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Winterreifen  im Test auf ExpertenTesten
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Winterreifen Test - damit Sie auch im Winter sicher unterwegs sind - Vergleich der besten Winterreifen 2019

Funktionst├╝chtige Winterreifen sind im Winter ├╝beraus sinnvoll und bieten Sicherheit.F├╝r unsere Bestenliste hat unser Expertenteam verschiedene Tests im Internet gesichtet und konnte folglich Bewertungen zu Geschwindigkeit, Rad-Dimension, Technologie und weitere Vorz├╝ge integrieren.

Winterreifen Bestenliste 2019

Letzte Aktualisierung am:

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Was ist ein Winterreifen?

Ein Winterreifen zeichnet sich durch spezielle Merkmale aus, die ihn einen guten Grip auf den winterlichen Stra├čen geben. Daf├╝r ist die besondere Gummimischung verantwortlich, die selbst bei Minustemperaturen die n├Âtige Elastizit├Ąt bietet.
So bleibt die n├Âtige Kraft├╝bertragung erhalten, die f├╝r die Fahrsicherheit sorgt. Wenn ein Reifen ├╝ber den richtigen Kontakt mit dem winterlichen Untergrund verf├╝gt, so tr├Ągt er die Markierung M+S. Dieses K├╝rzel steht f├╝r “Mud and Snow”, also f├╝r Matsch und Schnee.

Die Winterreifen Vergleichssieger haben au├čerdem ein Lauffl├Ąchenprofil, das die Traktion auf rutschigen Stra├čen optimiert. Auf diese Weise geben sie den Fahrern eine bessere Kontrolle ├╝ber das Auto. Mittlerweile gilt in Deutschland und auch in der EU die Regel, dass man bei eindeutigen Winterverh├Ąltnissen nur noch mit den M+S Reifen fahren darf. Die entsprechende Verordnung l├Ąsst sich jedoch nicht immer eindeutig auf alle Situationen anwenden, denn es handelt sich gewisserma├čen um ein situatives Gesetz.

Typische Kennzeichen f├╝r Winterreifen sind die Zwischenr├Ąume der Rillen und Stollen, die im Verh├Ąltnis zu herk├Âmmlichen Sommerreifen deutlich gr├Â├čer sind. Allerdings muss man bei einigen internationalen Reifenherstellern ├╝berpr├╝fen, ob die ungesch├╝tzte Kennzeichnung M+S auch tats├Ąchlich den Anforderungen in der EU entspricht. Winterreifen aus den USA tragen das Alpine-Symbol, das ebenfalls f├╝r eine gute Haftung auf Eis und Schnee steht.

Wie funktioniert ein Winterreifen?

Die Winterreifen aus dem Test sollen mehr Sicherheit im winterlichen Stra├čenverkehr gew├Ąhrleisten. Hierf├╝r sind sie mit einer besonderen Gummimischung ausger├╝stet, die verantwortlich f├╝r das ideale Rollverhalten ist. Das im Verh├Ąltnis zu Sommerreifen tiefere Profil erh├Âht die Traktion und steigert zugleich den Rollwiderstand. Dadurch kommt es zur verbesserten Haftung aber auch zu einem erh├Âhten Spritverbrauch.

Das Profil der Winterreifen verf├╝gt ├╝ber Lamellen, die f├╝r den erforderlichen Grip auf der Stra├če sorgen sollen. Die Griffkanten sind relativ lang und unterst├╝tzen dadurch die Verzahnung mit dem Untergrund.
Auch auf einer verschneiten oder mit Eis ├╝berzogenen Stra├če kommt es deshalb nicht so schnell zu Unf├Ąllen. Die Winterreifen rutschen auch beim Bremsen nicht gleich weg und erlauben eine bessere Kontrolle des Fahrzeugs.

Es wird empfohlen, die Winterreifen bei sehr niedrigen Au├čentemperaturen mit einem geringeren Reifendruck als sonst zu fahren. Eine Absenkung des Reifendrucks von 0,2 oder 0,3 Bar reicht meistens aus, um die Traktion zu verst├Ąrken. Im Vergleich zu den klassischen Sommerreifen haben die Winterreifen bei W├Ąrme und auf einem trockenen Untergrund weniger gute Eigenschaften. Der Bremsweg verl├Ąngert sich und die Lenkung kann etwas schwerg├Ąngig werden. Genau darum sollte man die Winterreifen im Fr├╝hjahr wieder durch die Sommerreifen ersetzen.

Da es im Laufe der Jahre zur Verh├Ąrtung der Gummimischung kommt und die Traktionseigenschaften dann nicht mehr gew├Ąhrleistet sind, sollte man die Winterreifen aus dem Produktvergleich nicht zu lange benutzen. Das gilt auch f├╝r Reifen, bei denen die Profiltiefe grunds├Ątzlich noch in Ordnung ist.

Wenn es um die Funktionsweise und Empfehlungen f├╝r Winterreifen geht, h├Ârt man h├Ąufig, dass diese Reifen vor allem f├╝r Temperaturen unter 7 Grad geeignet sind. Die Tests der Winterreifen zeigen jedoch, dass sich aufgrund der innovativen Materialien diese Grenze verschoben hat. Inzwischen k├Ânnen die hochklassigen Sommerreifen auch noch dann gefahren werden, wenn die Temperaturen auf 2 Grad absinken.

Sp├Ątestens wenn die Au├čentemperatur den Gefrierpunkt erreicht hat, ist es jedoch Zeit, mit Winterreifen zu fahren. Weitere Witterungsbedingungen wie Niederschlag beeinflussen die Stra├čenverh├Ąltnisse, was man nicht vernachl├Ąssigen darf: Darum lohnt es sich, die Winterreifen weiterhin im Oktober aufzuziehen.

Winterreifen Test ADAC 2018/2019

winterreifen test adacIm Oktober 2018 hat der ADAC Winterreifen getestet. Als den ÔÇ×klassischen ZielkonfliktÔÇť beschreiben die Tester, dass die Winterreifen auf winterlichen Stra├čen sowohl den n├Âtigen Grip haben m├╝ssen, als auch m├Âglichst wenig Sprit verbrauchen sollen. Es zeigte sich, dass die besten und sichersten Modelle etwas schneller verschlei├čen.

Getestet wurden die Winterreifen an einem VW Golf (Kategorie Kompaktwagen) und einem Ford Fiesta (Kategorie Kleinwagen). Die Ergebnisse fielen von ÔÇ×gutÔÇť bis ÔÇ×mangelhaftÔÇť aus. In der Klasse der Kompaktwagen ist der Winterreifen Continental WinterContact TS 860 (ca 110 Euro) Testsieger und bei den Kleinwagen siegen ebenfalls die Winterreifen Continental WinterContact TS 860 (ca 72 Euro). Dicht gefolgt werden die Testsieger von den Winterreifen Dunlop Winter Response und Goodyear UltraGrip 9.

Den kompletten Winterreifen Test ADAC 2018 finden Sie hier.

