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Schlauchboote im Test auf ExpertenTesten
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Schlauchboot Test - fĂŒr Erlebnisse auf dem Meer - Vergleich der besten Schlauchboote 2019

An einem vielseitigen Schlauchboot haben sowohl Profis als auch Newbies Freude.Um eine Bestenliste kreieren zu können, hat unser Team unterschiedliche Tests und Vergleiche im Internet ĂŒberprĂŒft, um Wertungen zu Ventilart, Nutzlast, Materialien und einiges mehr zu offenbaren.

Schlauchboot Bestenliste 2019

Letzte Aktualisierung am:

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ExpertenTesten TÜV-Siegel 1,06
sehr gut
1,57
gut
1,96
gut
2,06
gut
2,09
gut
2,69
befriedigend
2,70
befriedigend
2,88
befriedigend
Kundenbewertungen
auf Amazon

4.5 von 5 Sternen
bei 23 Rezensionen

4.3 von 5 Sternen
bei 249 Rezensionen

4.2 von 5 Sternen
bei 142 Rezensionen

3 von 5 Sternen
bei 25 Rezensionen

4.1 von 5 Sternen
bei 166 Rezensionen

3.6 von 5 Sternen
bei 30 Rezensionen

3.6 von 5 Sternen
bei 26 Rezensionen

3.2 von 5 Sternen
bei 52 Rezensionen
Produktabmessungen

Gesamtmaße: 320 × 152

366 x 168 x 43 cm

312 X 91 X 51 cm

305 x 132 x 38 cm

351 x 145 x 48 cm

ca. 256 x 119 cm

298 x 135 cm

228 x 121 x 36 cm

Gewicht inkl. Verpackung

45 kg

28 Kg

17 Kg

k.A.

21 Kg

9 Kg

k.A.

7 Kg

Artikelgewicht

26 Kg

14 Kg

16 Kg

19 Kg

7 Kg

9,9 Kg

6 Kg

Material

Das Schlauchboot der Kategorie C ist robustem PVC hergestellt und kann mit maximal 643 kg beladen werden. 3 Aluminiumböden, 3 separate Luftkammern und Sicherheits-FĂŒllventile.

Vinyl

PVC-Folie

Heavy-Gauge PVC / Polyester-Mesh

Vinyl

Extra starke Folie

PVC / Kunststoff

0,42mm starkes vinyl

Ventilart

Dank Luftpumpe lassen sich Kiel und Luftkammern schnell aufpumpen.

Boston Ventile

2x Lenzventile

Boston Ventile

Boston Ventile

k.A.

Boston Ventile

Boston Ventile

Nutzlast

ohne Motor

455 Kg

160 Kg

300 kg

400 Kg

200 kg

310 Kg

190 Kg

Personenanzahl max.

mit maximal 643 kg beladen

5 Personen

2 Erwachsene

3+1 Personen

4 Personen

2 Erwachsene + 1 Kind

3 Erwachsene

2 erwachsene + 1 kind

Konstruktion

Schlauchboot Paddelboot grau mit Aluboden

Mit 3 Luftkammern

k.A.

2 Luftkammern + Kiel + Boden

Mit 3 Luftkammern

4 Luftkammern

2 Luftkammern + 2 Boden

3 Luftkammern + Boden

Ausstattung
  • 3 Luftkammern, 3 Alu-Böden, Sitzbank, Haltegriffe, Seilreeling & 2 Paddel
  • 4 Ruderhalterungen
  • 2 SitzplĂ€tze mit RĂŒckenlehnen
  • Ruderdollen
  • Reparatur Set
  • Inkl. 84 Paddel und Luftpumpe
  • 3 aufblasbare Sitzkissen
  • Umlaufende Halteleine
  • 8 Ruderhalter
  • 2 Angelrutenhalter
  • 1 Zubehörtasche
  • 2 Angelhalterungen
  • Ruderhaltungen
  • Ruderdollen
  • 4 Ruderdollen
  • 1 Tragegriff
  • 2 Paar elastische Ruderdollen
  • Reparatur-Kit
  • Mit Tragegriffen
  • Integrierte Ruderdollen und Halteklamme
  • Robuster Handgriff
  • Zugring
Motorisierbar

ja

max. motorleistung 1,1 kW

max. 1,8 kW/2,5 PS

max. 2,5 PS

max. motorleistung 1,1 kW

nein

ja

nein

Zubehör

đŸ”· TransporttascheđŸ”· LuftpumpeđŸ”· Reparatur-Set

đŸ”·   2x Paddel 122 cmđŸ”·   1x Handpumpe

nein

đŸ”·   Aluminiumpaddel đŸ”·   Luftpumpe đŸ”·   Luftdruckmesser đŸ”·   Tragetasche

đŸ”·   2x Paddel 122 cmđŸ”·   1x Handpumpe

đŸ”·   2 AluminiumpaddelnđŸ”·   2000 ccm Blasebalg

nein

đŸ”·   Blasebalg 23x15cmđŸ”·   1 Paar 124cm Paddel

Besonderheiten
  • Schlauchboot der Kategorie C fĂŒr bis zu 5 Personen
  • ideal fĂŒr kĂŒstennahe GewĂ€sser, Buchten, FlussmĂŒndungen, FlĂŒsse oder Seen
  • mit Außenbordmotor nachrĂŒstbar; max. Motorisierung: 11 Kw / 15 PS
  • Motorisierbar
  • Luftpumpe
  • 4-Teilig
  • KrĂ€ftige Vinyl-Konstruktion
  • UV-bestĂ€ndig
  • Bodenkammer mit Stegen
  • Mit 3 Luftkammern
  • Extra flaches Profil fĂŒr Seen und seichte FlĂŒsse
  • Geeignet fĂŒr 2 Personen
  • Maximale Tragkraft: 160 kg!
  • Inkl. 84 Paddel und Luftpumpe
  • Einsatzbereit
  • 3-lagiges Material fĂŒr hohe Festigkeit und StabilitĂ€t
  • Stabile, geschweißte Ruderdollen
  • Umlaufende Anti-Bump-Leiste
  • Robust
  • Stabil
  • 4-Teilig
  • Mit aufblasbarem Boden
  • Halteleine Rund um das Boot
  • Aufblasbare Sitzkissen
  • Handpumpe
  • 2 Schraubventile & 2 Sicherheitsventile
  • Seewasser- und ölbestĂ€ndig
  • TÜV/GS geprĂŒft
  • 4 Luftkammern
  • Pflegelicht
  • Aufblasbar
  • Mit aufblasbarem Boden
  • BesĂ€tze zum Anbringen des Sevylor-Elektrodmotors
  • 2 Paar elastische Ruderdollen
  • Reparatur-Kit
  • Stabile 2-ring Konstruktion
  • Schraubventile fĂŒr schnelles be- und entlĂŒften
  • 3 Luftkammern
  • Integrierte Ruderdollen
  • Robuster Handgriff
Materialbeschaffenheit
VerarbeitungsqualitÀt
Benutzerfreundlichkeit
Preisvergleichsmatrix
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Was ist ein Schlauchboot?

