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Die Autobatterie ist leer - Und nun?

Morgens wollen Sie wie immer zur Arbeit fahren, steigen ein und drehen Zündschlüssel. “Klick-klick” macht es, und noch einmal: “klick-klick”. Nach einigen unschönen Geräuschen aus dem Motorraum schweigt der Motor nun vollends. Guter Rat ist jetzt teuer, denn die Batterie hat sich entladen. Ein leerer Akku ist sehr ärgerlich, doch es gibt Schlimmeres. Eine defekte Zündung oder Lichtmaschine ist wesentlich teurer.

Warum ist die Autobatterie leer?

Eine leere Autobatterie kann mehrere Gründe haben. Manchmal verursacht der Fahrer selbst unliebsame Überraschungen, wenn er vergisst, das Fahrlicht auszuschalten. Kalte Temperaturen ziehen die Batterie schneller leer. Dazu gesellt sich höher Verbrauch durch “warmlaufen lassen” während man die Scheiben vor dem Losfahren von Schnee und Eis befreit und dazu vielleicht noch Radio hört.LANGZEIT Autobatterie 12V 100 AH Hauptbild

Keine oder falsche Pflege der Batterie kann Störungen verursachen. Ältere Batterien lassen sich nur drei viertel vollladen. Diese Tatsache kommt beim ständigen Fahren kurzer Strecken zum tragen, wo der Motor durch häufiges Starten viel Energie benötigt. Zum Ausgleich können Sie die Starterbatterie alle 7 – 17 Tage mit einem Ladegerät vollständig aufladen.

Sauberkeit im Motorraum ist genau so wichtig wie polierte Felgen. Schon beim Einbau einer Batterie sollte das Stellfach gereinigt und die Kontakte an der Batterie mit Polfett eingerieben werden: Korrosion verursacht Übergangswiderstände und Kriechströme. Ablagerungen an Polen und Polklemmen lassen sich mit einer Drahtbürste entfernen.

Batterie-Killer Tiefentladung

Tiefentladung eines Blei-Akkus führt zu Sulfatisierung, die sich als grobkörnige Kristalle an den Elektroden anlagern. Zuerst stellt sich Kapazitätsverlust ein, die Leistung vermindert sich zusehens. Durch Erschütterungen beim Fahren setzen sich die Kristalle am Batterieboden ab und bilden eine Schlammschicht. Wird die Ablagerung so groß, dass sie beide Pole berührt, beendet ein Kurzschluss die Lebenszeit des Akkus.

Überladung der Autobatterie

Allein das Fahren verursacht keine Überladung, wohl aber ein Ladegerät ohne elektronische Regelung, dass manuelle Kontrolle des Ladestandes erfordert. Nachdem der Ladestand 70 % erreicht hat, muss der Ladestrom gesenkt werden. Wenn die Batterie bis zum Abklemmen mit “hohem Strom” geladen wird, entsteht zerstörerischer Gitterkorrosion. Moderne Ladegeräte hingegen besitzen durchweg sichere elektronische Laderegelung.

Was tun, wenn der Pkw nicht anspringt?

Natürlich ist die Situation unangenehm, doch nicht hoffnungslos.

Batterien sind Verschleißteile, sodass es ein kalkulierbares Risiko darstellt, irgendwann einmal den Wagen nicht mehr starten zu können. Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Wagen wieder anzulassen, sodass Sie zumindest bis zur nächsten Werkstatt oder nach Hause fahren können.
S4 Autobatterie Von Bosch Hauptbild

Ein Starthilfekabel anschließen

Das Überbrücken mithilfe eines anderen Fahrzeugs ist die gängige Methode, einen liegen gebliebenen Wagen wieder flott zu bekommen. Wir empfehlen Ihnen, ein Starthilfekabel für das eigene Bordwerkzeug zu kaufen, falls es noch fehlt. Fremdstarten funktioniert folgendermaßen:

  • Beide Fahrzeuge stehen mit geöffneter Motorhaube zueinander. Es ist wichtig, die Pkws durch Anziehen der Handbremsen und Einlegen des ersten Gangs vor dem Wegrollen zu sichern.
  • Zuerst werden die Pluspole beider Batterien mit dem roten Starthilfekabel verbunden.
  • Der Helfer klemmt das schwarze Kabel (“Massekabel”) an den Minuspol und die andere Klemme muss an ein Metallteil des Empfängerautos befestigt werden.
  • Zuerst lässt der Helfer den Motor seines Wagens an, danach versucht der Pannenwagen zu starten.
  • Überspannung vermeiden: Alle möglichen Verbraucher müssen nun angestellt werden: Licht, Heizung, Radio.
  • Wenn der Motor stabil läuft, werden der Reihenfolge nach zuerst das schwarze, danach das rote Kabel abgenommen.
  • Fahren Sie gleich nach der erfolgreichen Starthilfe eine Strecke, die möglichst keine Ampeln aufweist, damit die Lichtmaschine die Batterie weiter auflädt.Jumper Cables 926308

Starthilfe ohne Kabel

Falls Helfer da sind, doch kein Starthilfekabel aufzutreiben ist, können Sie den versuchen, den Pannenwagen durch anschleppen, anschieben oder anrollen in Bewegung zu bringen. Die Helfer müssen den Wagen anschieben, während der Fahrer mit eingeschalteter Zündung und eingelegtem zweiten Gang langsam die getretene Kupplung kommen lässt und vorsichtig Gas gibt. Danach wieder auskuppeln, nochmals Gas geben, bis der Motor rund läuft.

Die zweite Möglichkeit, den Pannenwagen ohne Starthilfe in Gang zu bekommen, ist das Anschleppen mit einem Seil (zur Not hilft schon eine Damenstrumpfhose). Gehen Sie hierbei genau so vor und fahren anschließend eine größere Runde.

Anschieben klappt nicht immer

Einen Pkw mit leerer Batterie anzuschieben, ist eine allbekannte Methode, die bei fast jedem Fahrzeug zum Erfolg führt. Wenn das Wörtchen “fast” nicht wäre: Anrollen funktioniert nur bei Benzinern mit Schaltgetriebe. Ein Diesel-Fahrzeug muss den Kraftstoff mithilfe der Batterie vorglühen und ein Automatikgetriebe lässt sich gar nicht anschieben. Bei beiden hilft nur das Fremdstarten einem Starthilfekabel.Car Engine 231213

Starthilfespray für den Notfall

Für rund fünf Euro können Sie Starthilfespray kaufen und im Handschuhfach deponieren. Sprühen Sie das Spray in den Ansaugstutzen, der den Luftfilter versorgt. Über diesen Weg saugt sich der Motor das Spray ein und sollte nun anspringen.

Wenden Sie so ein Spray nur im äußersten Notfall an, denn es erzeugt ein hochgradig zündfähiges Gasgemisch, das unter Umständen zu früh zünden könnte. Noch ein Risiko birgt der Kolben, falls er noch nicht in der oberen Position steht: Die Zündung könnte ihn vorher wieder herunterdrücken, woraus Lagerschäden entstehen können.

Ladegerät und Starthilfe-Akku

Das Ladegerät ist die sicherste und komfortabelste Methode, die Autobatterie wiederzubeleben. Als Alternative dazu bieten sich Starthilfe-Akkus an: Die praktischen tragbaren Power-Packs werden an der Steckdose aufladen und können fünfzehn Mal Pannenhilfe leisten.

Wenn alle Methoden nicht machbar sind, können Sie immer noch den ADAC oder die Pannenhilfe anfordern.

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