TCS Winterreifen Test zeigt: schmale Winterreifen sind besser als breite

winterreifen testDer gr├Â├čte schweizerische Verkehrsclub TCS testete f├╝r den Winter 2018/ 2019 erneut Winterreifen im schneesicheren Finnland. Die Tester testeten 28 Reifentypen in 18 Testkriterien. Erstmals wurde auch ermittelt, inwieweit die Reifengr├Â├če einen Einfluss auf die Fahrzeugkontrolle hat. Es wurden daf├╝r f├╝nf verschiedene Winterreifen-Gr├Â├čen auf einen VW Golf 7 aufgezogen. Die Gr├Â├čen reichten von 195/65 R15 bis 225/40 R18. F├╝r den Fahrvergleich wurden Winterreifen gew├Ąhlt, die trotz der unterschiedlichen Gr├Â├če dasselbe Profildesign haben und auch dieselbe Gummimischung verwenden.

Studie ergab: schmale Reifen sind sicherer

F├╝r den Winterreifen Test verglich der schweizerische Touring Club die Fahrten auf verschiedenen Stra├čenuntergr├╝nden. Die Fahrbahn war mal trocken, mal nass, mal verschneit und mal vereist. Dazu pr├╝ften die Tester die Lautst├Ąrke, den Kraftstoffverbrauch, den Profilverschlei├č und die Federung.

Die kleineren und schmaleren Reifen erwiesen sich in der Studie dabei als deutlich besser: Sie fuhren sicherer bei N├Ąsse, Schnee und sogar Aquaplaning. Zus├Ątzlich siegten die kleineren Winterreifen auch in den Testkriterien Federung und Ger├Ąuschpegel und hatten einen niedrigeren Spritverbrauch. Noch dazu kosten sie auch in der Anschaffung weniger. Lediglich beim Verschlei├č waren gro├čen und breiten Reifen besser ÔÇô sie halten l├Ąnger. Beim Bremsweg auf schneebedeckter Fahrbahn konnten die Tester keinen wesentlichen Unterschied zwischen den Reifengr├Â├čen erkennen.

ADAC bescheinigt schmalen Reifen bessere Haftung bei nasser Fahrbahn

Laut der schweizerischen Zeitung 20 Sekunden ist dieses Testergebnis weniger ├╝berraschend, als man meinen k├Ânnte. Schon 2017 hatte der deutsche Automobilclub ADAC herausgefunden, dass breitere Autoreifen bei 7 Millimeter tiefem Wasser auf der Fahrbahn bereits bei einer Geschwindigkeit von 70 km/h keinen Kontakt mehr zur Stra├če haben, w├Ąhrend dieser Effekt bei schmaleren Reifen erst bei ├╝ber 80 km/h auftrat.

18-Zoll Winterreifen sind nicht kompatibel mit Schneeketten

Die gr├Â├čte Winterreifengr├Â├če im Test war 18-Zoll gro├č. Auf trockener Fahrbahn erzielten sie exzellente Ergebnisse, doch auf verschneiter Fahrbahn sind sie nicht zu empfehlen. Auch passen auf diese Gr├Â├če keine Schneeketten, wie der TCS ermittelte.

Das Gesamtergebnis vom Winterreifen Test war generell aber recht erfreulich, denn auch die breiteren Reifen schnitten nicht wirklich schlecht ab. Von allen 28 Reifentypen waren nur 4 ÔÇ×bedingt zu empfehlenÔÇť oder schlechter.

Winterreifen Test Ergebnisse der Auto Zeitung

Neben dem ADAC ist auch die Auto Zeitung der Bauer Media Group daf├╝r bekannt, j├Ąhrlich einen Winterreifen Test im schneesicheren Finnland durchzuf├╝hren. 2018 wurden 9 Winterreifen von den Marken Bridgestone, Continental, Dunlop, Michelin, Nokian, Pirelli, Toyo, Wanli und Yokohama getestet.

Als Dimension wurde die Gr├Â├če 235/60 R18 f├╝r Mittelklasse-SUV gew├Ąhlt.

Die Preise f├╝r die Winterreifen betrugen zwischen 270 und 650 Euro, wobei sich im Test zeigte: teuer ist besser.

Die Praxistests wurden bei Testfahrten in Deutschland bei trockener und nasser Fahrbahn als auch auf schneebedeckter Stra├če in Finnland durchgef├╝hrt. Als Test-Fahrzeug diente ein Audi Q5 2.0 TFSI quattro.

Der Winterreifen Testsieger der Auto Zeitung ist der Winterreifen Michelin Latitude Alpin LA2. Der Winterreifen Michelin ├╝berzeugte sowohl bei N├Ąsse, als auch im Schnee. Das Auto lie├če sich mit diesen Reifen laut der Tester ÔÇ×auch im hohen GrenzbereichÔÇť ÔÇ×sehr gutÔÇť beherrschen. Auf trockener Fahrbahn fahre er ebenfalls sicher, aber etwas ÔÇ×tr├ĄgeÔÇť.

So wie der Zweitplatzierte, der Winterreifen Continental ContiWinterContact TS 850 P, koste er allerdings 650 Euro. Somit sind beide Modelle nicht nur die besten, sondern auch die teuersten Modelle aus dem Test.

Platz 3 belegte der Winterreifen Nokian WR SUV 3, mit rund 550 Euro ist dieser immerhin 100 Euro g├╝nstiger, zeigte im Winterreifen Test aber dennoch gute Fahreigenschaften in allen Testkategorien.

Winterreifen Test der AutoBILD

AutoBILD f├╝hrte 2018 zum ersten Mal einen Winterreifen Test durch. Gew├Ąhlt wurde hier ein etwas kleineres Modell, und zwar Winterreifen mit der Gr├Â├če 195/65 R 15. Diese Gr├Â├če geh├Âre zu den meistverkauften Reifengr├Â├čen und passe auf viele Kleinwagen. F├╝r die Testfahrten w├Ąhlte AutoBILD einen VW Golf.

Winterreifen Test51 Winterreifen im Praxistest

AutoBILD testete ganze 51 Winterreifen, darunter auch viele Billigmodelle. Zun├Ąchst wurde der Bremsweg auf nasser Fahrbahn mit 80 km/h und auf schneebedeckter Fahrbahn mit 50 km/h gemessen. Hierbei disqualifizierten sich von den 51 Modellen bereits 21, weil der Bremsweg zu lang war.

Ausgeschieden sind hier alle Billigmodelle und No-Name-Winterreifen. Es zeigte sich: f├╝r 60 Euro kann man keine verl├Ąsslichen Winterreifen kaufen.

Aus den verbliebenen 30 Winterreifen wurden dann die besten ausgew├Ąhlt.

Die Testsieger sind:

Platz 1: Winterreifen Dunlop Winter Sport 5

Platz 2: Winterreifen Continental WinterContact TS 860

Platz 3: Winterreifen Kleber Krisalp HP 3

Platz 4: Winterreifen Fulda Kristall Control HP2

Auch wenn auf den beiden vorderen Pl├Ątzen Topmarken stehen, widerspricht das Testergebnis der Aussage der Auto Zeitung, dass gute Winterreifen zwingend auch teuer sein m├╝ssen. Denn auch die Winterreifen von den Zweitmarken Kleber und Fulda haben sich im Test als ÔÇ×vorbildlichÔÇť erwiesen.

