Beratene Verbraucher:
35890941
Suche
Generic filters
Nur genaue Treffer
Suche im Titel
Suche im Inhalt
Suche in Zusammenfassung
Sonnenblumenöle im Test auf ExpertenTesten
Getestete Produkte 7
Investierte Stunden 70
Ausgewertete Studien 5
Gelesene Rezensionen 127

Sonnenblumenöl Test - fĂŒr leckere Salatdressings oder Gebratenes - Vergleich der besten Sonnenblumenöle 2019

Sonnenblumenöl kann besonders mit Vitamin E punkten. Hiervon enthĂ€lt es weitaus mehr, als Olivenöl oder Rapsöl. Doch der QualitĂ€tsunterschied ist sehr groß. Sowohl die Stiftung Warentest als auch Ökotest zeigten sich in der Vergangenheit bei Speiseöl-Tests sehr enttĂ€uscht. Selbst in teuren Marken wurden oft Schadstoffe gefunden. Unser 70-köpfiges Team vom TÜV-geprĂŒften Verbraucherportal ExpertenTesten hat alle verfĂŒgbaren Daten und Testergebnisse studiert, um Ihnen die besten Sonnenblumenöle zu nennen.

Sonnenblumenöl Bestenliste 2019

Letzte Aktualisierung am:

Ähnliche Vergleiche anzeigen

Was ist Sonnenblumenöl und wie funktioniert es?

Wohl jeder kennt den Anblick von Sonnenblumenfeldern und nahezu jedes vierte, gekaufte Öl ist ein Sonnenblumenöl. Grund genug fĂŒr ein Team zuverlĂ€ssiger Tester, ein Experiment mit diesem Öl durchzufĂŒhren und zu schauen, was Sonnenblumenöl eigentlich ist.

In der mitteleuropĂ€ischen KĂŒche gehört Sonnenblumenöl zu den beliebtesten Ölen und wird in zahlreichen Rezepten als Grundfeiler genutzt. Sonnenblumenöl wird aus den Kernen der Sonnenblume gewonnen, die zu den KorbblĂŒtlern zĂ€hlt.Was ist Sonnenblumenöl im Test & Vergleich

Es waren spanische Seefahrer, die sich von der Optik der Sonnenblume so stark beeindrucken ließen, dass sie die Samen kurzerhand mit nach Europa brachten. Viele Jahrzehnte lang war die Sonnenblume eine reine Zierpflanze und etablierte sich schnell als Kunstdarstellung in der Malerei. WeltberĂŒhmte GemĂ€lde von Vincent van Gogh zeigen Sonnenblumen in schönster Pracht.

Erst im 17. Jahrhundert war es ein BĂ€cker der auf die Idee kam Sonnenblumenkerne in der Backstube zu nutzen. Dort wurden die Kerne als GewĂŒrz genutzt, teilweise wurden sie auch geröstet und gemahlen, sie stellten einen Kaffeeersatz dar. Weitere 200 Jahre mussten vergehen, bevor es zum ersten Mal zur Erfindung von Sonnenblumenöl kam.

Den ErzĂ€hlungen zur Folge war es ein Bauer namens Dmitrij Bokarew, der im Jahr 1829 die Idee entwickelte die Kerne seiner Sonnenblumen zu ernten. Ihm war zuvor aufgefallen, dass Vögel sich damit ernĂ€hrten, da die Kerne einen hohen Fettgehalt aufweisen. Er startete ein Experiment und presste Öl aus den Kernen, schon ein Jahr spĂ€ter pflanzte er weitere Sonnenblumen an um das Sonnenblumenöl im grĂ¶ĂŸeren Maße zu gewinnen.

Das neu erfundene Öl wurde sogar wĂ€hrend der Fastenzeit akzeptiert, da in dieser Zeit keine tierischen Fette aufgenommen werden durften. Es war der Zeitpunkt als Sonnenblumenöl begann sich rasant zu verbreiten. Die VorzĂŒge liegen im Test klar auf der Hand.

Das Öl ist geschmacksneutral, kann vielfĂ€ltig genutzt werden und enthĂ€lt große Mengen an ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren und Vitaminen. Aus der modernen KĂŒche ist Sonnenblumenöl daher nicht mehr wegzudenken.

Angebaut werden die Sonnenblumen fĂŒr die Ölgewinnung heute ĂŒberwiegend in der Ukraine, den USA, in China und in Russland. EuropĂ€isch sind es RumĂ€nien, Bulgarien und Ungarn, die die meisten Sonnenblumen produzieren. Mit einem Hektar AnbauflĂ€che fĂŒr Sonnenblumen können rund 1000 Liter Sonnenblumenöl gewonnen werden.

Anwendungsbereiche – Sonnenblumenöl im Einsatz

Es hat sich im Test schnell gezeigt, dass Sonnenblumenöl nicht nur in der KĂŒche zum Einsatz kommt, wenngleich die KĂŒche das Haupteinsatzgebiet ist. Aufgrund seiner geschmacklichen NeutralitĂ€t und aufgrund des hoch liegenden Siedepunkts ist Sonnenblumenöl optimal zum Braten, DĂŒnsten, Kochen, Frittieren und Backen geeignet. FĂŒr die Fritteuse existiert ein speziell hergestelltes   Sonnenblumenöl, die Sorte High Oleic. Im Vergleich zum klassischen Sonnenblumenöl hat dieses die Eigenschaft hitzebestĂ€ndiger zu sein.Die Anwendungsbereiche von Sonnenblumenöl im Test und Vergleich

Bei der EignungsprĂŒfung im Test wurde Sonnenblumenöl nicht nur zum Kochen, sondern auch zum Backen genutzt. Ölteige lassen sich sehr gut damit bereiten, allerdings ist hier raffiniertes  Sonnenblumenöl zu bevorzugen.

Kaltgepresstes Öl wird vorwiegend fĂŒr die Herstellung von Marinaden, Dips, kalten Saucen und Dressings verwendet. Zum Braten ist kaltgepresstes Sonnenblumenöl ungeeignet, da der Siedepunkt nicht hoch genug liegt.