Das Schlauchboot ist ein aufblasbares Boot aus verschiedenen Materialien. Meistens sind diese synthetisches Gummi, Kunststoff, weichgemachtes PVC oder Àhnlich gummiartiges Gewebe, so z. B. Hypalon.

Via Nova - Navigator IIDas Boot besitzt einen Schlauch als Rumpf bzw. als Außenseite und wird mit Gas aufgefĂŒllt.

Dieses wird bei der Benutzung hineingepumpt und kann fĂŒr den Transport und die Lagerung des Schlauchbootes wieder herausgelassen werden.

Um zu verhindern, dass wÀhrend der Benutzung Luft entweicht, besitzen Schlauchboote spezielle Verschlussvorrichtungen, die das Entweichen verhindern.

Sie sind leichter als herkömmliche Boote, seitenstabil, was bedeutet, dass auch bei einer Gewichtsverlagerung der Auftrieb durch die TrÀgerschlÀuche gegeben ist. Dadurch legt sich das Boot bei schnellerer Fahrt oder RichtungsÀnderungen nicht auf die Seite. Die TrÀgerschlÀuche stabilisieren das Boot im Wasser und bewirken, dass es nicht zu weit ins Wasser eintaucht. Das macht ein Versinken so gut wie unmöglich.

Wie ist ein Schlauchboot aufgebaut?

Ein Schlauchboot besteht aus verschiedenen Komponenten. Es ist von einem TrĂ€gerschlauch umgeben, besitzt einen Einlegeboden, meistens einen Fahrersitz und mehrere weitere Sitze, ein Luftventil, bei grĂ¶ĂŸeren Varianten Instrumente, Motor und Lenkrad, einen SĂŒllrand, Tragegriffe, eine Halteleine und einen Heckspiegel.

Sevylor - Fish HunterSchlauchboote unterscheiden sich dabei in drei Kategorien, wenn es um den Aufbau und die Konstruktion geht.

Zum einen gibt es voll aufblasbare Boote, die als „Badeboote“ bezeichnet werden, zum anderen Schlauchboote, die zusĂ€tzlich einen festen Einlegeboden besitzen, der meistens aus Aluminium oder Holz ist oder auch aus einem Einlegeboden, der selbst noch einmal aufblasbar ist und sich kompakt verstauen lĂ€sst.

Daneben gibt es Festrumpfschlauchboote mit einem Rumpf aus Aluminium, Kevlar oder glasfaserverstĂ€rktem Kunststoff. Der Rumpf solcher Boote ist immer fest integriert, wodurch das ganze Boot leichter ist und ermöglicht so bessere Auftriebseigenschaften gegenĂŒber den normalen Schlauchbooten. Aufgrund des Auftriebs der am Boot vorhandenen LuftschlĂ€uche ist dieses so gut wie unsinkbar.

So können Festrumpfschlauchboote auch fĂŒr Antarktis- oder RettungseinsĂ€tze genutzt werden. Gerade in Rauhwassergebieten sind diese sehr schnell und kentern nicht.

Boot mit AußenbordmotorDie Konstruktion der Festrumpfschlauchboote unterscheidet sich in der Bauart und Herstellung von kleineren Schlauchbooten. Die SchlĂ€uche am Boot werden SeitenwĂŒlste genannt und sind meistens in mehrere, aufblasbare Kammern geteilt. Dadurch wird einer BeschĂ€digung des gesamten Schlauches schon von vorneherein vorgebeugt, Ă€hnlich, wie es moderne Wasserbetten aufweisen. Ein einziger Schlauch könnte bei einem Schaden in sich zusammenfallen und das Boot zum Sinken bringen.

Handelt es sich um ein kleineres Schlauchboot, wird dieses entweder durch ein Ruder bzw. Paddel oder durch einen Außenbordmotor gelenkt, der an einem Griff schwenkt. Eine andere Version ist der Antrieb durch Hydraulik oder ein Lenkseil. Letzteres ist ebenso aus Kunststoff oder Stahl.

Große Schlauchboote sind natĂŒrlich mit einem Ruder versehen, da diese bis zu zwanzig Meter lang sein können. Besonders große Boote werden durch mehrere Außenbordmotoren gesteuert und angetrieben.

Daneben gibt es Schlauchboote, die mittlerweile einen Innenbordmotor besitzen, ebenso einen Wasserstrahlantrieb. Dadurch kann eine Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometer pro Stunde erzielt werden.

FĂ€llt der Motor aus oder soll er nicht zum Einsatz kommen, lassen sich die Schlauchboote auch segeln oder rudern.

Gelenkt wird das Schlauchboot z. B. durch eine Pinnensteuerung. Der Fahrer sitzt dabei direkt auf dem Trageschlauch und bedient die Lenkung und das Gas ĂŒber die Pinne. Beim Lenken ist viel Kraft notwendig und die Lenkbewegungen der Pinne benötifen eine geĂŒbte Hand, da leichte Bewegungen und Schwankungen schon zu großen Kursabweichungen fĂŒhren können. Eine Quick-Stop-Leitung hilft dabei, dass ein Stop-Schalter, wenn es notwendig wird, den Motor ausschaltet.

Welche Materialien werden bei der Herstellung von Schlauchbooten verwendet?

