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Heißluftfritteuse - So gelingt ein sparsamer Umgang mit Fett

Die Heißluftfritteuse stellt eine kleine Revolution in der Küche dar. Zwar gibt es Umluftbacköfen schon lange, doch einen großen Innenraum für eine oder zwei Portionen aufzuheizen, dauert lange und frisst viel Strom. Und die weitere Eigenschaft der Heißluftfriteuse kommt gesunder und leichter Ernährung entgegen: Unmengen leerer Kalorien, wie beim herkömmlichen frittieren im Ölbad, ziehen nicht in das Gargut ein und werden demnach auch nicht konsumiert.

Der Betrieb einer gewöhnlichen Öl-Fritteuse ist mit deutlich höherem Aufwand verbunden. Jeder Behälter muss bis zur Markierung mit Öl gefüllt sein, was bei größeren Geräten schnell zwei Kilo ausmacht. Das benötigte Frittierfett wird meist in großen Gebinden verkauft. Dieses eignet sich vom Eigengeschmack her nicht für weiteren Gebrauch in der Küche.

Meist handelt es sich um raffinierte Fette. Bei der Aufbereitung fallen durchaus unerwünschte Stoffe an, als Stichwort nennen wir hier gesundheitsschädliche Trans-Fettsäuren.

Die Heißluftfritteuse ist schnell einsatzklar

Bei jedem Frittiergang verschmutzt das Fett, sodass sich verbrannte Krümel und schwarzer Belag am Behälterboden absetzen. Damit das Frittiergut immer appetitlich auf den Teller kommt, muss das Öl regelmäßig gefiltert werden, bevor es komplett ausgetauscht wird. Für das Umschütten ist schon eine ruhige Hand notwendig und danach geht es mit der Reinigung des Behälters weiter.

Die Pflege einer Heißluftfritteuse hingegen ist in einem Bruchteil der Zeit erledigt, einmal abgesehen von einer zeitweiligen gründlichen Reinigung des Geräts. Ölrückstände entstehen bei der geringen Menge erst gar nicht, da alles vom Gargut aufgenommen wird. Die Heißluftfritteuse ist sicher, denn elektronische Steuerung schaltet das Gerät bei Störungen ab. Hier birgt die gewöhnliche Öl-Fritteuse eine große Gefahr: Fettbrand.

Brennendes Fett ist mehr als 1000 °C heiß. Es darf nie mit Wasser gelöscht werden, da sich das Wasser-Fett-Gemisch explosionsartig im ganzen Raum verteilt. Auch Löschdecken sind ungeeignet, da der Brand durchschlagen kann. Wenn es nicht mehr möglich ist, einen festen Deckel aufzulegen, darf einzig ein Fettbrand-Feuerlöscher angewendet werden. Dieses Szenario verursachte viele Hausbrände und schwerste Verletzungen der Unfallopfer.

Eignet sich jedes Fett für die Heißluftfritteuse?

Die Heißluftfritteuse arbeitet bis 180 °C. Darum müssen verwendete Fette und Öle hitzebeständig sein und einen hohen Rauchpunkt aufweisen. Der ist erreicht, wenn das Fett zu qualmen beginnt und einen brenzligen Geruch verströmt. Je höher der Gehalt an gesättigten Fettsäuren liegt, um so mehr Hitze verträgt die Fettsorte.

Fette und Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren (MUF) wie Omega-3 und Omega-6 gelten als besonders gesund. Das stimmt jedoch nur, solange die Zubereitung der Lebensmittel schonend bis maximal 100 °C erfolgt. Höhere Temperaturen zerstören Vitamine und wertvolle Fettsäuren. Es bilden sich freie Radikale und gesundheitsschädigendes Acrylaldehyd, auch Acrolein genannt. Bei Fettsorten mit Rauchpunkten über 200 °C sind Sie auf der sicheren Seite.

Welche Fett- und Ölsorten frittieren sicher?

