

  • SpitzenqualitĂ€t aus der W6 Baureihe
  • robust, langlebig, stabil
  • 10 Jahre Garantie
  • NadeleinfĂ€dler eingebaut
  • leise Arbeitsweise
  • interner Maschinenspeicher
  • 2 Schriftarten
  • NĂ€hpressandruck verstellbar
  • Einzel- und Dauermusterauswahltaste
  • 323 NĂ€hprogramme
  • Blindstich
  • 13 Knopflocharten
  • Freihand Monogramme, Stick- und Stopffuß im Zubehör
  • Nadelstopp
  • Quilten, Freihandquilten, Antikstiche, Nostalgiestiche
  • große Nutzstichauswahl
  • Dekorationsstiche
  • Satinstiche
  • NĂ€hen mit Zwillingsnadel
  • 7 Segmente Transporteur
  • elektrische Fadenschere
  • Freiarm,
  • Touchscreen Bildschirm
  • ausfĂŒhrliche Gebrauchsanweisung u. a.

Mitgeliefertes Zubehör W6 N 5000:

  • Standard Zickzackfuß
  • Reissverschlussfuß
  • Blindstichfuß
  • Satinstichfuß / Applikationsfuß
  • Obertransportfuß
  • KnopfannĂ€hfuß
  • Geradstich / Quiltfuß
  • Rollsaumfuß
  • KordelaufnĂ€hfuß
  • Stick- und Stopffuß
  • Schraubendreher, Trennmesser, Reinigungspinsel
  • Abdeckung
  • Ersatz-Nadelsortiment
  • 2. Garnrollenstift

Verpackungsmaße und Gewichte der Stickmaschine W6 N 5000:

  • LĂ€nge: 44 cm
  • Breite: 22 cm
  • Höhe: 35 cm
  • Gewicht: 8,42 kg

Funktionen W6 Sticktisch oder Stickeinheit mit 13 x 20 cm:

  • Stickmustervorschau
  • 4 verschiedene Schriftarten, europĂ€ische Sonderzeichen und Symbole
  • Abstandsfunktionen zwischen Buchstaben verĂ€nderbar
  • akustische Fehlermeldung
  • Drehen, Spiegeln, Biegen
  • 150 Stickmotive
  • freie Designmöglichkeiten
  • GrĂ¶ĂŸenverĂ€nderungen
  • Kombinationsfunktion
  • max. Stickgeschwindigkeit 400-750 Stiche pro Minute
  • Musterbearbeitung
  • Stickeinheit 5 kg
  • optionale kleinere Stickrahmen erhĂ€ltlich
  • USB Anschluss
  • Zusammensetzung von Mustern

Zubehör W6 Sticktisch oder Stickeinheit mit 13 x 20 cm:

  • Stickfuß
  • USB-Stick
  • großer Stickrahmen
  • große Schablone

Verpackungsmaße der W6 Sticktisch oder Stickeinheit mit 13 x 20 cm:

  • LĂ€nge: 60 cm
  • Breite: 20 cm
  • Höhe: 50 cm
  • Gewicht: 7 kg

Produktinfos zu “Sticksoftware Hatch Embroidery Basics”:

  • verĂ€ndern der GrĂ¶ĂŸe und Farbauswahl
  • simulieren des Stickvorgangs
  • anpassen des Strickmotivs an Stoff
  • abspeichern im *.EMB Format
  • automatisches Optimieren des Stickmotivs von der Software und vieles andere

UnterstĂŒtzte Dateien, die gelesen werden:

EMB, AMT, ART, JAN, EXP, GNC, EMX, DST, DSB, ARX, EXP, PES, PEC, SEW, EMD, JEF, JPX, JEF+, SHV, HUS, VIP, VP3, PCM, PCD, PCQ, PCS, XXX, CSD, ART42, AMT, JMT, EMT

UnterstĂŒtzte Dateien, die abgespeichert werden:

EMB, DST, EXP, PES, PEC, SEW, EMD, JEF, HUS, JPX, SHV, VP3, VIP, PCD, PCQ, PCM, PCS, CSD, EMT, XXX,

Diese Informationen sollten jeder Bedienungsanleitung und Beschreibung der Maschinen zu entnehmen sein.

