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Pulsoximeter für den Finger - so funktioniert er

Der Pulsoximeter für den Finger misst den Sauerstoffgehalt im Blut und gleichzeitig die Herzfrequenz. Das Gerät funktioniert nicht invasiv, das heißt, dass die Werte von außen durch Lichtsensoren ermittelt werden. Der Pulsoximeter ist in seiner Genauigkeit mit ähnlichen medizinischen Geräten im Krankenhaus vergleichbar.

Immer mehr Menschen mit körperlichen Einschränkungen können dennoch am normalen Leben teilnehmen, sogar Sport treiben und Höchstleistungen erbringen. Das ist möglich durch medizinisch-technische Errungenschaften, die den Alltag sicherer machen. Insbesondere Menschen mit Herz- und Lungenerkrankungen sind darauf angewiesen, ihren Puls und die Blutwerte regelmäßig überprüfen zu lassen. Das geht einfach und bequem von zu Hause aus oder von unterwegs.

Was misst der Pulsoximeter und wie?

Was misst der Pulsoximeter und wie funktioniert er am bestenDer Pulsoximeter ist ein Gerät, das die Sauerstoffsättigung im Blut anzeigt, aber auch den Puls überwacht. Die Bedienung des Oximeters ist denkbar einfach. Der Finger wird dafür in einen Clip gelegt, das Gerät wird eingeschaltet und nun beginnt es zu arbeiten. Es schickt Licht durch den Finger und die Technik misst, wieviel davon durch das Körperteil gelangt ist, denn sauerstoffreiches Blut ist hell und lässt demzufolge mehr Licht hindurch als sauerstoffarmes Blut, das dunkelrot ist.

Das gesamte Verfahren dauert nur wenige Sekunden, 5 bis 15 Sekunden, dann erscheinen die ersten Ergebnisse auf dem Display. Der Pulsoximeter ist mit Batterien bestückt, deren Ladestand der Verbraucher ebenfalls auf dem Display ablesen kann, ebenso wie seine Blut- und Puls-Werte. Nicht nur für Menschen mit Vorerkrankungen ist die Fingermessung interessant, auch für Sportler, die ihre Fitness überprüfen wollen oder Laien, die als jährliche Kontrolle einen Vitalcheck durchführen.

Welche Bedeutung hat die Messung für den Gesundheitszustand?

Die Sauerstoffsättigung sagt etwas aus über den Gehalt an Sauerstoff im Hämoglobin. So erkennt der Benutzer, wenn er die Daten auf dem Display richtig deutet, dass der Sättigungsgrad ausreicht oder dass seine gesundheitliche Verfassung verbesserungswürdig ist.

Grundsätzlich bedeutet ein hoher Wert an Sauerstoffsättigung, dass aktuell genug an Sauerstoff im Blut unterwegs ist, um den gesamten Organismus damit zu versorgen. Die Sauerstoffsättigung wird mit SpO2 angegeben.

Ein Sättigungsgrad von 95 bis 100 Prozent ist optimal, weniger, 93 Prozent beispielsweise, müssen Anlass geben, einen Arzttermin zu vereinbaren. In diesem Fall ist das Blut aus irgendeinem Grund nicht sauerstoffhaltig genug. Der Mediziner kann mithilfe verschiedener Tests die Ursache ermitteln. Soll der Puls mit dem Pulsoximeter überprüft werden, erscheint bei gesunden Nutzern die Herzfrequenz von 50 bis 100 bpm auf dem Display. Sie wird grafisch in Form einer Pulswelle auf dem Gerät dargestellt, die Intensität der Frequenz erscheint als Pulsbalken.

Das Messprinzip im Detail

Ratgeber über das Messprinzip des PulsoximetersDie Methode hinter dem Messverfahren funktioniert in einem aufwendigen physikalischen Verfahren. Sauerstoffreiches Hämoglobin zeigt bei optischen Wellenlängen ein anderes Absorptions-Verhalten als es sauerstoffarmes Blut tut. So misst ein Pulsoximeter die Absorption von zwei verschiedenen Wellenlängen. Für die Erzeugung von Licht in dem Messgerät werden zwei Leuchtdioden(LEDs)verwendet. Der Sensor befindet sich im Innern des Pulsoximeters, der in Form eines Clips am Finger befestigt wird und durch die Haut des Fingers strahlt.

Clips für Zehen und Ohrläppchen messen in derselben Weise. Auf einer Seite sitzen die LEDs, auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der optische Empfänger. Die Messung kann nicht als absolut gelten, nur als relativ, liegen doch auf dem Weg des Lichts verschiedenste Gewebearten mit nicht berechenbarem „Verhalten“.
Das Ergebnis ergibt sich nun aus dem Verhältnis zwischen maximalem und minimalem Wert der Lichtintensität, die bei jedem Herzschlag dadurch hervorgerufen wird, dass arterielles Blut pulsiert und durch unterschiedliche Wellenlängen den Weg des Lichts bestimmt.

Unebenheiten

Messfehler kommen überall vor, sollen an dieser Stelle Erwähnung finden, weil einige von ihnen zu umgehen sind, andere nicht. Bei einigen Pulsoximetern wird der SpO2-Wert nicht genau genug ermittelt, wenn der Nutzer eine dunkle Hautfarbe hat. Trotz des digitalen Zeitalters ermöglicht nicht jedes Gerät eine smarte Analyse der Hautpigmentierung, dunkler Nagellack hingegen wird von herkömmlichen Geräten sehr wohl diagnostiziert! Ja, manche Erfindung spart an globalem Bewusstsein, sind doch rund 92 Prozent der Weltbevölkerung nicht mit weißer Hautfarbe zur Welt gekommen!

Künstliche Fingernägel, die mit Acryl oder Gel kleben, führen ebenfalls zu Abweichungen des Messergebnisses. Bewegte Autofahrten auf unebenen Pisten sollten auch auf später verschoben werden.

Finger-Pilz erlaubt keine genaue Messung, ebenso wie kalte Hände. Der Nutzer sieht an diesen Beispielen, dass es sich lohnt, sich eingehend mit dem Messgerät zu beschäftigen, bevor es benutzt wird.

Der Pulsoximeter ist eine große Hilfe im Alltag. Das Gerät spart Zeit und lässt sich gut transportieren. Es ermöglicht Menschen mit Organ-Erkrankungen, ihren Körper selber im Auge zu behalten und sich dadurch ein Stück weit unabhängig zu machen. Sie gewinnen Lebensqualität und Sicherheit. Längst hat sich das Messgerät, das nicht nur Blutwerte, sondern auch die Herzfrequenz anzeigen kann, in unserem Alltag etabliert. Sportler schwören darauf, Senioren fühlen sich wohl, wenn sie wissen, was ihr Herz schlägt. Das Display ist groß und die Bedienung einfach. Manchmal ist Medizin auch überschaubar.

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