Das Material der Schlauchboote ist verschieden und meistens mehrlagig. Kunststoff-Folien bestehen aus verschiedenen chemischen Zusammensetzungen und sind hĂ€ufig bei Bade-Schlauchbooten das Hauptmaterial. FĂŒr hochwertigere und professionellere Boote sind Kunststoff-Folien allerdings nicht geeignet, da sie nicht ausreichend gasdicht sind.

Schlauchboot SportFestrumpfschlauchboote bestehen zum grĂ¶ĂŸten Teil aus Hypalon, die inneren Lagen sind aus Neopren gefertigt. Hypalon ist nicht gasdicht, Neopren dagegen schon. Die Kombination beider Materialien macht das Schlauchboot dann sehr beschĂ€digungssicher.

Das Gemisch aus Hypalon und Neopren wird hĂ€ufig verwendet. Diese Materialien altern nicht und lassen sich, falls notwendig, auch einfacher reparieren. Das Material ist höherwertig, weshalb das Schlauchboot dann auch in der höheren Preiskategorie liegt. DafĂŒr hĂ€lt es aber auch sehr lange.

Ein weites Material ist Polythylen, ein hĂ€rterer Kunststoff, der hin und wieder bei kleineren Schlauchbooten fĂŒr den Rumpf oder den Schlauch verwendet wird. Diese Schlauchboote lassen sich mit festem Rumpf dann allerdings auch nicht falten oder ganz entleeren, weshalb sie nicht direkt zu den aufblasbaren Schlauchbooten zĂ€hlen.

Auch PVC wird fĂŒr Schlauchboote immer noch sehr hĂ€ufig genutzt, ist natĂŒrlich nicht unumstritten. PVC, also Polyvinylchlorid, besitzt die negativen Eigenschaften, dass es seinen Weichmacher ausdĂŒnstet, so das das Material schnell spröde, hart und undicht werden kann. Auch ökologisch ist das Material weiterhin problematisch, da die Entsorgung kaum möglich ist.

Sevylor - CaravelleMit richtiger Pflege hĂ€lt das Schlauchboot dennoch lange, allerdings können hĂ€ufiger BeschĂ€digungen auftreten. Gerade gegen Sonnenlicht und Temperaturen, die ĂŒber 15 Grad Celsius liegen, muss das Schlauchboot aus diesem Material geschĂŒtzt werden. Die Haltbarkeit des Bootes kann dann bis zu 10 Jahre betragen.

Gegen Sonnen- und UV-Licht bestĂ€ndig ist z. B. Ethylen-Propylen-Dien Kautschuk, kurz EPDM. Dieses Material wird bei sehr hochwertigen Schlauchbooten genutzt, z. B. fĂŒr Raftingboote, die höheren Belastungen standhalten mĂŒssen und besonders unter gewerblichen Bedingungen Einsatz finden. Aber auch Freizeitschlauchboote werden aus EPDM gefertigt, darunter z. B. Kajaks.

EPDM ist Ă€ußerst reiß– und abriebsfest. Das Material wird vulkanisiert und bekommt so die sehr feste Verbindung seiner Zusammensetzungen. Dadurch ist das Boot bestĂ€ndig gegen einen sehr hohen Luftdruck und weist eine hohe FormstabilitĂ€t auf. Auch diese Boote sind preisaufwendiger, halten dagegen aber auch lĂ€nger als z. B. Boote aus PVC. Im Gegensatz zu diesem lĂ€sst sich das Material auch recyceln.

Gummi war eines der hĂ€ufigsten verwendeten Materialien bei Ă€lteren Schlauchbooten, wurde allerdings durch mittlerweile bessere Materialien mit synthetisch hochwertigeren Eigenschaften ersetzt. Selten ist der Rumpf oder der Schlauch aus Gummi, dennoch wird das Schlauchboot immer noch als „Gummiboot“ bezeichnet.

Welcher Einlegeböden gibt es fĂŒr Schlauchboote?

  • Das Schlauchboot mit Holzboden
  • Das Schlauchboot mit Lattenboden
  • Das Schlauchboot mit Luftboden
Dieses Schlauchboot ist Ă€ußerst robust und die traditionelle Variante. Der Boden hat auch Auswirkungen auf die Fahreigenschaften des Bootes.

Der Boden besteht aus durchgehenden Brettern, die aus QualitĂ€tssperrholz gefertigt sind, die wiederum mit ĂŒberkreuzt liegenden Aluminiumprofilen verbunden sind. Dadurch ermöglicht das Schlauchboot eine anspruchsvolle Nutzung und dennoch eine hohe Geschwindigkeit.

Der Aufbau und Transport gestalten sich allerdings etwas schwieriger, meistens mĂŒssen mehrere Personen mithelfen. Auch das Gewicht ist höher im Vergleich zu den beiden anderen Varianten. DafĂŒr besitzt das Schlauchboot mit Holzboden eine lange Haltbarkeit.

Dieser ist nicht ganz so robust wie der feste Holzboden, besitzt aber den Vorteil, dass das Schlauchboot so leichter ist, dennoch eine gute StabilitÀt ermöglicht wird.

Der Transport ist einfacher, auch die Geschwindigkeit des Bootes höher. Ein einzelner Mensch kann das Schlauchboot mit Lattenboden alleine aufbauen und fĂŒr das Wasser vorbereiten. Auch der Preis ist in der mittleren Kategorie angesetzt.

Beim Luftboden werden die untere und obere Schicht zusammengeklebt, so dass Luftkammern entstehen. Dadurch entsteht beim Aufblasen des Schlauchbodens dennoch eine harte und starke Bodenplatte.

Dieser ist etwas anfÀlliger, ermöglicht aber eine höhere Geschwindigkeit und macht das Schlauchboot sportlich tauglich, ist auch bei höheren WellengÀngen und lÀngeren Fahrten geeignet. Daneben kann es leicht transportiert und aufgebaut werden.

Die Pflege ist etwas aufwendiger, da der Gummiboden nicht so robust wie Latten- oder Holzboden sind. Auch die Lebensdauer eines Schlauchboots mit Luftboden ist gegenĂŒber den beiden anderen Versionen niedriger, da der Abrieb stĂ€rker ist.

Welche Arten von Schlauchbooten gibt es?

Die meisten Schlauchboote werden nach ihren Einsatzmöglichkeiten, ihrer Bauweise und ihrem Antrieb klassifiziert.

