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MotorsÀgen im Test auf ExpertenTesten
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MotorsĂ€ge Test - fĂŒr kleine Arbeiten in Wald und Garten - Vergleich der besten MotorsĂ€gen 2019

Die MotorsĂ€ge erledigt problemlos kleine und große Arbeit in Wald und Garten. Sie möchten sich eine anschaffen, wissen aber nicht, welches Modell Sie wĂ€hlen sollen. Wir haben eine Liste der besten MotorsĂ€gen fĂŒr Sie erstellt.

MotorsÀge Bestenliste 2019

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Was ist eine MotorsÀge?

MotorsÀgen oder auch KettensÀgen sind aus dem Alltag von Garten- und Landschaftsbauern, Forstwirten und auch von Privatleuten heute nicht mehr wegzudenken.
MotorsĂ€gen sind EinmannsĂ€gen zum Zerkleinern oder Zerteilen von Ästen, BĂ€umen und Ă€hnlich harten Materialien. Mit ihrer Hilfe werden in Privathaushalten vor allem BĂ€ume gefĂ€llt und einzelne Äste aus BĂ€umen entfernt. Eine Motor- oder KettensĂ€ge, ist eine SĂ€ge, die mit Hilfe einer Kette schneidet. Diese ist durch einen Motor angetrieben. Wobei der Motor sowohl durch Druckluft (Der Kompressor ist dann Strom oder Benzinangetrieben), durch einen Öl- oder Elektromotor angetrieben wird.

Im Grunde bestehen KettensĂ€gen aus dem Antrieb (Akku, Motor oder Strom bzw. Luftzufuhr), einer Kurbelwelle auf der die Kette gelagert wird, einem SĂ€geschwert und einer Kette. Die Kette bewegt sich mit SchneidezĂ€hnen durch das Holz und durchtrennt es. Je nach LeistungsfĂ€higkeit und GrĂ¶ĂŸe, wird eine solche KettensĂ€ge fĂŒr kleinere Holzarbeiten im Garten, fĂŒr Waldarbeiten oder auch fĂŒr die Herstellung von Kunst aus Holz genutzt.

Am bekanntesten und weit verbreitetsten sind wohl die Modelle, die mit der Hand gefĂŒhrt werden. Zudem gibt es allerdings noch verschiedene andere Modelle, wie zum Beispiel eine AbbundkettensĂ€ge, die fĂŒr Zimmermannsarbeiten genutzt wird und zum prĂ€ziseren Arbeiten ĂŒber eine Auflage verfĂŒgt. In Privathaushalten sieht man ab und an noch Hochentaster. Das sind die KettensĂ€gen, die an einem lĂ€ngeren GestĂ€nge fĂŒr Arbeiten an hoch gelegenen Ästen oder anderen schwer erreichbaren Stellen konzipiert sind.

Feuerwehren und das Technische Hilfswerk haben speziell fĂŒr Rettungszwecke ausgestattete SĂ€gen. Diese sind etwas leistungsstĂ€rker und fĂŒr sehr unterschiedliche Materialien ausgelegt.

Wie funktioniert eine MotorsÀge?

Wie funktioniert eine MotorsĂ€ge TestMotorsĂ€gen funktionieren im groben und ganzen alle nach dem gleichen System: Sie verfĂŒgen ĂŒber eine motorangetriebene Kette, die sich auf einer Schiene (KettensĂ€genschwert) immer im Kreis bewegt. Diese Kette hat nach innen hin ein Treibglied, welches sich im FĂŒhrungsschlitz bewegt und nach außen hin SĂ€gezĂ€hne, die sich durch die verschiedenen Materialien hindurcharbeiten.

Die Kette selbst wird auf einem Zahnrad (Ritzel) welches durch eine Welle angetrieben wird, mitgenommen und immer im Kreis bewegt. Das kann man sich Àhnlich vorstellen, wie die Technik einer Fahrradkette. Mit dem Unterschied, dass durch die Fahrradkette ein weiteres Rad angetrieben wird und die Kette der MotorsÀge sich einfach nur auf einer Schiene immer im Kreis und somit durch das Holz bewegt.

Die verschiedenen MotorsÀgen unterscheiden sich hierbei weniger in der Bauweise, als im Art des Antriebs und in der LÀnge des SÀgeblattes. Das SÀgeblatt bewegt sich beim SÀgen Mithilfe der schneidenden Kette durchs Material und zerteilt es so. Mit dem Winkel, in dem geschnitten wird und zusÀtzlichen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Seilen oder DrÀhten kann die Fallrichtung des Materials bestimmt werden.

Der Antrieb einer MotorsĂ€ge kann durch Druckluft, Benzin oder Strom erfolgen. Wobei in Tests die BenzinmotorsĂ€gen und die AkkumotorsĂ€gen wohl den grĂ¶ĂŸten Bestandteil der getesteten GerĂ€te ausmachen. Die Energie wird bei allen MotorsĂ€gen in die Bewegung der Kette auf dem SĂ€geblatt umgewandelt und diese schneidet dann das Material. Kleine ZĂ€hne nehmen das Material aus dem Holz und tragen es StĂŒck fĂŒr StĂŒck ab. So entsteht ein Trennschnitt im Material und als Rest ein Haufen SĂ€gespĂ€ne.

Vorteile & Anwendungsbereiche

Die Vorteile einer MotosĂ€ge liegen auf der Hand: sie ist leistungsstĂ€rker als SĂ€gen, die man mit der Hand “antreiben” mĂŒsste und handlicher, als zum Beispiel eine TischkreissĂ€ge. Das macht KettensĂ€gen mobil und gleichzeitig trotzdem leistungsstark. MIt den Jahren wurden KettensĂ€gen immer leichter und leistungsstĂ€rker. Kein Wunder also, dass nicht nur die KettensĂ€gen aus dem Test fĂŒr Privathaushalte, sondern auch andere Modelle ĂŒber ein weites Anwendungsspektrum verfĂŒgen:

KettensÀgen im Privathaushalt

In Privathaushalten werden KettensĂ€gen eher fĂŒr kleine Astarbeiten und zum zerkleinern von Feuerholz genutzt. Die Einsatzbereiche im Privathaushalt sind umfangreich und eine KettensĂ€ge ist durchaus ein sinnvolles Werkzeug fĂŒr viele TĂ€tigkeiten eines Hobbyhandwerkers oder Hausbesitzers:

  • Gartenarbeiten
  • Brennholz bearbeiten
  • Abrissarbeiten an zum Beispiel Balken
  • Konstruktionsarbeiten, bei denen eine KreissĂ€ge nicht mobil genug ist

Da in nahezu jedem Baumarkt ein oder mehrere KettensĂ€genmodelle erhĂ€ltlich ist, entsteht durchaus der Eindruck, dass eine Nutzung ohne weiteres möglich ist. Im Grunde spricht auch wenig dagegen, dass umsichtige und erfahrene Menschen eine KettensĂ€ge auch privat nutzen. Es kann und will sich schließlich nicht jeder einen GĂ€rtner oder eine Firma fĂŒr Garten- und Landschaftsbau ins Haus holen, um den Apfelbaum zu entasten. Allerdings fordern einige Unfallversicherungen das Ablegen eines sogenannten KettensĂ€genscheins. Dieser muss auch vorhanden sein, wenn Privatpersonen eine KettensĂ€ge außerhalb der eigenen GrundstĂŒcksgrenzen verwenden wollen.

KettensÀgen im der Rettung

Polizei, Feuerwehr und das technische Hilfswerk verfĂŒgen ĂŒber spezielle und sehr leistungsfĂ€hige KettensĂ€gen. In der jeweiligen Organisation und Dienststelle gibt es dafĂŒr ausgebildetes Personal, welches im Notfall mit der KettensĂ€ge agieren und retten kann. Mit einer solchen KettensĂ€ge, die ĂŒber ein lĂ€ngenverstellbares Schwert und eine besonders verstĂ€rkte “Panzerkette” verfĂŒgt, können auch Bleche und ggf. dĂŒnnere WĂ€nde durchtrennt werden. Damit können dann Straßen schnell freigerĂ€umt werden oder auch Menschen aus TrĂŒmmern befreit. Allerdings ist sich die Feuerwehr dessen bewusst, dass ein startender Motor auch immer einen Funken bedeutet.

An Orten, an denen Gas austreten könnte oder explosives Material lagert, greift man auf andere Mittel oder die pneumatische Version der MotorsĂ€ge zurĂŒck.

MotorsÀgen im Sport

Wer kennt sie nicht? Die Stihl Timbersports. Zumindest beim zappen durch die TV-KanĂ€le fallen die SportholzfĂ€ller mit ihrer spektakulĂ€ren Nutzung von Axt und MotorsĂ€ge durchaus auf. Kein ungefĂ€hrlicher Sport, aber ein sehr spektakulĂ€rer. Da werden dicke StĂ€mme in Scheiben gesĂ€gt, StĂ€mme von oben nach unten abgetragen und “BĂ€ume” gefĂ€llt. Wer jetzt denkt, das hier nur MĂ€nner teilnehmen, hat weit gefehlt. Es gibt tatsĂ€chlich auch eine große Zahl von SportholzfĂ€llerinnen. FĂŒr die Wettkampfe und die zugehörige Vorbereitung hat die Firma Stihl, die den Sport in Amerika professionalisiert hat, spezielle SĂ€gen entwickelt. Die wiegen laut dem Unternehmen circa 27 kg und die Kette hat eine Geschwindigkeit von ungefĂ€hr 240 km/h. Zum Vergleich: ein normaler KettensĂ€genmotor fĂŒr eine durchschnittliche KettensĂ€ge im Privathaushalt erreicht eine Geschwindigkeit von 60 – 70 km/h.

MotorsÀgen im Handwerk

In Produkt Tests werden oft die MotorsĂ€gen fĂŒr Privathaushalte und die fĂŒr's Handwerk zusammengefasst. Das ist durchaus nicht verwerflich, denn in den Privathaushalten werden sehr oft professionelle GerĂ€te genutzt und die Tendenz geht zu grĂ¶ĂŸer, schneller, breiter, besser.
Auch im Handwerk können MotorsĂ€gen universell eingesetzt werden. Dabei haben viele Handwerksberufe in ihrem Arbeitsalltag zu tun. Einige regelmĂ€ĂŸig, einige nur ab und an:

  • ZimmermĂ€nner
  • Gartenbauer
  • Bauarbeiter
  • Holzkonstrukteure
  • BrĂŒckenbauer

Allerdings gibt es speziell fĂŒr die Verwendung im Handwerk durchaus noch viele Sondermodelle, wie zum Beispiel BetonkettensĂ€gen, KettensĂ€gen mit BĂŒgel, die oft in SĂ€gewerken genutzt wird oder auch mit Pressluft betriebene KettensĂ€gen fĂŒr die Benutzung an Orten mit Explosionsgefahr. Diese werden dann im Bergbau genutzt oder bei Sprengungsarbeiten, wo noch gerĂ€umt werden muss. Auch sind Modelle fĂŒr die handwerkliche Nutzung fĂŒr eine viel lĂ€ngere und regelmĂ€ĂŸigere Nutzung ausgelegt.