Nachfolgend nennen wir Speiseöle und -fette und deren Eignung für die Heißluftfritteuse. Bei den ungeeigneten Sorten liegt der Rauchpunkt zu niedrig oder es sind zu viele MUF enthalten.

Geeignete Fette

  • Kokosfett
  • Palmkernfett, Palmöl
  • Butterschmalz
  • raffiniertes Olivenöl (kein “vergine” oder “nativ”)

Ungeeignete Fette

  • Butter, Margarine, Schmalz
  • Sonnenblumenöl, natives “extra” Olivenöl
  • Erdnussöl, Sojaöl, Sesamöl
  • Rapsöl, Leinöl, Distelöl
  • Walnussöl, Kürbiskernöl

Kommt die Heißluftfritteuse ganz ohne Öl aus?

Die Hersteller werben mit “fettfrei frittieren”, was jedoch nur zum Teil stimmt. Das Frittieren an sich ist nur mit Öl möglich, doch hier gart ein Heißluftstrom Fleisch und Gemüse. Man könnte auch argumentieren, “ohne Zugabe von Fett” heißt nicht automatisch “fettfrei”, denn Fertigprodukte wie Tiefkühl-Pommes frites, Fischstäbchen oder Chicken Wings enthalten bereits reichlich Fett.

Dosieren Sie das Frittieröl nach Vorschrift

Den meisten Heißluftfritteusen liegt ein Messlöffel bei. Damit werden eine oder zwei Portionen abgemessen, was für die gesamte Füllmenge ausreicht. Einfaches Übergießen mit dem Löffel verteilt das Fett sehr unregelmäßig, sodass einige Bereiche gar nichts abbekommen und strohtrocken werden, während andere Stücke mehr als genug Fett einziehen können. Das gleichmäßige Verteilen der geringen Fettmenge gelingt Ihnen auf unterschiedliche Art.

Besonders bei Gemüse und magerem Fleisch empfehlen wir, die gesamte Menge zu marinieren. Das Öl verbindet sich mit den Aromen von Kräutermischungen und Gewürzen und zieht tief ins Gargut ein.

Eine zweite Art, vielleicht mit noch weniger Fett als angegeben auszukommen, ist das auspinseln des Behälters. Ist dieser leicht vorgewärmt, lässt sich das Fett leichter verteilen.

Eine saubere und geläufige Methode, Fett hinzuzufügen, ist der Gebrauch einer Sprühflasche. Fein zerstäubt legt sich ein Film über die ganze Oberfläche.

Fett ist ein Aromaträger

Ganz fettlos frittieren ist möglich, doch das geschmackliche Erlebnis ist nicht jedermanns Sache. Selbst gemachte Pommes trocknen schnell aus und schmecken langweilig, wenn sie ohne Sauce oder Mayo auf den Tisch kommen. Genau so kann es mit Gemüse gehen, das von Natur aus empfindlich ist, wie Champignons oder Spargel.

Erst ein Hauch Fett entwickelt den vollen Geschmack und zudem ist es so gesünder. Fette stehen in der Ernährungspyramide an der Spitze. Anders gesagt, die empfohlene Menge für einen Erwachsenen beträgt täglich 5 – 7 Teelöffel Öl. Dazu zählen auch versteckte Fette in Käse, Margarine, Salatdressings oder Wurst. Wenn wir mit der Heißluftfritteuse 80 % Fett bei der Zubereitung sparen, ist das ein tolles Ergebnis.

Ganz auf Fett zu verzichten, raten wir nicht, da es eine der “Sieben Säulen gesunder Ernährung” ist. Vitamine sind fettlöslich und können nur in Verbindung mit Fett vom Körper verwertet werden. Auch für den Muskelaufbau und vielfältige Funktionen ist Fett nötig – und es verschafft uns letztendlich dieses angenehme Sättigungsgefühl nach einer Mahlzeit.

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