  • Einsatzbereiche
  • Bauweise
  • Antriebsart
Hier gibt es das einfache Bade- bzw. Gummischlauchboot, das meistens von kleiner GrĂ¶ĂŸe ist, leicht zu handhaben und einfach in der Konstruktion und im Aufbau. Es dient hauptsĂ€chlich dem FreizeitvergnĂŒgen, kann also grĂ¶ĂŸeren Anforderungen nicht standhalten, darunter Sportwettbewerbe oder RettungseinsĂ€tze.

Daneben sind die aufblasbaren Alternativen zum Faltboot das Kanu, das Kajak, das mit einem Doppelpaddel gelenkt wird, und der Kanadier. Diese Schlauchboot-Varianten sind fĂŒr Flussfahrten und leichtes bis mittelschweres Wildwasser geeignet. Sie werden hauptsĂ€chlich zur sportlichen BetĂ€tigung genutzt und gelten nur durch ihren Aufbau als Schlauchboot.

Ein kleines Beiboot wird Yachttender genannt. In grĂ¶ĂŸeren GewĂ€ssern und Wildwassern erfĂŒllen dann Raftingboote ihren Zweck, obwohl auch diese mehr Floß als Schlauchboot sind. Die heutigen Varianten sind allerdings durchaus fĂŒr den professionellen Wassersport geeignet und bewĂ€ltigen auch Wildwasser mit höheren Schwierigkeitsgraden.

Sie sind aus mehrlagigem und gummiertem Gewebe, besitzen unabhĂ€ngige Luftkammern und variieren in der GrĂ¶ĂŸe. FĂŒr das Rafting können bis zu 12 Personen in einem Schlauchboot dieser Art Platz finden.

Einen aufblasbaren Kiel bzw. Boden haben wiederum Sportschlauchboote. Meistens sind diese auch mit einem Außenbordmotor ausgestattet und besitzen einen festen Rumpf. Den gleichen Motor haben auch Offshore-Boote, die bei grĂ¶ĂŸeren RettungseinsĂ€tzen von z. B. Greenpeace oder der Marine genutzt werden.

Hier werden die Boote nach Material und Bauweise eingeteilt. Neben voll aufblasbaren Schlauchbooten gibt es Schlauchboote mit festen Einlegeböden, die meistens aus Holz oder Aluminium gefertigt sind.

So bezeichnete RIB-Boote, also Festrumpfschlauchboote, besitzen einen Rumpf aus Aluminium, Kevlar oder glasfaserverstÀrkten Kunststoff. Der Schlauch ist dabei umlaufend und, je nach Bauart, ist das Boot ohne diesen schwimmfÀhig oder nicht.

Die Antriebsarten der Schlauchboote werden in motorbetriebene, geruderte bzw. gepaddelte und besegelte Boote kategorisiert.

Die hĂ€ufigste Form ist das motorbetriebene Schlauchboot, das durch einen Außenbordmotor oder, bei RIB-Booten, einen Innenbordmotor gelenkt wird, der mit Benzin oder Diesel lĂ€uft und einen Z-Antrieb aufweist. Das ist durch stabile KunststoffrĂŒmpfe möglich geworden, in denen, wie bei Sportbooten, ein Motorraum vorhanden ist.

Andere Schlauchboote werden per Jet gelenkt. Dabei treibt eine Wasserpumpe den Motor an, die unter Druck das angesaugte Wasser durch ein schwenkbares Rohr wieder hinauspumpt. Der dabei entstehende Strahl bewirkt den Vortrieb des Bootes, das Rohr die Lenkbewegung.

Schlauchboote, die mit einem Jet angetrieben werden, besitzen keinen Propeller. Dadurch ist z. B. die Verletzungsgefahr dann auch geringer, ebenso der Tiefgang, so dass auch an StrĂ€nden problemlos angelegt werden kann. GegenĂŒber motorbetriebenen Booten ist der Wirkungsgrad allerdings niedriger, die Fahrleistung muss durch mehr Motor-Leistung erhöht werden. Auch das Manövrieren ist etwas schwieriger.

Kleinere Schlauchboote besitzen einen Elektro-Motor. Diese sind gerade in solchen Wasserregionen geeignet, in denen Verbrennungsmotoren nicht erlaubt und alleine Segeln oder Rudern die Alternative sind. Die Reichweite und Leistung durch diesen Antrieb ist geringer im Schlauchboot Vergleich und hÀngt von der Batterie ab. Diese muss zudem aufgeladen werden. Ein Vorteil bleibt die Umweltfreundlichkeit und die geringen GerÀusche des Motors, was beispielsweise Anglern zugutekommt.

Ein durchschnittliches Schlauchboot wird schwĂ€cher motorisiert als grĂ¶ĂŸere Kunststoffboote. Das geringe Gewicht ermöglicht auch ohne großen Antrieb eine gute GleitfĂ€higkeit bei niedriger Geschwindigkeit.

Worauf muss ich beim Kauf eines Schlauchboots achten?

Die Auswahl der Schlauchboote und verschiedenen Hersteller ist enorm. Das richtige Boot fĂŒr den richtigen Zweck zu finden, kann dabei leicht zur Herausforderung werden und sollte vor dem Erwerb gut ĂŒberlegt sein.

NatĂŒrlich ist zunĂ€chst wichtig, wo das Schlauchboot zum Einsatz kommt, wie hĂ€ufig es genutzt werden soll und wie viele Personen damit fahren möchten. Im Schlauchboot Test zeigen sich die Kriterien auch in Gewicht, Ausstattung und Preis.

Die Personenanzahl misst sich im Grunde nach der GrĂ¶ĂŸe der Boote.

Vier Personen finden auf einem drei Meter Schlauchboot, sechs Personen auf einem vier Meter Schlauchboot und acht Personen auf einem fĂŒnf Meter Schlauchboot Platz.

Das einfache und wieder zerlegbare Schlauchboot ohne festen Einlegeboden ist meistens drei Meter groß und eignet sich fĂŒr Einsteiger, z. B. fĂŒr die Nutzung im Schwimmbad, an Baggerseen, beim Angeln oder in kleineren FlĂŒssen. Gelenkt wird dieses mit zwei einfachen Paddeln, wobei das Badeboot Vorrichtungen besitzt, um diese festzumachen, oder mit einem kleineren Außenbootmotor.

