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Klettersteigsets im Test auf ExpertenTesten
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Klettersteigset Test - fĂŒr den sicheren Kletterausflug - Vergleich der besten Klettersteigsets 2019

FĂŒr AnfĂ€nger und Profis ist ein gutes Klettersteigset unerlĂ€sslich.Daher hat unser Team fĂŒr unsere Bestenliste zahlreiche Tests im Internet durchleuchtet. Interessant sind auch die Bewertungen zu Lieferumfang, Schnallen, BandfalldĂ€mpfer und weitere Gadgets, die unser Team bedacht hat.

Klettersteigset Bestenliste 2019

Letzte Aktualisierung am:

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ExpertenTesten TÜV-Siegel 1,11
sehr gut
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sehr gut
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1,49
sehr gut
1,52
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gut
1,80
gut
1,90
gut
2,38
gut
2,50
befriedigend
2,83
befriedigend
Kundenbewertungen
auf Amazon

5 von 5 Sternen
bei 1 Rezensionen

3.7 von 5 Sternen
bei 5 Rezensionen

5 von 5 Sternen
bei 1 Rezensionen

4.6 von 5 Sternen
bei 18 Rezensionen

4.5 von 5 Sternen
bei 20 Rezensionen

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bei 12 Rezensionen

3.9 von 5 Sternen
bei 16 Rezensionen

4.7 von 5 Sternen
bei 3 Rezensionen

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bei 1 Rezensionen

5 von 5 Sternen
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4.5 von 5 Sternen
bei 6 Rezensionen
Marke Edelrid Skylotec Petzl LACD / Salewa Camp Salewa Salewa Salewa Petzl Stubai Mammut
Gewicht

ca. 480g

810 g

1250 g

k.A.

k.A.

670 g

k.A.

660 g

640 g

381 g

581 g

200 g

Grösse

L

Uni

XS-M, M – XL

S, M, L

S, M, L

k.A.

k. A.

Uni

Uni

k.A.

Uni

XS-M

Zielgruppe

Damen, Herren

Damen, Herren

Damen, Herren

Damen, Herren

Damen, Herren

Damen, Herren

Damen, Herren

Damen, Herren

Damen, Herren

Damen, Herren

Damen, Herren

Damen, Herren

Schnallen

k.A.

k.A.

k.A.

doppelseitig, vorgefÀdelte

doppelseitig, vorgefÀdelte

k.A.

BandfalldÀmpfer Rastschlaufe am BandfalldÀmpfer

k.A.

k.A.

k.A.

k.A.

Slide Bloc-Schnallen

BandfalldÀmpfer

ja

ja

k.A.

ja

ja

ja

ja

k.A.

ja

k.A.

ja

ja

Lieferumfang

Klettersteigset, Gurt, Helm

k.A.

Corax-Klettergurt, Elios-Helm, Scorpion Vertigo Klettersteigset

LACD Pro Evo, Salewa Helm Toxo, Gurt FerrataLite

LACD Pro Evo, Klettergurt LACD Start, Kletterhelm Salewa Toxo

Klettergurt

1 Klettersteigset 1 Kletterhelm1 Klettergurt

Via Ferrata Ergo Tex Klettersteigset

Salewa Premium Attac, Salewa Via Ferrata Evo, Stubai Fuse Light, gratis Aufkleber-Set

zwei Vertigo Wire-Lock-Karabinern

Klettersteig-Set SUMMIT LIGHT X1

Klettergurt

Sport

Klettern

Klettern

Klettern

Klettern

Klettern

Klettern

Klettern

Klettern

Klettern

Klettern

Klettern

Klettern

ZulÀssiges Körpergewicht

40 – 120 Kg

40 – 120 kg

50 – 120 kg

50 – 120 kg

50 – 120 kg

120 Kg

50 – 120 kg

40 – 120 kg

40 – 120 kg

40 – 120 kg

k.A.

nicht angegeben

Besonderheiten
  • leicht und kompakt
  • optimierte BandfalldĂ€mpferkonstruktion
  • komfortables Anpassen an die individuellen Körpermaße
  • entspricht allen aktuellsten Normen und Anforderungen
  • Made in Germany
  • leichte Handhabung
  • Edelstahl Handballenkarabiner
  • mit Seilbremse
  • problemlos fĂŒr Links- und RechtshĂ€nder
  • einstellbarer Corax-Klettergurt
  • leichte Bedienung
  • mit zwei elastischen Sicherungsarmen
  • gute Verarbeitung
  • in zwei verschiedene GrĂ¶ĂŸen erhĂ€ltlich
  • praktisches Design
  • fĂŒr AnfĂ€nger oder Fortgeschritten
  • langlebig
  • schön leicht
  • gut anpassbar
  • leichte Handhabung
  • besonders widerstandsfĂ€higes Material
  • gute QualitĂ€t
  • super fĂŒr Einsteiger
  • tolle Sicherheit
  • Einhandbedienung
  • automatische Verriegelung
  • elastische SicherungsĂ€ste
  • Zertifiziert nach EN 958:2017
  • Verarbeitung
  • Bruchlast (kN): lĂ€ngs 27 | quer 15 | offen 12 Gewicht: 450g Salewa Gurt Via Ferrata Lite: Extrem reißfester und leichter Sitzgurt, speziell fĂŒr Klettersteige und Hochtouren. Getestet mit einer individuellen Bruchlast von 20 KN
  • BandfalldĂ€mpfer
  • einfache Handhabung
  • gute QualitĂ€t
  • robust
  • 30% Kraftersparnis
  • auch fĂŒr schwerere Nutzer
  • leichte Handhabung
  • extragroße Öffnung
  • flach gestaltete Karabiner
  • verbesserte elastische Sicherungsarme
  • gute Verarbeitung
  • super leichte Einstellfunktion
  • robustes Material
  • hergestellt in der EU
  • ultrakompaktes DĂ€mpfungssystem
  • mit automatischem Verriegelungssystem
  • einfache Anwendung
  • praktische Tasche
  • zertifiziert
  • völlige Neuentwicklung von STUBAI
  • schöne große Öffnung
  • leichte Bedienung
  • super leicht
  • praktische Einhandbedienung
  • zweiteilige Bandkonstruktion
  • 4 Materialtrageschlaufen
  • gute Verarbeitung
  • hohe QualitĂ€t
  • einfache Handhabung
Komfort
Materialbeschaffenheit
Preis-LeistungsverhÀltnis
Preisvergleichsmatrix
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Was ist ein Klettersteigset?

