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Geschichte des Rollators

WheelzAhead TRACK RollatorEin Rollator ist überschaubar aufgebaut, sehr praktisch und funktional. Er ist als Gehhilfe gedacht, besteht aus einem Rahmengestell aus zumeist sehr leichtem Material wie Aluminium oder Carbon.

Um ihn bewegen zu können, ist er mit vier Rädern ausgestattet. Für bestimmte Anwendungsbereiche werden Rollatoren entweder aus leichten Metallen oder Holz gefertigt. Holz-Rollatoren finden ihre Anwendung fast ausschließlich in der Wohnung.

Die vorderen Räder sind schwenkbar und machen den Rollator sehr wendig. Höhenverstellbare Handgriffe, an welchen auch die Bremsgriffe befestigt sind, dienen dazu, den Rollator zu bewegen und sich darauf zu stützen.

Heutzutage befinden sich in der Grundausstattung eines Rollators eine abnehmbare Tasche, Korb oder Netz sowie ein integrierter Sitz für Ruhepausen.

Jeder normal ausgestattete Rollator ist faltbar, kann leicht zusammengeklappt und mit einem relativ geringen Staumaß im Auto transportiert werden.
Aber wann und wodurch ist der Rollator entstanden?

Vorläufer des Rollators

Gehstock als Alternative zum RollatorBereits in der frühen Entwicklung der Menschheit haben Gehbehinderte sich Hilfsmittel erdacht, welche ihnen einen festeren Stand sowie Hilfe bei der Vorwärtsbewegung gaben. In dieser Zeit dienten stabile Stöcke, aus Bäumen oder Büschen herausgebrochen, als Gehhilfe.

Die Weiterentwicklung nach der Erfindung der ersten Schneidwerkzeuge waren Aststücke, welche am dickeren Ende in einer Gabel ausliefen. Diese wurden so bearbeitet, dass die Astgabel unter die Achsel gesteckt werden konnte.

Je erfindungsreicher die Menschen im Generationenwandel wurden, desto praktischer wurden auch die Gehstöcke. Bereits im Mittelalter wurde der Gehstock als Manneszierde zu einem unverzichtbaren Accessoire. Der reiche Mann, der etwas auf sich hielt, ging ohne Stock nicht auf die Straße.

In späteren Jahren verflachte der Trend des Gehstocks als Accessoire und er wurde nach und nach seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt.
Im 19. und 20. Jahrhundert wurden Gehstöcke fast ausschließlich von Senioren oder Rehabilitationsbedürftigen benutzt, welche nicht mehr gut auf den Beinen waren.
Aus den Gehstöcken entwickelten sich dann die medizinischen Gehhilfen. Wer kennt sie nicht, die besagten Krankenhauskrücken mit den Armstützen?

Gehhilfen mit und ohne Räder

Ein Vorläufer des Rollators war das auf vier Beinen stehende Gehgestell, welches von seinem Benutzer bei jedem Schritt angehoben und nach vorn bewegt werden musste. Das war einem wirklich Gehbehinderten zwar eine gewisse Hilfe, schütze vor dem Hinfallen, erforderte aber auch eine Menge Kraft.

Dieses Gerät war nicht unbedingt dazu geeignet, längere Wege wie einen Einkauf oder einen Arztbesuch zu bewältigen. Diese Gehhilfe wurde überwiegend von Senioren benutzt, welche sehr schlecht laufen konnten. Sein Anwendungsbereich beschränkte sich fast ausschließlich auf die Wohnung.
Lange vor diesen Gehgestellen, welche sich nicht wirklich durchsetzen konnten, wurde der Rollstuhl erfunden.

Nach anfänglichen, sehr einfachen Modellen, schritt die Entwicklung der Rollstühle schnell voran. Inzwischen gibt es in der Kategorie Rollstuhl wahre High-Tech-Modelle.