Dabei kostet der Satz Winterreifen Kleber Krisalp nur ca. 240 Euro und der Satz Winterreifen Fulda Kristall Control ca. 255 Euro.

Vorteile & Anwendungsbereiche

Wenn es drau├čen k├Ąlter und regnerisch wird, wird es schwierig, mit Sommerreifen die Kontrolle ├╝ber sein Auto zu behalten. Auf glitschigem Untergrund verl├Ąngert sich der Bremsweg und die Steuerung des Wagens kann von Aquaplaning erschwert werden. Darum sollte man nicht zu lange warten, bis man von den Sommerreifen auf Winterreifen wechselt. Schon in den kalten, regnerischen Herbsttagen ist man mit den Winterreifen sicherer auf den Stra├čen unterwegs.

Die k├Ąlteresistente und elastische Gummimischung der Winterreifen aus dem Test 2017 optimiert den Grip und passt sich gut an die herbstlichen und winterlichen Stra├čenverh├Ąltnisse an. In der Folge erh├Ąlt man eine gute Fahrstabilit├Ąt und kann auf einen kurzen Bremsweg vertrauen. Nat├╝rlich ist es trotzdem empfehlenswert, vorausschauend zu fahren und keine waghalsigen Aktionen auszuprobieren.

Die gro├čen Profilrillen und die Extra-Lamellen bei den Winterreifen sorgen f├╝r eine gute ├ťbertragung von Antrieb, Lenkung und Bremskraft auf die Fahrbahn. Damit verringert sich auch das Risiko von Aquaplaning, denn die Winterreifen transportieren die N├Ąsse gut ab.

Die Winterreifen Vergleichssieger haben sich durch eine besonders sichere Fahrzeugkontrolle bew├Ąhren k├Ânnen. Das zeigt sich nicht nur auf verschneiten Stra├čen, sondern auch auf einem matschigen, mit Laub bedeckten Untergrund oder auf Strecken, die vereist sind.

Die Winterreifen minimieren durch ihre spezifischen Eigenschaften das Unfallrisiko und sch├╝tzen sowohl die Insassen des eigenen Autos als auch die anderen Verkehrsteilnehmer. Zudem bekommt man keine Probleme, wenn man in eine allgemeine Verkehrskontrolle ger├Ąt. Man sollte auch wissen, dass der Versicherungsschutz durch das Missachten der Vorschriften f├╝r Winterreifen beeintr├Ąchtigt werden kann.

Welche Arten von Winterreifen gibt es?

Die Winterreifen Vergleichssieger und auch die einfacheren Ausf├╝hrungen sind alle mit der weicheren Gummimischung ausgestattet. Mit dem beinhalteten Siliziumoxid wird die Reibung eingeschr├Ąnkt, gleichzeitig bleiben die R├Ąder auch bei eisigen Temperaturen elastisch, sodass sich der Grip nicht verschlechtert.

Bei den Ganzjahresreifen handelt es sich im Grunde genommen nicht um Winterreifen, dennoch geh├Âren sie im weiteren Sinne in diese Kategorie, weil man sie ebenfalls im Winter fahren darf. Die Allwetterreifen sind mit dem entsprechenden Kennzeichen versehen und bieten ebenfalls eine gute Sicherheit. Allerdings sind die Fahreigenschaften weniger spezifisch, denn die Allwetterreifen sollen den Anspr├╝chen in jeder Jahreszeit gen├╝gen.

Ob man sich f├╝r Ganzjahres- oder Winterreifen entscheidet, h├Ąngt h├Ąufig davon ab, wie viele Kilometer man f├Ąhrt. F├╝r die Vielfahrer sind die Vergleichssieger der Winterreifen empfehlenswert, doch wer beispielsweise nur 6.000 km im Jahr mit dem Auto f├Ąhrt, f├╝r den reichen auch die Ganzjahresreifen aus.

Ein anderes Unterscheidungsmerkmal bei den Winterreifen bezieht sich auf den Geschwindigkeitsindex. H├Ąufig sind die Winterreifen nicht f├╝r das gleiche Tempo ausgelegt wie die Sommerreifen. Anhand der Buchstaben, mit denen die Reifen markiert sind, erf├Ąhrt man, welcher Index gilt. Ein Reifentyp mit L darf nur mit maximal 120 km/h gefahren werden, beim Typ S gilt immerhin eine Maximalgeschwindigkeit von 180 km/h und f├╝r die ganz sportlichen Fahrzeuge stehen Winterreifen mit VR zur Verf├╝gung, die ├╝ber 210 km/h fahren d├╝rfen.

Die hier genannten Vorteile beziehen sich auf s├Ąmtliche Winterreifen aus dem Produktvergleich:

  • Sicheres Fahren auch bei Schnee, Eisgl├Ątte und Matsch,
  • die Leistungsreserven des Fahrzeugs k├Ânnen bei dem entsprechenden Geschwindigkeitsindex weiter ausgenutzt werden,
  • gute Kontrolle durch zuverl├Ąssigen Grip,
  • Eignung bis zur Maximaltemperatur von 7 Grad,
  • mehrj├Ąhrige Haltbarkeit.

Die Nachteile von Winterreifen:

  • Richtige Lagerung muss sichergestellt sein,
  • bei w├Ąrmeren Temperaturen schlechte Fahreigenschaften,
  • erh├Âhter Spritverbrauch.

So werden die Winterreifen getestet

Um die geeigneten Winterreifen zu finden, braucht man zun├Ąchst die genauen Daten und Gr├Â├čenangaben. Hierbei hilft ein Blick auf die Zulassungspapiere des Fahrzeugs. Bei den zahlreichen Herstellern und Reifenmodellen wird man schnell f├╝ndig, allerdings gilt es nun, die Qualit├Ątskriterien genauer zu betrachten. Wir m├Âchten den K├Ąufern von Winterreifen hier einen Ratgeber pr├Ąsentieren, der bei der Auswahl helfen soll und spezifische Infos zu den einzelnen Kriterien auff├╝hrt. Abh├Ąngig von der Art des Fahrzeugs und vom eigenen Fahrverhalten hat jeder seine eigenen Priorit├Ąten: Hier geht es beispielsweise um den Speedindex oder um die Belastbarkeit (Loadindex).

Das Fahrverhalten

Die Fahreigenschaften der Winterreifen spielen eine Hauptrolle. Sie basieren auf der Bodenhaftung, die wiederum durch das Profil, die Lamellen und die genaue Zusammensetzung der Gummimischung bestimmt wird. Einige Winterreifen aus dem Test wurden speziell f├╝r Minustemperaturen entwickelt, andere bieten auch bei etwas w├Ąrmerem Klima, Matsch, Regen und nassem Laub eine gute Stra├čenhaftung. Die genaue Abstimmung der Lauffl├Ąchenstruktur und des Materials unterst├╝tzen das Handling: Hier spielt auch die Seitenf├╝hrung eine gewisse Rolle. Wer seine Winterreifen auch bei m├Ą├čig kaltem Klima fahren m├Âchte, der m├Âchte nat├╝rlich auch wissen, wie sie sich bei Trockenheit verhalten.

