TÜV-zertifizierte Vergleichs- und Testverfahren nach ISO 9001
Suche
Generic filters
Nur genaue Treffer
Suche im Titel
Suche im Inhalt
Suche in Zusammenfassung
Zurück zur Baby-Thermometer-Vergleichstabelle Aktualisiert am:

Bindehautentzündung bei Babys - Ursachen und Behandlung

Bindehautentzündung BabyDie Entzündung der Bindehaut, auch Konjunktivitis genannt, tritt vergleichsweise häufig bei Babys und Kleinkindern auf.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Augen der Kleinen sind erheblich sensibler, als es bei Erwachsenen der Fall ist. Sie reagieren daher auf äußere Einflüsse unterschiedlich.

Babys und Kleinkinder berühren mit ihren Händen viel häufiger Gesicht und Augen, als die “Großen” dies tun.

Das Problem dabei ist, dass die Finger meist voll sind mit Bakterien, Keimen und Krankheitserregern.

Somit ist das Risiko ausgesprochen hoch, dass sie in die Augen eindringen und eine Bindehautentzündung verursachen können.

Eine Bindehautentzündung bei Kindern kann überdies in Verbindung mit Erkältungskrankheiten auftreten. Dass Babys eines Morgens mit verklebten, geröteten oder teils gar geschwollenen Augen wach werden, ist daher nichts Ungewöhnliches.

Wichtig ist in solchen Momenten nur, dass Mami und Papi schnell und vor allem richtig reagieren – und die Symptome korrekt erkennen.

Die Bindehautentzündung – was hat es damit auf sich?

Kind, Baby

Wir wissen, dass die Bindehautentzündung zu den am häufigsten vorkommenden Erkrankungen der Augen zählt.

Dabei ist die Bindehaut der Augen entzündet. Sie befindet sich am Augapfel und auf der Innenseite der Augenlider.

Sobald die Bindehaut durch äußere Einflüsse unterschiedlichster Art gereizt wird oder irritiert ist, kann es zu einer verstärkten Durchblutung der betroffenen Augenpartien und zu den typischen Anzeichen der Bindehautentzündung kommen.

Symptome der Bindehautentzündung bei Babys

Charakteristisch für eine Bindehautentzündung sind die geschwollenen Augen und eine erhöhte Sensibilität gegenüber Lichteinfall. Typischerweise geht ein seichtes Brennen oder ein unangenehmer Juckreiz mit der Bindehautentzündung einher. Das Innere der Augen wirkt gerötet und wässrig, die Augen tränen, und beim Aufwachen sind die Lider manchmal miteinander verklebt.

Schuld daran ist ein gelblich-grünes Sekret, das von den Augen abgesondert wird: Während der Nacht bildet sich das Sekret und trocknet an, je weiter es durch die Schlafbewegungen der Augen an den Lidrand gelangt – und dadurch mit dem Sauerstoff in der Umgebungsluft in Berührung kommt.

So entsteht der klebrige Effekt. Natürlich sollten die verklebten Augen des Kindes am Morgen nicht abrupt bzw. mit den Fingern geöffnet werden. Viel wichtiger ist es, sie mit einem Schwämmchen, das in lauwarmes Wasser getunkt wurde, zu reinigen. Somit wird das Sekret schonend entfernt und die Augenlider können sich weitestgehend uneingeschränkt öffnen und schließen.

Was sind die Ursachen?