Ein Klettersteigset stellt ein Sicherheitssystem dar, das Hersteller extra fĂŒr die Begehung von Klettersteigen konzipieren. Dabei verbindet das Set den Klettergurt mit den Stahlseilen, welche die Route eines Klettersteigs vorgeben.

Bei einem Sturz rutscht die Kletterin oder der Kletterer an diesem Stahlseil entlang bis zum nÀchsten Seilbefestigungspunkt am Felsen.

Dann nimmt das Klettersteigset einen Teil der Fallenergie auf. Somit stellt ein Klettersteigset ein Notfallsystem dar, das schwerere Verletzungen und einen eventuellen Abriss des Sicherungsseils bei einem Sturz auf einem Klettersteig verhindert.

Trotz Klettersteigset kommt es jedoch bei den meisten StĂŒrzen – im Gegensatz zum Sportklettern – zu Verletzungen. Somit liegt die Betonung auf: Notfallsystem!

Wie funktioniert ein Klettersteigset?

Jedes Klettersteigset bietet eine Einbindeschlaufe, die zur Befestigung an der Einseilschlaufe (Einbindepunkt) des Klettergurts dient. Somit benötigen Sie grundsÀtzlich auch einen Klettergurt, an dem Sie Ihr Steigset befestigen.

Der Klettergurt

Diese verfĂŒgen ĂŒber zwei Beinschlaufen und eine HĂŒftschlaufe – einige Modelle besitzen zudem einen Brustgurt. An dem Steg, der die Beinschlaufen mit der HĂŒftschlaufe verbindet, befindet sich die zentrale Einseilschlaufe. Weiter unten finden Sie ein Kapitel, das Ihnen das Anlegen eines Klettersteigsets detailliert erklĂ€rt.

Das DĂ€mpfungselement

Das DĂ€mpfungselement verbindet die Einbindeschlaufe mit den beiden Lastschlingen. Bei einem Sturz nimmt dieses Element einen Teil der Kraft auf, die bei einem Sturz auf den Anseilpunkt und damit auf den Körper einwirkt. Diese Kraft nennen Fachleute Fangstoß.

Die beiden Lastschlingen

An das DĂ€mpfungselement schließen zwei Lastschlingen (Lastarme) an. Am Ende dieser Schlingen befinden sich Karabiner, die automatisch verriegeln. Diese hĂ€ngen Sie an das Stahlseil des Kletterstiegs. Jedes Klettersteigset verfĂŒgt ĂŒber zwei Karabiner, sodass auch beim UmhĂ€ngen an den Befestigungsankern grundsĂ€tzlich ein Karabiner an dem Stahlseil hĂ€ngt.

Was passiert bei einem Sturz?

Bei einem Sturz rutschen die beiden Karabiner der Lastarme an dem Stahlseil entlang und stoppen den Sturz am nĂ€chsten Befestigungsanker. Dann bremst das DĂ€mpfungselement den Fangstoß dynamisch ab.

Also erfolgt das Abbremsen “langsam” und nicht abrupt. Je nach DĂ€mpfungselement erfolgt diese Energieaufnahme durch Abbremsen des Seils oder durch eine gezielte Dehnung (Reißnaht).

Dadurch verringert ein Klettersteigset den Fangstoß, der auf den menschlichen Körper einwirkt. Allerdings verhindert ein Klettersteigset nicht, dass die Kletterin oder der Kletterer bei einem Sturz unter UmstĂ€nden gegen die Felswand schlĂ€gt.

Nur fĂŒr einen Sturz!

Sie dĂŒrfen das Klettersteigset nach einem Sturz nicht wieder verwenden! Bei Steigsets handelt es sich immer um ein Notfallsystem, das seine Wirkung nach einem Sturz verliert.

Tipp!

  • Weitere Informationen zum richtigen Umgang mit einem Klettersteigset finden Sie unter dem Punkt: Sicherheit beim Klettern.

Vorteile & Anwendungsbereiche

Das Klettersteigset Black Diamond Easy Rider inklusive Salewa Helm Toxo und Gurt Ferrata Lite.Alternativ eingesetzte Band-, Reepschnur- oder Seilschlingen bieten nur eine statische Sicherung an den Stahlseilen eines Kletterstiegs, sodass aufgrund des sehr großen Fangstoßes bei einem Sturz Lebensgefahr besteht: Verwenden Sie niemals statische Sicherungssysteme. Eventuell reißt diese Art der Sicherung sogar ab und es kommt zu einem Absturz.

Ein Klettersteigset bietet den Vorteil, dass es den Sturz dynamisch abbremst. Außer bei Klettersteigen kommen die Steigsets auch zur Sicherung in HochseilgĂ€rten zum Einsatz, wobei diese Modelle hĂ€ufig eine dritte Schlinge mit Seilrolle besitzen. So ermöglichen diese Sets zusĂ€tzlich die Nutzung von Seilrutschen. Die Verwendung jenseits von Klettersteigen und SeilgĂ€rten

Als Arbeitsschutz finden diese Steigsets auch Verwendung bei verschiedenen Höhenarbeitern (Industriekletterer). Allerdings sichert in diesem Bereich hĂ€ufiger eine zweite Person den Kletterer, da selten geeignete Stahlrohre oder -seile zum EinhĂ€ngen der Karabiner eines Klettersteigsets zur VerfĂŒgung stehen.

Welche Arten von Klettersteigsets gibt es?