MotorsÀgen in der Kunst

MotorsĂ€gen in der Kunst TestNicht selten werden MotorsĂ€gen von Bildhauern genutzt. Dabei geht es nicht nur um das reine Arbeiten mit Holz. Auch die Bearbeitung einer Eis-Skulptur zum Beispiel, ist mit einer MotorsĂ€ge durchaus denkbar und in der Praxis nicht unĂŒblich. Die Arbeiten, die hier mit der MotorsĂ€ge entstehen, sind teilweise unheimlich filigran und genau. Trotzdem nutzen die meisten KĂŒnstler tatsĂ€chlich keine anderen SĂ€gen, als die handelsĂŒblichen, die auch in jedem Produkt Test 2017 zu finden sind. Speziell fĂŒr die Nutzung in der Kunst sind die sogenannten Carving SĂ€gen entwickelt. Hier ist das SĂ€geblatt vorne etwas spitzer zulaufend und kann so genauer arbeiten.

ZusĂ€tzlich dazu werden spezielle und auch normale handelsĂŒbliche MotorsĂ€gen hier und da in der Praxis eingesetzt. Da wird mal ein Weg mit einer MotorsĂ€ge freigeschnitten oder ein Balken auf der Baustelle durchtrennt. Sie sind universell und leicht transportabel. Das macht KettensĂ€gen sehr praktisch und ihr Arbeitsspektrum sehr weit.

Welche Arten von MotorsÀge gibt es?

MotorsĂ€gen können nach mehreren Kriterien unterteilt werden. Da ist zum einen die Art der Verwendung und zum anderen die Art des Antriebes. ZusĂ€tzlich gibt es verschiedene Bauarten fĂŒr die verschiedenen Verwendungstypen. Je nach Verwendung haben diese Bauarten ihre Vor- und Nachteile und eignen sich fĂŒr die eine Sache besser, fĂŒr die nĂ€chste allerdings schon wieder schlechter.

MotorsÀgen unterteilen nach Antriebsart:

MotorsÀgen unterteilen nach Antriebsart TestMotorsÀgen gibt es mit Ottomotor, elektrisch oder auch mit pneumtischem Antrieb. Um MotorsÀgen an sich umweltfreundlicher zu machen, sind Modelle mit Viertaktmotoren angedacht und es wird an ihnen entwickelt. Allerdings haben es diese Modelle noch nicht zur durchsetzungsfÀhigen Marktreife geschafft.

Entscheidend fĂŒr die Auswahl ist der Einsatzort. Sind explosive Elemente in der NĂ€he (bei RettungseinsĂ€tzen und Sprengarbeiten zum Beispiel) wird auf pneumatische Modelle zurĂŒckgegriffen. Ist kein Strom verfĂŒgbar oder muss eine absolute Bewegungsfreiheit und FlexibilitĂ€t gegeben sein, nimmt man BenzinmotorsĂ€gen.

MotorsĂ€gen, die mit Benzin angetrieben werden, verfĂŒgen oft in gleiche Preisklasse ĂŒber eine höhere Leistung, als ihre elektronisch betriebenen Pendants. ZusĂ€tzlich dazu, fĂ€llt das Laden von Akkus oder das hĂ€ndeln eines Kabels wĂ€hrend dem Gebrauch weg. Allerdings haben diese KettensĂ€gen durch den zusĂ€tzlichen Tank meist ein höheres Eigengewicht. Eine ElektrokettensĂ€ge eignet sich in der Regel nicht, wenn keine Stromquelle in der NĂ€he ist. FĂŒr Forstarbeiten sind diese Modelle oft schlicht und einfach unbrauchbar. Zudem schrĂ€nkt die Arbeit mit einem Kabel auch den Radius und die Bewegungsfreiheit ein. Im Allgemeinen sind ElektrokettensĂ€gen aber umweltfreundlicher, da der Schadstoffausstoß einer BenzinkettensĂ€ge nicht unerheblich ist.

MotorsÀgen unterteilen nach der Art der Verwendung

Je nach Art der Verwendung haben die verschiedenen MotorsĂ€gen auch verschiedene Bauweisen. So sind die MotorsĂ€gen fĂŒr ZimmermĂ€nner oft mit einer FĂŒhrschiene ausgestattet um prĂ€ziser zu arbeiten. KettensĂ€gen fĂŒr die Rettung sind besonders Leistungsstark und mittlerweile gibt es auch besonders leichte Modelle fĂŒr Frauen. Auch die verwendeten Ketten Unterscheiden sich je nachdem, was geschnitten werden soll. Das Problem an solch spezialisierten GerĂ€ten ist allerdings, dass die Nutzer in der Bandbreite der Verwendung durch besondere Bauteile oft eingeschrĂ€nkt sind. Ist eine FĂŒhrungsschiene vorhanden, ist die GrĂ¶ĂŸe der zu bearbeitenden HolzstĂŒcke oft begrenzt und der Winkel ebenfalls. Mit solch einer MotorsĂ€ge lĂ€sst sich eher schlecht kĂŒnstlerisch frei arbeiten.

Oft haben sehr leichte KettensĂ€gen auch nicht ganz so viel Leistung und einen kleineren Tank, wie ihre grĂ¶ĂŸeren und schweren Pendants.
Wer sich fĂŒr ein sehr spezialisiertes GerĂ€t entscheidet, muss meist an anderer Stelle Kompromisse machen. Auch bei MotorsĂ€gentests, schneiden spezialisierte GerĂ€te oft nicht so gut ab, weil sie in bestimmten Kategorien im Test einfach nicht ihre StĂ€rke haben. Dann lohnt es sich, die Testergebnisse etwas genauer anzuschauen.

MotorsÀgen unterteilt nach Leistung

MotorsÀgen lassen sich auch nach Leistung und LÀnge des Schwertes unterteilen. Je lÀnger das Schwert, umso dickere BÀume können damit bewÀltigt werden. Je höher die Leistung, um so schneller lÀsst sich das Material durchtrennen. Allerdings bedeuten eine hohe Wattzahl und ein langes Schwert nicht immer gleich auch, dass es sich um ein ProfigerÀt handelt. Denn hier sind noch andere Details wichtig. Auch die Hersteller wissen mittlerweile, dass Privatpersonen unter anderem nach höheren Wattzahlen verlangen und sparen dann an anderer Stelle Technik und Material ein.

So werden MotorsÀgen getestet

Ein MotorsĂ€gen Test muss natĂŒrlich unter besonderen Sicherheitsbestimmungen stattfinden. Denn aufgrund der Tatsache, dass die GerĂ€te auf Herz und Nieren getestet werden sollen, mĂŒssen sie teilweise bis an die technische Schmerzgrenze arbeiten. Nicht jede MotorsĂ€ge hĂ€lt einem Produkttest tatsĂ€chlich stand. Das obwohl alle SĂ€gen, die in den verschiedenen Produkt Tests 2017 getestet wurden, auf dem deutschen Markt zugelassen waren. Aber nun kurz zu den Testmerkmalen:

Die Leistung

Die Leistung einer MotorsĂ€ge wird, egal ob Elektro- oder Benzinantrieb, in Watt (Energieumsatz pro Zeitspanne) angegeben. Diese Vergleichsangabe kennt man auch aus anderen Produkttests, wie zum Beispiel bei einem Fön, einer Mikrowelle oder anderen motorbetriebenen GerĂ€ten. Je höher die Wattzahl, desto grĂ¶ĂŸer die Leistung.

Die Geschwindigkeit der Kette

Die Kettengeschwindigkeit wird in Meter pro Sekunde (m/s) angegeben. Im Allgemeinen gilt: je höher die Geschwindigkeit, desto schneller und einfacher lĂ€sst sich das Holz schneiden. Das ist natĂŒrlich noch von anderen Faktoren abhĂ€ngig, aber durchaus ein Vergleichswert, den zu betrachten, sich lohnt. Eine handelsĂŒbliche Ketten/MotorsĂ€ge hat eine Kettengeschwindigkeit von 12 bis 19 m/s. KettensĂ€gen fĂŒr zum Beispiel die Timbersports haben eine deutlich höhere Geschwindigkeit. Produkttests verlassen sich hier meist auf die Angaben der Hersteller und messen nicht selbst nach.

Die SchwertlÀnge

Wer wirklich dicke StĂ€mme durchtrennen möchte, der braucht eine gewisse SchwertlĂ€nge. Je lĂ€nger das Schwert, desto besser lassen sich StĂ€mme mit hohem Durchmesser durchtrennen. Wobei man immer noch mehrmals ansetzen kann, wenn das Schwert zu kurz sein sollte. Die Maßangabe erfolgt in Zentimeter. Wobei die meisten MotorsĂ€gen fĂŒr Privathaushalte eine SchwertlĂ€nge von 35 bis 40 cm haben. KĂŒrzer wĂ€re wenig sinnvoll. Viel lĂ€nger macht es schwerer, die KettensĂ€ge beim SĂ€gen zu hĂ€ndeln.

Werkzeugloses Kettenspannen

Hier kann bei Testergebnissen natĂŒrlich nur angegeben werden, ob ein werkzeugloses Kettenspannen möglich ist oder nicht. Schneller und komfortabler geht es natĂŒrlich, wenn diese Option vorhanden ist. Aber es sollte bei der privaten Nutzung auch kein riesiges Problem sein, das notwendige Werkzeug dabei zu haben. Die Option ist eine Frage der persönlichen Anforderungen an die SĂ€ge und an das Preis-LeistungsverhĂ€ltnis.

Sicherheitsbremse

Nahezu alle in Deutschland fĂŒr den Verkauf und die Nutzung zugelassenen SĂ€gen haben eine Sicherheitsbremse. Beim Sport ist sie manchmal nicht ganz so praktisch und nicht erwĂŒnscht, aber bei den meisten WettkĂ€mpfen vorgeschrieben. Die sogenannte Handbremse ist der BĂŒgel zum festhalten an der SĂ€ge, ohne den sich die MotorsĂ€ge auhc nicht starten lĂ€sst. Wird dieser SicherheitsbĂŒgel absichtlich nach vorne gedrĂŒckt, stoppt der Motor und die Kette wird gebremst. Das gleiche passiert, sollte die MotorsĂ€ge nach oben schnallen (Kick Back) und losgelassen werden. Das alleinige Stoppen des Motors wĂŒrde ĂŒbrigens nicht ausreichen, um genĂŒgend Sicherheit fĂŒr den Nutzer zu schaffen, weil die Kette noch nachlaufen wĂŒrde. Je nach Modell und Bauart, haben die verschiedenen SĂ€gen eine unterschiedliche Technik fĂŒr die Sicherheitsbremse. In einem Produkt Test wird meist nur angegeben ob vorhanden oder nicht.

Das Tankvolumen

Das Tankvolumen ist gar nicht so unwesentlich, wie man im ersten Moment denken mag. Bei benzinbetriebenen MotorsĂ€gen sind hier zwei Zahlen angegeben: eine fĂŒr Benzin, die andere Zahl fĂŒr Öl. Wobei zweiteres auch bei allen anderen KettensĂ€gen regelmĂ€ĂŸig nachgefĂŒllt bzw. ausgetauscht werden muss. Die BefĂŒllung der KettensĂ€ge bedeutet jedes Mal auch eine Unterbrechung der Arbeit.

