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Geschichte des Fernglases

Steiner Safari Fernglas UltraSharp 10x26Gläser, mit deren Hilfe man im 19. Jahrhundert auf die Entfernung besser und auch schärfer sehen konnte, wurden Stechbrillen genannt. Diese wurden in der Regel als ein Monokel getragen. Die Theatergläser, die es gab, wurden Stecher genannt.

Ein ganz vornehmer Begriff war Lorgnette, was so viel hieß wie “in der Hand zu haltende Brille“. Diese Gläser wurden in der Regel vom Militär genutzt und im Gelände genutzt, woraus sich dann der Begriff “Feldstecher” ableitete.

Die Theatergläser wurden bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts als achromatische Linsen bereitgestellt und wurden sehr oft angefertigt. Damit diese Gläser angefertigt werden konnten, erhielt Johann Friedrich Voigtländer ein kaiserliches Privileg im Jahr 1823.

Am 9. Juli 1893 hat das Unternehmen Carl Zeiss in Jena ein Patent für das binokulare Fernglas mit den monokular angewendeten Porroprismen angemeldet. Das Unternehmen M. Hensoldt & Söhne aus Wetzlar hat im Jahr 1905 das Prismenfernrohr mit einem Dachkant Pentaprisma unter der Bezeichnung Dialyt und den parallelen Achsen gebaut. Das Patent dafür wurde am 14. April 1905 angemeldet.

Die früher gebauten traditionellen Theatergläser, oder auch Operngläser genannt, sind in der Regel kleine, handliche Ferngläser, die auch heute noch sehr gerne genutzt werden. Diese Ferngläser erhalten je nach Strahlengang nur eine konvexe Objektlinse. Diese erzeugt ein direktes und aufrechtes Bild. Aus diesem Grund sind die Umkehrprismen in diesem Fall nicht nötig. Die Theatergläser setzen eine nur geringe Vergrößerung, die sich in 11/2 und 5 hergestellt. Das ist aber für den Blick auf eine Theaterbühne optimal und vollkommen ausreichend.

Prismenferngläser sind nach dem Kepler-Fernrohr-Prinzip mit einem Umkehrprisma zwischen Objektiv und Okular versehen, womit zum einen das um 180° gedrehte Bild wieder zurückgedreht wird, aber auch eine kompakte Bauweise möglich macht. Die Bauweise sagt vereinfacht Kompakt oder Taschenferngläser haben in der Regel nur ein minimales Gewicht von 300 g aufweisen. Wenn man es nicht benötigt, sind die Ferngläser auf eine kleine Größe zusammenzuklappen. Die Feldstecher haben in der Regel ein Gewicht von 400 g bis 1200 g. Aber es gibt auch die Großferngläser, die eine Objektivöffnung besitzen, von 66 mm und ist in der Regel eher auf den Stativen zu benutzen.

Der Ausdruck Fernglas wird in der Regel als ein übergeordneter Begriff von den Herstellern dieser Produkte genutzt. Damit werden die verschiedenen optischen Gerätetypen mit einer binokularen und auch einer monokularen Panda Fernglas für Reise, UrlaubKonstruktion bezeichnet. Allerdings wird dieser Begriff im Fachhandel überwiegend nur für die binokularen Prismengläser angewendet, ohne dabei auch Bezug auf die Theatergläser zu nehmen.

Das Unternehmen Moritz Hensoldt hat Ende des 19. Jahrhunderts die Ferngläser Prismen-Doppelfernrohr genannt. Etwas später ist dann noch die Bezeichnung Binocles hinzu gekommen.

Diese Binocles wurden hauptsächlich für die Jagd, das Theater, für den Sport und den Militärdienst genutzt. Im englischen Sprachgebrauch ist kein vergleichbarer Begriff bekannt, der den Ausdruck Fernglas beschreiben würde. Dort wird der Ausdruck binocular telescopes für Feldstecher oder monocular telescope genutzt. Aber auch der Ausdruck spotting scopes ist ein Begriff und bedeutet Spektive. Sports Optic ist ebenfalls eine Benennung für den Produktbereich.