Intex - Boot Seahawk 4Hier sind Gleitfahrten und Geschwindigkeiten von bis zu 25 km/h durchaus möglich. Die Handhabung ist ebenfalls einfach, das Gewicht leicht. Das Boot wird aufgeblasen und nach der Nutzung wieder zusammengerollt aufbewahrt, kann meistens auch in einem einfachen Rucksack transportiert werden.

Wer professioneller an die Sache herangehen möchte, sollte ĂŒber das Material, die GrĂ¶ĂŸe, die Ausstattung, einen grĂ¶ĂŸeren Motor und den richtigen Einlegeboden nachdenken. Diese Schlauchboote sind fĂŒr höhere Geschwindigkeiten geeignet, allerdings auch aufwendiger in der Handhabung, Pflege und im Transport.

Die Einlegeböden und das Zubehör der grĂ¶ĂŸeren Schlauchboote unterscheiden sich. Ein aufrollbares Lattenrost oder ein aufblasbarer Boden sorgen fĂŒr unterschiedliche StabilitĂ€t, die besonders robuste Variante ist ein fest integrierter Holzboden. GrĂ¶ĂŸere Boote können dann mit Sitzbank, Lenkrad und Einhebelschaltung ausgestattet werden.

Intex - Boot Excursion 5Auch der passende Antrieb des Schlauchboots sollte vor dem Kauf bedacht werden. FĂŒr kleinere Boote genĂŒgen Paddel, um sich fortzubewegen, grĂ¶ĂŸere Schlauchboote werden durch einen Motor gelenkt, da diese auch hĂ€ufiger bei starker Strömung zum Einsatz kommen.

Hier spielt die PS-Anzahl eine Rolle, da beim Vorhandensein eines Außenbordmotors auch die Frage nach einen dafĂŒr notwendigen FĂŒhrerschein aufkommt. Bei einer Leistung ĂŒber 25 PS wird dieser benötigt.

Die Preislisten der Schlauchboot-Angebote weisen zunĂ€chst nur den Grundpreis auf. Das bedeutet, die AusrĂŒstung, die Sitze, der Motor, die Batterie und ein dazugehöriger Trailer sind noch nicht mit einbezogen. Hier gilt es abzuschĂ€tzen, was fĂŒr den eigenen Zweck tatsĂ€chlich benötigt wird.

Das AufrĂŒsten kann dann spĂ€ter noch nachgeholt werden. Die Erstausstattung ist als Komplettangebot bei vielen HĂ€ndlern meistens gut in Preis und AusrĂŒstung ausbalanciert. Wenn das Schlauchboot in Binnenrevieren genutzt werden soll, besteht Kennzeichenpflicht. Dieses kann bei dem dort zustĂ€ndigen Wasser- und Schifffahrtsamt besorgt werden.

Der Kauf eines Festrumpfbootes bringt meistens mit sich, dass fĂŒr einen Stellplatz gesorgt werden muss. Auch der Transport ist nur mit einem Trailer möglich.

Die Konstruktion des Schlauchboots ist ebenfalls ein Kriterium fĂŒr den Kauf. Alle Konstruktionen dienen dazu, das Boot optimal zu versteifen und so sicher zu machen. Der jeweilige Einlegeboden hat Einfluss auf die Fahreigenschaften, so z. B., wo das Boot zum Einsatz kommt, ob in ruhigen oder wilden GewĂ€ssern.

Hier unterscheiden sich Schlauchboote ohne Kielausformung von denen, die einen Plattenboden enthalten.

In der einfache Variante kleinerer Boote lÀsst sich ein aufrollbares Lattenrost legen oder der Boden aufblasen, um diesen zu verstÀrken.

Das grĂ¶ĂŸere und zerlegbare Boot besitzt einen Einlegeboden aus Holz, Kunststoff oder Aluminium, der durch Verbindungsschienen in den Schlauchkörper gedrĂŒckt wird, um den Boden zu versteifen. Darunter liegt ein aufblasbares Kiel oder ein Holzsteg, die die Bootshaut spannen und das Boot V-förmig machen. Dieser Rumpf bietet mehr Komfort bei wildem GewĂ€sser und ist stabiler beim Kurs-Halten, benötigt allerdings auch einen stĂ€rkeren Außenbordmotor.

Ein gutes Ruhewasserverhalten ist durch einen V-Plattenboden gegeben, wodurch der Boden Ă€ußerst stabil ist. Die Platten sind mit Schienen ausgelegt, auf die wiederum ein gerader und klappbarer Boden platziert wird. Der Auf- und Abbau ist durch die Konstruktion natĂŒrlich zeitaufwendiger.

Kurzinformation zu fĂŒhrenden Herstellern

Wichtige Hersteller von Schlauchbooten sind die Unternehmen „INTEX“, „Via Nova“, Sevylor“, Bestway“, „Allrundmarin“, „Fridola“, „Plastimo“, „Gumotex“, „Yamaha“, „Jago“, „Honda“ und „Dema“.

Internet vs. Fachhandel: Wo lohnt sich der Kauf eines Schlauchbootes eher?

Der Kauf eines Schlauchbootes ist sowohl im Fachhandel als auch im Internet gleich gut geeignet. Wer sich auskennt und weiß, welche Marke er bevorzugt, kann bei verschiedenen HĂ€ndlern online einen guten Überblick der Angebote erhalten und sich am Schlauchboot Test orientieren.

Im Fachhandel oder beim BootshĂ€ndler besteht natĂŒrlich die Möglichkeit, das Schlauchboot aufblasen zu lassen und eine Probefahrt zu machen. Im Internet wiederum hat der Kauf eines Schlauchboots den Preisvorteil. Viele HĂ€ndler bieten auch Rabatte und Sonderangebote.

Wissenswertes & Ratgeber

Die Geschichte des Schlauchboots

Das Schlauchboot hat tatsĂ€chlich eine uralte Geschichte und reicht weit in die Steinzeit zurĂŒck. NatĂŒrlich war die damalige Version noch nicht aus Gummi oder Kunststoff, wie die heutigen. Allerdings kamen Fischer und JĂ€ger auf die Idee, Tierhaut aufzublasen und als Schwimmkörper zu benutzen. Der bereits ausgestorbene Stamm, der diese Art an Wasserfahrzeugen benutzte, nannte sich Sallirmiut. Diese Gruppe an Menschen lebte auf der Southampton-Insel, lange bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Stamm schaffte es dabei, seine UnabhĂ€ngigkeit und Isolation vom Rest der Welt zu bewahren, bis er auf einen WalfĂ€nger traf, deren Besatzungsmitglieder einen Virus mitbrachten.