Ein Katalysator

Ein sogenannter Kat in der KettensĂ€ge reduziert die Schadstoffanteile in der Nachverbrennung. Dies geschieht durch eine chemische Reaktion. Das hilft die Emissionswerte der MotorsĂ€ge zu verbessern und macht sie Verbrennungsmotoren somit umweltfreundlicher. Inwieweit das gewĂŒnscht ist, muss der KĂ€ufer selbst entscheiden. An der WartungsintensitĂ€t und den Wartungsintervallen Ă€ndert das meist nur wenig.

Die maximale LautstÀrke

OK, zugegebenermaßen ist die LautstĂ€rke bei Forstarbeiten fast nebensĂ€chlich. Wer allerdings im heimischen Kleingarten mit der MotorsĂ€ge hantieren möchte, der muss sich darĂŒber schon den ein oder anderen Gedanken machen, sonst stehen die Nachbarn bald am Zaun. Die LautstĂ€rke wird in Dezibel (dB) angegeben. Eine handelsĂŒbliche MotorsĂ€ge und somit auch die getesteten Modelle aus den Tests 2017 hat eine LautstĂ€rke von 90 bis 105 dB. Das entspricht eine Spanne von StraßenlĂ€rm bis Diskomusik.

Das Gewicht

Das Gewicht einer MotorsĂ€ge mit und ohne vollen Benzin- und Öltank ist nicht unwesentlich fĂŒr das Handling des GerĂ€tes. Denn nur wenn die KettensĂ€ge auch leicht zu handhaben ist, macht die Arbeit mit ihr auch Spaß. Dabei ist leichter nicht immer gleich besser. Das kommt auch ein wenig auf das Körpergewicht und die körperliche Konstitution des Nutzers an.

Der Preis

KettensĂ€gen habe eine sehr große Preis und QualitĂ€tsspanne. Im Handel befinden sich bereits Modelle von MotorsĂ€gen ab 50 Euro aufwĂ€rts. Nach oben sind natĂŒrlich, wie immer, nahezu keine Grenzen gesetzt.

Wer ein gutes Modell fĂŒr den Hausgebrauch sucht, sollte sich im Preissegment von 100 bis 250 Euro umsehen. Wobei die benzinbetriebenen Modelle oft etwas teurer sind.

Das Preis-LeistungsverhÀltnis

Das Preis-LeistungsverhĂ€ltnis TestNicht immer ist das teuerste Modell auch das beste fĂŒr einen selbst. Oft lohnt es sich, erst einmal zu schauen, was will ich mit dem GerĂ€t und was muss es können. Danach kann man immer noch etwas Budget aufschlagen fĂŒr EventualitĂ€ten. Ist vielleicht doch mal ein dickerer Baumstamm zu durchtrennen oder muss ich doch mal an schwierigeren Stellen arbeiten. Es lohnt sich oft wirklich, preislich benachbarte GerĂ€te zu betrachten und dann zu schauen, ob die etwas leichtere Kette einem selbst jetzt 75 Euro Aufpreis wert ist oder eben nicht.

In einem Produkt Test werden die SĂ€gen meist nicht an ihre Grenzen gebracht. Solche Aufgaben ĂŒbernimmt der TĂŒV oder Ă€hnliche unabhĂ€ngige PrĂŒfstellen. Allgemeine Produkttester verlassen sich in vielen Kategorien auf die Angaben der Hersteller und testen praktisch lediglich die Alltagstauglichkeit der GerĂ€te. Das kann natĂŒrlich eine Entscheidungshilfe sein. Man sollte sich dazu aber die einzelnen getesteten Kategorien und Testergebnisse durchaus nĂ€her anschauen und die Testbedingungen einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Worauf muss ich beim Kauf einer MotorsÀge achten?

Beim Kauf der KettensĂ€ge kommt es nicht nur auf den Preis an. Wer lange und sicher Freude an dem neuen GerĂ€t haben möchte, der sollte sich vorher mit der verwendeten Technik, den technischen Daten und den PrĂŒfsiegeln auf dem GerĂ€t befassen. Zur Anschaffung einer KettensĂ€ge gehört ĂŒbrigens ganz nebenbei auch die Anschaffung einer passenden SchutzausrĂŒstung:

Welche Geschwindigkeit erreicht die Kette?

Die Geschwindigkeit ist in m/s angegeben und macht oft einen QualitĂ€ts- und Preisunterschied aus. Die Geschwindigkeit der Kette hat nicht nur Einfluss auf die Leistung der MotorsĂ€ge und die Geschwindigkeit, in der gearbeitet werden kann. Die Geschwindigkeit der Kette hat auch eine Auswirkung darauf, welche SchutzausrĂŒstung notwendig ist. Denn diese sind in Klassen nach Geschwindigkeit der Kette, die sie im schlimmsten Falle aufhalten sollen, eingeteilt. Beim Kauf sollte allerdings bedacht werden, dass Geschwindigkeit natĂŒrlich nicht alles ist. Eine SĂ€ge mit hoher Geschwindigkeit, aber einem sehr kurzen SĂ€geschwert wird trotz der Schnelligkeit nur sehr mĂŒhsam durch dicke StĂ€mme kommen.

Welches Motoröl, welche Ketten und welche Ersatzteile braucht die MotorsÀge?

Das klingt im ersten Moment banal, kann aber durchaus einen erheblichen Unterschied in den Folgekosten ausmachen. Denn wenn nur Originalteile des Herstellers verwendet werden dĂŒrfen oder passen, dann kann das schnell zum Problem werden. Bei einigen Herstellern, die kleinere Chargen von MotorsĂ€gen auf dem deutschen Markt verkaufen, mĂŒssten Ersatzteile zum Beispiel umstĂ€ndlich importiert werden. Bei anderen Herstellern kann nicht garantiert werden, dass es die Ersatzteile oder Ketten der Bauweise noch mehrere Jahre am Markt zu kaufen gibt. Beides wĂŒrde dazu fĂŒhren, dass erhebliche Mehrkosten entstehen und im schlimmsten Fall eine neue MotorsĂ€ge gekauft werden muss, nur weil ein Ersatzteil fehlt.

PrĂŒfsiegel fĂŒr MotorsĂ€gen

Sicherheit ist bei MotorsĂ€gen ein wichtiges Thema. Denn es passieren nicht viele UnfĂ€lle mit dem schweren GerĂ€t. Technische ArbeitsgerĂ€te sind in Deutschland mit dem “CE” PrĂŒfzeichen gekennzeichnet. Die bestĂ€tigt die Einhaltung der grundlegendsten Sicherheits- und Rechtsvorschriften. ZusĂ€tzlich dazu, dĂŒrfen Hersteller das GS Zeichen – “GeprĂŒfte Sicherheit” anbringen, wenn die GerĂ€te von einer staatlich anerkannten PrĂŒfstelle geprĂŒft worden sind. Schnittschutzhosen werden nach DIN EN 381-5 geprĂŒft und bekommen dann ein Wappen mit einer stilisierten KettensĂ€ge. Das Kuratorium fĂŒr Waldarbeit und Forsttechnik hat zudem verschiedene PrĂŒfzeichen, Standards und Tests.

Testergebnisse von Produkttests

NatĂŒrlich kann die Kaufentscheidung auch anhand von Testergebnissen in Produkttests getroffen werden. Hier werden die wichtigsten Merkmale der verschiedenen SĂ€gen verglichen und bewertet. Allerdings sollte man sich als KĂ€ufer diese Tests ruhig auch einmal detailliert anschauen. Im MotorsĂ€gen Test 2017 befinden sich natĂŒrlich nur aktuelle Modelle und meist auch nur deren beste Ausstattung und AusfĂŒhrung. Nicht immer ist der Testsieger auch das beste Modell fĂŒr einen selbst. Manchmal ist die vorhandene Technik gar nicht zwingend notwendig und ein kleineres oder ein VorgĂ€ngermodell erfĂŒllt seinen Zweck im eigenen Haushalt ebenso.

Die Ausstattung

Auch MotorsĂ€gen verfĂŒgen ĂŒber verschiedene Ausstattungsmerkmale und Zubehör, das sie teilweise bereits beim Kauf mitbringen, welches teilweise noch zugekauft werden muss. Einige MotorsĂ€gen verfĂŒgen ĂŒber eine automatische Spannvorrichtung fĂŒr die Kette. Bei anderen muss oder darf die Kette noch per Hand gespannt werden. Einige bringen verschiedene Ketten bereits beim Kauf mit, bei anderen werden diese separat angeschafft.

Zudem haben die Anbieter oft Sommer- und Winterpakete im Angebot. In Starterpaketen ist oft ein Doppel mit einer SchutzausrĂŒstung zu beobachten. Das ist sinnvoll, weil man natĂŒrlich auf keinen Fall ohne SchutzausrĂŒstung starten sollte. Wer allerdings öfter in der Schnittschutzhose und der Jacke stecken wird, der sollte sich diese in der richtigen GrĂ¶ĂŸe und AusfĂŒhrung zugeschnitten auf den jeweiligen Typ kaufen. Wer einen Benzin oder Öl geeigneten Kanister dazu bekommt, der kann diesen sicherlich auch nutzen, denn da bestehen nicht so riesige QualitĂ€ts- und Komfortunterschiede.
Eine MotorsĂ€ge sollte nicht ohne SicherheitsausrĂŒstung genutzt werden 

Das muss auch bei der Budgetplanung bedacht werden. Denn wer sich fĂŒr 250 Euro eine MotorsĂ€ge zulegt, der sollte noch einmal den gleichen Preis fĂŒr seine SicherheitsausrĂŒstung einplanen. Dazu gehören:

  • Schnittschutzhose
  • Arbeitsschutzstiefel oder Arbeitsschutzschuhe mit Stahlkappe
  • Gehörschutz
  • ein Helm mit Visier gegen Splitter und Staub oder zumindest eine Schutzbrille
  • Eventuelle Schnittschutzjacken und Westen

Auch bei einmaliger Nutzung ist das ein wichtiger Punkt in der Planung der finanziellen Mittel. Dann lieber sollte man etwas weniger fĂŒr die MotorsĂ€ge selbst ausgeben und dafĂŒr dann den einen oder anderen Euro mehr in die SchutzausrĂŒstung investieren.

Kurzinformation zu fĂŒhrenden 7 Herstellern

Auf dem Markt befinden sich natĂŒrlich deutlich mehr als nur 7 Hersteller. teilweise produzieren diese Hersteller eigene Linien und Modellreihen fĂŒr SupermĂ€rkte und Discounter mit eigenem Namen und unter eigenen Labels. Auch aus Fernost kommen immer mehr Modelle und diese sind nicht zwingend schlechter, als die Modelle der namhaften Hersteller. Auch wenn hier empfohlen wird, sich auf die Erfahrung der alteingesessenen Hersteller zu verlassen, sind Noname-Produkte nicht immer sofort schlecht. Worauf KĂ€ufer allerdings unbedingt achten sollten, sind die PrĂŒfsiegel. Hier mal ein Überblick, ĂŒber die wichtigsten Namen am Markt. NatĂŒrlich ohne Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit.