Obwohl alle Klettersteigsets prinzipiell gleich funktionieren, variieren die Umsetzungen dieses Prinzips. Die Sets unterscheiden sich sowohl in der Form als auch in den DĂ€mpfungselementen.

  • Die V-Modelle
  • Die Y-Modelle
  • Die Rastschlaufe
  • Die Karabiner
  • Drehmechanismus
  •  

Bei dem V-Modell bilden die beiden Lastschlingen ein “V” und laufen an der “Spitze” durch eine Seilbremse. An dieser Bremse befindet sich die Einbindeschlaufe zur Befestigung am Klettersteigset. Da ein Seilende im Notfall ungehindert durch die Seilbremse laufen muss, sichert ein Klettersteigset dieses Typs Sie nur mit einem Karabiner am Stahlseil. Also findet bei diesem Modell ein Wechsel der Karabiner beim UmhĂ€ngen statt. Das V-System stellt das Ă€ltere der beiden Konstruktionssysteme dar und Experten raten, V-Klettersteigsets nur bei sehr leichten Klettersteigen mit geringer Fallhöhe zu verwenden.
Bei V-Modellen unbedingt beachten:

  • Wenn Sie beide Karabiner in das Stahlseil einhĂ€ngen, schließen Sie das System kurz und verhindern eine dynamische Bremswirkung.
  • HĂ€ngen Sie bei V-Modellen nur einen Karabiner an das Sicherungsseil aus Stahl!

Experten empfehlen die Verwendung von Y-Modellen, da diese dem Stand der Technik entsprechen und mehr Sicherheit bieten. Bei diesem System schließt an die beiden Lastschlingen ein separates Bremsseil an, das durch eine Seilbremse lĂ€uft. Diese besteht aus einer Lochplatte, die das Bremsseil beim Durchlauf abbremst. An dieser Bremse befindet sich die Einbindeschlaufe. Einige Hersteller verwenden statt der Seilbremse einen BandfalldĂ€mpfer. Also gleicht die Form dieses Klettersteigsets dem Buchstaben “Y”: zwei Lastschlingen, an denen mittig das Bremsseil bzw. der BandfalldĂ€mpfer hĂ€ngt.

Die zwei Varianten der Lastschlingen

Einige Hersteller verwenden elastische Lastschlingen, die ihre LÀnge dem Abstand zum Sicherungsseil beim Klettern anpassen. Im Gegensatz zu den Varianten mit unflexiblen Lastschlingen bieten diese Modelle mehr Sicherheit, da die Schlingen nicht im Weg hÀngen.

Einige Klettersteigsets bieten eine klar markierte EinhĂ€ngeschlaufe. Mit einem Karabiner besteht dann die Möglichkeit, sich direkt an das Stahlseil oder eine Stahlklammer (Fußtritt) zu hĂ€ngen. So rasten Sie sicher und machen auch problemlos Fotos. Achtung:Beide Karabiner der Lastschlingen bleiben auch beim Rasten am Stahlseil eingehakt!
Sowohl die V- als auch die Y-Modelle verwenden meistens Karabiner, die eine einfache Bedienung mit einer Hand erlauben. Diese Modelle besitzen teilweise einen besonders fĂŒr die Bedienung mit Handschuhen entwickelten Öffnungsmechanismus (Handballen- und Daumenöffnung). Andere Marken verwenden den klassischen Verschlussmechanismus mit HĂŒlse zur Sicherung. Teilweise setzen Hersteller auch Karabiner zum Zuschrauben ein, die jedoch in der Praxis viel Zeit in Anspruch nehmen.
Einige Modelle besitzen zudem einen Drehmechanismus, der sich zwischen den Lastschlingen und dem BandfalldÀmpfer befindet. An dieser Stelle verhindert er ein Verdrehen der beiden Lastschlingen.

Worauf muss ich beim Kauf eines Klettersteigsets achten?

Wenn Sie den neusten Stand der Technik suchen, kaufen Sie ein Klettersteigset mit BandfalldĂ€mpfer. Hochwertige Modelle verfĂŒgen ĂŒber eine farblich gekennzeichnete Rastschlaufe. Achten Sie grundsĂ€tzlich darauf, dass die Lastschlingen zu Ihrer KörpergrĂ¶ĂŸe passen: VerkĂŒrzung Sie niemals die Lastschlingen durch Knoten, da Sie dadurch Ihre Sicherheit gefĂ€hrden. Die elastischen Lastschlingen machen Sinn, da sie nicht im Weg hĂ€ngen und somit die sichere Handhabung unterstĂŒtzen. Weil ein Drehmechanismus aber nur zum Komfort beitrĂ€gt, benötigen Sie diesen nicht unbedingt.

Tipp!

Wenn Sie beim UmhĂ€ngen der Karabiner auf die jeweilige Position beim EinhĂ€ngen achten, verdrehen sich die beiden Lastschlingen nicht. Somit erĂŒbrigt sich ein Drehmechanismus.

Kaufen Sie kein Klettersteigset, das Karabinern mit Schraubverschluss besitzt, da diese sich meistens als zeitraubend und unpraktisch erweisen: Auf einem Klettersteig mĂŒssen Sie beide Karabiner alle paar Meter umhĂ€ngen. Modelle, welche die Karabiner mithilfe von Knoten fixieren, entsprechen nicht dem heutigen Standard. Bei aktuellen Klettersteigsets hingegen befestigen Hersteller die Sicherungskarabiner durch VernĂ€hen der Lastschlingen.

Klettersteigsets fĂŒr Kinder und sehr schwere Personen

Einige Hersteller haben spezielle Klettersteigsets fĂŒr Kinder entwickelt, da herkömmliche Sets Personen mit einem Gewicht von unter 50 kg nur wenig Schutz bieten: Bei einem geringen Körpergewicht “spricht” die Bremse nicht an. Auch sehr schwere Personen bekommen ein Problem mit den meisten Sets, die Hersteller fĂŒr die Gewichtsklasse von 50 bis 100 kg auslegen. Deshalb bieten seit einiger Zeit bestimmte Marken Modell an, die sich fĂŒr ein Körpergewicht bis zu 130 kg eignen. BerĂŒcksichtigen Sie auch das Gewicht der Kleidung und des Rucksacks.