SchlauchbooteDie Isolation der Sallirmiut brachte mit sich, dass sie gegen die nun aufkommende Magen-Darm-Grippe keine Immunabwehr entwickelt hatten. Das fĂŒhrte dazu, dass alle Stammesmitglieder in kĂŒrzester Zeit krank wurden und verstarben.

Sie jagten und ernĂ€hrten sich von Robben, Walen, EisbĂ€ren, Wallrossen und verschiedenen Vögeln, fingen Fische und aßen auch die Eier der Vögel. Ihre HĂ€user waren aus Stein und Erde gebaut. Dazu wurde ein Paddelsack konzipiert, der meistens aus Walrosshaut bestand, auf dem der Sallirmiut saß und sich mittels eines Spießes vorwĂ€rtsbewegten, um im Wasser zu jagen.

Im 19. Jahrhundert erfand dann Charles Goodyear die Stabilisierung von Gummi mittels Vulkanisierung. Darunter wird ein technisch chemisches Verfahren verstanden, das Kautschuk durch Druck, Temperatur und Zeit gegen chemische und atmosphĂ€rische EinflĂŒsse schĂŒtzt und widerstandsfĂ€hig macht.

FĂŒr diesen Vorgang werden Schwefel, Rohkautschuk und andere FĂŒllstoffe bei einer Temperatur von bis zu 160 Grad Celsius erhitzt, wodurch die plastischen Eigenschaften des Kautschuks verloren gehen. Das eher harte Material wird so zu elastischem Gummi und weist dann dauerelastische Eigenschaften auf, die wiederum von der Anzahl der SchwefelbrĂŒcken abhĂ€ngig ist.

Je mehr davon vorhanden sind, desto hĂ€rter wird der Gummi. So ist nicht nur die Dehnung und BestĂ€ndigkeit gegen Alterung und WitterungseinflĂŒsse höher, sondern auch die Reißfestigkeit.

Nach der Erfindung des Reifens wurde schließlich auch anderweitig experimentiert, so z. B. mit aufblasbaren Gummischwimmkörpern, wie es der britische General Wellington anordnete. Bald wurden einige Boote mit GummischlĂ€uchen versehen, die wiederum vier Luftkammern aufwiesen und so die TragfĂ€higkeit verbesserten.

Das erste richtige Schlauchboot wurde dann als Ein- und Zwei-Mann-Version von Peter Halkett entworfen. Diese bestanden aus einer SchutzhĂŒlle und Gummiblase. Das Ein-Mann-Boot konnte von einer Person als Umhang getragen werden, das Zwei-Mann-Boot wurde in RucksĂ€cken transportiert. Auch dazugehörige Paddel waren faltbar.

Halketts Boote wurden in Forschungsgebieten, so bei der Erkundung von Kanada, eingesetzt. Der Erfolg machte eine darauf folgende Vermarktung des Schlauchbootes dennoch noch nicht möglich. Das ĂŒbernahm dann 1855 „Goodyear“ in den USA. Ebenfalls die „Thomas Hancock Company“ in England.

Via Nova - Navigator IINach dem dramatischen Untergang der „Titatnic“ im Jahr 1912 stieg der Bedarf an Rettungsmitteln und Booten. Die Produktion von Schlauchbooten wuchs, gerade auch wĂ€hrend des Ersten Weltkrieges. Die Materialeigenschaften waren deutlich besser geworden und „Goodyear“ schaffte es, Gummi mit anderen Materialien zu kombinieren. Ein grobmaschiger Metalldrahtzaun wurde als Festboden im Schlauchboot eingebaut, war von luftgefĂŒllten GummischlĂ€uchen umgeben. Das erste Festrumpfboot wurde zu Wasser gelassen, wurde aber als Erfindung abgelehnt und zum Rettungseinsatz nicht zugelassen.

Erst ab 1930 wurden Schlauchboote zur StandardausrĂŒstung auf Passagier- und Zivilschiffen, um eine mögliche Rettung zu gewĂ€hrleisten.

Im Zweiten Weltkrieg gab es dann die automatisch aufblasbaren Schlauchboote. Das geschah ĂŒber eine an Bord vorhandene Pressluftflasche, die ĂŒber eine Leine ausgelöst werden konnte und so das Schlauchboot aufpumpte. Wurde das Schlauchbootpaket aus dem Flugzeug abgeworfen, erfolgte der Prozess des Aufblasens von selbst.

In den Nachkriegsjahren kamen Hersteller wieder auf die Idee des Festrumpfschlauchboots zurĂŒck und entwarfen eine Kombination aller drei Konstruktionselemente, die geeignete Bootsform, der feste Boden und der dazu gehörige Außenbordmotor fĂŒr den Antrieb. Dadurch konnte der Arzt und Biologe Alain Bombard 1952 den Atlantik ĂŒberqueren, ohne mit Lebensmitteln und Wasser versorgt zu sein.

Ein Freund von Bombard war der bald sehr bekannt werdende Marineflieger Jacques Cousteau. Dieser war von einem Platz sparenden, leichten und dennoch schnellen Schlauchboot, wie es Bombard benutzte, begeistert und probierte es selbst aus. Neben der spektakulĂ€ren AtlantikĂŒberquerung von Bombard, trug auch Cousteau zum Bekanntwerden des Schlauchbootes bei. Er berichtete und zeigte dieses in seinen Filmen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg boomte die Herstellung von Schlauchbooten. Es gab zahlreiche Unternehmen wie „Wiking“, „DSB“, „Berolina“, „Metzeler“ und Ă€hnliche, die vermehrt Gummiprodukte und speziell Allround- und Motorboote, Kajaks und Kanadier bauten. Durch die Technik des Vulkanisierens wurden insbesondere Boote mit aufblasbaren Luftböden hergestellt, die bis heute einen großen Absatz finden.