  • Stihl
  • Husqvarna
  • Dolmar GmbH
  • Makita
  • Einhell
  • Black & Decker
  • McCulloc
Das schwĂ€bische Unternehmen Stihl ist in 160 LĂ€ndern tĂ€tig und hat seinen Sitz in Waiblingen-Neustadt. Stihl ist der weltmarktfĂŒhrende Hersteller von MotorsĂ€gen und GrĂŒnder der Timbersports. Das Unternehmen wurde 1026 gegrĂŒndet und vertreibt bis heute motorbetriebene GerĂ€te fĂŒr die Forst- und Bauwirtschaft. ZusĂ€tzlich dazu betreut das Unternehmen die Gartensparte mit den GerĂ€ten der Marke Viking. Seit 1971 hĂ€lt sich das Unternehmen als MarktfĂŒhrer fĂŒr MotorsĂ€gen und macht circa 90 % seinen Umsatzes im Ausland. Andreas Stihl stellte anfangs nach Ende des 1. Weltkrieges mit seinem Unternehmen Dampfkesselvorfeueranlagen und Waschmaschinen her, bis er 1926 die ersten benzinbetriebenen KettensĂ€gen in Produktion ging.
Husqvarna ist ein schwedischer Hersteller von MotorgerĂ€ten fĂŒr den Garten- und Landschaftsbau. Die Unternehmensgeschichte begann bereits im Jahr 1689 mit der Herstellung von Musketen. Der Name leitet sich aus der schwedischen Stadt Husvarna ab. Seither hat das Unternehmen eine breite Produktpalette hergestellt. Diese erstreckt sich ĂŒber HaushaltsgerĂ€te, FahrrĂ€der, Motoren fĂŒr verschiedene kleinere GerĂ€te rund um Haus. 1999 erwarb das Unternehmen den europĂ€ischen GeschĂ€ftsbereich von McCulloch, der zu dem Zeitpunkt bereits insolvent war. Seitdem wurden mehrere Unternehmen aufgekauft. Darunter der GartengerĂ€tehersteller Gardena.
Die Dolmar GmbH ist einer der Ă€ltesten MotorsĂ€genhersteller und vielen vielleicht auch aus der Vergangenheit noch ein Begriff. Seit 1991 ist das Unternehmen eine 100%ige Tochter der Makita Corp. und wurde 2015 in Makita Engineering Germany GmbH umgewandelt und seitdem ĂŒbernimmt die Makita Werkzeug GmbH in Ratingen das Marketing und den Vertrieb der Marke DOLMAR, die weiterhin besteht.
Makita ist ein japanisches Unternehmen fĂŒr Elektrowerkzeuge. Das Unternehmen wurde 1915 von Mosaburo Makita in Japan gegrĂŒndet. Seit 1977 hat Makita eine eigene Vertriebsniederlassung in Deutschland, die Makita Werkzeug GmbH. Das Unternehmen begann ursprĂŒnglich mit der Vermarktung von tragbaren Elektrohobeln in Japan und hat mittlerweile circa 1000 Elektro, Benzin und Akkuwerkzeuge im Repertoire. Der deutsche Standort wurde im Jahr 2011 von Duisburg nach Ratingen verlegt. Dort betreibt Makita eine Logistik und Service-Abteilung. Die Makita GerĂ€te haben den Vorteil, dass der Akku aus der MotorsĂ€ge durchaus auch als Akku in der Bohrmaschine und der Heckenschere des gleichen Herstellers genutzt werden kann. Das funktioniert bei anderen Herstellern mit verschiedenen Baureihen und Wattzahlen nur bedingt gut.
Die Einhell Germany AG hat ihren Sitz in Landau an der Isar. Der Konzern beschĂ€ftigt weltweit circa 1500 Mitarbeiter und ist börsennotiert. Die MotorsĂ€gen des Unternehmens glieder sich in den Bereich Werkzeuge ein. Daneben hat Einhell noch einen Bereich fĂŒr die Sparte Garten und Freizeit. Die Hans Einhell GmbH wurde 1964 von Josef Thannhuber, dem Neffen des ursprĂŒnglichen Namensgebers, gegrĂŒndet und beschĂ€ftigte sich anfangs mit der Auftragsanfertigung von ElektrogerĂ€ten. Entwickelt werden die Produkte in Deutschland. Produziert wird im europĂ€ischen Ausland und in Asien. DafĂŒr wurden eigenen Tochterunternehmen gegrĂŒndet. Unter der Konzernholding Einhell Germany AG, gibt es mittlerweile 39 Tochterunternehmen, die in 90 LĂ€ndern Kunden betreuen und den Service vor Ort gewĂ€hrleisten.
Die Stanley Black & Decker Corporation hat ihren Sitz in Connecticut. Die deutsche Black & Decker GmbH selbst hat ihren Sitz seit der GrĂŒndung 1958 in Idstein im Taunus. Am Standort Idstein werden heute noch alle Marketing und Werbemaßnahmen fĂŒr den deutschen Markt koordiniert. Auch der Vertrieb in alle osteuropĂ€ische LĂ€nder, die Schweiz und nch Österreich werden hier koordiniert. Allerdings verschmolz das Unternehmen mit Stanley Works. Dieses ĂŒbernahm Black und Decker im Jahr 2010 und es entstand die Stanley Black & Decker, Inc.

Derzeit sind rund 190 Mitarbeiter in Idstein beschÀftigt und die Produktentwickler von Black + Decker erzielten in den letzten Jahren mit verschiedenen Designauszeichnungen beachtliche Erfolge. Neben MotorsÀgen befinden sich auch andere GartengerÀte und Werkzeuge in der Produktpalette des Unternehmens.

Robert Paxton McCulloch war ein US-amerikanischer Unternehmer und Inhaber der McCulloch Motors Corporation. Die stellte kleine Verbrennermotoren her. Die erste KettensÀge, die hergestellt wurde und seinen Namen trug, war gedacht um Eisblöcke aus Seen zu schneiden. McCulloch gilt als RevolutionÀr der Waldarbeiten durch seine leichte Ein-Mann-MotorsÀge. Diese wurde seit 1949 von dem Unternehmer verkauft, der sich spÀter noch Bootsmotoren und anderen Projekten widmete. Bis heute werden unter dem Namen McCulloch MotorsÀgen vertrieben. Der europÀische GeschÀftsbereich von McCulloch gehört zu 100 % dem schwedischen Unternehmen Husqvarna.
  

Neben denen gibt es natĂŒrlich noch viele weitere. Teilweise haben Firmen nur einmal eine Produktlinie mit MotorsĂ€ge herausgebracht. Aber wer sich auf die Erfahrung des letzten Jahrhunderts verlassen will, der ist bei den fĂŒhrenden Herstellern durchaus richtig. Bei der Wahl des Herstellers ist zusĂ€tzlich eines relevant: die Beschaffung der Ersatzteile. Die Hersteller selbst mögen sich in QualitĂ€t und Form der GerĂ€te nur wenig unterscheiden, wer allerdings zu Noname-Produkten greift, könnte in einigen Jahren Probleme bei der Beschaffung von Ersatzteilen oder zusĂ€tzlichen Ketten bekommen. Die meisten Teile sind nicht genormt und so ist man auf die Hersteller oder deren Zulieferer angewiesen, wenn man Ersatzteile fĂŒr Modelle benötigt, die lĂ€ngst vom Markt sind. Das wird in Produkt Tests nicht oft erwĂ€hnt, aber es lohnt sich, zu schauen, ob die Hersteller eine Ersatzteil-Garantie ausstellen. Denn diese kann zwar nicht garantieren, dass der Hersteller selbst in ein paar Jahren noch auf dem Markt ist, gibt aber Sicherheit, dass wenn es so ist, man die Ersatzteile fĂŒr die Modelle auch noch bekommt. Und es ist nun mal wahrscheinlicher, dass ein Hersteller fortbesteht, der bereits seit 100 Jahren auf dem Markt ist, als ein Newcomer.

Internet vs. Fachhandel: wo kaufe ich meine MotorsÀge am Besten?

Internet vs. Fachhandel: wo kaufe ich meine MotorsĂ€ge am Besten TestSchnĂ€ppchen lassen sich natĂŒrlich im Netz immer viel besser machen. Der Preisvergleich ist einfacher und wahrscheinlich deutlich schneller. Allerdings haben viele lokale HĂ€ndler diesen Trend aufgegriffen und bieten eine Preisanpassung an, wenn die Kunden aus Preisvergleichen oder einem Produkttest ein gĂŒnstigeres Angebot finden.

Im Fall einer MotorsĂ€ge macht es Sinn, das GerĂ€t einmal in der Hand gehabt zu haben, bevor man sich endgĂŒltig entscheidet. Denn das Handling macht hier durchaus einen großen Unterschied und lĂ€sst sich durch einen Produkttest nicht zu 100 % bestimmen, da jeder Nutzer andere BedĂŒrfnisse an die GrĂ¶ĂŸe des Griffes, die LĂ€nge des Schwertes, den Schwerpunkt des ganzen GerĂ€tes oder gar das Gewicht der MotorsĂ€ge hat. Dies ist Zuhause bei der Onlinebestellung genau so gut möglich, wie im GeschĂ€ft. Allerdings hat man natĂŒrlich online die grĂ¶ĂŸere Auswahl und der Vergleich ist um einiges einfacher. SchnĂ€ppchen lassen sich vor allem mit VorgĂ€ngermodellen oder Angeboten im Netz machen. Beim HĂ€ndler muss man schon GlĂŒck haben, dass ein Modell, eine Marke oder ein kompletter Teil des Sortiments im Ausverkauf ist. Die Garantiebestimmungen sind wohl bei beidem Ă€hnlich. Wobei der Umtausch im Allgemeinen online etwas kulanter und unkomplizierter ist, als im lokalen Handel.

Wissenswertes & Ratgeber

MotorsĂ€gen sind ein sehr hilfreiches und effizientes Werkzeug im Handwerk, in der Rettung, im Garten- und Landschaftsbau, in der Forstwirtschaft und auch im heimischen Garten. Allerdings ist die Arbeit mit einer KettensĂ€ge nicht ganz ungefĂ€hrlich und unproblematisch. Wer darĂŒber nachdenkt, sich eine MotorsĂ€ge fĂŒr den privaten gebrauch zuzulegen, der sollte sich vorher gut informieren, vielleicht einen KettensĂ€genlehrgang absolvieren und nicht unĂŒberlegt kaufen. Oft hilft ein wenig Hintergrundwissen im praktischen Umgang mit dem GerĂ€t.

Die Geschichte der MotorsÀge

Die Geschichte der MotorsĂ€ge TestDie Geschichte der MotorsĂ€gen ist wohl an mehreren Orten der Welt parallel gestartet. Denn sowohl in Amerika, als auch in Europa wurde gleichzeitig an der Entwicklung immer leichterer und einfacherer GerĂ€te gearbeitet. Die ersten MotorsĂ€gen wurden in den 1920ern gebaut. Die Entwicklungen fanden quasi zeitgleich in Deutschland, den USA und in Schweden statt. ZU nennen sind hierbei die Namen: Wolf, Westfelt und Stihl. Wobei auch das Unternehmen McCulloch neben Wolf AnsprĂŒche an die Erfindung der KettensĂ€ge in den USA stellt.