Achtung!

Kaufen Sie aus GrĂŒnden der Sicherheit niemals ein gebrauchtes Klettersteigset!

Kurzinformation zu fĂŒhrenden Herstellern

Es gibt zahlreiche Hersteller auf dem Markt, die Klettersteigsets produzieren. Damit Sie einen Überblick erhalten, stellen wir Ihnen die fĂŒhrenden Hersteller kurz vor.

  • Salewa
  • Black Diamond
  • LACD
  • Mammut
Josef Liebhart grĂŒndete im Jahr 1935 ein Unternehmen fĂŒr Sattler und Lederwaren, das zunĂ€chst Ledertaschen fĂŒr Agfa herstellte. In den 1950er-Jahren verlegte das Unternehmen den Schwerpunkt des Sortiments auf AusrĂŒstung fĂŒr das Bergsteigen. Obwohl Salewa heute Bekleidung, Schuhe und AusrĂŒstung fĂŒr den gesamten Outdoorbereich produziert, kommt der AusrĂŒstung fĂŒr den Bergsport wie Steigeisen, Eisschrauben und Klettersteigsets weiterhin zentrale Bedeutung innerhalb des Sortiments zu.
In den 1960er-Jahren schmiedete sich der kanadische Bergsteiger Yvon Chouinard eigene Felshaken. Schon bald verkaufte er seine Haken aus dem Auto heraus an andere Bergsteiger im Yosemite Nationalpark: die Geburtsstunde von Chouinard Equipment, Ltd. Als Mitarbeiter das Unternehmen im Jahr 1989 kauften, benannten sie es in Black Diamond Equipment um. Das heutige Sortiment setzt sich aus Bekleidung und AusrĂŒstung fĂŒr den Bergsport (Klettern, Bergsteigen, Skifahren und Wandern) zusammen.
Hinter der Marke LACD steht ein Team leidenschaftlicher Kletterer und Bergsteiger, die jede freie Minute am Berg verbringen. Da sie die Natur lieben, legen sie besonderen Wert auf eine nachhaltige Produktion. Der Firmensitz des deutschen Unternehmens liegt im bayrischen Haar. Im Zentrum des Sortiments, das LACD in ganz Europa und darĂŒber hinaus vertreibt, steht die AusrĂŒstung fĂŒr das Bouldern, Klettern und Bergsteigen.
Der Schweizer Kaspar Tanner grĂŒndete im Jahr 1862 eine Seilerei, die seit 1943 Seile unter dem Markennamen Mammut vertreibt und bis in die 1970er-Jahre ausschließlich Kletterseile produzierte. Dann erweiterte die Marke ihr Sortiment um Outdoorjacken und SchlafsĂ€cke. In den 1980er-Jahren folgte KletterausrĂŒstung wie Klettergurte oder Karabiner. Heute beschĂ€ftigt das Schweizer Unternehmen fast 600 Mitarbeiter und fĂŒhrt ein breites Sortiment fĂŒr den Sport- und Outdoorbereich.

Internet vs. Fachhandel: Wo kaufe ich mein Klettersteigset am besten?

Der Fachhandel lockt mit der Möglichkeit, die Klettersteigsets in die Hand zu nehmen. Allerdings haben FachhÀndler nur wenige Modelle vorrÀtig, sodass Ihnen z. B. nur bestimmte Hersteller zur Auswahl stehen. Bei einem Kauf im Internet wÀhlen Sie aus einem viel breiteren Angebot. Zudem entscheiden Sie sich ohne Zeitdruck.

Unser Test und Ratgeber informiert Sie umfassend zum Thema Klettersteigsets. Sie lernen nicht nur die unterschiedlichen Modelle kennen, sondern wissen auch, worauf Sie beim Kauf am besten achten. Wir beschreiben Ihnen sogar, wie Sie Ihr im Internet bestelltes Klettersteigset anlegen und welche AusrĂŒstung Sie fĂŒr Ihre erste Tour auf einem Klettersteig benötigen. Gut informiert finden Sie so im Internet ein geeignetes Set fĂŒr Ihre BedĂŒrfnisse.

Wissenswertes & Ratgeber

Das Edelrid Klettersteigset Cable Lite 2.3 inklusive Gurt und Helm.Die Geschichte des Kletterns

In den Ötztaler Alpen in der NĂ€he des Tisenjochs fand ein deutsches Bergsteiger-Ehepaar im Jahr 1991 eine Mumie. Bei spĂ€teren Untersuchungen durch Fachleute stellte sich heraus, dass dieser Mensch vor ca. 5.250 Jahren gestorben war. Diese Mumie, heute unter dem Namen Ötzi bekannt, belegt, dass sich bereits unsere Vorfahren in den Bergen aufhielten: Der Fundort der Mumie befindet sich auf einer Höhe von ĂŒber 3.000 m.

Abgrenzung zum Bergsteigen

Das Bergsteigen bezeichnet die Bezwingung eines Bergs, wobei der Weg zum Gipfel meistens ĂŒber Felsen, Schnee und Eis fĂŒhrt. Somit umfasst das Bergsteigen nicht nur das Klettern an senkrechten FelswĂ€nden, sondern auch die Überwindung von Schnee- und GletscherflĂ€chen. Das Klettern beim Bergsteigen heißt auch technisches Klettern, wobei die AusrĂŒstung nicht nur der Sicherung, sondern auch der Fortbewegung dient. So verwenden Bergsteiger z. B. Felshaken als Griffe oder Tritte. Kletterinnen und Kletterer verwenden ihre AusrĂŒstung hingegen nur zur Sicherung. Da das Klettern frei von Kletterhilfen erfolgt, heißt es auch Freiklettern.