Die Beeinflussung des Spritverbrauchs

Ein starker Grip der Winterreifen wirkt sich auf den Spritverbrauch aus: Je h├Âher der Rollwiderstand ist, desto mehr Kraftstoff verbraucht das Auto beim Fahren. Hier m├╝ssen sich die Autofahrer entscheiden, ob ihnen ein guter Abrollkomfort mit besserer Krafstoffeffizienz wichtiger ist als mehr Fahrsicherheit bei erh├Âhtem Verbrauch.

Der Geschwindigkeitsindex

Dieser Index zeigt an, bis zu welchem Maximaltempo die Winterreifen gefahren werden d├╝rfen. Wer auch im Winter gerne schnell f├Ąhrt, sollte sich f├╝r einen entsprechend hohen Speedindex entscheiden.

In den entsprechenden Tabellen findet man die detaillierten Hinweise zu den Buchstaben, die f├╝r die jeweiligen Geschwindigkeitsbegrenzungen stehen.

Die Ger├Ąuschentwicklung

Jeder Autoreifen verursacht beim Abrollen ein gewisses Ger├Ąusch. Anhand der Produktdaten zu den Winterreifen erf├Ąhrt man, wie laut dieses Abrollger├Ąusch werden kann. Auch im Innenraum ist das Fahrger├Ąusch wahrzunehmen, darum sollte man diese Eigenschaft nicht vernachl├Ąssigen.

 

Worauf muss ich beim Kauf eines Winterreifens achten?

Wer auf der Suche nach neuen Winterreifen ist, der sollte sich zuerst einmal ├╝ber die passenden Modelle f├╝r seinen Wagen informieren.

Erst wenn Felgengr├Â├če, Durchmesser und alle anderen wichtigen Ma├če stimmen, sind die Winterreifen auch f├╝r das Auto geeignet. In den Fahrzeugpapieren findet man alle Details dazu.
Gegebenenfalls ist hier eine Erg├Ąnzung m├Âglich, wenn man sich beispielsweise etwas breitere Reifen w├╝nscht als vom Hersteller vorgesehen.

Die Mindestvoraussetzungen beziehen sich vor allem auf die Traktion der Winterreifen aus dem Test 2017. An dem Schneeflockensymbol oder der Markierung M+S erkennt man, dass sich die Reifen zum Fahren auf eisigen und verschneiten Stra├čen eignen. Die genauen Produktbeschreibungen der gro├čen Marken helfen dabei, zwischen einfachen Reifen und den Vergleichssiegern der Winterreifen zu unterscheiden. Hier erf├Ąhrt man auch etwas ├╝ber die Ger├Ąuschentwicklung beim Abrollen, ├╝ber besondere Bestandteile des Gummis und ├╝ber den Rollwiderstand, der den Spritverbrauch erh├Âhen kann.

Oft wirken sich die guten Fahreigenschaften der Autoreifen auf ihre Strapazierf├Ąhigkeit aus. Je hochwertiger die Winterreifen sind, umso sicherer fahren sie und umso l├Ąnger lassen sie sich einsetzen.

Wer im Winter tats├Ąchlich vorwiegend unter Extrembedingungen unterwegs ist, weil er in einer alpinen oder n├Ârdlich gelegenen Region lebt, der braucht Winterreifen, die f├╝r diese Bedingungen entwickelt wurden. In unseren Breitengraden kann es aber selbst im Januar und Februar manchmal relativ mild sein. F├╝r ein gem├Ą├čigtes Klima reichen daher Winterreifen aus, die gewisserma├čen einen Kompromiss bieten: Diese eignen sich auch f├╝r trockene Stra├čen und haben keine zu starke Ger├Ąuschentwicklung.

Einige Winterreifen aus dem Test zeigen bei starkem Schneefall und vereisten Stra├čen sehr gute Ergebnisse, allerdings k├Ânnen sie bei trockenen und etwas milderen Wetterbedingungen nicht ├╝berzeugen. Es ist also wichtig, die Winterreifen passend zu den eigenen Anspr├╝chen und zu den erwarteten Witterungsverh├Ąltnissen auszuw├Ąhlen. Hier spielt m├Âglicherweise auch die Umgebung eine Rolle: Diejenigen, die im Stadtzentrum wohnen und ihr Fahrzeug nur f├╝r Kurzstrecken brauchen, sind meistens geringeren Extrembedingungen ausgesetzt, als die Autofahrer, die weite Strecken ├╝ber Land und m├Âglicherweise auch in die Berge fahren.

Winter 2018/2019: Neues Alpine Symbol ist Pflicht

Wie der ADAC mitteilt, m├╝ssen Winterreifen, die ab dem 1. Januar 2018 hergestellt wurden nun das Alpine Symbol tragen. Das Symbol zeigt ein Dreieck (Berg) mit einem Schneeflocken-Symbol in der Mitte und steht f├╝r die neusten Anforderungen an die Qualit├Ąt, welche durch einen zus├Ątzlichen Bremstest auf Schnee von der Pr├╝fkommission nochmals versch├Ąrft wurden.

Das bisherige M+S-Zeichen ist nicht mehr ausreichend. F├╝r die ├ťbergangsfirst bis 2024 d├╝rfen die bis 2017 produzierten Winterreifen allerdings noch im Stra├čenverkehr bleiben, sodass Besitzer von ├Ąlteren Modellen Ihre Winterreifen nicht wechseln m├╝ssen. Wenn Sie allerdings jetzt ein Set Winterreifen aus unserer ExpertenTesten Liste kaufen, achten Sie darauf, dass die Winterreifen ab 2018 produziert wurden.

Kurzinformation zu f├╝hrenden Herstellern

Wichtige Herstellermarken von Winterreifen sind Michelin, Pirelli, Goodyear, Dunlop und Continental. Neben diesen Traditionsmarken haben auch Fulda, Hankook und Kleber hochwertige Autoreifen mit dem M+S Symbol im Programm. Auch andere bew├Ąhrte Unternehmen wie Nokian und Vredestein pr├Ąsentieren diverse Typen von Winterreifen f├╝r die zahlreichen Automodelle.

Besser die Reifen oder das Rad wechseln?

winterreifen wechsel radwechselBeim j├Ąhrlichen Wechsel von Winter- auf Sommerreifen und von Sommer- auf Winterreifen k├Ânnen f├╝r das Aufziehen schnell ├╝ber 100 Euro f├╝r vier R├Ąder f├Ąllig werden. Die Stiftung Warentest empfiehlt daher einen zweiten Satz Felgen zu kaufen. So m├╝ssen die Reifen nicht neu aufgezogen werden, sondern man kann komplett die R├Ąder auswechseln. Dies ist wesentlich g├╝nstiger (schon ab 7 Euro pro Rad) oder kann auch leicht selbst erledigt werden. Will man die Winterreifen mit Felgen eigenh├Ąndig wechseln, empfehlen Experten unbedingt einen Drehmomentschl├╝ssel zu verwenden, damit die Schrauben korrekt angezogen werden. Die besten Steckschl├╝ssel Sets finden Sie hier.