Die ersten entwickelten SĂ€gen hatten allerdings erhebliche Nachteile gegenĂŒber den heutigen. Denn sie waren als Zweimann-SĂ€gen ausgelegt. Die Technik war unheimlich schwer und nur umstĂ€ndlich in den Wald zu bringen. NatĂŒrlich war die Arbeit selbst leichter, als zum Beispiel das SĂ€gen mit der Hand oder die Arbeit mit einer Axt. Trotzdem waren die zu leistenden Vorarbeiten enorm. So eine MotorsĂ€ge wog zu beginn circa 50 bis 60 Kilogramm und war auch noch sehr störanfĂ€llig. Was zur Folge hatte, dass sich die Technik lange nicht wirklich durchsetzen konnte.

Von diesen ersten KettensĂ€ge bis hin zur ersten Einmann-MotorsĂ€ge dauerte es allerdings noch gut 30 Jahre. Denn von dieser wird erst in den 1950ern berichtet. Seitdem entwickeln sich die GerĂ€te stetig weiter. Mittlerweile verfĂŒgen sie teilweise ĂŒber einen Quick Stop, Katalysatoren und eine Startautomatik. Die meisten dieser Entwicklungen stammen aus den 1980ern und 90ern. Bis heute ist die Arbeit mit der MotorsĂ€ge trotz aller technischen Entwicklungen und der EinfĂŒhrungen von KettensĂ€genlehrgĂ€ngen mit einem hohen Unfallrisiko verbunden. Die grĂ¶ĂŸten Unfallursachen sind hierbei der sogenannte Kickback und das Stolpern der Anwender. Wobei es sich bei ersterem um den RĂŒckschlag bzw. das hochschlagen der SĂ€ge handelt, wenn sie im falschen Winkel auf das Holz trifft.

Das worin Entwickler die meiste Zeit investiert haben, ist deshalb auch die zunehmende Sicherheit der MotorsĂ€gen. Zu erkennen ist das geschichtlich an immer umfassender Schutzbekleidung und immer mehr Sicherheitsvorrichtungen an den MotorsĂ€gen selbst. Den Kickstop (also die Motor- und Kettenbremse durch loslassen), wenn die MotorsĂ€ge sich verselbststĂ€ndigt, gibt es zum Beispiel seit 1982. Das Aussehen der KettensĂ€gen hat sich in den letzten 35 Jahren dafĂŒr weniger verĂ€ndert. Die Marken haben ihre Farben behalten und es gibt ein GehĂ€use in Markenfarbe, ein Schwert und eine Kette darauf. Der grobe Aufbau blieb also.

Viel leiser sind die MotorsĂ€gen in den letzten Jahren auch nicht mehr geworden. Trotz der Tatsache, das daran durchaus entwickelt wird, stoßen Designer und Entwickler hier an die Grenzen der verwendeten Technik. DafĂŒr werden sie allerdings immer leichter und leistungsstĂ€rker. Der Motorblock wird kleiner und die Schwerter werden lĂ€nger. Auch wenn das im Privathaushalt nicht immer zwingend gebraucht wird, ist es doch das, was nachgefragt wird.

Aber nicht nur die Technik der Motoren hat sich verÀndert, sondern auch die der genutzten Ketten. So unterscheiden sich die heute genutzten Ketten in Form und Technik durchaus zu denen von vor 50 Jahren. So finden sich heute nur noch in Àlteren Garagen und Kellerfunden eine Risserzahn-2-Laschen-Kette, eine AKCO oder gar Mafellkette. Erst recht finden sich selten MotorsÀgen, mit denen sie noch genutzt werden können.
Heute wird mit Hobelzahnketten aus Treibglied, Verbindungsglied, Schneidglied in verschiedenen Varianten und Variationen gearbeitet.

Zahlen, Daten, Fakten rund um die MotorsÀge

MotorsĂ€gen sind seit ihrer Erfindung in den 1920ern immer effizienter geworden und haben von vielen technischen Entwicklungen profitiert. Mittlerweile gibt es sie ihn vielen verschiedenen AusfĂŒhrungen und Versionen auch in Privathaushalten.

  • Nach eigenen Angaben hat Stihl die erste KettensĂ€ge im Jahr 1926 gebaut
  • Die erste benzinbetriebene Einmann-KettensĂ€ge gibt es allerdings erst seit Mitte der 1950 im Handel
  • Eine KettensĂ€ge fĂŒr den Privatgebrauch kostet zwischen 50 bis 450 Euro.
  • Sie hat eine Kettengeschwindigkeit von circa 45-70 km/h.
  • HandelsĂŒbliche KettensĂ€gen haben ein Gewicht von 3 – 10 Kilogramm.
  • KettensĂ€gen haben eine LautstĂ€rke von circa 75 bis 110 Db und fallen somit unter das LĂ€rmschutzgesetz. Es sind in Wohngebieten die allgemeinen Ruhezeiten einzuhalten.
  • Bei beruflichem Gebrauch, Gebrauch in öffentlichen WĂ€ldern oder Forstanlagen und bei Nutzung außerhalb des eigenen GrundstĂŒcks ist ein KettensĂ€genschein erforderlich.
  • Die verschiedenen Ketten der SĂ€ge bestehen aus Treibglied, Verbindungsglied, Schneidglied
  • Nicht jeder Unfall beim privaten Zerkleinern von Brennholz ist automatisch unfallversichert. Wenn der Unfall im Dienste von zum Beispiel Verwandten passiert, dann gibt es bereits Urteile, die entschiedenen haben, dass die Unfallversicherung hier nicht einspringen muss.
  • Laut Bundesnaturschutzgesetz dĂŒrfen zwischen 01.03. bis zum 30.09. eines jeden Jahres keine BĂ€ume gefĂ€llt
  • FĂŒr BĂ€ume, die unter die örtliche Baumschutzsatzung fallen, muss eine Genehmigung zum FĂ€llen auch auf dem eigenen GrundstĂŒck eingeholt werden.
  • Es gibt eine DIN Norm fĂŒr Schutzkleidung fĂŒr Benutzer von handgefĂŒhrten KettensĂ€gen: DIN EN 381

MotorsÀge in 7 Schritten richtig montieren

Die richtige Montage der KettensĂ€ge ist nicht nur nach dem ersten Auspacken wirklich wichtig und sicherheitsrelevant. Denn sitzt hier eine Schraube nicht fest genug oder der Winkel des SĂ€geblattes stimmt nicht und die SĂ€ge verhakt sich, kann das fatale Folgen haben. Deshalb sollte vor jeder Nutzung ĂŒberprĂŒft werden, ob alles da ist, wo es sein sollte und ob sich nicht irgendwelche MĂ€ngel eingeschlichen haben, die man vielleicht bei der letzten Nutzung einfach nicht entdeckt hat.

  • Schritt 1
  • Schritt 2
  • Schritt 3
  • Schritt 4
  • Schritt 5
  • Schritt 6
  • Schritt 7
Das klingt banal, ist es allerdings nicht. Denn gerade bei KettensĂ€gen die in Styropor verpackt sind, kleben oft diese kleinen weißen statisch geladenen Kugeln noch am GehĂ€use oder am Schwert. Das darf nicht sein. Auch wenn es lĂ€stig ist, die mĂŒssen vor der Montage alle ab, damit gewĂ€hrleistet ist, dass sie nicht spĂ€ter im Luftfilter hĂ€ngen. Geliefert wird das Schwert meistens nicht vormontiert an der KettensĂ€ge, sondern lose im Kasten dabei. Oft hat es noch eine Schutzfolie ĂŒber dem seitlichen Markendruck. Die muss natĂŒrlich auch ab, sonst hĂ€ngst sie frĂŒher oder spĂ€ter wahrscheinlich in der Kette.
Das GehĂ€use der KettensĂ€ge ist bei Lieferung meist vormontiert. Das bedeutet, die Seite muss noch einmal aufgeschraubt werden, um das Schwert einzulegen. Hierbei handelt es sich meist um zwei Schrauben, die seitlich der Abdeckung angebracht sind. Ist die Abdeckung ab, kann das Schwert auf die beiden Schrauben gesteckt werden. Dabei ist es tatsĂ€chlich egal, wie rum man das Schwert montiert (die lange Seite sollte natĂŒrlich nach vorne zeigen), denn das Schwert sollte fĂŒr eine regelmĂ€ĂŸige Abnutzung eh ab und an mal gedreht werden. Bevor das GehĂ€use selbst allerdings geschlossen wird, muss die Kette noch eingespannt werden.
Die Kette muss bei geöffnetem GehĂ€use in die Nut des Schwerts gefĂŒhrt und gespannt werden. Dabei mĂŒssen die Glieder der Kette in die Nut des Schwertes gefĂ€delt werden und dann lĂ€sst man sie durch das Antriebsritzel rutschen. Einige Ketten spannen sich bereits selbst. Andere mĂŒssen noch per Hand mit einem Schlitzschraubenzieher gespannt werden. Die Kette sitzt dann richtig, wenn sie nicht mehr nach rechts oder links aus der FĂŒhrungsschiene geschoben werden kann, aber trotzdem noch etwas Spiel noch oben und unten hat.
Bevor die MotorsĂ€ge in Betrieb genommen werden kann, mĂŒssen noch Schmiermittel und eventuell Kraftstoff aufgefĂŒllt werden. KettensĂ€genöl ist zur Schmierung der Kette. DafĂŒr sollte speziell fĂŒr diesen Zweck im Handel erhĂ€ltliches genutzt werden. Die meisten KettensĂ€ge, die Benzin als Kraftstoff brauchen, tanken ein Kraftstoffgemisch aus Benzin und Öl. Welches MischverhĂ€ltnis anzuwenden ist, kann man der Anleitung entnehmen.
Akkubetriebene MotorsĂ€gen benötigen vor der ersten Inbetriebnahme meist etwas Vorlaufzeit. Einige Akkus sind bereits vorgeladen, damit die KettensĂ€ge sofort in Betrieb genommen werden kann. Andere mĂŒssen erst eine Nacht ins LadegerĂ€t. Was genau vor Inbetriebnahme getan werden muss, findet sich in der Betreibsanleitung und meist auch schon auf einem Sticker auf dem GerĂ€t selbst.
Das sollte eigentlich vor jeder Inbetriebnahme stattfinden: Sitzen alle Teile da wo sie sind? Sind alle Schrauben festgezogen? Sitzt das Schwert gerade und fest in der MotorsÀge. Ist die Kette richtig gespannt? Befinden sich vielleicht Risse im GehÀuse oder sind andere MaterialverÀnderungen festzustellen? All diese Fragen sollten zur Zufriedenheit beantwortet sein, bevor man mit dem SÀgen beginnt.
Ist die MotorsĂ€ge startklar, ist die Versuchung groß, sie auch zu starten. Das aber bitte nur mit vollstĂ€ndiger SchutzausrĂŒstung. Gerade beim “nur mal eben schnell” ausprobieren oder “schnell” den einen Ast wegmachen, passieren die meisten UnfĂ€lle. Es sind in jedem Fall eine Schnittschutzhose und Arbeitsschutzschuhe oder -stiefel zu tragen.

