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So bearbeiten sie Metall mit dem Bandschleifer

Metall als Werkstoff kommt vorwiegend im Automobilbau, im Sanitärbau, bei Klingen und im maritimen Bereich auf vielfältige Art zum Einsatz. Aufgrund seiner Beständigkeit und Härte wird besonders Edelstahl geschätzt. Die Bearbeitung kann zur Herausforderung werden, wenn Schweißnähte geglättet, Schnittkanten entgratet und Oberflächen poliert oder satiniert werden sollen.

Herkömmliche Bandschleifer sind hauptsächlich zur Bearbeitung von Holz ausgelegt. Ebenso lassen sich ähnlich gefügte Materialien wie Kunststoff, Rigips oder Plexiglas schleifen, doch bei Eisen oder hoch legiertem Edelstahl stößt die Leistungsfähigkeit dieser Antriebe an ihre Grenzen. In Industrie und Handwerk kommt daher nur ein ausgewiesener Metallbandschleifer zum Anphasen, Engraten und Entrosten infrage. Bandschleifer für Metall sind genau so vielseitig einsetzbar und mit Zubehörteilen erweiterbar wie Holzbandschleifer.

Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass es sich dabei ausschließlich um große, Tausende Euro teure Industriemaschinen handelt. Mit einem Metallbandschleifer als Kombigerät für mobilen und stationären Einsatz renovieren ambitionierte Heimwerker selbst einen Carport in Aluminiumbauweise oder ersparen sich mit den entsprechenden Kenntnissen den kostspieligen Gang zum Messerschleifer. Gusseiserne Treppengeländer lassen sich perfekt mit einem Mini-Metallschleifer aufarbeiten.

Welches Schleifmittel für Metallbandschleifer?

Bandschleifer für Metall sind weitaus höheren Belastungen ausgesetzt, als ihre Pendants für die Holzbearbeitung. Besondere Ansprüche stellen sich an die Antriebsleistung, die Drehzahlen und die Qualität der Schleifbänder.
Welches Schleifmittel eingesetzt wird, hängt von der jeweiligen Anwendung ab. In der Metallbearbeitung unterscheiden sich der grobe Abtragsschliff, der Oberflächenschliff, das Strukturieren sowie das Finish. Die Länge und Form der Schleifbänder richtet sich nach Funktionsweise und Bau der Schleifmaschine.

Bei Kontaktschleifmaschen läuft das Rundband über mehrere Rollen und einen Schleifvorsatz. Das Trägermaterial der Bänder besteht aus reißfestem Gewebe, das je nach Anwendung mit Keramikkorn oder Zirkonkorund beschichtet ist. Mobile Rohrbandschleifer verwenden ebenfalls Gewebeschleifbänder oder Vliesbänder zum Polieren. Letztere müssen dehnungsarm, doch gleichzeitig flexibel sein, um sich gewölbten oder runden Oberflächen von Abdeckungen und Rohrleitungen anzupassen.

Eine elektrische Bandfeile, eine weitere Variante der Schleifmaschine, arbeitet vom Prinzip her wie eine herkömmliche Handfeile. Hier wird ein schmales Gewebeband eingespannt. Satiniermaschinen dienen zur Oberflächenbearbeitung, beispielsweise Messerklingen, Briefkästen oder Küchenfronten. Eine auf die Walze aufgesetzte Schleifhülse erzeugt den beliebten matten Effekt.

Eigenschaften verschiedener Schleifbänder für Metall

Das Trägermaterial bestimmt neben der Körnung die Standzeit der Schleifbänder.

Gewebeband kann aus dicht verwebtem Leinen, aus Baumwolle oder Polyester bestehen. Gewebeträger rutschen kaum und bieten eine hohe Reißfestigkeit. Damit ist eine hohe abrasive Leistung verbunden.

Schaum-Schleifbänder werden zum Polieren und Schleifen verwendet. Sie besitzen einen Träger in Sandwich-Bauweise aus Kunststoffgewebe, einer Lage Polyurethan-Schaum. Die obere Schicht bildet ein Schleifnetz, womit sich Metalloberflächen vergleichsweise effektiver und schonender als mit Vlies bearbeiten.

Vlies-Schleifband dient zum Glätten, Mattieren und Polieren. Je nach Hersteller und Anwendung sind zahlreiche “Körnungen” für Wasser- und Trockenschliff erhältlich.