Die Stiftung Warentest empfiehl die Winterreifen bereits auf Felgen aufzuziehen, da ein Radwechsel g├╝nstiger ist, als ein Reifenwechsel. Sie empfehlen au├čerdem Stahlfelgen, da diese g├╝nstiger sind und Winterkettenfest.

Internet vs. Fachhandel: Wo kaufe ich meine Winterreifen am besten?

Winterreifen kauft man noch immer oft beim Reifenh├Ąndler oder direkt im Autohaus bei den Zubeh├Ârteilen f├╝r den Pkw. Hier erf├Ąhrt man gleich, welche Modelle sich f├╝r den Pkw eignen. Noch einfacher wird es jedoch, wenn man die Autoreifen online sucht und auch bestellt. Bei der Online-Recherche helfen einem die Suchmaschinen und die Filter dabei, die enorm gro├če Sortimentsauswahl einzugrenzen. Man gibt einfach die ben├Âtigte Gr├Â├če ein und erh├Ąlt sofort einen ├ťberblick ├╝ber die geeigneten Winterreifen. Manchmal hilft sogar die Eingabe des Autotyps, f├╝r den man die Reifen ben├Âtigt. Auch der Geschwindigkeitsindex und andere Details lassen sich voreinstellen.

Beim Fachh├Ąndler erh├Ąlt man eine Beratung, die jedoch meistens darauf ausgerichtet ist, die Hausmarke in den Vordergrund zu stellen oder f├╝r m├Âglichst teure Winterreifen Werbung zu machen. Darum sind die Empfehlungen der Fachverk├Ąufer teilweise mit Vorsicht zu behandeln.

Da hat man es im Internet etwas bequemer: Hier erf├Ąhrt man durch die R├╝ckmeldungen anderer Kunden mehr ├╝ber die eventuelle Vorz├╝ge aber auch ├╝ber die schlechten Erfahrungen mit den verschiedenen Winterreifen.

Wer im Internet kauft, der bekommt die Winterreifen meistens direkt zur Heimatadresse geliefert. Das erspart einem die Abholung, die abh├Ąngig von der Gr├Â├če des Autos etwas problematisch werden kann. Wenn die Reifen ohnehin selbst gewechselt werden, ist die Lieferung nach Hause also die Ideall├Âsung.

Falls im Zusammenhang mit der Reifenauswahl und der Online-Bestellung Fragen auftauchen sollten, so kann man sich an das Service-Center des Internet-Shops wenden, um eine Beratung zu bekommen. Hier sorgen die freundlichen Mitarbeiter daf├╝r, dass alle anf├Ąnglichen Unklarheiten beseitigt werden.

Wissenswertes & Ratgeber

Der Herbst ist schon weit fortgeschritten und die Temperaturen sinken allm├Ąhlich unter 7 Grad: Da wird es Zeit, die Winterreifen aufzuziehen.

Seit 2010 sind die Autofahrer in Deutschland dazu verpflichtet, bei winterlichen Verh├Ąltnissen mit den daf├╝r entwickelten Winterreifen zu fahren. Diese situative Regelung bezieht sich nicht nur auf festen Schnee und Glatteis, sondern auch auf Reifgl├Ątte der Schneematsch. Da man im Winter mit einem kurzfristigen Temperaturabfall und einem Wechsel der Witterung rechnen muss, gibt es f├╝r das Fahren mit M+S Reifen keine Alternative. Sp├Ątestens wenn die Temperaturen auf nahezu 0 Grad absinken, muss das Auto mit Winterreifen ausgestattet sein, denn jetzt kann es zu dem gef├Ąhrlichen Blitzeis kommen. Durch die Spezialreifen soll die Sicherheit f├╝r die Autofahrer und auch f├╝r die anderen Verkehrsteilnehmer besser werden.

Im Laufe der letzten Jahre haben sich einige Bestimmungen ge├Ąndert. Da die Kennzeichnung der internationalen Reifenhersteller nicht immer einheitlich ist, muss man genau auf die Produktmerkmale der Winterreifen aus den Tests achten. Der folgende Blick in die Entwicklung der Autoreifen f├╝r die Wintermonate zeigt die Besonderheiten und die Innovationen in diesem Bereich.

Die Geschichte des Winterreifens

Der erste Winterreifen f├╝r Pkw wurde im Jahr 1936 unter dem Namen Hakkapeliitta pr├Ąsentiert, zwei Jahre nach der Vorstellung eines Witterungsreifen f├╝r Lastwagen. Verantwortlich f├╝r diese beiden Reifen war die finnische Firma Suomen Gummitehdas Osakeyhti├Â, der Vorl├Ąufer des Unternehmens Nokian.
Ebenfalls 1936 hatte auch die Marke Semperit einen Spezialreifen zu bieten: Der Goliath war ein Reifen mit sehr groben Stollen und bestand aus einer neu entwickelten Gummimischung. Dabei handelte es sich laut Hersteller jedoch nicht um einen Winterreifen, sondern um einen Ganzjahresreifen f├╝r Gel├Ąndefahrzeuge.

In den fr├╝hen 1950er Jahren kamen die ersten M+S Reifen auf den Markt. Etwa gleichzeitig wurden auch spezielle Tests f├╝r diese Winterreifen durchgef├╝hrt. Im Vergleich zu den heutigen Tests fielen die Experimente damals noch etwas riskanter aus. Da es noch keine festgelegten und genormten Strecken f├╝r die Reifentests gab, fuhr man beispielsweise ├╝ber die alpinen P├Ąsse. Das war unter anderem bei dem Continental M+S 14 der Fall, mit dem die Testfahrer den St. Gotthard ├╝berquerten. Der Pass war wegen Eisgl├Ątte und Schnee eigentlich gesperrt. Nach dem erfolgreich durchgef├╝hrten Praxistest unter Extrembedingungen stand fest: Der Winterreifen hatte sich bew├Ąhrt.

In den folgenden Jahrzehnten arbeiteten die Produzenten von Autoreifen daran, die Gummimischungen zu optimieren. Dadurch sollte die ideale Balance zwischen Rollwiderstand und Grip hergestellt werden. Durch die konkurrierenden Unternehmen in der Branche wurde der Fortschritt stark angekurbelt. F├╝r die K├Ąufer war das ein gro├čer Vorteil, auch wenn es immer schwieriger wurde, sich f├╝r einen der Winterreifen Vergleichssieger zu entscheiden.