Die AnfÀnge des heutigen Freikletterns

Als Pionier des heutigen Freikletterns gilt der Österreicher Paul Preuß (1886 – 1913), der beim Klettern alle Hilfsmittel ablehnte. Bis zu seinem 27. Lebensjahr – er verunglĂŒckte am Gosaukamm im österreichischen Dachsteingebirge – brachte er es auf 300 Erstbegehungen und insgesamt ca. 1.200 Bergtouren. Paul Preuß fasste seine Einstellung dem Klettern gegenĂŒber in GrundsĂ€tzen zusammen. Einer dieser KlettergrundsĂ€tze lautet: “Das Seil darf ein erleichterndes, niemals aber das alleinseligmachende Mittel sein, das die Besteigung der Berge ermöglicht.” Heute gilt Paul Preuß als geistiger Vater des modernen Kletterns. Am Ende des Texts finden Sie einen Link zu allen KlettergrundsĂ€tzen dieses Pioniers.

Niederschrift der Regeln und der Sprung in die USA

Rudolf Fehrmann, ein Kletterer aus der SĂ€chsischen Schweiz, veröffentliche im Jahr 1913 erstmals einen KletterfĂŒhrer mit Regeln fĂŒr das Klettern: Diese orientierten sich an den GrundsĂ€tzen von Paul Preuß und stehen bis heute in der Verordnung des Nationalparks SĂ€chsische Schweiz. Durch den sĂ€chsischen Bergsteiger Fritz Wiessner, der 1930 auswanderte, gelangte dieses Regelwerk in die USA. Besonders John Gill, der als Erfinder des Boulderns gilt, griff dieses KletterverstĂ€ndnis auf und machte es in den 1950er- und 1960er-Jahren auch bei den Aktiven im Yosemite-Nationalpark – das damalige Kletterzentrum der USA – bekannt. In den 1970er-Jahren beeinflussten wiederum die amerikanischen Kletterer ihre europĂ€ischen Kollegen: Unter Einhaltung der aus Europa stammenden Regeln kletterten die Amerikaner Routen, die EuropĂ€er zuvor als unmöglich eingestuft hatten.

Ein grĂ¶ĂŸeres Publikum

Der österreichische Kletterer und Fotograf Heinz Zak verhalf dem Sport in den 1970er-Jahren zu großer Aufmerksamkeit. Durch seine Ă€sthetischen Fotos – er kletterte die Routen selbst mit und fotografierte wĂ€hrenddessen – wurden Menschen auch jenseits der Kletterszene auf diesen Sport aufmerksam.

Das Klettern heute

Heute stellt das Klettern sowohl einen professionellen Sport als auch eine beliebte FreizeitbeschĂ€ftigung dar. Vor allem Kletterhallen machen den Einstieg fĂŒr Interessierte einfach und erfreuen sich deshalb großer Beliebtheit. Zudem haben sich in den letzten Jahren unterschiedliche Disziplinen entwickelt.

Das Bouldern

Das Bouldern

Das Bouldern bezeichnet das Klettern an Felsblöcken in Absprunghöhe. Bei dieser Kletterform erfolgt keine Seilsicherung – teilweise verwenden Aktive am Boden liegende Crashpads aus Schaumstoff, die eventuelle StĂŒrze abfedern.

Das Gehen auf Klettersteigen

Das Gehen auf Klettersteigen

Klettersteige geben eine Route am Felsen vor. Dabei bieten sie nicht nur Stahlseile zur Selbstsicherung mithilfe eines Klettersteigsets, sondern auch kĂŒnstliche Tritte und Griffe im Felsen. Somit eignen sich Klettersteige auch fĂŒr AnfĂ€nger.

Das Hallenklettern

Das Hallenklettern

Kletterhallen verfĂŒgen ĂŒber eine Höhe von bis zu 20 m und bieten UnabhĂ€ngigkeit vom Wetter. An den steilen WĂ€nden der Hallen befinden sich zahlreiche farbige Klettergriffe, wobei jede Farbe eine eigene Route markiert. HĂ€ufig gibt es auch Bereiche zum Bouldern und in grĂ¶ĂŸeren Höhen erfolgt grundsĂ€tzlich eine Seilsicherung.

Speedklettern

Speedklettern

Beim Speedklettern steht die Geschwindigkeit im Mittelpunkt. In WettkĂ€mpfen bewĂ€ltigen Kletterinnen oder Kletterer eine festgelegte Route so schnell wie möglich. Diese Disziplin findet sowohl in Kletterhallen als auch draußen statt.

Free Solo

Free Solo

Beim Free Solo verzichten Aktive auf alle Hilfsmittel zur Fortbewegung oder Sicherung: eine Ă€ußerst gefĂ€hrliche Kletterform! Weniger Gefahr bringt das Free Solo ĂŒber dem Wasser (Deep-Water-Solo) mit sich, da ein Sturz nicht auf dem Felsen, sondern im Wasser endet.

Zahlen, Daten, Fakten rund um das Klettersteigset

Via Ferrata

FĂŒr den Klettersteig hat sich auch der italienische Ausdruck “Via Ferrata” etabliert, der wörtlich ĂŒbersetzt Eisenweg bedeutet. Deshalb benutzen einige Hersteller diesen Ausdruck auch in den Produktbeschreibungen ihrer Klettersteigsets.

Die VorlÀufer heutiger Klettersteige

Der Klettersteigset LACD Ferrata Pro Evo von unseren Experten getestet.Friedrich Simony baute im Jahr 1843 den ersten europĂ€ischen Klettersteig am Dachstein (Österreich). Als Steighilfen benutzte er neben Seilen und Griffen aus Eisen auch in den Fels gemeißelte Trittstufen. In den nĂ€chsten Jahrzehnten folgten Klettersteige am Großglockner (Österreich), an der Zugspitze (Deutschland) und in den französischen PyrenĂ€en. Im Ersten Weltkrieg gewĂ€hrleisteten gesicherte Wege dieser Art den Nachschub fĂŒr die Soldaten in den Bergen SĂŒdtirols: Hier kĂ€mpfte Österreich-Ungarn gegen Italien.