  • Die Ursachen für Bindehautentzündung können unterschiedlichster Natur sein. Manchmal ist ein verstopfter Tränenkanal ein Auslöser. Damit sind die Kanäle gemeint, durch welche die Tränenflüssigkeit in die Nase gelangen. Bei Babys und Kleinkindern sind diese Areale meist noch verengt, sodass es zu einem Tränenstau kommen kann. Eine solche Ansammlung von Tränenflüssigkeit im Tränenkanal bietet ideale Bedingungen für die Ansiedlung von Keimen, Bakterien und anderen “Krankmachern”. Diese Form der Bindehautentzündung wird meist auch als Neugeborenenkonjunktivitis bezeichnet.
  • Auch wenn es auf den ersten Blick seltsam anmutet: Eine Wimpernfehlstellung ist eine der häufigsten Ursachen für die Bindehautentzündung. Wenn eine oder mehrere Wimpern nicht, wie es normalerweise der Fall ist, nach außen, sondern nach innen wachsen, reagiert das Auge sofort mit einer Irritation. So haben die “eindringenden” Wimpern den Effekt eines Fremdkörpers, den der Körper durch das vermehrte Absondern von Tränenflüssigkeit abstoßen will. Wenn es aber nicht gelingt, die Wimpern zu richten oder zu entfernen, wird sich das Auge sukzessive weiter gegen die Eindringlinge “wehren”.
  • Mit ihren Händen entdecken Babys und Kleinkinder die Welt. Sie kommen folglich mit den unterschiedlichsten Gegenständen und damit auch mit Bakterien, Schmutz, Sand, Insekten und Co. in Berührung. Mami und Papi können oft gar nicht schnell genug reagieren, wenn sich ihr Kind wieder einmal mit den Fingern durch die Augen fährt. In einem kurzen Moment kann es schon zu einer Infektion der Augen kommen.
  • Häufig sind Bakterien, Keime oder Viren Auslöser für eine Bindehautentzündung. Schon in dem Moment, in welchem das Baby das Licht der Welt erblickt, kann es sich bei der Mutter damit anstecken. Hier ist unter anderem von einer bestehenden Erkältungserkrankung, von Chlamydien oder von so genannten Gonokokken die Rede. Meist merkt die werdende Mutter nicht einmal etwas davon.
  • Immer wieder sind Allergien verantwortlich für eine Bindehautentzündung. Häufig stehen dabei eine Hausstaub- oder Milbenallergie sowie eine Pollenallergie im Fokus. Darüber hinaus können weitere äußere Einflüsse wie Zugluft, Rauch, UV-Licht oder Staub eine Bindehautentzündung verursachen. Klimatisierte Räumlichkeiten, aber auch Chlorwasser und helles UV-Licht sind weitere Faktoren, die die entzündliche Erkrankung der sensiblen Augen bei Babys und Kleinkindern begünstigen.
  • Es ist durchaus möglich, dass eine Bindehautentzündung als “Nebeneffekt” anderer Erkrankungen auftritt. Erkältungen oder grippale Infekte stehen in diesem Zusammenhang ganz weit vorne.

Ist die Bindehautentzündung ansteckend?

Man unterscheidet die ansteckende und die nicht ansteckende Bindehautentzündung. Sofern die Entzündung durch Bakterien, Viren oder Keime hervorgerufen wurde, ist die Entzündung ansteckend.

Die Ansteckung kann bereits durch sehr engen Körperkontakt oder beim Spielen und Schmusen erfolgen. Die durch Fremdkörper, verstopfte Tränenkanäle oder Allergien ausgelöste Bindehautentzündung ist hingegen nicht ansteckend.

Welche Hausmittel helfen gegen Bindehautentzündung bei Babys?

SAFLAX - Heilpflanzen - Augentrost - 200 Samen - Euphrasia officinalisUm die Anzeichen der Bindehautentzündung zu lindern, hilft es oft schon, auf altbewährte Hausmittel zurückzugreifen. So wusste zum Beispiel schon die Großmutter, dass die Augen mehrmals pro Tag mit einem laufwarmen Waschlappen ausgewischt werden sollten.

Gleichzeitig müssen dabei die kleinen Tränensäcke durch sanfte Massagen ausgestrichen werden. Die Bewegungen sollten dabei von der Nasenwurzel und den Nasenflügeln aus abwärts gehen. In der Apotheke oder in Drogerien ist darüber hinaus die bekannte Heilpflanze Augentrost erhältlich.

Der Extrakt daraus, welcher meist vom Apotheker angerührt wird, kann mit einem feuchten Tuch dünn auf die Augen aufgetragen werden. Ebenso ist Augentrost in Form von Augentropfen erhältlich.

Die Wirkung dieser wertvollen Pflanze entfaltet sich erfahrungsgemäß recht schnell. Mit allergischen Reaktionen muss dabei übrigens nicht gerechnet werden, weil es sich um ein rein pflanzliches Präparat handelt.

Gerade bei Babys und Kleinkindern empfiehlt es sich, sofort den Kinderarzt aufzusuchen, wenn erste Anzeichen einer Bindehautentzündung erkennbar sind. Denn man weiß nie, ob es sich um eine virale Infektion handelt oder lediglich um eine nicht ansteckende Form.

Generell ist es allerdings möglich, die Entzündung am Auge durch Hausmittel zu unterstützen. Warme Kompressen bzw. feuchte Augenpads, die so oft wie möglich auf die geschlossenen Augen gelegt werden, wirken besänftigend und haben überdies einen leicht reinigenden Effekt. Warme Pads, die in eine Kochsalzlösung getaucht werden, bieten sich bei einem ansteckenden Verlauf an.