Die EignungsprĂŒfung zeigte schnell, dass Sonnenblumenöl nicht nur in der KĂŒche, sondern auch in der Haarpflege zum Einsatz kommt. Sehr beliebt ist die Anwendung des Öls in Form einer Haarkur. HierfĂŒr werden zwei Esslöffel leicht angewĂ€rmtes Sonnenblumenöl mit etwas Zitronensaft vermischt. Die Mischung ist auf die Haare aufzubringen und mit einem Handtuch zu schĂŒtzen. Nachdem sich die WĂ€rme unter dem Handtuch entfaltet hat, kann das Sonnenblumenöl wieder ausgewaschen werden.

FĂŒr die tĂ€gliche Anwendung kann Sonnenblumenöl mit Hilfe einer SprĂŒhflasche auf die Haarspitzen aufgebracht werden. Hier ist allerdings darauf zu achten, dass zu viel Öl schnell zu fettigen Haaren fĂŒhren kann. Im Vergleich dazu spielt es bei der Haarkur keine Rolle, wie lange das Öl eingeweicht hat. Mit Hilfe von normalem Shampoo lassen sich fettige RĂŒckstĂ€nde leicht entfernen.

Sonnenblumenöl kann allerdings auch bei zu trockener und schuppiger Kopfhaut verwendet werden. Allerdings muss dabei aufgepasst werden, dass die Haare nicht eingerieben werden. Es kommt ansonsten schnell zu ungepflegtem, strÀhnigen Aussehen.

Im Experiment fanden die Testpersonen heraus, das Sonnenblumenöl ebenfalls gut geeignet ist fĂŒr die Behandlung von trockenen Hautstellen. Durch den hohen Omega 6 Gehalt, die zahlreichen Antioxidantien und das Vitamin E wird das kaltgepresste Sonnenblumenöl zu einer wertvollen Zutat fĂŒr zahlreiche Kosmetika. Auf der Haut hinterlĂ€sst das Öl keinen Fettfilm und ist tatsĂ€chlich mild in der Anwendung. Es wird ein sicheres Schutzschild gegen Infektionskrankheiten gebildet, auch fĂŒr die Anwendung bei Kindern hat sich das Sonnenblumenöl unter Erhebung aller Faktoren bewĂ€hrt.

Da Sonnenblumenöl einen hohen Anteil an Vitamin A und D enthÀlt, lindert es Hautunreinheiten und wird von Dermatologen bei Ekzemen eingesetzt. Die menschliche Haut ist in der Lage das Sonnenblumenöl aufzunehmen, ohne dabei die Poren zu verstopfen.Einsatz von Sonnenblumenöl im Test und Vergleich

Im Bereich Anti-Aging-Kosmetik wird Sonnenblumenöl  im  Vergleich hÀufig angewandt. Bei ZellschÀden können freie Radikale eingedÀmmt werden, Hautalterungserscheinungen werden gehemmt und FÀltchen können gemindert werden. Auch bei vorliegenden Pigmentflecken kann unter Erhebung des Gesamtzustands eine Anwendung stattfinden.

Bei der PferdefĂŒtterung ist Sonnenblumenöl immer wieder ein heiß diskutiertes Thema. Der Organismus eines Pferdes ist ohne Gallenblase ausgestattet, daher lehnen einige Pferdebesitzer die Verwendung von Sonnenblumenöl in der ErnĂ€hrung ab. Die meisten Tierbesitzer sind der Meinung, dass das Öl unter AbwĂ€gung der UmstĂ€nde ungeeignet fĂŒr die Tiere ist. Allerdings sind TierĂ€rzte hier anderer Meinung. Es kommt im Test maßgeblich auf die Menge des zugefĂŒhrten Öls an.

Eine Gabe von 100 Millilitern pro Tag wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Pferde aus. Sie erhalten hochwertige Energien zugefĂŒhrt, so dass der Anteil an stĂ€rkehaltigem Futter gesenkt werden kann.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Tiere nicht unter Verstopfung leiden, sie können die fettlöslichen Vitaminbestandteile direkt aus dem Sonnenblumenöl aufnehmen.

Welche Arten von Sonnenblumenöl gibt es?

Es gibt zwei Arten von Sonnenblumenöl, das kaltgepresste, auch nativ genannte Öl und das raffinierte Öl. In Kongruenz zum raffinierten Sonnenblumenöl ist das native Öl deutlich weniger hitzebestĂ€ndig und wird vor allem in kalten Speisen verwendet. Ein kaltgepresstes Öl hat den Vorteil, dass alle Geschmackstoffe erhalten bleiben und auch die Vitamine nicht verloren gehen. Vor allem ist jedoch der Anteil an mehrfach ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren deutlich höher, was das  Sonnenblumenöl gesund und wertvoll in der tĂ€glichen ErnĂ€hrung macht.Welchen Arten gibt es von Sonnenblumenöl im Test und Vergleich

Der grĂ¶ĂŸte Nachteil am nativen Sonnenblumenöl ist im Test die geringe HitzestabilitĂ€t. Durch die Hitzezufuhr verliert das Öl seine wertvollen Inhaltsstoffe. Sobald es anfĂ€ngt zu rauchen entstehen Substanzen, die der Gesundheit schaden können. Es ist daher im Vergleich  weitaus weniger empfehlenswert kalt gepresstes  Sonnenblumenöl zum Backen und Braten zu verwenden. Die nativen Sonnenblumenöle sind optimal geeignet um kalte Gerichte zu verfeinern.

In Konkurenz hierzu wird raffiniertes  Sonnenblumenöl warm gepresst und die Extraktion wird mit Lösungsmitteln durchgefĂŒhrt. Als raffiniert wird das Sonnenblumenöl bezeichnet, weil es nach dem Pressen von den lĂ€stigen Begleitstoffen befreit wird. Dadurch werden Vitamine und ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren im Test aber leider großteils zerstört. Allerdings punktet raffiniertes Sonnenblumenöl durch die GeschmacksneutralitĂ€t. Es lassen sich nahezu alle Speisen damit frittieren, braten und anderweidig zubereiten.

Raffiniertes Öl

Raffiniertes Öl zeigt sich im Test als geschmacks- und geruchsneutral, es eignet sich optimal zum Backen. Fleisch und Fisch können mit dem hitzebestĂ€ndigen, raffinierten Öl gut gebraten werden, natives Sonnenblumenöl ist hier ungeeignet. Dieses wiederum besticht durch sein nussiges Aroma und ist der ideale Bestandteil einer geschmackvollen Salatsoße.