Etwa seit den 2000er Jahren ver├Ąnderten sich die Tipps der Experten. Bis dahin galt die Regel: von Oktober bis Ostern f├Ąhrt man mit Winterreifen. Durch die vermehrt aufkommenden Ganzjahresreifen und die optimierten Gummimischungen besteht die fr├╝here 7-Grad-Richtlinie nicht mehr, sodass es oft ausreicht, die Winterreifen erst im November aufzuziehen und schon mehrere Wochen vor dem eigentlichen Fr├╝hlingsbeginn wieder zu wechseln.

Im Jahr 2010 wurde die situationsabh├Ąngige Winterreifen-Pflicht in Deutschland ins Leben gerufen. Allerdings bezieht diese auch die Ganzjahresreifen mit M+S Kennzeichnung mit ein. Diese Regel der Stra├čenverkehrsordnung besagt, dass man bei Gl├Ątte durch Schnee, Eis oder Reifbildung nur mit den entsprechend geeigneten Reifen fahren darf. Die Jahreszeit spielt dabei keine Rolle.

Eine h├Âhere Profiltiefe ist in diesem Zusammenhang nicht festgelegt. Zudem sind Nutzfahrzeuge aus der Land- und Forstwirtschaft sowie diverse Einsatzfahrzeuge von Polizei, Katastrophenschutz, Feuerwehr und anderen Einrichtungen von der Regel ausgenommen.

Gleichzeitig mit der Regel von 2010 wurde auch der Bu├čgeldkatalog angepasst.

Wenn man bei eisigen Stra├čenverh├Ąltnissen ein Auto ohne Winterreifen f├Ąhrt, kann inzwischen ein Bu├čgeld von 60 Euro f├Ąllig werden. Bei einer zus├Ątzlichen Verkehrsbehinderung fallen sogar 80 Euro an.

Zahlen, Daten, Fakten rund um den Winterreifen

Die Produktdaten der Winterreifen sind an den Kennzeichnungen genau zu erkennen. Wer sich mit den Markierungen auskennt, kann nach einem Blick auf die Ziffern sagen, wann die Reifen hergestellt wurden. So lange die Reifen noch nicht benutzt wurden, gelten sie bis zu einem Alter von drei Jahren noch als fabrikneu. Sie d├╝rfen sogar f├╝nf Jahre alt sein, um als neu bezeichnet zu werden. Daf├╝r m├╝ssen sie jedoch richtig gelagert worden sein. Die teilweise lange Lagerungszeit h├Ąngt damit zusammen, dass zwar viele Gr├Â├čen auf Vorrat produziert werden, sich aber nur langsam verkaufen.

Im Allgemeinen rechnet man vier bis sechs Wintersaisons f├╝r die Verwendung von Winterreifen aus dem Test 2017. Nach diesen Einsatzzeiten kommt es allm├Ąhlich zur Verh├Ąrtung der Weichmacher, sodass man neue Winterreifen ben├Âtigt. Bei einigen Qualit├Ątsmarken ist eine l├Ąngere Nutzungsdauer m├Âglich. Gerade Hersteller wie Continental werben damit, dass ihre Reifen so beschaffen sind, dass sie bis zu zehn Jahre lang verwendet werden k├Ânnen.

Die Statistiken belegen, dass die Winterreifen oft erst kurz vor dem Reifenwechsel gekauft werden, also im Oktober oder bis Mitte November. Ab Ende November wird es immer schwieriger, die geeigneten Reifen f├╝r den Pkw zu bekommen. Je k├Ąlter ein Winter wird, desto schneller leeren sich die Lagerbest├Ąnde, was zu erh├Âhten Preisen f├╝hrt. Das zeigt sich nicht nur bei den Vergleichssiegern der Winterreifen.

Ein Winterreifen sollte laut Empfehlung der Experten zumindest 4 mm Profiltiefe haben, auch wenn die gesetzliche Richtlinie bei nur 1,6 mm liegt. Darauf sollte man unbedingt achten, wenn man sich f├╝r gebrauchte Reifen entscheidet. Hinweise zum Herstellerdatum erh├Ąlt man direkt am Reifen: Die DOT-Nummer zeigt an, wann der Winterreifen produziert wurde. Die ersten zwei Ziffern beziehen sich auf die Woche, die zweite Ziffernfolge weist auf das Jahr hin. Ein Reifen mit der DOT-Nummer 0415 stammt also aus der vierten Woche des Jahres 2015.

Winterreifen m├╝ssen nicht mit dem gleichen Reifendruck bef├╝llt werden wie Sommerreifen. Die Hinweise der Hersteller und Experten deuten darauf hin, dass ein niedrigerer Druck die Traktion verbessert, w├Ąhrend ein um 0,2 oder 0,3 bar erh├Âhter Reifendruck Kraftstoff spart.

Wenn man im Sommer mit Winterreifen f├Ąhrt, so verst├Ąrkt sich der Gummiabrieb, da die Winterreifen aus weicherem Material sind. Au├čerdem verl├Ąngert sich der Bremsweg und das Fahrger├Ąusch ist lauter.

Winterreifen in 7 Schritten richtig montieren

Wenn die Temperaturen im Herbst gegen Null sinken, wird es Zeit, Winterreifen zu kaufen und sie bald aufzuziehen. Solange man noch relativ fr├╝h dran ist, sollte es kein Problem sein, die gew├╝nschten Reifen zu finden und bei einer Werkstatt montieren zu lassen. Doch diesen Weg und auch die Kosten kann man sich sparen, wenn man die Winterreifen selbst montiert.

Wenn man den Reifenwechsel erst etwas sp├Ąter durchf├╝hren m├Âchte, sind die Termine bei der Werkstatt oft schon vergeben. Um eine Strafgeb├╝hr zu vermeiden, kann man die Winterreifen selbst aufziehen. Die folgenden sieben Schritte zeigen, wie das funktioniert.

Schritt 1:

Das Auto wird auf einer geraden Fl├Ąche abgestellt. Den Schalthebel legt man wie beim Parken in den ersten Gang ein und zieht anschlie├čend die Handbremse.

Schritt 2:

Zuerst lockert man alle Radschrauben mit dem daf├╝r geeigneten Radkreuz.

Schritt 3:

Das Auto wird mit einem Wagenheber aufgebockt. Die entsprechende Stelle wird in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs genau beschrieben. Zur Sicherheit kann man eins der neuen R├Ąder unter den Wagen schieben, damit dieser nicht komplett herunterrutschen kann. Beim Aufbocken sollte das Auto nur so weit hochgehoben werden, dass sich das Rad ein wenig vom Boden l├Âst.

Schritt 4:

Die Radbolzen werden nun ganz herausgedreht, sodass man den Reifen komplett von der Radnabe nehmen kann.

Schritt 5:

Gleich nach dem Abnehmen kennzeichnet man jedes Rad mit Kreide, damit man bei einem sp├Ąteren Wechsel wei├č, welches Rad sich an welcher Stelle berunden hat. VR steht f├╝r vorne rechts, HL f├╝r hin links, und so weiter. Bei dem zuk├╝nftigen Reifenwechsel k├Ânnen die vorderen und hinteren Reifen ausgetauscht werden, sodass eine gleichm├Ą├čige Abnutzung erfolgt.