Klettersteige heute

Diese Form des Kletterns findet sich heute in zahlreichen europĂ€ischen LĂ€ndern, wobei sich die meisten dieser Klettersteige in den Alpen befinden. Somit bieten Deutschland, Österreich, Italien, die Schweiz und Frankreich mit Abstand die meisten Routen. HĂ€ufig kĂŒmmern sich TourismusverbĂ€nde um das Anlegen von Routen mit Kletterhilfen, da diese zahlreiche Urlauber in die jeweilige Region locken. Zudem besteht die Tendenz, immer spektakulĂ€rere Klettersteige anzulegen: Teilweise integrieren Routen z. B. SeilbrĂŒcken mit besonders schöner Aussicht. Prominentestes Beispiel fĂŒr einen Klettersteig in urbaner Umgebung stellt der Siloturm in BrĂŒhl dar.

Der Klettersteig-Papst

Eugen Eduard HĂŒsler gilt als Papst der Klettersteige, da er ĂŒber 70 KletterfĂŒhrer und BildbĂ€nde zu diesem Thema veröffentlicht hat. Zudem hat er die “HĂŒsler-Skala” entwickelt, die alle Routen in sechs unterschiedliche Schwierigkeitsgrade unterteilt.
Skala der Schwierigkeitsgrade

Es gibt nicht eine allgemein anerkannte Skala. Neben der “HĂŒler-Skala” hat sich auch das von Kurt Schall eingefĂŒhrte Modell etabliert. Beide Skalen kennen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Diese Kategorien lauten nach HĂŒler:

  • K1: leicht
  • K2: mittel
  • K3: ziemlich schwierig
  • K4: schwierig
  • K5: sehr schwierig
  • K6: extrem schwierig

Beispielsweise bedeutet der Schwierigkeitsgrad K1, dass eine normale Kondition fĂŒr diesen Steig ausreicht und geĂŒbte BerggĂ€nger ohne Sicherung auskommen. Auf einer Route der Schwierigkeit K4 erwartet Sie senkrechtes und teilweise ĂŒberhĂ€ngendes GelĂ€nde sowie lange ausgesetzte Passagen. Dieser Begriff beschreibt Strecken mit großer Fallhöhe. Somit erfordert dieser Schwierigkeitsgrad viel Kraft und Kondition sowie Schwindelfreiheit: keine Strecke fĂŒr AnfĂ€nger. Detailliertere Informationen zu den Schwierigkeitsgraden erhalten Sie unter dem Link, den Sie am Textende finden.

Tipp!

Da es keine einheitliche Bewertungsskala gibt, macht es Sinn, sich mit den Bewertungen verschiedener KletterfĂŒhrer fĂŒr eine Tour vertraut zu machen. So erhalten Sie ein differenziertes Bild von der Route, die Sie erwartet.

Sicherheit beim Klettern

Zur Sicherheit beim Klettern trĂ€gt nicht nur eine funktionstĂŒchtige AusrĂŒstung, sondern auch der sachgemĂ€ĂŸe Umgang mit dieser AusrĂŒstung bei. Lesen Sie dazu bitte auch den Punkt: Klettersteigset in 5 Schritten richtig anlegen.

  • Halten Sie sich an die oberste Grundregel: zu keinem Zeitpunkt ohne Sicherung!
  • Nutzen Sie dazu die zentrale Technik des Klettersteigens: das UmhĂ€ngen.

Das UmhÀngen

Sie hÀngen beide Karabiner Ihres Klettersteigsets (Y-Typ) an das Stahlseil, das durch die Befestigungsanker lÀuft. Wenn Sie einen dieser Anker erreichen, lassen sich die Karabiner nicht weiterschieben. Lösen Sie zunÀchst nur einen Karabiner und befestigen Sie ihn auf der anderen Seite des Ankers. Dann wiederholen Sie den Vorgang mit dem zweiten Karabiner. Nur so stellen Sie sicher, dass zu jedem Zeitpunkt ein Karabiner am Sicherungsseil hÀngt.

Der Mammut Erwachsene Klettergurt Ophir 4 Slide fĂŒr Sie getestet.Weitere Faktoren

Außer der AusrĂŒstung beeinflussen weitere Faktoren die Sicherheit beim Klettern. Diese hĂ€ngen mit der Konstitution, Erfahrung und dem Mut der Kletterin oder des Kletterers zusammen.

Die Ausdauer

HĂ€ufig bedenken AnfĂ€nger nicht, dass die meisten Kletterstiege einen Zu- und Abstieg voraussetzen. Wenn unterwegs die Ausdauer schwindet, sinkt die Aufmerksamkeit und damit auch die Trittsicherheit. Nach dem Ende der Tour brauchen Sie auch noch genĂŒgen Ausdauer, um sicher den Abstieg zu bewĂ€ltigen. ÜberschĂ€tzen Sie also Ihre Ausdauer nicht und bedenken dabei unbedingt auch den Hin- und RĂŒckweg.

Die Kraft

Auf schweren Kletterstiegen spielt die Kraft in den Armen eine große Rolle. Besonders extrem schwierige Routen erfordern unter UmstĂ€nden einen Klimmzug am Stahlseil! Wenn die Kraft versagt und dadurch das UmhĂ€ngen der Karabiner des Klettersteigsets an den nĂ€chsten Sicherheitsabschnitt schwer wird, kommt es schnell zu gefĂ€hrlichen Situationen. Einige KletterfĂŒhrer weisen auf Routen hin, die besondere Armkraft erfordern.

Die Erfahrung am Berg

Je höher der Stieg liegt, desto stĂ€rker machen sich WettereinflĂŒsse beim Klettern bemerkbar. Am Berg schlĂ€gt das Wetter oft sehr schnell um und nur erfahrene Kletterinnen oder Kletterer erkennen diese Situationen frĂŒhzeitig. Eine Gruppe AnfĂ€nger sollte sich deshalb nicht auf einen vermeidlich “einfachen Kletterstieg” im Hochgebirge wagen.