Im Vergleich zum raffinierten Öl verfĂŒgt die kaltgepresste Variante ĂŒber deutlich mehr ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren.

In der raffinierten Variante ist das Öl geschmacksneutral und eignet sich hervorragend zum Backen. Auch Fleisch und Fisch können Sie damit gut anbraten, da es hitzebestĂ€ndiger ist als das kaltgepresste Sonnenblumenöl. Dieses wiederum hat einen nussigen Geschmack und eignet sich besonders gut zur Zubereitung von Salatdressings. Außerdem hat es einen höheren Gehalt an ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren und Vitamin E.Raffiniertes Sonnenblumenöl im Test und Vergleich

Raffinierte Sonnenblumenöle werden durch Heißpressung hergestellt. Bei diesem Verfahren werden die Sonnenblumenkerne zunĂ€chst verkleinert und anschließend erhitzt. Die Samen werden nun ausgepresst, doch im gewonnenen Öl sind noch einige ungewĂŒnschte Bestandteile enthalten. Erst wenn diese im Raffinationsprozess entfernt worden sind, kann das Öl genutzt und verkauft werden.

In der Raffinerie wird der Stoff Lecithin aus dem Öl gezogen. Die Extraktion dieses Emulgators ist problemlos möglich, es gibt keine qualitative oder geschmackliche VerĂ€nderung. Die Herstellung des Sonnenblumenöls dient somit auch gleichzeitig der Gewinnung von Lecithin, was als Emulgator im Lebensmittelbereich genutzt wird. Anschließend wird dem Öl der Schleim entzogen. Die nun ĂŒbrig bleibende FlĂŒssigkeit ist trĂŒb und sieht verglichen mit einem kaltgepressten Öl nicht sehr appetitanregend aus. Mit Hilfe von SĂ€urelösungen wird die FlĂŒssigkeit geklĂ€rt. Raffiniertes Öl ist sehr viel hitzebestĂ€ndiger und kann, je nach Art, sogar in der Fritteuse verwendet werden.

Als nĂ€chster Schritt findet die EntsĂ€uerung statt. Zu viele, freie FettsĂ€uren verĂ€ndern den Geschmack des Öls im Test, daher mĂŒssen sie entzogen werden. Der vorletzte Schritt ist der Bleichvorgang. Hierbei wird das Öl auf bis zu 90 Grad erhitzt und mit Aluminiumsilkaten angereichert. Durch diesen Prozess verliert das Öl seine Farbstoffe und auch gesundheitsschĂ€dliche Metalle werden entzogen.

Als letzter Arbeitsschritt wird das gewonnene Öl im Vakuum gedĂ€mpft. Es wird Wasserdampf hierfĂŒr eingesetzt. Die Temperatur bei diesem Vorgang liegt bei rund 270 Grad, ungewĂŒnschte Geruchs- und Geschmacksbestandteile werden zuverlĂ€ssig eliminiert.

Im Vergleich zum kaltgepressten Öl enthĂ€lt das raffinierte Öl deutlich weniger ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren, da diese beim erhitzen verloren gehen.
Allerdings erhöht der Vorgang die Haltbarkeit des Produkts und die HitzebestĂ€ndigkeit. Im Warentest zeigte sich, dass raffiniertes Sonnenblumenöl fĂŒr BackvorgĂ€nge ebenso geeignet ist wie zum Braten und Kochen.

Die Vor- und Nachteile von raffiniertem Sonnenblumenöl: 

  • weißt im Vergleich eine lĂ€ngere Haltbarkeit auf
  • ist im Einkauf gĂŒnstiger
  • kann zum Braten und Backen verwendet werden
  • der Vitamin-E-Gehalt wird durch den Herstellungsprozess verringert
  • der Anteil an ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren wird stark gesenkt

Kaltgepresstes Sonnenblumenöl

Im Vergleich hierzu ist kaltgepresstes Öl deutlich gehaltvoller und hat mehr Vitamine und Spurenelemente in sich. Die Kaltpressung ist ein schonender Vorgang, die Vitamine der Sonnenblumenkerne können fast komplett erhalten bleiben. Im Vergleich zur raffinierten Variante enthalten kaltgepresste Sonnenblumenöle sehr viel Vitamin E. Dieses kann die Zellen vor freien Radikalen schĂŒtzen und stĂ€rkt das Immunsystem. UngesĂ€ttigte FettsĂ€uren können den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen und die Zellfunktionen unterstĂŒtzen.Kaltgepresstes Sonnenblumenöl im Test & Vergleich

Im Test hat sich jedoch gezeigt, dass kaltgepresste Sonnenblumenöle nicht zu stark erhitzt werden dĂŒrfen. Der Rauchpunkt ist gering und bei zu starker Hitzezufuhr kann das Öl oxidieren. Die dann entstehenden, gesundheitsschĂ€dlichen Stoffe können unter UmstĂ€nden zu einer Arterienverkalkung fĂŒhren.

Generell können kaltgespresste Öle im Warentest deutlich besser punkten. Das liegt unter anderem daran, dass diese Öle nicht verĂ€ndert werden, es gibt keine Aromen oder andere Zusatzstoffe, die die QualitĂ€t des Öls mindern.

Das Sonnenblumenöl wird hergestellt, indem die geernteten Kerle ausgepresst werden. Es wird hier komplett auf die Zufuhr von WĂ€rme verzichtet, im Vergleich kann daher auch nur eine deutlich geringere Menge an Öl gewonnen werden. Bei diesem Prozess werden lediglich die verfĂŒgbaren Fette aus den Sonnenblumenkernen ausgelöst. Die daraus gewonnene, gelbe FlĂŒssigkeit muss nun nur noch gefiltert werden, anschließend folgt die Trocknung. Hier wird das ĂŒberschĂŒssige Wasser entzogen, als Resultat entsteht ein reines, kaltgepresstes Sonnenblumenöl.