Für einen Menschen mit einer Gehbehinderung stellt ein Rollstuhl nur die Alternative zu anderen Gehhilfen dar, denn wer zwar schlecht, aber immer noch laufen kann, möchte nicht den ganzen Tag im Rollstuhl sitzen.

Der Rollator

So sehr lange gibt es den Rollator noch gar nicht. Das erste Modell stammte von der Schwedin Aina Walfalk. Im Jahr 1978 stellte sie Überlegungen an, wie sie die Folgen ihrer Kinderlähmungserkrankung mindern und sich eine bessere Mobilität verschaffen könnte. So entstand zuerst einmal die Idee zu einem Rollator.

Nachdem publik wurde, was die Schwedin da erfunden hatte, bekam sie einen unerwarteten Zuspruch. Ihrem Projekt wurden vom Vorstand für technische Entwicklung Gelder aus einem Fond zur Verfügung gestellt, um einen Prototyp eines Rollators herzustellen.

Bereits seit den 90er Jahren werden Rollatoren auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertrieben. Da besonders gehbehinderte Personen und Senioren sich für die Vorzüge des Rollators begeistern, verbreitet er sich schnell weltweit.

Im Jahr 2007 wurden in Deutschland bereits 500.000 Rollatoren verkauft und die Tendenz ist immer noch steigend.

Natürlich ist auch auf diesem Gebiet die Entwicklung nicht stehen geblieben. Aus den ersten anfänglich noch sehr einfachen Modellen wurden nach und nach Gehwagen geschaffen, welche das Alltagsleben ungemein erleichtern.

Geschichte des RollatorsEin moderner Standard-Rollator verfügt heute über gute greifende Bremsen, leicht laufende, vorn lenkbare Räder mit unterschiedlichen Bereifungen und ist sehr leicht. Um einen Rollator auch auf längeren Wegen oder bei Spaziergängen benutzen zu können, bekam er einen Sitz und für die Einkäufe bzw. den Transport eine abnehmbare Tasche, Korb oder Netz.

Nach und nach wurde die Ausstattung durch praktische Dinge erweitert. Heutzutage gibt es für Rollatoren Halterungen für den Regenschirm, damit beide Hände an den Handgriffen verbleiben können. Eine Stockhalterung erlaubt Senioren, welche auf den Stock nicht verzichten möchten, diesen am Rollator zu befestigen und immer griffbereit zu haben. Für den Spaziergang kann eine Getränkehalterung installiert werden.

Natürlich steigt bei einem Rollator wie bei jedem anderen Gerät der Preis, je mehr Ausstattung gewünscht ist.
Mittlerweile übernehmen die meisten Krankenkassen die Kostenerstattung zumindest für einen Standard-Rollator. Dazu muss der Bedürftige aber ein ärztliches Attest vorweisen. Sollte der Preis des Rollators die Höhe der Kostenübernahme der Krankenkasse übersteigen, muss der Verbraucher den Rest zuzahlen.

Sonderausführungen des Rollators

Im medizinischen Bereich wurde der Rollator immer weiterentwickelt. Mit bestimmten Umbauten wird er auf gewisse Krankheiten spezifiziert.

So kann beispielsweise eine an Multipler Sklerose erkrankte Person einen Rollator bekommen, welcher mit wenigen Handgriffen in einen Rollstuhl umgebaut wird.

Für Rheumapatienten werden Rollatoren so umgebaut, dass statt der Handgriffe umlaufende Bügel, welche gleichzeitig als Bremsgriff fungieren, installiert werden. Zusätzlich bekommt dieser Rollator eine besondere Unterarmstütze.

Normale, handelsübliche Rollatoren halten einer Höchstbelastung von 120 bis 140 kg stand. Für Personen mit höherem Körpergewicht wurden XXL-Rollatoren entwickelt. Diese müssen von ihrer Bauweise her natürlich bedeutend stabiler sein. Dadurch werden sie bedeutend schwerer als ein Standard-Rollator, da für den Rahmen oftmals der stabilere Stahl dem leichten Carbon oder Aluminium vorgezogen wird.

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