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Ist Internetradio kostenlos?

1923 begannen in Deutschland die ersten Sender, regelmäßig Radioprogramme auszustrahlen. Von seiner Beliebtheit hat das Radio nichts eingebüßt: Bis heute hören die Deutschen den größten Teil ihrer Musik über Radiogeräte. Mit 27 % der Gesamtzeit verweist das gute alte Radio digitale Musikdateien oder physische Tonträger auf die Plätze. In seiner langen Präsenz hat sich das erste Massenmedium ständig weiterentwickelt: Nach dem Digitalradio kamen Ende der 1990er Jahre die ersten Internetradios auf den Markt.

Das analoge Radio hat natürlich immer noch seine Berechtigung, doch jeder Sender, der etwas auf sich hält, bietet sein Programm parallel online an.

Das Angebot ist gigantisch: Internet Radiohörer finden Sender aus der ganzen Welt, die 24 Stunden am Tag die Songs aus dem Lieblings-Genre spielen. Daneben bieten zahlreiche  Spartenprogramme Unterhaltung, die den eigenen Interessen entspricht. Das Hörerlebnis ist pur, denn Nerven raubende Moderatoren quatschen nicht mehr in die Melodie und Werbespots halten sich auch in Grenzen.

Welche Pluspunkte bietet Internetradio?

Momentan streamen um die 2000 Radiostationen Hörfunkprogramme, Tendenz steigend. Bei den Web-Radiosunterscheiden sich zwei Arten: Zwanzig Prozent des gesamten Angebots stellen die bekannten regionalen UKW-Sender, die ihre aktuellen Programme online ausstrahlen. Die Sendungen kommen mit einem kleinen Zeitversatzbeim Hörer an, da die gesendeten Daten erst komprimiert, danach gesendet und beim Empfänger wieder entschlüsselt werden.

Reine Online-Anbieter senden entweder Live-Streams oder produzieren Programme vor. Einzelne Songs oder Playlists kann der Nutzer abrufen. Zu den bekanntesten deutschen Webradio-Plattformen zählen radio.de und surf.musik. Manche Programme sind sozusagen “intelligent”, denn auf Basis der angehörten Musik schlagen sie auf Wunsch ähnliche Songs aus dem Genre vor. Auch der Austausch mit anderen Hörern ist möglich, um Fans der gleichen Stilrichtung zu finden. Die Nutzer haben ebenso die Möglichkeit, den Betreiber zu kontaktieren, um das Angebot mit neuen URLs zu erweitern.

Begrenzte Empfangsgebiete gibt es beim Radio hören nicht mehr und störendes Senderrauschen gehört nun auch der Vergangenheit an. Die Voraussetzung, Musik online zu empfangen, ist ein Internetanschluss mit Flatrate, ansonsten wird Radioempfang zu einem teuren Spaß. Musikprogramme können Sie im Live-Streamabspielen oder als Podcast abonnieren. Beide Varianten entsprechen normalen Downloads. Das Internetradio bietet neben reinem Anhören noch weitere Optionen, dazu kommen wir später.

Wie kann Internetradio empfangen werden?

Die Vielfalt der Online-Stationen können Sie sich über zwei Wege nach Hause holen: Nutzen Sie den PC oder kaufen Sie sich ein Empfängergerät. Die Möglichkeit, direkt über den Laptop Musik zu streamen, ist so einfach wie surfen: Besuchen Sie die Webseite des Radioanbieters und suchen sich ein Programm aus.

Sie benötigen lediglich einen Player, um die Musik abzuspielen. Im Windows-Betriebssystem vorinstalliert ist der Media Player, andere Programme wie Real Player oder WinAmp können Sie nach Wunsch installieren. Hören können Sie dann über den internen Lautsprecher oder Kopfhörer, den vollen Sound genießen Sie mit angeschlossenen Aktiv-Boxen oder gleich über die große Anlage im Wohnzimmer.

Wenn mehrere Personen den heimischen Laptop nutzen, brauchen Musikliebhaber nicht auf den angenehmen Klangteppich im Hintergrund zu verzichten. Mit der entsprechenden Hardware lässt sich Musik in der Küche, im Garten und an jedem anderen Ort ohne Rechner empfangen. Das Internetradio ähnelt einem Kofferradio, es gibt Einbau-Varianten für die Küche oder schicke Module für die Stereo-Anlage.

Sie brauchen eine schnelle Internetverbindung über WLAN oder LAN-Kabel. Um Internetradio ohne Aussetzer zu hören, sollte DSL-Verbindung nicht weniger als 128 Kbit/s übertragen. 15 Stunden Radio hören verbrauchen etwa 1 GB Datenvolumen.

Internetradio auf dem Smartphone

Für unterwegs bietet sich das Smartphone an, Internetradio und Podcasts zu streamen. Da die meisten modernen Handys Java beherrschen und eine UKW-Radio-Funktion besitzen, stehen auch hier sämtliche Online-Radiodienste zur Verfügung. Bevor es losgehen kann, müssen Nutzer noch eine kostenlose Zusatz-Softwareinstallieren, die den Zugriff auf MP3-Streams im Internet ermöglicht.

Android Handys mit integriertem MP3-Player können beispielsweise die Freeware “Last.fm” oder “Radio Bee” aus dem Google Playstore installieren. Nachdem Sie zwecks Datentransfer UMTS, GPRS oder EDGE festgelegt haben, zeigt Ihnen Radio Bee eine Liste voreingestellter Web-Radiostationen an, die Sie natürlich erweitern können.

Für das iPhone finden Sie im Apple App Store diverse Programme, um Internetradio zu streamen, beispielsweise die Musikdienste “Midomi” oder “iRadio”. Nokia stellt seinen Kunden für die N-Serie die Freeware “Nokia Internet Radio” zur Verfügung.

Achtung: Möchten Sie Interntradio über das Smartphone abspielen, sollten Sie beim Handy-Anbieter unbedingt einen Flat-Tarif abschließen, da ansonsten die hohe Streaming-Rate die Verbindungskosten ganz enorm in die Höhe treibt.

Welche Kosten entstehen durch das Internetradio?

Das Hören von Internetradio ist für private Internet-Nutzer ein kostenloser Service. Einige Anbieter, beispielsweise Spotify, knüpfen ihr Angebot an Werbespots, die zum gratis Empfang durchlaufen müssen. Indirekte Kosten entstehen durch Gebühren für den Internetzugang und das Daten-Paket.

Ein PC, der Radio-Angebote aus dem Internet abspielen kann, zählt zu den neuartigen Rundfunkgeräten. Es handelt sich demnach um ein Empfängergerät und unterliegt der Rundfunkgebühr, formuliert die GEZ den Sachverhalt. Gewerbliche Nutzer, die beispielsweise ein Ladengeschäft mit Musik aus dem Internetradio berieseln möchten, unterliegen der GEMA-Gebühr.

Möchten Sie selbst auf Sendung gehen, so ist auch dies über Internet-Radio möglich. Dazu stellen Anbieter wie Shoutcast, Streamplus oder Streamserver24 das Streaming als Service zur Online-Ausstrahlung bereit. Auch hier muss der Betreiber für Gema und GVL Gebühren bezüglich der Nutzung von Tonträgern zahlen.

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