Die Vor- und Nachteile von kaltgepressten Sonnenblumenölen: 

  • weißt im Vergleich einen höheren Vitamin E Gehalt auf
  • weißt im Vergleich mehr ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren auf
  • hat einen aromatisch-nussigen Geschmack
  • eignet sich im Test hervorragend fĂŒr die Herstellung von Saucen und Dressings
  • ist ungeeignet um stark erhitzt zu werden
  • hat nur eine begrenzte Haltbarkeitsdauer

FĂŒr die Herstellung von Salatdressings und zur Verfeinerung von kalten Speisen hat sich kaltgepresstes Öl bewĂ€hrt. Das leicht nussige Aroma konnte im TestÂ ĂŒberzeugen, die Mahlzeiten werden verfeinert und mit einer hauchzarten Nussnote versehen.

Wenn Sonnenblumenöle hingegen zum Braten und Backen verwendet werden sollen, ist ein raffiniertes Öl die beste Variante. Es ist zum einen im Vergleich völlig geschmacksneutral und zum anderen hoch hitzebestĂ€ndig. Bei der Erhitzung entwickeln sich keine schĂ€dlichen Stoffe und es kann bedenkenlos auch zum Frittieren genutzt werden.

Die Inhaltsstoffe von Sonnenblumenöl

Sonnenblumenöle können im Test durch ihre zahlreichen, gesunden Inhaltsstoffe Punkten. Sie gehören zu den wichtigsten Lieferanten von ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren und Vitamin E. Schon zwei Löffel des Öls sind ausreichend, um den Tagesbedarf des Vitamins zu decken. Hierbei handelt es sich in Milligramm gemessen lediglich um 12 – 14 mg.

Ein wichtiger Inhaltsstoff sind ungesÀttigte FettsÀuren, doch auch hier gibt es zwei verschiedene Arten:

  • einfache, ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren
  • mehrfache, ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren

Einfache ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren wirken im Test positiv auf die Zellfunktion und den Fettstoffwechsel. Enthalten sind sie ĂŒberwiegend in Raps- und Olivenölen, aber auch in Sonnenblumenölen.Die Inhaltsstoffe von Sonnenblumenöl im Test und Vergleich

Im Vergleich zu den ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren sind gesĂ€ttigte FettsĂ€uren kein gesundheitsfördernder Beistoff vieler tierischer Öle. Diese FettsĂ€uren können bei hohem Konsum den Cholesterinspiegel erhöhen. ErnĂ€hrungstechnisch wird empfohlen, dass Menschen nicht mehr als 1/3 des tĂ€glich verzehrten Fettes aus ungesĂ€ttigtem FettsĂ€uren gewinnen.

Die mehrfach ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren werden in Omega 3 und Omega 6 FettsĂ€uren unterschieden. Sie haben im menschlichen Körper wichtige Aufgaben, so tragen sie unter anderem zu einem ausgeglichenen Cholesterinspiegel bei. Auch Kinder haben einen hohen Bedarf an mehrfach ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren, denn der Körper kann diese nicht selbst produzieren. Sonnenblumenöle sind, wenn kaltgepresst, sehr reichhalt mit Omega-6-FettsĂ€uren bestĂŒckt.

Je flĂŒssiger sich Sonnenblumenöle im Test zeigen und je weicher das Öl wirkt, umso höher ist der Gehalt an ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren. Zudem brillieren Sonnenblumenöle mit dem hohen Vitamin-E-Gehalt, der im Vergleich deutlich ĂŒber dem von anderen Ölsorten liegt. Vitamin E kann die Zellen beschĂŒtzen und gegen freie Radikale abschirmen. Hinzu kommt di entzĂŒndungshemmende Wirkung.

Einige Sonnenblumenöle wurden im Warentest mit dem Bio-Siegel feilgeboten, doch hierfĂŒr mĂŒssen einige Kriterien erfĂŒllt sein:

  • es darf keine Anreicherung mit chemischen Konservierungsstoffen erfolgen
  • es darf keine Erzeugung aus gentechnisch bearbeiteten Rohstoffen erfolgen
  • Rohstoffe dĂŒrfen nicht mit Pflanzenschutzmitteln aus synthetischen Stoffe behandelt worden sein
  • es dĂŒrfen keine Stabilisatoren und SĂŒĂŸstoffe enthalten sein
  • es dĂŒrfen keine GeschmacksverstĂ€rker und Farbstoffe enthalten sein

Kurzinformationen zu den fĂŒhrenden Herstellern

  • Livio
  • Thomy
  • Teutoburger ÖlmĂŒhle
Die Firma Livio produziert seit 1958 hochwertige Öle und sorgt fĂŒr besten Salatgenuss. Aus dem Hause Livio kommt neben einer Mischung aus Sonnenblumenöl und Rapsöl auch Olivenöl.
Vom Lebensmittelkonzern Nestle stammt die Marke Thomy, die bereits seit 1907 etabliert ist. Begonn hat alles mit dem Senfverkauf, die erste Tube wurde 1934 verkauft. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden Tuben nicht als LebensmittelbehĂ€ltnis verkauft. In Deutschland werden die Produkte der Firma Thomy seit 1954 vertrieben, 1971 wurde Thomy vom Großkonzern Nestle ĂŒbernommen.
Die Teutoburger ÖlmĂŒhle gehört zu den ersten Herstellern von Rapsöl. Mittlerweile produziert das Unternehmen auch Sonnenblumenöle erster GĂŒte. 2007 wurde das junge Unternehmen mit dem deutschen GrĂŒnderpreis geehrt und erfreut sich großer Beliebtheit.

So wird Sonnenblumenöl getestet

Testpersonen haben zahlreiche Sonnenblumenöle miteinander verglichen und sind im Test zu erstaunlichen Resultaten gekommen. Nicht immer sind die teuersten Hersteller auch die Sieger der Vergleichstabelle und nicht immer ist im Öl tatsĂ€chlich das enthalten, was auf der Verpackung versprochen wird. Im Vergleich zu Olivenöl wird beim Sonnenblumenöl zwar wenig geschummelt, dennoch sollten KĂ€ufer immer darauf achten, was sie da eigentlich in ihren Einkaufswagen packen.