Der Mut

Einige RoutenfĂŒhrungen erfordern Mut. Nicht jeder bleibt angesichts eines tiefen Abgrunds vollkommen ruhig. Auch die Benutzung einer Seilrutsche erfordert Mut. In einem Ă€ngstlichen Zustand schöpfen Sie jedoch nicht Ihr Leistungspotenzial aus.ÜberschĂ€tzen Sie sich nicht und fangen mit sehr einfachen Routen an. So testen Sie behutsam Ihre Möglichkeiten und lernen mit der Zeit Ihre eigenen Grenzen kennen. Außerdem bekommen Sie nach mehreren Kletterstiegen ein GefĂŒhl dafĂŒr, wie KlettersteigfĂŒhrer die Schwierigkeit einer Route bewerten.

Richtlinen zur Sicherheit

  • GrĂŒndliche Planung:Informieren Sie sich ĂŒber die Schwierigkeit des Klettersteigs und ĂŒber die Beschaffenheit des Zu- bzw. Abstiegs. Wie wird das Wetter? Wie viel Verpflegung ist erforderlich?
  • Nicht die eigene Kraft und Ausdauer ĂŒberschĂ€tzen: Stetige Überforderung macht keinen Spaß und fĂŒhrt schnell in gefĂ€hrliche Situationen.
  • Achten Sie auf funktionstĂŒchtige AusrĂŒstung: Nehmen Sie fĂŒr den Notfall auch ein Mobiltelefon mit.
  • Niemals bei Gewittergefahr auf einen Klettersteig: Die Sicherungsvorrichtungen aus Metall erhöhen die Gefahr eines Blitzschlags.
  • PrĂŒfen Sie die Verankerungen und Drahtseile!
  • ÜberprĂŒfen Sie gegenseitig Ihre AusrĂŒstung: Kontrollieren Sie Klettersteigset und Klettergurt sowie alle Verbindungen. Sitzt der Helm richtig?
  • GenĂŒgend Abstand: Jeweils nur eine Person zwischen zwei Fixpunkten!
  • RĂŒcksicht auf andere Kletterer: Beim Überholen oder bei Gegenverkehr klare Absprachen treffen.
  • Steinschlag verhindern: Achten Sie auf Ihre Tritte!
  • Respektieren Sie die Natur!

Klettersteigset in 5 Schritten richtig anlegen

Wir erklĂ€ren Ihnen, wie Ihre AusrĂŒstung am Anfang eines Klettersteigs sachgerecht anlegen.

1. Schritt: Helm aufsetzen

1. Schritt: Helm aufsetzen

Sobald Sie den Klettersteig erreichen, setzen Sie als Erstes Ihren Helm auf. Dieser schĂŒtzt Sie vor SteinschlĂ€gen. Unter UmstĂ€nden treten andere Klettergruppen, die sich bereits weiter oben auf dem Steig befinden, Steine los. Diese werden ohne Helm schnell zu einer Gefahr. Setzen Sie Ihren Helm wĂ€hrend der gesamten Tour nicht ab – auch beim Rasten mittels Rastschlaufe nicht!

2. Schritt: Klettergurt anlegen

2. Schritt: Klettergurt anlegen

Legen Sie im zweiten Schritt Ihren Klettergurt an, da Sie dann das Klettersteigset einfacher an der Anseilschlaufe des Gurts befestigen. Dazu ordnen Sie Ihren Klettergurt zunĂ€chst. Dabei achten Sie darauf, dass die Schlaufen nicht verdreht sind. Legen Sie Ihren Klettergurt nun auf den Boden, sodass die beiden Beinschlaufen nebeneinander in der grĂ¶ĂŸeren HĂŒftschlaufe liegen. Jetzt steigen Sie mit den FĂŒĂŸen in die beiden Beinschlaufen und ziehen den gesamten Gurt hoch. Jetzt ziehen Sie die BĂ€nder an der HĂŒftschlaufe fest, sodass er nicht mehr runterrutscht. Allerdings darf der HĂŒftgurt Ihre Atmung nicht beeintrĂ€chtigen. Zum Schluss ziehen Sie die beiden Beinschlaufen so weit an, dass Sie Ihre flache Hand noch zwischen Schlaufe und Hosenbein schieben können. Achten Sie auf eventuelle Hosenfalten unter den Beinschlaufen.

3. Schritt: Klettersteigset befestigen

3. Schritt: Klettersteigset befestigen

Nun befestigen Sie das Klettersteigset an der Anseilschlaufe, die sich auf Höhe des HĂŒftgurts auf der Vorderseite des Klettergurts befindet. Dazu stecken Sie mit einer Hand die Einbindeschlaufe des Klettersteigsets durch die Anseilschlaufe. Nun fĂ€deln Sie die beiden Karabiner der Lastschlingen durch die Einbindeschlaufe und ziehen das gesamte Klettersteigset durch die Einbindeschlaufe. Ziehen Sie das Steigset fest, sodass die Einbindeschlaufe die Anseilschlaufe des Gurts fest umschließt. Diese Befestigung nennen Fachleute Ankerstich.

4. Schritt: ÜberprĂŒfen des Klettersteigsets

4. Schritt: ÜberprĂŒfen des Klettersteigsets

ÜberprĂŒfen Sie nun die beiden Karabiner auf FunktionstĂŒchtigkeit. Achten Sie bei Klettersteigsets mit Seilbremse (Lochplatte) darauf, dass sich das Bremsseil frei bewegen kann. Sie dĂŒrfen es unter keinen UmstĂ€nden festknoten! Einige Hersteller bieten ein Klettverschlusssystem zur lockeren Aufbewahrung des Bremsseilendes. Wenn das Bremsseil bei einem Sturz nicht durch Bremse rutschen kann, funktioniert das ganze Sicherheitssystem nicht!