Die Produktvielfalt

In der Regel waren die Ferngläser als Theatergläser dargestellt und es waren im 19. Jahrhundert Gläser im Galileo Fernglas TFA Dostmann 43.1008 Visumatic VoyagerFernrohrprinzip erhältlich. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Ferngläser für das Militär konzipiert und nur ein geringer Teil für Privatpersonen.

Eine Brillentauglichkeit war zu dieser Zeit noch nicht gegeben und ging zu Lasten der Brillenträger – da diese das Fernglas in keiner Weise verwenden konnten. Die Vielfalt der Produkte war zu dieser Zeit noch sehr gering.

Die Nachfrage stieg erst gegen Ende des 20.Jahrhunderts mit den Verbesserungen, welche die Ferngläser erfahren haben, wie die hochwertigen Dachkantgläser, die sich in einer kompakten Bauweise zeigt.

Seit dem 21. Jahrhundert sind Unterschiede zwischen den beiden Prismentypen nicht mehr festzustellen. Außerdem wird durch die ansteigende Zahl der Brillenträger auch vermehrt auf eine Brillentauglichkeit seitens der Hersteller geachtet, sowie einer optimalen und großzügigen Dioptrienausrichtung. Leichtigkeit und vor allem auch Kompaktheit zeichnet die heutigen Geräte aus und sorgen für eine faszinierende Nutzung.

Heute gibt es daher eine Vielzahl an Ferngläser, die für viele Bereiche verwendet werden können. Sogenannte Marineferngläser sind für die Verwendung auf dem Wasser konzipiert. Sie verfügen über eine absolute Wasserdichtigkeit ebenso wie eine enorme Robustheit. Darüber hinaus gibt es Ferngläser deren Innenraum mit Stickstoff befüllt ist, um das Beschlagen der Gläser zu vermeiden. Sie Anzahl der Produkte ist sehr hoch, sodass die Wahl meist sehr schwer fällt. Als das Fernglas auch im privaten Bereich verwendet wurde, stieg auch die Zahl der Hersteller.

In den Jahren 1980 und 1990 waren billige Ferngläser in Mode die in der Regel mit einem harten Köcher versehen waren. Dieser bestand aus lackiertem Kunststoff und wurde für die Okulare und Objektive, Orangefilter mitgeliefert. Diese haben dafür gesorgt, dass die Hälfte des Spektrums absorbierte. Mit einer langovalen Langkappe wurden die Okulare nachhaltig vor Staub geschützt. Die Ferngläser waren an einem Lederband leicht am Hals zu tragen und so immer griffbereit.

Heute werden auf dem Markt, weltweit bis zu 8 Millionen neue Ferngläser verkauft. Dazu gehören alle Gerätetypen sowie auch die Geräte im High End Bereich. Ganz besonders die Jagdgläser sind sehr beliebt und werden in der Regel mit bis zu 100.000 Geräte verkauft und das im Laufe eine Produktionszyklus. Hat man sich für ein Gerät von einem renommierten Hersteller entschieden, dann zählt dieses zu den hochwertigen Konsumgütern, die auf dem Markt erhältlich sind.

BEITRAGSBILDSteiner-Safari-Fernglas-UltraDie Ferngläser haben mittlerweile auch schon einen Sammlerwert, denn die Kunden behalten in der Regel die alten Geräte, auch wenn ein neues mit noch besseren Gläsern hinzugekauft wird. Das verleiht den Ferngläsern nicht nur einen Sammlerwert sondern auch eine gewisse Wertbeständigkeit.

Es gibt heute auch die digitalen Ferngläser bei diesen Geräten sind zwei Sensoren integriert, die das optische Bild in zwei elektrische digitale Signale umwandelt. Diese werden erst nach einer Bildverarbeitung nachfolgend auf zwei elektronischen Suchern angezeigt. So wie es auch bei der Digitalfotografie der Fall ist, werden keinerlei optischen Verbindungen mehr zwischen dem jeweiligen Objekt und dem Auge hergestellt. Die Vielfalt der Geräte ist so enorm, dass der Verbraucher sich erst einen Überblick verschaffen müssen.

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