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Hundefutter: Das empfiehlt die Stiftung Warentest

Die unabhängige Verbrauchsorganisation „Stiftung Warentest“ wurde im Jahre 1962 von der damaligen Bundesregierung als neutrales Wareninstitut gegründet. Es bietet uns Nutzern unabhängige Tests in vielen Bereichen. So nahm das Verbrauchsinstitut unter anderem auch Hundefutter unter die Lupe. Am 22. Juni 2016 testete Stiftung Warentest, ob Trockenfutter die richtige Wahl für den Vierbeiner ist. Denn laut dem Wareninstitut schwört der Großteil der Hundehalter auf Trockenfutter. Außerdem ging die Plattform der Frage nach, ob im Hundefutter Getreide enthalten sein soll?

Hundefutter: Das empfiehlt die Stiftung WarentestBeim Test kam das Institut zum Schluss, dass nicht alle getesteten Hundefutter Sorten den nötigen Nährstoffmix enthielten, der für ein gesundes Hundeleben erforderlich wäre. 23 Produkte wurden getestet, davon konnten sieben mit „Sehr gut“ abschneiden. Zwei davon stiegen allerdings mit einem „Mangelhaft“ aus dem Test aus. Außerdem stellte Stiftung Warentest fest, dass es gutes Trockenfutter für Hunde schon ab 18 Cent für einen Tag zu erwerben gibt. Allerdings war auch ein Erzeugnis auf dem Markt, das das Zehnfache kostete. Getestet wurde Trockenfutter in Brocken-, Pellets- und Krokettenform.

Des Weiteren stellte sich beim Test heraus, dass neun der Testprodukte leicht mit Schwermetallen, sowie Schimmelpilzen oder Mineralölen belastet waren. Laut Testinstitut würden die geringen Mengen allerdings keine Gefahr für die Gesundheit der Hunde darstellen. Das Gerücht, das Hundefutter Schlachtabfälle wie etwa Knorpel, Borsten oder Federn enthalten würde, konnte das Institut bei den Testprodukten nicht bestätigen. Dafür fanden sie laut ihren Aussagen, keine Beweise. Bei der Stiftung-Warentest-Ausgabe vom März 2015 gab es die günstigste Hunde Nassfutter Tagesration für zirka 2,80 Euro. Also deutlich teurer als das Trockenfutter.

In der Bundesrepublik Deutschland geben Hundebesitzer jährlich ungefähr 479 Millionen für Hunde Nassfutter aus. Für Trockenfutter zahlen sie in etwa 430 Millionen.
Jeder verantwortungsvolle Hundehalter will natürlich nur das Beste für seinen geliebten Vierbeiner und verwöhnt ihn auch noch mit den verschiedensten Leckerlies und Snacks. Deshalb ist Hundefutter schon längst ein Milliardengeschäft. Aber ist billiges Hundefutter immer gleich schlecht und teures Futter besonders gesund für unsere Fellnasen auf vier Pfoten?

Alle getesteten Nassfutter rochen laut dem Institut nach Rindfleisch und Innereien. Laut Stiftung Warentest punkteten die drei Siegerprodukte mit einem besonders günstigen Preis (18 bis 19 Cent für eine Tagesration). Zwei teurere Hundefutter Sorten mit einem Preis um die 1,83 Euro fielen durch: das eine enthielt zu viel Jod, das andere wiederum war geringfügig mit Acrylamid belastet. Die Vitamine A und D waren darin kaum nachweisbar.

Laut Stiftung Warentest wurden in den Testprodukten keine Aromen und Geschmacksverstärker gefunden. Einige der Sorten wurden zum Beispiel mit Sellerie, Möhren und Lauch angereichert. Dadurch ließ sich der Geruch verbessern. Alle getesteten Nassfutter rochen laut dem Institut nach Rindfleisch und Innereien. Die beim Trockenfutter-Test vom 22.6.2016 gefundenen Mengen an Mineralölen waren sehr gering. Wahrscheinlich stammen sie aus der Verpackung.

Es wurde noch nicht wissenschaftlich geklärt, ab welcher Menge Mineralöle die Gesundheit von uns Menschen gefährden – für Tiere gibt es erst recht keine Studien dazu. In der Folge sind auch keine Grenzwerte bei unseren Lebensmitteln und beim Hundefutter vorgeschrieben. Allerdings unterscheiden Wissenschaftler zwischen gesättigten Mineralöl-Wasserstoffen, die das Gewebe anreichern und der aromatischen Variante, die eventuell Krebs fördernd sein kann.