Schritt 6:

Die Winterreifen werden auf die Nabe gelegt und mit den Bolzen zuerst nur handfest ins Gewinde gedreht.

Schritt 7:

Wenn das Auto mit dem Wagenheber wieder abgesenkt wurde, schraubt man die Bolzen richtig fest. Hierf├╝r verwendet man einen genau eingestellten Drehmomentschl├╝ssel. Die Daten f├╝r den Drehmoment erf├Ąhrt man in der Herstelleranleitung. Man sollte die Schrauben nicht zu stark anziehen, denn das w├╝rde die Materialverbindung m├Âglicherweise besch├Ądigen. Sicher sitzen sollen sie aber trotzdem. Um die ideale Festigkeit herzustellen, sollte man den Drehmomentschl├╝ssel richtig einsetzen.

Nach der Montage der Winterreifen ist es wichtig, den Reifendruck zu ├╝berpr├╝fen. Das ist an den meisten Tankstellen m├Âglich. Bei eventuellen Schwierigkeiten w├Ąhrend des Reifenwechsels sollte man sich an eine Fachwerkstatt wenden. Bei Fehlern w├╝rde sich die Unfallgefahr drastisch erh├Âhen.

10 Tipps zur Pflege

Nur mit der richtigen Pflege und Kontrolle bieten die Winterreifen die n├Âtige Sicherheit. Das gilt f├╝r die neueren Reifen ebenso wie f├╝r diejenigen, die bereits mehrere Saisons hinter sich haben. Die hier aufgef├╝hrten zehn Tipps zeigen, welche Aufgaben besonders wichtig sind und wie man bei der Pflege, Aufbewahrung und Reinigung am besten vorgeht.

Tipp 1:

Bei den Winterreifen sollte man regelm├Ą├čig die Profiltiefe kontrollieren. Vorgeschrieben ist ein Mindestma├č von 1,6 mm, doch bei der Empfehlung einer Mindestprofiltiefe wird meistens von 4 mm gesprochen. Einige Winterreifen aus dem Test haben eine eigenen Indikator, der die Abnutzung genau anzeigt. Nur wenn die Profiltiefe stimmt, k├Ânnen die Winterreifen den richtigen Grip bieten, darum darf man bei dieser Pr├╝fung nicht schummeln. Besser ist es, sich fr├╝hzeitig nach neuen Reifen umzusehen.

Tipp 2:

Der Reifenf├╝lldruck sollte ebenfalls ├╝berpr├╝ft werden. Manche erledigen das bei jedem Besuch der Tankstelle, andere kontrollieren den Reifendruck nur einmal im Monat. Wie h├Ąufig man diesen Check durchf├╝hrt, h├Ąngt nat├╝rlich davon ab, wie viel man ├╝berhaupt f├Ąhrt. Doch auch wenn das Auto l├Ąngere Zeit steht, sollte man nicht auf diese Pr├╝fung verzichten. Ein zu niedriger Druck kann sonst zu einem verfr├╝hten Verschlei├č f├╝hren.

Am besten funktioniert der Check des Reifenf├╝lldrucks, wenn die Reifen kalt sind. Im betriebswarmen Zustand muss man etwa 0,3 bar zus├Ątzlich zum Solldruck kalkulieren. Um sicherzugehen, dass der gemessene Druck stimmt, sollte man das Auto etwa zwei Stunden lang nicht bewegt haben. Eine kurze Fahrt von maximal 3 km bei nur gem├Ą├čigter Geschwindigkeit wirkt sich kaum auf die Betriebsw├Ąrme aus: Das ist wichtig zu wissen, wenn man den Reifenf├╝lldruck an der n├Ąchsten Tankstelle messen m├Âchte.

Tipp 3:

Bevor man die Winterreifen im Fr├╝hjahr einlagert, ist es ratsam, den Luftdruck zu erh├Âhen. Wenn man etwa 0,5 bar mehr einf├╝llt, als in der Herstellerempfehlung vorgegeben, stellt man damit sicher, dass der Druckverlust w├Ąhrend der Einlagerung nicht zu hoch wird.

Tipp 4:

Bei der Lagerung der Winterreifen ist darauf zu achten, dass diese nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind und auch vor anderen ├Ąu├čeren Einfl├╝ssen gesch├╝tzt sind. Am besten bewahrt man sie in einem trockenen, gut bel├╝fteten Raum auf. Scharfkantige Gegenst├Ąnde sollten aus dem Weg ger├Ąumt werden, zudem sollte man aufpassen, dass sich keine Chemikalien oder andere m├Âglicherweise sch├Ądliche Mittel in der N├Ąhe befinden.

Tipp 5:

Vor der Einlagerung der Autoreifen ist eine gr├╝ndliche Reinigung f├Ąllig. Zu dieser geh├Ârt das Entfernen von kleinen Steinchen, die im Profil haften geblieben sind. Diese setzen sich sonst wom├Âglich dauerhaft fest und besch├Ądigen das Gummimaterial.

Tipp 6:

Beim S├Ąubern der Autoreifen sollte man nicht mit einem starken Wasserstrahl auf das Gummi zielen. Es erscheint zwar einfach, das Auto und auch die Reifen komplett mi Hochdruckstrahl zu s├Ąubern, doch die Reifen k├Ânnen darunter leiden. Besser ist es, die Winterreifen nur abzusp├╝len. Vor der Einlagerung sollte das Gummi erst ganz trocken sein. Vor allem, wenn die Reifen in Schutzh├╝llen aufbewahrt werden, darf keine Feuchtigkeit mehr vorhanden sein.

Tipp 7:

Gegen Korrosion an den Felgen gibt es spezielle Pflegemittel. F├╝r Stahlfelgen stehen Lacksprays zur Verf├╝gung, die man vor dem Einlagern verwendet. Bei Alufelgen hilft ein Klarlack mit Versiegelung oder ein Spezialspray, das einen bei der perfekten Reinigung unterst├╝tzt.

Tipp 8:

Vor dem erneuten Aufziehen von Winterreifen kann es n├Âtig sein, diese auszuwuchten. Damit wird der perfekte Rundlauf sichergestellt.

Durch das Auswuchten vermeidet man, dass die Reifen fr├╝her verschlei├čen, zudem lassen sich damit Vibrationen beim Fahren vermeiden. Das sch├╝tzt die Aufh├Ąngung und die Lager, was sich auf das gesamte Lenksystem positiv auswirkt.
Die Fachwerkst├Ątten bieten das Auswuchten oft zusammen mit dem Reifenwechsel an. Vor allem dann, wenn es zu einer Verschiebung eines Ausgleichsgewichts kommt, sollte man auf das Auswuchten nicht verzichten.

Tipp 9:

Die Pr├╝fung der Ventile und der dazugeh├Ârigen Kappen sollte man ebenfalls nicht ├╝bersehen. Diese Bauteile sind meistens aus Gummi gefertigt, das mit den Jahren gewisse Abnutzungserscheinungen zeigen kann. Dadurch erh├Âht sich das Risiko, dass die Reifen schneller ihren Druck verlieren. Die Ventile kosten nicht viel Geld und geben einem wieder mehr Sicherheit. Wenn man sich f├╝r gebrauchte Winterreifen entscheidet, lohnt sich diese kleine Investition auf jeden Fall.