Kühlende Pads helfen sehr gut bei einer allergischen Bindehautentzündung. Insbesondere Honig erweist sich als sehr hilfreich, wenn es darum geht, die Anzeichen einer Bindehautentzündung zu lindern. Hier sind die entzündungshemmenden Eigenschaften des “goldenen Saftes” von Bedeutung.

So wird ein halber Liter Wasser abgekocht, in welchem zwei Teelöffel Bienenhonig aufgelöst werden. Mit dieser Lösung werden die Augen mehrmals täglich beträufelt. Ebenso effektiv im Rahmen der “HausmittelTherapie” sind Kartoffeln. Wir zerreiben einen rohen Erdapfel zu Brei und legen ihn auf die entzündeten Augen auf. Idealerweise wirkt der Brei einige Minuten lang ein.

Wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass es kleinen Kindern und Babys meist schwer fällt, ruhig liegen zu bleiben und den “Kartoffelbrei” mehrere Minuten lang wirken zu lassen. Deshalb empfehlen wir, ein Wattestäbchen in den Brei zu tunken und zumindest mit der Kartoffel-Stärke-Flüssigkeit die Augenlider kurz zu benetzen.

Wann ist ein Arztbesuch unvermeidlich?

Baby und VaterDas Risiko einer Falschbehandlung ist bei einer Bindehautentzündung durchaus gegeben. Eltern sind in der Regel Laien und kennen die typischen Symptome einer ansteckenden bzw. allergisch bedingten Entzündung der Bindehaut nicht. Um zu verhindern, dass eine unsachgemäße “Eigen-Therapie” durchgeführt wird, ist es gerade bei Babys und Kleinkindern unabdingbar, den Kinderarzt des Vertrauens zu konsultieren.

Dieser erkennt sogleich, ob beispielsweise verengte Tränenkanäle ursächlich für die Entzündung der kindlichen Bindehaut sind. Er klärt nach eingehender Untersuchung mit den Eltern ab, inwiefern eine Weitung der verengten Kanäle angebracht ist.

Meistens ist ein solcher Eingriff allerdings nicht erforderlich, weil sich die Anzahl der Bindehautentzündungen oft stetig reduziert, je älter das Kind wird. Gegen eine allergisch bedingte Bindehautentzündung helfen meist Antihistaminika.

Diese werden in Tropfenform verabreicht und helfen, die Anzeichen der Entzündung schnell zu lindern. Augentropfen versorgen die Augen mit Feuchtigkeit, sie wirken besänftigend und zeichnen sich außerdem durch ihre entzündungshemmende, keimtötende Wirkung aus.

Tipp: Wer nicht unbedingt gleich einen Schulmediziner um professionelle Unterstützung bitten will, kann auch die modernen homöopathischen Therapien nutzen, um die Entzündung zu bekämpfen.

Welche Möglichkeiten bietet die Homöopathie?

Eltern, die sich für eine homöopathische Therapie entscheiden, greifen gerne auf die bewährten Euphrasia Augentropfen zurück. Diese versorgen die betroffenen Augen mit Flüssigkeit und wirken gleichzeitig besänftigend.

Euphrasia D12 Globuli sind empfehlenswert bei geröteten und geschwollenen Augenlidern und Bindehäuten. Besteht eine hohe Lichtempfindlichkeit und kann das Baby lediglich verschwimmen sehen, ist Euphrasia bei Babys und Kleinkindern das Mittel der Wahl. Belladonna erweist sich ebenfalls als sehr effizient, wobei hier die Art und Intensität der Entzündung von Relevanz ist. Alternativ bieten sich auch Aconitum D12 oder Pulsatilla D12 an.

Insbesondere bei starker Rötung der Augenpartie sowie bei ununterbrochenem Tränenfluss sind diese homöopathischen Mittel wirksam. Zu beachten ist hier allerdings, dass der gewünschte Heilungseffekt vornehmlich dann eintritt, wenn die Bindehautentzündung durch Zugluft oder kalten Wind an den Augen ausgelöst worden ist. Bei viralen Infektionen ist Pulsatila nur bedingt hilfreich.

Apis D12 eignet sich bei einer schmerzhaften Bindehautentzündung ebenfalls sehr gut. Kalte Kompressen lindern den Druck, und die hellrot geschwollene Bindehaut schwillt langsam ab. Belladonna wird vorzugsweise bei stark erweiterten Pupillen verabreicht.