Beim Warentest spielte fĂŒr die Testpersonen zunĂ€chst das Aussehen eine Rolle. Ein qualitativ hochwertiges Sonnenblumenöl besticht durch seine goldgelbe Farbe. Eine Faustregel besagt, dass flĂŒssige Öle im Test mehr ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren enthalten als andere.So wird Sonnenbluemenöl getestet in einem Testvergleich

Im Test wurde darĂŒber hinaus eine Kontrolle des Geruchs und Geschmacks vorgenommen. WĂ€hrend kaltgepresste Öle im Testeinen nussig-aromatischen Geschmack aufweisen konnten, mussten raffinierte Öle in der Kontrolle geschmacksneutral daherkommen. Klare AbzĂŒge gab es, wenn die Öle bei der Studie einen muffig-ranzigen Geruch aufwiesen oder nicht von der typisch gold-gelben Farbe waren.

Bei der Studie spielte es darĂŒber hinaus eine Rolle, welche Inhaltsstoffe die Öle enthielten. Was wurde auf der Verpackung deklariert, was fand sich im Test tatsĂ€chlich in den Flaschen wieder? Wurden eventuelle Biosiegel zu Recht vergeben und gab es Bedenken hinsichtlich der Inhaltsstoffe. Die Vergleichssieger der Inspizierung konnten nicht nur lupenreine Inhaltsstoffe aufweisen, sondern brillierten zudem durch fehlende Schadstoffe.

Bei einer GegenĂŒberstellung von raffinierten und kaltgepressten Sonnenblumenöle kam es im Test  darauf an, wie gut beide Arten fĂŒr ihren Zweck nutzbar waren. Raffiniertes Sonnenblumenöl musste bei der Inspizierung nicht nur hitzebestĂ€ndig, sondern auch völlig geschmacksneutral sein.

Bei kaltgepressten Sonnenblumenölen hingegen wurde eine angenehme Geschmacksnote akzeptiert und keine hohe Erhitzbarkeit erwartet.

Die Inhaltsstoffe

Bei der GegenĂŒberstellung verschiedener Öle lag ein Fokus auf den Inhaltsstoffen. Sind alle Zusatzstoffe klar deklariert, gibt es synthetische Beimischungen? Welche Gesundheitsrisiken werden eventuell durch Zusatzstoffe eingegangen, wie gesund ist die Anwendung des Öls tatsĂ€chlich.

Aussehen und Geruch

Kriterien fĂŒr Sonnenblumenöl in einem TestvergleichBeim Test von Sonnenblumenölen spielten sowohl Geschmack, als auch Geruch eine erhebliche Rolle. Insbesondere wenn raffinierte Sonnenblumenöle getestet werden, ist eine Geruchs- und GeschmacksneutralitĂ€t von hoher Wichtigkeit. Beim nativen Sonnenblumenöl hingegen darf im Test ein nussig-aromatischer Geruch wahrnehmbar sein, auch der Geschmack ist dementsprechend.

Die Haltbarkeit

NatĂŒrlich spielt im Test auch die Haltbarkeit der getesteten Sonnenblumenöle eine Rolle. Es ist normal, dass kaltgepresstes Sonnenblumenöl im Vergleich zur raffinierten Variante eine deutlich kĂŒrzere Haltbarkeit aufweist. Dennoch sollten die Öle bei entsprechender Lagerung eine ausreichende Haltbarkeitsdauer aufweisen können.

Das Preis-Leistungs-VerhÀltnis

Sehr wichtig war beim Vergleichssieger auch das Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis. Wie gut ist die QualitĂ€t fĂŒr den Preis der gezahlt werden muss? Nur wenn im Test die QualitĂ€t ĂŒberzeugen konnte und der Preis gĂŒnstiger war als erwartet, wurde die Testnote im Bereich Preis-Leistung positiv vergeben. Im Produkttest kann der Vergleichssieger mit einem hochwertigen Öl zu einem gĂŒnstigen Preis aufwarten.

Der Siedepunkt

Bei raffinierten Sonnenblumenölen spielt der Siedepunkt, auch Rauchpunkt genannt, eine enorme Rolle.
Diese Öle werden im Vergleich hĂ€ufig zum Backen, Frittieren und Braten verwendet, entsprechend hoch muss der Rauchpunkt sein. Verbrennen Öle besteht die Gefahr, dass sich schĂ€dliche Stoffe bilden. Deswegen mussten bei der Probe alle raffinierten Sonnenblumenöle problemlos fĂŒr die Zubereitung hocherhitzter Speisen geeignet sein.

HĂ€ufige MĂ€ngel und Schwachstellen

Falsch deklarierte oder nicht angegebene Inhaltsstoffe

MĂ€ngel & Schwachstellen von Sonnenblumenöl im Test und VergleichImmer wieder kritisieren Verbraucher, dass in ihren Sonnenblumenöl  Inhaltsstoffe nicht angegeben werden. Im Testlauf zeigte sich, dass nicht alle Hersteller wahrheitsgemĂ€ĂŸ deklarieren, was tatsĂ€chlich in der Ölflasche enthalten ist. Teilweise waren Schadstoffe nachweisbar, die die Auswertung natĂŒrlich erheblich verschlechterten. Öle, die im Testlauf die beste Testnote erzielen konnten, waren ordnungsgemĂ€ĂŸ deklariert.

Schlechte AbfĂŒllung 

Im Versuch gab es deutliche Unterschiede bezĂŒglich des BehĂ€ltnisses fĂŒr das Sonnenblumenöl. Die Flasche eines bekannten Herstellers ließ sich beim testen zunĂ€chst nicht richtig öffnen, da das Verschlussystem zwar Ă€hnlich wie bei anderen ist, aber nicht funktioniert. Solche Fehler haben auf das Testergebnis eine Auswirkung.

Schlechter Geschmack

WĂ€hrend das kaltgepresste Sonnenblumenöl im Praxistest meist durch einen aromatischen Geschmack bestechen konnte, mussten raffinierte Öle geschmacksneutral sein. Im Test 2019 hat sich jedoch gezeigt, dass nicht alle Sonnenblumenöle dieses Kriterium fĂŒr ein gutes Öl erfĂŒllen. Teilweise zeigte sich im Praxistest ein leicht unangenehmer Geruch, der ein wenig an ranzige Butter erinnerte.

