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Fernglas für die Vogelbeobachtung nutzen: Tipps und Tricks

Die meisten Menschen bewegen sich gerne in der Natur. Die Vogelbeobachtung zählt dabei zu den liebsten Beschäftigungen. Hier kommt garantiert keine Langeweile auf, denn die gefiederten Freunde sind einfach zu quirlig und geschäftig. Viele Details lassen sich aber mit bloßem Auge kaum erkennen. Glücklicherweise gibt es mit dem Fernglas ein Hilfsmittel, das die Sache deutlich erleichtert.

Es macht jedoch keinen Sinn, einfach irgendein Fernglas zu erwerben. Denn auch bei der Vogelbeobachtung gibt es unterschiedliche Grundvoraussetzungen, die berücksichtigt werden sollten.
  • Art der Landschaft beziehungsweise der Umgebung:Wer nur die Singvögel im eigenen Garten beobachten möchte, kommt generell mit einem kleineren Fernglas aus. Bei größeren Distanzen indes bieten sich eher die Ferngläser mit großen Linsen an, unter Umständen sogar ein Spektiv (Fernrohr). Letzteres ist in den meisten Fällen monokular, einige hochpreisige Geräte können aber auch beidäugig genutzt werden. Ähnlich wie die großen Ferngläser bieten Spektive auch im Dämmerlicht ein recht gutes Bild. Die Qualität wird hier mit der sogenannten Dämmerungszahl angegeben. Diese sollte einen Wert zwischen 12 und 25 erreichen.
  • Individuelle Wünsche und Bedürfnisse:Man muss klar differenzieren zwischen einem interessierten Naturfreund, der nur ab und zu zum Fernglas greift und einem semi-professionellen (oder gar professionellen) Vogelkundler. Der interessierte Laie wird vermutlich auch mit einem einfachen Fernglas zufrieden sein, das eine maximal achtfache Vergrößerung bietet. Aufwändigere Ferngläser oder Spektive sind indes weit leistungsfähiger und können anvisierte Objekte entsprechend weiter vergrößern. Bei Spektiven kann dieser Wert sogar das sechzigfache der Größe betragen, jedoch geht die Vergrößerung dabei meist zu Lasten der Bildschärfe.Um klare, unverwackelte Bilder durch das Glas zu sehen, kann sich zudem die Anschaffung eines Stativs lohnen.
  • Verfügbares Budget: Auch die Vogelbeobachtung ist ein Hobby, das ins Geld gehen kann. Zwar muss für die Anschaffung des notwendigen Equipments in aller Regel nicht so viel investiert werden wie es beispielsweise bei Jägern der Fall ist. Trotzdem kann für das Fernglas nebst passendem Zubehör ein vierstelliger Eurobetrag fällig werden. Natürlich sollte man sich zuvor sicher sein, dass tatsächlich auch ein entsprechender Bedarf besteht. Auch Fachleute weisen darauf hin, dass akzeptable Ferngläser bereits ab 150 Euro zu haben sind.

Wie lassen sich die Werte eines Fernglases erkennen?Eschenbach Optik arena D+ 10x50 Fernglas2

Jedes Fernglas enthält eine Beschriftung, die bereits erste Aussagen trifft. Die Angabe 10×40 etwa bedeutet, dass ein angepeiltes Objekt zehnmal näher erscheint, als es tatsächlich entfernt ist. Ein einhundert Meter entfernter Vogel wirkt daher so, als befände er sich in nur zehn Metern Entfernung.

Die Zahl hinter dem Multiplikationszeichen hingegen gibt an, über welchen Durchmesser die Linse verfügt. In diesem Fall wären es also 40 Millimeter. Je größer die Linse ist, desto mehr Licht kann mit dem Fernglas eingefangen werden. Tagsüber reicht hier oft bereits eine Linse mit 20 Millimetern Durchmesser, bei schlechteren Lichtverhältnissen können 40 bis 80 Millimeter (oder sogar mehr) angebracht sein.

Welche weiteren Details sollten beim Kauf eines Fernglases zur Vogelbeobachtung beachtet werden?