5. Schritt: Der Partnercheck

5. Schritt: Der Partnercheck

Beim abschließenden Partnercheck ĂŒberprĂŒfen Sie den Sitz des Klettergurts und die Befestigung des Klettersteigsets an der Anseilschlaufe. Testen Sie zudem die Karabinerund den Sitz des Helms. Jetzt fehlen nur noch Ihre Handschuhe und Sie sind startbereit fĂŒr Ihre Klettersteigtour.

Die Seilbremse

Im Klettersteigset Black Diamond Easy Rider ist ein Helm inklusive.Die Seilbremse stellt das Herz jedes Klettersteigsets dar, da sie das unbedingt notwendige dynamische Bremsen ermöglicht. Diese besteht aus einer metallenen Lochplatte, durch die Hersteller das Bremsseil mehrfach fĂ€deln. Bei einem Sturz fĂ€llt der menschliche Körper in das Bremsseil. Dadurch “rutscht” das Bremsseil durch die Lochplatte.

Bei diesem Vorgang wandelt die Bremse einen Teil des Fangstoßes in Reibung um. Daher heißt die Seilbremse auch Reibungsbremse oder Reibfallbremse. Bei korrekter Handhabung funktioniert dieses System zuverlĂ€ssig. In der Praxis hat sich nach einigen Jahren jedoch herausgestellt, dass der Reibungswiderstand eines nassen Seils geringer ist.

Daher sinkt die Bremsleistung einer Seilbremse bei nassem Bremsseil. Als Reaktion auf diese Tatsache haben verschiedene Hersteller feuchtigkeitsunempfindliche FangstoßdĂ€mpfer entwickelt.

Die Alternative zur Seilbremse: BandfalldÀmpfer

Diese FangstoßdĂ€mpfer funktionieren bei jeder Wetterlage zuverlĂ€ssig. Bei einem Sturz “reißt” der DĂ€mpfer auf. Da dieses “Aufreißen” Energie benötigt, reduziert auch der BandfalldĂ€mpfer den Fangstoß. Viele Hersteller verpacken diesen BandfalldĂ€mpfer in einen kleinen Beutel.

Achtung!

Bei Seilbremsen und FangstoßdĂ€mpfern handelt es sich um vom Hersteller genau abgestimmte Systeme: Modifizieren Sie niemals die Seilbremse oder den BandfalldĂ€mpfer!

Höchstwert fĂŒr den Fangstoß

Die Norm fĂŒr Klettersteigsets schreibt vor, dass der Fangstoß nicht ĂŒber 6 kN liegen darf. Das entspricht einer Kraft von ca. 600 kg, die am Körper zieht. Auch bei normgerechten Klettersteigsets wirken also hohe KrĂ€fte auf den Körper ein, wenn die Kletterin oder der Kletterer stĂŒrzt. Vermeiden Sie deshalb einen Sturz unter allen UmstĂ€nden!

NĂŒtzliches Zubehör

FĂŒr eine Tour auf einem Klettersteig benötigen Sie außer dem Klettersteigset noch weitere AusrĂŒstung.

  • Der Klettergurt
  • Der Helm
  • Die Handschuhe
  • Die Schuhe
  • Die Bekleidung
  • Der Rucksack
  • Die kleinen Helfer
  • KlettersteigfĂŒhrer
Zur Befestigung des Klettersteigsets benötigen Sie einen Klettergurt. Neben den weitverbreiteten HĂŒftgurten gibt es auch Modelle mit Brustgurt, die einen bessern Schutz vor einem Überschlag des Körpers nach hinten bieten. FĂŒr Kinder empfehlen Experten grundsĂ€tzlich Klettergurte mit Brustgurt.
Der Helm schĂŒtzt nicht nur vor Steinschlag, sondern auch bei einem Sturz. Dabei prallt die Kletterin oder der Kletterer fast immer gegen die Felswand. Gehen Sie deshalb nie ohne einen Helm auf einen Klettersteig!
Handschuhe verhindern ein Aufreißen der HandflĂ€chen und bieten guten Halt an den Stahlseilen. Teilweise stehen aus beschĂ€digten Drahtseilen spitze DrĂ€hte hervor, sodass widerstandsfĂ€hige Handschuhe hier Verletzungen verhindern. Verschiedene Hersteller bieten Handschuhe, die sie speziell fĂŒr das Gehen von Klettersteigen entwickeln.
Ziehen Sie stabile Schuhe mit einer rutschfesten Sohle an. Am besten eignen sich Modelle, die den Knöchel umschließen und eine ausgeprĂ€gte SchnĂŒrung besitzen. Die Schuhe sollten Ihnen Trittsicherheit geben und vor einem seitlichen Umknicken schĂŒtzen.
WÀhlen Sie Kleidung, die Ihnen ausreichend Bewegungsfreiheit gibt. Da Sie unter UmstÀnden ins Schwitzen geraten, bietet sich atmungsaktive Funktionsbekleidung an. Vermeiden Sie jedoch sehr weite Schnitte.
In einem Rucksack transportieren Sie Verpflegung, Wasser, einen Fotoapparat und eventuell zusÀtzliche Bekleidung. Achten Sie darauf, ein schmales Modell zu benutzen.Der Rucksack sollte nicht breiter als Ihr Körper sein, damit er Sie auf dem Klettersteig nicht behindert.
Vergessen Sie nicht, Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor mitzunehmen. Auch das MitfĂŒhren eines kleinen Erste-Hilfe-Sets mit Pflastern, Kopfschmerztablette etc. macht Sinn, so versorgen Sie kleine Verletzungen und Blasen sofort. Nehmen Sie zudem fĂŒr NotfĂ€lle auch ein Mobiltelefon mit.
KlettersteigfĂŒhrer geben Ihnen einen Überblick und bieten Ihnen detaillierte Informationen zu einzelnen Routen. Mittlerweile gibt es viele FĂŒhrer von unterschiedlichen Autoren auf dem Markt.

Alternativen zum Klettersteigset

Derzeit gibt es keine alternative Möglichkeit zur Sicherung auf einem Klettersteig. Alle anderen Sicherungen bremsen den Fangstoß nicht dynamisch ab!

WeiterfĂŒhrende Links und Quellen

 

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