Unangenehme Farbgebung

Ein Öl sollte grundsĂ€tzlich goldgelb schimmern und möglichst flĂŒssig sein. In der Untersuchung zeigten sich jedoch Öle, die schon nach weniger Zeit ihre Farbe verloren und nicht mehr ansehnlich wirkten. Die Analyse konzentrierte sich daher auch auf die VerĂ€nderung der Ölfarbe bei Lagerung. Es war fĂŒr eine gute Testnote erforderlich, dass das Öl von hellgelber FĂ€rbung war.

Internet vs. Fachhandel: Wo kaufe ich mein Sonnenblumenöl am besten?

Die meisten Menschen kaufen ihr Sonnenblumenöl beim Einkauf im Supermarkt. Einige bekannte Hersteller bieten hier verschiedene Sorten an. Allerdings ist die Auswahl stark eingeschrĂ€nkt, vor allem hochwertige Sonnenblumenöle finden sich im Vergleich recht selten im Supermarkt. Spezielle ÖlfachgeschĂ€fte gibt es nicht, so dass entweder der Gang zum Supermarkt oder die Bestellung im Internet bleibt.Wo kaufe ich mein Sonnenblumenöl am besten im Testvergleich

Es hat sich im Vergleich als rentabel erwiesen, wenn Sonnenblumenöle online gekauft werden. Hier hat der Verbraucher die Möglichkeit zu vergleichen und die Bewertungen anderer Nutzer in Augenschein zu nehmen. In Übereinstimmung mit zahlreichen Verbrauchern lĂ€sst sich schnell ein geschmackvolles und leckeres Sonnenblumenöl fĂŒr die eigenen WĂŒnsche finden.

Ein weiterer Vorteil beim Kauf im Internet ist außerdem, dass die Onlineshops nicht an Ladenöffnungszeiten gebunden sind. Da es Sonnenblumenöle meist im Supermarkt zu kaufen gibt, sind lange Kassenschlangen und wenig Zeit ein großes Problem fĂŒr den Verbraucher. Vor allem wenn nur eine Flasche Öl gekauft werden soll und die drei Kunden vorher in der Schlange einen riesigen Einkaufswagen bepackt haben.

Um solche Stresssituationen zu vermeiden ist es sinnvoll das benötigte Sonnenblumenöl im Internet zu kaufen. Hier gibt es keine Ladenöffnungszeiten, eine große Auswahl und schnelle Lieferzeiten.

Die Entwicklung des Sonnenblumenöls im Laufe der Zeit

Es waren die Spanier, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts die Sonnenblume nach Europa brachten. Es dauerte bis ca. 1830, bis die VorzĂŒge der Sonnenblumen zur Ölgewinnung verstanden wurden. Grund fĂŒr die Erkennung war, dass sich Vögel mit Vorliebe an den Sonnenblumenkernen gĂŒtlich taten. Das Öl trug seinerzeit den Beinamen Fastenöl, da es in der Lage war das tierische Fett zu ersetzen. Erst nach dem zweiten Weltkrieg konnten sich Sonnenblumen auch in Deutschland ausbreiten. Die heutigen Hauptanbaugebiete sind SĂŒdeuropa, Frankreich und Russland (gemĂ€ĂŸigte Klimazone).Die Entwicklung des Sonnenblumenöl im Laufe der Zeit im Testvergleich

Sonnenblumenöle werden wahlweise durch Raffination oder Kaltpressung gewonnen. Im Test hat sich das raffiniert gewonnene Öl als eine der meistverkauften Ölsorten ĂŒberhaupt gezeigt. Heute werden raffinierte Sonnenblumenöle in der KĂŒche sehr vielfĂ€ltig eingesetzt. Ob Privatanwender oder GroßkĂŒche, im Test hat sich gezeigt, dass jedes vierte, gekaufte Öl ein Sonnenblumenöl ist. Hier kommt es maßgeblich auf den Unterschied der beiden Herstellungsarten an.

Kaltgepresste Öle eignen sich vorwiegend fĂŒr die Zubereitung kalter Speisen und haben keinen Rauchpunkt. Erhitzte, raffinierte Öle hingegen können auch fĂŒrs Backen und Braten genutzt werden. Auch im Geschmack unterscheiden sich heutige Öle im Test von frĂŒheren Ölen und voneinander. Kaltgepresstes Öl schmeckt nussig, raffiniertes Sonnenblumenöl beweist sich im Test als geschmacksneutral.

Zahlen, Daten und Fakten rund um Sonnenblumenöl

Zahlen Daten zu Sonnenblumenöl in einem Test & Vergleich

Die Sonnenblume trĂ€gt den botanischen Namen Helianthus annuus und stammt aus der Familie der KorbblĂŒtler. Aus ihr wird Sonnenblumenöl gewonnen, genauer gesagt aus den Kernen der Pflanze. Sonnenblumen sind sehr vielseitig verwendbar, im Test zeigte sich vor allem auch die Beliebtheit als Zierpflanze.

Die attraktiven und gut erkennbaren BlĂŒtenköpfe beeindrucken auf den hektarweiten Feldern enorm. Die BlĂŒtenblĂ€tter werden gern fĂŒr die Zubereitung von Tees verwendet. Die Kerne hingegen wurden im Test am liebsten pur geknabbert oder als Sonnenblumenöl  verwertet. Auch im Vogelfutter werden Sonnenblumenkerne aufgrund ihres erhöhten Fettgehalts immer wieder angeboten.

Bevor es möglich ist die Sonnenblumenkerne auszupressen, mĂŒssen diese im Test gereinigt werden. Je nach Ölsorte ist es sogar erforderlich die Kerne zu schĂ€len. Wenn die Kerne schließlich weiterverarbeitet werden, bekommt das Öl zunĂ€chst eine dunkelgelbe FĂ€rbung und hat einen wĂŒrzig-aromatischen Geschmack. Beim kaltgepressten Sonnenblumenöl besagt das Reinheitsgebot, dass sie nicht heißer als 30 Grad erhitzt werden dĂŒrfen. Diese Öle werden in sogenannten Schneckenpressen gepresst. Aufgrund der schonenden Herstellung bleiben im Vergleich zu raffinierten Ölen weit mehr NĂ€hrstoffe enthalten.

Das kaltgepresste Sonnenblumenöl darf fĂŒr die Zubereitung von Kaltspeisen verwendet werden. Die Ausbeute bei der Kaltpressung ist um 10 Prozent geringer als bei der Raffinierung. Ölhaltige Reste werden in Form von Tierfutter weiter verarbeitet.