Montageanleitung in einzelnen Schritten, richtiges Befestigen – Aufbauarbeiten bis zum Stickbeginn

SelbstverstĂ€ndlich ist die Montage auch bei jeder Maschine verschieden und wird als Beschreibung mit beigefĂŒgt. Es kann aber vorkommen, dass eine gebrauchte Maschine von privat gekauft wird, wo die Beschreibung abhandengekommen ist. FĂŒr diese FĂ€lle soll diese AusfĂŒhrung eine kleine UnterstĂŒtzung sein. Die grundlegenden Schritte zum Beispiel bei einer Brother-Maschine sind folgende:

  • Schritt 1
  • Schritt 2
  • Schritt 3
  • Schritt 4
  • Schritt 5
  • Schritt 6
  • Schritt 7
  • Schritt 8
Anbringen der Stickeinheit

Die Maschine funktioniert nur mit angeschlossener Stickeinheit.

Nadel ĂŒberprĂŒfen

Nadeln anbringen, die zum Stoff passen

Einrichten des Unterfadens

Aufwickeln und Einsetzen der Unterfadenspule

Vorbereiten des Stoffes

Den Stoff mit Unterlegvlies unterlegen und in den Stickrahmen einspannen

Anbringen des Stickrahmens

Befestigen des Stickrahmens an der Stickeinheit

AuswÀhlen eines Musters

Stickmuster auswÀhlen

Layout prĂŒfen

PrĂŒfen der Position und GrĂ¶ĂŸe des Stickmusters und nach Bedarf einstellen am Layout

Einrichten des Stickgarns

Das passende Stickgarn wÀhlen entsprechend dem Stickmuster, EinfÀdeln des Oberfadens

Das Anbringen der Stickeinheit:

  1. Maschine ausschalten
  2. die Stickeinheit auf den Maschinenarm schieben
  3. Maschine einschalten
  4. Der Stickarm fÀhrt in die Ausgangsposition.
  5. Der Bildschirm zur Stickmusterauswahl wird angezeigt.

Das Abnehmen der Stickeinheit:

  1. Ausschalten der Maschine
  2. Stickrahmen entfernen
  3. Maschine einschalten
  4. Stickarm in Lagerposition bringen per Layout
  5. Maschine ausschalten
  6. den Freigabeknopf der Maschine festhalten und die Stickeinheit langsam herausziehen

Am Layout der Maschine sind bei Betrieb grĂ¶ĂŸtenteils folgende Symbole zu sehen:

  1. Stickmuster
  2. zusÀtzliche Stickmuster
  3. Buchstabenmuster
  4. Rahmenmuster
  5. Stickmusterkarten
  6. gespeicherte Muster der Maschine
  7. Bewegung des Stickarms der Stickeinheit in die Lagerposition

Ändern von Maschineneinstellungen: Es erscheinen die entsprechenden Symbole im Layout.

EinstellungssymbolDetailsEinstellungen
GarnfarbanzeigeÄndern der Garnfarbe im StickbildschirmGarnfarbe/Zeit bis zum Sticken/Stichanzahl/Garnnummer
MaßeinheitAuswahl der angezeigten Maßeinheitmm/Zoll
StickfadenspannungEinstellung der Fadenspannung-8 bis +8
max. StickgeschwindigkeitLegt die maximale Stickgeschwindigkeit fest650 SPM / 350 SPM
SummerBei jedem Vorgang ertönt ein Summton.on / off
StartbildschirmSoll beim Einschalten der Startbildschirm angezeigt werden?on / off
SpracheEinstellung der Sprache ĂŒber die BildschirmanzeigeEnglisch, Deutsch, Französisch, Italienisch


LCD-HelligkeitEinstellung der Helligkeit des LCD-Bildschirmsheller – + dunkler
StichzĂ€hlerServicezĂ€hler fĂŒr die Gesamtanzahl der Stichekeine Angabe

Tipps zur Pflege der Stickmaschine

Eine kurze Übersicht zeigt die zeitlich durchzufĂŒhrenden Reinigungs- und Wartungsarbeiten auf, die an der Stickmaschine je nach Bauweise unterschiedlich durchzufĂŒhren sind. Von HĂ€ndler wird diesbezĂŒglich auch ein Wartungsservice angeboten, den man nach einer bestimmten Anzahl von Monaten, 6, 12 oder 18, in Anspruch nehmen kann.