Nachdem Nutzer und MotorsĂ€ge startklar sind, muss nur noch darauf verwiesen werden, dass eine MotorsĂ€ge mit Bedacht genutzt werden sollte. Nicht umsonst sind diese GerĂ€t in vielen Horrorfilmen zu sehen. Sie können einen beachtlichen Schaden anrichten. Sie sind ein nĂŒtzliches Werkzeug, wenn sie professionell angewendet werden. Können aber auch sehr gefĂ€hrlich sein, wenn man unbedacht mit ihnen umgeht.

  

10 Tipps zur Pflege

Um die Haltbarkeit und stĂ€ndige Einsatzbereitschaft der KettensĂ€ge lange zu gewĂ€hrleisten ist etwas Pflege notwendig. Der Arbeitsaufwand hierbei ist ĂŒberschaubar und die Wartung wird nicht die Zeit ĂŒbersteigen, in der die SĂ€ge auch wirklich genutzt wird. Aber eine kurze Reinigung nach jedem Gebrauch zum Beispiel wird dafĂŒr sorgen, dass die SĂ€ge lĂ€nger einsatzbereit ist und Ersatz- und Verschleissteile einfach lĂ€nger halten.

  • Tipp 1
  • Tipp 2
  • Tipp 3
  • Tipp 4
  • Tipp 5
  • Tipp 6
  • Tipp 7
  • Tipp 8
  • Tipp 9
  • Tipp 10
Nein die KettensĂ€ge muss nicht tĂ€glich entstaubt werden. Gemeint ist hier die Reinigung nach jeder Nutzung. Hierbei reicht es durchaus aus, die SĂ€ge mit einem Pinsel, einer Zahn- oder SpĂŒlbĂŒrste einmal vom Staub und Dreck des Gebrauchs zu befreien. Das hat den Vorteil, dass man bei der Reinigung alle Teile der MotorsĂ€ge einmal freilegt und auch gleich BeschĂ€digungen und VerĂ€nderungen im Material feststellen wĂŒrde.
Selbst die Kette und das Schwert sind im Grund Verschleissteile. All' diese Teile sollten regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒft werden, um zu verhindern, dass sich sicherheitsrelevante Fehler einschleichen. Denn das kann gefĂ€hrlich werden. Selbst banale VerĂ€nderungen können fatale Auswirkungen haben: Finden sich Risse an Griffen und dem GehĂ€use könnte man im falschen Moment klemmen bleiben und die SĂ€ge rutscht ab. Oder diese Risse reißen tatsĂ€chlich weiter ein und man kann die SĂ€ge nicht halten. Passieren solche Dinge im Betrieb, kann das unter UmstĂ€nden durchaus lebensgefĂ€hrlich werden. Auch wenn die Kette nicht richtig sitzt, sollte dieses Problem vor dem nĂ€chsten Gebrauch behoben werden.
Zum auffĂŒllen der KettensĂ€ge gibt es spezielles KettensĂ€genöl. Dieses sollte auch verwendet werden. Denn es kann bei Ersatzprodukten tatsĂ€chlich dazu kommen, dass sie die Kette verschmieren oder kleinste Partikel im Öl diese “zerkratzen” und die Kette so langfristig leidet. Bei der Verwendung von Bioprodukten, wie sie zum Beispiel in der Forstwirtschaft oft verwendet werden, kann es dazu kommen, dass die Reinigungs- und Wartungsintervalle etwas kĂŒrzer werden. Das macht diese Produkte nicht unbedingt schlechter, sollte aber bedacht werden, wenn man sich fĂŒr diese umweltfreundlichere Variante entscheidet.
Genau wie jeder andere Motor, verfĂŒgt auch der einer KettensĂ€ge ĂŒber einen Luftfilter. Durch die Tatsache, dass es beim SĂ€gen allerdings durchaus sehr staubig und dreckig ist, wird dieser Filter durchaus mehr strapaziert als zum Beispiel der eines Mofas. Lange Zeit wurden die Luftfilter mit dem Benzin fĂŒr die KettensĂ€ge ausgespĂŒlt oder mit Pressluft ausgepustet. Beides wird heutzutage nicht mehr empfohlen, denn beide Varianten gehen stark aufs Material. Benzin bildet zusĂ€tzlich durch das enthaltene Öl einen Film auf dem Filter, der noch mehr Holzstaub anzieht.

Am besten wird der Filter in einer Lauge aus SpĂŒlmittel und Wasser gereinigt und dann ausgiebig getrocknet. Den nassen Filter sollte man keinesfalls wieder einsetzen und nutzen, denn sonst kann Wasser oder Feuchtigkeit in den Vergaser gelangen.

Bei den meisten MotorsĂ€gen gibt es eine Sommer und Wintereinstellung. Diese befindet sich meist unterm Deckel fĂŒr den Luftfilter. Hintergrund ist die Tatsache, dass es bei zu niedrigen Temperaturen im Vergaser zu Vereisungen kommen kann. Deshalb ist die Umstellung tatsĂ€chlich sinnvoll. Sie verhindert lediglich das Ansaugverhalten des Motors. Der nimmt dann die eh schon warme Luft um den Motor noch mit und nicht nur die Luft von draußen. Es haldelt sich hier meist um kleine Klappschalter oderzusĂ€tzliche kleine Bauteile, die in WinterausrĂŒstungen und Winter Editionen mit dabei sind.
Die Hersteller empfehlen den regelmĂ€ĂŸigen Austausch der ZĂŒndkerze nach einer gewissen Laufleistung der MotorsĂ€ge. Allgemein gilt die Laufleistung einer ZĂŒndkerze von circa 100 Stunden. Danach sollte sie gegen eine neue ausgetauscht werden. NatĂŒrlich halten die ZĂŒndkerzen oft lĂ€nger. Der untere Teil kann auch mit einer DrahtbĂŒrste noch einmal freigekratzt werden, sollte er zu verrußt sein, aber im Grunde ist der Austausch die sicherste Variante um die KettensĂ€ge einsatzbereit zu halten und auch die schnellste.
Wird die KettensĂ€ge ĂŒberwiegend in Nadelgehölzen verwendet, kann es dazu kommen, dass sich an GehĂ€use und in den Luftschlitzen des Motors Harz sammelt. Dies kann tatsĂ€chlich meist nur mit speziellen Reinigern und Harzlösern entfernt werden. Es gibt verschiedene Tipps zu Hausmittel, wie zum Beispiel die Nutzung von Margarine zum ablösen des Harzes vom GehĂ€use. Diese funktionieren in der Praxis allerdings nur bedingt und bei kleineren Verschmutzungen. Wichtig ist hierbei auch die Reinigung der KĂŒhlrippen des Motors. Denn sind diese verklebt, könnte der Motor ĂŒberhitzen.
Das SĂ€geblatt benötigt neben der Kette wohl die meiste Pflege. Wobei es sich bei MotorsĂ€gen nicht um ein SĂ€geblatt in dem Sinne handelt, wie zum Beispiel bei einer KreissĂ€ge oder einer StichsĂ€ge. MotorsĂ€gen verfĂŒgen eher ĂŒber eine FĂŒhrungsschiene (genannt SĂ€geschwert), welche eine Nut fĂŒr die SĂ€gekette hat und auf dem die Kette gefĂŒhrt und angetrieben wird. Denn es wird auch beim SĂ€gen selbst am meisten beansprucht. Bei jedem montieren des SĂ€geblattes sollte bedacht werden, dass das SĂ€geblatt regelmĂ€ĂŸig gedreht werden sollte, damit es sich gleichmĂ€ĂŸig und nicht nur einseitig abnutzt. Die Nut im Blatt kann mit einem Pinsel von Schmutz befreit werden. Wer seine SĂ€ge nicht zu einer Sommer- oder Winterinspektion bringen möchte, der kann beim SĂ€geblatt auch selbst Hand anlegen und es oberflĂ€chlich glatt schleifen. Anleitungen dazu befinden sich zu Hauf im Netz. Das sorgt dafĂŒr, dass die Kette nicht durch Grate und Splitter des SĂ€geblattes beschĂ€digt werden kann.
Mittlerweile spannen unzĂ€hlige KettensĂ€genmodelle ihre Kette automatisch nach. Ist dies nicht der Fall, sollte vor jeder Benutzung geschaut werden, ob die Kette auch noch straff genug sitzt. Dazu muss die Abdeckung gelöst werden und die Spannschraube mit einem Schlitzschraubenzieher gedreht werden. Die Kette sollte fest in der FĂŒhrung des SĂ€geblattes sitzen und noch ein wenig Spiel haben, dann ist sie perfekt gespannt. Zur Reinigung der Kette gibt es verschiedene Reiniger im Fachhandel, einige schwören auf Backofenreiniger. Wichtig ist in jedem Fall, dass alle Holz und Harz-Reste rĂŒckstandslos entfernt werden und die Kette danach wieder geölt wird, sonst nutzt sich die Nut des SĂ€geblattes zu schnell ab. Beim Einbau der Kette ist es wichtig, die Laufrichtung der Kette zu beachten. Diese ist meist auf einem oder allen Glieder der Kette angegeben
Damit die MotorsĂ€ge auch wirklich lange nutzbar und in gutem Zustand bleibt, sollte sie richtig gelagert werden. Das ist beim restlichen Werkzeug nicht anders, aber bei der KettensĂ€ge vergessen das viele Privatnutzer leider und die böse Überraschung erfolgt erst im nĂ€chsten Jahr. Bevor sie also fĂŒr lĂ€ngere Zeit eingelagert wird, sollte sie noch einmal komplett gereinigt werden und der Tank sollte aufgefĂŒllt sein. Der Ort an dem die KettensĂ€ge dann verbleibt, ist im besten Fall sauber und trocken.
  

NĂŒtzliches Zubehör

Wie in allen Bereichen gilt auch bei MotorsĂ€gen, dass das Zubehör und die Zubehörteile im Handel nahezu unermesslich sind. Das geht von einer sinnvollen SchutzausrĂŒstung ĂŒber gravierte SĂ€geblĂ€tter, bis hin zu Aufklebern fĂŒr das KettensĂ€gengehĂ€use. Was allerdings tatsĂ€chlich beachtet werden muss, bei der Anschaffung einer KettensĂ€ge, ist die Tatsache, dass es ohne gewisses Zubehör einfach nicht geht. Es entstehen also zwingend Neben- und Folgekosten.