Raffiniertes Sonnenblumenöl wird im Herstellungsverfahren auf bis zu 220 Grad erhitzt. Das Öl erhĂ€lt durch diesen Prozess eine angenehme, gelbliche Farbe und weist im Test ein neutrales Aroma auf. Die wichtigen Inhaltsstoffe gehen durch den Herstellungsprozess verloren. Im Test lĂ€sst sich raffiniertes Sonnenblumenöl auf einen Rauchpunkt von bis zu 220 Grad erhitzen.

Fakten zu Sonnenblumenöl in einem TestvergleichEs handelt sich beim Sonnenblumenöl um ein lichtempfindliches Öl, was dunkel und kĂŒhl gelagert werden muss. Im Testzeigte sich eine Haltbarkeit von einem Jahr, wenn sich das Öl in der original verschlossenen Flasche befindet. Das Mindesthaltbarkeitsdatum sollte daher beim Kauf beachtet werden. Es ist im Test immer wieder vorgekommen, dass SupermĂ€rkte ihre Öle bereits lange Zeit im Lager haben und sie nach dem Kauf nur noch wenige Monate haltbar sind. Nach der Öffnung sollten Sonnenblumenöle im KĂŒhlschrank aufbewahrt werden. Im Test war zu beobachten, dass sich bei kĂŒhler Lagerung weiße Bestandteile absonderten. Diese haben jedoch keinen Einfluss auf die Haltbarkeit des Öls, sie lösen sich wieder auf, sobald das Öl auf Zimmertemperatur erhitzt wird.

Allgemein handelt es sich bei Sonnenblumenöl um ein gesundes Öl, was im Test aus rund 30 Prozent ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren bestand. 65 Prozent des Inhalts sind mehrfach ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren und nur 10 Prozent des Inhalts besteht aus gesĂ€ttigten FettsĂ€uren. Der menschliche Organismus ist nicht in der Lage ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren herzustellen, die ZufĂŒhrung von außen ist lebensnotwendig. Im Test enthielten hochwertige Öle darĂŒber hinaus die Vitamine A,B,D,E und K in erhöhter Konzentration. Wird Sonnenblumenöl regelmĂ€ĂŸig verzehrt, macht sich ein positiver Effekt auf den Cholesterinspiegel bemerkbar. Zudem kann Arteriosklerose vorgebeugt werden.

Sonnenblumenöl selber machen

Im Handel gibt es zahlreiche Sonnenblumenöle zu kaufen, doch nicht alle haben im Test mit QualitĂ€t brilliert. Es ist nicht schwierig eigenes Sonnenblumenöl herzustellen, wenn die richtigen Zutaten und Zubehör vorhanden sind. Benötigt werden lediglich zwei Kilogramm Sonnenblumenkerne, sowie eine ÖlmĂŒhle oder eine Ölpresse.

Im ersten Schritt werden die Samen geschÀlt, denn dann ist das Pressen im Test wesentlich einfacher.
Es ist allerdings auch möglich ungeschĂ€lte Samen zu verwenden. Nun mĂŒssen 100 Gramm Sonnenblumensamen abgewogen und auf einem Backblech ausgebreitet werden. Diese Samen werden nun fĂŒr eine Stunde bei einer exakten Temperatur von 100 Grad in den Ofen geschoben. Anschließend mĂŒssen die Samen vollstĂ€ndig auskĂŒhlen. Im Test erreichten die erhitzten Samen anschließend ein Gewicht von 92 Gramm, es fand somit ein Gewichtsverlust von 8 Gramm statt.

Sollte das Gewicht ĂŒber oder unter den gewĂŒnschten 92 Gramm liegen, ist der Feuchtigkeitsgehalt nicht optimal. Es ist dann erforderlich die Sonnenblumensamen weiter trocknen zu lassen. Erst wenn die Sonnenblumenkerne die optimale Feuchtigkeit erreicht haben, können sie gepresst werden.

Das Sonnenblumenöl selber machen im Test & Vergleich

Um das Öl schließlich zu pressen war es im Test Àußerst wichtig, dass die ÖlmĂŒhle sorgfĂ€ltig mit Speiseöl eingefettet wurde. Anschließend muss die MĂŒhe in stabiler Position befestigt werden. Die Sonnenblumenkerne werden nun in die MĂŒhl egegeben und die Kurbel wird gedreht. Im Test hat es sich als sinnvoll erwiesen, wenn die ÖlmĂŒhle mit einer Flamme aus Spiritus oder Petroleum angeheizt wurde.

Nun werden solange Kerne eingefĂŒllt und die Kurbel gedreht, bis sich an der Vorderseite die RĂŒckstĂ€nde des Pressens zeigen und an der RĂŒckseite das kaltgepresste Sonnenblumenöl zu sehen ist. Wenn das Öl nicht auf mehr als 100 Grad erhitzt wurde, wird von kaltgepresstem Sonnenblumenöl  gesprochen. Es ist ratsam die Temperatur zu messen um zu erkennen, ob im Vergleich wirklich kaltgepresstes Öl hergestellt wird. Wenn die Temperatur zu hoch ist, sollte die Flamme ausgemacht werden. Die WĂ€rme dient lediglich dazu, dass sich keine PressrĂŒckstĂ€nde an der ÖlmĂŒhle festsetzen.

Nicht nur Sonnenblumenöl lÀsst sich auf diese Weise herstellen, auch Nussöle und Àhnliche Substanzen können in Eigenregie gepresst werden. Die Haltbarkeit des reinen Sonnenblumenöls in Heimherstellung ist im Vergleich zum raffinierten, gekauften Sonnenblumenöl aber deutlich geringer.

Es ist erforderlich, dass die goldgelbe FlĂŒssigkeit in einem luftdichten BehĂ€ltnis aus Glas aufgefangen und kĂŒhl gelagert wird.

Sonnenblumenöl in acht Schritten richtig verwenden

Damit Sonnenblumenöl tatsĂ€chlich eine Bereicherung in der KĂŒche darstellt ist es wichtig, dass es korrekt angewandt wird. Das falsche Öl kann in der Praxis nicht nur zu einem unangenehmen Geschmack bei der Speisenzubereitung fĂŒhren, sondern im Vergleich auch zur Entwicklung von Schadstoffen.