Sofern kein Tränenfluss vorhanden ist und wenn die Bindehaut tiefrot ist, kann Belladonna in der Potenz D12 sofort Erleichterung verschaffen. Die rasche Wirksamkeit ist insbesondere dann gewährleistet, wenn die Bindehautentzündung durch eine zu intensive, lang andauernde Sonnen- bzw. UV-Einstrahlung aufgetreten ist.

Die Anwendung der homöopathischen Präparate sollte drei Mal pro Tag erfolgen. Dabei werden im Abstand von jeweils einer halben Stunde je 5 Globuli unter die Zungenspitze, direkt hinter die – noch nicht ganz ausgebildete untere – Zahnreihe gelegt.

In diesem Areal des Mundes verlaufen besonders viele Nerven- und Blutbahnen, sodass die Globuli dadurch noch schneller ihre Wirkung entfalten können. Sobald eine Besserung der Entzündungsanzeichen erkennbar ist, erhält das Baby zwei Mal pro Tag jeweils fünf Globuli.

Auf welches dieser Präparate letztlich die Wahl fällt, sollte einzig vom erfahrenen Heilpraktiker oder Homöopathen bestimmt werden. Im Rahmen dieser Therapie können ergänzend auch die Pads mit Kochsalzlösung aufgelegt werden. So wird die Entzündung der Bindehaut noch intensiver bekämpft.

Der Entzündung der Bindehaut vorbeugen – geht das?

Baby Spielt mit Sand - Verschmutzungen und BakterienWeil Babys und kleine Kinder immer wieder mit ihren Händen das Gesicht berühren, lassen sich Entzündungen der Bindehaut nur schwerlich vermeiden. Kinder, die bereits einmal eine Konjunktivitis hatten, unterliegen einem höheren Risiko der Neuerkrankung.

Umso wichtiger ist es, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Es kann zum Beispiel hilfreich sein, die Hände in regelmäßigen Abständen gründlich zu säubern und mit einem Desinfektionsspray zu besprühen.

Die Gefahr, dass Viren oder Bakterien in die Augen gelangen, wird im Zuge dessen drastisch reduziert. Überdies macht es Sinn, Handtücher und Gesichtswaschtücher innerhalb der Familie möglichst nicht gemeinschaftlich zu benutzen. Idealerweise wechselt man sie nach dem einmaligen Gebrauch aus.

Je älter ein Kind wird, desto leichter wird es ihm fallen zu begreifen, nicht mit schmutzigen Händen durch die Augen zu reiben. Bis es so weit ist, sind Mami und Papi gefragt, diese meist unbedachten Handbewegungen zu unterbinden.

Nicht mehr rausgehen?

Mit dem Baby raus gehenSicherlich liegt es mit Blick auf die Vorbeugung viraler Bindehautentzündungen nahe, zu versuchen, der Ansteckungsgefahr aus dem Weg zu gehen. Einfach nicht mehr rausgehen bzw. das Haus verlassen

Zudem könnte es hilfreich sein, Menschenmengen zu vermeiden, nicht mehr mit dem Kinderwagen öffentliche Verkehrsmittel zu betreten etc.

Allerdings ist genau dies ein Trugschluss. Nur durch das Rausgehen und beim “die-Welt-entdecken” ist es möglich, sich der Gefahr einer möglichen Ansteckung zu stellen.

Denn durchs Rausgehen wird das Immunsystem des Kindes nachhaltig gestärkt. Die frische Luft tut ihr Übriges, um die Gesundheit des Kindes zusätzlich zu unterstützen!

Ist das Baby oder das Kleinkind bei einer Tagesmutter oder im Kindergarten untergebracht, raten diese Institutionen im Falle einer Bindehautentzündung erfahrungsgemäß dazu, das erkrankte Kind tatsächlich eine Zeitlang zuhause zu belassen.

Dies geschieht vor dem Hintergrund, eine epidemieartige Ausbreitung der Erkrankung “schon im Keim zu ersticken”. Liegt eine bakterielle oder virale Entzündung der Bindehaut vor, muss man mit einer Regenerationsdauer von etwa 7 Tagen rechnen.

Ist das Kind jedoch in ärztlicher Behandlung und erhält Antibiotika, entscheidet der Kinderarzt meist schon nach einem bis drei Tagen, dass der Sprössling wieder zur Tagesmutter oder in den Kindergarten gehen darf.

Ähnliche Themen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3.014 Bewertungen. Durchschnitt: 4,70 von 5)
Loading...