Schnittschutzhosen und Arbeitsschutzschuhe

Sicherheit sollte beim Umgang mit der KettensĂ€ge an erster Stelle stehen. Das bedeutet nicht nur, dass keine weiteren Personen in der NĂ€he der mit der KettensĂ€ge arbeitenden Person herumstehen oder gar spielen sollten. Das bedeutet auch, die arbeitende Person selbst zu schĂŒtzen. Dazu gehören mindestens Schnittschutzhosen und Arbeitsschutzschuhe. NatĂŒrlich soll beides auch bequem sein und eine grĂ¶ĂŸtmögliche Bewegungsfreiheit bieten. Aber ohne Stahlkappen in den Schuhen und Hose, die vor Schnitten schĂŒtzt, sollte man nicht ans Werk gehen. Die Hosen sind so konzipiert, dass der Oberstoff zerschnitten wird. Im Inneren der Hose befinden sich Fasern, die von der Kette im Betrieb ausgerissen werden und sich in ihr verwickeln. Schnittschutzhosen werden in Schnittschutzklassen eingeteilt. Diese gehen von Klasse 0 bis Klasse 3 und unterscheiden sich in der Geschwindigkeit der Kette, die sie aufhalten sollen. Die Standardschutzklasse ist die Klasse 1, die KettensĂ€gen mit einer Geschwindigkeit von 20 m/s vorm durchtrennen der Hose hindern.

Öle und Reiniger

Im Handel gibt es viele spezielle Reiniger und Öle fĂŒr KettensĂ€gen. Einiges macht durchaus Sinn, anderes nicht. In der Land- und Forstwirtschaft werden oft Bio-KettensĂ€genöle verwendet. Die Intension dahinter ist durchaus gut und sinnig. Es sollte allerdings beachtet werden, dass die Nutzung dieser Öle oft die Reinigungsintervalle der Kette verkĂŒrzen. Auch verschiedene Reiniger und Harzlöser sind auf dem Markt erhĂ€ltlich. Wer zu Backofenreiniger, Magarine oder Ă€hnlichen Hausmitteln greift, sollte beachten, dass dies im schlimmsten Fall die GarantiegewĂ€hrleistung verhindern kann.

Kanister

Zuallererst ist darauf zu achten, dass es sich bei den fĂŒr Benzin und Öl genutzten Kanistern auch tatsĂ€chlich um welche eignet, die auch dafĂŒr vorgesehen sind. Auf keinen Fall sind zum Beispiel die BehĂ€lter von Frostschutzmitteln oder Scheibenputzwasser zu nutzen, denn diese geben den Chemikalien des Benzins mit der Zeit nach. Geeignete Kanister findet man sowohl von Noname-Produzenten, als auch von den KettensĂ€genherstellern in nahezu jedem Baumarkt und Onlineshop fĂŒr Werkzeuge. Mittlerweile sind diese auch als Kombikanister fĂŒr die richtige Menge Öl und Benzin im Gemisch erhĂ€ltlich. Auch an Tankstellen kann man geeignete Kanister erwerben.

Helm und Gehörschutz

Nicht nur die richtige Schnittschutzhose und Arbeitsschutzschuhe bzw. Stiefel sind wichtig, sondern auch ein Helm und Gehörschutz. Beides kommt langfristig der Gesundheit zu Gute. Über die LautstĂ€rke der verschiedenen KettensĂ€genmodelle wird oft gestritten, eines haben sie aber alle gemeinsam: sie haben DiskothekenlautstĂ€rke. Das ist nicht nur gut zu wissen, fĂŒr die Einhaltung der Ruhezeiten fĂŒr die Nachbarn, sondern auch fĂŒr einen selbst. Denn ein Gehörschutz ist somit zum Erhalt der Hörkraft unerlĂ€sslich.

Auch ein Helm ist bei Wald und Forstarbeiten unerlĂ€sslich. Gerade wenn man BĂ€ume fĂ€llt oder ĂŒber dem Kopf arbeitet, kann es immer mal wieder dazu kommen, das Äste doch nicht so fallen, wie man es plant. Bei den eigenen Arbeiten kann man natĂŒrlich zur Not noch zur Seite springen, sobald allerdings mehrere Personen am Arbeiten sind, ist es auch wegen der LautstĂ€rke des eigenen GerĂ€tes kaum mehr möglich alles im Blick und im Bewusstsein zu haben. Es gilt: Safety First.

Ersatz- und Verschleissteile

Helm und Gehörschutz TestGerade wer weiter weg von der heimischen Garage arbeitet, sollte Ersatz und Verschleissteile der KettensĂ€ge dabei haben. Man muss sie ja nicht zwingend immer am Mann haben, aber die wichtigsten Teile, wie eine Ersatzkette, ein zweites SĂ€geblatt und Werkzeuge zum Nachspannen und ggf. Filter reinigen, sollten zumindest im Fahrzeug liegen. Die Hersteller der KettensĂ€gen haben dafĂŒr spezielle Sets zusammengestellt. Mit denen lĂ€sst sich meist auch noch etwas Geld sparen im Vergleich zur Einzelanschaffung. Aber natĂŒrlich sind alle Teile auch einzeln im Fachhandel oder online erhĂ€ltlich.

ZusÀtzliche Ketten

Beim Kauf zusĂ€tzlicher Ketten sollte darauf geachtet werden, dass nicht jede Kette passt. Die Ketten sind nicht genormt und werden mit unterschiedlichen Maßen hergestellt und jeder Hersteller hat im Grunde seine eigene KettengrĂ¶ĂŸe. Ähnlich der Autoindustrie ist so ein Mix aus verschiedenen Marken nahezu unmöglich. Beim Kauf mĂŒssen die Kettenteilung, die -breite und die -lĂ€nge mit den Angaben des Herstellers zur KettensĂ€ge ĂŒbereinstimmen. Findet man eine passende Kette sind durchaus auch Sonderformen fĂŒr verschiedene Materialien erhĂ€ltlich. So können Hartmetallketten durchaus auch in eine normale MotorsĂ€ge eingespannt werden, wenn sie dafĂŒr vom Hersteller zugelassen ist.

W-Fragen:

Bei der Anschaffung einer MotorsĂ€ge stellen sich natĂŒrlich viele Fragen. Auch wĂ€hrend der Nutzung entstehen oft Fragen und Probleme. Einige davon sind einfach zu beantworten, andere komplexer. Die wichtigsten auf einen Blick:

Warum schneidet die MotorsÀge schief?

Wenn die SĂ€ge schief sĂ€gt, hat das meist mit Materialabnutzung zu tun. Das das SĂ€geblatt schief eingespannt ist, ist bei neueren Modellen tatsĂ€chlich eher unwahrscheinlich. Es kann sein, dass die Nut des SĂ€geblattes abgenutzt ist. Diese wird beim “einschleifen” jeder neuen Kette etwas mehr abgenutzt und bekommt so mit der Zeit etwas Spiel. Es ist aber auch durchaus möglich, dass die Kette einseitig abgenutzt ist. Das kann passieren, wenn man beim SĂ€gen einen Nagel erwischt hat oder die SĂ€ge lĂ€nger einseitig strapaziert wurde. Das Problem lĂ€sst sich leider oft nur durch den Austausch des betroffenen Bauteiles beheben.

Wer darf eine MotorsÀge bedienen?

Auf dem eigenen PrivatgrundstĂŒck am persönlichen Eigentum eigentlich jeder. Sobald man sich allerdings vom eigenen GrundstĂŒck bewegt, an fremden GegenstĂ€nden mit der MotorsĂ€ge arbeitet und seien es auch die BĂ€ume von Verwandten, dann braucht derjenige, der die KettensĂ€ge bedient einen KettensĂ€genschein. Andernfalls kann es passieren, dass die Unfallversicherung nicht greift bei einem Unfall. Wer also eine KettensĂ€ge beruflich nutzt oder sie im Auftrag fĂŒr andere, egal ob verwandt oder nicht, nutzen möchte, sollte vorher einen solchen KettensĂ€genlehrgang absolvieren.

Welches Benzin fĂŒr die MotorsĂ€ge

Eine MotorsĂ€ge benötigt Kraftstoff aus einem Gemisch aus Zweitaktmotorenöl und Kraftstoff besteht. In welchem VerhĂ€ltnis die Mischung stehen sollte, hĂ€ngt von der jeweiligen KettensĂ€ge ab. Die meisten benötigen ein Öl Benzingemisch von 1:50. Es gibt aber auch MotorsĂ€gen, die ein VerhĂ€ltnis 1:25, 1:20 oder 1:15 benötigen. Welches Gemisch notwendig ist und wie man dieses am besten herstellt, findet man in der Bedienungsanleitung der KettensĂ€ge.

Welche MotorsĂ€ge fĂŒr AnfĂ€nger?

Eine MotorsĂ€ge muss zum Nutzer passen. Nicht immer ist zwingend ein gĂŒnstiges Modell fĂŒr den Einstieg geeignet. Auch weniger Leistung kann manchmal eher gefĂ€hrlicher sein, als man denkt. Denn wenn man mĂŒhsam versucht mit einer MotorsĂ€ge, die eigentlich viel zu klein dafĂŒr ist, einen Stamm zu durchsĂ€gen, wendet man Druck an und es kann wahrscheinlicher zu einem Kick Back kommen, als mit einer leistungsstĂ€rkeren SĂ€ge. Die kleinen fĂŒr AnfĂ€nger, macht also nicht immer Sinn. Erst recht nicht, wenn man deren Grenzen nicht kennt. Die beste Möglichkeit sich fĂŒr eine KettensĂ€ge zu entscheiden, ist es, sie vorher bei Freunden oder Bekannten auszuprobieren. Wenn das nicht möglich ist, dann kann man auch verschiedene Modelle erst einmal ausleihen, um die richtige zu finden.

Was kostet eine MotorsÀge?

Das lĂ€sst sich nicht pauschal beantworten. Auch nicht die Frage “Wie viel Geld sollte man fĂŒr eine MotorsĂ€ge ausgeben?”. Denn das kommt entscheidend darauf an, was man mit der MotorsĂ€ge anstellen möchte und wie lange und wie oft man sie nutzen will. Die Preisspanne ist riesig. MotorsĂ€gen sind ab 50 Euro im Handel erhĂ€ltlich. Nach oben ist dem Preis nahezu keine Grenze gesetzt. Gute Modelle gibt es bereits zwischen 150 und 250 Euro. Je nachdem, was mit der SĂ€ge erreicht werden soll, können diese durchaus bereits ihren Zweck erfĂŒllen.

Wann und wie eine MotorsÀge reinigen?

Die MotorsĂ€ge sollte nach jedem Gebrauch gereinigt werden. Das ist nicht nur sinnvoll, um die SĂ€ge zu erhalten, sondern auch, um dabei gleich die sicherheitsrelevanten Teile zu ĂŒberprĂŒfen. Denn wenn man die SĂ€ge mit einer ZahnbĂŒrste oder einer trockenen SpĂŒlbĂŒrste reinigt, kommen alle Teile und ggf. auch kleine Risse oder BeschĂ€digungen zum Vorschein. Zudem sollte die MotorsĂ€ge in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden komplett gewartet und von Harzen und Schmutz befreit werden. Das beinhaltet auch gleich die Reinigung der Filter. Reinigungstipps und Wartungsanweisungen gibt es auch im Handbuch.

Wann das Schwert der MotorsÀge tauschen?