Billigste Ferngläser sind bereits für rund 25 Euro zu haben, während die hochwertigen Markengeräte oft mit mittleren vierstelligen Beträgen zu Buche schlagen.

Die Preisunterschiede bei Ferngläsern mögen für den Laien nur schwer zu durchschauen sein, folgen in aller Regel aber einer klaren Logik. Je teurer der Anschaffungspreis eines Fernglases ist, desto besser sind demnach auch dessen Werte im Hinblick auf Frontlinse, Okular, Lichtstärke, Vergütung und Abbildungseigenschaften.

Zudem unterscheidet man bei Ferngläsern in zwei Bauformen. Während die Ferngläser mit Umkehrprismen zumeist kantiger, stoßanfälliger und billiger, dafür aber auch leichter und handlicher sind, verfügen höherwertige Ferngläser über sogenannte Dachkantprismen.

Für den Laien sind derlei Unterschiede zwar kaum zu erkennen. Trotzdem gibt es Möglichkeiten eines Schnelltests im Hinblick auf die qualität. Hochwertige Ferngläser lassen sich beispielsweise auch im Nahbereich scharfstellen, etwa um Kleinvögel in nächster Nähe zu beobachten. Außerdem sind hier verstellbare Okularblenden verbaut, die auch Brillenträgern die Verwendung des Fernglases ermöglichen. Und zwar ohne, dass dabei ein kleineres Blickfeld in Kauf genommen werden müsste.

Nicht jedes Fernglas eignet sich für jeden Benutzer Olympus N124058

Daher bieten Fachhändler vor Ort immer an, dass hochwertige Ferngläser getestet werden können. Neben den bereits genannten Faktoren gibt es nämlich weitere Punkte, die gerade bei einer häufigen Nutzung des Fernglases relevant sind. Das ist natürlich die optische Qualität, aber auch Größe, Gewicht, Handlichkeit, Bedienungsfreundlichkeit und Ergonomie spielen entscheidende Rollen. Fachhändler empfehlen deshalb meist, Ferngläser nicht als Überraschungsgeschenk mitzubringen. Besser ist es, der zu beschenkende kann das Fernglas selbst ausprobieren und mit den eigenen Bedürfnissen abgleichen.

Wichtig ist dabei freilich auch die Frage, wann, wie und wie oft das Fernglas benutzt werden soll. Denn nicht alle Vogelfreunde stellen sich mit ihrem Fernglas nur in den Vorgarten. Häufig wird das Fernglas auch auf Reisen oder Wanderungen mitgenommen und sollte dann über ein möglichst geringes Gewicht verfügen. Schwere Stative möchte der Hobby-Ornithologe zumeist auch nicht weit mit sich herumschleppen. Anders sieht es aus, wenn die Vogelbeobachtung zu Hause stattfinden soll oder die Ausrüstung mit dem Pkw an Ort und Stelle gebracht werden kann.

Welches Zubehör empfiehlt sich außerdem für die Vogelbeobachtung?Eschenbach Optik arena D+ 10x50 Fernglas1

Einerseits ist da natürlich das Zubehör, das direkt zum Fernglas gehört. Dazu zählen Tragegurte, eine Schutztasche, Okularklappen gegen Regen und Feuchtigkeit sowie alles, was zur Wartung und Pflege des Fernglases benötigt wird.

Wirklich spannend und informativ wird die Vogelbeobachtung allerdings erst, wenn man gute Bestimmungsbücher und ein Notizbuch zur Hand hat. In beiden Fällen ist es ratsam, auf das klassische Material zurück zugreifen. Zwar gibt es auch Apps für das Smartphone, die für die Vogelbeobachtung empfohlen werden, doch nicht überall gibt es den zumeist notwendigen Handyempfang. Und Notizen, die man sich auf Papier macht, sind unabhängig vom Akkustand des Handys und können jedem Außenstehenden sofort zugänglich gemacht werden.

Last, but not least: Mit einer guten Verpflegung im Rucksack wird die Vogelbeobachtung zu einem Hobby mit echtem Suchtfaktor.

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