Reinigungs- und Wartungsarbeiten (je Stickstelle)

tÀglich

  1. Greifer und Greiferumgebung reinigen und Greifer ölen
  2. Fadenschneider und UnterfadenwÀchter reinigen

vierteljÀhrlich

  1. Schraubenrand fetten (Fußplatte)
  2. AntriebsrĂ€der fetten (Fußplatte)
  3. Antriebsrad fetten (Freiarm)
  4. Antrieb des Fadenschneiders (unter dem Freiarm) pflegen
  5. Filz im Oberteil ölen (Stickkopf)
  6. Filze im Nadelpaket ölen (Stickkopf)
  7. Pailletteneinrichtung (Spindel fetten)

halbjÀhrlich

  1. Zugstange fetten (Fußplatte)
  2. Zugstange fetten (Freiarm)
  3. Pleuel im Oberteil ölen (Stickkopf)

bei Bedarf

  1. OberfadenfĂŒhrung reinigen (Stickkopf)
  2. Bohreinrichtung, Bohrerwechsel
  3. Doppelrollen-Kordeleinrichtungen (Nadelstangen und FĂŒhrungen)
  4. Kordel- Schlaufeneinrichtung (Nadelstangen und FĂŒhrungen)

Reinigungs- und Wartungsarbeiten (Maschine allgemein)

vierteljÀhrlich

  1. LinearfĂŒhrung fetten, Pantografensteuerung, Antrieb-Seite fette, Antriebtiefe fetten

Reinigungs- und Wartungsarbeiten (Steuerungskomponenten)

bei Bedarf

  1. Reinigung der Steuerungskomponenten
  2. Reinigung des LĂŒftungsfilters

Genauere Angaben, wie die Wartung durchzufĂŒhren ist fĂŒr die jeweilige Maschine, sollten in den entsprechenden Bedienungsanleitungen oder Beschreibungen nachzulesen sein.

NĂŒtzliches Zubehör

NĂŒtzliches Werkzeug in der Stickerei sind Rasierklinge, Rasierer, Auftrenner, Feuerzeuge oder ein Luftkompressor mit Wasserfilter zur Reinigung der Maschine. Mit einem Rasierer kann die RĂŒckseite aufgetrennt werden, indem der Unterfaden abgeschabt wird. Das ist aber nicht fĂŒr jede Stickerei geeignet. Ein Auftrenner ist ein handelĂŒblicher Knopflochmacher, bestehend aus einer Klinge mit einseitiger SchĂ€rfung. Der Auftrenner ist sehr gut zum Schneiden und Auftrennen der Stickerei geeignet. Feuerzeuge werden verwendet, um kleine FĂ€den oder Schlaufen abzubrennen bzw. zu schmelzen. Sie sind ein Muss fĂŒr jeden Sticker.

Der Luftkompressor sollte mit Wasserfilter sein, da normale Luftkompressoren mikroskopisch kleine Wasserpartikel in die Luft spritzen, die die Maschine auf Dauer durch Einrosten beschĂ€digen können. Ebenso nĂŒtzlich sind Markierstifte fĂŒr helle Stoffe, Nadelkissen, Fixierer oder Adapter. Sinnvoll ist auch, sich ein paar Stickrahmen unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe zuzulegen. Ein Lupenset optimiert die normale Sicht und schĂ€rft den Blick au den Arbeitsbereich. Zirkellineale eignen sich hervorragend zum Gestalten von Motiven und Effekten.

Um nicht immer die Garnrollen wechseln zu mĂŒssen, ist ein Mehrfach-GarnrollenstĂ€nder sinnvoll. Zum Beispiel sind bei einem Achtfach-GarnrollenstĂ€nder zum Aufsetzen und Abnehmen die jeweils 8 Garnstifte fĂŒr den Farbwechsel nummeriert. Ein Freiarmrahmen ermöglicht kleine Stickereien an Ärmeln, Manschetten, Hosenbeinen oder Kinderbekleidung, ohne langes Auftrennen. Man sollte bei seiner Stickmaschine abprĂŒfen, welches optionale Zubehör zum Nachkauf zur VerfĂŒgung
steht.