Tipp 10:

Der Sicherheitscheck bei einer Werkstatt kl├Ąrt ab, ob die R├Ąder perfekt sitzen. Die unerfahrenen Verbraucher k├Ânnen oft nicht einsch├Ątzen, ob alle Bauteile am Auto optimal ausgerichtet sind. Wenn etwas an der Achsgeometrie nicht stimmt, so kommt es zu einer Sicherheitsgef├Ąhrdung. Die Ursache hierf├╝r ist eventuell eine ungleichm├Ą├čige Reifenabnutzung oder ein Schlagloch, das man zu sp├Ąt gesehen hat. In einem solchen Fall sollte man nicht geizig sein, sondern das Fahrzeug mitsamt der Reifen von einem Profi checken lassen.

N├╝tzliches Zubeh├Âr

Zu den Winterreifen aus dem Test 2017 geh├Âren spezielle Systeme f├╝r die Aufbewahrung. Das sind gro├če Reifenh├╝llen sowie ein Felgenbaum. Zudem gibt es diverse Utensilien f├╝r die Reinigung und Pflege der Winterreifen. Sprays und Schw├Ąmme f├╝r das S├Ąubern der Felgen helfen bei der gezielten Reinigungsaktion vor dem Einlagern.

F├╝r die Montage der Winterreifen braucht man zuverl├Ąssiges Werkzeug. Ein Wagenheber ist unverzichtbar und auch der Drehmomentschl├╝ssel darf nicht fehlen. In der Garage oder in der privaten Hobbywerkstatt ist au├čerdem Platz f├╝r weitere Ger├Ąte. Hier kann man beispielsweise ein eigenes Luftdruckmessger├Ąt aufbewahren und hat au├čerdem den n├Âtigen Stauraum f├╝r die Einlagerung der Sommer- und Winterreifen.

Bei den kleineren und gr├Â├čeren Arbeiten am Auto sind hin und wieder Ersatzschrauben n├Âtig. Zudem gibt es f├╝r die Winterreifen spezielle Radzierblenden. Gerade die weniger ansehnlichen Reifen mit Stahlfelge lassen sich mit einer solchen Blende aufwerten. Wer die Details liebt, der bekommt hierf├╝r noch kleine Kappen, die beispielsweise das Emblem der Automarke zeigen oder ein anderes i-T├╝pfelchen setzen.

Das Zubeh├Âr f├╝r die Winterreifen umfasst au├čerdem noch die weitere Ausstattung f├╝r die kalten Monate im Jahr. Sp├Ątestens nach dem Reifenwechsel kommen auch spezielle Hilfsmittel gegen die eisigen Temperaturen ins Auto. Ein Frostschutz sorgt daf├╝r, dass der K├╝hler nicht einfriert, zudem gibt es die geeigneten Mittel f├╝r die Scheibenwaschanlage, die ein Zufrieren vermeiden.

Damit das Fahrzeug vor der kalten Witterung gesch├╝tzt wird, stehen noch andere Teile zur Verf├╝gung. Ob es sich um eine Schutzfolie gegen das Eis auf den Scheiben handelt oder um eine nachr├╝stbare Standheizung, der K├Ąlte ist durchaus etwas entgegenzusetzen. F├╝r die Autofahrer und die anderen Personen im Wagen gibt es au├čerdem Sitzauflagen mit integrierter Heizfunktion.

Abh├Ąngig von den Temperaturen und von der Leistungsf├Ąhigkeit des Autos kann es m├Âglicherweise hilfreich sein, ein Starthilfeset griffbereit zu haben. Ein Starthilfekabel kann mit einem Generator funktionieren, ansonsten besteht noch die M├Âglichkeit, einen zweiten Autobesitzer um Starthilfe zu bitten.

Eiskratzer und Schneebesen kommen nat├╝rlich auch zum Einsatz. Mit zugefrorenen Scheiben und einer Schneehaube auf dem Autodach darf man nicht losfahren.
Zuerst muss das Fahrzeug freiger├Ąumt werden, und da geht es oft nicht ohne die klassische Methode des Eiskratzens und Schneefegens. Bei einigen dieser Ger├Ąte handelt es sich um kombinierte Werkzeuge, die auf der einen Seite mit Eiskratzer und Gummilippe ausger├╝stet sind und auf der anderen Seite den Besen haben. Andere verf├╝gen ├╝ber eine Art integrierten Handschuh, sodass die Finger nicht eiskalt werden.

Alternativen zum Winterreifen

Aufgrund der gesetzlichen Lage gibt es nur eine Alternative f├╝r die klassischen Winterreifen aus dem Test 2017: die Ganzjahres- oder Allwetterreifen. Sie ersparen den Autobesitzern den zweimaligen Reifenwechsel im Jahr. Laut Stra├čenverkehrsordnung m├╝ssen diese Ganzjahresreifen jedoch mit den entsprechenden Eigenschaften ausgestattet sein und das M+S Siegel tragen. Ansonsten m├╝ssen die Fahrer bei winterlichen Verh├Ąltnissen mit einer Geldbu├če rechnen.

Mit den Winterreifen k├Ânnen die meisten Allwetterreifen jedoch nicht mithalten. Das liegt daran, dass f├╝r die Ganzjahresreifen eine andere Materialmischung verwendet wird. Diese soll die Reifen f├╝r ganz unterschiedliche Temperaturen qualifizieren. Das bedeutet f├╝r die Wintertauglichkeit eine gewisse Einschr├Ąnkung, die sich unter anderem im Geschwindigkeitsindex zeigt.

Schneeketten sind keine Alternative, da sie lediglich in bestimmten Regionen verwendet werden, wo die Wege richtig verschneit sind. Auf normalen Stra├čen erschweren sie das Fahren, zudem sind sie nicht f├╝r alle Reifenarten geeignet. Auch die speziellen Gel├Ąndereifen erf├╝llen nicht die Anforderungen an einen Winterreifen.

Weiterf├╝hrende Links und Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Autoreifen#Winterreifen

https://www.euromaster.de/privatkunde/reifen/pkw/winterreifen.html

http://www.michelin.de/autoreifen/wissenswertes/pflegehinweise/10-tipps-zur-reifenpflege

https://www.reifenchampion.de/winterreifen.html

https://syprin.de/wann-winterreifen-wechseln-ratgeber-und-anleitung

https://www.reifen.de/static/de/tipps-tricks/reifentipps/ganzjahresreifen-oder-winterreifen

http://www.t-online.de/auto/technik/reifen/id_41227260/auto-ratgeber-so-montieren-sie-reifen-richtig.html

https://www.merkur.de/welt/winterreifen-selbst-aufziehen-so-gehts-3185305.html

https://www.motor-talk.de/news/lamellen-statt-dellen-t4243315.html

http://auto-presse.de/autonews.php?newsid=416433 Nach oben

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