SpĂ€testens dann, wenn die Kette bei normaler Benutzung ohne andere GrĂŒnde runterspringt oder die SĂ€ge nicht mehr ganz gerade sĂ€gt, sollte das Schwert getauscht werden. Denn bei jeder neuen Kette wird die FĂŒhrungsschiene etwas weiter und irgendwann ist sie einfach verschlissen. Damit dieser Effekt etwas aufgehalten wird, sollte man das Schwert ab und an drehen. Denn dann nutzt sich die Nut im Schwert gleichmĂ€ĂŸiger ab und es kommt seltener dazu, dass die SĂ€ge nicht mehr gerade durchs Holz sĂ€gt.

Wie geht eine MotorsÀge an

Das kommt auf die MotorsĂ€ge an. Die meisten benzinbetriebenen Modelle werden Ă€hnlich einem RasenmĂ€her angezogen. HierfĂŒr ist tatsĂ€chlich etwas Kraft notwendig. Die Hersteller vereinfachen diesen Arbeitsschritt nach und nach und passen ihn an. Allerdings setzt auch der Umgang mit der MotorsĂ€ge selbst eine gewisse körperliche Konstitution voraus und deshalb ist das “anziehen” nicht unbedingt im allergrĂ¶ĂŸten Fokus der Entwickler und Designer. Elektrische MotorsĂ€gen gehen auf Knopfdruck an und hydraulische haben meist auch einen An- und Aus-Knopf.

Was ist eine Carving MotorsÀge?

Carving ist KettensÀgenkunst. Es handelt sich um das Schnitzen von Holz mit der KettensÀge. Dabei sind die Holzschnitzereien teilweise wirklich filigran und verdienen tatsÀchlich den Begriff Kunst. Dem ein oder anderen sind die Figuren an Schiffen ein Begriff. Diese entstehen teilweise auch mit Carving SÀgen. Das Schwert dieser KettensÀge ist vorn spitz zusammenlaufend. Diese Art der MotorsÀgen ist auch sehr leicht, damit ein prÀzises und vergleichsweise filigranes Arbeiten möglich ist.

Welche MotorsÀge ist die Beste?

Diese Frage ist ehrlich nicht pauschal zu beantworten. NatĂŒrlich gibt es in in jedem Test einen Testsieger. Der muss aber nicht die richtige MotorsĂ€ge fĂŒr den Fragesteller sein. Der mag das beste Preis-LeistungsverhĂ€ltnis haben und auch durchweg gute Rezensionen. Aber genau wie die Frage danach, “welche KettensĂ€ge ist die Beste fĂŒr mich”, lĂ€sst sich diese Frage einfach nicht pauschal beantworten. Je nach Verwendung und körperlicher Konstitution des Anwenders, kann das durchaus ein ganz anderes Modell sein, als der Testsieger. Denn was hat Lieschen MĂŒller davon, wenn sie den Testsieger kauft, der 9 Kilo wiegt und unheimlich leistungsstark ist. Dabei will sie nur die Äste in ihrem Vorgarten kĂŒrzen und kann die gekaufte MotorsĂ€ge nur schwer anheben. Die MotorsĂ€ge muss zum Nutzer passen.

Alternativen zur MotorsÀge

NatĂŒrlich ist eine MotorsĂ€ge nicht alternativlos. Aus der Land- und Forstwirtschaft ist sie nicht mehr wegzudenken. Aber einzelne Arbeiten lassen sich durchaus auch anders lösen. Es gibt tatsĂ€chlich auch Möglichkeiten BaumstĂ€mme, Eis und Ă€hnlich harte Materialien anders zu durchtrennen. Die Feuerwehr zum Beispiel hat neben einer MotorsĂ€ge auch noch eine hydraulische Schere und einen Spreizer zur VerfĂŒgung, um sich durch schweres Material zu kĂ€mpfen. Aus Zuhause gibt es Alternativen:

Eine HandsÀge

Auf diese Weise wurde es frĂŒher gemacht und es geht auch noch heute. Die Arbeit mit einer HandsĂ€ge ist natĂŒrlich um einiges kraftaufwĂ€ndiger. Es kostet mehr Zeit und MĂŒhe einen Baum zu durchsĂ€gen und Holz zu machen. Aber es ist nicht unmöglich. Schließlich sieht man diese TĂ€tigkeit noch regelmĂ€ĂŸig auf Hochzeiten, wenn die Paare einen Stamm mit einer HandsĂ€ge durchsĂ€gen mĂŒssen. Zudem ist es umweltfreundlicher und spart die Anschaffung einer KettensĂ€ge. Wer also nur einmal im Leben einen Baum im eigenen Garten fĂ€llen möchte und ĂŒber die körperliche Konstitution verfĂŒgt, der sollte diese Möglichkeit durchaus in ErwĂ€gung ziehen. Ganz nĂŒtzlicher Nebeneffekt: Zudem spart man sich in der Woche noch das Fitnessstudio.

Eine StichsÀge

NatĂŒrlich kann man BĂ€ume auch mit einer StichsĂ€ge und einem SĂ€geblatt fĂŒr Holz entasten. Bei kleineren Ästen ist das auch eine sehr wirtschaftliche Alternative im Vergleich zur Anschaffung einer MotorsĂ€ge eigens dafĂŒr ein paar Äste aus dem Obstbaum im Vorgarten zu schneiden. Allerdings wird man mit einer StichsĂ€ge auch schnell an die technischen Grenzen kommen, was den Umfang der Äste und den Zeitfaktpr betrifft. Eine StichsĂ€ge ist nĂ€mlich eher fĂŒr kleinere Arbeiten gedacht. Die meisten StichsĂ€gen, die sich in Privathaushalten befinden sind entweder Strom oder Akkubetrieben und durchaus nicht so leistungsstark wie eine MotorsĂ€ge. Auch die SĂ€geblĂ€tter sind oft um einiges kĂŒrzer. Es gilt also zu entscheiden, ob man etwas mĂŒhsamer einmal um den Ast herum sĂ€gt, um ihn vom Baum zu entfernen oder ob man die Investition in eine MotorsĂ€ge tĂ€tigt. Als Anhaltspunkt gilt: fĂŒr die Äste, bei denen eine StichsĂ€ge noch lohnt und wirklich als Alternative fĂŒr eine MotorsĂ€ge genutzt werden könnte, reicht im Grunde auch eine qualitativ hochwertige Astschere.

Eine KreissÀge

Eine KreissĂ€ge ist weniger mobil als eine MotorsĂ€ge und man muss das Material zur SĂ€ge bringen, nicht wie bei der MotorsĂ€ge andersherum. Trotzdem ist eine KreissĂ€ge zum Beispiel zum Feuerholz machen durchaus geeignet, wenn die StĂ€mme schon eine gut hĂ€ndelbare GrĂ¶ĂŸe haben. Um sie allerdings auf 1-2 Meter lĂ€nge zu bekommen, kommt man um eine MotorsĂ€ge oft nicht umhin. Denn um einen großen Stamm im richtigen Winkel auf die KreissĂ€ge zu bekommen, brĂ€uchte man sonst schweres GerĂ€t. Mit reiner Muskelkraft ist das oft nicht zu bewĂ€ltigen. Eine KreissĂ€ge hat den Vorteil, dass ihre Schnittkanten sehr viel gerade werden, als die einer MotorsĂ€ge (zumindest beim Laien). Wer Bretter zurecht sĂ€gen will, der ist mit einer KreissĂ€ge wohl besser bedient, als mit einer MotorsĂ€ge. Diese ist dann halt nicht so variabel einsetzbar.

Eine MotorsÀge mieten oder leihen

Wer die MotorsĂ€ge nicht sehr oft braucht, der kann auch darĂŒber nachdenken, sich fĂŒr ein paar EinsĂ€tze eine MotorsĂ€ge zu leihen. Das geht in vielen BaumĂ€rkten und teilweise auch beim Garten- und Landschaftsbauer des Vertrauens. Ob das Sinn macht, ist eine sehr individuelle Entscheidung und eine Entscheidung danach, wie oft die SĂ€ge zum Einsatz kommt. Es lohnt sich einmal durchzurechnen, ab wie vielen EinsĂ€tzen sich der Kauf einer eigenen SĂ€ge rechnet. Denn eine SĂ€ge, die lange liegt, muss auch gewartet werden und ist oft nicht so schnell wieder einsatzbereit, wie ein LeihgerĂ€t. Wenn allerdings zu viele EinsĂ€tze anstehen, fĂŒr die eine MotorsĂ€ge ausgeliehen werden muss, wird das auf Dauer teuer und die Anschaffung einer eigenen KettensĂ€ge kann sich durchaus lohnen. Wer sich eine MotorsĂ€ge mieten oder leihen möchte, der sollte allerdings auch bedenken, ass er dazu auch die notwendige SchutzausrĂŒstung braucht. Diese kann ggf. auch beim HĂ€ndler gemietet werden oder muss selbst angeschafft werden.

Ein GĂ€rtner oder Landschaftsbauer

Wenn es sich mit der Nutzung einer MotorsĂ€ge um eine einmalige Aktion, wie das entkernen eines BaugrundstĂŒckes oder den Umbau des eigenen Gartens geht, ist es durchaus denkbar auch gleich den Profi ranzulassen, bevor man sich ein eigenes GerĂ€t anschafft. Das klingt im ersten Moment furchtbar dekadent, aber wer bedenkt, dass eine SchutzausrĂŒstung und eine MotorsĂ€ge gemeinsam so um die 500 Euro kosten, der kann sich ausrechnen, wie viele GĂ€rtnerstunden das inklusive Anfahrt sind. Die Arbeit spart sich der Auftraggeber noch dazu. NatĂŒrlich ist bei dieser Berechnung zu bedenken, dass man die angeschaffte MotorsĂ€ge fĂŒr weitere EinsĂ€tze zur VerfĂŒgung hat ohne erhebliche weitere Kosten. Ein GĂ€rtner kostet auch beim nĂ€chsten Mal noch genau so viel. Wobei dieser dann gleich auch noch anderes Werkzeug, wie zum Beispiel eine Heckenschere, eine Astschere oder Ă€hnliches mitbringt um die filigranen Arbeiten mit der Hand zu erledigen. Zudem wird es deutlich schneller sein, dem Profi das Feld zu ĂŒberlassen, denn er weiß bereits was er tut und ist geĂŒbt in den Schnitten und mit seinem Material. Es macht natĂŒrlich auch nur halb so viel Spaß.

WeiterfĂŒhrende Links und Quellen

Video: die grĂ¶ĂŸten, lĂ€ngsten und stĂ€rksten KettensĂ€gen 

Youtubekanal Timbersports 

Unfallstatistik 2017 Österreich Schwerpunktbericht Forstwirtschaftliche Arbeiten

Das Handelsblatt zur Akkusparte von STIHL 

Video: Anleitung zum Kette spannen einer MotorsÀge 

Eintrag bei Wikipedia zu Schnittschutzhosen 

Wikipedia ĂŒber die SĂ€gekette einer MotorsĂ€ge und deren Geschichte 

Artikel im Spiegel ĂŒber den Bau von Eisskulpturen mit KettensĂ€ge und Hammer 

Focusbeitrag ĂŒber UnfĂ€lle beim BaumfĂ€llen 

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