Das notwendige Zubehör zur Stickmaschine sind, wie bereits erwĂ€hnt, SprĂŒhzeitkleber, Stickdatei, Stickgarn, Stickschere und Sticksoftware, worauf bereits eingegangen wurde. Eine Stickschere ist 2-fach gebogen und viel feiner als eine Nagelschere. Die Doppelbiegung ist dann vorteilhaft, wenn unter dem Stickfuß ĂŒber dem Rahmen kleine FĂ€den weg zuschneiden sind. Man erspart sich, den Rahmen herausnehmen zu mĂŒssen.

Alternativen zur Stickmaschine

Die Alternative ist zunĂ€chst die Handstickerei, die trotz fortgeschrittener Technik gern noch als Hobby betrieben wird. Aber auch andere ausgefeilte Ideen können durchaus einen Ersatz fĂŒr die Stickerei bieten. Die Auswahl vorhandener oder die eigene Herstellung von Applikationen, die man als Zierde auf die KleidungsstĂŒcke aufbringt, ist eine echte und oft zeitsparende Alternative zum Aufsticken.

Applikationen selber herstellen

FĂŒr das Erstellen von einer oder mehreren Stickdateien, die in den Rahmen gleichzeitig hineinpassen, wird extrastarke Stickfolie benötigt und in den Rahmen eingespannt. Das Stickprogramm wird ausgewĂ€hlt und mehrfach oder in verschiedenen AusfĂŒhrungen auf die Folie gestickt. Die Stickmotive werden ausgeschnitten und die Stickfolie wird in Wasser aufgelöst. Danach werden die gestickten Applikationen auf gerader Unterlage getrocknet. Diese Stickmotive können dann mit den verschiedensten Methoden an Stoffen als Zierde befestigt werden.

Applikationen ohne Stickmaschine

Mit einem Plotter können verschiedene Materialien gefertigt und geschnitten werden. Mit einem Schneidplotter lassen sich die eigenen Applikationen per Bildschirm kreieren und schneiden. Die Motive können dann mit geeigneten Materialien auf den Stoff aufgebĂŒgelt werden.

Applikationen aufnÀhen

Um eine Applikation von einem StoffstĂŒck mit der Stickmaschine aufzusticken, geht man wie folgt vor. ZunĂ€chst sind die benötigten Materialien zurechtzulegen. Man braucht:

  • Stickmaschine oder NĂ€hmaschine mit Stickmodul
  • Ein passendes Stickmuster
  • Maschinenstickgarn
  • Stoff fĂŒr die Applikation
  • TrĂ€gerstoff

Der TrĂ€gerstoff wird auf das Vlies gelegt und in den Stickrahmen eingespannt. Um den Stoff zu schonen, kann zusĂ€tzlich auf den Stoff ein StĂŒck Stickvlies gelegt werden. Den Applikationsstoff muss man nicht einspannen, es genĂŒgt, ihn mit Stecknadeln zu fixieren. Die Maschine stickt nun nach Stickdatei den ersten Teil des Stickmusters.

Der ĂŒberschĂŒssige Stoff kann entfernt werden. Mit Satinstich wird anschließend der fusselige Rand versĂ€ubert. Nun können noch weitere Stickereien auf die Applikation aufgestickt werden, etwa ein Schriftzug oder eine zweite Applikation. Zum Schluss wird der Stickrahmen gelöst und die Stickfolie entfernt.

WeiterfĂŒhrende Links und Quellen

FĂŒr Interessenten, die sich gern weiterbilden und ausprobieren möchten:

Die Weißstickerei

Wie ĂŒbertrage ich Motive auf den Stoff?

Wie macht man Durchbruchmuster?

Kostenlose Kurse

Wie wird die Datei in die Stickmaschine ĂŒbertragen?

Das Freihand-Sticken oder NĂ€hmalen

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