Intex - Boot Seahawk 4Zahlen, Daten, Fakten rund um das Schlauchboot

Die GrĂ¶ĂŸe des Schlauchbootes bestimmt den Antrieb. Die Motorisierung sollte nicht ĂŒbertrieben werden, insbesondere bei zerlegbaren Schlauchbooten, die eine labilere Konstruktion aufweisen als Boote mit festem Rumpf.

Bei einer BootslĂ€nge von drei Meter reicht ein Motor mit 10 Ps. Ist das Boot vier Meter lang kann bis zu 40 PS aufgerĂŒstet werden, bei einer BootslĂ€nge von fĂŒnf Meter kann die Leistung 70 PS betragen.

Bei einer starken Motorisierung sollte der Außenbordmotor allerdings fest am Spiegel verbolzt werden, damit der Motor nicht abrutscht. Selbst bei einer Verbindung des Motors mit Lenkung und Schaltung muss dieser noch einmal zusĂ€tzlich gesichert werden, mindestens durch eine Leine.

Auch ist wichtig, dass der Motor in der geeigneten Höhe sitzt. Die Kavitationsplatte sollte knapp ĂŒber dem Bootsboden stehen, wodurch die Spritzwasserbildung gemindert wird.

Durch den Propeller des Motors kann in den Kurven Luft angesaugt werden und sich gerade am Spiegel viel Spritzwasser bilden. DafĂŒr werden spritzwasserabweisende Dreiecke genutzt, die zwischen SchlĂ€uche und Spiegel platziert werden.

Die richtige Reinigung, Pflege und Lagerung eines Schlauchbootes

ZunĂ€chst ist darauf hinzuweisen, dass natĂŒrlich jedes Schlauchboot Luft verliert. Die Menge hĂ€ngt meistens von der Herstellung, QualitĂ€t der Verarbeitung und vom Material ab.

Durch die richtige Pflege und vor jedem Einsatz muss das Boot immer ausfĂŒhrlich kontrolliert werden. Die meisten Schlauchboote sind aus hochwertigem Material und verlieren sehr wenig Luft. Dennoch kann das Ventil eine Leckstelle aufweisen und muss ersetzt bzw. repariert werden.

Besonders hochwertige Schlauchboote verlieren sehr wenig Luft und mĂŒssen höchstens einmal im Monat etwas Nachschub bekommen. Freizeitschlauchboote sollten wenigstens einmal die Woche mit Luft neu versorgt werden.

Aber auch die gĂŒnstigeren und in der QualitĂ€t etwas weniger aufwendigen Schlauchboote mĂŒssen alle zwei, drei Tage aufgepumpt werden. Dieser Vorgang bei allen Booten ist nicht nur fĂŒr die Sicherheit des Einsatzes wichtig, sondern auch, um den Schlauch prall zu halten und SchĂ€digungen zu vermeiden bzw. zu erkennen.

Je Ă€lter das Schlauchboot wird, desto mehr verliert es natĂŒrlich mit der Zeit an Luft und die AbstĂ€nde werden immer kĂŒrzer, in denen das Boot und die SchlĂ€uche mit Luft aufgefĂŒllt werden mĂŒssen bzw. die Luft halten können. Das ist der natĂŒrliche Material- und Ventilverschleiß.

Ein Ă€lteres Schlauchboot sollte daher hĂ€ufiger ĂŒberprĂŒft und aufgepumpt werden. Muss das Boot bald jeden Tag oder sogar mehrmals am Tag mit Luft neu versorgt werden, dann ist von einem Gebrauch abzuraten, der weit hinaus auf das Wasser fĂŒhrt. Die SchlĂ€uche des Bootes sollten immer prall sein, damit es schwimmfĂ€hig bleibt. Ist das nicht mehr gegeben, ist die sogenannte Haltbarkeit des Schlauchbootes abgelaufen.

Festrumpfschlauchboote z. B. erreichen manchmal eine 10 bis 15 jĂ€hrige Lebensdauer, da ihre SchlĂ€uche und inneren Lagen aus Neopren gefertigt sind. Auch BeschĂ€digungen sind hier natĂŒrlich viel weniger möglich.

Allgemein muss ein Schlauchboot immer gut gelagert und verpackt werden, um eine lange Haltbarkeit zu gewĂ€hrleisten. Auch die regelmĂ€ĂŸige Pflege ist notwendig.

Schon beim Auf- und Abbau bzw. Zusammenfalten muss richtig vorgegangen werden.Intex - Boot Excursion 5

Die richtige Pflege

Die Pflege richtet sich nach dem Material. FĂŒr PVC oder Hypalon gibt es speziell fĂŒr das Material geeignete Reiniger, um Schmutz, Öl-Resten, Fett und Benzin zu entfernen. Dabei wird der Reiniger mit einem Lappen oder einer BĂŒrste auf die Bootshaut und den Boden aufgetragen. Vorsichtig mĂŒssen nur die NĂ€hte und Klebestellen behandelt werden, da diese empfindlicher als die SchlĂ€uche und SeitenwĂ€nde sind. Nach dem Nutzen des Reinigers wird das Schlauchboot mit einem Wasserschlauch abgespĂŒlt.

Um auf Nummer sicher zu gehen, kann das Boot danach noch versiegelt und poliert werden, um das Material glĂ€nzend zu machen. Besonders der Einsatz in Salzwassergebieten bedarf einer ausgiebigen Reinigung, da dieses das Material stĂ€rker angreift. Bevor Reiniger benutzt werden, können die groben Schmutzreste erst einmal mit SpĂŒlwasser entfernt werden. Auch bei den Reinigern, die genutzt werden, sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht zu scharf sind, damit das Schlauchboot nicht beschĂ€digt wird.

Nach dem Reinigen muss das Boot gepflegt werden. Auch diese Pflegemittel sind von Herstellern speziell fĂŒr das Material des Schlauchboots konzipiert und bewirken bei der Anwendung, dass sich ĂŒber den Schlauch eine notwendige Schutzschicht legt, die gegen Sonnenstrahlen, Verwitterung, aber auch gegen Ausbleichen und Auskreiden hilft.

Die Pflege muss nicht nach jeder Reinigung erfolgen. Es genĂŒgt, sie am Ende der Saison zu benutzen oder wenn das Schlauchboot fĂŒr lĂ€ngere Zeit eingelagert wird.