Worauf ist bei Hundefutter laut Stiftung Warentest zu achten?

Laut Stiftung Warentest hat ein perfekt zusammengesetztes Alleinfutter keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Vierbeiner. Allerdings würde die Mehrzahl der Hunde Trockenfutter besser vertragen. Nassfutter punktet dagegen mit mehr Feuchtigkeit. Das Wareninstitut meint zudem, dass nicht allein die Fleischmenge im Hundefutter ausschlaggebend sei, sondern die richtige Futterzusammensetzung. Worauf ist bei Hundefutter laut Stiftung Warentest zu achtenAllerdings informieren die Etiketten uns Verbraucher nicht selten eher schlecht über den wahren Fleischanteil. Auf der Zutatenliste steht laut Stiftung Warentest zum Beispiel „Geflügelfleischmehl“ statt Hähnchenfuß.

Die Futterzusammensetzung muss stimmen: Das Institut rät zum Beispiel zu Hundefutter zu greifen, das neben Fleisch auch Nebenprodukte wie Leber, Herz und Innereien enthält. Dabei handelt es sich um wichtige Nährstoffquellen. Das Wareninstitut verkündet zudem, dass es ganz gleich wäre von welchem Tier das Fleisch stammt. Die Nährstoffe im Futter müssten allerdings stimmen. Beim Feuchtfutter Test vom 26.2. 2015 wurde zum Beispiel auch festgestellt, dass viele Hunde Zutaten wie Dinkel, Reis und Hirse gut verdauen können. Allerdings gibt es auch Vierbeiner, die Gluten nicht vertragen.

Diese Tiere brauchen Allergikerfutter, das keine heimischen Getreidesorten enthält. Bei Gluten handelt es sich um Klebereiweiß, der in Weizen, Roggen oder Gerste steckt. Reis und Hirse sind glutenfrei. Stiftung Warentest macht darauf aufmerksam, dass es beispielsweise bei glutenfreiem Hundefutter keine Verordnung gibt, wie hoch der Gluten-Anteil maximal sein darf.

Das Verbraucherinstitut weist zudem darauf hin, dass Hundefutter durch das Erhitzen konserviert und haltbar gemacht wird, daher sind Hinweise mancher Erzeuger wie: „frei von Konservierungsmittel“ überflüssig.

Zudem sei es laut Stiftung Warentest nicht erwiesen, dass eine Mischung von unterschiedlichen Fleischsorten (Huhn, Ente, Kaninchen, Rind), bei unseren Vierbeinern automatisch eine allergische Reaktionen hervorrufen würde.  Was empfiehlt Stiftung Warentest, wenn der Hund Symptome einer Allergie zeigt? Das Institut meint (wie viele Hundehalter auch), dass Durchfall, Erbrechen und Juckreiz viele Ursachen haben können. Der Tierarzt kann eine Diagnose erstellen und dazu einen Bluttest machen.

Sobald das Futter als Auslöser eindeutig feststeht, dann kann auf eine anderes Futter umgestellt werden. Bei der Futterumstellung sollte Schritt für Schritt vorgegangen werden. Trockenfutter wechseln wir, indem wir das gewohnte Futter zur Hälfte mit dem neuen Produkt mischen. Bei Nassfutter mischen wir ein Drittel vom neuen Erzeugnis zum bisherigen Futter. Die Menge sollte schrittweise gesteigert werden, bis die Umstellung nach vier Wochen komplett abgeschlossen ist. Verträgt unser Vierbeiner das neue Hundefutter nicht, so zeigt sich das in der Regel bereits nach kurzer Zeit. In diesem Fall muss ein anderes Futter ausprobiert werden.

Ist das Hundefutter nach der EU-Ökover­ordnung zertifiziert und nennt sich „Bio“, dann müssen mindestens 95 Prozent aller Zutaten aus dem ökologischen Anbau und aus der ökologischen Tierhaltung stammen.
Die Hersteller von Bio Hundefutter müssen laut Stiftung Warentest von Ökokontrollstellen überprüft werden. Beim Barfen sollten sich Hundehalter unbedingt mit den Bedürfnissen ihrer Lieblinge beschäftigen, damit es zu keiner Über- oder Unterversorgung kommt. Außerdem ist bei rohem Fleisch die Salmonellengefahr groß. Vegetarische Hundenahrung mit Zutaten wie Eier und Milch war beim Test von Stiftung Warentest eher mangelhaft aufgefallen. Eine vegane Ernährung der Vierbeiner lehnt das Wareninstitut sogar ganz ab.

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