Papier-Schleifbänder in der Metallbearbeitung werden auf Kantenschleifmaschinen gespannt.

Welche Bandgeschwindigkeit für Metall?

Wenig Druck schont das Schleifmittel und das Getriebe. Der Abtrag ergibt sich aus dem Zusammenwirken der Bandgeschwindigkeit und der Legierung. Wenn Sie Metall bearbeiten wollen, sollte das Gerät für den gelegentlichen heimischen Gebrauch nicht weniger als 600 Watt Leistung aufweisen. Bei regelmäßigem und langzeitigem Einsatz im gewerblichen Rahmen kalkulieren Sie mindestens 850 Watt Leistung ein.

Das zweite Kriterium für ein erfolgreiches Projekt ist eine gewisse Erfahrung und Wissen über Metallbearbeitung.

Oberstes Gebot beim trockenen Schleifen ist die Vermeidung hoher Reibungshitze, die sich schon beim Polieren durch blaues Anlaufen bemerkbar macht. Eine blau angelaufene Messerklinge wird damit unbrauchbar, da sich das molekulare Gefüge verändert und das Metall erweicht. Nassschleifen beugt dem Anlaufen vor, doch Wasser sollte niemals mit Elektrowerkzeugen in Kontakt kommen.

Da jedes Metall einen eigenen Härtegrad aufweist, erfordert es spezielles Vorgehen bei der Bearbeitung. Viele unserer Leser interessieren sich für das Messerschleifen mit einem Bandschleifer. Allgemein eignet sich dazu eine stationäre Maschine. Da nicht jeder so viel Platz und Budget investieren möchte, empfehlen wir einen guten Bandschleifer mit Montage-Option für die Werkbank.

Unsere Übersicht zeigt, welche Schleifgeschwindigkeiten für welche Legierung in etwa erforderlich sind.

  • Titanlegierungen: 5 – 7 m/sek.
  • Kohlenstoffstähle: 32 – 38 m/sek.
  • Hochlegierte Stähle: 18 – 24 m/ sek.
  • Rostfreie Stähle: 18 – 30 m/sek.
  • Aluminium-Mangan-Legierungen: 40 – 50 m/sek.
  • Bronze und Messing: 35 – 45 m/sek.

Tragen Sie beim Metallschleifen zu persönlichen Schutzausrüstung mindestens eine Brille, Mundschutz und Handschuhe: Eingeatmete Metall- und Lackstäube bergen massive gesundheitliche Risiken. Bei längeren Einsätzen empfehlen wir zusätzlichen Gehörschutz und Staubabsaugung.

Welche Körnungen für den Metallbandschleifer benutzen?

Die Schleifkornhärte erkennen Sie an dem Buchstaben vor der Schleifkornzahl. Die Bezeichnung verläuft je nach Materialhärte in alphabetischer Reihenfolge: Somit eignen sich Schleifmittel ab dem Buchstaben “P” zur Metallbearbeitung. Beginnen Sie beim groben Vorschliff mit P40 oder P80, um alten Lack abzutragen. Die entstandenen Riefen gleichen feinere Körnungen in den folgenden Arbeitsgängen aus, so lange, bis zum Finish die Politur erfolgt.

Körnungen zum Metallschleifen sind erhältich in P24 – P36 – P40 – P60 – P80 – …. – P180 – P240 – P400 – P600 – … – P1000 bis P1500. Die meisten Handwerker überspringen des schnelleren Fortschritts wegen gleich zwei Körnungen. Das neueste Körnunugsmaterial nennt sich Präzisionskörnung, deren Partikel die Reibungsitze vom Werkstück ableitet. Daneben kommt Keramikkorn zur Anwendung. Den größten Abtrag leisten Diamantschleifmittel.

Benutzen Sie beim Schleifen von Aluminium Sprühfett oder Sprühöl, damit der Abrieb die Körnung nicht zusetzt. Benutzen Sie ein Schleifband ausschließlich für die bereits geschliffene Legierung, ansonsten verunreinigen Sie das nächste Werkstück mit anhaftenden fremden Partikeln: Infolge entsteht beim niedriger legierten Metall Oxidation = Rost. Das gleiche gilt für die spätere Bearbeitung von Holz.

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