SchlauchbootDie richtige Lagerung

GĂŒnstig fĂŒr die Haltbarkeit ist, wenn das Schlauchboot nach der Nutzung und Saison im leicht aufgeblasenen Zustand gelagert wird. Das bewirkt, dass sich wĂ€hrend dieser Zeit keine Knicke oder Faltstellen bilden. Die SchlĂ€uche sollten dabei nicht stamm aufgepumpt sein, sondern nur im leichten Ansatz. GĂŒnstig ist, diesen Vorgang auch einmal pro Woche zu wiederholen.

Bei der Lagerung kann der jeweilige Boden herausgenommen werden, damit das Boot leichter ist. Wer einen Trailer fĂŒr sein Schlauchboot besitzt, kann dieses dort lagern. Ansonsten kann es in der Packtasche aufbewahrt werden, der Boden am besten separat in eigener, dafĂŒr vorgesehener Tasche. Dabei sollte das Schlauchboot dann so verstaut werden, wie es vom Hersteller verpackt war. Dabei werden die SchlĂ€uche in der Mitte und von dieser aus nach innen gefaltet.

Um StabilitĂ€t zu gewĂ€hrleisten, wird dann das gesamte Schlauchboot vom Spiegel aus beginnend aufgerollt. Wichtig ist das Achten auf Falten und Knicke, die vermieden werden sollten. Auch darf das Schlauchboot natĂŒrlich beim Verpacken und Verstauen nicht mehr Nass sein. Optimal sind eine sehr feste und stramme Zusammenlegung und das Verstauen in die Packtasche des Schlauchbootes.

Im Winter sollte das Schlauchboot immer leicht aufgeblasen und ohne Boden gelagert werden. Dabei kann das Boot flach und wie im Wasser auf dem Boden liegen, aber auch, falls Platzmangel der Fall sein sollte, seitlich an die Wand gelehnt werden. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass die SchlÀuche frei liegen und keinen BeschÀdigungen ausgesetzt sind. Eine andere Variante ist das AufhÀngen des aufgeblasenen Schlauchboots an die Decke.

Ein gelagertes Schlauchboot sollte niemals im aufgeblasenen Zustand mitten in der prallen Sonne stehe, da die SchlĂ€uche unter diesen Bedingungen sogar platzen können. Besonders gut ist ein schattiger, besser noch kĂŒhler und trockener Ort.

Sevylor - CaravelleBeim Verstauen in einer Packtasche sollte das Material des Schlauchboots zur Sicherheit noch einmal komplett mit einem Handtuch gewischt und getrocknet werden. An die Tasche kommen unter UmstĂ€nden keine Luft und so kann z. B. Schimmelbildung verhindert werden. Die Tasche selbst sollte immer grĂ¶ĂŸer als das Schlauchboot sein, damit das Boot nicht allzu straff verpackt werden muss. Bei der DurchschnittsgrĂ¶ĂŸe von z. B. 3,40 Meter ist eine Tasche von 3,80 Meter ideal.

Reparaturen

HĂ€ufige BeschĂ€digungen neben Kratzer und Löcher sind Ventilprobleme. Die Kappe kann verloren gegangen sein, das Ventil verliert Luft, kann aber ersetzt werden. Um ein neues Ventil anzubringen, muss zunĂ€chst die Luft aus dem Boot gelassen werden. Dazu wird das Ventil vorsichtig durch das Schlauchgewebe gedrĂŒckt. Mit dem Ventilwerkzeug kann nun der Ventilkörper ausgeschraubt werden, wĂ€hrend die Schraube im Schlauch zurĂŒck bleibt. Danach wird das Ventil ausgetauscht und ĂŒberprĂŒft, ob das Schlauchboot keine BrĂŒche oder SchĂ€den ausweist.

Auch Löcher können geflickt werden, die allerdings nicht immer leicht zu finden sind. Meistens lassen sich diese SchĂ€den feststellen, was das Schlauchboot schneller Luft verliert, als ĂŒblich. Es ist ratsam, grundsĂ€tzlich ein Reparaturkit mit sich zu fĂŒhren, um schnell reagieren zu können, auch wenn das Schlauchboot durch den Aufbau seiner Luftkammern nicht sofort untergehen wĂŒrde. Der Kleber kann das Loch schließen, ein Aufklebeband siegelt die Stelle ab.

NĂŒtzliches Zubehör

NĂŒtzlich sind neben Schwimmwesten fĂŒr die Sicherheit, die geeigneten Ruder bzw. Paddel, einem Anker mit Seil, einer ausreichenden Beleuchtung, neben wasserdichten TransportsĂ€cken und verschiedenen Lattenbodenerweiterungen auch ein Heckspiegel, eine NachrĂŒstung des E-Motors, eine Echolothalterung, ein aufblasbarer Sitz fĂŒr mehr Komfort bei der Fahrt, SliprĂ€der, um den Transport zu vereinfachen, und eine elektrische Pumpe, die es mit einer Leistung zwischen 12 Volt bis 230 Volt im Angebot gibt.

Zur AusrĂŒstung gehört auch eine Sicherheitsleine, Taschen fĂŒr den Transport und die Lagerung, Tragegriffe und, wenn das Boot zum Angeln genutzt wird, ein Angelroutenhalter.

WeiterfĂŒhrende Links und Quellen

Einige Anleitungen, wie ein Schlauchboot vorbereitet und aufgebaut wird, sind auf Youtube zu finden:Friedola - Sport 270

https://www.youtube.com/watch?v=VcxHcprplzM

https://www.youtube.com/watch?v=UFu2sfQnec4

https://www.youtube.com/watch?v=Z2yLJrPJe3Q

https://www.youtube.com/watch?v=yI7uz2CWCqY

Der Hersteller „WIKING“ zeigt, wie ein Schlauchboot herstellt und verarbeitet wird:

Schlauchboot-Tour-VorschlÀge finden sich auf dieser Seite:

http://www.elbe-adventure.de/index.php/schlauchboote.html

Schlauchboot-Fahrten am Bodensee und was dafĂŒr benötigt wird:

https://www.bodenseekreis.de/verkehr-wirtschaft/schifffahrt/bootszulassung/schlauchboote.html

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