  • Schritt 1
  • Schritt 2
  • Schritt 3
  • Schritt 4
  • Schritt 5
  • Schritt 6
  • Schritt 7
  • Schritt 8

Das richtige Öl auswĂ€hlen

ZunĂ€chst muss ĂŒberlegt werden, wofĂŒr das Sonnenblumenöl verwendet werden soll. Wenn es zum Braten oder Backen genutzt wird, ist ein raffiniertes Sonnenblumenöl notwendig. Im Vergleich  hierzu wird das kaltgepresste Öl verwendet, wenn es zB. fĂŒr die Herstellung von Dressings genutzt wird.

Das Öl richtig lagern

Nach dem Kauf und dem ersten Öffnen der Sonnenblumenölflasche muss diese korrekt gelagert werden. Der Originaldeckel muss unbedingt aufbewahrt werden, es empfiehlt sich nicht das Öl umzufĂŒllen. Im Vergleich zur Lagerung mitten im Raum hat es sich als gĂŒnstig erwiesen, wenn Sonnenblumenöle im KĂŒhlschrank gelagert werden.

Die richtige Menge finden

Wenn Sonnenblumenöl fĂŒr die Zubereitung von Speisen genutzt wird ist es erforderlich, dass die richtige Dosierung gefunden wird. Bei Salaten oder Dressings ist oft nur eine kleine Menge Öl erforderlich, um ein aromatisches Geschmackserlebnis zu erzielen. Auch beim Braten und Backen sollte immer darauf geachtet werden, keine ĂŒbermĂ€ĂŸig große Menge Öl zu verwenden.

Öl in der Pfanne erhitzen

Raffiniertes Sonnenblumenöl hat sich im Test beim Braten als Ă€ußerst strapazierfĂ€hig erwiesen. Ein Rauchpunkt von 220 Grad sorgt dafĂŒr, dass mit diesem Öl auch kurzgebratene Fleischportionen problemlos gebacken werden können. Bevor das Fleisch ins Öl gegeben wird, sollte dieses in der Pfanne erhitzt werden. Bei einem Standard-Herd dauerte es im Test nur wenige Minuten, bis das Fleisch in die Pfanne gelegt werden konnte.

Fritteuse mit Sonnenblumenöl nutzen

Sonnenblumenöl eignet sich in gewissem Maß auch fĂŒr die Verwendung in einer Fritteuse. Es muss beachtet werden, dass Sonnenblumenöle maximal auf 220 Grad erhitzt werden dĂŒrfen. Je nachdem mit welcher Temperatureinstellung das Frittiergut erhitzt werden soll, muss ein anderes Fett gewĂ€hlt werden. In Heißluftfritteusen oder GerĂ€ten mit einer geringeren Temperatur als 220 Grad kann Sonnenblumenöl zum Frittieren genutzt werden.

Mit dem Löffel dosieren

Kaltgepresste Sonnenblumenöle werden vor allem fĂŒr Salate und Ă€hnliche Zubereitungen verwendet. Trotz der gesunden Inhaltsstoffe sollten Öle generell nicht ĂŒberdosiert werden. Nicht nur, dass es möglicherweise Auswirkungen auf die DarmtĂ€tigkeit hat, sondern auch dass zu viel Öl einen zu hohen Fettgehalt darstellt. Es ist daher ratsam die Dosierung mit einem Löffel vorzunehmen, um nicht versehentlich zu viel zu verwenden.

Sonnenblumenöl fĂŒr die Körperpflege einsetzen

Kaltgepresstes Sonnenblumenöl ist nicht nur ein kulinarisches Highlight in der KĂŒche, sondern eignet sich auch hervorragend fĂŒr die Anwendung im Badezimmer. Im Test hat sich  Sonnenblumenöl vor allem bei trockener Haut als sehr hilfreich erwiesen. Eine Ölkur sorgt dafĂŒr, dass die Haut NĂ€hrstoffe und Feuchtigkeit erhĂ€lt und trockene Stellen der Vergangenheit angehören.

Haarpflege mit Sonnenblumenölen

Auch fĂŒr die Haarpflege spielt Sonnenblumenöl eine Rolle. Im Test hat sich gezeigt, dass eine regelmĂ€ĂŸige Haarkur mit diesem Öl zu einem tollen, glanzvollen Ergebnis fĂŒhrt. Die Haare erhalten notwendige Vitamine, vor allem sprödes Haar regeneriert sich durch eine Sonnenblumenöl-Kur sehr schnell.

 

FAQ:

Welche Speisen werden mit Sonnenblumenöl zubereitet?

FAQ zu Sonnenblumenöl im Test & VergleichSowohl Brat- und Backgut, als auch kalte Speisen können mit Sonnenblumenöl zubereitet werden. WĂ€hrend fĂŒr die Erhitzung ein raffiniertes Sonnenblumenöl genutzt wird, werden bei der Zubereitung von Salaten und anderen Kaltspeisen kaltgepresste Öle bevorzugt.

Welche Arten von Sonnenblumenöl gibt es?

Unterschieden wird zwischen kaltgepresstem und raffiniertem Sonnenblumenöl. Der Unterschied liegt im Herstellungsverfahren. WĂ€hrend das native Öl frei von Schadstoffen ist, die bei der Erhitzung entstehen können, mĂŒssen raffinierte Öle mehrfach gefiltert und gereinigt werden.

Wo sollte Sonnenblumenöl gekauft werden?

Sonnenblumenöle gibt es in jedem Supermarkt zu kaufen, allerdings hat sich das Internet beim Kauf als gute Option erwiesen. Hier ist die Auswahl an verschiedenen Sorten deutlich grĂ¶ĂŸer als im Handel.

Wie schmeckt Sonnenblumenöl im Vergleich zu anderen Ölen?

Die raffinierte Variante ist geschmacksneutral und verfĂŒgt ĂŒber keinen Eigengeschmack. Lediglich kalt gepresste Öle können ein nussiges Aroma aufweisen, ohne dabei jedoch geschmacklich zu dominieren.

Links

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (854 Bewertungen. Durchschnitt: 4,70 von 5)
Loading...